Vorentscheidung
im Tabellenkeller
MSV-Reserve
setzt sich von den Schlusslichtern ab
Klare Hackordnung am Tabellenende der Kreisklasse B1. Die rote Laterne scheint
fest an die Drittvertretung des Tangstedter SV (-3 Punkte) vergeben und auch
direkt davor riecht es durch das Ergebnis im direkten Nachholduell zwischen
Holsatia III und der Reserve aus Moorrege nach einer Vorentscheidung.
3:2 siegten die Gäste, die nach dem beidseitig dürftigen ersten Abschnitt noch
im Hintertreffen waren.
Jasper Löw ballerte die Gastgeber in Minute 13 mit rechts in Front, nachdem
Parviz Tschirpke die Kugel robust abgeschirmt und abgelegt hatte.
Ansonsten passierte nicht wirklich viel, auf dem Kunstrasen an der Kaltenweide,
wo der MSV zweimal mit Neuzugang Zeidan Gouroungou zumindest ansatzweise
gefährlich aufwartete (28. & 38.), während hinten Schlussmann Niklas
Puttmann einen Safdary-Versuch aus der Luft fischte (42.).
Auch nach dem wohltuenden Pausentee blieben die Himmelsbargler das aktivere
Team, was sich dann auch auszahlen sollte. Per Freistoß servierte Hendrik
Hohmann die wunderbare Vorlage für den am zweiten Pfosten lauernden Gian Luca
Reinl – 1:1 (52.)!
Aus der Bewegung versuchte sich Kollege Joshua Bahnsen an der Wende, doch dem
Linksgeschoss fehlten ein paar Zentimeter zum großen Glück (56.).
Drüben ärgerte sich der MSV über einen Schiedsrichterpfiff. Eher wenig
kontrolliert spielte Martin Themar die Kugel in Richtung des eigenen Tores.
Puttmann nahm das Leder auf und der indirekte Freistoß für Holsatia folgte. Die
Variante, für die sich Tschirpke und Co entschieden, erfüllte jedoch sämtliche
Klischees der untersten Spielklasse: Ballverlust (58.)!
Nach jeweils einer weiteren Chance auf beiden Seiten, sprengte eine doppelte Jahnke-Bahnsen-Kombination
über links die Holle-Defensive, die in der Mitte auch H. Hohmann nicht auf dem
Radar hatte. In erster Instanz blockierte Schlussmann Maik Bianchet, doch beim
Abstauber war der ungehalten wütende Tormann chancenlos (72.).
Und es drohte weiteres Ungemach, als die Gäste wieder im Doppelpass empor
kamen, Bianchet den Fuß gegen Gouroungou dagegenstellte und der Nachschuss dann
zu spitzwinklig daherkam (73.).
Entsprechend glücklich stellten die Hausherren zehn Minuten vor dem Ende durch
einen windflatternden Janacek-Freistoß aus 25 Metern auf den 2:2-Gleichstand
(80.).
Die Moorreger, in der Vorbereitung zuletzt zweimal siegreich, hatten aber noch
die richtige Antwort parat, um die Wiederholung des Hinspielresultats zu
verhindern. Gouroungou mochte mit seinen Basketballer-Maßen niemand angreifen.
Ebenso auch Tobias Klug, der schließlich für den abziehenden H. Hohmann
ablegte. Noch etwas abgefälscht, schlug es von halblinks zum 3:2-Siegtreffer der
Schwarzen ein (85.).
Daran änderte auch eine etwas kopflose Schlussoffensive der zunehmend
untereinander zerstrittenen Elmshorner nichts mehr. Stattdessen ärgerte sich
der laufstarke Dominic Jahnke über einen diskutablen Abseitspfiff gegen sein
mögliches 2:4 (86.).
Sei es drum, tütete man auch so den bereits dritten Auswärtsdreier ein. 13
Zähler bedeuten bereits jetzt fünf mehr als in der kompletten Vorsaison. Mit
acht Punkten Rückstand auf die zehntplatzierten Moorreger dürfte sich der
Anschluss für Holsatia wohl schon jetzt erledigt haben.
Tore: 1:0 Löw (13.
Tschirpke), 1:1 Reinl (52. H. Hohmann), 1:2 H. Hohmann (72. Bahnsen), 2:2
Janacek (80., direkter Freistoß), 2:3 H. Hohmann (85. Klug)
gelbe Karten: Busch – Emmer, Bahnsen
Schiedsrichter: Maik Gärber
(Heidgrabener SV)
Zuschauer: 10
Sonntag, 9. Februar 2025
Spielbericht Holsatia im EMTV III - Moorreger SV II
Spielbericht Holsatia im EMTV - Moorreger SV
Per
Elfer in der Nachspielzeit
Strafstoß-Drama
in der Extra-Zeit: Holsatia gewinnt glücklich
Entsetzen in der Nachspielzeit! Ein Strafstoßpfiff – ein höchst strittiger –
entschied das Nachholspiel zum Jahresstart 2025 der Kreisliga 1 bei Holsatia
Elmshorn.
Auf dem Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes deutete anfangs noch nichts auf
eine dramatische Auseinandersetzung zwischen der durchaus ambitionierten
Holle-Elf und dem eher unten angesiedelten Moorreger SV hin.
Beide Teams verbrachten den Winter ohne Testspiele; Holsatia trainierte mit
schwacher Beteiligung – der MSV nur ein einziges Mal draußen auf kritischem
Geläuf. Und exakt so gestaltete sich ein wenig ansehnlicher Kick, der erst mit
Starthilfe vom Strafstoßpunkt ins Rollen kam. Übereifrig war Jannis Franke,
heute im vollständigen Doppeleinsatz für Liga und Reserve, Saad Baloosh in die
Parade gefahren, sodass Daniel Grams mit etwas eigenwilligem Anlauf aus elf
Metern zur Führung traf (36.).
Alles gut, für den Aufstiegskandidaten, trotz wenig ansprechender Vorstellung –
bis auch die Moorreger ihre erste Torchance per Standard just nutzten. In ihrem
Fall schlug Kapitän Sam Holz einen Freistoß von rechts hoch rein, ehe Jayson
Bielfeldt gekonnt den Wandspieler für Leon Prange und dessen zentralen Abzug
mit rechts gab (45.+3).
Im Stile einer perfekten Auswärtsmannschaft drehte der Tabellenzwölfte die Lage
sogar in eine eigene Führung, als eine lange Eröffnung durch Innenverteidiger
Lasse Hatje punktgenau J. Bielfeldt erreichte und dieser mit einer
Körpertäuschung und einem präzisen Abschluss in die kurze Ecke das 1:2 besorgte
(52.).
Der Elf, die mit einem Dreier so richtig in die Spitzen-Phalanx vorstoßen
konnte, fiel dagegen wenig Konstruktives ein. Albert Revutskiy schoss aus 20
Metern ein überhastetes Field Goal (60.), während sich Semih Zeybekoglu ein
Frust-Ticket fürs Ballwegschlagen abholte (63.).
Wenig später dann aber Oberwasser für die Krückaustädter, deren etwas festgefahrene
Angriffsaktion Baloosh per Traumtor von halbrechts ins linke obere Eck zum 2:2 vergoldete
(67.).
Von nun an zirkulierte die Kugel etwas besser durch die aktiveren Reihen der Hausherren.
Kaum mehr gelang dem MSV längere Entlastung, sodass Torchancen für Holsatia
folgen mussten. Beispielsweise überstanden die Gäste eine wunderbare
Schussposition für den eingewechselten Felix Osterland, dessen Rücklage den
mittigen Direktschuss verhunzte (86.).
Donart Kelmendi erging es nicht besser: Von der Strafraumgrenze aus sauste sein
Rechts-Geschoss rechtsunten vorbei (87.).
Der MSV auf dem Weg, den Punkt über die Linie zu zittern, doch dann kam
Nachspielminute Nummer fünf. Einen langen Ball räumte MSV-Goalie Daniel
Rosenzweig vor dem heranstürmenden Grams aus der Bahn. Der anschließende
Körperkontakt nicht zu vermeiden – sah Schiedsrichter Michael Hartmann (SV
Hörnerkirchen) irgendwie anders und so setzte es den intensiv diskutierten
Strafstoß, den der „gefoulte“ höchst persönlich zum 3:2 einnetzte (90.+6).
Fünf weitere Nachspielminuten arbeitete der Moorreger SV mit den letzten
Körnern gegen die letztlich nicht unverdiente, aber dennoch unglückliche
Niederlage an – erfolglos!
Tore: 1:0 Grams (36.,
Strafstoßtor, Franke an Baloosh), 1:1 Prange (45.+3 J. Bielfeldt), 1:2 J.
Bielfeldt (53. Hatje), 2:2 Baloosh (67. Kelmendi), 3:2 Grams (90.+6,
Strafstoßtor, Rosenzweig an Grams)
gelbe Karten: Zeybekoglu, Hejdari –
Giesbrecht, Franke, Rosenzweig, Hatje
Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV
Hörnerkirchen, Note 5: entschied das Spiel mit seiner falschen Strafstoßentscheidung
(Rosenzweig spielte vor Grams klar den Ball und konnte sich anschließend nicht
in Luft auflösen), dazu schwache Präsentation der persönlichen Strafen über
teils 20 Meter Distanz)
Zuschauer: 55
Spielbericht Holsatia im EMTV II - SV Rugenbergen III
Holle
verspielt den Traumstart
Spiel
nach vorne eingestellt: Frühes 2:0 langt nicht zum Sieg im Aufsteigerduell
Kontrahage der Neulinge zur Eröffnung des Fußballjahres 2025 der Kreisklasse 1,
doch Euphorie konnte auf beiden Seiten nicht entfacht werden.
2:2 trennten sich die Reserve Holsatia Elmshorns und die Drittvertretung des SV
Rugenbergen am Sonntagvormittag – ein Resultat, das am Ende zwar sowohl der
tabellarischen Mittelmäßigkeit, als auch dem Spielverlauf entsprach, doch vor
allem die Gastgeber hatten heuer allen Grund zum Hadern.
Schließlich waren sie es, die an der Kaltenweide mutig den Ton angaben und nach
einem Dutzend an Spielminuten bereits mit 2:0 in Front lagen.
Den Anfang machte eine Standardsituation. Von links segelte ein hoher Freistoß
ins Gefahrengebiet, wo Niklas Brandt zwar nur den Pfosten erwischte,
Aufstiegstorjäger Leon Haselbach aber genug Raum für den zentralen Nachschuss
vorfand (6.).
Verdoppelt war der Vorsprung nach der doppelten Spielzeit, als der anfangs
höchst überforderte Tim Strelow per Katastrophenpass am eigenen Sechzehner zu
Fabian Kühls freien Abschluss in die linke untere Ecke einlud (12.).
Ein äußerst dürftiger Beginn der Gäste, die mit dem nachlassenden Druck der Krückaustädter
aber zunehmend besser ins Geschehen fanden.
Spätestens mit dem ersten strukturierten Angriff über vier Stationen, endend
mit Luca Teicherts Linksschuss (vorbei), entdeckten die tabellarisch sechs
Zähler besser auf Rang sieben stehenden Bönningstedter, ihr Selbstbewusstsein
zurück.
So machte das juvenil aufgestellte Team fortan ordentlich Druck, ohne aber über
Halbchancen hinauszukommen.
Dies gelang dann schließlich gleich im Doppelpack, kurz vor der Pause.
Über rechts marschierte Finn Wieben mitsamt der Übersicht für Anastasios
Kostas, ehe der Zehn-Tore-Mann am Fünfer richtigerweise für den besser
postierten Niklas Ludwig durchlies – Anschlusstreffer (41.)!
Perfekt machte das Halbzeit-Remis Kollege Mats Von Appen, den auf halblinks
niemand so richtig bedrängen mochte (45.). Schon in der Entstehungsgeschichte,
einem Freistoß, tief in der eigenen Hälfte, schauten die Hausherren
bemerkenswert passiv zu…
Mit einer schwachen Ecken-Klärung brachte sich Holle erneut in die Bredouille,
die Ludwig im direkten Abzug jedoch nicht bestrafte (58.).
Immerhin erhöhten die Holsaten daraufhin wieder etwas das eingeschlafene Offensivengagement,
indem Ugur Ercek tief zu Kühl spielte, dieser quer für Niklas Viera Gerkens in
Top-Position auflegte, doch Schlussmann Marc Heggblum mit aller Breite zum
Tor-Verderber wurde (63.).
So richtig knisternd sollte es auf den letzten Metern dieser zähen Begegnung
allerdings nicht mehr werden. Auch, weil Schiedsrichter Habbas Hafsali
(Heidgrabener SV) ein gerne angenommenes Stoßen des Rugenbergeners Janne Guter
im Strafraum-Clash of Captains gegen Dennis Hägemann nicht für einen Gang zur
Strafstoßmarke ausreichte (90.+4).
Verdient hätte den Dreier auch keines der beiden Teams gehabt…
Tore: 1:0 Haselbach (6.
Brandt), 2:0 Kühl (12.), 2:1 Ludwig (41. Kostas), 2:2 Von Appen (45.)
gelbe Karten: Kühl – Krumm
Schiedsrichter: Habbas Hafsali
(Heidgrabener SV)
Zuschauer: 15
Samstag, 8. Februar 2025
Spielbericht SG Quickborn 1.B - SC Sternschanze 1.B
„konnten
nicht mehr unser Spiel spielen“
Arroganz
nach 2:0-Führung: Schanze-1.B verschenkt den Auswärtssieg
Es fühlt sich an, als hätten wir nach einer Führung verloren“, machte Anton
Kuhlmann aus dem Schanze-Mittelfeld gar nicht erst den Versuch, das
enttäuschende 2:2 beim Aufsteiger in Quickborn.
Eigentlich standen die Zeichen rasch auf Auswärtssieg. Marineblau dominierte,
kam zu Abschlüssen und ging durch „mehr oder weniger gut herausgespielte Tore“
mit 0:2 in Front.
Beim ersten Streich gelang es dem FCQ, nur durch Alexander Moors Foul, den
SCS-Spielfluss zu durchbrechen, ehe Theo Spöhrers hoher Freistoß etwas
unglücklich vom Tormann vor die Füße des einschussbereiten Shahab Ahmadi
bugsiert wurde (10.).
Teil zwei gelang ansehnlich über rechts. Till Steinfelds raumöffnenden Ball
nach außen ließ Spöhrer zu Ahmadi durch, dessen flaches Anspiel in die Mitte
Marvin Bonsu hineinmurmelte (28.).
Alles okay aus Schanzen-Sicht, doch mit dem Wiederanstoß, aus dem Efe Yilmaz im
hohen Bogen aus der eigenen Hälfte, das 1:2 hexte, war der Bruch im Spiel
perfekt (29.).
„(…)ohne, dass der Schiri wieder angepfiffen hat – eine Frechheit, dass es
gezählt hat!“, ärgerte sich Kuhlmann über die Situation zum 1:2, „mit der wir
jedoch besser hätten umgehen sollen. Wir konnten nach dem Anschlusstreffer einfach
nicht mehr unser Spiel spielen; die Gegner waren nach dem Anschlusstreffer viel
motivierter und aggressiver in den Zweikämpfen.“.
Schanze dagegen aalte sich in der eigenen Selbstgefälligkeit. Sinnlose
Dribblings und ein Meer von halbherzigen wie erfolglosen Chip-Bällen, die nur
in der Imagination hinter der FCQ-Kette landeten, prägten das Bild. Den an sich
unterlegenen Gegner mit einfachen Bällen ins Laufen bringen und damit zu zermürben
war offenbar keine Option mehr…
Die gerechte Strafe folgte schließlich kurz nach der Pause, als wieder Defensivmann
Yilmaz am Werk war. Flach rutschte sein Freistoß von rechts an Freund und Feind
vorbei und letztlich zum Gleichstand in die lange Ecke (42.).
Die Gäste kurzzeitig völlig neben den Schuhen, retteten eine weitere
Standardsituation nur mit viel Glück (54.), ehe es auf der anderen Seite
Hoffnung auf Besserung gab. Nach perfektem Ahrens-Steilpass machte sich
Torsteher Hannes Lohstöter aber breit genug, um das 2:3 gegen Arthur Schreiber
zu verhindern (62.).
Ebenso war der Goalie, der im Hinspiel noch als Rechtsverteidiger firmierte,
gegen Ahrens´ Flachschuss zur Stelle (77.).
Ansonsten stemmten sich die leidenschaftlichen Eulenstädter auf ihrer Anlage,
wo während der WM 1974 die Auswahl der DDR residierte, erfolgreich gegen die
(kopflose) Schlussoffensive der Schanzer. Selbst mit einem Mann weniger (Der
bereits verwarnte Hitzkopf Marko Riesner flog für eine überflüssige Spielverzögerung
per Zeitstrafe von der Koppel, 80.+2) ließ die Spielgemeinschaft aus dem FC und
TuS Holstein Quickborn nur noch einen letzten Schreiber-Versuch, der den Quader
haarscharf verfehlte, zu (80.+5).
Die ohnehin schon guten Aussichten auf den Klassenverbleib haben sich in Quickborn
dadurch weiter verbessert, während die Vision vom Verlassen der U17-Landes- gen
Oberliga für Schanzes Kuhlmann tatsächlich „noch nicht vom Tisch ist“. „Auch,
wenn ein Sieg wichtig gewesen wäre, müssen wir dann jetzt umso mehr Ehrgeiz in
den nächsten Spielen zeigen.“. Nun wartet aber ausgerechnet der Glashütter SV,
gegen den seit Jahren nahezu nichts zu holen war. „Ich bin von fester
Überzeugung, dass wir diesmal siegen werden! Es ist ein Heimspiel, wo wir in
der Regel eine bessere Leistung erbringen. Dazu schätze ich Glashütte nicht besser
ein, als wir es sind“, sprüht der Winter-Frankreich-Rückkehrer trotz des
schwierigen Jahresstarts 2025 (ein Punkt, 2:8 Tore aus zwei Partien) vor
Tatendrang, die neun Zähler Rückstand auf Promotionsplatz drei noch
einzukassieren.
Tore: 0:1 Ahmadi (10.
Spöhrer), 0:2 Bonsu (28.), 1:2 Yilmaz (29.), 2:2 Yilmaz (42.)
gelbe Karten: Bauersachs, Riesner –
Schreiber, Taddigs
Schiedsrichter: Daniel Heins (SV
Rugenbergen, Note 5,5: lieblose Vorstellung mit teils wilden, undurchsichtigen
Entscheidungen aus dem Mittelkreis, gab das Spiel fast nie per Pfiff wieder
frei)
Zuschauer: 25