Sonntag, 9. Februar 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV III - Moorreger SV II

Vorentscheidung im Tabellenkeller
MSV-Reserve setzt sich von den Schlusslichtern ab

Klare Hackordnung am Tabellenende der Kreisklasse B1. Die rote Laterne scheint fest an die Drittvertretung des Tangstedter SV (-3 Punkte) vergeben und auch direkt davor riecht es durch das Ergebnis im direkten Nachholduell zwischen Holsatia III und der Reserve aus Moorrege nach einer Vorentscheidung.
3:2 siegten die Gäste, die nach dem beidseitig dürftigen ersten Abschnitt noch im Hintertreffen waren.
Jasper Löw ballerte die Gastgeber in Minute 13 mit rechts in Front, nachdem Parviz Tschirpke die Kugel robust abgeschirmt und abgelegt hatte.
Ansonsten passierte nicht wirklich viel, auf dem Kunstrasen an der Kaltenweide, wo der MSV zweimal mit Neuzugang Zeidan Gouroungou zumindest ansatzweise gefährlich aufwartete (28. & 38.), während hinten Schlussmann Niklas Puttmann einen Safdary-Versuch aus der Luft fischte (42.).
Auch nach dem wohltuenden Pausentee blieben die Himmelsbargler das aktivere Team, was sich dann auch auszahlen sollte. Per Freistoß servierte Hendrik Hohmann die wunderbare Vorlage für den am zweiten Pfosten lauernden Gian Luca Reinl – 1:1 (52.)!
Aus der Bewegung versuchte sich Kollege Joshua Bahnsen an der Wende, doch dem Linksgeschoss fehlten ein paar Zentimeter zum großen Glück (56.).
Drüben ärgerte sich der MSV über einen Schiedsrichterpfiff. Eher wenig kontrolliert spielte Martin Themar die Kugel in Richtung des eigenen Tores. Puttmann nahm das Leder auf und der indirekte Freistoß für Holsatia folgte. Die Variante, für die sich Tschirpke und Co entschieden, erfüllte jedoch sämtliche Klischees der untersten Spielklasse: Ballverlust (58.)!
Nach jeweils einer weiteren Chance auf beiden Seiten, sprengte eine doppelte Jahnke-Bahnsen-Kombination über links die Holle-Defensive, die in der Mitte auch H. Hohmann nicht auf dem Radar hatte. In erster Instanz blockierte Schlussmann Maik Bianchet, doch beim Abstauber war der ungehalten wütende Tormann chancenlos (72.).
Und es drohte weiteres Ungemach, als die Gäste wieder im Doppelpass empor kamen, Bianchet den Fuß gegen Gouroungou dagegenstellte und der Nachschuss dann zu spitzwinklig daherkam (73.).
Entsprechend glücklich stellten die Hausherren zehn Minuten vor dem Ende durch einen windflatternden Janacek-Freistoß aus 25 Metern auf den 2:2-Gleichstand (80.).
Die Moorreger, in der Vorbereitung zuletzt zweimal siegreich, hatten aber noch die richtige Antwort parat, um die Wiederholung des Hinspielresultats zu verhindern. Gouroungou mochte mit seinen Basketballer-Maßen niemand angreifen. Ebenso auch Tobias Klug, der schließlich für den abziehenden H. Hohmann ablegte. Noch etwas abgefälscht, schlug es von halblinks zum 3:2-Siegtreffer der Schwarzen ein (85.).
Daran änderte auch eine etwas kopflose Schlussoffensive der zunehmend untereinander zerstrittenen Elmshorner nichts mehr. Stattdessen ärgerte sich der laufstarke Dominic Jahnke über einen diskutablen Abseitspfiff gegen sein mögliches 2:4 (86.).
Sei es drum, tütete man auch so den bereits dritten Auswärtsdreier ein. 13 Zähler bedeuten bereits jetzt fünf mehr als in der kompletten Vorsaison. Mit acht Punkten Rückstand auf die zehntplatzierten Moorreger dürfte sich der Anschluss für Holsatia wohl schon jetzt erledigt haben.

Tore: 1:0 Löw (13. Tschirpke), 1:1 Reinl (52. H. Hohmann), 1:2 H. Hohmann (72. Bahnsen), 2:2 Janacek (80., direkter Freistoß), 2:3 H. Hohmann (85. Klug)

gelbe Karten: Busch – Emmer, Bahnsen

Schiedsrichter: Maik Gärber (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 10



Spielbericht Holsatia im EMTV - Moorreger SV

Per Elfer in der Nachspielzeit
Strafstoß-Drama in der Extra-Zeit: Holsatia gewinnt glücklich

Entsetzen in der Nachspielzeit! Ein Strafstoßpfiff – ein höchst strittiger – entschied das Nachholspiel zum Jahresstart 2025 der Kreisliga 1 bei Holsatia Elmshorn.
Auf dem Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes deutete anfangs noch nichts auf eine dramatische Auseinandersetzung zwischen der durchaus ambitionierten Holle-Elf und dem eher unten angesiedelten Moorreger SV hin.
Beide Teams verbrachten den Winter ohne Testspiele; Holsatia trainierte mit schwacher Beteiligung – der MSV nur ein einziges Mal draußen auf kritischem Geläuf. Und exakt so gestaltete sich ein wenig ansehnlicher Kick, der erst mit Starthilfe vom Strafstoßpunkt ins Rollen kam. Übereifrig war Jannis Franke, heute im vollständigen Doppeleinsatz für Liga und Reserve, Saad Baloosh in die Parade gefahren, sodass Daniel Grams mit etwas eigenwilligem Anlauf aus elf Metern zur Führung traf (36.).
Alles gut, für den Aufstiegskandidaten, trotz wenig ansprechender Vorstellung – bis auch die Moorreger ihre erste Torchance per Standard just nutzten. In ihrem Fall schlug Kapitän Sam Holz einen Freistoß von rechts hoch rein, ehe Jayson Bielfeldt gekonnt den Wandspieler für Leon Prange und dessen zentralen Abzug mit rechts gab (45.+3).
Im Stile einer perfekten Auswärtsmannschaft drehte der Tabellenzwölfte die Lage sogar in eine eigene Führung, als eine lange Eröffnung durch Innenverteidiger Lasse Hatje punktgenau J. Bielfeldt erreichte und dieser mit einer Körpertäuschung und einem präzisen Abschluss in die kurze Ecke das 1:2 besorgte (52.).
Der Elf, die mit einem Dreier so richtig in die Spitzen-Phalanx vorstoßen konnte, fiel dagegen wenig Konstruktives ein. Albert Revutskiy schoss aus 20 Metern ein überhastetes Field Goal (60.), während sich Semih Zeybekoglu ein Frust-Ticket fürs Ballwegschlagen abholte (63.).
Wenig später dann aber Oberwasser für die Krückaustädter, deren etwas festgefahrene Angriffsaktion Baloosh per Traumtor von halbrechts ins linke obere Eck zum 2:2 vergoldete (67.).
Von nun an zirkulierte die Kugel etwas besser durch die aktiveren Reihen der Hausherren. Kaum mehr gelang dem MSV längere Entlastung, sodass Torchancen für Holsatia folgen mussten. Beispielsweise überstanden die Gäste eine wunderbare Schussposition für den eingewechselten Felix Osterland, dessen Rücklage den mittigen Direktschuss verhunzte (86.).
Donart Kelmendi erging es nicht besser: Von der Strafraumgrenze aus sauste sein Rechts-Geschoss rechtsunten vorbei (87.).
Der MSV auf dem Weg, den Punkt über die Linie zu zittern, doch dann kam Nachspielminute Nummer fünf. Einen langen Ball räumte MSV-Goalie Daniel Rosenzweig vor dem heranstürmenden Grams aus der Bahn. Der anschließende Körperkontakt nicht zu vermeiden – sah Schiedsrichter Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen) irgendwie anders und so setzte es den intensiv diskutierten Strafstoß, den der „gefoulte“ höchst persönlich zum 3:2 einnetzte (90.+6).
Fünf weitere Nachspielminuten arbeitete der Moorreger SV mit den letzten Körnern gegen die letztlich nicht unverdiente, aber dennoch unglückliche Niederlage an – erfolglos!

Tore: 1:0 Grams (36., Strafstoßtor, Franke an Baloosh), 1:1 Prange (45.+3 J. Bielfeldt), 1:2 J. Bielfeldt (53. Hatje), 2:2 Baloosh (67. Kelmendi), 3:2 Grams (90.+6, Strafstoßtor, Rosenzweig an Grams)

gelbe Karten: Zeybekoglu, Hejdari – Giesbrecht, Franke, Rosenzweig, Hatje

Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen, Note 5: entschied das Spiel mit seiner falschen Strafstoßentscheidung (Rosenzweig spielte vor Grams klar den Ball und konnte sich anschließend nicht in Luft auflösen), dazu schwache Präsentation der persönlichen Strafen über teils 20 Meter Distanz)

Zuschauer: 55




Spielbericht Holsatia im EMTV II - SV Rugenbergen III

Holle verspielt den Traumstart
Spiel nach vorne eingestellt: Frühes 2:0 langt nicht zum Sieg im Aufsteigerduell

Kontrahage der Neulinge zur Eröffnung des Fußballjahres 2025 der Kreisklasse 1, doch Euphorie konnte auf beiden Seiten nicht entfacht werden.
2:2 trennten sich die Reserve Holsatia Elmshorns und die Drittvertretung des SV Rugenbergen am Sonntagvormittag – ein Resultat, das am Ende zwar sowohl der tabellarischen Mittelmäßigkeit, als auch dem Spielverlauf entsprach, doch vor allem die Gastgeber hatten heuer allen Grund zum Hadern.
Schließlich waren sie es, die an der Kaltenweide mutig den Ton angaben und nach einem Dutzend an Spielminuten bereits mit 2:0 in Front lagen.
Den Anfang machte eine Standardsituation. Von links segelte ein hoher Freistoß ins Gefahrengebiet, wo Niklas Brandt zwar nur den Pfosten erwischte, Aufstiegstorjäger Leon Haselbach aber genug Raum für den zentralen Nachschuss vorfand (6.).
Verdoppelt war der Vorsprung nach der doppelten Spielzeit, als der anfangs höchst überforderte Tim Strelow per Katastrophenpass am eigenen Sechzehner zu Fabian Kühls freien Abschluss in die linke untere Ecke einlud (12.).
Ein äußerst dürftiger Beginn der Gäste, die mit dem nachlassenden Druck der Krückaustädter aber zunehmend besser ins Geschehen fanden.
Spätestens mit dem ersten strukturierten Angriff über vier Stationen, endend mit Luca Teicherts Linksschuss (vorbei), entdeckten die tabellarisch sechs Zähler besser auf Rang sieben stehenden Bönningstedter, ihr Selbstbewusstsein zurück.
So machte das juvenil aufgestellte Team fortan ordentlich Druck, ohne aber über Halbchancen hinauszukommen.
Dies gelang dann schließlich gleich im Doppelpack, kurz vor der Pause.
Über rechts marschierte Finn Wieben mitsamt der Übersicht für Anastasios Kostas, ehe der Zehn-Tore-Mann am Fünfer richtigerweise für den besser postierten Niklas Ludwig durchlies – Anschlusstreffer (41.)!
Perfekt machte das Halbzeit-Remis Kollege Mats Von Appen, den auf halblinks niemand so richtig bedrängen mochte (45.). Schon in der Entstehungsgeschichte, einem Freistoß, tief in der eigenen Hälfte, schauten die Hausherren bemerkenswert passiv zu…
Mit einer schwachen Ecken-Klärung brachte sich Holle erneut in die Bredouille, die Ludwig im direkten Abzug jedoch nicht bestrafte (58.).
Immerhin erhöhten die Holsaten daraufhin wieder etwas das eingeschlafene Offensivengagement, indem Ugur Ercek tief zu Kühl spielte, dieser quer für Niklas Viera Gerkens in Top-Position auflegte, doch Schlussmann Marc Heggblum mit aller Breite zum Tor-Verderber wurde (63.).
So richtig knisternd sollte es auf den letzten Metern dieser zähen Begegnung allerdings nicht mehr werden. Auch, weil Schiedsrichter Habbas Hafsali (Heidgrabener SV) ein gerne angenommenes Stoßen des Rugenbergeners Janne Guter im Strafraum-Clash of Captains gegen Dennis Hägemann nicht für einen Gang zur Strafstoßmarke ausreichte (90.+4).
Verdient hätte den Dreier auch keines der beiden Teams gehabt…

Tore: 1:0 Haselbach (6. Brandt), 2:0 Kühl (12.), 2:1 Ludwig (41. Kostas), 2:2 Von Appen (45.)

gelbe Karten: Kühl – Krumm

Schiedsrichter: Habbas Hafsali (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 15




Samstag, 8. Februar 2025

Spielbericht SG Quickborn 1.B - SC Sternschanze 1.B

„konnten nicht mehr unser Spiel spielen“
Arroganz nach 2:0-Führung: Schanze-1.B verschenkt den Auswärtssieg

Es fühlt sich an, als hätten wir nach einer Führung verloren“, machte Anton Kuhlmann aus dem Schanze-Mittelfeld gar nicht erst den Versuch, das enttäuschende 2:2 beim Aufsteiger in Quickborn.
Eigentlich standen die Zeichen rasch auf Auswärtssieg. Marineblau dominierte, kam zu Abschlüssen und ging durch „mehr oder weniger gut herausgespielte Tore“ mit 0:2 in Front.
Beim ersten Streich gelang es dem FCQ, nur durch Alexander Moors Foul, den SCS-Spielfluss zu durchbrechen, ehe Theo Spöhrers hoher Freistoß etwas unglücklich vom Tormann vor die Füße des einschussbereiten Shahab Ahmadi bugsiert wurde (10.).
Teil zwei gelang ansehnlich über rechts. Till Steinfelds raumöffnenden Ball nach außen ließ Spöhrer zu Ahmadi durch, dessen flaches Anspiel in die Mitte Marvin Bonsu hineinmurmelte (28.).
Alles okay aus Schanzen-Sicht, doch mit dem Wiederanstoß, aus dem Efe Yilmaz im hohen Bogen aus der eigenen Hälfte, das 1:2 hexte, war der Bruch im Spiel perfekt (29.).
„(…)ohne, dass der Schiri wieder angepfiffen hat – eine Frechheit, dass es gezählt hat!“, ärgerte sich Kuhlmann über die Situation zum 1:2, „mit der wir jedoch besser hätten umgehen sollen. Wir konnten nach dem Anschlusstreffer einfach nicht mehr unser Spiel spielen; die Gegner waren nach dem Anschlusstreffer viel motivierter und aggressiver in den Zweikämpfen.“.
Schanze dagegen aalte sich in der eigenen Selbstgefälligkeit. Sinnlose Dribblings und ein Meer von halbherzigen wie erfolglosen Chip-Bällen, die nur in der Imagination hinter der FCQ-Kette landeten, prägten das Bild. Den an sich unterlegenen Gegner mit einfachen Bällen ins Laufen bringen und damit zu zermürben war offenbar keine Option mehr…
Die gerechte Strafe folgte schließlich kurz nach der Pause, als wieder Defensivmann Yilmaz am Werk war. Flach rutschte sein Freistoß von rechts an Freund und Feind vorbei und letztlich zum Gleichstand in die lange Ecke (42.).
Die Gäste kurzzeitig völlig neben den Schuhen, retteten eine weitere Standardsituation nur mit viel Glück (54.), ehe es auf der anderen Seite Hoffnung auf Besserung gab. Nach perfektem Ahrens-Steilpass machte sich Torsteher Hannes Lohstöter aber breit genug, um das 2:3 gegen Arthur Schreiber zu verhindern (62.).
Ebenso war der Goalie, der im Hinspiel noch als Rechtsverteidiger firmierte, gegen Ahrens´ Flachschuss zur Stelle (77.).
Ansonsten stemmten sich die leidenschaftlichen Eulenstädter auf ihrer Anlage, wo während der WM 1974 die Auswahl der DDR residierte, erfolgreich gegen die (kopflose) Schlussoffensive der Schanzer. Selbst mit einem Mann weniger (Der bereits verwarnte Hitzkopf Marko Riesner flog für eine überflüssige Spielverzögerung per Zeitstrafe von der Koppel, 80.+2) ließ die Spielgemeinschaft aus dem FC und TuS Holstein Quickborn nur noch einen letzten Schreiber-Versuch, der den Quader haarscharf verfehlte, zu (80.+5).
Die ohnehin schon guten Aussichten auf den Klassenverbleib haben sich in Quickborn dadurch weiter verbessert, während die Vision vom Verlassen der U17-Landes- gen Oberliga für Schanzes Kuhlmann tatsächlich „noch nicht vom Tisch ist“. „Auch, wenn ein Sieg wichtig gewesen wäre, müssen wir dann jetzt umso mehr Ehrgeiz in den nächsten Spielen zeigen.“. Nun wartet aber ausgerechnet der Glashütter SV, gegen den seit Jahren nahezu nichts zu holen war. „Ich bin von fester Überzeugung, dass wir diesmal siegen werden! Es ist ein Heimspiel, wo wir in der Regel eine bessere Leistung erbringen. Dazu schätze ich Glashütte nicht besser ein, als wir es sind“, sprüht der Winter-Frankreich-Rückkehrer trotz des schwierigen Jahresstarts 2025 (ein Punkt, 2:8 Tore aus zwei Partien) vor Tatendrang, die neun Zähler Rückstand auf Promotionsplatz drei noch einzukassieren.  

Tore: 0:1 Ahmadi (10. Spöhrer), 0:2 Bonsu (28.), 1:2 Yilmaz (29.), 2:2 Yilmaz (42.)

gelbe Karten: Bauersachs, Riesner – Schreiber, Taddigs

Schiedsrichter: Daniel Heins (SV Rugenbergen, Note 5,5: lieblose Vorstellung mit teils wilden, undurchsichtigen Entscheidungen aus dem Mittelkreis, gab das Spiel fast nie per Pfiff wieder frei)

Zuschauer: 25