Zündstoff für den Keller
Sie
können es doch noch! Auswärtssieg lässt SV Lieth wieder hoffen
Durch 16 (sportlich) sieglose Partien mit dem Rücken zur Wand, reiste die SV
Lieth am Sonntagnachmittag als Schlusslicht zum zuletzt heimstarken VfL
Pinneberg in dessen Asyl beim SC Pinneberg.
Fünf Zähler Rückstand auf das rettende Ufer der Bezirksliga 01 und die
Konkurrenz aus Duvenstedt und Niendorf hat jeweils gepunktet. Ein schwieriges Setting, das sich für den
Tabellenletzten auch noch im Spiel selber weiter verschlimmerte, steuerte
Torjäger Niklas Bargob das Leder nach Vorarbeit Tjark Holzapfels in der Mitte
zum bereits 22. Mal ins Netz – der Rückstand nach gerade einmal sechs Minuten!
Aber die Mannschaft zeigte Moral, blieb, angetrieben durch den omnipräsenten
Meraja Magens, aktiv. So prüfte Joel Tündermann nach Magens-Zuspiel den
sicheren Philipp Niedermeier zwischen den VfL-Pfosten (9.).
Den Beweis, dass sie es tatsächlich können, lieferten die Herren in schwarz
dann per Matthiessen-Ecke, die über einen Umweg bei Christian Kuhlmann landete,
sodass der 22-Jährige mit vollem Huf das 1:1 abfeuerte (19.).
Trotz Chancenvorteil im weiteren Halbzeitverlauf der vorzeitige Pausenstand.
Mit dem Wiederbeginn legte nun auch das Heimteam einen Gang zu; kam beispielsweise
durch Yannick Rentzows knapp verzogenen Versuch von halbrechts gefährlich vor
das SVL-Gehäuse (61.).
DIE Chance des dritten Spielviertels ereignete sich jedoch auf der anderen
Seite, als Felix Schröder seinen spektakulären Seitfallzieher ans Quergebälk
donnerte (68.).
Der Treffer der Marke „Tor des Monats“ sollte dafür seinem Kollegen Philipp
Matthiessen gelingen, als dem Ur-Liether eine Bogenlampe auf den schussbereiten
Schlappen fiel und der Einschuss rechtsoben puren Auswärtsjubel auslöste (76.).
„Männer, das sind jetzt Charakterminuten!“, schallte es in der Schlussphase von
der liether Bank, denn der VfL wollte sich seine kleine Serie von zwei
Heimsiegen keineswegs kampflos zerstören lassen. Bis auf einen aussichtsreichen
Johannsen-Kopfball (drüber, 83.), bekam die heuer ge- und entschlossene
Krenzk-Elf allerdings alles wegverteidigt.
Das Ende des Zitterns führte schließlich ein Moment des Umschaltens herbei. Die
aufgerückten Pinneberger knackte Julien Duffke mit steilem Anspiel auf
Matthiessen, der seine wohl stärkste Saisonleistung mit der 1:3-Entscheidung im
freien Lauf auf den Kasten des chancenlos geschlagenen Niedermeier krönte
(90.). Da darf die Eckfahne gerne mal zur Partyzone werden!
Endgültige Gewissheit, dass die Sieger des wilden Hinspiels (4:1 VfL) hier
nichts mehr umbiegen würden, hatten sie in der ausgiebigen Nachspielzeit mit
Malick Djimbas Gelb-rot selbst zu verantworten (90-+6). Der erfahrene Togoer
war nach seiner Einwechslung (67.) für den später per Krankenwagen
abtransportierten Bargob (versuchte es nach Zusammenstoß mit Gäste-Fänger Lukas
Rensch (52.) noch eine Weile) nur eine halbe Stunde auf dem Feld gestanden. Ob
man da als Gegner begeistert applaudieren muss – dagegen fraglich…
Als berechtigt gingen dafür die Ovationen für die verdienten wie imminent
wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf durch. Die Nicht-Abstiegsplätze erspäht
man in Klein Nordende nun auch wieder ohne Feldstecher. Und je nach dem, ob der
Spielausschluss des HFV das abgebrochene Kellerduell gegen HSV IV (Spielstand 2:3)
neu ansetzt, wäre mit einem Dreier im möglichen Wiederholungsspiel sogar der
Sprung aus den bösen Kreisligarängen aus eigener Kraft möglich. Die letzten
fünf Spieltage (oder auch sechs) versprechen jedenfalls noch die volle
Emotionspalette.
Tore: 1:0 Bargob (6. Holzapfel), 1:1 Kuhlmann (19. Schröder), 1:2
Matthiessen (76.), 1:3 Matthiessen (90. Duffke)
gelbe Karten: Rollwagen – M. Schulz, Magens, Papazoglu
gelb-rote Karte: Djimba (VfL Pinneberg, 90.+6, wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Furkan Yavuz (SC Teutonia 10)
Zuschauer: 102
Sonntag, 19. April 2026
Spielbericht VfL Pinneberg - SV Lieth
Spielbericht Niendorfer TSV II - FC Elmshorn
Primus verzockt seinen Thron
Remis
nach 3:0-Führung: FC Elmshorn fällt vom Sockel
Alles voll im Griff und doch Federn gelassen. Der FC Elmshorn hat sich in Runde
26 der Bezirksliga 01 mit einem Remis beim Kellerkind aus Niendorf ordentlich
blamiert und damit oben wie unten für Bewegung gesorgt.
Eine etwas seltsame Aura hatte dieser Sonntagvormittagskick am Bondenwald von
Beginn an. Schnell hatten sich toxische Bekanntschaften zwischen dem
diskussionsfreudigen Schiedsrichter und dessen Gleichgesinnten aus den Reihen
des FCE gebildet, bevor betreffende Mittelfeldstrategen das Geschehen gekonnt
auf sportliche Weise auf sich zogen. So war Ex-Oberliga-Kicker Alessandro
Schirosi just am 0:1 beteiligt, das Sergen Sevinc im passenden Durchlaufen
mittig erzielte (16.).
Torbeteiligung Nummer zwei entfiel bei Ümit Karakayas Abschluss nur durch
gegnerisches Zutun (17.), ehe es andersherum mit dem 0:2 klappte. Eine
Karakaya-Ecke war Schirosi quasi als dritter Ball vor den einschussbereiten
Schlappen geplumpst; das darf man sich natürlich nicht entgehen lassen (18.)!
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auch fortan auf das Tor der
Niendorfer, deren Niederlage im Abstiegskampf heute eine Frage der Höhe zu
werden schien. Der Primus sollte es allerdings nur noch vom Punkt schaffen,
Goalie Christopher Schade zu überwinden, nachdem der Schlussmann Sevinc zwar
als letzter Mann, aber im weitesten Sinne ballorientiert zu Fall gebracht hatte
(35.). Schirosis aufreizender Gruß an Herrn Panenka in die ehemalige
Tschechoslowakei bedeutete gleichzeitig den 0:3-Pausenstand, an dem die
Gastgeber kurz vor dem Kabinengang einmal kräftig rüttelten. Weil Tormann Alan
Kado an einem langen Malik-Schlag vorbei sprang, ergab sich Nico Grünwaldt die
fette Chance, die der „10er“ jedoch zu hektisch vor der leeren Kiste vergeigte
(44.).
Eine Gegentor-Androhung, die der FCE offenbar nicht sonderlich ernst nahm. Im
Spiel nach vorne ohne die in der Kabine gebliebenen Schirosi und Sevinc
statisch, ideenlos – defensiv halbherzig; so schenkte die Elf in Weinrot das
Match völlig unnötig her, während die NTSV-Reserve durch Dennis Brettschneiders
Strafstoßtor rasch Wasser auf die Mühlen bekam (47.).
Zwei Halbchancen für Seymen Tokay (53.) und Sercan Er (65.) vermochten nicht zu
kaschieren, dass es die abstiegsbedrohten Gastgeber waren, die nun klar mehr
zum Geschehen beitrugen. Eine Spielhaltung, deren Belohnung in der Schlussphase
folgerichtig eintrat. Raphael Boschkes Vorarbeit über links veredelte der bis
dato glücklose Lukas Lackner zum 2:3-Anschlusstreffer (75.), um nach Eckstoß
Minseo Chos tatsächlich den Gleichstand herauszuschießen (83.).
Ein tolles Ergebnis, das Lackner und Co von nun an leidenschaftlich
verteidigten, während der Tabellenführer mit Drittligavisionen auch mit dem
spät eingewechselten Dennis Altergott an vorderster Torjäger-Front kein Rezept
mehr fand, die hergeschenkten zwei Punkte wieder einzusacken.
Immerhin den Kummerfelder SV freute es, ließ die Kneuker-Elf wenig später
daheim nichts anbrennen, sodass der 4:1-Erfolg gegen TuRa Harksheide II aufgrund
der besseren Tordifferenz die Inthronisation des KSV zur Folge hatte. Für die
heuer gefühlt geschlagenen Krückaustädter aber kein Beinbruch. Eine weniger
gespielte Partie und vor allem das jetzt folgende Spitzenspiel am nächsten
Freitag versprechen weiter beste Karten auf dem in die Landesliga.
Und die Niendorfer? Die landeten im engen Abstiegskampf einen wichtigen Bonuspunkt,
der neben der Verbesserung auf Rang zwölf (zwei Zähler vor Abstiegsplatz 14)
vor allem mentalen Rückenwind für die kommenden drei Gastspielreisen bewirkt.
Tore: 0:1 Sevinc (16. Schirosi), 0:2 Schirosi (18. Karakaya),
0:3 Schirosi (35., Strafstoßtor, Schade an Sevinc), 1:3 Brettschneider (47.,
Strafstoßtor), 2:3 Lackner (77. Boschke), 3:3 Lackner (83. Cho)
gelbe Karten: Schade, Molder, Nast, Boschke – Schirosi, Acar
Schiedsrichter: Ivan Feric (SV Tonndorf-Lohe)
Zuschauer: 50
Freitag, 10. April 2026
Spielbericht SV Lieth - Hamburger SV IV
Blaulicht statt Befreiungsschlag
Keller-Krimi
am Butterberg wegen Verletzung abgebrochen
Betroffenes Bangen, betretene Stille und mittenhinein der Abpfiff. Der 25.
Spieltag der Bezirksliga 01 endete für Jan Schiebuhr, Mittelfeldspieler der SV
Lieth, per Blaulicht im Spital.
Eigentlich sollte es im Abstiegskracher seiner Farben (Platz 15, 16 Punkte)
gegen die Vierte des HSV (12., 20 Zähler) den großen Befreiungsschlag geben.
Ein hehres Ziel, wie schon die Anfangsminuten belegten. Vor allem, weil sich
die Liether früh selbst ins Hintertreffen brachten. Unter Pressingdruck spielte
Tormann Patrick Klösel den Ball zwischen zwei halbgaren Anspielstationen durch,
direkt in die Füße des ebenso prompt von links hoch abziehenden Massimo Graci
und der 0:1-Fehlstart ins vorgezogene „Endspiel“ um den Klassenerhalt war
perfekt (9.).
Die Gäste daraufhin das bessere Team, doch zwingende Momente, wie Finn
Carlssons zentraler Abdruck (drüber, 12.) gab es erst in Richtung
Halbzeitschlussphase zu vermelden, als Carlssons Kopfball Klösel zur
Glanzparade zwang (36.) und der Goalie seinen Lapsus zum Gegentor spätestens im
starken Eins-gegen-Eins mit dem durchgestarteten Noah Brämer wettmachte (39.).
Und kaum brüllte Präsident und Stadionsprecher Bo Hansen seine Lobpreisung des
Torstehers ins Mikrofon, machte der „Titan“ gegen Piet Bussink-Becking
geschwind die kurze Ecke zu.
Die SVL, deren einzig valides Lebenszeichen aus Meraja Magens´ Rückraumschuss
mit frechem Schnitt (32.) bestand, blieb damit top im Match, das nun wiederum
der HSV mit einer völlig missratenen Rückgabe auf Gleichstand polte. Tim
Hör´le, der nebenbei hauchdünn an gelb-rot für wiederholtes Foulspiel vorbei
schrammte (45.+1), servierte per Zuspiel in die Strafraum-Mitte Felix Schröders
Ausgleichstor im Dazwischenspritzen (43.). Die Idee, den Verteidiger für die
Rückrunde ganz nach vorne zu beordern, hat sich mit jetzt drei Saisontoren
jedenfalls schon mal bezahlt gemacht.
Die Freude darüber sollte allerdings nach dem Seitenwechsel verflogen sein,
schafften es die Breitensportler des Ex-Bundesliga.Dinos, das Tempo von
Linksaußen Brämer immer besser auf die Schiene zu bringen. Bei Gracis Verfehlen
war dies aus SVL-Sicht noch gutgegangen (52.), doch dann schickte Marvin Nietgen
den „23er“ im Drei-Stationen-Konter auf den unaufhaltsamen Weg zum 1:2 in die
lange Ecke (56.).
Das Umschalten also eine Stärke des HSV – hat sich nur irgendwie nicht bis zu
den Hausherren herumsgesprochen. Florian Gebauers langer Schlag aus der
Innenverteidigung, Lennart Plötzkys Kopfballverlängerung und schon war Nietgen
frei durch für den Rechtsschuss, den Klösel nicht mehr entscheidend blockieren
konnte (62.). Der mitgereiste Anhang in voller Freude, zumal Brämer zwanzig
Minuten vor dem Ende mit links alles hätte klarmachen können, wäre der Kasten
nur ein wenig breiter gewesen (70.).
So aber blieb die SV Lieth noch am Leben, ehe ihr Herzschlag dank des 2:3-Anschlusstreffers
wieder so richtig in Schwung kam. Einen Flugball des nach ewiger
Verletzungspause sofort weiterhelfenden Magens hatte Finn Struve formvollendet
mit der Hacke zu Tom Busse weitergeleitet. Der Treffer war da nur noch
Formsache (74.).
War hier also doch noch etwas drin? Ein Behrens-Kopfball, den HSV-Fänger Ather Aldakhe
schön aus dem kurzen Eck fischte (83.), fand trotz aller Bemühungen jedoch
keine torgefährlichen Nachahmer.
240 Sekunden Nachspielzeit blieben letztlich noch als letzter Rettungsring, bis
bei exakt 138 von ihnen Plötzkys Lufteinsatz in den Rücken von Schiebuhr mit
dem unsanften Aufprall des Liethers endete und die folgende Versorgung des
hauptberuflichen Gemeinschaftsschullehrers, unterstützt durch eine anwesende
Rettungsassistentin aus dem Publikum, eine unabsehbare Länge einnahm.
Schiedsrichter Hasan Biyikli (VfL Hammonia) brach die Partie schließlich nach
Unterredung mit den beiden Spielführern ab. Eine Neuansetzung scheint aufgrund
der Einstimmigkeit der Entscheidung am wahrscheinlichsten.
Aus dem Umfeld des Verletzten folgte unterdessen bereits im Laufe des
Wochenendes Entwarnung. Eine amtliche Gehirnerschütterung und eine Gesichtsoptik
aus dem Schwergewichtsboxen können getrost als glimpflicher Ausgang des
Kopf-Aufpralls gewertet werden. Alles andere muss nun eben der Hamburger Fußballverband
entscheiden.
Tore: 0:1 Graci (9.), 1:1 Schröder (43.), 1:2 Brämer (56. Nietgen),
1:3 Nietgen (62. L. Plötzky), 2:3 Busse (74. Struve)
gelbe Karten: Behrens – Hörle, L. Plötzky
Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)
Zuschauer: 75
besonderes Vorkommnis: Spielabbruch wegen eines
Krankenwageneinsatzes (90.+3).
Freude über wertlose Tore? Der HFV muss nun über eine mögliche Neuansetzung entscheiden.
Montag, 6. April 2026
Spielbericht FC Elmshorn - TV Haseldorf
Zweistellig an die Spitze
11:0!
FC Elmshorn kommt Etappenziel zum Profibereich näher
„FC Elmshorn will in den Profifußball“ titelte die Elmshorner Nachrichten
vergangenen Mittwoch. Und während noch darüber diskutiert wird, ob es sich hier
um einen Aprilscherz, passend zum 01.04., durchgeknallten Größenwahn oder ein
solides Projekt handelt, setzte die (noch) siebklassige Mannschaft am
Ostermontag ein zweistelliges Ausrufezeichen.
Den personell einmal mehr angeschlagenen Abstiegskandidaten aus Haseldorf zu
Gast, gestaltete der zukünftige Drittligist (nach eigener Vision für etwa 2032
anvisiert) die Partie nach Belieben.
Kein Wunder also, dass Torjäger Dennis Altergott ein durchgerutschtes
Sukhanov-Zuspiel in die Tiefe mühelos vor der Kiste zur 1:0-Führung verwertete
(13.).
Die Verdopplung setzte es nach einem Aygün-Freistoß, den Gäste-Fänger Johannes
Markmann zwar erst parierte, doch mit Mert Acar stand ein aufmerksamer
Abstauber sofort bereit (23.), ehe wieder Altergott nach Flugball Acars auf 3:0
stellte (28.).
Zwei Großchancen durch Mustafa Gök (32.) und Aygün (34.) etwas fahrlässig
ausgelassen, ging es nach Sevinc-Diagonalball mit Seymen Tokays 4:0 weiter
(39.). Und auch Kapitän Aygün belohnte mit seinem Freistoßtor von rechts für
seinen heuer 45-minütigen Einsatz (44.).
Auch im zweiten Abschnitt ging es, abgesehen von kleineren Schusschancen für
die Haseldorfer, beispielsweise von Louis Bevers (63.), nur in eine Richtung.
Besondere Freude bescherte dies dem umtriebigen Altergott, der lediglich ein
Dutzend an Spielminuten zum lupenreinen Hattrick benötigte (62., 65. &
74.).
Da wollte sich auch sein Trainer nicht lumpen lassen, krönte Seyhmus Atug seine
Selbsteinwechslung mit dem 9:0 nach Rewakian-Ecke (81.) und dem 10:0, das ihm
Altergott vor der Kiste aufgelegt hatte (84.).
Ein Ei legte der neue Primus dem auseinanderbröselnden Gegner aber noch ins
Nest. Mustafa Saidy Khans Flanke köpfte Bedran Atug am zweiten Pfosten zum
11:0-Endstand ein (90.).
Zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Kummerfeld bei noch einer
Partie mehr zu gehen riechen nun schon extrem nach dem erstmal anvisierten
Landesligafußball in der Krückaustadt, während man Haseldorf angesichts des nicht
einfachen Restprogramms und einem Punkt Rückstand auf das rettende Ufer sieben
anspruchsvolle rest-Spieltage vor der Nase hat.
TV Haseldorf: Markmann – Franke, Wichmann, Pieper, Biermans –
Kaland, Mohrdieck, J. Lüchau (78. C. Dalecki), Laudahn – Jedamski, Bevers,
Trainer: Benjamin Kälberloh
FC Elmshorn: Kado – Sukhanov, B. Atug, Er, Saidy Khan – Gök (70. S.
Atug), Acar (46. Rewakian), Aygün (46. Aydin) – Sevinc (46. Eklim), Altergott,
Tokay, Spielertrainer: Seyhmus Atug
Tore: 1:0 Altergott (13. Sukhanov),
2:0 Acar (23. Aygün), 3:0 Altergott (28. Acar), 4:0 Tokay (39. Sevinc), 5:0 Aygün (44., direkter
Freistoß), 6:0 Altergott (62.), 7:0 Altergott (65.), 8:0 Altergott (74.), 9:0
S. Atug (81. Rewakian), 10:0 S. Atug (84. Altergott), 11:0 B. Atug (90. Saidy
Khan)
Schiedsrichter: Fatih Karkar (FFC 08 Osman Bey Moshee)
Zuschauer: 50
Donnerstag, 2. April 2026
Spielbericht SV Blau-weiß 96 Schenefeld - TV Haseldorf
Vorteil: Kadertiefe
Torhungrige
Joker richten es für Blau-weiß 96
70 Minuten lang sah es so aus, als könnte der TV Haseldorf der große
Gründonnerstagsgewinner im Untergeschoss der Bezirksliga 01 sein, doch spät
schlug in Schenefeld die bittere Erkenntnis zu: der Klassenerhalt bleibt ein
Mammutprojet.
Ohne den gelbgesperrten Lars Rose, der dafür im gut besuchten Gästeblock alles
gab, legte der Aufsteiger gleich willig und griffig los. Völlig untypisch für
einen Abstiegskandidaten, zahlte sich dies auch sofort aus, verwertete Marten
Fülscher eine Mohrdieck-Flanke in der Mitte zum 0:1-Stimmungshoch aller, die in
der Folge mit dem Auswärtsteam um den Erhalt der Führung bangten (7.).
Blau-weiß startete nämlich seine Ballbesitzdominanz, die das Spielgeschehen
nachhaltig in die Hälfte der Haseldorfer verlagerte. Eingreifen brauchte
Gäste-Fänger Niklas Grote jedoch erstmal nur mit einer behänden Fußabwehr gegen
den scharf von Lewe Tiede bedienten Lenard Peters (8.).
Allzu lange sollte sich dies aber nicht ausgehen. So schickte Youss Jaiteh
seinen Kollegen Rene Müller wohl temperiert in die Tiefe, wo der 29-Jährige auf
dem Weg zum Ausgleich keine halben Sachen machte (19.). Nicht ganz so Oscar
Rehder, dem sich Grote mit voller Breite entgegenstellte (22.).
Doch auch die Gäste warteten in Nadelstichen gefährlich auf. Nach Phil
Mohrdiecks starkem Ballgewinn ergab sich Michel Lienau nämlich die fette Chance,
gegen deren Verwertung sich Fynn Ritter im Abtauchen erfolgreich stemmte (21.).
Kein Grund für den fleißig ackernden Blondschopf, es nochmal zu versuchen. Dem
letzten Mann aus der 96-Viererkette die Kugel geklaut, versenkte Lienau diesmal
eiskalt vor Ritter zum 1:2-Halbzeitstand (41.), den Fülscher von halbrechts
durchaus noch hätte ausbauen können (45.+1).
Ernsthafte Gefährdung erfuhr diese Einblendung auf der großzügigen Anzeigetafel
im Stadion Achter de Weiden lange Zeit nicht. Auf der regelmäßig vollends
bespielten Skala zwischen Welt- und Kreisklasse drohte den Hausherren nach der
3:5-Schlappe in Niendorf aus der Vorwoche gleich das nächste Negativextrem.
Heuer aber zogen die Jungs in weiß den Kopf auch dank einer herausragenden Bank
spät aus der Schlinge. Mit einem Treffer der Marke „Eier-Tor“ würdigte der
soeben eingewechselte David Heffele nicht nur die anstehenden Ostertage,
sondern läutete damit auch die Wende im zu diesem Zeitpunkt irgendwie toten
Spiel ein (71.). Denn nachdem der mit ihm gekommene Jasin Emini beim ersten
versuch noch am Außennetz scheiterte (77.), machte es die Rückennummer 33 auf
Diagonalball Maik Wegners eiskalt zum 3:2 (79.).
Die Haseldorfer, die im Gegensatz dazu freilich nicht über solche Einwechselkaliber
verfügen, waren gebrochen und Blau-weiß auf dem Weg, das Resultat weiter
hochzuschrauben. In zwei Szenen daran gescheitert (84. & 90.), holte mit
Marco Müller der dritte Joker das Verpasste im Konter nach (90.+3).
Der TVH nun weiter mit einem Zähler unter dem Strich, während Coach Mathias Timm
und seine Edel-Bankwärmer bei einem ganzen Dutzend an Punkten Vorsprung auf die
Kreisliga-Plätze sieben sorgenfreien Restspieltagen entgegensehen können.
Tore: 0:1 Fülscher (7. Mohrdieck), 1:1 R. Müller (19. Jaiteh),
1:2 Lienau (41.), 2:2 Heffele (71.), 3:2 Emini (79. Wegner), 4:2 M. Müller (90.+3,
Kocak)
gelbe Karten: keine – J. Lüchau
Schiedsrichterin: Vanessa Thormählen (FC Union Tornesch, Note 2,5)
Zuschauer: 80
Sonntag, 29. März 2026
Spielbericht VfL Pinneberg - TV Haseldorf
Holzapfel senkt den Blutdruck
Erster
Sieg in 2026! VfL Pinneberg weist den TV Haseldorf in die Schranken
Insbesondere mit wichtigen Heimsiegen boxte sich Aufsteiger TV Haseldorf
zuletzt amtlich aus der Abstiegszone. Bezirksliga 01-Spieltag Nummer 24 schob
den Neuling aus der Marsch jedoch wieder zurück unter den Strich.
Die Punktgewinne der Konkurrenz vom HSV IV (1:1 gegen den Duvenstedter SV) und
aus Niendorf (5:3 gegen Blau-weiß 96) wusste man am Sonntagnachmittag in
Pinneberg nämlich nicht mit Zählbarem zu kontern.
Dabei war man heuer mit gar nicht mal so schlechtem Kader zum in 2026 noch sieglosen
VfL gereist.
Um den rot-gelben Optimismus war es heuer allerdings schnell geschehen, als der
Pinneberger Tyler Brose Noah Lüchau robust im Strafraum abkochte und sicher zum
frühen 1:0 einnetzte (9.).
Wasser auf die Mühlen des überlegenen Mittelfeldteams, das TVH-Goalie Niklas
Grote in der Folge gehörig auf Trab hielt (12. & 21.), ehe 21-Tore-Mann
Niklas Bargob den Kasten bei einem der vielen tiefen VfL-Läufen verfehlte (25.).
So auch kurz darauf in abgefälschter Manier (27.). Beim fälligen Eckstoß zum Kopfball
gekommen (Block von Grote), führte ein ungeschickter Strafraumzweikampf zu Bargobs
Königschance vom Punkt. Doch kläglich scheiterte der Kapitän am starken
Gäste-Fänger.
Für Bargob und Co ein kleiner Knackpunkt, schwammen sich nun auch die Appelplücker
vorsichtig frei.
Louis Bevers flankte hinter das Tor (41.) – Phil Mohrdieck erwischte seinen
Kopfball nicht optimal (41.). Man musste es schon gut meinen, mit den
Schloßpark-Kickern, um den bemühten, aber arg limitierten Auftritt des Neulings
positiv zu bewerten.
Die beste Gelegenheit des Abstiegskandidaten „vergab“ mit Berat Alija
tatsächlich ein Pinneberger, als dieser Tormann Philipp Niedermeier mit einem
Rückpass überrumpelte, die Scharte per finaler Rettungsgrätsche allerdings selbst
wieder auswetzte (53.).
Wohltuende Blutdrucksenkung verschaffte da drüben Tjark Holzapfels frei
vollendetes 2:0 (56.), mit dem die Hausherren im Exil an der Raa (Heimat des SC
Pinneberg) das Geschehen wieder spürbar an sich rissen.
Weil Brose etwas peinlich drüber zielte (68.) und auch eine erneute Doppelchance
nach Ecke ungenutzt blieb (78.), flammte beim Kellerkind noch ein wenig
Hoffnung auf den Anschlusstreffer auf. Doch weil die eingewechselten Timo
Kaland (80.) und Joris Lüchau (86.) ihre Kopfstöße nicht perfekt setzen konnten
und Niedermeier Florian Möhles Freistoß abtauchend zur Ecke parierte (82.), blieb
es beim ersten gegentorlosen Erfolg des neuen Tabellensechsten seit dem kampflosen
3:0 gegen HSV IV im Dezember 2025.
Der TV Haseldorf kann von diesen Tabellenregionen nur träumen, geht es nun als 14.
ins Osterwochenende, das mit den Gastspielreisen nach Schenefeld und Elmshorn
zwei ungeliebte Auswärtspartien beinhaltet.
TV Haseldorf: Grote – N. Lüchau, Oßenbrüggen (72. Kaland),
Pieper, Franke – Nickels (66. Jedamski), Möhle (46. J. Lüchau), Mohrdieck,
Bevers – Rose, Lienau (66. Fülscher), Trainer: Marvin Biermans (i.V.)
Tore: 1:0 Brose (9. Holzapfel), 2:0 Holzapfel (56. Bargob)
gelbe Karten: Bargob, Schulze – Rose, Pieper
Schiedsrichter: Thorsten Kaisen (SC Poppenbüttel, Note 2)
Zuschauer: 50
besonderes Vorkommnis: Bargob scheitert mit Foulstrafstoß an Grote
(28.).
Freitag, 6. März 2026
Spielbericht TV Haseldorf - Niendorfer TSV II
Bigpoint für die Teilzeithedonisten
TV
Haseldorf startet wie im Rausch und zittert dennoch um den Keller-Dreier
Hätte Benjamin Kälberloh, Trainer des TV Haseldorf, noch Haare auf dem Kopf;
spätestens an diesem wichtigen Abend für den Aufsteiger im Abstiegsgeschäft
wäre ihm sein Haupt erkahlt. Dem Traumstart ins Sechs-Punkte-Spiel gegen die
Reserve des Niendorfer TSV war unter Flutlichtkulisse nämlich noch das große
Zittern, bis in die neunte Minute der Nachspielzeit, gefolgt.
Ein Szenario, das der Coach bereits in der Halbzeitpause hat kommen sehen,
warnte er sein Team vor dem „psychologischen Vorteil“ des Gegners durch den
wahrlich sehenswerten Weitschusstreffer durch Spielmacher Lennart Ludwig (27.),
der in einer surrealen ersten Hälfte vorzeitig das letzte Wort hatte.
Davor hatte die Kälberloh-Equipe ihr Schloßparkstadion mal eben zur
hedonistischen Zone erklärt, agierte „brutal effektiv“ – oder eher effizient.
Unaufhaltsam dabei: das Offensivtrio Fülscher, Lienau und Rose. So führte eine
schlecht verteidigte Lienau-Ecke bereits nach 90 Sekunden Lars Roses
Führungstor herbei, ehe Michel Lienaudem völlig verunsicherten Dennis
Brettschneider die Kugel abluchste und frei durch zur raschen Verdopplung
einschob (6.).
Mit Glück des unhaltbar Abfälschens im Sechzehner stellte Rose in Minute zwölf
auf 3:0 (12.). Und das, obwohl er den Ball nach Marten Fülschers Blitzeinwurf
für Lienaus Brustmitnahme, inklusive Hereingabe von der Grundlinie, nicht
unbedingt lehrbuchartig erwischte. Heute schien aber einfach alles zu gelingen,
was die euphorisierten Appelplücker versuchten!
Ebenso Lienaus kräftiger Strafraum-Abdruck mit rechts, der wieder nur zustande
kam, weil die orientierungslos über ungewohnten Naturrasen stolpernden
Niendorfer eine kurze Eckenvariante nicht aus der Parzelle bekamen (15.).
Erst der fünfte Heim-Versuch, den der entfesselte Fülscher, vom Widersacher
touchiert, zur Ecke ins Tor-Aus rutschen sah (18.), durchkreuzte die perfekte
Biathlon-Serie am Schießstand.
Gur für die Gäste, die der eindringlichen Aufforderung ihres lebhaften
Trainers, „Ballkontakte“ zu sammeln, nur schleppend nachkamen. Erst mit Ludwigs
4:1 waren die Herren in weiß endlich auch mental in der Partie angekommen.
Waleed Maliks Kopfball (41.) und Ioannis Goussis´ Versuch ans Außennetz (44.)
waren daraufhin nur die Vorboten dessen, was die Haseldorfer im zweiten
Abschnitt zu überstehen hatten. Auch, weil Lienaus Treffer nach feinem
Fülscher-Service wegen spät geahndeten Handspiels keine Anerkennung fand (45.).
Auch Fülscher selber vermochte den Deckel im Konter aus vollem Lauf nicht draufzumachen,
als der langzeitverletzte Louis Bevers in der Vorbereitung zeigte, welche
Dynamik seine Rückkehr für das Spiel der Roten bedeutet (48.).
Ansonsten aber galt es, nun dem Druck des nun auch besser auf lange Bälle
eingestellten NTSV standzuhalten.
Goalie Niklas Grote musste jedenfalls gegen Minseo Cho schon mal behände
abtauschen (53.), um zu verhindern, was zum Start der körperlich geführten Schlussphase
doch geschehen sollte. Diesmal piekte Ludwig die Kugel vor Grote weiter zum
verkürzenden Lukas Lackner und das von Kälberloh befürchtete „Feuerwerk“ des
Gegners war weiter entfacht (72.).
Wo Gäste-Tormann Christopher Schade gegen Fülscher die 5:2-Vorentscheidung
verhinderte (75.), netzte drüben Pieter Oßenbrüggen zum 4:3 ins eigene Gehäuse
(79.).
Elf lange Restminuten des gegnerischen Anrennens waren überstanden, da drohte
durch einen Nachschlag von deren sechs gleich weiteres Unheil. Abermals Ludwig
(90.+2) und Lackner mit dem Heber im Strafraum (90.+3) sollten aber die finalen
Ausgleichschancen vergaben haben, ehe in Extraminute neun der letzte
Befreiungsschlag das erste Klettern aus der Abstiegszone seit dem zweiten
Spieltag besiegelte.
Mit nur einer Niederlage aus den letzten sieben Partien geht es nun zum
Spitzenteam nach Kummerfeld, das im gleichen Zeitraum nur vier Punkte mehr
holte (18).
Bei den nunmehr seit neun Spielen punktlosen Bondenwald-Kickern liegen dagegen
die Nerven blank. Eine Mecker-Ampelkarte nach Spielende rundete die verkorkste
Gastspielreise noch negativ ab. Die weiteren Duelle gegen die Kellerkonkurrenz
aus Duvenstedt und Klein Nordende könnten an den nächsten Wochenenden bereits
vorentscheidenden Charakter annehmen.
Tore: 1:0 Rose (2. Lienau), 2:0 Lienau (6.), 3:0 Rose (12.
Lienau), 4:0 Lienau (15. Fülscher), 4:1 Ludwig (27. Cho), 4:2 Lackner (72.
Ludwig), 4:3 Oßenbrüggen (79., Eigentor, Ludwig)
Schiedsrichter: Bartu Öncan (Holsatia im EMTV, Note 2,5)
Zuschauer: 80
Dienstag, 3. März 2026
Spielbericht FC Elmshorn - TuS Germania Schnelsen
Ein Abend voller Geschenke
Verrücktes
Spitzenspiel: FCE schlägt Germania in der Nachspielzeit!
Dienstagabend, Flutlicht, Frühlingswetter; beste Bedingungen für den großen
Nachholkracher der Bezirksliga 01. Nur die Lichttechnik am Ramskamp war
offenbar noch nicht so ganz aus dem langen Winterschlaf erwacht. Ein Mast hatte
gestreikt, seinen Dienst dann aber mit Verzögerung schließlich doch aufgenommen.
Auf dem hügeligen Rasen, wo es daher erst mit 17 Minuten Spätzündung inhaltlich
wurde, ging der Tabellendritte aus Schnelsen gleich in medias res, unterstrich seinen
Anspruch, die knapp verpasste Winterpausenmeisterschaft mit dem Sprung auf den
Thron wettzumachen. Der Lohn: die 0:1-Führung durch Leon Kripkes Freistoßtor (Tormann
Ali Topkoc war im Eck sogar noch dran, 11.), welche über eine halbe Stunde lang
nicht unverdienten Bestand haben sollte.
Dann aber brachten sich die Germanen erstmals selber um die Pfründe, als sich
Goalie Domenik Szyska und Abwehrorganisator Hassan Fallah bei einer völlig vermurksten
Altergott-Flanke nicht einig wurden, Mustapha Saidy Khan die Chance zur Weiterleitung
in die Mitte nutzte und Bedran Atug das Bällchen nur noch über die Linie
schubsen musste (42.).
Ein Vorbote dessen, was die vogelwilden Defensivreihen heuer noch so alles
zulassen würden…
Dabei ebenfalls im Fokus: die beiden Torhüter. So klatsche Topkoc Matz
Broeckers 20 Meter-Schuss genau vor die Füße des zum 1:2 abstaubenden Antonio
Arambasic (47.), ehe drüben der offensiv postierte Szyska von Dennis Altergotts
Heber nach schönem Schirosi-Seitenwechsel überrumpelt wurde (48.).
Weiter ging der Wahnsinn mit Fallahs Handspiel, das der früh eingewechselte
Olcay Aydin souverän mit dem 3:2-Strafstoßtor quittierte (52.). Ein Vorgang,
der sich nur ein Dutzend an Minuten später tatsächlich wiederholen sollte. Denn
abermals spielte Unglücksrabe Fallah, der bereits beim überraschenden 0:1 in
Haseldorf per Rückpass das entscheidende Gegentor einleitete, das Leder mit dem
falschen Körperteil, ehe Aydin Szyska vom Punkt aus in die falsche Ecke
schickte (64.).
Da konnte sich die Elf vom Riekbornweg auch für den zwischenzeitlichen
Ausgleich via Innenpfostenschuss von Arambasic, aufgelegt durch Torjäger Luca
Drenkhahn (56.), nichts kaufen. Bemerkenswert dabei: dem Treffer ging in der
Entstehung jeweils ein falscher Einwurf beider Lager, inklusive Pfiff und Ballbesitzwechsel,
voraus. Was Hänschen nicht lernt…
Mit Robustheit und Cleverness versuchte derweil der FC Elmshorn den Dreier,
gleichbedeutend der Punktgleichheit mit dem Primus aus Kummerfeld, ins Ziel
bringen. Ein Unterfangen, das bis in die Schlussminute eher unkompliziert
geglückt war, bis Topkoc das Spielgerät gegen L. Drenhkhahn plötzlich wieder
fallen ließ und in letzter Konsequenz nur das Foulspiel gegen den 19-Tore-Mann für
Abhilfe sorgte. Strafstoß Nummer drei am heutigen Abend, während die Zahl der
Diskussionen auf und neben dem Platz nur mit dem Wörtchen „zahlreich“
ansatzweise abgebildet werden konnte.
Der Gefoulte selber blieb indes cool und verwandelte zum vermeintlichen 4:4-Auswärtspunkt
(90.).
Das letzte Wort in einem intensiven Schlagabtausch (13 Verwarnungen plus einmal
Doppelgelb) hatten jedoch noch einmal die Gastgeber, die in B. Atugs Hereingabe
von rechts noch eine letzte Chance auf die Rückholung der soeben verlorenen
zwei Zähler sahen. Germania bekam die Lage im Sechzehner nicht gelöscht, sodass
der gerade eben eingewechselte Wassem Eklim mit einem Schuss zum 5:4-Heimsieghelden
der Krückaustadt avancierte (90.+4). Denn auch in kurzzeitiger Unterzahl (Ex-Oberligakicker
Schirosi bettelte noch erfolgreich um die überfällige Ampelkarte, 90.+5) und
mit einem letzten vielversprechenden Freistoß gegen sich, war der überwichtige
Erfolg im direkten Aufstiegskampf an einem denkwürdigen Märzabend auf das
Punktekonto geflossen.
Nun geht es für die Schützlinge von Seyhmus Atug ohne die gesperrten Schirosi (Gelb-rot)
und Sergen Sevinc (fünfte gelbe Karte) am kommenden Sonntag zum Schlusslicht nach
Duvenstedt, während in Schnelsen bereits am Freitag der nächste Kracher steigt,
wenn TuS Holstein Quickborn als lauernder Tabellenvierter seine Visitenkarte in
Hamburg Nord-West abgibt.
Tore: 0:1 Kripke (11., direkter Freistoß), 1:1 B. Atug (42. Saidy
Khan), 1:2 Arambasic (47. Broecker), 2:2 Altergott (48. Schirosi), 3:2 Aydin
(52., Strafstoßtor, Handspiel Fallah), 3:3 Arambasic (56. L. Drenkhahn), 4:3 Aydin (64.,
Strafstoßtor, Handspiel Fallah), 4:4 L. Drenkhahn (90., Foulstrafstoß), 5:4
Eklim (90.+4, B. Atug)
gelb-rote Karte: Schirosi (FC Elmshorn, 90.+5, Foulspiel + Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Karol Josef Kam
Zuschauer: 70
besonderes Vorkommnis: Die Partie wurde wegen technischer
Probleme mit der Flutlichtanlage mit 17 Minuten Verzögerung angestoßen.
Freitag, 28. November 2025
Spielbericht SV Lieth - FC Union Tornesch II
Hilflos
Richtung Fahrstuhltür
Kein
Aufbäumen im Heimspiel: SV Lieth trudelt weiter abwärts
Man nehme die Bezirksliga West-Tabelle der letzten Winterpause und vergleiche
sie mit der aktuellen. Dezember 2024: Die SV Lieth um Torjäger Jan Lüneburg als
Tabellenvierter in Lauerstellung zur obersten Etage, während direkt dahinter
auch die Reserve von Union Tornesch ein ordentliches zweites 24er-Halbjahr (19
Spiele) hinter sich brachte.
Heuer hat Union als konstant inkonstantes Mittelfeldteam mit der Spitze aber
sogar noch mehr zu tun, als die im Sommer zwangsverjüngte Elf aus Klein
Nordende, deren letztes Heimspiel 2025 zum (vorläufigen) Saisontiefpunkt
avancierte.
Auf der „Festung Butterberg“, die für Gastmannschaften längst zum
Selbstbedienungsladen verkommen ist, sabotierte man die Bemühungen, den
verkorksten Derbyauftritt der Vorwoche gegen den Heidgrabener SV (1:4) wieder
geradezurücken, sogar selbst, als Moritz Schulz ein schwaches Wrage-Anspiel
nach außen auch im Nachsetzen nicht kitten konnte. Stattdessen verlagerte
Unions Bugrahan Almaz den unverhofften Ballbesitz rasch nach außen, wo Marvin
Schramm mustergültig in Jorge Westphals schön gekreuzten Laufweg servierte. Und
weil das Glück des rettenden Querbalkens selten auf Seiten einer sportlich seit
neun Partien (das umgewertete 2:5 in Quickborn mal mit einberechnet)
erfolglosen Elf steht, galt es wieder einmal, einem Rückstand die Stirn zu
bieten (9.).
Schwierig genug gegen massiv ihre Platzhälfte verteidigende Tornescher, denen
in ihrem 4-4-2 fast nur über Standards und hohe Bälle beizukommen war.
Max Lehmann (15.) und Ali Duman (35.) standen jeweils abfälschende Gegenspieler
im Weg, während Philipp Matthiessen nach einem Pott-Lapsus im Rückpass gerade
noch von Goalie Leonard Scharre abgegrätscht werden konnte (23.).
Und ob Jan Schiebuhr bei einem durchgerutschten Freistoß von rechts flanken
oder schießen wollte; man weiß es nicht (41.)…
Besser wurde es aus Sicht der Gastgeber auch im zweiten Abschnitt nicht. A.
Duman brachte einen Kopfball in Rücklage nur ansatzweise in Tor-Nähe (50.), die
Kapitän Matthiessen per Field Goal-Freistoß über den Zaun gänzlich abging
(51.).
Eine Spur zwingender dagegen die zuletzt gegen liether Konkurrenten aus dem
Tabellenkeller blamable Punktverluste erlitt. Denn nachdem Westphal von
halblinks vorbei löffelte (56.), leistete der 21-Jährige mit seinem
ergrätschten Ballgewinn gegen Lehmann den entscheidenden Impuls zu einer
teilweise Dublette des 0:1. Wieder leitete Almaz nach außen zu Schramm weiter,
der diesmal den völlig unmarkierten Kelmi Ceballo Romero im Sechzehner fand.
Den rechten Schlappen einfach reingehalten, war die Verdopplung der überaus
effizienten Kicker aus dem Torneum perfekt (57.).
Ohne Selbstbewusstsein und ohne spielerische Idee arbeiteten die Klein
Nordender in Folge hilflos gegen die eigene Formschwäche an, um dabei aber
nicht mehr über Halbchancen hinauszukommen. Am ehesten verdiente sich noch Matthiessens
spitzwinkliger Rechtsschuss nach immerhin mal kreativem Doppelpass mit A. Duman
(70.) eine textliche Erwähnung.
Die Herren in blau verlegten sich dagegen auf die unfallfreie Verwaltung des
Vorsprungs, der bei etwas mehr Genauigkeit jenseits der Mittellinie vielleicht
noch höher hätte ausfallen können. Aber auch so langte es zur Rehabilitierung
nach zuletzt sechs erfolglosen Spielen, zu denen neben den knappen Niederlagen
gegen das Keller-Duo aus Haseldorf (2:3) und Duvenstedt (3:4) auch das saftige
1:10 in Schnelsen gehörte.
Die SV Lieth hat dagegen – sofern der Wettergott will – am kommenden Freitag
beim Abstiegsgipfel in Haseldorf die letzte Chance, ein schwaches Jahr 2025 (24
Zähler aus 27 Begegnungen) zumindest außerhalb der Fahrstuhlplätze gen
Kreisliga zu garantieren.
Tore: 0:1 Westphal (9.
Schramm), 0:2 Ceballo Romero (57. Schramm)
gelbe Karten: M. Schuchhardt,
Behrens – Cornils
Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV
Seestermüher Marsch)
Zuschauer: 50
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