2:0-Fluch
setzt sich fort
Zum
dritten Mal in Serie: FCA-Reserve verspielt den Dreier
Zieht ein Team im Fußball mit 2:0 davon, taugt dies meist als Indiz für einen
siegreichen Tag. Nicht so aber, wenn sich die zweite Mannschaft des FC
Alsterbrüder anschickt, einen doppelten Torerfolg als Dreier über die Ziellinie
zu bringen. Denn bereits zum dritten Mal in Serie verspielte das junge Team,
das im Wesentlichen aus Eigengewächsen besteht, einen solchen Vorsprung, um am
Ende exakt 2:2 zu spielen.
Dabei hätte ein Erfolg am Sonntagvormittag nicht nur Rang sieben in der
Kreisliga 6 gefestigt, sondern auch die Machtverhältnisse in der Nachbarschaft
gegenüber dem Eimsbütteler TV (Hinspiel 1:1) klargemacht.
Derby-Lorbeeren verdiente sich in der gähnend langweiligen Anfangsphase aber
zunächst niemand. Der FCA mit brotlosem Ballbesitz – der ETV mit einzigen
echten Torchance der ersten 42(!) Minuten. Dara Tehrani knallte das Ei mitten
ins erlebnistechnische Brachland hinein, ins Aluminium (14.).
Ein Kick zum Abgewöhnen, doch kurz bevor das Spiel den Preis für die mieseste
Performance, knapp vor dem nasskalten Regenwetter, gewann, startete Tom
Liefländer endlich einmal über links den Turbo, umspielte Schlussmann Manuel
Burmester und schon war Simeon Mastoridis ideal zum 1:0 aus kürzester Distanz
freigespielt (42.).
Nach mehr Grund zum Pausenjubel schenkte sich der FCA wenig später. Behutsam
von hinten aufgebaut, überbrückte man zügig das Mittelfeld, von wo aus Theodor
Kunkel eröffnend zu Liefländer rausspielte. Wieder war der pfeilschnelle
Schlacks nicht zu halten, nur machte er es diesmal aus spitzem Winkel selbst –
2:0 (45.)!
„Erspart geblieben“ wäre den Gastgebern dieses bittersüße Omen fast
zwischendurch. Silas Knaak wähnte sich als Verwertender seines eigenen
Abstaubers bereits im Torschützen-Himmel – bis die Abseitsfahne von
Schiedsrichterassistent Nico Kasten (Germania Schnelsen) hochschnellte (44.).
Nach rund einer Stunde war es dann der Mann in der Mitte, der den Roten zwar
berechtigterweise einen Strafstoß zusprach, doch eigentlich wäre Torwart Joshua
Leitmont für sein nicht ballorientiertes Halten als letzte Instanz nach eigenem
Ballverlust auch ein Fall für die „Arschkarte“ gewesen…
Zur Besänftigung der Jungs von der Bundesstraße war immerhin der fällige
Strafstoß drin – Jakob Schneider verlud den weiter mitwirkenden Goalie zum
Anschlusstreffer (63.).
Bloß nicht wieder ein 2:0 verdaddeln,
dürften die Platzherren daraufhin gedacht haben – und tatsächlich fing man sich
nur sieben Minuten später ein Gurkentor zum 2:2. Tehrani schlug die Ecke, die Linksverteidiger
Mika Gesewsky letztlich über die eigene Linie bugsierte (70.).
Das Momentum jetzt klar beim ETV, der nach gewaltigem Einwurf von rechts durch
Yosef El Safty zur Kopfballchance kam (79.), doch auch der FCA meldete sich in
einer etwas intensiveren Schlussphase noch einmal mit Paul Groenewalds
Alu-Kracher aus der zweiten Reihe zu Wort (85.).
Das letzte (erfolglose) Anrennen gestalteten in der Nachspielzeit die „ETV-Raubtiere“,
doch am Ende blieb es bei der ungeliebten Punkteteilung. Keine Bewegung also im
tabellarischen Zentralmassiv der KL 6 (Siebter und Achter).
Tore: 1:0 Mastoridis (42.
Liefländer), 2:0 Liefländer (45. Kunkel), 2:1 Schneider (63., Strafstoßtor),
2:2 Gesewsky (70., Eigentor, Tehrani)
Schiedsrichter: Florian Karbjinsky
(TuS Germania Schnelsen)
Zuschauer: 20
b.b.meyer
Spiele, bei denen ich mehr oder weniger zufällig auftauche ⚽⚽⚽
Sonntag, 30. März 2025
Spielbericht FC Alsterbrüder II - Eimsbütteler TV IV
Samstag, 29. März 2025
Spielbericht Rot-weiß Kiebitzreihe - Bargfelder SV
Schwäne
ziehen vorbei
3:0
gegen den Tabellennachbarn: RWK klettert auf Rang acht der KL Süd
Acht Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone: Rot-weiß Kiebitzreihe kann bereits
nach 19 selbst gespielten Partien wohl für ein weiteres Kreisliga-Jahr planen.
Zu verdanken ist dies vor allem der Heimstärke, der sich mit dem Bargfelder SV
der nunmehr vierte Gegner in Serie beugen musste.
Nach zäher Anfangsphase, in der sogar die Gäste den verheißungsvollsten Moment
generierten, als RWK-Fänger Hannes Schüler die Kugel im Herauslaufen direkt zum
etwas überhastet verziehenden Maurice Witte klärte (24.), leitete Finn Kühne
die rot-weiße Sause wunderbar per Heber von halbrechts sehenswert ein (28.).
Dass der für den angeschlagenen Finn Lohmann zum zweiten Abschnitt gebrachte
Moritz Manthe den Vorsprung zehn Minuten nach der Pause nicht verdoppelte,
durfte sich Gäste-Schlussmann Lukas Riege auf die Fahne schreiben. Rasch
schnellte der Fuß beim freien Rechtsschuss abwehrend voraus (55.).
Entscheidende Szenen spielten sich dann Mitte des zweiten Durchgangs ab, als
sich Levent Meydaner eher zufällig die große Ausgleichschance aus 15 Metern
bot, der Gleichstand aber an wenigen Zentimetern scheiterte (69.) – drüben dagegen
im Konter alles glatt ging. Zielsicher ins ferne Eck vollendete (70.).
Der BSV war geschlagen und schaffte sich in Person von Liam Piworus auch noch
einen gefährlichen Nebenschauplatz. Von einem ordinär auftretenden Zuschauer
mit ordentlich Brennstoff im Helm angepöbelt, erwiderte der im Zweikampf
liegengebliebene Bargfelder nicht unbedingt höflicher. Das Schiri-Team um
Thorsten Möller (VfL Kellinghusen) löschte die Situation in bemerkenswerter
Gelassenheit, während der Zuschauer mittleren Alters einen Platz außerhalb der „SwanCity-Arena“
zugewiesen bekam…
Kühnes Doppelpack zum 3:0 bekam der verwiesene Zaungast damit auch optisch
nicht mehr mit. Schade eigentlich, traf der 20-Jährige die Kugel erneut höchst
sauber zum Abschluss, nachdem ihn Björn Pagenkopf ins erfolgreiche Duell mit
dem herausstürzenden Schlussmann geschickt hatte (79.).
Spiel endgültig entschieden und die Zeit reichte sogar zum kollektiven
Jubelfoto mit dem Trikot des neulich im Training verunfallten Eldie Nzembele.
Dass L. Lohmann das mögliche 4:0 durch ein ärgerliches Luftloch versiebte,
blieb am Ende eines Festtages in der knapp 2200-Einwohner-Gemeinde zu verschmerzen
(80.).
3:0-Sieg der Liga-Mannschaft, zuvor schon das 5:1 der Reserve gegen Borussia
Osterstedt, die feierliche Ehrungszeremonie für RWK-Jugendspieler (Matti
Spring) und Jugendspielerin (Ida Spring) des Jahres 2024, sowie die feierliche Eröffnung
der neu verpachteten Vereinsgastronomie „Kloppi´s“ mit 50 Litern Freibier
verschafften dem Club mit dem hohen Indentifikationsfaktor einen feucht-
fröhlichen Samstag inklusive dritter, vierter und fünfter Halbzeit…
Tore: 1:0 Kühne (28. Sietz),
2:0 L. Lohmann (70.), 3:0 Kühne (79. Pagenkopf)
gelbe Karten: Pagenkopf, Cramer,
Sietz, Ruß – Thies, Witte
Schiedsrichter: Thorsten Möller (VfL
Kellinghusen)
Zuschauer: 80
Samstag, 22. März 2025
Spielbericht SC Sternschanze 1.B - Glashütter SV 1.B
„untypisches
Glashütte-Spiel“
Nach
sechs Jahren: SCS-2008er brechen ihren GSV-Fluch!
Knapp sechs Jahre lang hatten Duelle zwischen dem SC Sternschanze und dem
Glashütter SV im Jahrgang 2008 den Charakter des Dinner for One. „Immer schwierige Spiele“, die der SCS „ärgerlich
verloren oder ärgerlich unentschieden gespielt“ hatte, pflasterten für die
Schanzer den Weg über die letzten sechs Begegnungen, aus denen nur ein
kümmerliches Pünktchen mitzunehmen war.
„Vor dem Spiel hätten wir nicht gedacht, dass wir hier mit einem 4:0-Sieg
rausgehen“, machte Arthur Schreiber auch gar keinen Hehl aus der eigenen
Überraschung über einen „in der Höhe absolut verdienten“ Dreier im
Sechs-Punkte-Spiel um U17-Landesliga-Platz vier.
An Motivation hatte es dabei von Beginn an nicht gemangelt: „Wir haben von
Anfang an gezeigt, dass wir hier gewinnen und das Spiel machen wollen.“.
Die erste gute Gelegenheit ergab sich jedoch für die Gäste, als sich Enno
Gloßner erfolgreich Angreifer Leo Rothaug widersetzte (9.). Auch sein Gegenüber
bewies sein Können – allerdings auf Kosten eines Brummschädels, der auf das
Konto eines zu unplatzierten Ahmadi-Versuchs ging (13.).
Wenig später half auch kein Köpfchen mehr, als Baran Sütcü nach links zu Theo
Spöhrer eröffnete, dieser die Übersicht behielt und so Marvin Bonsus
Führungstreffer ins lange Eck quer auflegte (20.).
Alles paletti, im Schanzen-Land, zumal Bonsu etwas überhastet (25.) und Kleon
Lorenz an den Pfosten (33.) die mögliche Verdopplung auf den Schlappen fiel.
Kein Grund aber für Misstöne im oft stimmungsfragilen Schanzen-Gros: „Ich
finde, uns ist heute besonders gut gelungen, dass wir auf dem Platz positiv
miteinander gesprochen haben und jeder wirklich hundert Prozent gegeben hat. Es
war eine gute Stimmung und es gab kaum negative Kritik. Und wenn es welche gab,
war sie berechtigt und in einer Tonlage, mit der man sich unterhalten kann“, zerschoss
man sich diesmal nicht einen gelungenen Spieleinstieg, dem heute vereinzelte
Halbchancen des Gegners nichts anhaben konnten.
Im Gegenteil, legte Marineblau in Minute 50 vom Strafstoßpunkt aus nach. Bonsu
verlud den Torwart, nachdem Kerim Arslan Spöhrer im Strafraum die Beine
weggezogen hatte.
Aber was war bloß mit den Gästen los? „Glashütte hatte heute nicht so wirklich
den Drang, unbedingt gewinnen zu wollen. Die sind hierher gefahren mit so einem
vielleicht gewinnen wir mal, so ein
Larifari-Ding“, wunderte sich auch Schreiber über ein „untypisches
Glashütte-Spiel“.
Schanze dagegen besann sich auf die eigenen Stärken: „Wir haben viel kurz
aufgebaut, viel im Kleinklein gelöst, auch das Pressing überspielt. Wir haben
uns halt überhaupt nicht unter Druck setzen lassen – und das hat sehr gut
funktioniert!“, frohlockte der Mittelfeldspieler, der am vorentscheidenden 3:0
persönliche Beteiligung erfuhr. Erst erschwindelte („Kontakt dankend
angenommen“) er sich einen rasch zu Spöhrer ausgeführten Offensivfreistoß, ehe
der Adressat im Sechzehner für den besser postierten Lorenz querlegte (80+1). Proteste
des GSV, dass die vom Schiedsrichter gebilligte Schnellausführung des Standards
zu Lasten des Abwehrmauerbaus unzulässig gewesen sei, räumte
Leistungsschiedsrichter Schreiber noch auf dem Platz per Regelvortrag für
Tormann Dawit Christoph aus der Welt. „Ich habe ihm erklärt, dass das überhaupt
nicht seine Aufgabe ist; dann war er ein bisschen wütend auf mich – das habe
ich nicht so ganz verstanden.“…
Klar verständlich dagegen die Sprache des Ergebnisses, die Lorenz´ vollendeter
Doppelschlag auf Zuspiel Shahab Ahmadis noch expliziter Gestaltete (80.+3). Dem
umspielten Christoph und den anderen Schwänen, zu denen auch der einst beim SCS
nie wirklich glücklich gewordene Ariyan Shafaei Shamsabadiyan gehört, blieben
nach der historischen Pleite nur noch frustrierte Misstöne.
Apropos „nur noch“: Vom letzten Erfolg des SC Sternschanze über dieNorderstedter am 30.04.2019 (5:2 nach Verlängerung im Pokal der alten E-Jugend)
ist von allen damals 20 eingesetzten Akteuren im Spiel nur noch der heutige
Vorlagen-Hattrick-Mann Spöhrer im gleichen Trikot unterwegs.
Viel wichtiger für die Wasserturm-Kicker ist jedoch das Hier und Jetzt, das trotz
mangelnder Konstanz mit Rang vier ein ordentliches Zwischenergebnis aufweist.
„Wir werden diese Saison auf jeden Fall letztendlich als Tabellenvierter
abschließen“, versprechen vier Zähler vor dem GSV eine gute Absicherung nach
hinten. In Richtung Aufstiegsplatz drei, wo derzeit ein eher ungeliebter
Staffelkonkurrent steht, gilt bei acht Punkten Rückstand nur noch das Prinzip
Hoffnung: „Vielleicht schaffen wir ja noch, Berne einzuholen. Das wäre
natürlich wunderbar!“.
Tore: 1:0 Bonsu (19.
Spöhrer), 2:0 Bonsu (53., Strafstoßtor, 21 an Spöhrer), 3:0 Lorenz (80.+1,
Spöhrer), 4:0 Lorenz (80.+3 Ahmadi)
gelbe Karten: Spöhrer, Sütcü – Daljipi,
Ammar
Schiedsrichter: Malcolm Ruhnau (SV
Groß Borstel)
Zuschauer: 30
Sonntag, 16. März 2025
Spielbericht HEBC 1.Ü40 - Hamburger SV 1.Ü40
Mit
Großkopfs Ansprache (?)
Wichtiger
Sprung im Abstiegskampf: HEBC-Senioren schlagen den HSV
Die einzige Konstante im Saisonverlauf der HEBC-Senioren ist und bleibt die Inkonstanz.
Der einzige Vorteil daran: Auf Niederlagen wie das 2:3 im Keller-Kick bei
Nikola Tesla folgt meist ein (kleines) Erfolgserlebnis. Diesmal im Duell mit
dem Aufsteiger HSV, gegen den man nicht auf eine große Portion Glück und
spektakuläres Torwarthandwerk verzichtete.
Zunächst war die lila-weiße Welt perfekt, als Torjäger Metin Ünlü das Bällchen
mit viel Gefühl aus zentraler Position rechtsoben hineinzirkelte (13.).
Zuvor hatte bereits der bewegliche Felipe Villalón Waldburg-Zeil, frei vor der
Hütte, die verpasste Führung auf dem Schlappen (10.).
Der HSV regierte mit einer vergeigten Großchance (19.) und einer
Halbzeit-Schlussoffensive, die Darko Simic gleich zweimal zum Abschluss beförderte.
Erst bolzte der einstige TuS Holstein-Akteur eine Borges-Flanke am zweiten Pfosten
in Rücklage drüber (35.), dann zielte er im Fallen genau auf den zupackenden
Sven Klein (35.+2).
Dem Goalie sollten auch nach dem Seitenwechsel einige Bälle um die Ohren
fliegen. Zunächst aber gab es für Klein und Co wieder Grund zum Jubeln, als
Villalón Waldburg-Zeil auf Zuspiel Murat Yildiz von halblinks zum 2:0 in die
lange Ecke vollendete (43.).
Von da an arbeitete der Tabellensechste mit Hochdruck am Anschlusstreffer, den
Klein fliegend gegen einen Jöhnk-Kopfball (45.) und einen platzierten Freistoß
durch René D´linge (58.) verhinderte – oder eher vertagte. Denn von der
Strafraumgrenze aus wuchtete Stefan Schulz das Leder satt in den Knick (70.).
Fünf quälende Minuten Nachspielzeit setzte Schiedsrichter Detlef Kowitz (TSV
Holm) zum Leidwesen der schwimmenden Gastgeber an. Nicht das erste würde die
Reinmüller-Elf Punkte auf den letzten Metern liegen lassen. Zu allem Überfluss
verlängerte sich die Extra-Zeit auch noch um zwei weitere Zeigerumdrehungen, in
denen Sven Borges noch einmal abzog (Klein fing die Kugel, 90.+6) und einen
allerletzten Freistoß ins Strafraumgetümmel brachte. Klein aber griff auch
dieses Ding ab (70.+7) und geschafft war der große Schritt aus den Abstiegsplätzen
der Senioren-Oberliga 01.
„Campeónes, Campeónes…“ schallte es also mal wieder lautstark durch die
HEBC-Kabine und via Trainer und Instagram-Influencer Francisco Ramos
(@francifival) in den Socialmedia-Äther. Einen Anteil daran mag man vielleicht
auch der besonderen Ansprache von Jörn Großkopf vor dem Spiel zuschreiben
können. Eindringlich betonte der (inzwischen Ex-)HEBCer vom alten
Mannschaftsstamm und profierfahrene Trainer die Wichtigkeit eines Sieges für
den unbedingt zu schaffenden Klassenerhalt.
Möglicherweise waren es aber auch einfach nur die eingangs genannten Faktoren
und eine Mischung aus laufstarken Spielern wie Villalón Waldburg-Zeil und
Stabilisatoren wie Michael Glaser, die an diesem Sonntagmorgen den Unterschied
machten…
Tore: 1:0 Ünlü (13.
Rückert), 2:0 Villalón Waldburg-Zeil (43.), 2:1 Schulz (70.)
gelbe Karten: Almeida, Yildiz,
Mundt, Ünlü – keine
Schiedsrichter: Detlef Kowitz (TSV
Holm, Note 2,5: führte gewohnt solide und kommunikativ durch das Match, HEBC
bei Jöhnks Strafraumgrätsche einen Strafstoß zu verweigern, war vertretbar, da
der HSVer vor dem Gegnerkontakt leicht den Ball spielte (33.).)
Zuschauer: 30
Samstag, 15. März 2025
Spielbericht SV Schleswig 06 - SC Weiche Flensburg III
Im
Rausch aus dem Keller
6:0!
Schleswig 06 zerlegt Weiche III und ist erstmal unten raus
Dickes Ausrufezeichen am Schützenredder! Schleswig 06 hat sich mit einem halben
Dutzend gegen Konkurrent Weiche Flensburg III wie im Rausch aus dem Keller der
Verbandsliga Nord geschossen.
Auf dem kunstbegrünten B-Platz des Dr.-Karl-Alslev-Platzes hatte man bereits in
der noch etwas abwartenden Anfangsphase die konkreteren Szenen auf der
Habenseite. So produzierten Simon Wachromejews 30-Meter-Versuch gegen den in die
Sonne schauenden Goalie (10.) und Niklas Knutzen per Kopf aus der Nahdistanz
(14.) die ersten prickelnden Momente des Kellergipfels, der nach einer halben
Stunde erstmalig jubelnde Gastgeber hervorbrachte. Mit Ansage schickte
Wachromejew Außenverteidiger Tobias Clasen in die Tiefe, damit dieser den
einlaufenden Mattis Pieper in der Mitte mustergültig zum ebenso passenden
Abschluss bedienen konnte – ein toll herausgespieltes Führungstor (30.)!
Weiche bemühte sich zwar um eine Reaktion, fand aber zu selten die zündende
Idee, wie eine Kopfballverlängerung von Rico Kusmaul auf den mitstürmenden Nick
Graßhoff, dessen Torschuss aus dem Lauf backbord vorbei zischte (33.).
Die größere Torgefahr strahlten auch in der Folge die Gastgeber aus, nur
mussten sie sich den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig aus ihren Möglichkeiten
gemacht zu haben. Eine Problematik, die heuer aber nicht ins Gewicht fallen
sollte, half der Gegner nach dem Seitenwechsel ungeschickt mit. Von hinten
rannte Lennart Treede den raffiniert von Knutzen eingesetzten Clasen über den
Haufen – Strafstoß für Schwarz-weiß, den Wachromejew trotz des in die richtige
(linke) Ecke abtauchenden Jwan Abbas zum 2:0 versenkte (57.).
Spätestens als Knutzen ein wildes PingPong-Spiel im Fallen zum umjubelten 3:0
beendete (60.), war der Festtag in der Winkerstadt in vollem Gange.
Weiche-Coach Benjamin Rosenberg bemühte derweil noch einmal den Wechselimpuls
von außen; rüstete auf zwei Spitzen auf (67.), doch direkt im Anschluss folgte
die Rolle zurück, denn 06 schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Diesmal
landete der Ball auf einem abfälschenden Umweg bei Paul Kruck, dessen Laufweg
sich halblinks in der Parzelle lohnen sollte: Direktschuss in die lange Ecke (70.)!
Der Tabellenvorletzte nun wieder mit defensiverer Ausrichtung, nur brachte dies
keineswegs mehr Ordnung ins Spiel der gebrochenen Jungs in der Heart of
Midlothian-Optik. Ein einfacher Ballverlust im Zentrum beschwor das 5:0 durch
den fleißigen Davin Thomsen herauf (79.), ehe die Schleswiger beim 6:0 sogar
ohne Zweikampfkraft auskamen. Ein Fehlpass kündigte an, was Jesper Lausens
Übersicht und erneut Krucks Torriecher vor der Kiste besiegelten (83.).
Schleswig 06 nun also vier Zähler vor dem Abstiegsrundenplatz 13, während das neuliche
3:2 im vorigen Sechs-Punkte-Spiel gegen Blau-weiß Löwenstedt in Flensburg wohl
doch nicht die erhoffte Weichenstellung gen Aufholjagt bedeutete. Fünf Zähler
Rückstand auf die Abstiegsrunde und nun kommt auch noch der Tabellenführer aus
Heide.
Tore: 1:0 Pieper (30.
Clasen), 2:0 Wachromejew (57., Strafstoßtor, Treede an Clasen), 3:0 Knutzen
(60. Thomsen), 4:0 Kruck (70. Lausen), 5:0 Thomsen (79. J. Petersen), 6:0 Kruck
(83. Lausen)
gelbe Karten: keine – A. Kusmaul
Schiedsrichter: Ketrik Freund (TSV
Klausdorf)
Zuschauer: 57
Sonntag, 9. März 2025
Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - SC Pinneberg
Erfolgreich
an der Uhr gedreht
Nicht
schön – aber siegreich: Gencler bliebt punktet im Aufstiegsrennen
Heiße Grandschlacht an der KGSE! Nicht nur das herrliche Frühlingswetter brachte
die Anwesenden auf dem Schulsportplatz der Erich Kästner Gemeinschaftsschule Elmshorn
auf Temperatur; auch das Duell, das die Kreisklasse 1 Gencler Birligi und dem
SC Pinneberg bereit hielt, heizte den Beteiligten ordentlich ein.
Spielerisch auf dem Hartplatz (das Krückaustadion schlummert noch den
regenerativen Winterschlaf) nur selten hochklassig, entwickelte sich immerhin
in Sachen Einsatz ein unterhaltsames Match, das nur eine gute Viertelstunde
torlos blieb. Passenderweise war es ein Standard, nämlich Felix Krasniqis
Eckball, der auf dem zweiten Bildungsweg zu Labinot Ahmetis Abschluss in die
linke untere Ecke führte – 1:0 für den Aufstiegsanwärter (16.)!
Der SCP in der Folge bemüht, aber ohne klare Linie im Angriffsspiel, behalf
sich dann aber seinerseits einer Art Abstauber, als ein flacher
Luthardt-Distanzschuss nur prallen gelassen wurde und Tim Gross von allen am
schnellsten zum Ausgleichstor schaltete (29.).
Ein ärgerliches Gegentor für die Gastgeber, denen im Falle eines Heimsiegs die
Festigung von Rang zwei vor dem wieder einmal spielausfallgeplagten Jäger aus
Sparrieshoop auf erstmal sechs Punkte winkte.
Für weiteren Groll sorgten auch die beiden noch folgenden Szenen vor der Pause,
als zuerst ein notbremsenverdächtiger Armeinsatz des Pinnebergers Fabian
Reineke folgenlos blieb (39.), während Wassem Eklim die sicher geglaubte
Führung nach herrlichem Konter über Nidal Topals linke Seite in Rücklage
verbolzte (45.).
Fast noch dicker kam es kurz nach der Pause, als ein rasch gespielter Freistoß
von Dustin Benndorf plötzlich Daniel Schneidewind in Poleposition brachte, nur
machte sich der Gencler-Fänger breit genug zur Abwehr (51.).
Ein langer Schlag aus dem eigenen Defensivzentrum führte Gencler schließlich
zurück auf die Siegerstraße, die W. Eklim mit Tempo hochlief, um beim Lupfer
über den weit herausstürzenden Safouhal Gabsi alles richtig zu machen (53.).
Die Hausherren nun wieder in der Vorhand und sichtlich bemüht, das Spieltempo
möglichst gering zu halten. Schade eigentlich, denn wenn sie einmal vorne
auftauchten, wurde es gleich prickelnd, wie bei Majed Eklims Torschussflanke,
die Gabsi nur mit Mühe über sein Gehäuse zu lenken wusste (59.).
Ansonsten entwickelte sich ein zunehmend hartes Match mit reichlich
Diskussionen und Provokationen auf dem Platz.
An Schiedsrichter Reiner Röschke (Holsatia Elmshorn) prallte fast alles davon
ab. Letztlich fünf Verwarnungen bewegten sich gar unter dem Staffeldurchschnitt.
Unterdurchschnittlich blieb derweil bis zum Schluss das spielerische Niveau auf
dem roten Rasen. Die Gäste ohne Konzept, während Gencler giftig verteidigte und
durch Ahmeti sogar noch das 3:1 auf dem linken Fuß hatte. Der Schütze des 1:0 verfehlte
diesmal aber aussichtsreich das anvisierte rechte untere Eck (90.+1).
Auch ohne Ahmetis Doppelpack blieb der Dreier in Elmshorn-Hainholz, sodass
Gencler nach Punkten nun mit Primus Cosmos Wedel (38) auf einer Stufe steht
(bei drei Partien weniger). Der Verfolger aus Sparrieshoop (32) spielte sogar
noch viermal weniger als Gencler und auch der TSV Holm (32 aus, wie die
Elmshorner, 17 Begegnungen) darf sich noch etwas im Rennen um die Kreisliga
ausrechnen.
Tore: 1:0 Ahmeti (16.
Krasniqi), 1:1 Gross (29. Luthardt), 2:1 W. Eklim (53.)
Schiedsrichter: Reiner Röschke
(Holsatia im EMTV)
Zuschauer: 45
Spielbericht Holsatia im EMTV II - Hetlinger MTV II
Verschenkte
Punkte
HMTV-Reserve
patzt – doch auch der Gegner ist enttäuscht
Abpfiff an der Wilhelmshöhe und was sich an Frust bei der Elf des Hetlinger MTV
an diesem Sonntagvormittag aufstaute, musste sich Schiedsrichter Erol Sayan
(SSV Rantzau) für seine nicht angesetzte Nachspielzeit anhören. Inhaltlich
sicherlich nicht abwegig, aber den Punktverlust im Aufstiegsrennen der
Kreisliga 1 hatten die Kicker vom Deich freilich selbst zu verantworten. Behäbig,
fahrig und mannschaftlich unkompakt enttäuschte man bei Aufsteiger Holsatia
Elmshorn II auf vielen Ebenen.
Einen ersten Hinweis auf ein kritisches Auswärtsspiel im kurzfristig
spieltauglich herausgeputzten Stadion Wilhelmshöhe (die Footballer der Fighting Pirates beanspruchten den Kunstrasenplatz
nebenan zwecks Trainingslagers für sich) gab ein überflüssiges Torwartdribbling
des jungen Luca Von Der Heide, das gegen den fleißigen Niklas Viera Gerkens als
Ball-Klau und Leon Haselbach als verfehlenden Distanzschützen fast in die Hose
gegangen wäre (5.).
Zwar einmal per Fern-Freistoß ans Aluminium vorstellig geworden (8.), gerieten
die vornehmlich über links unternommenen Offensivbemühungen der Gäste stets zu
unentschlossen, während sich mit zunehmender Dauer auch Holsatia mehr zutraute.
Insbesondere eine Druckphase um die 30. Minute hatte da ins sich, als Von Der
Heide eine Kühl-Flanke von der Grundlinie nicht so richtig entschärft bekam,
Haselbach daraufhin den Querbalken erwischte und der Nachschuss noch von einem
abfälschenden Haarschopf abgelenkt werden konnte. Weiter ging´s mit Ugur Erceks
Ecke, die ungeklärt wieder auf Haselbachs Schlappen landete, doch diesmal
packte der erst 19-jährige Goalie (ein Landesliga-Spiel für die erste
Mannschaft) sicher zu (31.).
Gut für die Himmelblauen, dass sie ihren Laden im Folgenden wieder besser dicht
bekamen. – bis Holsatia kurz nach der Pause vehement vorne anlief, so den
Fehlpass provozierte und Haselbach diesmal auf Zuspiel Diar Bashotaj in die
etwas weit aufgemachte lange Ecke vollendete (48.).
Jetzt hatte die HMTV-Reserve den Salat, den Haselbach mit der Hacke fast
verdoppelt hätte, doch Von Der Heide glich sein unglückliches Gegentor per
Reflex glänzend wieder aus (51.).
Seinen Vorderleuten fiel dagegen kaum etwas ein. Ob der aktuell laufende Ramadan
eine Rolle für den blutleeren auftritt der überwiegend türkisch geprägten Elf
spielte? Spekulation. Absolut richtig spekulierten auf jeden Fall die Hetlinger
Fatih Arslan mit einer Flanke aus dem rechten Halbfeld und der einfach mal
startende und vor Aushilfsschlussmann Dennis Hägemann einköpfende Nico da Ros.
Gleichstand an der Kaltenweide – ob verdient oder nicht, war da zweitrangig
(70.).
Und tatsächlich kam nun etwas mehr Feuer ins Match, das außer emsigen
Zweikämpfen und einem Außennetz-Versuch durch Holsatias Kühl (75.) aber nichts
Bewegendes mehr zu bieten hatte. Der pünktliche Abpfiff kam somit zumindest den
nur mäßig unterhaltenen Zuschauern entgegen.
Neuling Holsatia II angelte sich nach zuletzt zwei Niederlagen immerhin mal
wieder einen Punkt, während „Hetlingen 2.0“ eine Woche nach dem überraschenden
3:4 gegen die Drittvertretung aus Heidgraben erneut wichtige Punkte um den
Anschluss an die Spitzengruppe verpasste. Trotz einiger Nachholspiele - auch gegen direkte Konkurrenz – stehen die
Zeichen auf Kreisklasseverbleib. Die Stimmung untereinander sprach nach dem
endgültig verpatzten Start ins Jahr 2025 eindeutig dafür…
Tore: 1:0 Haselbach (48.
Bashotaj), 1:1 da Ros (70. Arslan)
Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV
Rantzau, Note 3,5)
Zuschauer: 45
Samstag, 8. März 2025
Spielbericht TSV Bordesholm - SV Todesfelde II - U23
K.O.
in vorletzter Minute
Bittere
Heim-Pleite: TSV Bordesholm taumelt dem Abstieg entgegen
91 Minuten lang hielt man den Laden dicht, kreierte gar selbst gute Torchancen,
ehe sie dann (mal wieder) das Unglück eines Abstiegskandidaten überkam.
Der TSV Bordesholm kommt in der Landesliga Holstein einfach nicht mehr auf die
Beine.
Ein Freistoß in den Sechzehner, Johannes Willebrand mit der Ablage und schon
hatte der eingewechselte Maximilian Decesare freie Schussbahn zum späten K.O.
des konsternierten Schlusslichts (90.+1). Da halfen auch alle
(nachvollziehbaren) Reklamationen, dass der Pfiff zum folgenreichen Standard in
die Kategorie „Fehlwahrnehmung“ gehört: So war doch eher der Todesfelder auf
den Bordesholmer aufgelaufen und nicht andersherum. Schiedsrichter Jorrit
Jessen (TSV Wankendorf) hatte es anders gesehen und das Unheil nahm seinen Lauf…
Bis dahin deutete nicht wirklich viel darauf hin, dass die U23 des SV
Todesfelde hier mit drei glücklichen Zählern zu ihrem Anschluss an Platz vier
beitragen würde.
Inspirationslos schaute der Tabellenachte zu, wie der TSV über defensive
Stabilität und griffiges Zweikampfverhalten allmählich Mut zum Weg nach vorne
entwickelte. Der leicht abseits gestartete Santino Laubinger versuchte es aus
spitzem Winkel (Ecke, 22.), Malte Lucht nach Ballgewinn aus 25 Metern (links
daneben, 35.).
So richtig zwingend wurde es dann aber erst im zweiten Abschnitt, den eine
schöne Vorteilssituation für Malik Badal eröffnete. Über rechts bot sich
plötzlich viel Platz zu Lauf und Abschluss, der aus der Bewegung aber zu hoch
geriet (46.).
Schrille Aussetzer der fahrigen Gäste luden die Roten zu weiteren Torchancen
ein, doch immerhin Schlussmann Jan Malte Skubowius bewies beispielsweise mit
seinem Abtauchen gegen Laubingers freien Versuch im Strafraum den nötigen Fokus
(57.).
Nach langem Leerlauf und einer erneuten Gegentor-Aufforderung, die diesmal
Sabri Nasri zentral aus 18 Metern ungenutzt ließ (84.), sah es so aus, als
würde die SVT-Oberliga-Reserve mit einem blauen 0:0-Auge davonkommen – bis der
Schiri in Nachspielminute eins auf Foul der Linden-Kicker entschied…
Der TSV Bordesholm damit im vierten Ligaspiel in Serie ohne eigenes Tor
unterlegen. Der Zwei-Punkte-Abzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Solls
tat da sein Übriges, um den Rückstand auf den Relegationsplatz bei kritischen fünf
Punkten zu behalten.
Ismet Nac, der im Vorfeld der Partie als neuer Trainer für die kommende Saison
vorgestellt wurde, muss sich in seinen Planungen wohl schon jetzt ernsthaft mit
der siebtklassigen Verbandsliga beschäftigen…
Tore: 0:1 Decesare (90.+1,
Willebrand)
Schiedsrichter: Jorrit Jessen (TSV
Wankendorf)
Zuschauer: 60
Freitag, 7. März 2025
Spielbericht TuS Appen - TV Haseldorf
„Appelplücker“
drehen rechtzeitig auf
Kompliziertes
Match in Appen: TV Haseldorf springt trotzdem auf den Thron
Das hat schon etwas von Meister-Dusel: Trotz kompliziertem Auftritt und langem
Rückstand bog die Elf des TV Haseldorf das gut besuchte Flutlichtspiel in Appen
spät in einen Auswärtssieg um. Der Lohn: die (vorübergehende) Tabellenführung.
Bevor die „Appelplücker“ jedoch ihren Sprung auf den Olymp der Kreisliga 1
realisierten, quälten sie sich mit Geduld durch den frühlingshaften
Freitagabend. Spielanteile Ja, herausgespielte Torchancen Nein.
Joris Lüchau verfehlte zweimal aus der zweiten Reihe um gefühlt seine
Schussdistanz, während Marten Fülscher das Leder nach Freistoß von links
immerhin ins Abwehrspektrum von TuS-Fänger Jannik Brendel bekam (23.).
Auf der anderen Seite wurde es dann prompt teuer für den TVH, als Roko Perkovic
einen unbedarft im Zweikampf verursachten Standard abnehmergerecht für Niklas
Hippe ins Fünfer-Getümmel servierte – 1:0 (33.)!
So richtig Druck entfaltete das Top-Team auch in der Folge nicht. (Halb-)hohe
Bälle gerieten oft zu unpräzise und/oder konnten vom Gegner entschärft werden.
Fast symptomatisch dafür „vergab“ die gefährlichste Gäste-Chance ein Appener.
Fülschers Hereingabe lenkte Dennis Koopmann beim Abwehrversuch an den eigenen
Pfosten (38.).
Besserung brachte dann auch der zweite Durchgang zunächst keine. J. Lüchaus
Strafraumabschluss geriet zum Schüsschen (50.), während die Gastgeber immer mal
wieder konstruktive Entlastung schafften. So hätte Perkovic im Rahmen einer
Vorteilssituation sicher mehr ausrichten könnten, als die Kugel am langen
Pfosten überhastet drüber zu bolzen (65.). Auch Deniz Cebbars durchsetzungsstarke
Einzelaktion mittendurch schaffte es im Straucheln nur zum Versuch neben das
Gehäuse (80.).
Bevor nun aber designierte Tabellenführer, von einem kleinen TuS-Anhänger vor
dem Spiel als „TV Haselnuss“ betitelt, ins Straucheln kam, profitierte er von
einem raschen Einwurf, der tatsächlich das doch erheblich schmeichelhafte 1:1
einleitete. Am Ende steckte Lars Rose im Duett der Joker zum cool einschiebenden
Linus Lastella durch (82.).
Die Schloßpark-Kicker jetzt plötzlich wie ausgewechselt. Vor allem, weil nun die
Stunde des Louis Bevers schlug. Zuvor auf links kaum in Aktion gebracht,
versetzte der teils beim HSV Ausgebildete den vermutlich nussallergischen Matteo
Cuius, um perfekt für Rose querzulegen, doch Brendels Fußabwehr schaffte erstmal
ein nur kurzes Durchatmen (84.). Denn nachdem J. Lüchau bei der folgenden Ecke
gefährlich köpfte (links vorbei), war es nach ähnlichem Muster schließlich
gelungen. Auf Zuspiel N. Lüchau wurde Cuius wieder von Bevers stehengelassen
(außen angetäuscht, innen vorbeigegangen), Rose am fernen Eck bedient und nun
saß auch der Torversuch zur Gäste-Führung (86.)!
Alles sprach jetzt für den Führenden in der Blitz-Tabelle, doch eine
langgezogene Cebbar-Ecke, die Ayhan Liedtke knapp verpasste (90.), gab es noch
zu überstehen, ehe ein Ball von der Fahne auf der anderen Seite die Entscheidung
brachte (90.+4). Bevers mit dem zuvor selbst herausgeholten Ball, einsamer Kopfball
J. Lüchau und das Thema war durch – 1:3!
Am Sonntag dann allerding noch der kleine Wermutstropfen: Durch das 5:1 in
Moorrege schoss sich die Elf des SC Egenbüttel II wieder vorerst um einen
Zähler zurück an die Tabellenspitze. Ausstehende Nachholspiele und die ungerade
Teamanzahl verzerren das Bild der Kreisliga 1 jedoch auch ein wenig.
Tore: 1:0 Hippe (33.
Perkovic), 1:1 Lastella (82.), 1:2 Rose (86. Bevers), 1:3 J. Lüchau (90.+4,
Bevers)
gelbe Karten: keine – Pieper
Schiedsrichterin: Vanessa Thormählen
(SV Lieth, Note 5)
Zuschauer: 80
Dienstag, 4. März 2025
Spielbericht SC Sternschanze 1.B - SC Vier- und Marschlande 1.B
Der
Konjunktiv schießt keine Tore
„Knackpunkt Chancenverwertung“: Schanze scheitert im
Achtelfinale
Chancenverwertung: „das Erzielen von
Toren oder Punkten in Erfolg versprechenden Spielsituationen“, erklärt uns der
Duden den Begriff, dessen offenkundiges Fehlen in der Diktion der SCS-2008er
den Wasserturm-Kickern zu einem gehörigen Anteil den Pokalauftritt vermieste. „Da
liegt der Knackpunkt des Abends“, befand Kapitän Arthur Schreiber, der nach
einmonatiger Spielabstinenz (Krankheit und Schiedsrichtereinsätze) seinen
eigenen Anteil am Tor-Geiz seiner Farben hatte: Aus kürzester Distanz war es
ihm nicht gelungen, den Fläche machenden Jannis Rücker im Tor des
Landesligaspitzenreiters zu überwinden (20.). Und weil auch Marvin Bonsu in
zwei Eins-gegen-eins-Situationen (26. & 35.) ebenso wenig Grund zum Jubeln
produzierte, wie Theo Spöhrer mit seinem Pfostenkracher (28.), konnten die
Gäste nach einer halben Stunden ihrerseits durch Niko Schulz aus „unerwarteter
Position“ per Flatterball, zusätzlich von den „katastrophalen
Lichtverhältnissen“ unterstützt, in Front gehen (30.).
„(…) Dann hätten wir klar in Führung gehen müssen, in der ersten Hälfte und
dann fällt auch dieses Gegentor nicht, weil wir gar nicht so in eine Druckphase
geraten. Und selbst wenn es fällt, führen wir zur Halbzeit halt 3:1 und das ist
total entspannt“, trauerte Schreiber dem Idealstart in einen beidseitig emsig
geführten Pokalfight hinterher.
Doch auch die Jungs vom Deich blieben im Abschluss nicht makellos. Kleine
Gelegenheiten zu Beginn (1., 5. & 8.), sowie ein nicht satt getroffener
Ball im Tempogegenstoß von Delil Aytan (34.) hatten im Ansatz mehr versprochen.
Kurz vor der Pause dann aber wieder Alarm vor dem SCVM-Gehäuse, wo ein
Stellungsfehler Bonsu freie Fahrt zum Pfostenschuss ermöglichte (40.).
Ermöglichen tat kurz nach dem Seitenwechsel „eine Fehlentscheidung“ das 0:2.
Ein wechselseitiges Halten bewertete der erst zehn Minuten vor Kick-Off eingetroffene Schiedsrichter als Foul des SCS,
woraufhin Schreiber beim folgenden Rechtsaußenfreistoß Gegenspieler Georgios
Papasimopoulos am ersten Pfosten verlor und schon war der Rückstand verdoppelt
(42.).
Das Momentum jetzt klar bei der Riecken-Elf, die eine Viertelstunde später
durch „ein ärgerliches Ding, bei dem wir wieder so ein bisschen pennen“ quasi
alles klar machte. Innen- und Außenverteidiger „ohne Kommunikation“ und
„niemand fühlt sich so wirklich wichtig, zum Ball zu gehen“ – außer Angreifer
Albert Jonen, der frei vor dem Ziel gekonnt einnetzte (56.).
Spiel (wohl) verloren – Motivation verloren? Mitnichten! „Eine positive
Erkenntnis ist auf jeden Fall unsere Moral. Ich finde, wir haben über 80
Minuten weitergemacht, egal was da kam. Auch nach dem 0:3 und dem 1:4 haben wir
weitergemacht und nicht aufgehört, Fußball zu spielen. Man hat gesehen, dass
wir die spielerisch deutlich bessere Mannschaft waren!“, erklärte Schreiber
nicht ohne Stolz, um, angesprochen auf Kleon Lorenz und seinen „geilen
Abschluss“ aus der zweiten Reihe zum „zu diesem Zeitpunkt verdient“
verkürzenden 1:3 (65.), einen erneuten Ausflug ins Hätte, Wenn und Aber zu unternehmen: „Wenn wir dann das 3:2 machen;
Kleon seine nächste Eins-gegen-eins-Situation gegen den Torwart nicht ans
Außennetz nagelt, sondern oben links ins Eck oder auch flach in die lange Ecke
(73.), dann kommen wir da auch auf jeden Fall ins Elfmeterschießen!“.
Der Fußballgott hatte aber andere Pläne, die er bei Sharif Elsayed Mohameds
Alu-Treffer zwar noch vertagte (72.), im späteren Verlauf aber durch den tief
geschickten Ryan Horn aber kaltschnäuzig vollenden ließ (75.).
„inhaltlich gescheitert sind wir an unserer Chancenverwertung“, blieb letztlich
das Fazit unter ein Match mit einer dennoch positiven Erkenntnis: „Ich glaube,
dass man nach so einem Spiel gesehen hat, wie gut wir eigentlich sind und wir
das einfach zu selten auf den Platz bekommen. Das ist das Problem. Man hat das
heute von Anfang an gemerkt, dass die Intensität gestimmt hat.“. Letzteres traf
heuer freilich auch auf die feiernden Sieger, für die es im Viertelfinale gegen
den in der Oberliga beheimateten SC Victoria (überraschendes 9:8 im
Elfmeterschießen gegen den USC Paloma aus der DFB-Nachwuchsliga) geht, zu. Zehn weitere Verwarnungen
folgten auf Schreibers Einstiegskarte („Stempeln“, 9.). „Zu viele Karten, für
so ein Spiel“…
Nicht weniger intensiv wird sich das erneute Duell, diesmal in der Liga, kommenden
Monat, gestalten: „. Ich freue mich auf das Wiedersehen. Es wird ein interessantes
Spiel, denn natürlich geht SCVM im Rückspiel mit zwei Siegen aus zwei Spielen
dann als klarer Favorit hinein. Dazu auch Tabellenerster in der Liga. Aber ich
glaube, dass wir sie auf jeden Fall schlagen können, denn wir spielen den
besseren Fußball. Und wenn wir unsere Chancen zum Anfang des Spiels genutzt
hätten, dann wären wir auch eine Runde weiter im Pokal gekommen“. – wären…
Tore: 0:1 Schulz (30.),
0:2 Papasimopoulos (42.), 0:3 Jonen (56.), 1:3 Lorenz (66.), 1:4 Horn (75.)
gelbe Karten: Schreiber, Mohammed,
Bonsu, Lorenz, Materne – Schwieger, Hänsch, Weise, Elsayed Mohamed, Krimmel,
Rücker
Schiedsrichter: Finn Louis
Oberdörfer (Hamburger SV)
Zuschauer: 70