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Freitag, 31. Oktober 2025

Spielbericht Heidgrabener SV II - FC Union Tornesch III

Den Nachbarn vermöbelt
Dominante HSV-Reserve schießt Union Tornesch III mit 7:1 aus dem Sportpark

Derby-Freitag in Heidgraben, doch Brisanz mochte im Udo-Tesch-Sportpark keine aufkommen. Zu einseitig verlief das Kreisliga 01-Duell, der bereits nach fünf Minuten durch Fabian Grabkes Kopfballchance erstmals furiose Züge annahm.
In flacher, spielerischer Variante sollte es dann kurz darauf gelingen, schickte Nikolas Haker Angreifer Marcio Prien in den Rücken der Union-Viererkette, wo die Führung mühelos gelang (7.). Blöd nur, dass sich der Torschütze dabei ohne Einwirkung der behäbigen Gegenspieler verletzt hatte. Vorjahrestorschützenkönig Ben Dieckmann (21 Treffer) ersetzte den 23-Jährigen mindestens gleichwertig. Wohl dem, der über solches Bankpersonal verfügt!
Zunächst aber ärgerte sich die HSV-Reserve gleich doppelt, als erst Lasse Leowald auf Steckpass Tim Rockels an Tim Fröhlichs Fußabwehr scheiterte (10.), ehe drüben eine halbhohe Ecke das etwas überraschende Ausgleichstor für Zentrumsspieler Dennis Sannemann im Strafraumdickicht vorbereitete (11.).
Die Hausherren ließen sich davon allerdings keineswegs irritieren, demonstrierten ihre Überlegenheit weiterhin mit viel Ballbesitz, der jedoch zu selten in guten Gelegenheiten mündete, wie Dieckmanns etwas zu unplatzierten Versuch vor Torwart-Kante Fröhlich (17.).
Ausgerechnet ein böser Abspielfehler der Blauen im Aufbau brachte die spielstarken Schützlinge Frank Rockels noch vor der Pause auf die Siegerstraße. Die Kugel clever abgefangen, lupfte Leowald sie mit langer Vorlaufzeit zum 2:1 ins Union-Tor (41.), das quasi mit dem Pausenpfiff auch T. Rockel per Abstauber komplikationslos traf (45.+3). Der sonst starke Fröhlich hatte eine Hereingabe Dieckmanns zuvor nicht zwischen die Griffel bekommen.
Nur wo blieb denn die eigene Dieckmann-Bude? Aus spitzem Winkel wollte sie jedenfalls noch nicht fallen (51.). Doch weil die Schießbude der Liga (40 Gegentore) freundlich zum durchgerutschten Schuss aus dem Hinterhalt einlud, kam der „Neuner“ zu nachträglichen Torjäger-Ehren (53.).
Die Partie längst entscheiden; einzig die Höhe des Derby-Triumphs blieb noch fraglich. Weitere Fakten schafften dabei Innenverteidiger Marco Holdingsgard mit seinem dynamischen Kopfballtor nach Ecke von Grabke (60.) und T. Rockel, der Fröhlichs Block gegen Marvin Schmahl zum halben Dutzend verarbeitete (65.).
Gar zweistellig hätte es hier durchaus enden können, hätte beispielsweise Dieckmann nicht knapp verfehlt (68.).
Einen servierte der neue Tabellenfünfte den Fans im und außerhalb des Kunstrasenkäfigs aber noch, als abermals Haker mit Gefühl zu Dieckmann durchsteckte, was dieser zentral vor dem Ziel nicht weniger präzise mit dem 7:1-Endstand krönte (78.). Ein HSV-Feiertag also auch ohne den Reformationstag.
Der wieder einmal schwer geschlagenen Drittvertretung aus dem Torneum bleibt dagegen mit nur einem Zähler Vorsprung die Angst vor dem Kreisklasse-Gespenst.

Tore: 1:0 Prien (7. Haker), 1:1 Sannemann (11.), 2:1 Leowald (41.), 3:1 T. Rockel (45.+3 Dieckmann), 4:1 Dieckmann (53.), 5:1 Holdingsgard (60. Grabke), 6:1 T. Rockel (65. Schmahl), 7:1 Dieckmann (78. Haker)

gelbe Karten: Grosse – Kaczor

Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV Rantzau)

Zuschauer: 60