LFC
zittert sich zum Spieltagsgewinner
Trotz
HEBC-Aufholjagt: Eintracht Lokstedt ersiegt sich einen Kellervorsprung
Daheim verloren, aber trotzdem nicht ganz enttäuscht. Die Ü40 des HEBC musste
sich nach der Positivserie von zuletzt sieben Zählern aus drei Partien wieder
einem Konkurrenten der Oberliga 02 geschlagen geben.
Eintracht Lokstedt, ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt, war es
nämlich vor allem dank einer entschlossenen ersten Halbzeit gelungen, die drei Punkte
vom Reinmüller-Platz zu entführen.
Mit etwas Spätzündung ins Spiel gestartet (der Schiedsrichter war erst zwei
Minuten nach der angesetzten Anstoßzeit spielfertig erschienen), schlugen die
Gäste früh per ruhendem Ball zu, beziehungsweise ließen zuschlagen, als Patrick
Rückert einen Turtschan-Freistoß im Sechzehner an den eigenen Innenpfosten
lenkte. Verlass auf das Aluminium war dabei nicht: der Ball rutschte ins
lila-weiße Netz (7.).
In der Folge ging es gewohnt engagiert zur Sache, wohin rein die rot
gekleideten Lokstedter das cool vor der Kiste ins lange Eck vollendete 0:2
durch Maik Rauch setzten (13.). Perfekt hatte Rauchs Bewegung zuvor zu
Turtschans Anspiel in den halblinken Raum gepasst.
Wer weiß, viele tolle Bälle dem doppelten Vorbereiter heuer noch geglückt
wären, hätte er sich nicht in der dargebotenen Häufigkeit in Diskussionen und
Nickligkeiten verstrickt…
Dafür servierte Kollege Catalin Anghel wundervoll mit einer butterweichen
Diagonalhereingabe, die Kapitän Ingo Prüfer wiederum klassisch zum 0:3
vergoldete (28.). Es schien schon früh in Richtung Auswärtssieg entschieden zu
sein.
Doch mit dem Mut, der sich bereits bei einer guten Ünlü-Konterchance vor dem
Seitenwechsel andeutete (33.) und dem Glück, dass Rauch hauchdünn das 0:4
verzog (35.+2), kreierten die Eimsbütteler zu Beginn des zweiten Abschnitts
eine Druckphase mit diversen Offensivstandards, um das verkürzende 1:3 jedoch
aus dem Spiel heraus zu erzielen. Flanke Felipe Villalón Waldburg-Zeil, Flugkopfball
Frank Jäger – geht doch (55.)!
Ein Treffer der Marke „Tor des Monats“, bei dem Villalón Waldburg-Zeil seine
Direktabnahme mit links ins Dreiangel zauberte (58.), verlieh den
Ramos-Schützlingen weiteren Rückenwind bei der plötzlich realistischen
Aufholjagt.
Umso ärgerlicher für die Ballsportclubberer, dass auf der anderen Seite mit
Oliver Barz ein ausgewiesener Torjäger von Bank gekommen war. Gerade einmal
fünf Minuten auf der Koppel, nahm der 43-Jährige einen Pähler-Freistoß geschmeidig
an und finalisierte via Rechtsschuss in die lange Ecke (62.).
Per Torschussflanke von Barz (63.) und Rücklagen-Versuch Turtschans (64.)
näherte sich LFC daraufhin der endgültigen Vorentscheidung, die ein
Strafstoßpfiff drüben aber wieder von der Agenda tilgte. Jäger hatte sich der
Sache aus elf Metern erfolgreich angenommen, obwohl Frank Wulf noch mit den Fingerspitzen
touchierte, sodass die Nachspielzeit noch einmal zum Sonntagmorgen-Krimi wurde.
HEBC drängte und versuchte es durch Villalón Waldburg-Zeil in Überminute vier,
doch das Geschoss aus der Ferne flog einen Tick zu hoch auf sein Ziel zu. Eintracht
Lokstedt blieb Sieger und damit ein großer Spieltagsgewinner im unteren
Tabellensegment. Fünf Punkte liegen nun zwischen der Elf von der Döhrnstraße
und Nikola Tesla auf Abstiegsplatz elf. Mit gleicher Ausgangslage reist am
kommenden Wochenende der HEBC zum wiederum punktgleichen Konkurrenten nach
Schenefeld.
Tore: 0:1 Rückert (7.,
Eigentor, Turtschan), 0:2 Rauch (13. Turtschan), 0:3 Prüfer (28. Anghel), 1:3
Jäger (55. Villalón Waldburg-Zeil), 2:3 Villalón Waldburg-Zeil (58. Almeida),
2:4 Barz (62. Pähler), 3:4 Jäger (69., Strafstoßtor)
gelbe Karten: Ünlü – Pähler
Schiedsrichter: Dr. Ahmed Sharaf (SC
Victoria Hamburg)
Zuschauer: 15
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Sonntag, 9. November 2025
Spielbericht HEBC 1.Ü40 - Eintracht Lokstedt 1.Ü40
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