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Freitag, 22. Mai 2026

Spielbericht TuS Germania Schnelsen - TuRa Harksheide II

Besser als Bayern
Torrausch zum Voigt-Abschied: Germania ballert sich zur Vize-Meisterschaft

Mit 122 Treffern stellte Meister Bayern München 2025/2026 einen neuen Bundesligarekord auf. Wem das noch nicht genügt, seien die Spiele der Germania Schnelsen-Liga ans Herz gelegt. Ohnehin bereits 120-mal erfolgreich, ballerte die Equipe von Trainer Yakup Özdemir TuRa Harksheide II zum Abschluss der Bezirksliga 01 mit 8:1 aus dem heimischen Riekbornweg.
Da die tabellarische Ausgangslage keine wirkliche Brisanz mitbrachte, lauteten die Hauptfragen des Abends: Schafft Germanias Luca Drenkhahn die 50 Saisontore? Bekommt Maximilian Voigt seine Abschiedsbude vor dem Laufbahnende? Und geht das Familienduell Hagelstein gegen Hagelstein wieder an den Schnelsener?
Frage eins versuchte der Trainersohn (44 Tore) rasch positiv zu bescheiden. Leon Kripkes lange Einladung verwertete L. Drenkhan prompt zum 1:0 (4.), dem just das Zweite folgen sollte. Der Abseitspfiff aber störte die Jagd nach der magischen 50 (6.).
Germania in Spiellaune; TuRa, in der Hinrunde noch der fulminante Aufsteiger, heuer im grauen Mittelmaß angekommen, kam nicht in die Zweikämpfe. Gute Bedingungen für hungrige Torjäger, wie Drenkhahn in Minute 27 demonstrierte. Eine abnehmerlose Arambasic-Flanke bekamen die Norderstedter nicht aus ihrem Defensivdrittel, sodass der Staffeltorschützenkönig seine Beute auf nunmehr 46 hochschraubte.
Apropos hochschrauben. Lasse Hagelsteins vorzüglichen Lauf über rechts vollendete Antonio Arambasic diesmal selbst zum 3:0 (31.), ehe das 4:0 aus feiner Strafraumposition auf das Konto von Matz Broecker ging (34.). Den 5:0-Halbzeitstand markierte daraufhin wieder Arambasic (42.).
Die Partie damit längst vorentschieden, zumal L. Drenkhahn nach der Pause den Hammer aus 30 Metern herausholte (56.) – das halbe Dutzend war voll!
Doch wie lief eigentlich der Ausstand von Außenstürmer Voigt, der im verhältnismäßig jungen Alter von 32 Jahren die Schuhe an den Nagel hängen wird und sich in Zukunft dem Kampfsport widmet? Drei vergebene Chancen (29., 44. & 60.) führten den heutigen Kapitän jeweils nah an das von allen Germanen gewünschte Tor, das auf freundliche Einladung der Gäste dann doch endlich fallen sollte. Im Anschluss an Drenkhahns Lattenkracher hatte TuRa alle Zeit der Welt, die Lage zu löschen, doch Nick Oscar Duve spielte lieber den heiklen Rückpass, den der richtig spekulierende Voigt tatsächlich zum gebührenden Endpunkt seines Fußballerlebens nutzte (64.). Die feierliche Auswechselung samt Spalier konnte nun endlich steigen (68.).
Nicht in die Höhe gestiegen, sondern im Tiefflug eines Torpedos, hielt der für Voigt gekommene Julien Weber seine Rübe zum 8:0 (77.) in eine punktgenaue Flanke von Torjäger L. Drenkhahn, der am Ende bei dennoch sagenhaften 47 Treffern blieb.
Vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn die Germanen in der Schlussphase noch weiter durchgezogen hätten. Die ersatzgeschwächten Blauen zeigten in den letzten Momenten der Saison jedenfalls nochmal Moral und nahmen den Kasten von Domenik Szyska wiederholt ins Visier. Per Abstauber, nachdem Szyska gegen Niklas Wolter blockierte, gelang Luis Blaha immerhin das kleine Trostpflaster zum 8:1-Endstand (84.).
Der Rest war am gut besuchten Riekbornweg nur noch eine einzige Saisonabschlussparty, in der Coach Özdemir sogar noch seinen eigenen Song eingespielt bekam. Zusätzlicher Grund zur Freude folgte dann etwas überraschend am Sonntagnachmittag, als der Kummerfelder SV nur 2:2 beim HSV IV spielte und TGS dadurch aufgrund der besseren Tordifferenz als Vizemeister in die Saison-Annalen eingeht. Für die Promotion gen Landesliga dürfte dies dennoch zu wenig sein, liegt man in der Nachrückerliste unter den vier Bezirksliga-Zweiten hinter dem SC Wentorf auf Rang zwei. Sollten keine allzu wilden überregionalen Verschiebungen und Rückzüge in höheren Ligen stattfinden, hätte Lasse Hagelstein auch nächstes Jahr wieder die Chance, seinen Cousin Nick zweimal zu besiegen…

Tore: 1:0 L. Drenkhahn (4.
Kripke), 2:0 L. Drenkhahn (27. Arambasic), 3:0 Arambasic (31. L. Hagelstein), 4:0 Broecker (34. Condric), 5:0 Arambasic (42.), 6:0 L. Drenkhahn (56.), 7:0 Voigt (64. L. Drenkhahn), 8:0 Weber (77. L. Drenkhahn), 8:1 Blaha (84. N. Wolter)

Schiedsrichter: Fatih Karkar (FFC 08 Osman Bey Moshee, Note 2)

Zuschauer: 150







Freitag, 15. Mai 2026

Spielbericht TV Haseldorf - FC Union Tornesch II

Schrödingers Abstieg
0:5! Abenteuer Bezirksliga für den TV Haseldorf mutmaßlich beendet

Eine allerletzte Chance, den Klassenerhalt doch noch irgendwie zu wuppen, hatte der TV Haseldorf im letzten Saisonheimspiel gegen die Reserve von Union Tornesch. 0:5, Chance vertan – Abstieg!
Schließlich dachten die Jungs aus dem Torneum gar nicht daran, es am Freitagabend etwas ruhiger angehen zu lassen. Im Gegensatz zum überraschend verlorenen Hinspiel (der erste TVH-Erfolg im 13. Saisonspiel), ließen Jonas Kock und Co diesmal keine Luft an die Angelegenheit. So netzte Jann-Phillip Gollnick nach Zuspiel seines Kapitäns zum 0:1, das Schlussmann Niklas Grote trotz Berührung des Spielgeräts nicht mehr zu verhindern wusste (8.).
Die Gastgeber taten sich dagegen schwierig, dem ballsicheren Tabellenfünften beizukommen. Eine Flanke des frisch vermählten Joris Lüchau bereitete immerhin eine Doppelkopfaktion der Kollegen Fülscher und Bevers vor; Union-Fänger Leonard Scharre packte aber komplikationslos zu (13.).
Nicht so sein Gegenüber, der bei einem Spielzug, den Emir-Han Bayraktaroglu fein einleitete und letztlich durch Marley Gothe abgeschlossen wurde, wieder einmal allein auf weiter Flur blieb (24.).
Es gibt freilich ergötzlichere Plätze, als den zwischen den TVH-Pfosten, musste Grote auch kurz nach der Pause erneut ran, als Marvin Schramm den schönen Diagonalball auf Gothe servierte. Diesmal allerdings blieb der Tormann Sieger (51.) – um wenig später dennoch ein drittes Mal hinter sich greifen zu müssen. Wie die Handballer kreisten die Unioner um den gegnerischen Strafraum, ehe Gothe seine Poleposition zum 0:3 nutzte (56.).
Partie und Abstiegskampf entschieden, doch so ganz kampflos räumten die Roten das Feld nicht. Vor allem über Louis Bevers und dessen linke Seite probierte man sich am Torerfolg, der Bevers zweimal (61. & 78.) und dem fleißigen Michel Lienau einmal in Rücklage (73.) verwehrt blieb.
Ganz anders dagegen die Lage auf der anderen Seite, wo Joker Hannes Junge auf Querpass von Schramm (71.) und als Einspitzler aus kürzester Distanz (83.) auf nunmehr 0:5 stellte. Zu allem Überfluss verletzte sich bei letzterer Szene auch noch  der bemitleidenswerte Grote, sodass Johannes Markmann für vier Minuten zu seinem vierten Bezirksligaeinsatz kam. Das war´s dann auch an Erwähnenswertem aus dem Schloßparkstadion, wo nach einem einjährigen Bezirksliga-Intermezzo in der kommenden Saison wieder Kreisligafußball auf der Agenda steht. Vor den Sonntagsspielen der Konkurrenz sind es für den TV Haseldorf (15.) weiter drei Zähler und nunmehr saftige 24 Tore Rückstand auf den Duvenstedter SV (13.) über dem Strich. Die rechnerische Begleitung der am gleichen Abend sicher abgestiegenen SV Lieth (0:6 gegen die SV Blankenese) in die Kreisliga ist daher nur noch eine Frage der Zeit.
Was dabei allerdings Mut macht: neben Coach Benjamin Kälberloh und Assistent Marvin Biermans haben auch nahezu alle Spieler ihren Verbleib zugesagt. Das noch verbliebene Gastspiel in Egenbüttel kann man also bereits als Vorbereitungsmatch für die kommende Serie betrachten.

Tore: 0:1 Gollnick (8. Kock), 0:2 Gothe (24. Kock), 0:3 Gothe (56. Bayraktaroglu), 0:4 Junge (71. Schramm), 0:5 Junge (83. Gollnick)

gelbe Karten: Oßenbrüggen, Pieper – Gollnick

Schiedsrichter: Dr. Benjamin Stello (SC Egenbüttel)

Zuschauer: 90



Freitag, 8. Mai 2026

Spielbericht TV Haseldorf - TuRa Harksheide II

„Tritt in die Eier“
TV Haseldorf verliert erkämpften Punktgewinn der Nachspielzeit

Bravourös zurückgekämpft, doch in der Nachspielzeit setzte es für den abstiegsbedrohten TV Haseldorf doch noch den „Tritt in die Eier“, wie es Pieter Oßenbrüggen in seiner Enttäuschung ausdrückte. Ein Spielverlauf mit Tränenpotential hatte dem Aufsteiger am Freitagabend einen Punkt, der laut Coach Benjamin Kälberloh „Gold wert gewesen“ wäre, nämlich spät entrissen.
Zunächst waren die Roten im drittletzten Saisonspiel freilich weit weg von Zählbarem, fehlte gegen die eher rückrundenschwache Reserve TuRa Harksheides der nötige Zugriff. Zu einfach ließ man sie vorne gewähren, was sich nach einer knappen Viertelstunde erstmals rächen sollte. Simpel spielte sich TuRa gen Grundlinie, von wo Daniel Meier mustergültig zum seelenruhigen Abdruck von der Sechzehnerlinie kam (14.).
Auch als Vorbereiter glänzte der Torjäger wenig später, als er zentral zu Alexander Krüger durchsteckte und dieser das Ei durch die Hosenträger von Goalie Niklas Grote spitzelte – das 0:2 (20.)!
Der Abend schon jetzt gelaufen, für den TVH? Mit Wohlwollen lässt sich Phil Mohrdiecks Gewaltschuss ins Nichts als Lebenszeichen verkaufen (29.), ehe es per Flügelspiel plötzlich funktionierte. Sowohl Malte Olde als Flankengeber von rechts, als auch Louis Bevers in der Rolle des bisher verkannten Kopfballungeheuers, fanden doch reichlich Platz zum verkürzenden Werk vor (35.).
Und tatsächlich war bei Joris Lüchaus PENG an den Außenpfosten trotz Spitzwinkligkeit gar der Pausenausgleich drin gewesen (39.).
Apropos haseldorfer Möglichkeiten. Bevers wäre nach der Bezirksliga-Tor-Prämiere fast der Doppelpack gelungen, hätte sich TuRa-Fänger Jonah Basner nicht den Versuch von halblinks geangelt (48.) und wäre der Schlenzer aus der schönen Bewegung nicht rechts vorbeigesegelt (63.).
Die Königschance ergab sich jedoch auf Hereingabe Bevers´ für Hendrik Pieper, der den Ball vielleicht besser mit dem Kopf genommen hätte nehmen sollen. So aber packte Basner wieder sicher zu (79.).
Der Dank der Vorderleute: das 1:3-Kontertor, bei dem Nick Hagelstein nach haseldorfer Ballverlust auf rechts davonstiefelte, nicht taktisch gelegt wurde und eiskalt vor Grote vollendete (81.).
Game over? Mitnichten, war der TVH ja schließlich durch Milos Aleksic´ dumme Ampelkarte (70.) ein Mann mehr und fünf Minuten vor dem Ende wieder auf 2:3 dran. Diesmal zog Lüchau erfolgreich aus dem Rückraum ab (85.) und heizte die Aufholjagd damit weiter an. Berechtigte Schützenhilfe folgte kurz darauf durch den Schiedsrichter, der Saba Nasrachvilis unstrittiges Handspiel mit dem fälligen Strafstoß sanktionierte. Marten Fülscher übernahm die Verantwortung und verwandelte flach zum 3:3 (88.). Da hatten sie endlich ihr Strafstoßtor, das bereits früh im Spiel beim klar hörbaren Zweikampf J. Wolter/J. Lüchau vom Schiri verweigert wurde…
Berechtigt dagegen ein folgenschwerer Freistoßpfiff gegen die Haseldorfer am eigenen Strafraum. Hagelsteins tückischen Standard blockierte Grote ebenso wie das schnelle Nachsetzen, doch im dritten Anlauf stach Joker Malte Carolus den Dolch ganz tief ins Herz des andächtig staunenden Neulings (90.+2), der jetzt nochmal alles nach vorne warf.
TuRa mit entsprechendem Raum zum Kontern, den Miguel Herzog aber zu unplatziert vor dem Tor verschwendete (90.+3.). Der Gegner damit weiter am leben – jedoch nur, bis Niklas Wolter der Flankenwechsel zum freien Luis Blaha gelang und letzterer die Co-Produktion der Eingewechselten mit dem 3:5 vollendete (90.+5).
TuRa bleibt damit im Rennen um die Einstelligkeit, während die enttäuschten Kicker aus dem Schloßparkstadion keinen Schritt aus dem Untergeschoss der Bezirksliga 01 machen konnten. Der Klassenerhalt wird also nicht in die eigenen Hände wandern. Unabhängig davon, was die beiden verbliebenen Partien gegen Union Tornesch II und den SC Egenbüttel noch bringen.

TV Haseldorf: Grote – Franke (73. Krieg), Oßenbrüggen, Pieper, Dalecki – Jedamski (90. Kaland), Mohrdieck, J. Lüchau, Bevers – Rose (35. Nickels), Olde (46. Fülscher), Trainer: Benjamin Kälberloh

Tore: 0:1 Meier (14. Lammek), 0:2 Krüger (20. Meier), 1:2 Bevers (35. Olde), 1:3 Hagelstein (81.), 2:3 J. Lüchau (85. Krieg), 3:3 Fülscher (88., Strafstoßtor, Handspiel Nasrachvili), 3:4 Carolus (90.+2, Hagelstein), 3:5 Blaha (90.+5, N. Wolter)

gelbe Karten: J. Lüchau, Dalecki, Pieper – keine

gelb-rote Karte: Aleksic (TuRa Harksheide II, 70., Meckern + Foulspiel)

Schiedsrichter: Kazim Yavuz (FC Bingöl 12)

Zuschauer: 55




Sonntag, 26. April 2026

Spielbericht TV Haseldorf - SV Blankenese

Oldes „Kacktor“ reicht nicht aus
Strafraumchaos nicht genutzt: TV Haseldorf verpasst wichtigen Zähler

„Aus dem Stadion geschossen, haben wir die“, witzelte Fußballabteilungsleiter Marc Zippel nach dem 2:1-Zittersieg seiner SV Blankenese beim schwer abstiegsbedrohten TV Haseldorf. Ein Erfolg, der seine Himmelblauen im eher bedeutungsarmen Rennen um Platz fünf der Bezirksliga 01 hält.
Deutlich brisanter dagegen die Lage des TVH, der sich für einen ordentlichen Auftritt nach verhaltener Anfangsphase mal wieder nichts kaufen konnte.
Mit dem besten Fußballwetter in der Marsch vermochte die Partie nicht wirklich zu konkurrieren. Wer also die Startsequenzen bei der vielleicht besten Currywurst im HFV und günstigem Kaltgetränk verpasste, sollte sich heuer freilich nicht grämen. Erst, als Louis Jahn lang von hinten auf Jan Ole Holst eröffnete, dieser halbrechts die Latte traf und Finn Karstedt die Rübe erfolgreich in den Abpraller hielt, war der Ereignislosigkeit mit dem 0:1 der Garaus gemacht (18.).
Nur die Abseitsfahne des Assistenten rettete den amtierenden Kreisliga 1-Meister daraufhin vor Pedro Dos Santos Cogos 0:2 (29.). Da wäre es für heute fast schon vorbei gewesen.
So aber blieb der Neuling im Spiel, das Linus Lastella nach Flugball Marten Fülschers fast ausgeglichen hätte. Bei seiner Bewegung nach innen, inklusive Rechtsschuss, fehlte jedenfalls nicht viel (35.).
Wie die Jungfrau zum Kinde, sollten die Roten dennoch zum Ausgleich kommen. Und wieder war der Blankeneser Jahn beteiligt. Diesmal schoss der Innenverteidiger Gegenspieler Malte Olde nahe des eigenen Gefahrenbereichs an den Kopf, sodass die Pille tatsächlich den Weg ins SVB-Gehäuse fand (58.). Ein Fall für Arnd Zeiglers „Kacktor der Woche“!
Ein Abstauber und einmal Slapstick – Zeit für etwas Geplantes. So durchgeführt in Minute 68. Die Gäste mit Ballbesitz in des Gegners Hälfte, der Bennet Zippel zur schönen Weiterleitung zum frei flach vollendenden Laurenz Schnoor inspirierte.
Im Rahmen einer Vorteilssituation drohte dem TVH gleich das nächste Ungemach, das Goalie Niklas Grote aber gegen den eingewechselten Jaden Westphal stark vereitelte (74.).
Fortan agierte hier aber nur noch das Heimteam, dessen Einstellung auf jeden Fall passte. Nicht so allerdings ein hohes Ding von Lukas Nickels, das sich aus der Ferne auf den Querbalken setzte (82.). Und auch Tim Krieg fehlte beim zentralen Abdruck (83.) ein Stück zum Ausgleichsglück, das wiederum Nickels bei seiner Doppelchance ebenfalls nicht vergönnt war. Tormann Marcel Köhler gab jeweils den Spielverderber (84.).
Nun hing also allen an einem letzten Standard – einem Freistoß durch Fülscher, den die West-Hamburger jedoch mit reichlich Dusel irgendwie gelöscht bekamen (90.+7). Ein letztlich folgenloses Strafraumchaos.
Gar nicht folgenlos für die Tabelle kommt dagegen das Ergebnis daher, vergeigten die Haseldorfer somit die Chance, an der ebenfalls erfolglosen Konkurrenz vorbeizuziehen. Zwei Zähler Rückstand beim schlechteren Torverhältnis gilt es jetzt noch in den vier verbliebenen Auftritten aufzuholen. Nicht unmöglich, gegen lauter Teams aus dem Mittelfeld, aber trotzdem weiter eine Herkulesaufgabe.

Tore: 0:1 Karstedt (18. Holst), 1:1 M. Olde (58.), 1:2 Schnoor (68. B. Zippel)

Schiedsrichter: Kai Kleen (SV Eidelstedt, Note 2)

Zuschauer: 55


Sonntag, 19. April 2026

Spielbericht VfL Pinneberg - SV Lieth

Zündstoff für den Keller
Sie können es doch noch! Auswärtssieg lässt SV Lieth wieder hoffen

Durch 16 (sportlich) sieglose Partien mit dem Rücken zur Wand, reiste die SV Lieth am Sonntagnachmittag als Schlusslicht zum zuletzt heimstarken VfL Pinneberg in dessen Asyl beim SC Pinneberg.
Fünf Zähler Rückstand auf das rettende Ufer der Bezirksliga 01 und die Konkurrenz aus Duvenstedt und Niendorf hat jeweils gepunktet.  Ein schwieriges Setting, das sich für den Tabellenletzten auch noch im Spiel selber weiter verschlimmerte, steuerte Torjäger Niklas Bargob das Leder nach Vorarbeit Tjark Holzapfels in der Mitte zum bereits 22. Mal ins Netz – der Rückstand nach gerade einmal sechs Minuten!
Aber die Mannschaft zeigte Moral, blieb, angetrieben durch den omnipräsenten Meraja Magens, aktiv. So prüfte Joel Tündermann nach Magens-Zuspiel den sicheren Philipp Niedermeier zwischen den VfL-Pfosten (9.).
Den Beweis, dass sie es tatsächlich können, lieferten die Herren in schwarz dann per Matthiessen-Ecke, die über einen Umweg bei Christian Kuhlmann landete, sodass der 22-Jährige mit vollem Huf das 1:1 abfeuerte (19.).
Trotz Chancenvorteil im weiteren Halbzeitverlauf der vorzeitige Pausenstand.
Mit dem Wiederbeginn legte nun auch das Heimteam einen Gang zu; kam beispielsweise durch Yannick Rentzows knapp verzogenen Versuch von halbrechts gefährlich vor das SVL-Gehäuse (61.).
DIE Chance des dritten Spielviertels ereignete sich jedoch auf der anderen Seite, als Felix Schröder seinen spektakulären Seitfallzieher ans Quergebälk donnerte (68.).
Der Treffer der Marke „Tor des Monats“ sollte dafür seinem Kollegen Philipp Matthiessen gelingen, als dem Ur-Liether eine Bogenlampe auf den schussbereiten Schlappen fiel und der Einschuss rechtsoben puren Auswärtsjubel auslöste (76.).
„Männer, das sind jetzt Charakterminuten!“, schallte es in der Schlussphase von der liether Bank, denn der VfL wollte sich seine kleine Serie von zwei Heimsiegen keineswegs kampflos zerstören lassen. Bis auf einen aussichtsreichen Johannsen-Kopfball (drüber, 83.), bekam die heuer ge- und entschlossene Krenzk-Elf allerdings alles wegverteidigt.
Das Ende des Zitterns führte schließlich ein Moment des Umschaltens herbei. Die aufgerückten Pinneberger knackte Julien Duffke mit steilem Anspiel auf Matthiessen, der seine wohl stärkste Saisonleistung mit der 1:3-Entscheidung im freien Lauf auf den Kasten des chancenlos geschlagenen Niedermeier krönte (90.). Da darf die Eckfahne gerne mal zur Partyzone werden!
Endgültige Gewissheit, dass die Sieger des wilden Hinspiels (4:1 VfL) hier nichts mehr umbiegen würden, hatten sie in der ausgiebigen Nachspielzeit mit Malick Djimbas Gelb-rot selbst zu verantworten (90-+6). Der erfahrene Togoer war nach seiner Einwechslung (67.) für den später per Krankenwagen abtransportierten Bargob (versuchte es nach Zusammenstoß mit Gäste-Fänger Lukas Rensch (52.) noch eine Weile) nur eine halbe Stunde auf dem Feld gestanden. Ob man da als Gegner begeistert applaudieren muss – dagegen fraglich…
Als berechtigt gingen dafür die Ovationen für die verdienten wie imminent wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf durch. Die Nicht-Abstiegsplätze erspäht man in Klein Nordende nun auch wieder ohne Feldstecher. Und je nach dem, ob der Spielausschluss des HFV das abgebrochene Kellerduell gegen HSV IV (Spielstand 2:3) neu ansetzt, wäre mit einem Dreier im möglichen Wiederholungsspiel sogar der Sprung aus den bösen Kreisligarängen aus eigener Kraft möglich. Die letzten fünf Spieltage (oder auch sechs) versprechen jedenfalls noch die volle Emotionspalette.  

Tore: 1:0 Bargob (6. Holzapfel), 1:1 Kuhlmann (19. Schröder), 1:2 Matthiessen (76.), 1:3 Matthiessen (90. Duffke)

gelbe Karten: Rollwagen – M. Schulz, Magens, Papazoglu

gelb-rote Karte: Djimba (VfL Pinneberg, 90.+6, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Furkan Yavuz (SC Teutonia 10)

Zuschauer: 102








Spielbericht Niendorfer TSV II - FC Elmshorn

Primus verzockt seinen Thron
Remis nach 3:0-Führung: FC Elmshorn fällt vom Sockel

Alles voll im Griff und doch Federn gelassen. Der FC Elmshorn hat sich in Runde 26 der Bezirksliga 01 mit einem Remis beim Kellerkind aus Niendorf ordentlich blamiert und damit oben wie unten für Bewegung gesorgt.
Eine etwas seltsame Aura hatte dieser Sonntagvormittagskick am Bondenwald von Beginn an. Schnell hatten sich toxische Bekanntschaften zwischen dem diskussionsfreudigen Schiedsrichter und dessen Gleichgesinnten aus den Reihen des FCE gebildet, bevor betreffende Mittelfeldstrategen das Geschehen gekonnt auf sportliche Weise auf sich zogen. So war Ex-Oberliga-Kicker Alessandro Schirosi just am 0:1 beteiligt, das Sergen Sevinc im passenden Durchlaufen mittig erzielte (16.).
Torbeteiligung Nummer zwei entfiel bei Ümit Karakayas Abschluss nur durch gegnerisches Zutun (17.), ehe es andersherum mit dem 0:2 klappte. Eine Karakaya-Ecke war Schirosi quasi als dritter Ball vor den einschussbereiten Schlappen geplumpst; das darf man sich natürlich nicht entgehen lassen (18.)!
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auch fortan auf das Tor der Niendorfer, deren Niederlage im Abstiegskampf heute eine Frage der Höhe zu werden schien. Der Primus sollte es allerdings nur noch vom Punkt schaffen, Goalie Christopher Schade zu überwinden, nachdem der Schlussmann Sevinc zwar als letzter Mann, aber im weitesten Sinne ballorientiert zu Fall gebracht hatte (35.). Schirosis aufreizender Gruß an Herrn Panenka in die ehemalige Tschechoslowakei bedeutete gleichzeitig den 0:3-Pausenstand, an dem die Gastgeber kurz vor dem Kabinengang einmal kräftig rüttelten. Weil Tormann Alan Kado an einem langen Malik-Schlag vorbei sprang, ergab sich Nico Grünwaldt die fette Chance, die der „10er“ jedoch zu hektisch vor der leeren Kiste vergeigte (44.).
Eine Gegentor-Androhung, die der FCE offenbar nicht sonderlich ernst nahm. Im Spiel nach vorne ohne die in der Kabine gebliebenen Schirosi und Sevinc statisch, ideenlos – defensiv halbherzig; so schenkte die Elf in Weinrot das Match völlig unnötig her, während die NTSV-Reserve durch Dennis Brettschneiders Strafstoßtor rasch Wasser auf die Mühlen bekam (47.).
Zwei Halbchancen für Seymen Tokay (53.) und Sercan Er (65.) vermochten nicht zu kaschieren, dass es die abstiegsbedrohten Gastgeber waren, die nun klar mehr zum Geschehen beitrugen. Eine Spielhaltung, deren Belohnung in der Schlussphase folgerichtig eintrat. Raphael Boschkes Vorarbeit über links veredelte der bis dato glücklose Lukas Lackner zum 2:3-Anschlusstreffer (75.), um nach Eckstoß Minseo Chos tatsächlich den Gleichstand herauszuschießen (83.).
Ein tolles Ergebnis, das Lackner und Co von nun an leidenschaftlich verteidigten, während der Tabellenführer mit Drittligavisionen auch mit dem spät eingewechselten Dennis Altergott an vorderster Torjäger-Front kein Rezept mehr fand, die hergeschenkten zwei Punkte wieder einzusacken.
Immerhin den Kummerfelder SV freute es, ließ die Kneuker-Elf wenig später daheim nichts anbrennen, sodass der 4:1-Erfolg gegen TuRa Harksheide II aufgrund der besseren Tordifferenz die Inthronisation des KSV zur Folge hatte. Für die heuer gefühlt geschlagenen Krückaustädter aber kein Beinbruch. Eine weniger gespielte Partie und vor allem das jetzt folgende Spitzenspiel am nächsten Freitag versprechen weiter beste Karten auf dem in die Landesliga.
Und die Niendorfer? Die landeten im engen Abstiegskampf einen wichtigen Bonuspunkt, der neben der Verbesserung auf Rang zwölf (zwei Zähler vor Abstiegsplatz 14) vor allem mentalen Rückenwind für die kommenden drei Gastspielreisen bewirkt.

Tore: 0:1 Sevinc (16. Schirosi), 0:2 Schirosi (18. Karakaya), 0:3 Schirosi (35., Strafstoßtor, Schade an Sevinc), 1:3 Brettschneider (47., Strafstoßtor), 2:3 Lackner (77. Boschke), 3:3 Lackner (83. Cho)

gelbe Karten: Schade, Molder, Nast, Boschke – Schirosi, Acar

Schiedsrichter: Ivan Feric (SV Tonndorf-Lohe)

Zuschauer: 50




Freitag, 10. April 2026

Spielbericht SV Lieth - Hamburger SV IV

Blaulicht statt Befreiungsschlag
Keller-Krimi am Butterberg wegen Verletzung abgebrochen

Betroffenes Bangen, betretene Stille und mittenhinein der Abpfiff. Der 25. Spieltag der Bezirksliga 01 endete für Jan Schiebuhr, Mittelfeldspieler der SV Lieth, per Blaulicht im Spital.
Eigentlich sollte es im Abstiegskracher seiner Farben (Platz 15, 16 Punkte) gegen die Vierte des HSV (12., 20 Zähler) den großen Befreiungsschlag geben. Ein hehres Ziel, wie schon die Anfangsminuten belegten. Vor allem, weil sich die Liether früh selbst ins Hintertreffen brachten. Unter Pressingdruck spielte Tormann Patrick Klösel den Ball zwischen zwei halbgaren Anspielstationen durch, direkt in die Füße des ebenso prompt von links hoch abziehenden Massimo Graci und der 0:1-Fehlstart ins vorgezogene „Endspiel“ um den Klassenerhalt war perfekt (9.).
Die Gäste daraufhin das bessere Team, doch zwingende Momente, wie Finn Carlssons zentraler Abdruck (drüber, 12.) gab es erst in Richtung Halbzeitschlussphase zu vermelden, als Carlssons Kopfball Klösel zur Glanzparade zwang (36.) und der Goalie seinen Lapsus zum Gegentor spätestens im starken Eins-gegen-Eins mit dem durchgestarteten Noah Brämer wettmachte (39.). Und kaum brüllte Präsident und Stadionsprecher Bo Hansen seine Lobpreisung des Torstehers ins Mikrofon, machte der „Titan“ gegen Piet Bussink-Becking geschwind die kurze Ecke zu.
Die SVL, deren einzig valides Lebenszeichen aus Meraja Magens´ Rückraumschuss mit frechem Schnitt (32.) bestand, blieb damit top im Match, das nun wiederum der HSV mit einer völlig missratenen Rückgabe auf Gleichstand polte. Tim Hör´le, der nebenbei hauchdünn an gelb-rot für wiederholtes Foulspiel vorbei schrammte (45.+1), servierte per Zuspiel in die Strafraum-Mitte Felix Schröders Ausgleichstor im Dazwischenspritzen (43.). Die Idee, den Verteidiger für die Rückrunde ganz nach vorne zu beordern, hat sich mit jetzt drei Saisontoren jedenfalls schon mal bezahlt gemacht.
Die Freude darüber sollte allerdings nach dem Seitenwechsel verflogen sein, schafften es die Breitensportler des Ex-Bundesliga.Dinos, das Tempo von Linksaußen Brämer immer besser auf die Schiene zu bringen. Bei Gracis Verfehlen war dies aus SVL-Sicht noch gutgegangen (52.), doch dann schickte Marvin Nietgen den „23er“ im Drei-Stationen-Konter auf den unaufhaltsamen Weg zum 1:2 in die lange Ecke (56.).
Das Umschalten also eine Stärke des HSV – hat sich nur irgendwie nicht bis zu den Hausherren herumsgesprochen. Florian Gebauers langer Schlag aus der Innenverteidigung, Lennart Plötzkys Kopfballverlängerung und schon war Nietgen frei durch für den Rechtsschuss, den Klösel nicht mehr entscheidend blockieren konnte (62.). Der mitgereiste Anhang in voller Freude, zumal Brämer zwanzig Minuten vor dem Ende mit links alles hätte klarmachen können, wäre der Kasten nur ein wenig breiter gewesen (70.).
So aber blieb die SV Lieth noch am Leben, ehe ihr Herzschlag dank des 2:3-Anschlusstreffers wieder so richtig in Schwung kam. Einen Flugball des nach ewiger Verletzungspause sofort weiterhelfenden Magens hatte Finn Struve formvollendet mit der Hacke zu Tom Busse weitergeleitet. Der Treffer war da nur noch Formsache (74.).
War hier also doch noch etwas drin? Ein Behrens-Kopfball, den HSV-Fänger Ather Aldakhe schön aus dem kurzen Eck fischte (83.), fand trotz aller Bemühungen jedoch keine torgefährlichen Nachahmer.
240 Sekunden Nachspielzeit blieben letztlich noch als letzter Rettungsring, bis bei exakt 138 von ihnen Plötzkys Lufteinsatz in den Rücken von Schiebuhr mit dem unsanften Aufprall des Liethers endete und die folgende Versorgung des hauptberuflichen Gemeinschaftsschullehrers, unterstützt durch eine anwesende Rettungsassistentin aus dem Publikum, eine unabsehbare Länge einnahm. Schiedsrichter Hasan Biyikli (VfL Hammonia) brach die Partie schließlich nach Unterredung mit den beiden Spielführern ab. Eine Neuansetzung scheint aufgrund der Einstimmigkeit der Entscheidung am wahrscheinlichsten.
Aus dem Umfeld des Verletzten folgte unterdessen bereits im Laufe des Wochenendes Entwarnung. Eine amtliche Gehirnerschütterung und eine Gesichtsoptik aus dem Schwergewichtsboxen können getrost als glimpflicher Ausgang des Kopf-Aufpralls gewertet werden. Alles andere muss nun eben der Hamburger Fußballverband entscheiden.

Tore: 0:1 Graci (9.), 1:1 Schröder (43.), 1:2 Brämer (56. Nietgen), 1:3 Nietgen (62. L. Plötzky), 2:3 Busse (74. Struve)

gelbe Karten: Behrens – Hörle, L. Plötzky

Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)

Zuschauer: 75


besonderes Vorkommnis: Spielabbruch wegen eines Krankenwageneinsatzes (90.+3).

Freude über wertlose Tore? Der HFV muss nun über eine mögliche Neuansetzung entscheiden.






Montag, 6. April 2026

Spielbericht FC Elmshorn - TV Haseldorf

Zweistellig an die Spitze
11:0! FC Elmshorn kommt Etappenziel zum Profibereich näher

„FC Elmshorn will in den Profifußball“ titelte die Elmshorner Nachrichten vergangenen Mittwoch. Und während noch darüber diskutiert wird, ob es sich hier um einen Aprilscherz, passend zum 01.04., durchgeknallten Größenwahn oder ein solides Projekt handelt, setzte die (noch) siebklassige Mannschaft am Ostermontag ein zweistelliges Ausrufezeichen.
Den personell einmal mehr angeschlagenen Abstiegskandidaten aus Haseldorf zu Gast, gestaltete der zukünftige Drittligist (nach eigener Vision für etwa 2032 anvisiert) die Partie nach Belieben.
Kein Wunder also, dass Torjäger Dennis Altergott ein durchgerutschtes Sukhanov-Zuspiel in die Tiefe mühelos vor der Kiste zur 1:0-Führung verwertete (13.).
Die Verdopplung setzte es nach einem Aygün-Freistoß, den Gäste-Fänger Johannes Markmann zwar erst parierte, doch mit Mert Acar stand ein aufmerksamer Abstauber sofort bereit (23.), ehe wieder Altergott nach Flugball Acars auf 3:0 stellte (28.).
Zwei Großchancen durch Mustafa Gök (32.) und Aygün (34.) etwas fahrlässig ausgelassen, ging es nach Sevinc-Diagonalball mit Seymen Tokays 4:0 weiter (39.). Und auch Kapitän Aygün belohnte mit seinem Freistoßtor von rechts für seinen heuer 45-minütigen Einsatz (44.).
Auch im zweiten Abschnitt ging es, abgesehen von kleineren Schusschancen für die Haseldorfer, beispielsweise von Louis Bevers (63.), nur in eine Richtung.
Besondere Freude bescherte dies dem umtriebigen Altergott, der lediglich ein Dutzend an Spielminuten zum lupenreinen Hattrick benötigte (62., 65. & 74.).
Da wollte sich auch sein Trainer nicht lumpen lassen, krönte Seyhmus Atug seine Selbsteinwechslung mit dem 9:0 nach Rewakian-Ecke (81.) und dem 10:0, das ihm Altergott vor der Kiste aufgelegt hatte (84.).
Ein Ei legte der neue Primus dem auseinanderbröselnden Gegner aber noch ins Nest. Mustafa Saidy Khans Flanke köpfte Bedran Atug am zweiten Pfosten zum 11:0-Endstand ein (90.).
Zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Kummerfeld bei noch einer Partie mehr zu gehen riechen nun schon extrem nach dem erstmal anvisierten Landesligafußball in der Krückaustadt, während man Haseldorf angesichts des nicht einfachen Restprogramms und einem Punkt Rückstand auf das rettende Ufer sieben anspruchsvolle rest-Spieltage vor der Nase hat.

TV Haseldorf: Markmann – Franke, Wichmann, Pieper, Biermans – Kaland, Mohrdieck, J. Lüchau (78. C. Dalecki), Laudahn – Jedamski, Bevers, Trainer: Benjamin Kälberloh

FC Elmshorn: Kado – Sukhanov, B. Atug, Er, Saidy Khan – Gök (70. S. Atug), Acar (46. Rewakian), Aygün (46. Aydin) – Sevinc (46. Eklim), Altergott, Tokay, Spielertrainer: Seyhmus Atug

Tore: 1:0 Altergott (13.
Sukhanov), 2:0 Acar (23. Aygün), 3:0 Altergott (28. Acar), 4:0 Tokay (39. Sevinc), 5:0 Aygün (44., direkter Freistoß), 6:0 Altergott (62.), 7:0 Altergott (65.), 8:0 Altergott (74.), 9:0 S. Atug (81. Rewakian), 10:0 S. Atug (84. Altergott), 11:0 B. Atug (90. Saidy Khan)

Schiedsrichter: Fatih Karkar (FFC 08 Osman Bey Moshee)

Zuschauer: 50






Donnerstag, 2. April 2026

Spielbericht SV Blau-weiß 96 Schenefeld - TV Haseldorf

Vorteil: Kadertiefe
Torhungrige Joker richten es für Blau-weiß 96

70 Minuten lang sah es so aus, als könnte der TV Haseldorf der große Gründonnerstagsgewinner im Untergeschoss der Bezirksliga 01 sein, doch spät schlug in Schenefeld die bittere Erkenntnis zu: der Klassenerhalt bleibt ein Mammutprojet.
Ohne den gelbgesperrten Lars Rose, der dafür im gut besuchten Gästeblock alles gab, legte der Aufsteiger gleich willig und griffig los. Völlig untypisch für einen Abstiegskandidaten, zahlte sich dies auch sofort aus, verwertete Marten Fülscher eine Mohrdieck-Flanke in der Mitte zum 0:1-Stimmungshoch aller, die in der Folge mit dem Auswärtsteam um den Erhalt der Führung bangten (7.).
Blau-weiß startete nämlich seine Ballbesitzdominanz, die das Spielgeschehen nachhaltig in die Hälfte der Haseldorfer verlagerte. Eingreifen brauchte Gäste-Fänger Niklas Grote jedoch erstmal nur mit einer behänden Fußabwehr gegen den scharf von Lewe Tiede bedienten Lenard Peters (8.).
Allzu lange sollte sich dies aber nicht ausgehen. So schickte Youss Jaiteh seinen Kollegen Rene Müller wohl temperiert in die Tiefe, wo der 29-Jährige auf dem Weg zum Ausgleich keine halben Sachen machte (19.). Nicht ganz so Oscar Rehder, dem sich Grote mit voller Breite entgegenstellte (22.).
Doch auch die Gäste warteten in Nadelstichen gefährlich auf. Nach Phil Mohrdiecks starkem Ballgewinn ergab sich Michel Lienau nämlich die fette Chance, gegen deren Verwertung sich Fynn Ritter im Abtauchen erfolgreich stemmte (21.).
Kein Grund für den fleißig ackernden Blondschopf, es nochmal zu versuchen. Dem letzten Mann aus der 96-Viererkette die Kugel geklaut, versenkte Lienau diesmal eiskalt vor Ritter zum 1:2-Halbzeitstand (41.), den Fülscher von halbrechts durchaus noch hätte ausbauen können (45.+1).
Ernsthafte Gefährdung erfuhr diese Einblendung auf der großzügigen Anzeigetafel im Stadion Achter de Weiden lange Zeit nicht. Auf der regelmäßig vollends bespielten Skala zwischen Welt- und Kreisklasse drohte den Hausherren nach der 3:5-Schlappe in Niendorf aus der Vorwoche gleich das nächste Negativextrem.
Heuer aber zogen die Jungs in weiß den Kopf auch dank einer herausragenden Bank spät aus der Schlinge. Mit einem Treffer der Marke „Eier-Tor“ würdigte der soeben eingewechselte David Heffele nicht nur die anstehenden Ostertage, sondern läutete damit auch die Wende im zu diesem Zeitpunkt irgendwie toten Spiel ein (71.). Denn nachdem der mit ihm gekommene Jasin Emini beim ersten versuch noch am Außennetz scheiterte (77.), machte es die Rückennummer 33 auf Diagonalball Maik Wegners eiskalt zum 3:2 (79.).
Die Haseldorfer, die im Gegensatz dazu freilich nicht über solche Einwechselkaliber verfügen, waren gebrochen und Blau-weiß auf dem Weg, das Resultat weiter hochzuschrauben. In zwei Szenen daran gescheitert (84. & 90.), holte mit Marco Müller der dritte Joker das Verpasste im Konter nach (90.+3).
Der TVH nun weiter mit einem Zähler unter dem Strich, während Coach Mathias Timm und seine Edel-Bankwärmer bei einem ganzen Dutzend an Punkten Vorsprung auf die Kreisliga-Plätze sieben sorgenfreien Restspieltagen entgegensehen können.

Tore: 0:1 Fülscher (7. Mohrdieck), 1:1 R. Müller (19. Jaiteh), 1:2 Lienau (41.), 2:2 Heffele (71.), 3:2 Emini (79. Wegner), 4:2 M. Müller (90.+3, Kocak)

gelbe Karten: keine – J. Lüchau

Schiedsrichterin: Vanessa Thormählen (FC Union Tornesch, Note 2,5)

Zuschauer: 80

Sonntag, 29. März 2026

Spielbericht VfL Pinneberg - TV Haseldorf

Holzapfel senkt den Blutdruck
Erster Sieg in 2026! VfL Pinneberg weist den TV Haseldorf in die Schranken

Insbesondere mit wichtigen Heimsiegen boxte sich Aufsteiger TV Haseldorf zuletzt amtlich aus der Abstiegszone. Bezirksliga 01-Spieltag Nummer 24 schob den Neuling aus der Marsch jedoch wieder zurück unter den Strich.
Die Punktgewinne der Konkurrenz vom HSV IV (1:1 gegen den Duvenstedter SV) und aus Niendorf (5:3 gegen Blau-weiß 96) wusste man am Sonntagnachmittag in Pinneberg nämlich nicht mit Zählbarem zu kontern.
Dabei war man heuer mit gar nicht mal so schlechtem Kader zum in 2026 noch sieglosen VfL gereist.
Um den rot-gelben Optimismus war es heuer allerdings schnell geschehen, als der Pinneberger Tyler Brose Noah Lüchau robust im Strafraum abkochte und sicher zum frühen 1:0 einnetzte (9.).
Wasser auf die Mühlen des überlegenen Mittelfeldteams, das TVH-Goalie Niklas Grote in der Folge gehörig auf Trab hielt (12. & 21.), ehe 21-Tore-Mann Niklas Bargob den Kasten bei einem der vielen tiefen VfL-Läufen verfehlte (25.). So auch kurz darauf in abgefälschter Manier (27.). Beim fälligen Eckstoß zum Kopfball gekommen (Block von Grote), führte ein ungeschickter Strafraumzweikampf zu Bargobs Königschance vom Punkt. Doch kläglich scheiterte der Kapitän am starken Gäste-Fänger.
Für Bargob und Co ein kleiner Knackpunkt, schwammen sich nun auch die Appelplücker vorsichtig frei.
Louis Bevers flankte hinter das Tor (41.) – Phil Mohrdieck erwischte seinen Kopfball nicht optimal (41.). Man musste es schon gut meinen, mit den Schloßpark-Kickern, um den bemühten, aber arg limitierten Auftritt des Neulings positiv zu bewerten.
Die beste Gelegenheit des Abstiegskandidaten „vergab“ mit Berat Alija tatsächlich ein Pinneberger, als dieser Tormann Philipp Niedermeier mit einem Rückpass überrumpelte, die Scharte per finaler Rettungsgrätsche allerdings selbst wieder auswetzte (53.).
Wohltuende Blutdrucksenkung verschaffte da drüben Tjark Holzapfels frei vollendetes 2:0 (56.), mit dem die Hausherren im Exil an der Raa (Heimat des SC Pinneberg) das Geschehen wieder spürbar an sich rissen.
Weil Brose etwas peinlich drüber zielte (68.) und auch eine erneute Doppelchance nach Ecke ungenutzt blieb (78.), flammte beim Kellerkind noch ein wenig Hoffnung auf den Anschlusstreffer auf. Doch weil die eingewechselten Timo Kaland (80.) und Joris Lüchau (86.) ihre Kopfstöße nicht perfekt setzen konnten und Niedermeier Florian Möhles Freistoß abtauchend zur Ecke parierte (82.), blieb es beim ersten gegentorlosen Erfolg des neuen Tabellensechsten seit dem kampflosen 3:0 gegen HSV IV im Dezember 2025.
Der TV Haseldorf kann von diesen Tabellenregionen nur träumen, geht es nun als 14. ins Osterwochenende, das mit den Gastspielreisen nach Schenefeld und Elmshorn zwei ungeliebte Auswärtspartien beinhaltet.

TV Haseldorf: Grote – N. Lüchau, Oßenbrüggen (72. Kaland), Pieper, Franke – Nickels (66. Jedamski), Möhle (46. J. Lüchau), Mohrdieck, Bevers – Rose, Lienau (66. Fülscher), Trainer: Marvin Biermans (i.V.)

Tore: 1:0 Brose (9. Holzapfel), 2:0 Holzapfel (56. Bargob)

gelbe Karten: Bargob, Schulze – Rose, Pieper

Schiedsrichter: Thorsten Kaisen (SC Poppenbüttel, Note 2)

Zuschauer: 50

besonderes Vorkommnis: Bargob scheitert mit Foulstrafstoß an Grote (28.).