Dem
Spielverlauf nicht „die richtige Richtung geleitet“
1:2
in Unterzahl: HEBC-Senioren ziehen im Kampfspiel den Kürzeren
Kein Befreiungsschlag vom Untergeschoss der Ü40-Oberliga für die Ü40 des HEBC,
blieb daheim gegen die Spielgemeinschaft FTSV Altenwerder/FC Süderelbe nur die
Rolle des zerknirschten Gratulanten.
Ein Szenario, das seinen Anfang in der 16. Minute erlebte, als Damian Voigt von
rechts die Ecke schlug und Nerijus Stonys die volle Breite seines Rückens zum
0:1 nutzte. Ärgerlich.
Mögliche Korrektur dessen bot sich bei einem vom Gegner verlängerten
Aksoy-Freistoß an, nur bekam Frank Jäger den Standard aus der Nahdistanz nicht
entscheidend verarbeitet. „Wir hätten klarer nach vorne spielen müssen und ich
persönlich hätte einfach das 1:1 machen müssen. Das hätte den Spielverlauf in
die richtige Richtung für uns leiten können“, trauerte der Alterspräsident
seinem Hundertprozenter nach.
Stattdessen bespielte der Aufsteiger aus dem Süden der Hansestadt den
angebotenen Raum über Stefan Janietz und Eugen Götz für den passenden
halblinken Abschluss durch Voigt zum 0:2-Halbzeitstand (33.).
Mit neuer Motivation aus der Pause gekommen, nahm Weiß die Aufholjagt jedoch
unverdrossen in Angriff, sodass Patrick Rückert ein Lebenszeichen in Form eines
Versuchs auf den sicher zupackenden Eugen Rusch sendete (38.). Ein Vorbote für
den nicht unverdienten Anschlusstreffer, den Sven Jantzen nach Jäger-Ecke und
Ünlü-Ablage mittig im Sechzehner besorgte (42.).
Ansonsten blieb es aber beim unruhigen Kampfspiel, auf das der Schiedsrichter
zu spät mit der nötigen Konsequenz reagierte. Entsprechend groß fiel der Groll
bei Jäger aus, als Mittelfeld-Abräumer Alpaslan Yildirim freilich in der Summe
verdient mit Gelb-rot von der Koppel musste (61.), Gäste-Akteur Rene Kluth für
eine ähnliche Ansammlung von Missetaten nur mit einer Verwarnung davonkam: „Der
Schiedsrichter hat heute grundsätzlich keine schwerwiegenden Fehler gemacht.
Nur, es ist immer ein bisschen schwierig, wenn auf der einen Seite schnell
gelbe Karten verteilt werden und auf der anderen Seite die gelben Karten nicht
gezogen werden. Auch, wenn es kleine Fouls sind, aber die Masse das dann
ausmacht. Und das beeinflusst das Spiel schon.“.
Positiven Einfluss für die Eimsbütteler hatte dagegen die nachlässige
Chancenverwertung des Vorjahrespokalfinalisten, der insbesondere durch Götz,
frei vor der heuer durch Christian Reichel gehüteten Kiste, den Deckel nicht
drauf machte (68.).
Sechs lange Nachspielminuten drückten die Hausherren noch einmal auf den späten
Punktgewinn, den der von Ünlü eingesetzte Florian John sogar aussichtsreich auf
dem linken Schlappen hatte. Knapp passierte das Kunstleder die Grundlinie auf
der falschen Seite des langen Pfostens, sodass der prosperierende Trend von
zuletzt zehn Zählern aus fünf Spielen wieder etwas an Dynamik verlor. „Egal,
wer morgens auf dem Platz steht – ob Spieler ausfallen oder nicht: Wenn wir als
geschlossene Einheit fungieren, können wir uns gegen jeden Gegner behaupten“,
nahm Jäger trotzdem „wie immer dasselbe Positive“ aus dem Match mit abermals
dünner Personaldecke mit. Schaden dürfte diese Marschrute auch beim nächsten
Kick-Off nicht, wenn auswärts bei Vize-Spitzenreiter Croatia ein „schweres
Spiel“ auf einem „sehr kleinen Platz, wo man sofort immer unter Druck steht,
sobald der Ball verloren geht“, ansteht. Doch: „Grundsätzlich fängt jedes Spiel
bei null an und hört irgendwann auf. Und bis dahin muss man das reinwerfen, was
man hat. Mir ist nie Bange, wenn wir gegen Vicky (Dauer-Dominator und wieder
aktueller Primus) spielen. Deswegen: spielen und gucken, was rauskommt.“.
Tore: 0:1 Stonys (16.
Voigt), 0:2 Voigt (33. Götz), 1:2 Jantzen (42. Ünlü)
gelb-rote Karte: Yildirim (HEBC,
61., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Jean Pierre Bley
(TuRa Harksheide)
Zuschauer: 15
Sonntag, 30. November 2025
Spielbericht HEBC 1.Ü40 - FTSV Altenwerder/FC Süderelbe 1.Ü40
Sonntag, 9. November 2025
Spielbericht HEBC 1.Ü40 - Eintracht Lokstedt 1.Ü40
LFC
zittert sich zum Spieltagsgewinner
Trotz
HEBC-Aufholjagt: Eintracht Lokstedt ersiegt sich einen Kellervorsprung
Daheim verloren, aber trotzdem nicht ganz enttäuscht. Die Ü40 des HEBC musste
sich nach der Positivserie von zuletzt sieben Zählern aus drei Partien wieder
einem Konkurrenten der Oberliga 02 geschlagen geben.
Eintracht Lokstedt, ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt, war es
nämlich vor allem dank einer entschlossenen ersten Halbzeit gelungen, die drei Punkte
vom Reinmüller-Platz zu entführen.
Mit etwas Spätzündung ins Spiel gestartet (der Schiedsrichter war erst zwei
Minuten nach der angesetzten Anstoßzeit spielfertig erschienen), schlugen die
Gäste früh per ruhendem Ball zu, beziehungsweise ließen zuschlagen, als Patrick
Rückert einen Turtschan-Freistoß im Sechzehner an den eigenen Innenpfosten
lenkte. Verlass auf das Aluminium war dabei nicht: der Ball rutschte ins
lila-weiße Netz (7.).
In der Folge ging es gewohnt engagiert zur Sache, wohin rein die rot
gekleideten Lokstedter das cool vor der Kiste ins lange Eck vollendete 0:2
durch Maik Rauch setzten (13.). Perfekt hatte Rauchs Bewegung zuvor zu
Turtschans Anspiel in den halblinken Raum gepasst.
Wer weiß, viele tolle Bälle dem doppelten Vorbereiter heuer noch geglückt
wären, hätte er sich nicht in der dargebotenen Häufigkeit in Diskussionen und
Nickligkeiten verstrickt…
Dafür servierte Kollege Catalin Anghel wundervoll mit einer butterweichen
Diagonalhereingabe, die Kapitän Ingo Prüfer wiederum klassisch zum 0:3
vergoldete (28.). Es schien schon früh in Richtung Auswärtssieg entschieden zu
sein.
Doch mit dem Mut, der sich bereits bei einer guten Ünlü-Konterchance vor dem
Seitenwechsel andeutete (33.) und dem Glück, dass Rauch hauchdünn das 0:4
verzog (35.+2), kreierten die Eimsbütteler zu Beginn des zweiten Abschnitts
eine Druckphase mit diversen Offensivstandards, um das verkürzende 1:3 jedoch
aus dem Spiel heraus zu erzielen. Flanke Felipe Villalón Waldburg-Zeil, Flugkopfball
Frank Jäger – geht doch (55.)!
Ein Treffer der Marke „Tor des Monats“, bei dem Villalón Waldburg-Zeil seine
Direktabnahme mit links ins Dreiangel zauberte (58.), verlieh den
Ramos-Schützlingen weiteren Rückenwind bei der plötzlich realistischen
Aufholjagt.
Umso ärgerlicher für die Ballsportclubberer, dass auf der anderen Seite mit
Oliver Barz ein ausgewiesener Torjäger von Bank gekommen war. Gerade einmal
fünf Minuten auf der Koppel, nahm der 43-Jährige einen Pähler-Freistoß geschmeidig
an und finalisierte via Rechtsschuss in die lange Ecke (62.).
Per Torschussflanke von Barz (63.) und Rücklagen-Versuch Turtschans (64.)
näherte sich LFC daraufhin der endgültigen Vorentscheidung, die ein
Strafstoßpfiff drüben aber wieder von der Agenda tilgte. Jäger hatte sich der
Sache aus elf Metern erfolgreich angenommen, obwohl Frank Wulf noch mit den Fingerspitzen
touchierte, sodass die Nachspielzeit noch einmal zum Sonntagmorgen-Krimi wurde.
HEBC drängte und versuchte es durch Villalón Waldburg-Zeil in Überminute vier,
doch das Geschoss aus der Ferne flog einen Tick zu hoch auf sein Ziel zu. Eintracht
Lokstedt blieb Sieger und damit ein großer Spieltagsgewinner im unteren
Tabellensegment. Fünf Punkte liegen nun zwischen der Elf von der Döhrnstraße
und Nikola Tesla auf Abstiegsplatz elf. Mit gleicher Ausgangslage reist am
kommenden Wochenende der HEBC zum wiederum punktgleichen Konkurrenten nach
Schenefeld.
Tore: 0:1 Rückert (7.,
Eigentor, Turtschan), 0:2 Rauch (13. Turtschan), 0:3 Prüfer (28. Anghel), 1:3
Jäger (55. Villalón Waldburg-Zeil), 2:3 Villalón Waldburg-Zeil (58. Almeida),
2:4 Barz (62. Pähler), 3:4 Jäger (69., Strafstoßtor)
gelbe Karten: Ünlü – Pähler
Schiedsrichter: Dr. Ahmed Sharaf (SC
Victoria Hamburg)
Zuschauer: 15
Sonntag, 28. September 2025
Spielbericht FTSV Komet Blankenese 1.Ü40 - HEBC 1.Ü40
Die
Null muss stehen…
Novum
seit November 2024: HEBC-Senioren ohne Gegentreffer
Drei Niederlagen und ein kampfloses Pokal-Aus gegen den SC Victoria: die Saison
2025/2026 gestaltete sich für die Senioren des HEBC bis dahin freilich in
Gestalt einer Erfolgsgeschichte. Entsprechend wohlwollend registrierten die
Eimsbütteler den nun endlich eingefahrenen ersten Zähler der Serie.
Im herbstlichen Sonnenschein von Blankenese verdiente man sich den Punkt mit
jeder Menge Kompaktheit und einer (meistens) besonnenen Attitüde gegen einen
zunächst ordentlich Druck machenden Gastgeber, deren beste Gelegenheit Jascha
Kelters nach Hereingabe Mihai Ghitas am Innenpfosten versiegen sah (8.).
Ansonsten bekam der Tabellenletzte den Laden ganz gut dicht, um mit zunehmender
Spieldauer selber etwas mutiger nach vorne zu werden. Nach selbst
herausgeholtem Ünlü-Freistoß köpfte Dennis Schümann nicht schlecht, aber auch
nicht perfekt, in Richtung Komet-Gehäuse (24.).
Mit getauschten Seiten sollte sich das optische Bild nicht groß ändern.
Vorsichtiges Abwarten prägte die lange zäh anzuschauende Partie.
Erst in der Schlussphase kanalisierten die Hausherren ihre Unzufriedenheit über
den sparsamen Auftritt im Spielerischen zu einer echten Drangphase. Den Anfang
machte Baton Morina, der nach Flanke von rechts mit links drüber zielte (68.),
ehe die Kollegen Werthmann und Guhl die Pille im Strafraumchaos nicht
entscheidend aufs Tor bekamen (70.). Das torlose Remis war damit manifestiert,
sodass den Herren in Braun kein Sprung in die obere Tabellenhälfte gelang,
während der HEBC mit dem heute coachenden Marcus Klaube (Trainer Francisco
Ramos genoss unterdessen die Sonne Griechenlands) erstmalig seit dem 24.11.2024
ein Liga-Spiel ohne Gegentor erlebte. Gegner damals an gleicher Stelle: Komet
Blankenese, das durch ein Tor durch Michael Glaser (18.) mit 1:0 besiegt werden
konnte.
Tore: Fehlanzeige
gelbe Karten: Ghita – keine
Schiedsrichter: Uwe Meyer (SC Cosmos
Wedel)
Zuschauer: 15
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