Jansa-Ecken als Cheatcode
Starke
Standards lösen Rot-schwarz die Pflichtaufgabe
Mit der Referenz eines sechsten Platzes in der Kreisklasse A wirft sich die
Zweite des TSV Bordesholm nun als neue Ligamannschaft (die alte löste sich
während der Vorsaison auf) ins Abenteuer Kreisliga. Dementsprechend erwarten
nicht wenige (selbsternannte Experten) die rasche Rückkehr von Justin Thurner
und Co in die Neuntklassigkeit. Mit der Einschätzung, dass auch
Kreispokalgegner Rot-schwarz (mindestens) eine Nummer zu groß ist, lagen die
Kenner der Szene jedenfalls schon einmal richtig.
Zwar standen die Kicker mit der Linde auf der Brust anfangs recht vernünftig,
doch bei hohen Bällen ließ die Zuteilung doch zu wünschen übrig. So war Tom
Lemkes Flugkopfballtor ebenso ästhetisch wie folgerichtig, erhielten Torschütz
und Halbfeldflankengeber Jonathan Elsner Raum für eine ganze Blaskapelle (19.).
Ins richtige Horn stießen die Gäste auch wenig später auf ähnliche Weise.
Diesmal zirkelte Tim Jansa seine Ecke exakt auf das durchsetzungsstarke Haupt
von Ben Jarik – 0:2 (26.)!
Der Landesligist also schon vor der Pause voll im Soll und nur durch Luiz
Sprincks zweimaliges Eingreifen (27. & 39.) mit nicht noch mehr Oberwasser
unterwegs. Kein Wunder, resultierten diese Szenen auch nicht aus luftiger Höhe,
wie Jansas abermaliger Eckstoß, diesmal direkt ans lange Alu, ehe Lemke im
Nachsetzen aus spitzem Winkel doch noch auf 0:3 erhöhte (60.) – und das 0:4,
bei dem Jansas Ball von der Fahne irgendwie zu Jonathan Suchocki durchgerutscht
war (75.).
Und das 0:5? Klar, wieder mit Standard-Beteiligung des bei Holstein Kiel
ausgebildeten Neuzugangs, dessen Eckenwerk hier auf dem zweiten Bildungsweg für
Strafraumaction sorgte. Jarik beförderte es durch Felix Krönerts Foul auf den
Hosenboden, doch Kollege Suchocki schaltete wieder schnell und versenkte
kurzerhand zum Endstand (86.).
Die ruhenden Bälle richteten es also für knapp besetzte Kieler gegen einen TSV
Bordesholm, der immerhin noch eine spektakuläre Chance zum Ehrentreffer
erhielt, als sich Dominik Körner per Scherenschlag in eine Krönert-Hereingabe
von rechts warf, auf diese anspruchsvolle Art aber drüber zielte (90.+2).
Tore: 0:1 Lemke (19. Elsner), 0:2 Jarik (26. Jansa), 0:3 Lemke
(60. Jansa), 0:4 Suchocki (75. Jansa), 0:5 Suchocki (86. Jarik)
gelbe Karten: Rambow, Roehrs, Willrodt – Jansa, Iheagwaram
Schiedsrichter: Jürgen Meereis
Zuschauer: 70
Samstag, 18. Juli 2026
Spielbericht TSV Bordesholm - SSG Rot-schwarz Kiel
Dienstag, 29. Juli 2025
Spielbericht SVE Comet Kiel - FC Kilia Kiel
Starthilfe
vom Punkt
Zwei
Strafstoßtreffer für Kilia stoppen Comets Flucht nach vorne
Eine Halbzeit lang etwas wackelig, führte der Weg von Titelverteidiger Kilia im
zweiten Durchgang geradewegs ins nächste Endspiel um den Kreispokal Kiel. Sein
Semi-Finale bei Landesligaaufsteiger Comet verlebte der haushohe Favorit
zunächst nicht wirklich nach Plan. Woran Maurice Knutzen noch etwas zu weit nach
links getrieben, scheiterte (10.), ließ der tief in den Rücken der hoch
postierten Abwehr geschickte Marcel Gaber zentral vor der Kiste.
Der perfekte Wachmacher für den fünffachen Serien-Triumphator. Marc Schwabe mit
zu hoch angesetztem Kopfball (16.), Philipp Spohn an die Latte (17.), sowie
Oberligatorschützenkönig Yannik Jakubowski per Fallrückzieher (22.) und von der
Strafraumgrenze (24.) versiebten nacheinander die rasche Ergebniskorrektur.
Zu dieser verhalf ihnen schließlich ein nicht unumstrittener Strafstoßpfiff
nach dem Luftduell der Kapitäne (Lawson-Body gegen Foit). Letzterer freute
sich, versenkte Julius Alt, obwohl Goalie Lukas Losch die Ecke geahnt hatte,
zum Gleichstand (29.).
Gänzlich unstrittig dagegen Kilias zweites Hurra vom Punkt, nachdem Kosovar
Morina gegen Schwabe die Axt im Strafraum spielte und diesmal Rezan Acer den
Torwart gekonnt verlud (39.).
Der klare Favorit jetzt in der Vorhand, zumal Schwabe eine Niebergall-Flanke im
Rahmen eines geschwinden Konters zum 1:3 einköpfte (41.). Ein Tor, das auch bei
Schiedsrichter Per Christian Roloff seine Spuren hinterließ: er holte sich bei
einem Auffahrunfall in der Tor-Entstehung einen Brummschädel ab…
Dennoch voll konzentriert entscheid der Pfeifenmann vom Suchsdorfer SV wenig
später auf Offensivfreistoß für Comet, den Morina per Kopf für Anis Assameurs Anschlusstreffer
aus fünf Metern querlegte (42.). Die mutige Herangehensweise der Grünen hatte
sich also erneut ausgezahlt!
Problem dabei nur: die Konteranfälligkeit, die wiederum nach eigenem Standard in
den Gegners Hälfte zum neuralgischen Punkt avancierte. Jakubowski an den
Innenpfosten, Drilon Trepca mit dem Abstauber – 2:4 (45.)!
Spohns Schieben gegen den losgestiefelten Maurice Knutzen, haarscharf an der
Notbremse vorbei, hätte den Landesligaaufsteiger postwendend wieder ins Match
zurückbringen können (45.+2), doch stattdessen machte der amtierende
Landesmeister früh im zweiten Abschnitt alles klar. Eine schöne Ballbesitzphase
mit präziser Schwabe-Hereingabe vollendete Trepca, indem er das Leder kompromisslos
unter die Querstange knallte (48.).
Beim Joker-Kontertor von Serhat Yazgazan noch den Abseitspfiff gegen sich
gehabt (50.), holte Felix Niebergall das 2:6 nach tiefem Foit-Anspiel in aller
Ruhe nach (55.), ehe der eingewechselte Marvin Müller Trepcas hohen Ball zum
2:7 einnickte (63.).
Ein Debakel deutete sich nun an, doch lediglich Müller zum Doppelpack (80.)
wusste den immer wieder gebotenen Raum zählbar zu nutzen. Andererseits spielten
die Jungs vom Radsredder unverdrossen nach vorne wo, nicht nur bei Gabers
Lattenknaller aus 20 Metern ein Ehrentreffer drin gewesen wäre (75.).
So aber hieß es am Ende 2:8 zu Gunsten des Klassenhöheren, dem im Endspiel,
Mitte Mai, der TSV Flintbek (2:1 gegen den Kieler MTV) ein sogar zwei Stufen
niedrigerer Widersacher vor den Abzug läuft.
SVE Comet Kiel: Losch –
Morina (58. Izaguirre), Lawson-Body, Celik – Gaber, Milbradt (64. Yilmaz),
Assameur, Ar. Jashari, Schmidt (64. Abdula) – Knutzen (58. Schmidtke), Al.
Jashari (58. Petersen), Trainer: Steve Frank
FC Kilia Kiel: Kieker – Spohn (58.
Ayyildiz), Foit, Meseberg – Trepca (76. Senger), Acer (58. Klein), Niebergall,
Alt, Boztepe – Jakubowski (46. Yazgazan), Schwabe (53. Müller), Trainer: Nicola
Soranno
Tore: 1:0 Gaber (15.), 1:1 Alt
(29., Strafstoßtor, Lawson-Body an Foit), 1:2 Acer (39., Strafstoßtor, Morina
an Schwabe), 1:3 Schwabe (41. Niebergall), 2:3 Assameur (42. Morina), 2:4
Trepca (45. Jakubowski), 2:5 Trepca (48. Schwabe), 2:6 Niebergall (55. Foit),
2:7 Müller (63. Trepca), 2:8 Müller (80. Boztepe)
gelbe Karten: Morina, Celik, Frank
(Trainer) – Schwabe, Acer, Spohn, Soranno (Trainer)
gelb-rote Karte: Witt (Co-Trainer
Kilia, 89., wiederholtes Reklamieren)
Schiedsrichter: Per Christian Roloff
(Suchsdorfer SV)
Zuschauer: 350


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