Den
Nachbarn vermöbelt
Dominante
HSV-Reserve schießt Union Tornesch III mit 7:1 aus dem Sportpark
Derby-Freitag in Heidgraben, doch Brisanz mochte im Udo-Tesch-Sportpark keine
aufkommen. Zu einseitig verlief das Kreisliga 01-Duell, der bereits nach fünf
Minuten durch Fabian Grabkes Kopfballchance erstmals furiose Züge annahm.
In flacher, spielerischer Variante sollte es dann kurz darauf gelingen,
schickte Nikolas Haker Angreifer Marcio Prien in den Rücken der Union-Viererkette,
wo die Führung mühelos gelang (7.). Blöd nur, dass sich der Torschütze dabei
ohne Einwirkung der behäbigen Gegenspieler verletzt hatte. Vorjahrestorschützenkönig
Ben Dieckmann (21 Treffer) ersetzte den 23-Jährigen mindestens gleichwertig.
Wohl dem, der über solches Bankpersonal verfügt!
Zunächst aber ärgerte sich die HSV-Reserve gleich doppelt, als erst Lasse
Leowald auf Steckpass Tim Rockels an Tim Fröhlichs Fußabwehr scheiterte (10.),
ehe drüben eine halbhohe Ecke das etwas überraschende Ausgleichstor für
Zentrumsspieler Dennis Sannemann im Strafraumdickicht vorbereitete (11.).
Die Hausherren ließen sich davon allerdings keineswegs irritieren,
demonstrierten ihre Überlegenheit weiterhin mit viel Ballbesitz, der jedoch zu
selten in guten Gelegenheiten mündete, wie Dieckmanns etwas zu unplatzierten
Versuch vor Torwart-Kante Fröhlich (17.).
Ausgerechnet ein böser Abspielfehler der Blauen im Aufbau brachte die
spielstarken Schützlinge Frank Rockels noch vor der Pause auf die Siegerstraße.
Die Kugel clever abgefangen, lupfte Leowald sie mit langer Vorlaufzeit zum 2:1
ins Union-Tor (41.), das quasi mit dem Pausenpfiff auch T. Rockel per Abstauber
komplikationslos traf (45.+3). Der sonst starke Fröhlich hatte eine Hereingabe
Dieckmanns zuvor nicht zwischen die Griffel bekommen.
Nur wo blieb denn die eigene Dieckmann-Bude? Aus spitzem Winkel wollte sie jedenfalls
noch nicht fallen (51.). Doch weil die Schießbude der Liga (40 Gegentore)
freundlich zum durchgerutschten Schuss aus dem Hinterhalt einlud, kam der „Neuner“
zu nachträglichen Torjäger-Ehren (53.).
Die Partie längst entscheiden; einzig die Höhe des Derby-Triumphs blieb noch
fraglich. Weitere Fakten schafften dabei Innenverteidiger Marco Holdingsgard
mit seinem dynamischen Kopfballtor nach Ecke von Grabke (60.) und T. Rockel,
der Fröhlichs Block gegen Marvin Schmahl zum halben Dutzend verarbeitete (65.).
Gar zweistellig hätte es hier durchaus enden können, hätte beispielsweise
Dieckmann nicht knapp verfehlt (68.).
Einen servierte der neue Tabellenfünfte den Fans im und außerhalb des Kunstrasenkäfigs
aber noch, als abermals Haker mit Gefühl zu Dieckmann durchsteckte, was dieser
zentral vor dem Ziel nicht weniger präzise mit dem 7:1-Endstand krönte (78.). Ein
HSV-Feiertag also auch ohne den Reformationstag.
Der wieder einmal schwer geschlagenen Drittvertretung aus dem Torneum bleibt
dagegen mit nur einem Zähler Vorsprung die Angst vor dem Kreisklasse-Gespenst.
Tore: 1:0 Prien (7.
Haker), 1:1 Sannemann (11.), 2:1 Leowald (41.), 3:1 T. Rockel (45.+3
Dieckmann), 4:1 Dieckmann (53.), 5:1 Holdingsgard (60. Grabke), 6:1 T. Rockel
(65. Schmahl), 7:1 Dieckmann (78. Haker)
gelbe Karten: Grosse – Kaczor
Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 60
Freitag, 31. Oktober 2025
Spielbericht Heidgrabener SV II - FC Union Tornesch III
Spielbericht TSV Sparrieshoop - SV Lieth II
Horror-Derby
1:8
an Halloween! TSV Sparrieshoop schickt SV Lieth II weiter in die Krise
Mehr schlecht als recht taumelt die im Sommer aus der abgewanderten
Ligamannschaft Holsatias und der eigenen Rest-Zweiten fusionierten SV Lieth
durch die Kreisliga 01. Den maximalen Gruselfaktor erlebte die Elf von Trainer
Thorben Pingel nun zu Halloween im Derby beim TSV Sparrieshoop.
Schon der Start ins Reformationstagsduell ging für die Roten so richtig in die
Hose. Nach langem Flankenwechsel markierte ausgerechnet Ex-Liether Leon
Diedrigkeit prompt das 1:0 (3.), ehe Mika Martens im andächtig bestaunten
Doppelpass mit Lenn Pankraz mühelos verdoppelte (5.).
Kurz um schnelle Linderung bemüht, bediente Nevio Schuchhardt Niklas Viera
Gerkens, dem es gegen Schlussmann Michael Möller und hinzugeeilte Vorderleute
ebenso wenig gelang, die Kugel ins Tor zu bugsieren, wie Semih Zeybekoglu im
sofortigen Nachsetzen (7.).
Stattdessen schraubten die spielerisch klar überlegenen Hausherren rund um die
30-Minuten-Marke weiter am Resultat, indem Lennart Voigt einen Abpraller mit
links zum 3:0 versenkte (26.) und Vorbereiter Pankraz sich anschließend bei
einer Hochschild-Ecke auf den einsamen zweiten Pfosten einmal selbst belohnte
(34.).
Schon zur Pause war die Angelegenheit also geklärt. Daran vermochte auch
Zeybekoglus Lebenszeichen in Form eines Lattentreffers nichts zu ändern (59.).
Sparre machte dagegen einfach weiter mit effizientem Fußball, der ab der
zweiten Hälfte auch mit Beteiligung von Top-Stürmer Finn Möller über den Rasen
unter der charakteristischen Hochspannungsleitung fegte. Hoch und weit
geschickt, schaute der Aufstiegstorjäger der Vorsaison den gegnerischen Tormann
zum 5:0 aus (62.), während er das halbe Dutzend in Poleposition für den
ebenfalls gebrachten Kian Maleki auflegte (77.).
Diesmal bei einem nach vorne blockierten Hochschild-Freistoß am richtig Fleck
lauernd, schnürte Maleki gar den Doppelpack (82.), den sich mit Kapitän Martens
noch ein weiteres der vielen Eigengewächse vom Rosengarten sicherte (83.). Beim
gemeinsamen Mannschaftsfrühstück wurde neben Wurstbrot wohl auch ausreichend
viel Zielwasser verkostet!
Auf der anderen Seite, symptomatisch für den hilflosen Auftritt der Gäste aus
Klein Nordende, unterlief Torhüter Maik Bianchet bei der Entstehung des nunmehr
achten Tagesgegentors auch noch ein Luftloch. Situationskomik, über die heuer
nur der Aufsteiger lachen konnte…
Der zwischenzeitliche 6:1-Ehrentreffer durch Michel Cords (79.) süßte einen
gänzlich versauerten Auftritt der SVL-Reserve freilich auch nicht auf. Der
einzig positive Aspekt des Freitags: am folgenden Abend kassierte auch
Konkurrent Union Tornesch III eine heftige 1:7-Schlappe in Heidgraben, wodurch sich
der Rückstand auf die nicht-Abstiegsplätze weiterhin bei einem Zähler beläuft.
Eine Thematik, die für den TSV Sparrieshoop im Mittelfeld des Klassements
wahrlich keine Rolle spielt.
Tore: 1:0 L. Diedrigkeit
(3.), 2:0 Martens (5. Pankraz), 3:0 Voigt (26. L. Diedrigkeit), 4:0 Pankraz (34.
Hochschild), 5:0 F. Möller (62.), 6:0 Maleki (77. F. Möller), 6:1 Cords (79.),
7:1 Maleki (82. Hochschild), 8:1 Martens (83. Gül)
Schiedsrichter: Clemens Riehl
Zuschauer: 50
Mittwoch, 29. Oktober 2025
Spielbericht VfL Hammonia II - SSV Rantzau II
Den
Spielverlauf auf den Kopf gestellt
Viertelfinaleinzug
ohne Fehlschuss: SSV Rantzau II trotz den Personalsorgen
Ganze 15 Ausfälle musste das Trainergespann Bruns/Friebel/Kinastowski an der
Kommandobrücke der Rantzauer Reserve im Achtelfinale des Holsten-Pokals
kompensieren. Mit an Bord aber am Mittwochabend: die Effizienz, mit der der
Kreisliga 01-Vertreter komplett darüber hinwegtäuschte, dass vor allem in
Abschnitt eins ausschließlich die gastgebende Elf des VfL Hammonia das Spiel machte.
Das Problem der Kicker aus dem Schanzenviertel: sie trafen einfach nicht ins
Tor. Azer Askerov (6.) und Tristan Baier (43.) trafen nur den Pfosten, während
Arne Sybrandts (22.) und Henri Sticken (34.) ihre Versuche knapp am Gehäuse
vorbeizischen sahen.
Entsprechend groß die Erleichterung, als es kurz nach der Pause doch endlich
klappte. Über rechts bereitete Florian Zinda sprintschnell vor, sodass Jeremy
Murage-König am zweiten Pfosten annehmen und vollenden konnte (48.). Die
Barmstedter, die wegen Christoph Brandts Verletzung bereits früh ihren einzigen
möglichen Wechsel ziehen mussten (33.) – wie so oft bis hierhin – nicht im
Bilde.
Ausgerechnet der für Brandt hineingekommene Charles Assogba sollte den SSV
jedoch per Eckstoß auf die kaum für möglich gehaltene Siegerstraße führen.
Hammonia bekam den Ball von der Fahne nämlich nicht geklärt, was Ivan Babych
just mit dem ersten Torschuss von Blau im Spiel zum 1:1 bestrafte (51.).
Völlig auf den Kopf gestellt war das Geschehen eine knappe Viertelstunde
später, schob der per Berg-Steckpass eingesetzte Patrick Hollm eiskalt zum 1:2
ein (64.), um eine abermals schnittig getretene Assogba-Ecke noch entscheidend
für das dritte Hurra im dritten Anlauf abzufälschen (76.).
„Wir werden fickerig“, hatte Hammonias Zinda schon zwischendurch festgestellt
(66.). Die Bemühungen waren ihnen aber dennoch nicht abzusprechen. Egal, was
die Elf aus der Kreisliga 08 heute allerdings versuchte: es sollte einfach kein
zweiter Treffer gelingen!
Kurz vor dem Ende kam es sogar noch doppelt brutal. Erst holte sich Kilian
Jackst für sein Bein, das in luftiger Höhe Gegenspieler Sascha Berg eine später
im Spital mit vier Stichen zu nähende Kopfwunde zufügte, den berechtigten roten
Karton ab (88.), dann machte Joker Assogba mit seinem Zuspiel für Alexander
Hollms Trudel-Tor den Vorlagen-Hattrick in Gestalt des 1:4 perfekt (90.+1).
Die Jungs aus dem Kreis Pinneberg damit seit acht Pflichtspielen unbesiegt und
vor allem unter den letzten acht im Bewerb der zweiten Mannschaften im HFV. Ob
verdient oder nicht war nach diesem Mittwochabend kein Thema mehr.
VfL Hammonia II: Hebart –
Schulte, Hunger, Pawletta (83. Heubel), Jackst – Sybrandts, Askerov – Zinda
(83. Müller), Sticken (74. Nguyen), Murage-König (74. Singateh) – Baier,
Trainer: Leon Dobbratz & Andreas Fehrenbach
SSV Rantzau II: Ulrich – P. Hollm,
Ritter, Meyer, Vester – Brandt (33. Assogba), Thieme, Blunk – A. Hollm, Berg,
Babych, Trainer: Jan-Hendrik Bruns, Patrick Friebel & Patrick Kinastowski
Tore: 1:0 Murage-König
(48. Zinda), 1:1 Babych (51. Assogba), 1:2 P. Hollm (64. Berg), 1:3 P. Hollm
(76. Assogba), 1:4 A. Hollm (90.+1 Assogba)
rote Karte: Jackst (VfL Hamminia II,
88., grobes Foulspiel an Berg)
Schiedsrichterin: Jana Teipelke (SV
Curslack-Neuengamme)
Zuschauer: 40
Freitag, 24. Oktober 2025
Spielbericht SV Lieth - VfL Pinneberg
Stimmung
endgültig gekippt
1:4!
VfL Pinneberg stößt SV Lieth in den Tabellenkeller
Von wegen goldener Oktober. Vier Spiele, nur ein Punkt – Abstiegsplatz! Kein
Wunder, dass Präsident Bo Hansen die kriselnde Elf vom Butterberg nach dem
neuerlichen Trauerspiel erstmal zur Sitzung ins Separee des Clubheims zitierte.
Die Stimmung auf dem Tiefpunkt, der Trainer ratlos: Die einst gefürchteten „Liether
Löwen“ taumeln 2024/2025 führungslos in Richtung Bedeutungslosigkeit. An diesem
Freitagabend war es vor allem, die weitgehend leblose Art und Weise, die für
Entsetzen auf und um den Klaus-Waskow-Platz sorgte.
Dabei hatten die Hausherren im Heimspiel gegen den VfL Pinneberg sogar einmal
kurz das Momentum auf ihrer Seite, als ein Kontertor den optischen Eindruck ein
Stück weit auf den Kopf gestellt hatte. Aus einem Angriff der nach vorne
verteidigenden Pinneberger heraus gelang Christian Kuhlmann nämlich der perfekte
lange Ball, den Angreifer Max Schulz schön verarbeitete und mit links über den
hoch postierten Torwart zum 1:0 ins Netz lupfte (17.).
Die Jungs von Trainer Rudolf Hock-Kutscher ganz im Stile einer typischen
Auswärtsmannschaft, nur ließ sich der tatsächliche Gast davon aber wenig
beeindrucken.
Devin da Ronch probierte es aus der Drehung (21.), Tyler Brose etwas zu
unplatziert aus 20 Metern (31.); die nicht untalentierten, aber bislang etwas
unbeständigen Pinneberger glaubten an sich und ihre Spielidee.
Die Belohnung dafür: das 1:1 gegen eine SVL, die nach einer abgeköpften
Brose-Ecke das Herausrücken verweigerte, sodass der Ball im zweiten ungestörten
Anlauf genau beim eingestarteten Niklas Bargob im Fünfmeterraum landete. Der
Torerfolg blieb da reine Formsache (36.).
Kurz nach der Pause war es wieder ein hoher Ball, der die Roten vor unlösbare
Defensivprobleme stellte. Diesmal riss Aufbauspieler Ben Schuler per Flugball
ein beträchtliches Loch in die gegnerische Abwehrkette, wo sich da Ronch auch
mit etwas Glück gegen den Schlussmann Luca Von Der Heide zum 1:2 durchsetzen
konnte (51.)
Die Heim-Elf blieb dagegen ohne echte Idee im Spiel nach vorne, das Angreifer
Ali Duman in seiner Verzweiflung schon von hinten heraus zu navigieren
versuchte. Ein Freistoß, den Philipp über das Tor setzte (53.) sollte (zu)
lange die beste Chance im zweiten Abschnitt bleiben.
Zum Kontrast dazu setzte es drüben Gegentreffer Nummer drei, bei dem sich zwei
Liether in Klärungsabsicht einer Flanke ins Gehege kamen, Brose dank der
schwachen Kopfballabwehr für Bargob auflegte und dieser den üppigen Platz auf
halblinks zum perfekt passenden Rechtsschuss nach linksunten nutzte (59.). So
einfach kann es gehen!
Und weitere Gäste-Treffer wären möglich gewesen. Schuler mit Gefühl an den
Querbalken (63.), Brose per Freistoß-Aufsetzer daneben (66.) und Bargob mit
links gegen Von Der Heide (70.) verpassten das 1:4, das geradezu logischerweise
doch noch über Umwege fallen sollte. Nach Broses Freistoß war Schuler zwar an
Torwart und Luca Albers´ rettendem Kopf gescheitert, doch Von Der Heides
Kollision mit dem nachsetzenden Hirota Kakiguchi veranlasste Schiedsrichter
Marc-Calvin Prey (Moorreger SV) zum Strafstoßpfiff, über den sich der Goalie
derart aufregte, dass er für das wütende Prellen des Balles noch einmal den
gelben Karton kassierte – Platzverweis (78.)!
Den gepfiffenen Strafstoß verwandelte Brose vier Minuten später gegen
Ersatzfänger Patrick Klösel abgeklärt unten rechts (82.). Den anschließend
provokativen Torjubel vor einem Heim-Anhänger, mit dem es zuvor bereits einige
Dialoge gab, darf man dagegen getrost der Kategorie „spätpubertär“ zuordnen…
Ergebniskosmetik blieb daraufhin sowohl Julien Duffke (Philipp Niedermeier
tauchte behände ab), als auch Max Schulz bei der folgenden Ecke verweigert
(83.), wobei auch der VfL noch weiter hätte am Ergebnis schrauben können.
Während Niedermeier und seine Vorderleute als Tabellensechster in Schlagdistanz
zu Rang zwei bleiben, ist die SV Lieth nun sogar auf Abstiegsplatz 14
abgerutscht. Der Umbruch im Sommer, mitsamt neuem Trainer, droht inzwischen im
Sturz gen Kreisliga zu enden. Den Worten aus der Krisensitzung müssen kommende
Woche in Quickborn endlich wieder Taten folgen.
Tore: 1:0 Max Schulz (17.
Kuhlmann), 1:1 Bargob (36. Brose), 1:2 da Ronch (51. Schuler), 1:3 Bargob (59.
Brose), 1:4 Brose (82., Strafstoßtor, Von Der Heide an Kakiguchi)
gelb-rote Karte: Von Der Heide (SV
Lieth, 78., Foulspiel + Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Marc-Calvin Prey
(Moorreger SV)
Zuschauer: 50
Sonntag, 19. Oktober 2025
Spielbericht Holsatia im EMTV - TV Haseldorf II
Bezirksliga-Expertise
gegen die rote Laterne
KK01:
Gepimpte TVH-Reserve walzt hilflose Holsaten mit 6:2 nieder
Entgegen gesetzte Gefühlslagen an der Wilhelmshöhe. Jubel, Trubel, Heiterkeit
bei der Reserve des TV Haseldorf, während sich die abermals unterlegene Elf von
Holsatia Elmshorn in lautstarken Diskussionen untereinander übte. Kein Wunder,
war der punktlose Tabellenletzte auch gegen den Vorletzten aus der Marsch klar
mit 2:6 unter die Räder gekommen.
Im „Schrottico“ der Kreisklasse 01 gewannen die Haseldorfer früh die Zweikampfhoheit,
die sich in Form des 1:0 auch rasch auszahlen sollte. Chrysanth-Brix Hermann
auf rechts mit Ballgewinn und Querpass – Lukas Wilhelm einsam in der Mitte
eiskalt: 0:1 (4.)!
Die Holsaten, die nach dem Eklat um Liga-Trainer Thorben Pingel, Ende letzter
Saison, und der folgenden Massen-Abwanderung zur SV Lieth von der Dritten- zur
Ligamannschaft avancierten, bemühten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine
Antwort, die jedoch nur zu Schüssen von Samir Ehrenberg (9.) und Majd Alasaad
(15.) in die Arme des Torwarts, sowie zu einem Freistoß-Field-Goal Alasaads
(14.) führten.
Deutlich zwingender gestalteten es die Gäste, die es mit Casper Daleckis
Linksschuss (vorbei, 13.) und Wilhelms Konterchance auf Rose-Abspiel (26.)
probierten.
Wenig später funktionierte letztere Kombination in etwas abgeänderter Weise.
Lars Rose erspähte den gestarteten Michael Hasse, dessen Zuspiel von der
Grundlinie Wilhelm schließlich aus kurzer Distanz zum 0:2 verwertete (28.).
Es lief nach Plan, für die Jungs von der Kamperrege, die heuer mit einiger
Bezirksliga-Expertise (u.a. Rose, C. Dalecki, Wichmann, N. Lüchau) angereist
waren! Doch plötzlich geriet die „Büffelherde“ in arge Not, als Alek Dupke
ungestört nach rechts eröffnen konnte, Dominik Grunau die Linie längs
marschierte und Ehrenberg im Dickicht des Strafraums auf 1:2 verkürzte (42.).
Doch damit nicht genug, glich Blau-weiß-rot quasi mit dem Pausenpfiff per Ecke
sogar aus. Ehrenbergs Ecke köpfte Erick Ziljaev offenbar so tückisch auf das Gehäuse,
dass Goalie Harald Ehlers das Leder nicht mehr fachgerecht zu entschärfen
wusste – 2:2 (45.+3)!
Dem euphorischen Heim-Jubel folgte nach der jedoch die große Ernüchterung,
erlangten die Haseldorfer nach dem Seitenwechsel wieder mehr und mehr die Griffigkeit
zurück und holte ihnen Roses wuchtiges Distanzkönnen die nicht unumstrittene
Führung zurück (68.). Holle kritisierte nämlich eine etwas sprunghaft gegen sie
verhängte Einwurfentscheidung im Entstehungsprozess des 2:3…
Mit einer Umstellung auf ein offensiveres 3-5-2-System sollte der Bock in der
Schlussviertelstunde wieder umgestoßen werden, doch Holsatias Plan durchkreuzte
nur Sekunden nach den personellen und taktischen Umbauarbeiten ein viel zu
einfach zugelassenes viertes Gegentor, bei dem Kapitän Mirco Bülow Ruhe und
Übersicht für Rose walten ließ, sodass der 31-Jährige aus durchaus spannendem
Winkel die 2:4-Vorentscheidung besorgte (77.).
Obendrauf kamen noch das selbst per Fehlpass eingeleitete 2:5 durch Bennet
Essig, im Doppelpass mit Rose (80.), sowie das Tor zum halben Dutzend durch
Finn Wichmanns Kopfstoß im unbewachten Ecken-Luftraum (82.).
Dass Hasse (Außenpfosten, 84.) und der wiedereingewechselte Claas Mohr (per
Kopfball an Maik Paasch gescheitert, 90.+2) das Resultat noch weiter hätten
nach oben schrauben können, blieb am Ende nur eine Randnotiz.
Ebenso, wie Shawn Patschans Abschluss aus dem Lauf heraus, der auf der anderen
Seite Linderung für das Leid des damit weiter punktlosen Tabellenletzten aus
der Krückaustadt verpasste (90.+5).
Nach neun Spielen und 8:58 Toren in der untersten Spielklasse lässt sich – von
außen betrachtet – bereits Sinnfrage über den Herren-Spielbetrieb beim
Traditionsverein stellen. In Haseldorf, wo die dritte Halbzeit eh die sportlichen
Ambitionen in den Schatten stellt, stellt Rang 13 mit zwei Saisonsiegen das
Erwartbare da. Am kommenden Freitag kommt die sportlich etwas inkonstante
Zweitvertretung des TSV Heist zum Nachbarschaftsduell ins Schloßparkstadion.
Tore: 0:1 Wilhelm (4. C. Hermann),
0:2 Wilhelm (27. Hasse), 1:2 Ehrenberg (42. Grunau), 2:2 Ehlers (45.+3,
Eigentor, Ziljaev), 2:3 Rose (68.), 2:4 Rose (77. Bülow), 2:5 Essig (80. Rose),
2:6 Wichmann (82. Wilhelm)
gelbe Karten: Ehrenberg - keine
Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 25
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| Glänzte nicht nur als starker Zweikämpfer: Lars Rose (l.) |
Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn 1.Ü40 - TSV Gut Heil Heist 1.Ü40
Gencler
nutzt die Patzer
Heimstarke
Elmshorner setzten sich gegen TSV Heist an die Ü40-Tabellenspitze
Wilde Ferien-Ergebnisse in der Ü40-Bezirksliga 01. Spitzenreiter SuS Waldenau
unterlag daheim 0:3 gegen Union Tornesch und auch der Tabellendritte aus Osdorf
ließ im 2:4 beim Kellerkind in Appen überraschend Federn. Profiteur dieser
schrägen Entwicklungen: Gencler Birligi Elmshorn, das sich unterdessen den
dritten Sieg im dritten Heimspiel sicherte.
Gegen den TSV Heist, der seinerseits im Erfolgsfall auf den Thron gesprungen
wäre, schafften die Roten sofort Fakten, vollendete Alexander Bota seinen
kleinen Alleingang in Spielsekunde 58 mit dem Rechtsschuss ins obere kurze Eck.
So hätte es sich wenig später auch Kollege Ümit Bayraktaroglu gewünscht, doch
nach Hereingabe von links hebelte der „19er“ die Kugel aussichtsreich über den
Kasten (4.).
Allmählich gewannen nun auch die hoch verteidigenden Heistmer etwas an
Sicherheit, um vorne selbst das vermeintliche Ausgleichstor zu erzielen. Ein
fälschlicher Abseitspfiff des durchweg unsicheren Schiedsrichters erklärte
Raffael Schulzes Treffer jedoch für ungültig (10.). Weniger
Diskussionspotential brachte eine ebenfalls wegen Abseits nicht gegebene
Gencler-Hütte durch Hayrullah Ucan mit sich (26.).
Das Bedauern darüber war beim Angreifer allerdings rasch verflogen, als er am
Ende einer langen Offensivszene zum 2:0 ins leere Tor einnetzte (28.). Zuvor
war die Heistmer Abseitsfalle nicht vom Spielleiter honoriert worden, sodass
Bayraktaroglu zur (vergebenen) Top-Chance kam. Der TSV bekam im Anschluss aber
das Leder nicht raus. Mit Übersicht bediente Besim Ahmeti schließlich Ucan zum
2:0-Halbzeitstand. Ein Tor mit Ansage!
Und Ucan wollte mehr, scheiterte aber aus kürzester Distanz an Schlussmann
Tobias Radowitz (31.) und aus 19 Metern an zu viel Linksrotation des
Spielgeräts (39.).
Nur durch Zufall an den Ball gekommen, lief es im nächsten Anlauf schließlich
wieder besser. Diesmal Schoss Tom Bremer unglücklich Gegenspieler Onur Oeden
an, von dem das Runde direkt vor die Füße des einschussbereiten Ucan prallte –
die 3:0-Vorentscheidung (41.)!
Die Elmshorner, die auf ihrem wenig luxuriösen Grandplatz der Erich Kästner
Gemeinschaftsschule (KGSE) jederzeit das technische und spielerische Momentum
ihrer Seite hatten, standen also frühzeitig als Sieger fest, verpassten jedoch
etwas leichtfertig einen noch höheren Erfolg. So verbolzte Oeden eine tolle
Schusschance aus dem Rückraum reichlich kläglich. „Das muss ich mir das ganze
Jahr anhören“, wusste der ja immerhin einmal als Vorlagengeber erfolgreiche
Joker sofort um seine unglückliche Figur im Abschluss (43.).
Auch Abseitstor Nummer drei des Tages durch Isa Tatar (69.) änderte nichts mehr
am Endstand (69.). – Ebenso wenig wie auf der anderen Seite Hubert Olszanowskis
Kopfball, der nach wunderschön gezogener Hoffmann-Flanke auf dem Querbalken
zerschellt war (59.).
Zumindest bis zum kommenden Dienstagabend, an dem TuS Osdorf (10 Punkte) den SV
Hörnerkirchen empfängt, grüßt Gencler Birligi (13) nun erstmal, passend zum
herrlichen Herbstwetter, vom Platz an der Sonne. Die jetzt sechstplatzierten Heistmer
(10) können aber bereits im kommenden Heimspiel gegen die Osdorfer wieder voll
ins Spitzenfeld vorstoßen.
Tore: 1:0 Bota (1.), 2:0
H. Ucan (28. Ahmeti), 3:0 H. Ucan (41. Oeden)
gelbe Karten: keine – Schreiber
Schiedsrichter: Abdullah Remzi Yavuz
(Rasensport Uetersen: dem Schiedsrichterneuling (Ausbildung vor zwei
Wochen) wurde mit einem Seniorenspiel kein Gefallen getan)
Zuschauer: 18
Samstag, 18. Oktober 2025
Spielbericht Eimsbütteler TV IV - SSD Nikola Tesla II
ETV-Festspiele
fortgesetzt
Von
der Dritten inspiriert: Vierte Herren
schlagen Tesla II deutlich mit 5:0
Der überschwängliche Jubel der dritten Herren über ihren saftigen
10:2-Kantersieg gegen den SC Egenbüttel III schallte noch aus der Kabine über
die beiden Kunstrasenplätze an der Bundesstraße, da setzten die vierten Herren
die ETV-Festspiele nahtlos fort.
Im „Duell der Generationen“ im Rahmen der Kreisklasse 07 wies man die zweite
Mannschaft des SSD Nikola Tesla deutlich mit 5:0 in die Schranken und setzte
sich damit ein sattes Stück von der Gefahrenzone der Staffel ab.
Günstig dafür standen die Zeichen bereits nach nicht einmal zwei Minuten, als
Gunnar Markhoff eine Ecke von links mit etwas Glück vom kurzen Pfosten aus
hinter die Linie steuerte (2.).
Nach Querpass David Wagners stellte Dan Skjodt Andersen sogar noch innerhalb
der Anfangsviertelstunde aus 2:0 (13.), sodass der dritte ETV-Treffer fast
schon einer mathematischen Gesetzmäßigkeit gefolgt hatte. Diesmal hieß der
Schütze Tom Krase, traf er sicher mit rechts vom (auf dieser Kunstwiese
imaginären) Punkt, nachdem Frido Jansen etwas ungeschickt im Sechzehner gegen
Wagner zu Werke ging (30.).
Die jung aufgestellte Elf von der Baurstraße, deren aktuelle Zusammensetzung
aus der Verschmelzung der einstigen A-Jugenden von Teutonia 05 und dem SC
Nienstedten im Sommer 2024 hervorging und im Verein von eher sekundärer
Bedeutung ist, bemühte sich in Teilen um spielerische Lösungen, die aber viel
zu selten zu sauberem Kombinationsspiel führten. Kyryl Mikheievs 22
Meter-Schuss, der aus einem abgewehrten Freistoß von Lasse Hansen resultierte
(drüber, 42.), Hansen Linksschuss an den Außenpfosten (80.) und ein listiger Akpalo-Heber,
der das Tor des weit vor postierten Manuel Burmester allerdings überragte
(85.), sind dann letztlich auch zu wenig als offensive Leistungsnachweise.
Bedeutend mehr gelang da den Hausherren, die während Tesla noch mit einer
Freistoßentscheidung haderte, den fälligen ruhenden Ball just zu Finn Lüneburgs
4:0 nutzten (50.).
In der Folge ebenfalls etwas nachlässig in der Chancenverwertung, klingelte es
immerhin zu Beginn der Nachspielzeit noch einmal, als Leon Sodhi einen
indirekten Freistoß wegen eines eher weniger kontrollierten Rückpasses zum 5:0-Endstand
rechtsoben hinein hämmerte (90.+1).
Im ergiebigen Mittelfeld der Tabelle schafften die Eimsbütteler nun dank
zuletzt drei Siegen aus vier Partien den Sprung auf Rang neun. Tesla II steuert
dagegen nach dem Zwischenhoch von vier Siegen geradewegs auf die umgekehrte
Serie zu. Eine Niederlage am Sonntag gegen die Groß-Flottbeker Spielvereinigung
wäre dann die nunmehr vierte am Stück.
Tore: 1:0 Markhoff (2.
Sodhi), 2:0 Skjodt Andersen (13. Wagner), 3:0 Krase (30., Strafstoßtor, Jansen
an Wagner), 4:0 Lüneburg (50. Sodhi), 5:0 Sodhi (90.+1 Markhoff)
gelbe Karten: keine – Akyol, D.
Murina, Prell, Hohnhorst, Ulu
Schiedsrichter: Nils Jostarndt (TuS
Berne)
Zuschauer: 30
Spielbericht Eimsbütteler TV III - SC Egenbüttel III
Ein
Stück Vereinshistorie
Neuer
Mannschaftsrekord: ETV-Dritte verdrischt formschwache Egenbütteler
Noch weit nach Spielende dröhnte das euphorische Trällern von Gassenhauern wie
Herbert Grönemeyers „Bochum“ oder Wolfgang Petrys „Verlieben, verloren,
vergessen, verzeih´n“ aus der Kabine der ETV-Drittvertretung, der an diesem
sonnigen Oktober-Samstag wahrhaft Historisches gelungen war. Denn seitdem eine
dritte Herren von der Bundesstraße am Liga-Betrieb teilnimmt (Sommer 2013), gab
es keinen höheren Erfolg als das heutige 10:2 gegen den SC Egenbüttel III.
Die Zerlegung des kräftig ersatzgeschwächten Tabellensiebten hatte früh Gestalt
angenommen. Was im ersten Anlauf nämlich noch nicht perfekt klappte (Torwart
Kevin Bestmann machte sich erfolgreich breit, 4.), gelang beim zweiten Versuch
vorzüglich: Marc-Micha Oehlers mit dem langen Ball hinter die unsortierte Abwehrkette
und Zielspieler Anton Freiherr von Cornberg mit dem eleganten Slalom-Lauf zum
1:0 (5.).
Mit richtig viel Gefühl und noch mehr Effet verdoppelte Jugend-Neuzugang Leo
Husemann postwendend mit bananenhafter Schussbahn (7.), während Gabriel
Lourenco de Aquino für sein 3:0 einen ruhenden Ball (Freistoß von halblinks)
bemühte (17.).
In der Folge war es dann ein neuer ETV-Signature-Move, der die völlig
überforderten Gästen vor unlösbare Defensiv-Aufgaben stellte: das tiefe über
rechts. So initiierte man sowohl den vierten Treffer durch Doppelpacker
Husemann (19.), als auch Oehlers´ 6:1 (40.) über Steuerbord. Zwischendurch
verwertete Oehlers einen Abstauber zum 5:0 (25.), dem die bemitleidenswerten
Rellinger immerhin einen äußerst umstritten zustande gekommenen Ehrentreffer
per Strafstoß (Moritz Engel bemühte klar die Brust), versenkt von
Spielgestalter Pascal Gertschat-Anderlik, entgegensetzten (36.).
Den Schlusspunkt einer surreal einseitigen ersten Hälfte setzte kurz vor deren
Ende der bisher im Abschluss glücklose Jonathan Halx, den Lourenco de Aquino
und Freiherr von Cornberg zuvor ohne Gegnerwiderstand in Position spielten
(44.).
Auch im zweiten Abschnitt raste die Heim-Elf weiter durch die Einbahnstraße,
die Halx gleich zu Beginn aus kürzester Distanz nicht zum achten Hurra führte
(46.). Doch weil der nächste Versuch des bulligen Angreifers linksunten
hineintrudelte, war das Oktett schließlich doch erreicht (50.).
Ausgerechnet jetzt traute sich der gerupfte SCE etwas mehr zu, während die
Eimsbütteler die Sache nun etwas lockerer nahmen. Im Doppelpass mit Janosch
Winkler gelang Murat Cinar somit das verkürzende 8:2 (54.), bei dem es nicht
unbedingt hätte bleiben müssen. Außenverteidiger Fynn Rohde ans Außennetz (57.)
und Gertschat-Anderlik ans Aluminium (64.) verpassten weitere Ergebniskosmetik
der stets (zu) braven Bestmann-Elf.
Stattdessen multiplizierte Halx seine Saisontorausbeute von vor dem Spiel um
den Faktor zwei, zog er durchaus haltbar von der Strafraumgrenze aus zum 9:2 ab
(72.) und wemmste der bekennende Köpenicker das Leder zu Treffer Nummer vier,
gleichbedeutend mit dem historischen 10:2-Endstand, in den Winkel (89.).
Neben einem besonderen Platz in der Mannschaftschronik produzierte der
Kantersieg auch Wichtiges in der Tabelle der Kreisliga 07: neben einer
positiven Tordifferenz erarbeiteten sich die Herren in komplettem Weiß einen
Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone. Nur einen Zähler davor rangiert
nun der neue Tabellennachbar aus Egenbüttel, dessen Pfeil bei jetzt sechs
sieglosen Pflichtspielen am Stück weiter abwärts zeigt.
Tore: 1:0 Freiherr von
Cornberg (5. Oehlers), 2:0 Husemann (7.), 3:0 Lourenco de Aquino (17., direkter
Freistoß), 4:0 Husemann (19. Freiherr von Cornberg), 5:0 Oehlers (25. Halx),
5:1 Gertschat-Anderlik (36., Strafstoßtor, Handspiel Engel), 6:1 Oehlers (40.
Freiherr von Cornberg) 7:1 Halx (44. Freiherr von Cornberg), 8:1 Halx (50.
Lourenco de Aquino), 8:2 Cinar (54. Winkler), 9:2 Halx (72. Schätzel), 10:2
Halx (89. Waller)
gelbe Karten: Lourenco de Aquino –
keine
Schiedsrichter: Sechkin Sezgin Remzi
(TuS Holstein Quickborn)
Zuschauer: 35
Spielbericht Niendorfer TSV III - SC Sperber Hamburg
Nichts
für Seekranke
6:4!
NTSV-Dritte gewinnt verrückten Bezirksliga-Thriller
Einen festen Platz in jedem Bezirksliga-Saisonrückblick 2025/2026 dürfte der
wahrhaft irre Kick vom 18. Oktober aus der Staffel 04 in Niendorf sicher haben!
Ein wendungsreiches zehn-Tore-Spektakel lieferten sich die Dritte des
Niendorfer TSV und der SC Sperber, wobei der Held des Tages am Ende doch Grund
zum Frustschieben hatte.
Seinen Anfang nahm das Spectaculum nach einer knappen Viertelstunde, in der
zunächst niemand das große Risiko gehen wollte: Jacob Schrage wartete per
Freistoß für die Hausherren auf, Sperber-Fänger Mahmoud Adyb blockierte nur
unzureichend, doch für Tim Oelze kam der zweite Ball etwas zu überraschend, um
seinen Kopfball qualifiziert aufs Tor zu kriegen (14.).
Besser ging es da kurz darauf, als Tom Langer von rechts flankte und niemand
beim von außen eingerückten Dominik Heins auch nur in der Nähe stand. Das nicht
unverdiente 1:0 durch das talentierte Eigengewächs (16.)!
Ohnehin war der 18-Jährige immer wieder die gesuchte Figur auf links, um das
2:0 aber nur als Zuschauer zu verfolgen. Wegen einer Verletzungsbehandlung am
Seitenstreifen stehend, beobachtete Heims, wie seine kurz unterzähligen
Kollegen geradlinig ins letzte Spielfelddrittel vorstießen, wo Willy Kniesa
letztlich in den zentral mitgeeilten Henry Risch bediente (36.).
Zurück in Vollzahl, ließ man im direkten Gegenzug den SCS zu sehr gewähren. Und
das hatte Folgen, rutschte ein Krummes Anspiel Daniel Akpis zu Michel Schmidt
durch, der wiederum halblinks vor dem Tor klassisch zum Anschlusstreffer
vollendete (37.).
Fürs Erste aber nur ein Strohfeuer der Grünen, denen drüben erneut Böses
widerfuhr. Wieder spielte Kniesa den entscheidenden Pass von außen, sodass
Schrage den Keeper umkurvte und sicher den zum Ende gar schmeichelhaften
3:1-Pausenstand kreierte (42.).
Kurz nach dem wärmenden Kabinenaufenthalt hätte Kniesa bereits für
unumstößliche Fakten sorgen können, wäre da nicht die Abseitsfahne von
Assistent Benjamin Biet gewesen (47.) und wäre ein weiterer Abschluss in Mitten
des Sperber-Abwehrchaos etwas platzierter ausgefallen (50.).
So aber blieben die Raubvögel in der Verlosung um Zählbares, das nach einer
knappen Stunde plötzlich in realistische Nähe rückte. Einen tollen
Seitenwechsel von Innenverteidiger Lennard Henke in der Angriffszone nutzte der
angespielte Alexander Seifert zum kurzen Abspiel an den eingewechselten
Santiago Veyl Zamora, dessen feine Verarbeitung den erneuten Anschluss
bedeutete (59.).
Wiederum mit Henke als Gestalter in Form eines tiefen Zuspiels für Seifert
führte die Route zwei Minuten später tatsächlich zum 3:3, bei dem mit Philipp
Hecht abermals ein Joker Knipste (61.). Und damit nicht genug, war Hecht im
Fünfer auch bei Seiferts nächster Hereingabe zur Stelle – das Spiel binnen neun
Minuten von der Bank gedreht (68.)!
Fassungslosigkeit dagegen bei den Niendorfern, denen 20 völlig verpennte
Minuten zum Verhängnis zu werden drohten.
Doch eines war dieser Mannschaft heuer keineswegs abzusprechen: ihre Moral. Vom
SCS jeweils per Fehlpass am eigenen Sechzehner gleich doppelt eingeladen, tauschten
Risch und Kniesa ihre Rollen vom 2:0, damit Letzterer punktgenau von halbrechts
ins lange Ecke einschob (73.).
Die Schmidt-Elf plötzlich wieder obenauf und mit der nötigen Griffigkeit
ausgestattet. Und wer vorne einen Kniesa hat, der darf sich schließlich mit
voller Ekstase über das 5:4-Führungstor freuen, profitierte der Mann des Tages
hier, nach ähnlichem Muster wie vorhin, von Felix Müllers Diagonalball (84.).
In trockenen Tüchern war hier aber noch lange nichts, probierte es Sperber in
der heißen Schlussphase mit Steffen Guttenberger aus 22 Metern (vorbei, 90.).
Irritieren ließ sich der NTSV auf den letzten Metern allerdings nicht – auch
nicht von einer Karten-Orgie durch Schiedsrichter Daniel Kinsfator (FC
Süderelbe) gegen die seiner Meinung nach zu unruhige Bank, die in insgesamt
vier persönlichen Strafen, darunter einer Ampelkarte für den bereits ausgewechselten
Kniesa, endete (90.+4). Im Gegenteil, setzte Müller auf Langer-Zuspiel den
coolen 6:4-Endpunkt einer durchgeknallten Achterbahnfahrt der Gefühle auf
beiden Seiten (90.+5). Vergessen war da die Tatsache, dass Langer kurz zuvor im
Konter den leeren Quader verfehlte (90.+2).
Dank der turbulent zustande gekommenen drei Zähler schippert der NTSV, der sich
später beim maritimen Teamevent auf der Elbe gebührend feierte, nun erstmal
wieder in leicht ruhigeren Tabellengewässern. Der Vorsprung auf die
Abstiegszone konnte vom neu-Elften auf nun zwei Zähler ausgebaut werden,
während die Sperberaner ohne Auswärtspunkt in fünf Anläufen wieder unter den
Strich rutschten. Misslich, dass es am kommenden Wochenende in Lokstedt wieder
in fremdes Habitat geht…
Niendorfer TSV III:
Schultz – L. Sitzlach, Möller (46. Mi. Bettzüche), Schlewing, Günther (81. van den
Bosch) – Kniesa (87. Treder), Oelze, Risch, Heims – Langer, Schrage (62.
Müller), Trainer: Jan-Hendrik Schmidt
SC Sperber Hamburg: Adyb – Seifert,
Uysal, Henke, Rösl – Guttenberger, Kohlsaat (46. Veyl Zamora) – Kilinc, Akpi,
Palacios Escobar – M. Schmidt (56. Hecht), Trainer: Kristof Loffhagen
Tore: 1:0 Heims (16.
Langer), 2:0 Risch (36. Kniesa), 2:1 Schmidt (37. Akpi), 3:1 Schrage (42.
Kniesa), 3:2 Veyl Zamora (59. Seifert), 3:3 Hecht (61. Seifert), 3:4 Hecht (68.
Seifert), 4:4 Kniesa (73. Risch), 5:4 Kniesa (84. Müller), 6:4 Müller (90.+5
Langer)
gelb-rote Karte: Kniesa (NTSV, als
ausgewechselter Spieler, 90.+4)
Schiedsrichter: Daniel Kinsfator (FC
Süderelbe)
Zuschauer: 48
Freitag, 17. Oktober 2025
Spielbericht SSV Rantzau III - SV Lieth III
Der
Primus strauchelt, thront aber weiter
Rantzauer
Siegesserie reißt überraschend gegen SV Lieth III
Mit zuletzt vier Siegen in Folge bei imposanten 25:3 Toren setzte sich die
Drittvertretung des SSV Rantzau letzte Woche an die Tabellenspitze – um nun
unerwartet Federn zu lassen. Am Freitagabend war es mit der Dritten der SV Lieth ein Kontrahent, dem
man dies gar nicht so sehr zugetraut hatte, welcher der Tabellenspitze ordentlichen
Kuschel-Faktor verlieh. Abgezeichnet hatte sich dieses Szenario ziemlich
schnell. In einer temporeichen Anfangsphase kamen die Gäste deutlich besser in
die Gänge, was ihnen ein berechtigter Strafstoßpfiff durch Schiedsrichter Luca
Dallmann (Rasensport Uetersen) zusätzlich erleichterte. Pham Nguyen hatte seine
Hände gegen Mert Karakaya seine Hände nicht bei sich lassen können, sodass Niklas
Brandt per Strafstoß die kurz darauf selbst verdoppelte Führung besorgte (14.).
Diesmal wuchtete der „15er“ einen Eckstoß von rechts dynamisch mit der Rübe zum
0:2 ins Netz (16.).
Noch schlimmer für den Primus wäre hätte es wiederum nur Augenblicke danach
kommen können, wäre Karakaya beim Abschluss im Fünfer etwas wählerischer bei
der Auswahl der Schussrichtung gewesen. So rettete Tormann Tilman Lorenz in
Form von purer Anwesenheit (19.).
Erst danach lösten sich die Barmstedter allmählich aus dem Schleudergang, um
endlich selbst Akzente zu setzen. Einen davon setzte Jason Bastian aus vollem
Lauf an die Querlatte (21.), einen weiteren vereitelte SVL-Schlussmann Benjamin
Baumgarten gegen Hannes Reimer (36.).
Die Halbzeitpause schien den Beteiligten dann allerdings nicht besonders gut
getan zu haben. Kaum Zusammenhängendes war auf beiden Seiten gelungen, wobei
die Platzherren zunehmend in die Vorhand gerieten. Auf Zuspiel Reimer bekam
Gregor Büchner dennoch die große Chance zum Anschlusstreffer, den Sven Petrich
mit viel Einsatz gerade noch wegblockte (65.).
Nicht so Kollege Jannik Ahlberg, der beim nächsten Strafraumbesuch des SSV
Jassin Brahim zu Fall brachte und damit Reimers 1:2 vom Punkt unfreiwillig
vorbereitete (69.).
Klar, dass Reimer und Co jetzt klar das Kommando übernahmen – jedoch ohne echte
Torgefahr. Auf der letzten Rille verteidigten die Liether trotz der geringeren
Qualitätstiefe im Kader effektiv gegen einen Spitzenreiter, der nur noch bei
einer Kotzapanagiotou-Chance am kurzen Pfosten halbwegs zum Abschluss kam
(86.).
Linderung erfuhr der überraschende Rückschlag im Aufstiegskampf allerdings am
folgenden Sonntag: Durch Niederlagen der Konkurrenten aus Hörnerkirchen und
Heidgraben behauptete man trotz der gebrochenen Siegesserie vorerst den Platz
an der Sonne. Kommendes Wochenende geht´s zum Spitzenspiel bei der nur drei
Punkte dahinter auf Rang fünf stehenden Höki-Reserve.
Tore: 0:1 Brandt (14.,
Strafstoßtor, Nguyen an Karakaya), 0:2 Brandt (16.), 1:2 Reimer (69.,
Strafstoßtor, Ahlberg an Brahim)
gelbe Karten: keine – Karakaya
Schiedsrichter: Luca Dallmann (Rasensport
Uetersen)
Zuschauer: 40
Sonntag, 12. Oktober 2025
Spielbericht SV Lieth II - Tangstedter SV
Ungenutzte
Momenta
Starker
Beginn und doppelte Überzahl: SV Lieth II siegt trotzdem nicht
Kein Schritt, sondern nur ein Schrittchen im Keller der Kreisliga 1. Der
Reserve der SV Lieth blieb nach dem 1:1 am Sonntagnachmittag gegen den
Tangstedter SV nur das Gefühl von zwei verlorenen Punkten. Schließlich war es
nicht nur eine schon im ersten Abschnitt verspielte Führung, sondern auch - und
vor allem – eine lange Überzahl, die den Roten deutlich versprach als den einen
Zähler, der sie weiter unterm Strich auf der Stelle treten lässt.
Begonnen hatte der Kick am Fuße des Butterbergs freilich verheißungsvoll, war
Stürmer Lukas Brant bereits nach 20 gespielten Sekunden nach Zuspiel Tom Busses
auf und davon, halbrechts vor dem Tor die Blitz-Führung zu erbeuten, doch
TSV-Goalie Sandro Marrone ließ sich nicht ins falsche schicken und wehrte
gekonnt ab (1.).
Nur Sekunden später der nächste vielversprechende Angriff für Brant, den
diesmal der verzögerte Foulpfiff des Schiedsrichters für Brant und Co stoppte –
warum eigentlich, bei einer idealen Vorteilssituation (2.)?!
In Minute 13 schließlich der Lohn für den hellwachen Beginn. Von Torwart Leon
Diedrigkeits kluger Spieleröffnung ins Zentrum eingeleitet, kombinierte man
sich wirklich ansehnlich ins vordere Drittel, wo Niklas Viera Gerkens
Durchsetzungsvermögen zur Vorarbeit und Brant schließlich den passenden
Abschluss zum 1:0 bewiesen. Ein bisschen Glück war auch noch mit dabei, dass
Marrone seine Finger nur noch in sanfter Weise an die Kugel bekam.
Das Fundament für den wichtigen Dreier war gelegt, doch anstatt das Momentum
des Führungstors weiter mitzunehmen, schalteten die Hausherren mehr und mehr
auf Verwaltung um. Eine gefährliche Idee, denn während man bei einer
(blitzsauberen) Rettungsgrätsche von Kilian Weers Glück im Unglück hatte, dass
der Schiedsrichter die Aktion in Strafraumnähe nicht als Notbremse einstufte
(nur „Gelb“, 16.), setzte es im Sportlichen einen fiesen Fausthieb, den
Maximilian Peldszus als Verwerter einer Yörük-Hereingabe aus der Nahdistanz
versetzte (35.) – 1:1!
Echten Rückenwind generierte jedoch auch das Mittelfeldteam vom Hasloher Weg
nicht aus dem eigenen Treffer. Ein zähes Ringen um Spielkontrolle entwickelte
sich auf dem Kunstgrün, das Oguzhan Yeni nach einer guten Stunde vorzeitig
verlassen musste. Früh wegen Foulspiels verwarnt (5.), schickte ihn Michael
Hartmann (SV Hörnerkirchen) für den Ausspruch „Halt´ deine Fresse!“ gegenüber
eines Heim-Zuschauers mit Gelb-rot vom Feld (61.). Ein Platzverweis mit Ansage,
kündigte er kurz zuvor noch an, sich noch eine zweite „Gelbe“ abzuholen – er sei
schließlich nächste Woche eh im Urlaub…
Seiner Mannschaft schadete der 19-Jährige tatsächlich nur bedingt. Zwar gaben
die Liether ihre passive Haltung zu Gunsten einiger Strafszenen endlich auf,
doch gleich zweimal scheiterte der jeweils vom Gegner eingeladene Brant mehr an
sich selbst, als am Torhüter (73. & 75.), ehe sein Versuch aus schwierigem
Winkel mit dem seitenfremden Fuß haarscharf das späte Siegtor verfehlte (89.).
Dieses hatte sich auf der anderen Seite plötzlich auch dem Tangstedter Ibrahima
Bah dank einer schlechten Klärung zuvor geboten. Etwas überhastet jagte der
Joker den zentralen Rechtsschuss aber über das Ziel (90.).
Am Gleichstand an Toren sollte sich auch in der ausgiebigen Nachspielzeit (über
sechs Minuten) nichts mehr – allerdings am Personellen, hatte auch der schon
vorher verhaltensauffällige Gentijan Gashi seine Nerven nicht im Griff und
holte sich in den Nachwehen eines Zweikampfes gar den roten Karton ab (90.+3.).
Die doppelte Unterzahl des Aufsteigers von 2023 blieb am Ende folgenlos: 1:1 in
Klein Nordende!
SV Lieth II: L.
Diedrigkeit – Weers, F. Rudek, Hajdari, Dickenhausen (46. Kähler) – Busse,
Homburg – Zeybekoglu, Viera Gerkens (46. Ballner), Cords – Brant, Trainer:
Thorben Pingel
Tore: 1:0 Brant (13. Viera Gerkens),
1:1 Peldszus (34. Yörük)
gelb-rote Karte: Yeni (Tangstedter
SV, 61., Foulspiel + Unsportlichkeit)
rote Karte: Gashi (Tangstedter SV, 90.+3,
Tätlichkeit)
Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV
Hörnerkirchen, Note 5)
Zuschauer: 80

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