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Sonntag, 28. September 2025

Spielbericht FC Teutonia 05 1.A - Walddörfer SV 2.A

„Zweite-Hälften-Krise endgültig beendet“
Wieder kein Leistungsabfall: Walddörfer SV-2008er siegen sich unten heraus

Im Duell der (bisher) Enttäuschten der U18-Oberliga räumte der WSV in gleich mehreren Punkten mit dem vorläufigen Saisonverlauf auf. Denn neben der Ergebniskrise ist laut Mittelfeld-Stratege Arthur Schreiber auch die zuletzt frappierende „Zweite-Hälften-Krise endgültig beendet“. Schon unter der Woche war das Novum von mindestens gleichwerten zweiten 45 Minuten bei siegreichem Ertrag gegen den Harburger TB (3:1) geglückt, um es diesmal über beide Hälften gänzlich souverän zu lösen.
„Wir haben heute über 90 Minuten gezeigt, dass wir wirklich guten Fußball spielen können und sehr, sehr viel spielerisch lösen können – und auch wollen!“, frohlockte Schreiber im Lobgesang, der trotz gewichtiger Überlegenheit und einigen Chancen (wieder so ein Merkmal der Roten) erst spät im ersten Abschnitt ergebnistechnische Untermauerung erfuhr. So zirkelte der Neuzugang vom SC Sternschanze seinen Freistoß zu genau an den Innenpfosten (30.), während ihm der Assist für einen Doberitz-Treffer von der spät erhobenen Abseitsfahne vermiest wurde (38.). Im nächsten Anlauf hatte das Gespann schließlich keine Beanstandungen, als sich Phil Bossen „mit einer Körperfinte“ erst „massig Platz verschaffte“, um beim Pass „ein bisschen Glück“ zu haben, dass „der Innenverteidiger da nicht richtig rankommt“. Dadurch fand das Leder den Weg zu Malte Doberitz, der „das vor dem Tor gut gemacht und das verdiente 0:1 erzielt hat“ (41.), erläuterte Walddörfers Nummer 20, die genau wie Kollege Leo Amtsberg (48.), zu Beginn des zweiten Abschnitts weitere Abschlüsse versuchten (54. & 72.).
Nur einmal – um es vorwegzunehmen – wackelte der komplikationslose Auswärtserfolg, als eine Unachtsamkeit Teutonias Shayan Taheri in Position beförderte, dieser jedoch zu unplatziert in den Eingriffsbereich des Torwarts zielte (58.).
„Uns ist besonders gut gelungen, dass wir wirklich nur sehr, sehr wenige hohe, lange Bälle geschlagen haben. Ja, es waren immer wieder Chip-Bälle hinter die Kette mit dabei, aber wir haben wirklich fast alles flach gelöst. Das war wirklich gut und hat nochmal unsere Qualität gezeigt!“, erfreuten sich die Gäste ansonsten über das Gros der Spielzeit an ihrer Lust am gepflegten Ballsport, die den kurz zuvor eingewechselten Jarno Köster in Form eines tiefen Duve-Anspiels gen Grundlinie schickte. Trotz „viel Ziehen und Zerren“ behielt der Joker „Ruhe und Übersicht“, um auch Goalie John Walter cool nach oben links zu überwinden (74.). Die Partie damit vorzeitig entschieden, zu limitiert waren die Möglichkeiten des Tabellenvorletzten, den Walter mit einem Block gegen Leandro Duve vor weiterem Unheil bewahrte (90.).
Einmal noch musste der Ex-Nienstedtener das Leder aber dennoch aus dem Netz holen: Abwehrrecke Linus Polster versenkte nämlich einen „klaren Elfmeter“, nachdem Perry Redner den emsigen Köster „unschlau abgeräumt“ hatte (90.+3), zum 0:3-Endstand.
Grund zur Freude also beim Aufsteiger, der seine Englische Woche mit zwei Siegen und einer Niederlage beendete. „Das finde ich auch in Ordnung“, resümierte Schreiber, dem der eng getaktete „Rhythmus sehr gut gefällt“. „Dadurch hast du die Möglichkeit, wenn du am Wochenende unglücklich verloren hast, unter der Woche direkt ein Zeichen zu setzen. Das haben wir hinbekommen! Wenn man dann auf die ersten zwei Spiele (jeweils vermeidbare Niederlagen gegen Mitaufsteiger) guckt, ist das umso ärgerlicher, dass wir davon nicht eines zumindest gewonnen haben; dann ständen wir schon mit neun Punkten da, die auf jeden Fall verdient gewesen wären. Aber im Großen und Ganzen gefällt mir die Englische Woche.“. Kein Wunder, sprang man vom „total ungerechtfertigten elften Platz“ auf den „deutlich gerechteren“ Rang sieben.

 Daheim gegen den bereits aus der Vorbereitung bekannten Niendorfer TSV winkt am kommenden Wochenende sogar der Anschluss ans obere Tabellendrittel. „Wir haben zwar gegen Niendorf in der Saisonvorbereitung gesehen, dass da große Differenzen zwischen uns in den Teams liegen und wie brutal wir da doch spielerisch besser sind, aber wir dürfen das nicht unterschätzen. Die haben jetzt oft auf den Kopf bekommen; die werden weiterhin weiter gewinnen wollen. Deswegen müssen wir da hochmotiviert reingehen!“, mahnte Schreiber, der beim Test-Vergleich, Anfang September, einen Doppelpack zum 6:1-Erfolg beisteuerte, zur Ernsthaftigkeit gegen das punktlose Schlusslicht.

Tore: 0:1 Doberitz (41. Bossen), 0:2 Köster (74. Duve), 0:3 Polster (90.+3, Strafstoßtor, Redner an Köster)

Schiedsrichter: Kiran Kraake (Hamburger SV)

Zuschauer: 50