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Dienstag, 5. Mai 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - TuS Appen

Hirsche klettern aus dem Keller
3:0! TSV Heist landet wichtigen Nachholdreier – TuS Appen stürzt weiter ab

Seit dem krachenden 6:2-Derbysieg in Moorrege hatte die Rettungsmission des TSV Gut Heil Heist zuletzt etwas Sand ins Getriebe bekommen. Mit dem wichtigen 3:0 auf eigener Koppel gegen den Direktkonkurrenten aus Appen sieht die Welt an der Hamburger Straße aber schon wieder viel besser aus.
Aufhellung erfuhr das heistmer Gemüt im dienstäglichen Nachtragsmatch quasi direkt nach dessen Anstoß, als Paul Smit sich die Kugel am linken Strafraum-Eck seelenruhig auf rechts legte und sie trocken ins kurze Eck nagelte (2.).
Ein Szenario, das ihm aus zentraler Position wenig später nicht vergönnt war, als Marcel Münster in den lückenhaften Abwehrreihen der Gäste passend ablegen konnte. Smits Versuch rotierte aber hauchdünn am linken Pfosten vorbei (5.).
Deutlich gemächlicher ging es fortan zu. Der TSV machte es sich hier und da mit etwas unglücklichen Entscheidungen am Ball selber schwierig, die Feldüberlegenheit weiter ins Ergebnis einfließen zu lassen, während die Jungs vom Almtweg mit ihrer Suche nach Stabilität und Angriffsstruktur voll ausgelastet waren. Entsprechend dauerte es bis Minute 45, ehe Philip Pinnow einmal ein offensives Lebenszeichen aus dem Rückraum gelang. Kann man so zumindest einmal versuchen…
Als hätten die Hausherren dies als Warnschuss verstanden, legten sie noch vor dem Pausenpfiff das 2:0 nach, bei dem Münster als einziger Interessent in einen hohen Krüger-Freistoß startete – so einfach kann das gehen!
…traf auch auf die Szene zum 3:0 zu, als es mit Tempo und Beinfreiheit über links ging und Jakob Schmidt seinen Namensvetter Max zentral im Fünfer erspähte (48.). Ein Kantersieg deutete sich an, zumal Smit in der Bewegung nach innen gar das vierte Gut Heil-Hurra auf dem knapp verziehenden Fuß hatte (50.).
Doch wieder verlor die Partie etwas an Unterhaltsamkeit. Deniz Cebbars Lupfer, den TSV-Goalie Benjamin Schimmel unschädlich patschte, nachdem ihn Lukas Kremer per Diagonalball angespielt hatte (61.), gehörte somit genauso zu den verbliebenen Höhepunkten wie Tom Kruses Scheitern an der Querlatte auf der anderen Seite (79.).
Auch der letzte Moment von Bedeutung sollte noch einmal dem neuen Tabellenelften gehören, hatte Torwart-Oldie Enrico Carl alle Mühe einen leicht abgefälschten Smit-Freistoß abzuwehren, ehe Max Ossenbrüggen den freien Nachschuss in der Hektik der Aktion nicht erwischte (85.).
3:0 also am Ende, wo sich TuS Appen nach dem nunmehr siebten Match in Serie ohne Sieg langsam wiederfindet. Als Vorletzter der Kreisliga 1 (drei Zähler Rückstand auf den 13., Moorreger SV) liegt der Ligaverbleib jetzt nicht mehr in eigenen Händen. Nächster Gegner im direkten Kellerduell ist am kommenden Sonntag die Reserve der SV Lieth (14.).
Der TSV Heist könnte dagegen bereits am Freitag im Derby gegen Schlusslicht TSV Holm mit satten vier Punkten von den Kreisklasseplätzen davonziehen.  

Tore: 1:0 Smit (2.), 2:0 M. Münster (45.+1, Krüger), 3:0 M. Schmidt (48. J. Schmidt)

gelbe Karten: M. Münster, Smit – Stolzenburg, Pinnow, Schawaller

Schiedsrichter: Ridha Gabsi (TBS Pinneberg)

Zuschauer: 60







Sonntag, 3. Mai 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - SV Lieth II

Magens serviert die Rettungsweste
Auswärtssieg im Keller-Duell: SV Lieth II schiebt sich weiter ans Ufer

Da sind sie wieder! Wochenlang musste die Reserve der SV Lieth erdulden, wie die Konkurrenz im Rotlichtbezirk der Kreisliga 01 auch durch die vielen Nachtragsspiele auf Naturrasen nicht nur heranrückte, sondern sogar vorbeizog.
Mit dem nun zweiten Erfolg in Reihe schloss der Tabellenvorletzte nun aber wieder voll gen Klassenerhaltszone auf.
Im Kellerduell beim TSV Heist war dabei vor allem auf die hauseigene Bezirksligaexpertise Verlass. Die nicht in der Bezirksliga festgespielten Finn Struve, Michel Cords und Kilian Weers freuten sich heuer mit dem oben gelbgesperrten Meraja Magens auch noch über den Unterschiedsspieler des Ligateams. Welche Blüten die teils diffusen Regelungen des Hamburger Fußballverbands so treiben…
Denn während sich Magens´ Stammkollegen 1:8-Dresche in Schnelsen abholten, fügte sich der 20-fache Oberligakicker nach einer Anlaufphase im rauen Kreisligaumfeld als Doppelpasspartner für Florian Ballners Linksschuss ein (28.). Gut gemacht, aber da fehlte noch etwas.
Besser lief es wenig später, als Magens im Umschalten diesmal den aus der Bezirksliga vertrauten Michel Cords bediente und sich dieser vom latent störenden Adriaan Banas nicht in seinem Werk zur flachen 0:1-Pausenführung irritieren ließ (35.).
Wiederum per rascher Spielrichtungsänderung schlug das Duo kurz nach der Pause gleich nochmal zu. Wieder war es am Ende Cords, der halblinks ins ferne Eck vollendete, nachdem ihn Magens entsprechend angespielt hatte (51.).
Und als Abwehrmonument Kilian Weers sogar einen Ausflug als Flügelstürmer nur von TSV-Fänger Benjamin Schimmel beendet erlebte (54.), schien der Sonntagnachmittag noch ein richtig Lustiger, für die Gäste zu werden.
Doch auch die Heistmer haben ja ihren Individualisten, der sich in der Gestalt des Paul Smit eine Schusschance selbst gegen drei Mann erarbeitete (55.) und die nächste mit dem Freistoß, um die Mauer herum, an der Pfosten setzte (59.).
Bevor Smit und Co den Bock hier umzustoßen vermochten, war drüben plötzlich wieder dieser Magens auf Tour. Diesmal von Semih Zeybekoglu die Linie raufgeschickt, fand sich nun mit Ballner ein neuer Abnehmer des gepflegten Querpasses zum 0:3 (65.).
Das Thema schien durch, zumal Magens selber im Eins-gegen-Eins mit Schimmel das mögliche 0:4 auf dem Fuß hatte (71.). Doch eine etwas überraschende Strafstoßentscheidung wegen eines angeblichen Haltens im SVL-Sechzehner fütterte wieder leise Hoffnungen der Gastgeber, die Smit sicher rechtsunten mit 1:3 heranbrachte (81.).
Ebenso nur wenige später, nachdem Finn Rudek Kapitän Jakob Schmidt einen Fußkontakt versetzte und die Kommunikation zwischen Schiedsrichter Hasan Olgun (TBS Pinneberg) und seinem Assistenten Carsten Petersen einen gewissen Loriot-Charakter versprühte. Strafstoß – Abseits – dann halt doch Strafstoß – Smit auf die gewohnte Weise – nur noch 2:3 (85.)!
Eine typisch umkämpfte Schlussphase mit sechs Minuten Nachspielzeit blieb daraufhin allerdings ohne weitere Offensivfeuer, sodass die Flamme der SV Lieth im Tabellenkeller wieder ordentlich lodert. Nur noch einen Zähler gilt es auf den heuer geschlagenen Widersacher auf dem rettenden 13. Platz aufzuholen. Mit zwei Duellen gegen die Mitkonkurrenten aus Appen und Moorrege stehen die Sterne plötzlich wieder ganz ordentlich für den Ligaverbleib. Gilt nach wie vor aber auch genauso eins zu eins für den TSV Gut Heil der bereits am kommenden Dienstag TuS Appen zum Nachholkracher empfängt!

Tore: 0:1 Cords (35. Magens), 0:2 Cords (51. Magens), 0:3 Ballner (65. Magens), 1:3 Smit (81., Strafstoßtor), 2:3 Smit (85., Strafstoßtor, F. Rudek an J. Schmidt)

Schiedsrichter: Hasan Olgun (TBS Pinneberg)

Zuschauer: 62





Samstag, 25. April 2026

Spielbericht TuS Nortorf - SV Blau-weiß Wesselburen

TuS Nortorf unbeirrt
Nächster Schritt gen Landesliga – Blau-weiß vor entscheidenden Wochen

Grün-weiß Todenbüttel, Osterrönfelder TSV, Merkur Hademarschen und Veneta Audorf – vor allem vier direkte Duelle zur Rettung der Verbandsligazugehörigkeit hat die tief im Tabellenkeller gefangene Elf des SV Blau-weiß Wesselburen noch als Strohhalm im Köcher. TuS Nortorf, seines Zeichens unangefochtener Primus auf dem Weg in die Landesliga, war zum 27. Spieltag der Weststaffel die falsche Adresse für Zählbares.
Obwohl man hinten erstmal nicht viel zulief, setzte es dennoch bereits nach einer halben Stunde den zu erwartenden 0:2-Rückstand.
Erst nutzte nämlich Alexander Gerst den mangelnden Zugriff im Sechzehner zur frühen TuS-Führung (10.); dann legte der fleißige Malte Lucht auf Mika Jöhncks durchgesteckten Ball die Verdopplung nach (30.).
Gänzlich chancenlos blieben die Dithmarscher allerdings keineswegs. So ließ Schiedsrichterassistent Louis Pfeil (FC Dornbreite Lübeck) seinen Wimpel unten, als der steil geschickte Melvin Friedrichsen auf rechts plötzlich freie Bahn hatte, TuS-Fänger Florian Gerloff aber die nötige Fläche zur Fußabwehr machte (19.). Und auch eine Kopfballchance für den baumlangen Mats Block schickte sich an, den Spitzenreiter zu ärgern (35.).
Nachdem die Hausherren in den Minuten vor der Pause wiederum mehrfach das beruhigende 3:0 verpasst hatten, durfte sich Blau-weiß von der Strafstoßmarke aus zurück ins Spiel schießen, verkürzte Nico Schulz sicher auf 2:1, nachdem der Strafraumzweikampf Schmidt/S. Block einen durchaus zeigenswerten Spielzug der Gäste unsanft gestoppt hatte (60.).
Bevor der Außenseiter, der sich bereits beim nachgeholten Hinspiel (1:2) vor zehn Tagen wacker schlug, zur großen Aufholjagd gegen die fünfte Niederlage in Folge blies, stellten die Mittelholsteiner die zwei-Tore-Führung just wieder her, als Schlussmann Torben Rose eine Jöhnck-Ecke im Herauskommen nicht sichern konnte und Jarmo Schmidt den freien Ball gedankenschnell aus der Bewegung zum 3:1 versenkte (72.).
Immerhin gab sich der Vorjahreszehnte in der Folge nicht auf, probierte es durch einen Schuldt-Freistoß (75.) und M. Blocks schwierig zu nehmenden Rechtsschuss (81.) – erfolglos. Weil auf der anderen Seite aber auch Lucht an Rose scheiterte (78.) und Top-Torjäger Lasse Böttcher (23 Treffer) bei abermaliger Jöhnck-Ecke nur den Pfosten traf (79.), blieb es beim 3:1, durch das TuS Nortorf den Aufstiegssekt nun schon in den Kühlschrank stellte. Zwölf Zähler auf die SG Geest 05 und 15 auf den TSV Heiligenstedten (eine Partie weniger) schreien fünf Runden vor Saisonende förmlich nach der Promotion.
Kommenden Mittwoch gilt die volle Konzentration allerdings erstmal dem Halbfinale auswärts im Kreispokal Holstein. Gegner ist der Staffelkonkurrent aus Wasbek.
Für Blau-weiß starten unterdessen am Donnerstag die Wochen der Entscheidung mit vier Heimspielen. Nun also gilt es für die Meuter-Equipe!

Tore: 1:0 Gerst (10.), 2:0 Lucht (30. Jöhnck), 2:1 Schulz (60., Strafstoßtor, Schmidt an S. Block), 3:1 Schmidt (72. Jöhnck)

gelbe Karten: keine – Friedrichsen, Schulz

Schiedsrichter: Lovis Nesemann (SuF Herrnburg, Note 2,5)

Zuschauer: 75




Mittwoch, 22. April 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Moorreger SV

Seuberts Derby-Show
Dreierpacker schießt Moorreger SV über den Strich

Letzte Woche TuS Appen (3:1) und diesmal der TSV Heist: wer es aus der Nachbarschaft derzeit im Abstiegskampf der Kreisliga 01 mit dem Moorreger SV aufnimmt, muss sich ordentlich auf etwas gefasst machen.
Mit einem 4:1-Derbytriumpf beim Ortsnachbarn schaffte der MSV am Mittwochabend einen wichtigen Satz im Untergeschoss des Klassements.
Bei windigem Sonnenuntergang ging der Stern der Gäste heuer ganz bald auf, als der TSV ordentlich Platz ließ, sodass Jonas Kaufmann über die Stationen Seubert und Franke zum zentral eingeschobenen 0:1 gekommen war (2.).
Ein idealer Spielbeginn, dessen Neutralisierung allerdings nicht allzu lange auf sich warten ließ, setzte sich die heistmer Lebensversicherung, Paul Smit, mit reichlich Physis im Sechzehner durch, um vor der Kiste wieder einmal nichts anbrennen zu lassen – Saisontor Nummer 18 (11.)!
Viel lief auch in der Folge über den Einzelkönner, der jedoch entweder auf sich alleingestellt war oder durch Unzulänglichkeiten seiner Mitstreiter keine weiteren Gründe zum Jubeln erhielt. Auch die disziplinierten Harmanci-Schützlinge sollten daran ihren Anteil haben. Vor allem, weil auch nach vorne immer mal wieder spannende Nadelstiche gelangen. Einer davon hatte Jannis Franke in halblinke Schussposition geschickt; rechts vorbei (38.) – ärgerlich!
Nicht so dafür, was nur Augenblicke später passieren sollte. Erst tankte sich Kollege Maximilian Seubert nach Ballgewinn unaufhaltsam in Richtung 1:2 durch den Sechzehner (40.), dann vollendete der ehemalige Kicker des Rendsburger TSV eine erneute Umschaltszene mit Jonas Kaufmann und Jayson Bielfeldt mühelos zum 1:3-Pausenstand (41.). Die halbe Derby-Miete war schon mal geschafft!
Konkrete Einfälle dagegen fielen dem TSV auf der anderen Seite schwierig. Zweimal war es Smit, der MSV-Goalie Niklas Puttmann jeweils vor keine übermäßige Aufgabe stellte (61. & 76.). Ansonsten lebte das Match von seiner Körperlichkeit, die den Heistmer Björn Schramm auch gut und gerne via gelb-rot an den Seitenrand hätte befördern können (59.)…
Von dort aus holte sich dafür Marcel Bastide als Auswechselspieler den roten Karton ab (83.). Die Hoffnung auf die Wende schien da bereits dem Frust gewichen zu sein, zumal Seubert bei einer Bielfeldt-Flanke per Flugkopfball das mögliche 1:4 auf dem Schädel hatte (86.).
Endgültige Gewissheit vermochte auch Gian Luca Reinl nicht herbeizuführen (90.+1), scheiterte der Joker gleich doppelt am aufmerksamen Benjamin Schimmel, dessen Alptraum im schwarzen Gewand dafür auf den Namen Maximilian Seubert hörte. Nachdem Julian Kühl das Bein im Strafraum etwas später gen Ball bewegte als Gegenspieler Franke, setzte der nunmehr sechsmal binnen vier Partien erfolgreiche „13er“ den 1:4-Schlusspunkt (90.+2.).
Die Tendenz von Dreierpacker Seubert und Co weist damit weiter positiv in Richtung Klassenerhalt: Rang zwölf bei aber nur zwei Zählern Vorsprung – auf den TSV, der die Vorzeichen beim sofortigen Wiedersehen am kommenden Sonntag dann wieder umkehren möchte. Um dieses gut besuchte B431-Derby wäre es freilich schade, wenn die Hirsche auch in der Endabrechnung unterm Strich verharrten. Vielleicht gelingt ja nun im anstehenden Rückspiel der sportliche Heist (englisch für „Raubüberfall“)…

Tore: 0:1 Kaufmann (2. Franke), 1:1 Smit (11. J. Schmidt), 1:2 Seubert (40.), 1:3 Seubert (41. Bielfeldt), 1:4 Seubert (90.+2, Strafstoßtor, J. Kühl an Franke)

gelbe Karten: Schramm – Kaufmann, Prange, Getmann, Bielfeldt, H. Harmanci (Trainer)

rote Karte: Bastide (TSV Heist, 83., grobe Unsportlichkeit)

Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 90


Sonntag, 19. April 2026

Spielbericht VfL Pinneberg - SV Lieth

Zündstoff für den Keller
Sie können es doch noch! Auswärtssieg lässt SV Lieth wieder hoffen

Durch 16 (sportlich) sieglose Partien mit dem Rücken zur Wand, reiste die SV Lieth am Sonntagnachmittag als Schlusslicht zum zuletzt heimstarken VfL Pinneberg in dessen Asyl beim SC Pinneberg.
Fünf Zähler Rückstand auf das rettende Ufer der Bezirksliga 01 und die Konkurrenz aus Duvenstedt und Niendorf hat jeweils gepunktet.  Ein schwieriges Setting, das sich für den Tabellenletzten auch noch im Spiel selber weiter verschlimmerte, steuerte Torjäger Niklas Bargob das Leder nach Vorarbeit Tjark Holzapfels in der Mitte zum bereits 22. Mal ins Netz – der Rückstand nach gerade einmal sechs Minuten!
Aber die Mannschaft zeigte Moral, blieb, angetrieben durch den omnipräsenten Meraja Magens, aktiv. So prüfte Joel Tündermann nach Magens-Zuspiel den sicheren Philipp Niedermeier zwischen den VfL-Pfosten (9.).
Den Beweis, dass sie es tatsächlich können, lieferten die Herren in schwarz dann per Matthiessen-Ecke, die über einen Umweg bei Christian Kuhlmann landete, sodass der 22-Jährige mit vollem Huf das 1:1 abfeuerte (19.).
Trotz Chancenvorteil im weiteren Halbzeitverlauf der vorzeitige Pausenstand.
Mit dem Wiederbeginn legte nun auch das Heimteam einen Gang zu; kam beispielsweise durch Yannick Rentzows knapp verzogenen Versuch von halbrechts gefährlich vor das SVL-Gehäuse (61.).
DIE Chance des dritten Spielviertels ereignete sich jedoch auf der anderen Seite, als Felix Schröder seinen spektakulären Seitfallzieher ans Quergebälk donnerte (68.).
Der Treffer der Marke „Tor des Monats“ sollte dafür seinem Kollegen Philipp Matthiessen gelingen, als dem Ur-Liether eine Bogenlampe auf den schussbereiten Schlappen fiel und der Einschuss rechtsoben puren Auswärtsjubel auslöste (76.).
„Männer, das sind jetzt Charakterminuten!“, schallte es in der Schlussphase von der liether Bank, denn der VfL wollte sich seine kleine Serie von zwei Heimsiegen keineswegs kampflos zerstören lassen. Bis auf einen aussichtsreichen Johannsen-Kopfball (drüber, 83.), bekam die heuer ge- und entschlossene Krenzk-Elf allerdings alles wegverteidigt.
Das Ende des Zitterns führte schließlich ein Moment des Umschaltens herbei. Die aufgerückten Pinneberger knackte Julien Duffke mit steilem Anspiel auf Matthiessen, der seine wohl stärkste Saisonleistung mit der 1:3-Entscheidung im freien Lauf auf den Kasten des chancenlos geschlagenen Niedermeier krönte (90.). Da darf die Eckfahne gerne mal zur Partyzone werden!
Endgültige Gewissheit, dass die Sieger des wilden Hinspiels (4:1 VfL) hier nichts mehr umbiegen würden, hatten sie in der ausgiebigen Nachspielzeit mit Malick Djimbas Gelb-rot selbst zu verantworten (90-+6). Der erfahrene Togoer war nach seiner Einwechslung (67.) für den später per Krankenwagen abtransportierten Bargob (versuchte es nach Zusammenstoß mit Gäste-Fänger Lukas Rensch (52.) noch eine Weile) nur eine halbe Stunde auf dem Feld gestanden. Ob man da als Gegner begeistert applaudieren muss – dagegen fraglich…
Als berechtigt gingen dafür die Ovationen für die verdienten wie imminent wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf durch. Die Nicht-Abstiegsplätze erspäht man in Klein Nordende nun auch wieder ohne Feldstecher. Und je nach dem, ob der Spielausschluss des HFV das abgebrochene Kellerduell gegen HSV IV (Spielstand 2:3) neu ansetzt, wäre mit einem Dreier im möglichen Wiederholungsspiel sogar der Sprung aus den bösen Kreisligarängen aus eigener Kraft möglich. Die letzten fünf Spieltage (oder auch sechs) versprechen jedenfalls noch die volle Emotionspalette.  

Tore: 1:0 Bargob (6. Holzapfel), 1:1 Kuhlmann (19. Schröder), 1:2 Matthiessen (76.), 1:3 Matthiessen (90. Duffke)

gelbe Karten: Rollwagen – M. Schulz, Magens, Papazoglu

gelb-rote Karte: Djimba (VfL Pinneberg, 90.+6, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Furkan Yavuz (SC Teutonia 10)

Zuschauer: 102








Spielbericht Niendorfer TSV II - FC Elmshorn

Primus verzockt seinen Thron
Remis nach 3:0-Führung: FC Elmshorn fällt vom Sockel

Alles voll im Griff und doch Federn gelassen. Der FC Elmshorn hat sich in Runde 26 der Bezirksliga 01 mit einem Remis beim Kellerkind aus Niendorf ordentlich blamiert und damit oben wie unten für Bewegung gesorgt.
Eine etwas seltsame Aura hatte dieser Sonntagvormittagskick am Bondenwald von Beginn an. Schnell hatten sich toxische Bekanntschaften zwischen dem diskussionsfreudigen Schiedsrichter und dessen Gleichgesinnten aus den Reihen des FCE gebildet, bevor betreffende Mittelfeldstrategen das Geschehen gekonnt auf sportliche Weise auf sich zogen. So war Ex-Oberliga-Kicker Alessandro Schirosi just am 0:1 beteiligt, das Sergen Sevinc im passenden Durchlaufen mittig erzielte (16.).
Torbeteiligung Nummer zwei entfiel bei Ümit Karakayas Abschluss nur durch gegnerisches Zutun (17.), ehe es andersherum mit dem 0:2 klappte. Eine Karakaya-Ecke war Schirosi quasi als dritter Ball vor den einschussbereiten Schlappen geplumpst; das darf man sich natürlich nicht entgehen lassen (18.)!
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auch fortan auf das Tor der Niendorfer, deren Niederlage im Abstiegskampf heute eine Frage der Höhe zu werden schien. Der Primus sollte es allerdings nur noch vom Punkt schaffen, Goalie Christopher Schade zu überwinden, nachdem der Schlussmann Sevinc zwar als letzter Mann, aber im weitesten Sinne ballorientiert zu Fall gebracht hatte (35.). Schirosis aufreizender Gruß an Herrn Panenka in die ehemalige Tschechoslowakei bedeutete gleichzeitig den 0:3-Pausenstand, an dem die Gastgeber kurz vor dem Kabinengang einmal kräftig rüttelten. Weil Tormann Alan Kado an einem langen Malik-Schlag vorbei sprang, ergab sich Nico Grünwaldt die fette Chance, die der „10er“ jedoch zu hektisch vor der leeren Kiste vergeigte (44.).
Eine Gegentor-Androhung, die der FCE offenbar nicht sonderlich ernst nahm. Im Spiel nach vorne ohne die in der Kabine gebliebenen Schirosi und Sevinc statisch, ideenlos – defensiv halbherzig; so schenkte die Elf in Weinrot das Match völlig unnötig her, während die NTSV-Reserve durch Dennis Brettschneiders Strafstoßtor rasch Wasser auf die Mühlen bekam (47.).
Zwei Halbchancen für Seymen Tokay (53.) und Sercan Er (65.) vermochten nicht zu kaschieren, dass es die abstiegsbedrohten Gastgeber waren, die nun klar mehr zum Geschehen beitrugen. Eine Spielhaltung, deren Belohnung in der Schlussphase folgerichtig eintrat. Raphael Boschkes Vorarbeit über links veredelte der bis dato glücklose Lukas Lackner zum 2:3-Anschlusstreffer (75.), um nach Eckstoß Minseo Chos tatsächlich den Gleichstand herauszuschießen (83.).
Ein tolles Ergebnis, das Lackner und Co von nun an leidenschaftlich verteidigten, während der Tabellenführer mit Drittligavisionen auch mit dem spät eingewechselten Dennis Altergott an vorderster Torjäger-Front kein Rezept mehr fand, die hergeschenkten zwei Punkte wieder einzusacken.
Immerhin den Kummerfelder SV freute es, ließ die Kneuker-Elf wenig später daheim nichts anbrennen, sodass der 4:1-Erfolg gegen TuRa Harksheide II aufgrund der besseren Tordifferenz die Inthronisation des KSV zur Folge hatte. Für die heuer gefühlt geschlagenen Krückaustädter aber kein Beinbruch. Eine weniger gespielte Partie und vor allem das jetzt folgende Spitzenspiel am nächsten Freitag versprechen weiter beste Karten auf dem in die Landesliga.
Und die Niendorfer? Die landeten im engen Abstiegskampf einen wichtigen Bonuspunkt, der neben der Verbesserung auf Rang zwölf (zwei Zähler vor Abstiegsplatz 14) vor allem mentalen Rückenwind für die kommenden drei Gastspielreisen bewirkt.

Tore: 0:1 Sevinc (16. Schirosi), 0:2 Schirosi (18. Karakaya), 0:3 Schirosi (35., Strafstoßtor, Schade an Sevinc), 1:3 Brettschneider (47., Strafstoßtor), 2:3 Lackner (77. Boschke), 3:3 Lackner (83. Cho)

gelbe Karten: Schade, Molder, Nast, Boschke – Schirosi, Acar

Schiedsrichter: Ivan Feric (SV Tonndorf-Lohe)

Zuschauer: 50




Samstag, 18. April 2026

Spielbericht Niendorfer TSV III - HEBC II

HEIMSieg
Junger Dreierpacker führt NTSV III nach der Pause ins Glück

Niendorf 3 ohne Spektakel? Ausgeschlossen! Auch im Duell der Mittelfeldnachbarn präsentierte man am heimischen Bondenwald die volle Klaviatur des wöchentlichen Bezirksliga-Wahnsinns. Besonders prägend dafür: ein junges Eigengewächs, das die Partie gegen HEBC II zu einem echten HEIMSpiel machte!
Erstmal galt es allerdings für die Elf des im Sommer scheidenden Jan-Hendrik Schmidt eine ganze Weile, dem früh eingefangenen Rückstand hinterherzulaufen, weil sie Stelios Apostolidis über rechts gewähren ließ und auch Deniz Alans Abschluss aus dem Rückraum eher wenig Beachtung der Blauen bekam (10.).
Ohnehin stellte sich der defensive Zugriff nicht als die Lieblingsdisziplin der Niendorfer heraus. Levin Ebbersmeyer per Kopf (15.) und Pa Nying im Scheitern am abtauchenden Noah Meerwinck (16.), ärgerten sich in der Folge über das verpasste 0:2, das aber vor allem bei einer Dreifachchance binnen weniger Sekunden für die Herren Torani, Apostolidis und Sylla ein absolutes MUSS darstellte (43.).
Auch mit getauschten Spielrichtungen setzte sich das Schusspech der Eimsbütteler fort, leitete Meerwinck einen weiteren Apostolidis-Versuch gekonnt über den Quader (47.).
Die Hausherren, deren Beiträge sich im wesentlichen aus Standards generierten, konnten sich dagegen auf die individuellen Qualitäten ihrer juvenilen Wirbelwinde – und die staunende HEBC-Abwehr verlassen. Keiner der beiden Innenverteidiger wollte es hier mit Willy Kniesa aufnehmen, worüber er such in Form des 1:1 satt freute (52.).
Nicht weniger krass das 2:1, bei dem HEBC nach Ballverlust wieder nicht zurückarbeitete und Dominik Heims sein Solo über das halbe Spielfeld mit der Führung finalisierte (55.).
Per Alan-Freistoß war der Vorsprung jedoch rasch wieder passé, köpfte der eingewechselte Ben Sylla Lila-weiß zurück ins Match (68.).
Ein Zustand von nur kurzer Dauer, weil Eigengewächs Heims erst als Verwerter eines schönen Angriffs über Paul Schneiders Linie stand (71.), ehe es nach ähnlichem Muster der Treffer aus dem Rückraum war (77.). Und hätte Till Pruns nicht zu genau an den Innenpfosten gezielte, wäre die Geschichte mit dem 5:2 wohl vorzeitig vom Tisch gewesen (79.).
So aber nahm die Schlussphase nochmal etwas Hektik auf, in der Sylla gegen Yannik Schlewing das 4:3-Strafstoßtor durch Arun Torani herausholte (90.+5).
Mehr gab es danach nicht mehr zu vermelden.
HEBC scheiterte letztlich an der Chancenverwertung und der luftigen Defensive. Mehr als Rang neun ist so halt nicht drin.
Die Niendorfer verbesserten sich dagegen unter den Augen von Carrel Segner, der es mit Ende 60 nochmal wissen will und das Team im Sommer als Coach übernahmen wird, auf Platz sechs.

Tore: 0:1 Alan (10. Apostolidis), 1:1 Kniesa (52. Schneider), 2:1 Heims (55.), 2:2 Sylla (68. Alan), 3:2 Heims (71. Schneider), 4:2 Heims (78. Schneider), 4:3 Torani (90.+4, Strafstoßtor, Schlewing an Sylla)

gelbe Karten: Schrage, Kniesa – Meyer, Müller (Trainer)

Schiedsrichter: Ugur Eroglu (Note 2,5)

Zuschauer: 45




Sonntag, 12. April 2026

Spielbericht SV Lieth II - TSV Holm

Sieg verschwindet in erfolgsvernichtenden Höhen
Späten Matchball nicht genutzt: SV Lieth II bleibt unterm Strich hängen

Mit dem Kellerduell Letzter gegen Vorletzter beschlossen die Zweite der SV Lieth und der TSV Holm Spieltag 25 der Kreisliga 01 mit dem wohl klischeehaftesten Ergebnis: 0:0.
Obwohl der Tabellenletzte aus Holm die Begegnung in den Anfangssequenzen durchaus druckvoll anging, spielte sich das wenige Erwähnenswerte einer weitgehend verkrampften Partie meist im Angriffsdrittel der Liether ab. Besonders die tiefen Zuspiele Michel Ahlers´ bereicherten das trostlose Geschehen, wie im Falle eines Balles hinter die TSV-Kette, wo Finn Struve nur knapp über das Gehäuse zielte (8.).
Ebenfalls hoch kam eine Ecke von links auf den aufgerückten Kilian Weers geflogen, doch mit der Platte lassen sich nur selten Kopfballtore erzielen (29.)…
Und wenn es – wie bei einem clever angeschnittenen Homburg-Freistoß – im Einlaufen zu überraschend wird,  kommt beim kantigen Außenverteidiger mit Bezirksligaexpertise halt auch kein goldener Schuss heraus (42.).
Das Bemühen um jenen fiel jedoch auch den Gästen schwierig, segelte Henri Poppenborgs Linksschuss übers Ziel hinweg (36.), ehe der eingewechselte Torben Mentz ein Strafraumgestochere mit dem Versuch ins Außennetz beendete (50.).
Ansonsten ging es eher um Fehlervermeidung und den teils schwierigen Beziehungsstatus zum Spielgerät – bis die etwas frischer wirkenden Liether in der Schlussphase bei größer werdenden Räumen nochmal etwas mehr investierten.
Und tatsächlich servierte Florian Ballner seinem Einwechselkollegen Michel Cords per Diagonalball die wunderbare Siegchance in den Lauf, überhastet jagte der 22-Jährige das Leder aber in erfolgsvernichtende Höhen (90.+1), sodass die torlose Punkteteilung einzig dazu taugte, den Moorreger SV auf den vorletzten Platz zu verweisen. Durch die teils drei mehr gespielten Duelle als die Konkurrenz beläuft sich der virtuelle Rückstand auf den TSV Heist am rettenden Ufer allerdings etwas Höher als nur auf einen Punkt. Die SVL-Reserve (17 Punkte) ist nun immer wieder zum Daumendrücken verdammt – zum Beispiel für den SC Cosmos Wedel, der am kommenden Dienstag beim TSV Holm (14) gastiert.
Das nächste eigene Eingreifen muss dagegen bis Freitag warten, wenn es zum zweitplatzierten Rissener SV geht.

Tore: Fehlanzeige

gelbe Karten: H. Homburg, Ahlers, Weers – Hermann, Ludwicki, Milzarek

Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 45


Spielbericht TV Haseldorf II - Holsatia im EMTV

Vorentscheidung gegen die rote Laterne?
Erster Heimsieg der Saison: „Schrottico“ geht wieder an die Büffelherde

Ein halbes Jahr ist es her, dass die Reserve des TV Haseldorf doch spürbar erleichtert den 6:2-Auswärtserfolg bei der damals (noch) punktlosen Elf von Holsatia Elmshorn einfuhr. Nicht einen einzigen Punktgewinn durfte die Büffelherde seither feucht-fröhlich bejubeln – bis heute!
Denn kaum erblickten die Schloßpark-Kicker Männer aus Elmshorn in blau-weiß-rot, lief es wieder wie geschnitten Brot.
Denn kaum hatte die Kontrahage der punktgleichen Schlusslichter begonnen, waren die Hausherren aktiver bei der Sache. Nur der zwingende Abschluss gehörte erstmal (noch) nicht auf die Speisekarte.
Apropos Karte: nur knapp war Holsatia nach gut einem Viertel der Spielzeit einem Platzverweis entgangen, räumte Elias Khalaf den pfeilschnellen Phil Mohrdieck im Duell der Leihgaben – Herren-Bezirksliga gegen U19-Oberliga durchaus notbremsenverdächtig ab. Schiedsrichter Torben Steenfatt beließ es bei der Verwarnung – Glück gehabt! Galt aus Gäste-Sicht auch für Mohrdiecks Linksschuss, der nur hauchdünn am Torwart-Eck vorbei sauste (29.).
Und wie der Fußball nun mal so spielt, landete Holsatias erster echter Abschluss flugs im Kasten, als Halil Sinecek einen dritten Ball nach Ecke von rechts aus dem Rückraum versenkte (31.). Ein Schuss, den Manuel Neuer wahrscheinlich gehabt hätte…
Doch auch ohne einen mehrmaligen Welttorhüter zwischen den Pfosten bekam der TVH das Ding gebogen. Als Initialzündung fungierte dabei Finn Wichmanns beherztes Solo mit ebensolchem Abdruck aus der Distanz (41.). Goalie Pieth Kruse noch dran, aber das reichte nicht – 1:1!
Dank Mohrdiecks langer Hereingabe von rechts und dem kontrollierten Rechtsschuss, den der richtig eingerückte Mahziyar Sabzipour flach einlochte, war sogar noch vor dem Halbzeitpfiff der nicht unverdiente Führungstausch gelungen (45.+1).
Holsatia, mit diesem Spielstand auf dem alleinigen Rücksitz der Kreisklasse 01, bemühte sich im zweiten Abschnitt um Besserung, musste sich aber erstmal bei Kruse und dessen Fußabwehr (71.) bedanken, dass der dritte Gegentreffer hier ebenso nicht fiel, wie bei einem hohen Ding, das von linksaußen im hohen Bogen auf die Latte plumpste (74.).
Nur Augenblicke danach dann aber doch das 3:1, weil wieder Mohrdieck trotz Fußkontakt von Gegenspieler Shawn Patschan auf den Beinen blieb und zentral mit links ins rechte Tief-Eck abzog (75.).
Eine weitere Hiobsbotschaft traf die Krückaustädter in personeller Form. Zwar schlug sich David Posts rote Karte wegen der ungebührlichen Ansprache eines Gegenspielers zwar nicht in der Spieleranzahl nieder (der Sünder war bereits ausgewechselt), doch Sportgerichtssperre und Strafgeld winken nun in der kommenden Verhandlungswoche…
Die übrigen Kollegen bastelten derweil fleißig am Anschlusstreffer. Vor allem der eingewechselte Ryan Hinterthaner brachte mit seiner Symbiose aus Technik und Robustheit neue Perspektiven ins Spiel. Doch auch der A-Jugendliche vermochte es nicht, seine Farben ins Spiel zurückzuschießen (81.).
Ein Unterfangen, das auch Kollege Jasper Löw nicht gelang; weder als diagonaler Vorbereiter für Fabijan Kober (83.), noch als direkter Freistoßschütze (90.+3).
Ein gebrauchter Tag für die zuletzt definitiv verbesserten Holsaten, denen durch diese Niederlage wohl der letzte Platz im Endklassement blühen wird. Vielleicht aber halten die verbliebenen vier Partien aber noch den einen oder anderen Überraschungspunktgewinn bereit.
So haben sie eben alle ihre kleinen und großen Wettbewerbe…

Tore: 0:1 Sinecek (31.), 1:1 Wichmann (41.), 2:1 Sabzipour (45. Mohrdieck), 3:1 Mohrdieck (75.)

rote Karte: Post (Holsatia, als bereits ausgewechselter Spieler, 77., Beleidigung)

Schiedsrichter: Torben Steenfatt (SV Hörnerkirchen)

Zuschauer: 45


Samstag, 11. April 2026

Spielbericht TSV Büsum II - 1. FC Wittbek

Tagestouristen bleiben im Rennen
TSV Büsum II zerlegt: Aufsteiger 1. FC Wittbek bleibt erweiterter Verfolger

Busreisende sind am Nordseestrand von Büsum freilich nichts Besonderes und vor allem gerne gesehene Gäste. Mit dem 1. FC Wittbek samt supportiver Entourage fuhr am Samstagvormittag jedoch ein Tross vor, der sich keineswegs als generöser Lieferant von Zählbarem gerierte.
Zu jubeln hatte die fröhliche Reisegruppe aus dem husumer Umland zunächst allerdings wenig. Kevin Kleins beherzten Lauf über rechts finalisierte der quer angespielte Nils Ehlers per Direktschuss in die linke obere Ecke zum 1:0 für die hiesige TSV-Reserve (3.), woraufhin es mit getauschten Rollen fast die Verdopplung gegeben hätte, nur tauchte FC-Fänger Kim Albrecht diesmal rettend ab (7.).
Auch dank eines frühen Personalumbaus gewann der Tabellenfünfte zunehmend an Sicherheit, woran der Gegner ebenfalls nicht unbeteiligt war. So war es erst ein Ballverlust der sechstplatzierten Büsumer und dann Henry Pammers Bauchklatscher im eigenen Sechzehner, wodurch Lennart Ingwersen das 1:1 per Abstauber serviert bekam (14.).
Die Partie daraufhin mit klarer Schlagseite in Richtung TSV-Tor. Und das, obwohl Rot-weiß gegen eine immer wieder auffrischende Briese anzuspielen hatte.
Zahlreiche Gelegenheiten, wie Tade Clausens Scheitern an Fußabwehr Thomas Schönns (35.) oder Niclas Grigoleits Alu-Treffer bei der fälligen Ecke, blieben aber wiederholt ungenutzt.
Ein Zustand, den sich wiederum der TSV Büsum nicht zu Nutze machte, als Pammer im Umschalten die mittige Einschussposition auf Zuspiel Jan Jacobs´ in Rücklage vergeigte (30.).
Eine Beschreibung, die sich nach dem Seitenwechsel auf die gesamte Vorstellung der Hausherren übertragen ließ. Nichts ging mehr, während Ludger Thoms seine Wittbeker mit dem Wumms nach schöner Ballmitnahme flach zur verdienten Führung schoss (57.). Zu halten war der umtriebige Torjäger daraufhin fast nur noch auf regelwidrige Weise, was Pammer nur durch den altersmilden Schiedsrichter am Notbremsen-Rot vorbeischrammen ließ (60.). Weil Thoms den anschließenden Freistoß höchstpersönlich, an der Mauer vorbei, ins niedrige Eck zirkelte (61.), wich der Gäste-Groll darüber allerdings rasch der Freude über die 3:1-Auswärtsführung, deren Ausbau Bastian Reinholds segelnder Ball an den Pfosten durchaus in den Bereich des Möglichen rückte (68.).
Besser lief es für den fleißigen „44er“ als klassischer Strafraumvollstrecker, verwertete er einen verlängerten Hähling-Einwurf zum 1:4 (72.), um sieben Minuten vor Ultimo noch den Doppelpack geschenkt zu bekommen. Kollege Lukman Hared legte nach seinem Ballgewinn gegen den letzten Büsumer und freier Fahrt aufs leere Tor nämlich ganz altruistisch für den jetzigen Vize-Torschützenkönig der Kreisklasse B-West-1 (12 Tore) hinter Mitspieler Thoms (23) ab – die vorzeitige 1:5-Endnote (83.)!
Fünf Partien vor Saisonende hat der längst gesicherte Aufsteiger, der neben dem Heimspiel gegen die SG Norderhamme II noch die Duelle gegen die vier untersten Teams der Zwölferkonkurrenz vor sich hat, sogar noch die Außenseiterchance, Rang zwei und damit die Quoten-Aufstiegstabelle zur Kreisklasse A anzugreifen (sieben Zähler Rückstand). Die reisefreudigen Fans hätten es auf jeden Fall verdient!

Tore: 1:0 Ehlers (4. Klein), 1:1 Ingwersen (14.
Thoms), 1:2 Thoms (57. Clausen), 1:3 Thoms (61., direkter Freistoß), 1:4 B. Reinhold (72. Thoms), 1:5 B. Reinhold (83. Hared)

gelbe Karten: Pammer, Dietschke – Hensen, B. Reinhold

Schiedsrichter: Fred Uken (TSV Friedrichskoog)

Zuschauer: 60



Freitag, 10. April 2026

Spielbericht SV Lieth - Hamburger SV IV

Blaulicht statt Befreiungsschlag
Keller-Krimi am Butterberg wegen Verletzung abgebrochen

Betroffenes Bangen, betretene Stille und mittenhinein der Abpfiff. Der 25. Spieltag der Bezirksliga 01 endete für Jan Schiebuhr, Mittelfeldspieler der SV Lieth, per Blaulicht im Spital.
Eigentlich sollte es im Abstiegskracher seiner Farben (Platz 15, 16 Punkte) gegen die Vierte des HSV (12., 20 Zähler) den großen Befreiungsschlag geben. Ein hehres Ziel, wie schon die Anfangsminuten belegten. Vor allem, weil sich die Liether früh selbst ins Hintertreffen brachten. Unter Pressingdruck spielte Tormann Patrick Klösel den Ball zwischen zwei halbgaren Anspielstationen durch, direkt in die Füße des ebenso prompt von links hoch abziehenden Massimo Graci und der 0:1-Fehlstart ins vorgezogene „Endspiel“ um den Klassenerhalt war perfekt (9.).
Die Gäste daraufhin das bessere Team, doch zwingende Momente, wie Finn Carlssons zentraler Abdruck (drüber, 12.) gab es erst in Richtung Halbzeitschlussphase zu vermelden, als Carlssons Kopfball Klösel zur Glanzparade zwang (36.) und der Goalie seinen Lapsus zum Gegentor spätestens im starken Eins-gegen-Eins mit dem durchgestarteten Noah Brämer wettmachte (39.). Und kaum brüllte Präsident und Stadionsprecher Bo Hansen seine Lobpreisung des Torstehers ins Mikrofon, machte der „Titan“ gegen Piet Bussink-Becking geschwind die kurze Ecke zu.
Die SVL, deren einzig valides Lebenszeichen aus Meraja Magens´ Rückraumschuss mit frechem Schnitt (32.) bestand, blieb damit top im Match, das nun wiederum der HSV mit einer völlig missratenen Rückgabe auf Gleichstand polte. Tim Hör´le, der nebenbei hauchdünn an gelb-rot für wiederholtes Foulspiel vorbei schrammte (45.+1), servierte per Zuspiel in die Strafraum-Mitte Felix Schröders Ausgleichstor im Dazwischenspritzen (43.). Die Idee, den Verteidiger für die Rückrunde ganz nach vorne zu beordern, hat sich mit jetzt drei Saisontoren jedenfalls schon mal bezahlt gemacht.
Die Freude darüber sollte allerdings nach dem Seitenwechsel verflogen sein, schafften es die Breitensportler des Ex-Bundesliga.Dinos, das Tempo von Linksaußen Brämer immer besser auf die Schiene zu bringen. Bei Gracis Verfehlen war dies aus SVL-Sicht noch gutgegangen (52.), doch dann schickte Marvin Nietgen den „23er“ im Drei-Stationen-Konter auf den unaufhaltsamen Weg zum 1:2 in die lange Ecke (56.).
Das Umschalten also eine Stärke des HSV – hat sich nur irgendwie nicht bis zu den Hausherren herumsgesprochen. Florian Gebauers langer Schlag aus der Innenverteidigung, Lennart Plötzkys Kopfballverlängerung und schon war Nietgen frei durch für den Rechtsschuss, den Klösel nicht mehr entscheidend blockieren konnte (62.). Der mitgereiste Anhang in voller Freude, zumal Brämer zwanzig Minuten vor dem Ende mit links alles hätte klarmachen können, wäre der Kasten nur ein wenig breiter gewesen (70.).
So aber blieb die SV Lieth noch am Leben, ehe ihr Herzschlag dank des 2:3-Anschlusstreffers wieder so richtig in Schwung kam. Einen Flugball des nach ewiger Verletzungspause sofort weiterhelfenden Magens hatte Finn Struve formvollendet mit der Hacke zu Tom Busse weitergeleitet. Der Treffer war da nur noch Formsache (74.).
War hier also doch noch etwas drin? Ein Behrens-Kopfball, den HSV-Fänger Ather Aldakhe schön aus dem kurzen Eck fischte (83.), fand trotz aller Bemühungen jedoch keine torgefährlichen Nachahmer.
240 Sekunden Nachspielzeit blieben letztlich noch als letzter Rettungsring, bis bei exakt 138 von ihnen Plötzkys Lufteinsatz in den Rücken von Schiebuhr mit dem unsanften Aufprall des Liethers endete und die folgende Versorgung des hauptberuflichen Gemeinschaftsschullehrers, unterstützt durch eine anwesende Rettungsassistentin aus dem Publikum, eine unabsehbare Länge einnahm. Schiedsrichter Hasan Biyikli (VfL Hammonia) brach die Partie schließlich nach Unterredung mit den beiden Spielführern ab. Eine Neuansetzung scheint aufgrund der Einstimmigkeit der Entscheidung am wahrscheinlichsten.
Aus dem Umfeld des Verletzten folgte unterdessen bereits im Laufe des Wochenendes Entwarnung. Eine amtliche Gehirnerschütterung und eine Gesichtsoptik aus dem Schwergewichtsboxen können getrost als glimpflicher Ausgang des Kopf-Aufpralls gewertet werden. Alles andere muss nun eben der Hamburger Fußballverband entscheiden.

Tore: 0:1 Graci (9.), 1:1 Schröder (43.), 1:2 Brämer (56. Nietgen), 1:3 Nietgen (62. L. Plötzky), 2:3 Busse (74. Struve)

gelbe Karten: Behrens – Hörle, L. Plötzky

Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)

Zuschauer: 75


besonderes Vorkommnis: Spielabbruch wegen eines Krankenwageneinsatzes (90.+3).

Freude über wertlose Tore? Der HFV muss nun über eine mögliche Neuansetzung entscheiden.






Mittwoch, 8. April 2026

Spielbericht TSV Sparrieshoop - TuS Borstel-Hohenraden

Mehrfach-Starthilfe nicht genutzt
TuS Borstel lässt verdiente Big-Points im Abstiegskampf liegen

Mit bockstarken 14 Punkten boxte sich die sieglos ins neue Jahr gegangene Elf des TuS Borstel-Hohenraden in 2026 eindrucksvoll aus der Abstiegszone. Zu Gast beim unter Wert geschlagenen Mittelfeldteam des TSV Sparrieshoop, war für das Ex-Schlusslicht am Mittwochabend allerdings nichts zu holen.
Chancenlos gestaltete sich die Auswärtsniederlage dabei im wörtlichsten Sinne keineswegs.
Rafael Carrasquiera Alves und Okan Yumut scheiterten bei ihrer Doppelchance jeweils an TSV-Fänger Lukas Hannemann (17.), Özay Alasan versenkte seinen Eckstoß fast direkt, woraufhin Yumut den freien Nachschuss aus vier Metern drüber bolzte (19.) und auch Patrick Jordao Valadares erwischte in Uwe Seeler-Manier nur die Querlatte (33.). Eine kleine Auflistung, die nur die Spitze des borsteler Chancen-Eisbergs widerspiegelt.
Ganz anders dagegen die Herangehensweise der Mannen in weiß-schwarz, die gleich mit dem ersten offensiven Erscheinen das 1:0 durch den zentral einschiebenden Leon Diedrigkeit markierten (13.).
Ein nennenswerter Fehölschuss sollte auch dem 2:0, das Len Pankraz mit Überzeugung aus dem Hintergrund erzielte, nicht vorausgehen (42.). Fußball ist nun mal Ergebnissport!
Als wäre das alles nicht schon grausam genug, für die Gäste, fingen sie sich durch ihren verschlafenen Start in Abschnitt zwei rasch Gegentreffer Nummer drei, als wieder Diedrigkeit freie Bahn zum eiskalten Abschluss bekam (46.)
Dahin schien die Aussicht auf eigentlich nicht unverdientes Zählbares, zumal es durch Diedrigkeits dritten Streich, den diesmal Shahseb Ahmed in den Lauf servierte, gar noch dicker kam (53.).
Vielleicht hilft da ha der Gang zur Strafstoßmarke, der für die Blauen allerdings zum weiteren Höllentrip mutierte. Alasans Scheitern an Hannemann revidierte die hochschnellende Assistentenfahne zwar, war der Torwart zu früh von der Linie geschritten, doch auch den zweiten Anlauf, den Jan Karakus im Gegensatz zum Vormann linksoben probierte, angelte sich Hannemann. Die Parade diesmal amtlich (54.)!
Weitere Starthilfe folgte fünf Minuten später mit Gelb-rot für den bereits verwarnten Mika Martens, den es nun per Armeinsatz aus dem Match katapultierte (60.).
Mit einem Mann mehr sollte es dann auch endlich klappen, mit den Auswärtstreffern – jeweils per Standard. Beim ersten Mal blockierte der bislang starke Hannemann einen Klass-Freistoß etwas zu kurz vor die Füße des abstaubenden Christopher Brauch (66.) – beim 4:2 flutschte der ruhende Ball durch Patrick Klass auf direktem Wege durch (71.).
Noch genug Zeit für den Abstiegskandidaten, doch so richtige Lösungen fielen TuS Borstel heuer nicht mehr ein, während die Sparrieshooper wieder an Sicherheit gewannen. Von Diedrigkeit eingesetzt, hatte Joker Ahmed sogar das vorentscheidende 5:2 auf dem Fuß, nur tauchte TuS-Goalie Kevin Giese rettend ab, um dafür sogar mit einem Abstoß belohnt zu werden (75.)…
Die Punkte blieben somit trotzdem irgendwie glücklich auf dem Nebenplatz des Helmut-Gehen-Stadions (dem Hauptplatz machen nachhaltig arbeitende Maulwürfe zu schaffen). Die enttäuschten Jungs aus Borstel, die ihre Heimspiele inzwischen auf dem durchaus geschätzten Kunstrasen in Tangstedt austragen, dürften dort am Samstag mit Wut im Bauch TuS Appen empfangen.

Tore: 1:0 Diedrigkeit (9.), 2:0 Pankraz (42. Petersen), 3:0 Diedrigkeit (46.), 4:0 Diedrigkeit (52. Ahmed), 4:1 Brauch (66. Klass), 4:2 Klass (71., direkter Freistoß)

gelb-rote Karte: Martens (TSV Sparrieshoop II, wiederholtes Foulspiel, 59.)

Schiedsrichter: Rainer Sierk (TV Haseldorf)

Zuschauer: 50

besonderes Vorkommnis: Karakus (TuS Borstel-Hohenraden) scheitert mit Foulstrafstoß an Hannemann (54.).


Dienstag, 7. April 2026

Spielbericht Niendorfer TSV 1. Frauen - TSC Wellingsbüttel 1. Frauen

Spitzenreiterinnen über Standards geknackt
Welle-Frauen machen Landesliga-Aufstiegskampf so richtig spannend!

Ist das der große Plot Twist im Aufstiegskampf der Frauen Landesliga? Bereits zum dritten Mal haben die Frauen des Niendorfer TSV im neuen Jahr das Feld als Verliererinnen verlassen. Im Nachholspiel am Dienstagabend ausgerechnet im Spitzenspitzenspiel gegen die Elf des TSC Wellingsbüttel.
Bei einem möglichen Erfolg um acht Zähler auf den Widersacher auf dem ersten Nicht-Aufstiegsplatz davongezogen, begann der Primus auch durchaus engagiert. Außer einem in Rücklage drüber gehebelten Hentze-Versuch brachte das Pressing jedoch erstmal nichts ein.
Stattdessen rissen die Gäste das Geschehen mehr und mehr an sich, um dabei erstmal ebenso harmlos zu bleiben – bis die Niendorferinnen einen langen Freistoß nicht aus der Gefahrenzone bekamen und Maike Kipcke eiskalt zum 0:1 versenkte (39.).
Fast machte Kollegin Pauline Leßmann einen Doppelschlag aus dieser Führung, nur patschte NTSV-Fängerin Godja Fischer das Leder fachfrauisch zur Ecke (41.). Dann halt eben von der Fahne, fand Lavinia Nordmanns Standard genau die völlig frei einlochende Kipcke am langen Pfosten – 0:2!
Ganz ähnlich spielten sich die Dinge beim 0:3 ab. Wieder rettete Fischer – nun gegen Nordmann – zum Eckstoß, den die Rückennummer 22 mit ihren quietschgelben Buffern punktgenau auf eine erfolgreiche Mitstreiterin zog. Torschützin diesmal: Zentrumsspielerin Ina Hoppe (57.).
Die Partie damit entschieden, bevor sie überhaupt so richtig spannend wurde. Daran änderte auch ein kleines Aufbäumen der Gastgeberinnen in der Schlussphase nichts. Tammy Hentze vergab in der Schlussminute noch den fälligen Ehrentreffer, nachdem sie ein verlängerter Fischer-Schlag in die erlaufene Poleposition gespült hatte (90.).
Der Vorsprung auf den Rest der Liga ist damit jetzt nahezu aufgebraucht, sind die Wellingsbüttelerinnen, deren Keimzelle des Erfolgs heuer klar der ruhende Ball war, nun auf zwei Zähler an die Sachsenweglerinnen herangerückt. Im Sandwich der beiden liegt noch die Elf von Concordia, die mit einem Spiel weniger sogar virtuell an der Spitze steht.
Schützenhilfe gegen dieses Szenario könnten am kommenden Wochenende nun ausgerechnet die wie schon im Hinspiel (4:1) triumphierenden Pfeilshöferinnen leisten – am Sonntag beim Tabellenzweiten. Vorausgesetzt, die Blauen machen beim Ex-Club von Torfrau Fischer in Altona ihre eigenen Hausaufgaben.

Tore: 0:1 Kipcke (40.), 0:2 Kipcke (41. Nordmann), 0:3 Hoppe (57. Nordmann)

Schiedsrichter: Robin Baumgardt (Eimsbütteler TV)

Zuschauer: 35

Montag, 6. April 2026

Spielbericht FC Elmshorn - TV Haseldorf

Zweistellig an die Spitze
11:0! FC Elmshorn kommt Etappenziel zum Profibereich näher

„FC Elmshorn will in den Profifußball“ titelte die Elmshorner Nachrichten vergangenen Mittwoch. Und während noch darüber diskutiert wird, ob es sich hier um einen Aprilscherz, passend zum 01.04., durchgeknallten Größenwahn oder ein solides Projekt handelt, setzte die (noch) siebklassige Mannschaft am Ostermontag ein zweistelliges Ausrufezeichen.
Den personell einmal mehr angeschlagenen Abstiegskandidaten aus Haseldorf zu Gast, gestaltete der zukünftige Drittligist (nach eigener Vision für etwa 2032 anvisiert) die Partie nach Belieben.
Kein Wunder also, dass Torjäger Dennis Altergott ein durchgerutschtes Sukhanov-Zuspiel in die Tiefe mühelos vor der Kiste zur 1:0-Führung verwertete (13.).
Die Verdopplung setzte es nach einem Aygün-Freistoß, den Gäste-Fänger Johannes Markmann zwar erst parierte, doch mit Mert Acar stand ein aufmerksamer Abstauber sofort bereit (23.), ehe wieder Altergott nach Flugball Acars auf 3:0 stellte (28.).
Zwei Großchancen durch Mustafa Gök (32.) und Aygün (34.) etwas fahrlässig ausgelassen, ging es nach Sevinc-Diagonalball mit Seymen Tokays 4:0 weiter (39.). Und auch Kapitän Aygün belohnte mit seinem Freistoßtor von rechts für seinen heuer 45-minütigen Einsatz (44.).
Auch im zweiten Abschnitt ging es, abgesehen von kleineren Schusschancen für die Haseldorfer, beispielsweise von Louis Bevers (63.), nur in eine Richtung.
Besondere Freude bescherte dies dem umtriebigen Altergott, der lediglich ein Dutzend an Spielminuten zum lupenreinen Hattrick benötigte (62., 65. & 74.).
Da wollte sich auch sein Trainer nicht lumpen lassen, krönte Seyhmus Atug seine Selbsteinwechslung mit dem 9:0 nach Rewakian-Ecke (81.) und dem 10:0, das ihm Altergott vor der Kiste aufgelegt hatte (84.).
Ein Ei legte der neue Primus dem auseinanderbröselnden Gegner aber noch ins Nest. Mustafa Saidy Khans Flanke köpfte Bedran Atug am zweiten Pfosten zum 11:0-Endstand ein (90.).
Zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Kummerfeld bei noch einer Partie mehr zu gehen riechen nun schon extrem nach dem erstmal anvisierten Landesligafußball in der Krückaustadt, während man Haseldorf angesichts des nicht einfachen Restprogramms und einem Punkt Rückstand auf das rettende Ufer sieben anspruchsvolle rest-Spieltage vor der Nase hat.

TV Haseldorf: Markmann – Franke, Wichmann, Pieper, Biermans – Kaland, Mohrdieck, J. Lüchau (78. C. Dalecki), Laudahn – Jedamski, Bevers, Trainer: Benjamin Kälberloh

FC Elmshorn: Kado – Sukhanov, B. Atug, Er, Saidy Khan – Gök (70. S. Atug), Acar (46. Rewakian), Aygün (46. Aydin) – Sevinc (46. Eklim), Altergott, Tokay, Spielertrainer: Seyhmus Atug

Tore: 1:0 Altergott (13.
Sukhanov), 2:0 Acar (23. Aygün), 3:0 Altergott (28. Acar), 4:0 Tokay (39. Sevinc), 5:0 Aygün (44., direkter Freistoß), 6:0 Altergott (62.), 7:0 Altergott (65.), 8:0 Altergott (74.), 9:0 S. Atug (81. Rewakian), 10:0 S. Atug (84. Altergott), 11:0 B. Atug (90. Saidy Khan)

Schiedsrichter: Fatih Karkar (FFC 08 Osman Bey Moshee)

Zuschauer: 50






Spielbericht TSV Gut Heil Heist 1.Ü40 - SC Ellerau 1.Ü40

Folgerichtige Nullnummer
Keine Tore am Ostermontag: TSV Heist und SC Ellerau teilen die Ü40-Punkte

Vierter gegen Zweiter und beide seit vier Partien ungeschlagen. Die Ü40 Bezirksliga 01 versprach mit ihrem Nachholspiel in Heist ansehnliche Feiertagsunterhaltung. Inhaltlich vermochte der morgendliche Ostermontagskick allerdings nicht mit dem Tabellenbild mithalten. Wenig Tempo, kaum Zusammenhängendes und so richtig gehorchen wollte das Spielgerät den Akteuren auch nicht.
Entsprechend lange dauerte es, bis endlich mal ein Team gefährlich aufwartete. Kurz vor der Pause war es der Ellerauer Fatih Nacar nach einem Pressball mit viel Wiese vor sich in Richtung TSV-Tor marschierte, Schlussmann Tobias Radowitz aber gekonnt sein Bein in den Weg stellte, bevor der bemühte Angreifer in den Sachzehner ziehen konnte (33.).
Besserung erfuhr die lahme Begegnung bei eisig-windiger Aprilsonne auch im zweiten Abschnitt nicht. Ein typisches 0:0-Spiel nahm seinen Lauf – bis es auf den letzten Metern endlich vermehrt prickelnd wurde.
Erst faustete SCE-Goalie Andrew Neinhardt einen Führböter-Abschluss zur Ecke, dann schnappte sich der Tormann auch Benjamin Mielkes Rechtsschuss im Rahmen des fälligen Standards (63.).
Und auch die Blauen unternahmen plötzlich den großen Doppel-Versuch zum Siegtreffer, als Radowitz erst erneut vor Nacar retten musste, um bei Maximilian Michalks Heber im Nachsetzen Glück zu haben, dass der Nachschuss aus dem Rückraum über das Tor flog (68.).
Die letzte Gelegenheit gehörte dann sogar noch einmal dem Tabellenvierten, der schon beim 5:1-Heimsieg gegen Schanze II am Ostersamstag ordentlich Körner lassen musste. Wieder war es eine Meiners-Ecke von rechts und wieder probierte es Stürmer Nico Führböter – und wieder mochte kein Tor fallen. Der Ball segelte knapp drüber und die Nullnummer war beschlossene Sache.

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Lap Chung Dang (SC Victoria Hamburg)

Zuschauer: 20


Samstag, 4. April 2026

Spielbericht Moorreger SV - SSV Rantzau II

Serie ohne Nutzen
Moorreger SV kommt nicht aus dem Keller: Viertes 2:2 in Folge

Wer kennt sie nicht: Abonnements, die man irgendwann im Leichtsinn abschließt und fortan ohne echten Mehrwert an der Backe hat. Ein Abo, das dem Moorreger SV mehr kostet als nützt, verfolgt die Himmelsbargler seit nunmehr vier Spielen: das 2:2.
Dadurch seitdem zwar ungeschlagen, aber eben ohne echten Fortschritt im Abstiegskampf, blieb nach dem neuerlichen Vier-Tore-Remis am Ostersamstag wieder einmal die große Enttäuschung zurück.
Inhaltlich war es ein mühsames Treiben, mit dem der (vor dem Match) Tabellenvorletzte und die Reserve des SSV Rantzau die 35 Zuschauer bei rasantem April-Wind folterten. Ungenaue Anspiele, Stockfehler am Ball und ohne die Kugel wenig raffiniert: mit Kreisligafußball hatte das Geschehen auf dem holprigen Geläuf wenig gemein. Interessant wurde es daher hauptsächlich durch individuelle Fehler oder Standards.
So freute sich der MSV bei Sam Holz´ von Leon Prange verlängertem Freistoß über Finn Cornils Treffer, den die korrekte Abseitsfahne von Assi Saber Ghazouani (Hamburger SV) allerdings rasch einkassierte (15.).
Der SSV versuchte es derweil mit (wenig inspiriertem) Ballbesitz und einem Usso-Versuch an den Außenpfosten (19.), dem der Angreifer gleich den nächsten Abschluss folgen lassen wollte. Nur warf sich Cornils gerade noch rechtzeitig in den Ball (26.). Wenigstens der Einsatz stimmte! Und auch auf Niklas Puttmann war Verlass, rettete der Goalie erst vor Luca Bornholdt, um Ussos hohes Nachsetzen aus der Ferne schön im Übergreifen zu parieren (32.).
Im Stich gelassen blieb der Torwart dagegen wenig später, als Klaas Thieme auf rechts die Kugel gewann, Kollege Bornholdt auf Usso weiterleitete und der ehemalige Holsatia-Akteur diesmal zum 0:1 vollendete (38.).
Eine besonders bittere Pille für die Moorreger, weil nur Sekunden zuvor die Riesenchance zur eigenen Führung liegengelassen wurde. Prange war nach gegnerischem Ballverlust frei auf dem Weg in Richtung SSV-Torsteher Malte Ladehof, dessen Geduld sich im Eins-gegen-Eins auszahlen sollte. Dem zögerlichen Prange die Kugel vom Fuß gefingert, galt der Schlussmann als Wegbereiter der drüben erzielten Führung.
Andauernde Freude sollte den Gästen an dieser jedoch nicht zuteilwerden, pennte die Innenverteidigung völlig gegen den einfach mal durchlaufenden Henning Jensen, dem aus der erlaufenen Poleposition der erkämpfte Gleichstand gelang (42.).
Doch damit nicht genug der Barmstedter Geschenke, unterschätzte man die Lage nach Jayson Bielfeldts Kämpferball von der linken Aus-Linie so sehr, dass Jensen wieder dazwischen spritzen und auf 2:1 stellen konnte – was für ein Klops (44.)!
Entsprechend vorsichtiger ging es, wohlwollend formuliert, nach dem Seitenwechsel weiter. Der fleißige Usso hob das Leder aus dem Lauf aufs Tor-Dach (64.). Eine Rarität, denn immer wieder gewannen die Hausherren die wichtigen Zweikämpfe.
Keinen Zugriff fanden die Roten dann allerdings folgenschwer auf den langen Pfosten, wo nicht zum ersten Mal gleich mehrere Blaue auftauchten, von denen schließlich Sascha Blunk das Spielgerät aus kürzester Distanz zum späten 2:2 über die Linie drückte (88.).
Enttäuschung bei der Elf von Trainer Hakan Harmanci, doch es hätte sogar noch dicker kommen können, wenn der eingewechselte Tjard Kaschluhn nicht auf Puttmanns Brust gezielt hätte (90.+3).
Ob der weiter andauernden Sieglosigkeit in 2026 (bei sechs Spielen) und dem Verbleib unter dem Strich, eine weitere Enttäuschung zu Beginn des fünfteiligen Heimspielmarathons. Die vielen Nachholer – vor allem am kommenden Ostermontag gegen die ebenfalls gefährdete Mannschaft von Union Tornesch III – bleiben allerdings der große Strohhalm für den Kreisligaverbleib.

Tore: 0:1 Usso (38. Bornholdt), 1:1 Jensen (42.), 2:1 Jensen (44. Bielfeldt), 2:2 Blunk (88. A. Hollm)

gelbe Karten: C. Harmanci – keine

Schiedsrichter: Fiete Knoblich (Hamburger SV, Note 2,5)

Zuschauer: 35