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Sonntag, 7. September 2025

Spielbericht SV Barmbek - DSC Hanseat II

SV Barmbek bleibt sich treu
Hinten solide – vorne harmlos: Weinrot tritt weiter auf der Stelle

Die gute Nachricht für den SV Barmbek vorweg: Nur vier der 14 Konkurrenten kassierten an den ersten vier Spieltagen der Kreisklasse 07 weniger Gegentreffer (8) als die Weinroten. Die Schlechte: Kein Kontrahent traf seltener ins Schwarze (3)…
Entsprechend schwierig fiel daher die Einordnung des neuerlichen 1:1 gegen die Reserve des DSC Hanseat aus. Die Defensive um Spielertrainer Grant Kendon Sharka stand gegen den Tabellenfünften überwiegend sicher, doch im Spiel nach vorne fehlte es mal wieder zu oft am nötigen Handwerkszeug.
Auf dem legendären roten Rasen an der Meister-Francke-Straße, dem es übrigens noch im Laufe dieser Saison zu Gunsten einer Plastikwiese ans Fundament gehen soll, beschränkte sich der Ereignisgrad über die gesamte Spielzeit auf das Minimal-Level.
Eine schön durch Trainersohn Jovan Klimenkov per Doppelpass vorbereitete Kopfballchance für Hanseats Sturmtank Isaac Dwumfour (Andreas Maasberg packte problemlos zu, 14.) eröffnete die spartanische Offensiv-Show, der sich die Hausherren durch Scherwin Bashardoust und dessen spitzwinkligem Versuch, der schnurstracks im Seiten-Aus landete, kreisklassetypisch anschlossen (23.).
Überhaupt geizte die Partie nicht mit Klischees über die unterste Spielklasse, was Schiedsrichter Martin Pfeifer (SV Bergstedt) immer wieder zum Erklärbären mutieren ließ.
Diesmal nicht von Nachfragen begleitet, entschied der Mann in Gelb in Minute 38 auf Freistoß, den Jahn Saleh hoch in den SVB-Sechzehner brachte. Dwumfour verwertete mit zwei Kontakten und schon war die Elf von der Vogesenstraße mit 1:0 in Front.
Ein Stimmungshoch, das jedoch nicht allzu lange halten sollte, schaltete der SV Barmbek nach gegnerischem Einwurf schnell mit einem langen Maasberg-Schlag, sodass sich Oscar Giraldo Castro vorne letztlich erfolgreich gegen den bereits liegenden Torhüter zum schnellen Ausgleichstreffer durchsetzen konnte (41.).
Für Jubel sorgte im weitgehend zerfahrenen zweiten Abschnitt dagegen nur ein Abseitstor des SVB (52.), der sich ansonsten glücklich schätzen konnte, dass die Dulsberger ihre Standardstärke nicht noch ein weiteres Mal erfolgreich einsetzten.
Vor allem der am zweiten Pfosten völlig alleingelassene Joshua Aniolkowski hatte allen Grund, seiner leichtfertig vergeigten Kopfballchance hinterher zu trauern, wäre es der sichere Siegtreffer in der Nachspielzeit gewesen (90.+2). So aber verpasste die im Sommer fast komplett erneuerte Elf von Toni Klimenkov den Dreier, mit dem sogar der Sprung auf Rang drei geglückt wäre.
Doch auch der Gegner hatte Grund zum Hadern. Schließlich erhielt Bashardoust durch einen Steckpass in den Lauf die schöne zentrale Schusschance auf das 2:1, zu dem schlussendlich aber eine Nuance an Zielgenauigkeit fehlte (77.).
Kein tabellarischer Fortschritt damit auf beiden Seiten. Ein heute leistungsgerechtes Fazit.

Tore: 0:1 Dwumfour (38. Saleh), 1:1 Giraldo Castro (41. Maasberg)

Schiedsrichter: Martin Pfeifer (SV Bergstedt)

Zuschauer: 40