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Mittwoch, 13. August 2025

Spielbericht ETSV Fortuna Glückstadt - Heider SV

Heider SV beweist Geduld
Fortuna Glückstadt mauert leidenschaftlich – Favorit machts abgeklärt

In der Liga spitze – im Pokal souverän. Der Heider SV ist in der Spur. Vier Tage nach dem 1:0-Oberliga-Heimsieg gegen Inter Türkspor Kiel – dem vierten im ebenso vielten Match – konnten auch der Kreispokal Westküste und seine ominösen Gesetze die Erfolgswelle nicht brechen.
Zu Gast bei Fortuna Glückstadt aus der zwei Klassen tieferen Verbandsliga, war der Weg zur dritten Titelverteidigung in Folge mit Geduld gepflastert. Mit taktischer Disziplin und starker Physis im Zweikampf bildete der Außenseiter nämlich ein amtliches Bollwerk, das erstmalig eine verlängerte Harms-Flanke einmal aushebelte (19.). Torschütze Thede Reimers stand jedoch bei Hendrik Fleiges Kopfballverlängerung im Abseits – richtig erkannt vom Gespann um Aaron Böttcher (VfR Horst)!
Wiederum auf Hereingabe des eifrigen Mathis Harms endlich die erste offizielle Großchance des HSV, dessen Kopfballtor durch Mika Kieselbach aus zehn Metern Fortuna-Goalie Christopher Wilken sehenswert im Übergreifen verhinderte (21.).
Dann muss es eben im dritten Anlauf gehen, mag sich Harms gedacht haben, als der 21-Jährige diesmal aber das Dribbling nach innen wählte und damit alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Jonah Gieseler dadurch alleine vor dem leeren Tor, das nach passendem Querspiel nun wirklich einfach zu treffen war (25.).
Eine Szene mit Seltenheitswert, verteidigte der Gegner dennoch weiter mit Mann und Maus, während der Oberligist seine technische Überlegenheit zu selten ins Eins-gegen-Eins bekam.
Erst kurz vor der Halbzeit, als die Hausherren einmal zu mutig gestaffelt waren, bot sich endlich der freie Raum zum Konter, den Gieseler just zur Flanke auf den langen Pfosten nutzte. Und weil Torjäger Kieselbach dort entschlossener als seine Gegenspieler zu Werke ging, war der komplizierte Mittwochabend dank der 2:0-Halbzeitführung trotzdem eine erfolgreiche HSV-Angelegenheit (43.).
Nicht anders verhielten sich die Dinge nach dem Seitentausch. Mit dem raschen 0:3 durch Kieselbach am starken Wilken gescheitert (50.), ebbte der Anfangsdruck der Herren in schwarz wieder etwas ab, bis Reimers auf Kopf-Ablage Kieselbachs zu viel Platz aus 22 Metern bekam – das 0:3 (69.)!
Viel mehr ließen die bemerkenswert konditionsstarken Glückstädter nicht mehr zu, während das Team um den eingewechselten Ex-Bundesligaprofi Christopher Buchtmann die Angelegenheit abgeklärt nach Hause fuhr.
Sechs Minuten vor Ultimo durfte sich der aufopferungsvoll kämpfende Widersacher erstmalig konkret um seinen Ehrentreffer bemühen, als Colin Puls den tiefen Service für Erik Witt spielte, der Joker beim Torschuss allerdings noch entscheidend von Björn Lambach abgedrängt werden konnte (84.).
Mit dem Ergebnis konnten letztlich aber beide Seiten leben. Der Heider SV, weil sich beim Halbfinaleinzug auch niemand verletzte und Fortuna Glückstadt aufgrund eines tapferen Auftritts – mit jedoch zwei Wermutstropfen. Zum einen hatte sich Kapitän Tim Eymers früh im Spiel verletzt (8.), zum anderen verlor man Tim Luca Peters noch Akteur mit glatt Rot (90.+2). Da meinte es jemand mit dem Einsatz etwas zu gut…
Für die mittelmäßig in ihre Verbandsliga West gestarteten Fortunen geht es in Hademarschen nun zurück in den Liga-Alltag; der kopfballstarke Oberliga-Primus aus Heide empfängt Holstein Kiel II zum Gipfeltreffen.

Tore: 0:1 Gieseler (25. Harms), 0:2 Kieselbach (43. Gieseler), 0:3 Reimers (69. Kieselbach)

gelbe Karten: Puls, Lipinski – Wolf

rote Karte: Peters (Fortuna Glückstadt, 90.+2, grobes Foulspiel)

Schiedsrichter: Aaron Böttcher (VfR Horst)

Zuschauer: 180






Sonntag, 3. August 2025

Spielbericht Heider SV - Kaltenkircher TS

(Vize-)meisterlicher Vorzeigeunterricht
4:0! Heider SV kocht Neuling Kaltenkircher TS routiniert ab

Dem Anlass vielleicht etwas hoch gegriffen, schallte nach dem ersten Heimspiel des Heider SV im neuen Spieljahr der Gassenhauer „an Tagen wie diesen“ durch das HSV-Stadion; das 4:0 des Vizemeisters darf aber auf jeden Fall unter „gelungener Saisonstart“ verbucht werden.
Vor 537 zahlenden Gästen hatte man Aufsteiger Kaltenkircher TS ordentlich Lehrgeld zahlen lassen. Dabei eröffnete dieser das Match mit einer guten Schusschance für Malte Pietsch, der bei der Verwertung der gegnerischen Einladung jedoch vom kurzfristig wegen Krankheit zwischen die Pfosten gerückten Christopher Thomsen per Abwehr des Chip-Versuchs aufgehalten werden konnte (3.).
Vorzeigerunterricht in Sachen Effizienz erteile drüben der Favorit, der nach famosem Steckpass Mathis Harms´ zu Jonah Gieselers unwiderstehlicher Einschussposition gelange – 1:0 (12.)!
Per Standard schaffte der HSV kurz darauf weitere Fakten. Eine Hinz-Ecke nutzte Torjäger Mika Kieselbach ganz uneigennützig zum Assist per Kopf für Steffen Neelsens 2:0 (16.).
Dabei beließen es die klar überlegenen Hausherren fortan, bis kurz vor der Pause Thede Reimers schön von Harms freigespielt wurde und aussichtsreich an KTS-Fänger Rene Heide scheiterte, ehe der Abseitspfiff ein Nachsetzen für nichtig erklärte (49.).
Schön, zumindest in der B-Note, kam derweil die nächste konkrete Annäherung daher, als Kieselbach  den Seitfallzieher im Sechzehner bemühte: drüber (69.)! Auch der hoch fleißige Harms hatte Grund zum Hadern, tauchte Heide (der Torwart) sauber gegen seinen Schussversuch ab (70.).
So langsam sollte mal wieder einer sitzen! Gesagt, getan, flankte abermals Harms im zweiten Anlauf einer Ecke in aller Seelenruhe auf Kieselbach, der ebenso einsam aus der dritten Etage das 3:0 köpfte (72.).
Den Schlusspunkt der freudigen Erregung bei immer wieder etwas aufziehenden Regenschauern setzte vier Minuten vor Schluss erneut 27-Tore-Mann Kieselbbach, der neben dem Einheimsen der vor dem Spiel verliehenen HSV-Torjägerkanone 2024/2025 auch Qualitäten als Vorbereiter bewies. Sein Gemälde einer Hereingabe spitzelte der perfekt eingelaufenen Tarek von Böhlen zum 4:0-Endstand über den Kreidestreifen (86.). So kann man seinen ersten (Joker-)Einsatz in der Oberliga mal zelebrieren!
Apropos Neuling: die souverän aus der Landesliga Holstein promovierten Roten gerierten sich heuer zwar als disziplinierte Einheit mit dem Willen zum Gegenhalten. Mehr als einen Rerop-Versuch, den Thomsen behände entschärfte (76.), sollte der Elf von Trainer Rene Sixt nicht gewährt bekommen. Die Punkte gegen den sofortigen Wiederabstieg müssen woanders geholt werden. Ob bereits am kommenden Mittwoch gegen Spitzenreiter und Regionalligaabsteiger SV Todesfelde? Schwierig.

Tore: 1:0 Gieseler (12. Harms), 2:0 Neelsen (16. Kieselbach), 3:0 Kieselbach (72. Harms), 4:0 von Böhlen (86. Kieselbach)

Schiedsrichter: Jan-Christian Meyer (SV Grün-weiß Todenbüttel, Note 2)

Zuschauer: 537