Die Schittigs machen´s nochmal
spannend
Späte
Anschlusstore: Pokalnachmittag nimmt späte Fahrt auf
Das wäre fast noch ins Auge gegangen! Trotz Favoritenrolle und vor allem einer scheinbar
sicheren 3:0-Führung hing der Zweitrundeneinzug im Kreispokal Westküste für die
Elf des FC Reher/Puls am Ende nochmal am seidenen Faden.
Zu Gast beim gerade in die Kreisklasse B abgestiegenen TV Gut-Heil in Wrist,
kam der Kreisligaabsteiger schon etwas überraschend zur Führung, die Ipke
Mertens einfach mal per Einzelaktion durchs Zentrum erzwang (36.)
Bis dahin gehörten die attraktiveren Szenen nämlich klar den Hausherren, deren
Idee des Umschaltens durchaus gefiel. Und auch direkt nach dem 0:1 verzeichnete
man mit Abdullah Kabalans schön über links herausgespielten Pfostentreffer
einen echten Kracher (37.), doch die Tore schoss der freilich effiziente Kontrahent.
So schaffte es der tief geschickte Tom Christ, Gut-Heil-Goalie Marc-Philipp
Hamann in zwei Anläufen zu überwinden (42.), ehe Jonas Wittmaack das Leder aus
spitzem Winkel kompromisslos zum 0:3-Pausenstand einschweißte, nachdem ihn
Pierre Stawinski in Klärungsabsicht abgeschossen und ihm auf diese Weise unfreiwillig
assistiert hatte (45.).
Die tapferen Wrister damit quasi schon zur Pause ausgeschieden, zumal sich
lange im zweiten Abschnitt nichts Wendeverdächtiges tat. Das höchste
Gefahrenpotential versprühte in Minute 56 eine Brüderkombination der Schittigs,
die Malte auf Zuspiel Fabians knapp vor der Kiste verzog.
Auf der anderen Seite ließen nun auch die Rot-weißen offensive Federn,
vermochten sie es nicht, einige Situationen im vorderen Drittel zielstrebig
abzuschließen. Sinnbildlich dafür stand ein zu umplatziertes Scheitern von
Christ an Hamann (64.), dessen Vorderleute es ihm mit dem 1:3 danken sollten. M.
Schittig hatte den ruhenden Ball hereingebracht, an den F. Schittig schneller
herankam als der FC-Schlussmann, sodass die eroberte Kugel satt hineingewemmst
werden konnte (73.).
Ein lauer Kick plötzlich wieder auf Betriebstemperatur, weil der Klassentiefere
seinen Glauben an sich und die Überraschung (wieder-)gefunden hatte. Doof nur für
die Elf von Trainer Peter Drohn, dass die Sanduhr gnadenlos herunterrieselte
und zwei exzellente Freistoßpositionen in Sechzehnernähe keinen Anschlusstreffer
produzierten (89. & 90.+1). Im Nachgang eines von Martin Geisler parierten M.
Schittig-Freistoßes war es dann aber doch noch passiert, rutschte der
nachfolgende Ball von der Fahne irgendwie durch ins Netz. Offizieller Torschütze:
M. Schittig!
Zähe, schier endlose 300 Sekunden Nachspielzeit mussten die Gäste daraufhin
noch mit ehrlicher Zweikampfarbeit und Entlastungsbällen füllen, um noch ein
letztes Mal in Bedrängnis zu kommen. Aus dieser versuchte es M. Schittig in
halblinker Strafraumposition, doch außer einem Abstoß hatte die Szene keine weiteren
Folgen. Das Zweitrundenduell mit Verbandsligist Fortuna Glückstadt bestreitet nächste
Woche der FC Reher/Puls!
Tore: 0:1 Mertens (36.), 0:2 Christ (42.), 0:3 Wittmaack
(45.), 1:3 F. Schittig (73. M. Schittig), 2:3 M. Schittig (90.+2, F. Schittig)
Schiedsrichter: Tobias Kossiski (TSV Brokstedt)
Zuschauer: 50
Sonntag, 12. Juli 2026
Spielbericht TV Gut-Heil Wrist - FC Reher-Puls
Samstag, 11. Juli 2026
Spielbericht TSV Brokstedt - SV Kickers Hennstedt
Khomri hält durch und entscheidet
Doppelpack
dank Nicht-Auswechslung: TSV Brokstedt überrascht!
Kleine Überraschungen beleben den Fußball. Eine Binsenweisheit, die sich der
frisch in die Kreisklasse B aufgestiegene TSV Brokstedt just zum Kredo machte und
im Kreispokal Westküste zwei Ligen Unterschied wettmachte. Hochverdient kegelte
man nämlich den Kreisligisten Kickers Hennstedt mit 3:1 aus dem Bewerb.
Zugegeben, erfüllte der Kick mit seiner alt-britischen Anmutung sicher keine Kriterien
epischer Rasenpoesie, doch mit Mut, Einsatz und Leidenschaft trugen zumindest die
Gastgeber zu einem kurzweiligen Match auf dem Jahnplatz bei. Und das, obwohl
man früh ohne den angeschlagenen Captain Scheel auskommen musste (6.).
Hinten diszipliniert und resolut – vorne allerdings nicht sonderlich effizient,
haderte der TSV mit seiner Chancenverwertung, zu der beispielsweise der schön
per Hendrischke-Steckpass eingesetzte Bjarne Folster im Scheitern an Kickers-Goalie
Kjell Ivers (24.) und Ersatzspielführer Joshua Seider in aussichtsreicher Rücklage
(27.) negativ beitrugen.
Die Blauen blieben aber auf dem Gaspedal, was sich im Falle von Niclas
Brockmanns Lauf in den Sechzehner als genau der richtige Move herausstellte,
blieb Gegenspieler Bjoern Gerken nur die mangelhaft getimte Grätsche –
Strafstoß und damit Seiders überfälliges 1:0 ins linke untere Eck (38.).
Bemerkenswert: Die ihrerseits gerade gen Kreisliga promovierten Dithmarscher
brauchten tatsächlich geschlagene 45 Minuten bis zum ersten Torversuch, den
Kevin Ladendorf mit Courage aber ohne große Platzierung aus 35 Metern absetzte.
Ganz anders dagegen der freche Außenseiter, der nach langem Seider-Schlag in
Person von Folster an Ivers scheiterte, ehe immerhin das Nachsetzen auf Kosten
einer wiederum nicht ungefährlichen Ecke gelöscht wurde (45.+3).
Und weil Chancenwucher nur selten unbestraft bleibt, führte die erste Strafraumszene
des zweiten Abschnitt sofort zum 1:1, das noch nicht einmal aus einem
gegnerischen Abschluss entstanden war. Vielmehr war es ein Lapsus des B-Klassisten,
den Schlussmann Fynn Huf mit dem Anschießen des Hennstedters Adrian Soth
folgenschwer verschlimmbesserte. Ein Ausgleichstor der unfreiwilligen Komik
(48.)!
Darüber hinaus richtete der skurrile Gleichstand allerdings nichts weiter aus.
Unverdrossen gewannen die Hausherren weiterhin die Mehrzahl der wichtigen
Zweikämpfe, während ihr direktes Spiel nach vorne top-Chancen wie eine doppelte
für Marco Schröder (Ivers im hohen, langen Eck) und Ayman Khomri (Pfosten)
kreierte (54.).
Ein Doppler der freudigen Gestalt machte das Hadern mit den zerplatzten
Möglichkeiten jedoch schon bald obsolet, als ein durchgerutschter Tiefenball, von Schröder
weitergeleitet, beim zentral abziehenden Khomri landete (62.) und der 91er auch
aus dem Sechzehnerchaos heraus die Inspiration zum passenden Rechtsschuss in
die Maschen fand (64.). Die Maßnahme, Khomri trotz langsam streikender
Muskulatur auf der Koppel zu lassen, durfte sich Coach Kolja von Seelen
freilich auf die Autogrammkarte schreiben. Daraufhin direkt per Substitution erlöst,
brauchte Khomri in der Folge nur selten Angst um den herausgeschossenen
Vorsprung haben, taten sich die Männer in schwarz auch in der Schlussphase
schwierig, spielerische Lösungen zu finden. Nicolas Knopik probierte es daher
einmal gegen Huf aus der zweiten Reihe (81.), woraufhin auch Nicholas Peters´
abgefälschter Freistoß (Huf zur Ecke, 86.) von außerhalb der Parzelle auf die
erfolglose Reise ging. Zahlreiche Eckstöße vermochten der Partie ebenso keinen
Dreh mehr verleihen. Das Zweitrundenduell mit neu-Landesligist TSV
Heiligenstedten (schon wieder so ein Aufsteiger) gehört damit dem TSV
Brokstedt!
Tore: 1:0 Seider (38., Strafstoßtor, Gerken an Brockmann), 1:1
A. Soth (48.), 2:1 Khomri (62. Schröder), 3:1 Khomri (64.)
Schiedsrichter: Marco Hogrefe (VfR Horst)
Zuschauer: 35
Dienstag, 9. September 2025
Spielbericht TuS Krempe - Heider SV
Urlaub von den Oberliga-Sorgen
Kreispokal
Westküste: Heider SV knackt TuS Krempes Bollwerk
Seriös und effizient das Viertelfinale beim Verbandsligisten in Glückstadt
gewonnen (3:0), legte der Heider SV auch den Auftritt im Kreispokal-Halbfinale
Westküste ohne Komplikationen aufs saftige Grün. Im Spiel des Jahres für
Kreisligavertreter TuS Krempe vor stattlichen 400 Zuschauern ließen die Dithmarscher
ihre Oberliga-Sorgen (zuletzt drei Pleiten in Reihe) dank einer souveränen
Vorstellung zumindest für einen Dienstagabend hinter sich.
Anfangs noch etwas unpräzise bei der Verwertung der eigenen Gelegenheiten
(jeweils durch hohe Bälle eingeleitet), war der drei Klassen tiefere Herausforderer
schließlich mittels flacher Machart über außen geknackt (19.). Ex-Profi
Christopher Buchtmann schickte Mathis Harms die rechte Linie entlang, ehe
dieser den Blick für Azat Selcuk im Rückraum behielt. So seziert man einen
unterklassigen Gegner!
Zweimal versuchte es Buchtmann daraufhin selbst (27. & 33.), doch Statistikrelevantes
war dem 33-Jährigen im Bereich des Tor-Auflegens vorbehalten. So zog Harms auf
Zuspiel Buchtmanns unbedrängt nach innen, um den ausgeguckten Torwart flach mit
rechts zum 0:2-Pausenstand zu überwinden (38.).
Ganz so einfach sollte es in der Folge allerdings nicht mehr werden,
verteidigten die Kremper ihr Tor am heimischen Burggraben leidenschaftlich mit Körper
und Köpfchen, sodass es bis tief in die zweite Hälfte dauerte, ehe der Favorit
wieder zu Abschlüssen kam. Fabian Arndts strammes Geschoss noch schön im
Übergreifen pariert (71.), musste TuS-Goalie Justus Haack eine gute
Viertelstunde vor dem Ende doch ein drittes Mal hinter sich greifen, als seine
Vorderleute einmal nicht ganz hinterherkamen und der HSV mit Björn Lambach und
dem diesmal erfolgreichen Arndt wieder die erprobte Rückraumvariante auspackte
(74.).
Durch zu riskantes Klein-Klein-Spiel am eigenen Sechzehner selbst verschuldet,
schenkte der gemeinsam mit Arndt eingewechselte Hendrik Fleige den tapferen
Blauen noch den vorzeitigen 0:4-Schlusspunkt ein (79.).
Der Heider SV somit erwartungsgemäß im Endspiel, dessen zweiter Teilnehmer sich
am Mittwoch zwischen der SG Geest (Verbandsliga) und dem TSV Lägerdorf
(Landesliga) entscheidet, während sich der Favoritenschreck der vorigen Runden
auch heute wieder ordentlich aus der Affäre zog. 35 gegentorlose Minuten können
sich gegen den Vorjahresvizemeister von Schleswig-Holsteins Eliteliga
jedenfalls sehen lassen!
Tore: 0:1 Selcuk (19. Harms), 0:2 Harms (39. Buchtmann), 0:3
Arndt (74. Lambach), 0:4 Fleige (79. Wolf)
gelbe Karten: keine – Neelsen
Schiedsrichter: Patrik Paulsen (Süderholmer SV)
Zuschauer: 400
Aus der Umklammerung ins Finale: Björn Lambach und sein Heider SV.
Mittwoch, 13. August 2025
Spielbericht ETSV Fortuna Glückstadt - Heider SV
Heider SV beweist Geduld
Fortuna
Glückstadt mauert leidenschaftlich – Favorit machts abgeklärt
In der Liga spitze – im Pokal souverän. Der Heider SV ist in der Spur. Vier
Tage nach dem 1:0-Oberliga-Heimsieg gegen Inter Türkspor Kiel – dem vierten im
ebenso vielten Match – konnten auch der Kreispokal Westküste und seine ominösen
Gesetze die Erfolgswelle nicht brechen.
Zu Gast bei Fortuna Glückstadt aus der zwei Klassen tieferen Verbandsliga, war
der Weg zur dritten Titelverteidigung in Folge mit Geduld gepflastert. Mit
taktischer Disziplin und starker Physis im Zweikampf bildete der Außenseiter
nämlich ein amtliches Bollwerk, das erstmalig eine verlängerte Harms-Flanke
einmal aushebelte (19.). Torschütze Thede Reimers stand jedoch bei Hendrik
Fleiges Kopfballverlängerung im Abseits – richtig erkannt vom Gespann um Aaron
Böttcher (VfR Horst)!
Wiederum auf Hereingabe des eifrigen Mathis Harms endlich die erste offizielle
Großchance des HSV, dessen Kopfballtor durch Mika Kieselbach aus zehn Metern
Fortuna-Goalie Christopher Wilken sehenswert im Übergreifen verhinderte (21.).
Dann muss es eben im dritten Anlauf gehen, mag sich Harms gedacht haben, als
der 21-Jährige diesmal aber das Dribbling nach innen wählte und damit alle
Aufmerksamkeit auf sich zog. Jonah Gieseler dadurch alleine vor dem leeren Tor,
das nach passendem Querspiel nun wirklich einfach zu treffen war (25.).
Eine Szene mit Seltenheitswert, verteidigte der Gegner dennoch weiter mit Mann
und Maus, während der Oberligist seine technische Überlegenheit zu selten ins
Eins-gegen-Eins bekam.
Erst kurz vor der Halbzeit, als die Hausherren einmal zu mutig gestaffelt
waren, bot sich endlich der freie Raum zum Konter, den Gieseler just zur Flanke
auf den langen Pfosten nutzte. Und weil Torjäger Kieselbach dort entschlossener
als seine Gegenspieler zu Werke ging, war der komplizierte Mittwochabend dank
der 2:0-Halbzeitführung trotzdem eine erfolgreiche HSV-Angelegenheit (43.).
Nicht anders verhielten sich die Dinge nach dem Seitentausch. Mit dem raschen
0:3 durch Kieselbach am starken Wilken gescheitert (50.), ebbte der
Anfangsdruck der Herren in schwarz wieder etwas ab, bis Reimers auf Kopf-Ablage
Kieselbachs zu viel Platz aus 22 Metern bekam – das 0:3 (69.)!
Viel mehr ließen die bemerkenswert konditionsstarken Glückstädter nicht mehr
zu, während das Team um den eingewechselten Ex-Bundesligaprofi Christopher
Buchtmann die Angelegenheit abgeklärt nach Hause fuhr.
Sechs Minuten vor Ultimo durfte sich der aufopferungsvoll kämpfende Widersacher
erstmalig konkret um seinen Ehrentreffer bemühen, als Colin Puls den tiefen
Service für Erik Witt spielte, der Joker beim Torschuss allerdings noch
entscheidend von Björn Lambach abgedrängt werden konnte (84.).
Mit dem Ergebnis konnten letztlich aber beide Seiten leben. Der Heider SV, weil
sich beim Halbfinaleinzug auch niemand verletzte und Fortuna Glückstadt
aufgrund eines tapferen Auftritts – mit jedoch zwei Wermutstropfen. Zum einen
hatte sich Kapitän Tim Eymers früh im Spiel verletzt (8.), zum anderen verlor
man Tim Luca Peters noch Akteur mit glatt Rot (90.+2). Da meinte es jemand mit
dem Einsatz etwas zu gut…
Für die mittelmäßig in ihre Verbandsliga West gestarteten Fortunen geht es in
Hademarschen nun zurück in den Liga-Alltag; der kopfballstarke Oberliga-Primus
aus Heide empfängt Holstein Kiel II zum Gipfeltreffen.
Tore: 0:1 Gieseler (25. Harms), 0:2 Kieselbach (43. Gieseler),
0:3 Reimers (69. Kieselbach)
gelbe Karten: Puls, Lipinski – Wolf
rote Karte: Peters (Fortuna Glückstadt, 90.+2, grobes Foulspiel)
Schiedsrichter: Aaron Böttcher (VfR Horst)
Zuschauer: 180
Samstag, 26. Juli 2025
Spielbericht TuS Krempe - TSV Heiligenstedten
Dem
Favoriten gehen die Körner aus
Goalie
Becker wird zum Helden: TuS Krempe haut Verbandsligisten raus!
Vielerorts im Bundesgebiet rastet der Spielbetrieb noch seine Sommer-Siesta; in
Schleswig-Holsteins Kreispokal geht jedoch schon jetzt die Post ab! So auch im
Kreispokal Westküste, der im Achtelfinale wieder etwas für das Phrasenschwein („
… Pokal … Gesetze …“) tat.
Kreisligist TuS Krempe bemühte sich zur klassischen Bundesligaanstoßzeit mit
einer tief gestaffelten Fünferkette, keinen offensiven Raum für den Ballbesitz
des Favoriten aus der eine Etage höheren Verbandsliga zu lassen, der TSV
Heiligenstedten dagegen versuchte seine mehr vorhandenen Spielanteile
vornehmlich über rechts ins vordere Drittel zu bringen. – ohne großen Effekt,
bis ein Zweikampf Richtung Grundlinie zum Entsetzen der disziplinierten
Hausherren in Marlon Boltens Strafstoßtor zum 0:1 mündete (22.). Ansonsten
hatte der junge Schiedsrichter viel Körperlichkeit zugelassen, die auch
TuS-Angreifer Niklas Bangert im Anschluss an seinen Versuch nach cleverem
Piening-Steckpass zu spüren bekam (28.). Kein Strafstoß aber für den zunehmend mutigeren
Außenseiter: vertretbar.
Absolut nicht vertretbar dagegen der Auftritt des Gegners, in Hälfte zwei. Nach
vorne ohne Dampf und defensiv erschreckend passiv, lud man den Kreisligisten
zum couragierten Drücken auf den inzwischen verdienten Ausgleich ein. In
dankbarer Torwarthöhe konnte neu-Schlussmann Marian Rister (wechselte von der
SV Lieth aus Hamburgs Bezirksliga an den Juliankadamm) diesen erstmal
aufschieben (56.), ehe es wenig später geschehen war. Mit Einsatz und
Kreativität initiierten die quirligen Thoma-Zwillinge, Fabian und Tobias, den
schnellen Konter, den Kapitän Moritz Piening letztlich auf Zuspiel Bangert aus
gut 20 Metern ins Ziel führte (60.). Keine Chance für Rister, die rechtsoben
eingeschweißte Kugel noch zu kriegen!
Eine Reaktion des Verbandsligisten? Fehlanzeige! Das harte Training zuletzt und
das Testspiel am Vorabend (!) gegen den SV Hemmingstedt (1:0) waren doch tief
in die Muskeln gekrochen. Stattdessen taumelte man nicht nur bei Malte Oetkes
Alu-Treffer, den sich Rister final auf der Linie angelte (65.), gen Rückstand. Der
eingewechselte Levin Manns nach Vorteil aus der zweiten Reihe (73.), T. Thoma,
gerade noch von Ben Matthiesen abgegrätscht (74.) und erneut Manns mit der
abgefälschten Innenseite (83.), hätten das Ergebnispendel längst für die Blauen
ausschlagen lassen können.
Entsprechend gut machte Göttin Justitia ihren Job, als einer der wenigen Gegenangriffe
des TSV nicht das 1:2 in der Schlussminute herbeiführte. Taher Alous Ablage in
den Rückraum schob Bolten von der Strafraumgrenze aus hauchdünn rechts vorbei.
Das Elfmeterschießen ums Viertelfinale war besiegelt!
Und auch dieses sollte für die Pohlmann-Elf prompt unter einem schlechten Stern
stehen, scheiterte Fabian Koopmann schwach am richtig spekulierenden Tobias
Becker. Besser machten es die drei folgenden Schützen, ehe Alou das Tor
verfehlte. – Doppelter Vorteil TuS Krempe, den Rister gegen T. Thoma wieder relativierte.
Nachdem Maximilian Ris ausglich und auch Manus nun endlich (zum 3:2) netzte,
musste der im Spiel noch rechtsunten sichere Bolten treffen. Becker aber legte
sich früh auf die erneut anvisierte Ecke fest und parierte. – TuS Krempe im
Viertelfinale! Gegner dort: der TSV Büsum, der sich am Folgetag mit 2:1 im
Duell der West-Verbandsligisten beim TSV Friedrichskoog durchgesetzt hatte. Die
Ligazugehörigkeit dürfte sicherlich als gutes Omen für abermalig
feucht-fröhliche Weiterkommensfeierlichkeiten am Buggraben taugen…
Tore: 0:1 Bolten (22.,
Foulstrafstoß), 1:1 Piening (60. Bangert), Elfmeterschießen:
Becker hält gegen Koopmann, 1:0 M. Oetke, 1:1 Müller, 2:1 Nielsen, Alou neben
das Tor, Rister hält gegen T. Thoma, 2:2 Ris, 3:2 Manns, Becker hält gegen
Bolten
gelbe Karten: keine – Matthiesen
Schiedsrichter: Jan-Hinrich Veit
(Note 4: ließ auf beiden Seiten ein übertriebenes Maß an Fuß- und
Oberkörpervergehen zu, Bolten (taktisches Foul, 78.) und Godoy Cubas (bewusste
Spielverzögerung, 87.) wären zwingend zu verwarnen gewesen.)
Zuschauer: 80
Sonntag, 20. Juli 2025
Spielbericht TV Gut-Heil Wrist - Hohenasper SC
Entscheidung per Standard
Favorit
weiter: HSC kontert Wrister Aufbäumen mit ruhendem Ball
Kreisliga schaltet Kreisklasse A aus – der Hohenasper SC eine Runde weiter! Was
sich in der zweiten Runde der Kreispokal-Westküste-Südausgabe beim Außenseiter in
Wrist abspielte, vermochte jenen, die es mit den Grünen hielten, jedoch erstmal
überhaupt nicht zu gefallen. Der TV Gut-Heil mischte das Geschehen nämlich
ordentlich auf und profitierte dabei vor allem von der offensiv ausgelegten
Verteidigungsart des Favoriten. So hebelte ein Steckpass von Luk Armbrust die
Gäste satt aus, ehe nur noch Schlussmann Julian Schillke souverän im Duell mit
Lasse Jakobeit zur Rückstandsabwendung beitrug (10.).
Kurz danach war gegen den heranstiefelnden Quentin Kramer kein Eingreifen
nötig: der Rechtsschuss im Fallen hatte leicht zu viel Linksdrall (11.). Zur Wahrheit
gehört hier allerdings auch, dass nur Sekunden zuvor der HSC seine Führung am
Querbalken zerschellen sah.
So komplett aus der Luft gegriffen war die erste Änderung am Spielstand also
nicht, als Philip Ukpabia über rechts vorarbeitete und die Kugel mit eben so viel
Glück zu Meiko Witt bekam, wie der Angreifer beim abgefälschten 0:1 hatte
(16.).
Ein Treffer, der dem Fast-Absteiger aus der Kreisliga West spürbar Sicherheit
verlieh. Das Problem nur: Chancen entstanden trotz der besseren Spielanteile nur
selten. Und als doch, bolzte Jendrik Nickels freistehend drüber – da war mehr
drin (34.)!
Ein Gedanke, der nur vier Minuten später die Seite wechselte, vergeigte nun mit
Q. Kramer ein Wrister aus kürzester Distanz (38.). Will denn hier keiner Tore
schießen?!
Doch, machte Nickels drüben im nächsten Anlauf kurzen Prozess per Drehschuss.
Satt linksunten getroffen, las sich das Ergebnis zur Pause doch schon etwas
erhabener.
Noch mehr nach einer knappen Stunde, weil der eingewechselte Vladimir Mostovoj eine
Ecke perfekt in den nicht weniger idealen Laufweg des mit rechtes einlochenden
Pascal Tombrock auf den zweiten Pfosten schlug. Besser geht es nicht (59.)!
Mostovoj und Co nun klar am Drücker und mit genügend Chancen, weit
davonzuziehen. Das aber nur einzige weitere Tor dieser Phase gelang erneut
Tombrock, dessen Abschluss von halblinks gen Dreiangel gesaust war (63.).
Ein Umstand, der wiederum die textmarkerorangenen Platzherren ein wenig zurück
ins Spiel kommen ließ. Denn kaum kombinierten sich Fabian und Malte Schittig
einmal durch die HSC-Defensive, verkürzte Abdullah Kabalan im Gleichschritt mit
Gegenspieler Kevin Voss auf 1:4 (81.), woraufhin der auffällige Marcel Cocu Doppelpass
mit dem willensstarken Jakobeit (blieb trotz Zerren am Leiberl auf den Beinen) das
2:4 nachlegte (85.).
Bevor die Lage hier doch noch vollends kippte, schafften die Gäste über einen Standard
endgültige Weiterkommensfakten. Kim-Ole Kunzmanns Freistoß drückte Mostovoj im
Duell mit Dominik Paulsen zum 2:5-Endstand über die Linie (88.). Nach dem 3:0
beim Kreisklasse C-Vertreter FC Averlak war es also wieder ein Erfolg mit drei
Treffern Differenz, der den Hohenasper SC in der Verlosung um den Pokalsieg hält.
Im nächsten Schritt geht es nun im gesamten Fußballkreisgebiet darum, aus den verbliebenen
16 Teams den Titelträger zu finden.
Tore: 0:1 Witt (16. Ukpabia),
0:2 Nickels (39. Ukpabia), 0:3 Tombrock (59. Mostovoj), 0:4 Tombrock (63.), 1:4
Kabalan (81. M. Schittig), 2:4 Cocu (85. Jakobeit), 2:5 Mostovoj (88. Kunzmann)
gelbe Karten: keine – Granow, Schwanke
Schiedsrichter: Marvin Lucas Debbert (VfR Horst)
Zuschauer: 50
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