Joker
Düzgün sorgt fürs Pokal-Déjà-vu
Wieder
2:1 gegen den Kieler MTV: TSV Flintbek beißt sich im Mittelfeld fest
Mittelfeld pur am Donnerstagabend in Flintbek! Während der hiesige TSV mit dem
zweiten Erfolg hintereinander im Mittelstück der Verbandsliga Ost festsetzen
konnte, bekam der starke Neuling aus Kiel einen kleinen Bremsklotz auf dem Weg
ins obere Drittel vors Getriebe geworfen.
Absolut nicht mittelmäßig präsentierte sich im ersten Drittel der 90 Minuten
die Heim-Elf, die es bestens verstand, den Gegner auf ihrem eng bemessenen
Kunstrasen konsequent unter Stress zu setzen und selbst durchaus ansehnlich zu
kombinieren. Die Kieler oft nur in der Rolle des Reagierenden, was früh
ordentlich in die Hose ging, als Timo Zilz den TSVer Torben Frahm im Sechzehner
auflaufen ließ und somit Niklas Kocks Strafstoßtor zum 1:0 heraufbeschwor (8.).
Bei einer Ratjen-Schusschance nach zuvor schwacher Klärung durch Luca Bourreau lag
gar die Verdopplung in der Luft, doch das Leder verfehlte sein hehres Ziel
(12.).
Ansonsten mussten sich die Hausherren jedoch zwei Vorwürfe gefallen lassen: zu
selten kamen sie an vorderster Front zum gefährlichen Abschluss und zu sehr
ließen sie die Zügel nach etwas mehr als einer halben Stunde schleifen.
Mit dem nun endlich vorhandenen Platz wusste der Aufsteiger aus der
Landeshauptstadt sofort etwas anzufangen. Eine Doppelchance auf halbrechts,
nachdem Kolja Baeskow den feinen Diagonalball spielte (40.), deutete jenes
Szenario an, das im zweiten Durchgang tatsächlich Einzug erhalten sollte.
Diesmal erhielt Ben Henningsen einen hohen Ball, um in der Parzelle zunächst
geblockt zu werden, doch weil Kollege Louis Reinicke voll in der Szene blieb,
setzte es das Ausgleichstor durch den Kapitän.
Plötzlich schien der dritte Sieg in Serie für die Männerturner gar nicht mehr
so unrealistisch, zumal sich für Janne Rudolph eine feinste Chance im
Umschalten bot. Um das Tor zu treffen, sollte man allerdings zunächst den Ball
sauber erwischen (66.)…
In der bis dahin ausgeglichenen Schlussphase drehte sich das Geschehen dann
aber gegen den amtierenden Kreisliga-Vizemeister, verlor dieser erst Reinicke,
dessen Knöchel einer robusten Ballbehauptung Jonas Roempkes zum Opfer fiel
verletzt (84.), ehe kurz darauf ein tiefes Frahm-Zuspiel exakt Joker Sahin
Düzgün fand und dieser seinen bisher nur drei Minuten andauernden Einsatz mit
dem eiskalten 2:1 in die lange Ecke veredelte (87.).
Duplizität der Ereignisse, triumphierten die Roten bereits im
Kreispokal-Semi-Finale mit derselben Tor-Folge (bei anderen Treffer-Minuten)
mit 2:1 gegen die Jungs vom Professor-Peters-Platz. Um dies an diesem
Donnerstagabend zu verhindern, warfen sie zumindest kämpferisch noch einmal
alles in die Waagschale – bis der leidenschaftlich geführte Kick in Nachspielminute
acht vom insgesamt umsichtigen Martin Herpel (Husumer SV) abgepfiffen wurde. Für
die TSV Flintbek der Lohn einer pressingstarken Anfangsphase, eines guten
Trainer-Wechselhändchens und eines nicht schönen, aber effektiven Zeitmanagements
auf den letzten Metern der Partie.
Tore: 1:0 Kock (8.,
Strafstoßtor, Zilz an Frahm), 1:1 Reinicke (52. Henningsen), 2:1 Düzgün (87.
Frahm)
gelbe Karten: Roempke, Buessau –
Baeskow, Woywod, Rudolph
Schiedsrichter: Martin Herpel
(Husumer SV)
Zuschauer: 65
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Donnerstag, 2. Oktober 2025
Spielbericht TSV Flintbek - Kieler MTV
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