Donnerstag, 2. Oktober 2025

Spielbericht TSV Flintbek - Kieler MTV

Joker Düzgün sorgt fürs Pokal-Déjà-vu
Wieder 2:1 gegen den Kieler MTV: TSV Flintbek beißt sich im Mittelfeld fest

Mittelfeld pur am Donnerstagabend in Flintbek! Während der hiesige TSV mit dem zweiten Erfolg hintereinander im Mittelstück der Verbandsliga Ost festsetzen konnte, bekam der starke Neuling aus Kiel einen kleinen Bremsklotz auf dem Weg ins obere Drittel vors Getriebe geworfen.
Absolut nicht mittelmäßig präsentierte sich im ersten Drittel der 90 Minuten die Heim-Elf, die es bestens verstand, den Gegner auf ihrem eng bemessenen Kunstrasen konsequent unter Stress zu setzen und selbst durchaus ansehnlich zu kombinieren. Die Kieler oft nur in der Rolle des Reagierenden, was früh ordentlich in die Hose ging, als Timo Zilz den TSVer Torben Frahm im Sechzehner auflaufen ließ und somit Niklas Kocks Strafstoßtor zum 1:0 heraufbeschwor (8.).
Bei einer Ratjen-Schusschance nach zuvor schwacher Klärung durch Luca Bourreau lag gar die Verdopplung in der Luft, doch das Leder verfehlte sein hehres Ziel (12.).
Ansonsten mussten sich die Hausherren jedoch zwei Vorwürfe gefallen lassen: zu selten kamen sie an vorderster Front zum gefährlichen Abschluss und zu sehr ließen sie die Zügel nach etwas mehr als einer halben Stunde schleifen.
Mit dem nun endlich vorhandenen Platz wusste der Aufsteiger aus der Landeshauptstadt sofort etwas anzufangen. Eine Doppelchance auf halbrechts, nachdem Kolja Baeskow den feinen Diagonalball spielte (40.), deutete jenes Szenario an, das im zweiten Durchgang tatsächlich Einzug erhalten sollte. Diesmal erhielt Ben Henningsen einen hohen Ball, um in der Parzelle zunächst geblockt zu werden, doch weil Kollege Louis Reinicke voll in der Szene blieb, setzte es das Ausgleichstor durch den Kapitän.
Plötzlich schien der dritte Sieg in Serie für die Männerturner gar nicht mehr so unrealistisch, zumal sich für Janne Rudolph eine feinste Chance im Umschalten bot. Um das Tor zu treffen, sollte man allerdings zunächst den Ball sauber erwischen (66.)…
In der bis dahin ausgeglichenen Schlussphase drehte sich das Geschehen dann aber gegen den amtierenden Kreisliga-Vizemeister, verlor dieser erst Reinicke, dessen Knöchel einer robusten Ballbehauptung Jonas Roempkes zum Opfer fiel verletzt (84.), ehe kurz darauf ein tiefes Frahm-Zuspiel exakt Joker Sahin Düzgün fand und dieser seinen bisher nur drei Minuten andauernden Einsatz mit dem eiskalten 2:1 in die lange Ecke veredelte (87.).
Duplizität der Ereignisse, triumphierten die Roten bereits im Kreispokal-Semi-Finale mit derselben Tor-Folge (bei anderen Treffer-Minuten) mit 2:1 gegen die Jungs vom Professor-Peters-Platz. Um dies an diesem Donnerstagabend zu verhindern, warfen sie zumindest kämpferisch noch einmal alles in die Waagschale – bis der leidenschaftlich geführte Kick in Nachspielminute acht vom insgesamt umsichtigen Martin Herpel (Husumer SV) abgepfiffen wurde. Für die TSV Flintbek der Lohn einer pressingstarken Anfangsphase, eines guten Trainer-Wechselhändchens und eines nicht schönen, aber effektiven Zeitmanagements auf den letzten Metern der Partie.

Tore: 1:0 Kock (8., Strafstoßtor, Zilz an Frahm), 1:1 Reinicke (52. Henningsen), 2:1 Düzgün (87. Frahm)

gelbe Karten: Roempke, Buessau – Baeskow, Woywod, Rudolph

Schiedsrichter: Martin Herpel (Husumer SV)

Zuschauer: 65

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