SCS:
Im Torrausch aus dem Keller!
Schanzenkicker
gefallen mit beeindruckender Mini-Serie
Zwei Spiele, zwei Siege, 20:1 Tore – das ist mal eine Ansage des SC
Sternschanze! Nach einem suboptimalen Saisonstart mit Kontakt zur Abstiegszone
konnte sich der SCS mit zwei Kantersiegen in Serie gegen die Kellerkinder SV
Lurup II (10:0) und Gehörlosen SV (10:1) gehörig Luft in der Kreisliga 2
verschaffen.
Gegen den HGSV dauerte es keine Viertelstunde, ehe der agile Ismail Ergün das
Leder mit jeder Menge Gefühl aus gut 27 Metern in den Winkel beförderte (13.)
und seine Farben somit auf die Siegerstraße brachte, woraufhin die Partie auf
stumpfem Rasen höchst einseitig verlief. Allerdings hätte es auch ganz anders
kommen können, wäre Stefan Röslers Lattenfreistoß aus ähnlicher Distanz ein
kleines Stückchen tiefer geflogen (8.).
Stattdessen nutzten die Gäste das unzureichende Defensivverhalten des
Aufsteigers gnadenlos aus und erhöhten durch Jean-Pierre Rollnik (29.) und Ulf
Wotsch (36.) auf 0:3, wobei sich Wotsch sogar den Luxus herausnahm, vom Punkt
an HGSV-Schlussmann Fatih Ünal zu scheitern.
Deutlich sicherer präsentierte sich Geoffrey Zobries auf der anderen Seite,
behielt dieser nach schönem Diagonalball von Ivan Torgonskij vor der Kiste die
Ruhe und verkürzte auf 1:3 (41.), ehe Defensivkante Michael Strötzel seinen SCS
mit dem Elfmeterpunkt befriedete: souverän zimmerte er den zweiten
Foulstrafstoß zum 1:4 in die Maschen (45.).
Im zweiten Abschnitt gestaltete sich das Geschehen noch eindeutiger in Richtung
Schanze, streikten beim HGSV bei der vorherrschenden Hitze langsam Kraft und
Konzentration, was ihnen der Gegner immer wieder mit gefährlichen
Diagonalbällen in die Schnittstelle und sicheren Abschlüssen mit einem
Spielstand von 1:9 nach einer Stunde quittierte.
Dass es am Ende dann doch kein rekordverdächtiges Resultat werden sollte, war
dann den ebenfalls schwindenden Kräften der Gäste geschuldet.
Die letzte halbe Stunde ähnelte somit einem „Grottenkick“. Gehörlosen-Kapitän
Rösler knapp drüber (67.), Wotsch aus 22 Metern an den Pfosten für den SCS
(88.) und Strötzel per Sonntagsschuss aus der Distanz zum 1:10-Endstand (86.),
bildeten dabei die positiven Ausnahmen, wobei den fahrig agierenden
Schanzenkickern zu Gute halten musste, dass sie bei den hohen Temperaturen und
der klaren Führung Angreifer Ergün (Verdacht auf Muskelfaserriss, 77.)
verloren. Zu zehn hatte man die Partie damit beendet – ebenso die Hausherren,
denen für die letzten sieben Minuten Aliriza Gülcemal verletzungsbedingt von Bord
ging.
Bleibt also festzuhalten, dass die Blau-roten zunächst aus dem großen
Schlamassel raus sind. Allerdings gibt es von Coach Jasper Wehrt aus dem
Doppelgespann Fehring/Wehrt eine Hausaufgabe für das kommende Match gegen
Teutonia 10 II: „In der Chancenverwertung würde man sich noch mehr Effektivität
wünschen“, so der Mann an der Seitenlinie, der andererseits auch nicht
unzufrieden mit dem Gesehenen war: „Es ist schön zu sehen, dass die Mannschaft
genau dort wieder anknüpft, wo sie letztes Wochenende aufhörte“, so Wehrt.
Tore: 0:1 Ergün (13.), 0:2
Rollnik (29. Wotsch), 0:3 Wotsch (36. Pieper), 1:3 Zobries (41. Torgonskij),
1:4 Strötzel (45., Foulstrafstoß), 1:5 Elsner (48.), 1:6 Elsner (50. Wotsch),
1:7 Pieper (53. Ergün), 1:8 Elsner (54. Ergün), 1:9 Elsner (60., direkter
Freistoß), 1:10 Strötzel (86.)
gelbe Karten: Torgonskij, Jankowski –
keine
Schiedsrichter: Torsten Bodenstein
(SV Tonndorf-Lohe)
Zuschauer: 40
Sonntag, 9. September 2012
Spielbericht Hmaburger Gehörlosen SV - SC Sternschanze
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