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Freitag, 14. August 2026

Spielbericht VfR Horst IV - FC Fetih-Kisdorf II

Den Absteiger eingeladen
Individuelle Fehler bestraft: VfR Horst IV unterliegt Fetih-Kisdorf II

Zwei Spiele – kein Punkt. Für die Vierte des VfR Horst gestaltet sich die neue Serie in der Kreisklasse B-7 noch nicht als Erfolgsstory. Profiteur am Freitagabend war in Runde zwei der Staffel die Zweitvertretung von Fetih-Kisdorf, wobei die Formulierung „Profiteur“ gerne wörtlich ausgelegt werden darf.
So war es ein einfacher Ballgewinn auf rechts, der das schnelle 0:1 durch Stürmer Mahsun Aksoy ins lange Eck begünstigte (10.), ehe die Vorsprungsverwaltung fortan trotz weniger Spielanteile nahezu komplikationslos gelang. Erst kurz vor Halbzeitende verschafften sich die Horster über zügiges Direktspiel auf rechts die schöne Schusschance für Philipp Marquardt, doch der reflexstarke Daniel Blank blockierte, während Daniel Schmidt mit dem freien Nachschuss gänzlich verfehlte (40.). Ebenso Kollege Timotej Melis, dessen Kopfball einen Hauch zu hoch geraten war (44.).
Fetih schaffte unterdessen Fakten, indem Bent Schneider und Lukas Albrand den eingewechselten Siyar Ok von rechts in Szenen, sodass dieser nur noch nach linksunten abzuziehen brauchte (42.).
Bitter für den VfR, der teilweise ganz ansehnlich in die Spitze spielte, aber erst nach dem Kabinengang auf diese Weise zuschlug. Pavel Mensah steckte wieder einmal klug ins vordere Drittel durch – Louis Schmidt vollendete cool – geht doch (48.)!
Die Hausherren jetzt in ihrer besten Phase, die Liam Siems ansatzlos mit dem Gleichstand zu belohnen versuchte, nur fischte Blank das Leder spektakulär aus dem Giebel (55.). Der Mann des Abends als Garant auch für die folgenden 35 Minuten ohne Gegentor. Allen Bemühungen der Schwarzen zum Trotz.
Und so kam es, wie es irgendwie kommen musste, verdaddelte der Vorjahresneunte das Leder wieder einmal in der Vorwärtsbewegung, was die Kisdorfer just mit der 1:3-Vorentscheidung durch Aksoy, diesmal in die kurze Ecke, quittierten (90.).
Umso unverständlicher, dass sich Amir Dawood daraufhin binnen vier Minuten zwei Tickets für Fouls, weit weg vom eigenen Gefahrenbereich, einhandelte und folgerichtig von der Kunstkoppel flog (90.+7).
Tatsächlich lochte der überzählige VfR sogar noch einmal ein (90.+9), doch selbst wenn der Ärger über den erfolgten Abseitspfiff nicht eingetreten wäre, hätte es zu mehr nicht mehr gelangt. Einen Wimpernschlag danach war nämlich Schluss und der Fehlstart perfekt. Der Absteiger aus der Kreisklasse A korrigierte dagegen seine 1:2-Auftaktniederlage gegen die SG Kaltenkirchen/Lentföhrden II – dem Reiseziel der Horster am nächsten Spieltag.

Tore: 0:1 Aksoy (9.), 0:2 Ok (38. Albrand), 1:2 L. Schmidt (48. Mensah), 1:3 Aksoy (90.)

gelbe Karten: Mensah – Ok

gelb-rote Karte: Dawood (FC Fetih-Kisdorf II, 90.+7, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Nico Domnik

Zuschauer: 15




Freitag, 30. Mai 2025

Spielbericht VfR Horst IV - SV Merkur Hademarschen II

VfR rotiert und verliert
Horster Viertvertretung unterliegt Merkur II im wilden Schlagabtausch

Letzter Spieltag, kein tabellarischer Zugwang und die Aussicht auf 50 Liter Freibier: Irgendwie lag das zehn-Tore-Spektakel zwischen der Vierten des VfR Horst und der Reserve des SV Merkur Hademarschen schon vorher in der Luft.
Und in der Tat sollte es keiner der knapp 35 Zuschauer rund um den B-Platz des Sportzentrums bereuen, dem Kick der Kreisklasse B – West-2 bei freitäglicher Abendsonne beigewohnt zu haben.
Die erste Note im direkten Duell um Rang acht setzten die Gäste, die sich anfangs im aggressiven Forechecking übten und durch Mobark Almoustafa temporeich auf halblinks klare Sache zum 0:1 machten (4.).
Traumstart für den SV Merkur, doch in der Folge werkelte der VfR mit Hochdruck an seinem Positivausstand. Woran Ben Baumgarten quasi von der Grundlinie noch scheiterte (7.), machte Nicklas Nagel mit seinem vehementen Kopfball nach Pfeiffer-Ecke konkret – 1:1 (9.)!
Was daraufhin folgre, ist in seiner gesamten Ereignisfülle gar nicht ausreichend wiederzugeben. Sieben Strafraumszenen binnen zwölf Minuten blieben in teils grotesker Manier ohne Ertrag. Allein Ben Baumgarten vergeigte gleich zwei Hundertprozenter (13. & 16.).
Manchmal sind es eben doch acht Brücken, über die man gehen muss… So erlöste Lasse Balfanz die Gastgeber aus Neunerposition – natürlich nicht ohne, dass Baumgarten zuvor an Merkur-Goalie Dennis Buhrmann gescheitert war (27.).
Typisch für diesen wilden Kick, folgte jedoch der sofortige Tiefschlag, den VfR-Fänger Ali Turhal als verhinderter Dribbelkünstler gegen Angreifer Lukas Feldhusen höchst selbst heraufbeschwor (29.).
Munter ging es bis zum Pausenpfiff rauf und runter – mit dem besseren Halbzeit-Ende für die Gäste, deren starkes Umschalten erneut Almoustafa zur eiskalt genutzten Abschlussposition führte (40.).
Mit Vollgas wehrten sich die Gastgeber gegen eine bis dahin unverdiente Schlappe, was durch Niklas Neumanns Distanzschuss, der dem Schlussmann unglücklich durchflutschte (48.) und das 4:3, bei dem Rasmus Bergmann ein wildes Ping-pong-Spiel im Sechzehner erfolgreich abschloss (52.), auch vortrefflich gelang.
Nur versündigten sich die personell kräftig durchrotierten Horster (insgesamt acht Joker kamen zum Zuge) zeitgleich höchst fahrlässig an der eigenen Defensivarbeit. Die Quittung dafür: gleich drei Gegentreffer innerhalb eines knappen Dutzends an Spielminuten. Almoustafa per Bogenlampe (58.) und als Doppelpasspartner für den flach einschiebenden Feldhusen (65.), sowie der eifrige Mark Sieting als Vollstrecker eines Konters nach Freistoß VfR (67.) führten die SVM-Reserve unabbringbar auf die Siegerstraße.
Das vermochte auch der als Stürmer wieder eingewechselte Turhal (Baumgarten wechselte zum zweiten Abschnitt statt seiner zwischen die Pfosten) nicht zu verhindern. Zwei Sprints und eine fast-Kopfballchance bei einer scharf gezogenen Bergmann-Flanke (88.) gingen als Arbeitsnachweis des zehn Minuten lang stürmenden Torstehers in die Annalen ein.
Die 4:6-Niederlage und der dadurch eingetretene Verlust von Rang acht der Kreisklasse B – West-2 an die zuvor erst zweimal auswärts siegreichen Merkur-Kicker glich die VfR-Vierte zumindest in der dritten Halbzeit überlegen aus…

Tore: 0:1 Almoustafa (4. Feldhusen), 1:1 Nagel (9. Pfeiffer), 2:1 Balfanz (27.), 2:2 Feldhusen (29.), 2:3 Almoustafa (40.), 3:3 Neumann (48.), 4:3 Bergmann (52.), 4:4 Almoustafa (58.), Feldhusen (65. Almoustafa), 4:6 Sieting (68. Feldhusen)

gelbe Karten: keine – Ohlrogge, Jeß

Schiedsrichter: Justin Raven Fedde (SV Hochdonn, Note 2,5)

Zuschauer: 40


Kaum zu bremsen: Merkurs Mobark Almoustafa.