Sonntag, 19. Mai 2013
Spielbericht Niendorfer TSV 1.C - SV Werder Bremen 1.C
Samstag, 18. Mai 2013
Spielbericht Eimsbütteler TV 2.C - Niendorfer TSV 2.C
NTSV:
Ohne Glanz und Gloria ins Halbfinale
Durchschnittliche
Leistung reicht gegen arg geschwächten Eimsbütteler TV
Sicher, aber wenig glanzvoll hat die C2 des Niendorfer TSV dank eines
3:0-Erfolges bei der 2.C des ETV das Halbfinale des Pokalwettbewerbs der
jüngeren C-Junioren Hamburgs erreicht.
Dabei stellten die Gäste die Weichen früh auf Sieg, nutzte Lasse Lahrtz
freistehend eine mustergültige Vorarbeit von Yassin Ghasemi Conjani zum 0:1 (8.)
gegen eine personalproblemgeplagte Maleszka-Elf, die in der Folge von Glück
reden konnte, dass Frederik Sehner gleich zweimal aussichtsreich scheiterte
(12. & 23.).
Das Glück verließ das Team in Rot allerdings schnell wieder, als Ghasemi
Conjani völlig unnötig an der Seitenlinie die Sense auspackte und den
beweglichen Jesper Trzeciok von hinten rüde niederstreckte. Warum der wenig
souveräne Schiedsrichter auf eine persönliche Strafe verzichtete, blieb indes
sein Geheimnis. Der Gefoulte musste die Segel derweil nach 28 Minuten streichen
und mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden.
Zusätzlich bitter für den ETV: Es standen durch diverse Ausfälle keinerlei
Auswechselspieler zur Verfügung, weshalb man die verbliebe Spielzeit in
Unterzahl bestreiten musste.
So entstand nun ein hoch giftiges und hartes Match, das der NTSV zwar klar
beherrschte, doch zu selten kam es dabei zu ernsthaften Gefahrenmomenten, wie
kurz nach der Pause, ging der zweite Ball nach einem Freistoß an Jacques
Harmuth, der sich das Leder nicht nur in aller Ruhe zurechtlegen, sondern auch
schön vom rechten Strafraumeck aus in den Winkel heben konnte – 0:2 (38.)!
Die Entscheidung war gefallen, doch der NTSV tat sich als klassenhöheres Team
weiter schwierig gegen zehn Mann, beziehungsweise neun Mann und ein Mädchen,
nämlich Carlotta Kuhnert, die den Gästen mit einem Ballverlust zu einer exzellenten
Torchance verhalf. Harmuth vergeigte jedoch alleine vor dem Kasten.
Für Carl Janta und Co war es also ein höchst frustrierendes Pokalspiel, dessen
Schlussminuten der Defensivakteur wegen wiederholten Meckerns von draußen
beobachten musste. Was er von dort aus zu sehen bekam, waren noch einmal drei
hervorragende Gäste-Chancen, von denen letztlich nur Harmuth seine per
Spaziergang durch den ETV-Strafraum zum 0.3-Endstand nutzen konnte (68.).
Die ersten 99er des Niendorfer TSV stehen damit im Pokalhalbfinale, in dem man
entweder gegen den FC St. Pauli, den SC Poppenbüttel oder den Willinghusener SC
antreten muss, während dem ETV eine schnelle Lichtung des Lazaretts zu wünschen
ist.
Eimsbütteler TV 1.C:
Hidalgo – T. Trzeciok, Torani, Janta, Kuhnert – Sali, Yilmaz, Evlicoglu, Aydin –
Semmerling, J. Trzeciok, Trainer: Maximilian Maleszka
Tore: 0:1 Lahrtz (8. Ghasemi Conjani),
0:2 Harmuth (38.), 0:3 Harmuth (68.)
gelbe Karten: T. Trzeciok, Torani,
Aydin – Metidji
Zeitstrafe: Janta (65., wiederholtes
Meckern)
Schiedsrichter: Stefan Romacker (GW
Eimsbüttel, Note 5: diverse kleine Fehler, ohne erkennbare Linie bei der
Bewertung von Zweikämpfen, hätte Ghasemi Conjanis Foul an J. Trzeciok zwingend
mit einem Feldverweis ahnden müssen, erkannte erst nach Spielbeginn, dass ein
Kleinfeldtor auf der Seitenlinie stand.)
Zuschauer: 40
besonderes Vorkommnis: Da bei J.
Trzecioks verletzungsbedingtem Ausscheiden keine Auswechselspieler zur
Verfügung standen, setzte der ETV die Partie zu zehnt fort (28.).
Sonntag, 5. Mai 2013
Spielbericht SC Alstertal / Langenhorn II - USC Paloma II
Dramatik
an der Siemershöh – SCALA II am Ziel!
SCALA-Reserve
kämpft sich zuhause zum Bezirksligaaufstieg
Was für ein spannender Mittag an der Siemershöh! Dank eines knappen
4:3-Heimerfolgs gegen die Zweitvertretung des USC Paloma knallten nahe des
Hamburger Flughafens die Sektkorken!
Die Ansage vor dem Spiel war klar: „Aufstiegssieg“! Und genauso agierte der Spitzenreiter
auch gegen einen Gegner, der aber keineswegs nur zum Gratulieren angereist war.
So dauerte es bis zur 17. Minute, ehe Kevin Kramp die Riesenchance zum 1:0
bekam, das Leder jedoch aus fünf Metern nur an den Pfosten setzte – das kann er
besser!
Perfekten Anschauungsunterricht, wie man es besser macht, lieferte dann die
laufende Tormaschine namens Daniel Krohn mit seinem willensstarken Abschluss in
der Horizontalen aus ähnlicher Distanz – da war der ersehnte Führungstreffer
(32.)!
Zwar kamen in der Folge auch die Gäste besser in die Partie, doch die
deutlicheren Chancen hatte weiterhin in Team in Weiß, wie kurz nach dem
Seitenwechsel, als Krohn schön freigespielt wurde, im Angesicht mit
USC-Schlussmann Christian Johanson jedoch knapp verzog. Und als hätte er sich
geschworen, dies nicht zu wiederholen, machte er es im zweiten Anlauf umso
besser, denn diesmal schob der 25-Jährige sicher, mittig zum 2:0 ein (55.).
Hinter den Kulissen hat dann wohl schon jemand den Sekt kaltgestellt, denn
plötzlich drohte die ganze Angelegenheit zu kippen, fanden nun auch die bis
dato biederen tauben den Weg nach vorne – und wie: Hanselmann mit dem starken
Zuspiel, Meyer frei vor der Kiste – nur noch 2:1 (59.)! Ein Warnschuss, den
SCALA sofort ernst nahm und zu kontern versuchte, doch die Chancenverwertung
der Herren Krohn und Kramp trug an diesem Tag nicht gerade zu einem niedrigerem
Puls der eigenen Farben bei. Noch weniger der 2:2-Ausgleich durch Constantin
Propp per Linksschuss von der Grundlinie, nachdem SCALA auch den dritten ball
nach einer Ecke nicht gewinnen konnte (67.).
Paloma versuchte sich also als Partyschreck, doch Genaro Bielefeldt und sein
Gewaltroller aus der Distanz wandelten das Robin Hood-Ergebnis, etwa 20 Minuten
vor Ultimo, in eine erneute Heim-Führung um, die der Bezirksligaabsteiger
sofort wieder zu tilgen bemühte.
Als aber Krohn seinen Dreierpack vollmachte (81.), schien dies recht
unwahrscheinlich…bis erneut eine Lastro-Ecke zum Gäste-Tor führte, grätschte
der eingewechselte Florian Rogge das von Tobias Burk abgefälschte Ei aus der
Kurzdistanz über die Linie (83.).
Für Hauke Kuschmierz und seine Kollegen begann jetzt eine echte Abwehrschlacht.
Ziel: Irgendwie den aufstiegsbringenden Dreier über die Runden bringen - und dann kam er: der Abpfiff an der
Siemershöh! Die zweite Herren des SC Alstertal/Langenhorn darf sich seit dem
05.05.2013, 13:17 Uhr, offiziell Bezirksligaaufsteiger nennen! Und das nur zwei
Jahre nach dem Aufstieg in die Kreisliga – Glückwunsch!
SC Alstertal/Langenhorn II:
Ansen – Kuschmierz, Wulf, Schiel, Elsner – Gorban, Holtmann (46. Bielefeldt),
Kaczmarczyk, Dudek (78. Vagts) – Kramp, Krohn, Trainer: Stephan Basmer
USC Paloma II: Johanson – Burk,
Wagner, Nanz (64. Wali), I. Lastro – Böling (75. Rogge), D. Lastro – Steinmetz,
Meyer, Hanselmann – Propp (82. Pasternak), Trainer: Hansjörg Kallenbach
Tore: 1:0 Krohn (32. Dudek), 2:0 Krohn
(55.), 2:1 Meyer (59. Hanselmann), 2:2 Propp (67. Böling), 3:2 Bielefeldt
(68.), 4:2 Krohn (81.), 4:3 Rogge (83. Burk)
Schiedsrichter: Helmut Glißmann (TSV
Sparrieshoop)
Zuschauer: 70
Freitag, 3. Mai 2013
Spielbericht FC St. Pauli III - Hamburger Gehörlosen SV
Sonntag, 28. April 2013
Spielbericht SC Urania - SC Hansa 11 II
Urania
wieder in Rekordlaune
Abbruch
nach 74 Minuten – Hansa II gehen die Spieler aus
„16:0 – da muss Urania ja ein tolles Spiel gemacht haben!“, mag wohl die
Standardreaktion eines Unbeteiligten auf das Ergebnis dieses denkwürdigen
Matches sein, doch wer an diesem Sonntagmorgen am Schützenhof zugegen war, wird
das relativieren können.
Die Partie der Kreisliga 5 schien schon vor Beginn unter einem schlechten Stern
zu stehen, denn bereits der Anpfiff erfolgte nicht pünktlich, da drei
Gästespieler (darunter auch Torhüter Iskender Yilmaz) vom ordnungsbedachten
Thorsten Kunkel an der Pfeife in die Kabine zurückgeschickt wurden, um die
erforderlichen Schienbeinschoner anzulegen…
Im Spiel selbst machte das Team um Trainer Ünal Ünüvar, der aufgrund der
katastrophalen Personalsituation selbst aufs Feld musste, dann eine ähnliche
schlechte Figur. Die Gastgeber beherrschten das Geschehen trotz weitgehend
lustloser Vorstellung nach Belieben, sodass sie sich bereits nach 29 Minuten
einen 6:0-Vorsprung, gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand, herausschossen.
Als bei den Gästen zum Wiederbeginn auch noch Ufuk Ünüvar verletzt die Segel
streichen musste und Urania seine Chancen nun etwas besser zu verwerten wusste,
wurde allen Anwesenden klar, dass ein Ergebnis in Rekordnähe möglich war, zumal
einige Hansa-Akreure angeschlagen agierten. So mussten auch die beiden Hasans,
Gökmen und Ünver, verletzt vom Feld. Zu allem Überfluss schickte der
Unparteiische noch Orkan Özkan mi der roten Karte vom roten Rasen, nachdem
dieser den Spielleiter als „Arsch“ bezeichnet haben soll. „Ich habe nur
gefragt: Was ist das für eine Art?“, entgegnete Özkan, der diese Frage in der
Verärgerung über die Aufforderung Kunkels an einen verletzten Mitspieler, doch
bitte den Platz zu verlassen, stellte. Den genauen Sachverhalt wird nun das
Sportgericht klären müssen…
Fußball wurde unterdessen auch noch ein wenig gespielt – zumindest vom SC
Urania, der nach exakt 74 Minuten mit sage und schreibe 16:0 führte. Besonders hervorstechend:
Philipp Rössing mit einem lupenreinen Hattrick binnen sechs Zeigerumdrehungen
(53., 54. & 59.)!
Nun hatten die bemitleidenswerten Gäste, die bereits nach dem Platzverweis kurz
vor einem Streik standen, die Nase voll und baten um einen Abbruch, dem alle
Beteiligten schließlich zustimmten.
Damit gelang dem SCU die zweite große Tor-Flut der Saison: Bereits in der
zweiten Pokalrunde triumphierte man beim Kreisklassevertreter des 1. FC
Eimsbüttel mit einem Pokalrekord von 33:0. Echte Freude darüber kam heute
allerdings nicht auf.
SC Urania Hamburg: Handorf
– Guth (46. Krupowicz), Dech, Rychlowski, Chmelik – Faas, Harders (40. Maib) –
Rössing, Foroughy, Sals – Happich (65. Abadia Barata), Trainer: Yilmaz Güclü
SC Hansa 11 II: Yilmaz – Özkan,
Ünver, Arik, Aydin – Kerat, Özdemir – U. Ünüvar, Kastas, Gökmen – Ü. Ünüvar,
Trainer: Ünal Ünüvar
Tore: 1:0 Happich (4. Sals), 2:0
Sals (9. Rössing), 3:0 Rössing (19. Happich), 4:0 Rössing (20. Sals), 5:0 Faas
(24. Guth), 6:0 Happich (29. Rössing), 7:0 Sals (47.), 8:0 Happich (49.
Foroughy), 9:0 Foroughy (52. Rössing), 10:0 Rössing (53. Sals), 11:0 Rössing
(54.), 12:0 Rössing (59. Happich), 13:0 Maib (65.), 14:0 Sals (68. Foroughy),
15:0 Sals (70.), 16:0 Abadia Barata (72.)
rote Karte: Özkan (61., Schiedsrichterbeleidigung)
Schiedsrichter: Thorsten Kunkel (FC
Voran Ohe)
Zuschauer: 40
besonderes Vorkommnis: Da der SC
Hansa bei diversen verletzten Spielern keine Auswechselspieler zur Verfügung
hatte, bat Spielführer Iskender Yilmaz erfolgreich um Spielabbruch (74.).Trainer Ünal Ünüvar musste sich beim Aufsteiger selbst aufstellen.
Spielbericht VfL 93 Hamburg II - Barsbütteler SV II
Kohpmann zerstört BSV-Träume!
VfL 93 II greift erenut in den Aufstiegskampf ein
Der
Aufstiegskandidatenschreck hat wieder zugeschlagen! Nach dem 2:0-Erfolg
gegen BU III und der knappen Niederlage gegen die Zweitvertretung Coratias konnte die zweite Mannschaft des VfL 93 einen weiteren Kreisligaanwärter ärgern.
Mit 1:0 schlug man die Gäste aus Barsbüttel und raubte ihnen somit ihre letzten Resthoffnungen im Aufstiegskampf.
Der besondere Trumpf war hierbei die gute Defensivarbeit des VfL, die der Sberna-Elf jegliche Kreativität nahm.
So
war es einzig ein Freistoß von Sandor Unger García, der VfL-Schlussmann
Sven Oeser zum Arbeiten zwang. Unger García: „Den hat er echt gut
rausgeholt!“.
Auf
der anderen Seite hielt sich der Tabellenzehnte an die Vorgaben von der
Seitenlinie und suchte stets den Abschluss, wie Tobias Knopp per Kopf
(13.) und Payam Yazdani nach schönem Doppelpass mit dem starken Clemens Boveland (31.).
Im
zweiten Abschnitt dasselbe Bild: Der BSV ohne Plan, während der VfL mit
Einsatz zu überzeugen wusste. So war es Marius Dickmann, der gleich
zweimal frei vor der Kiste auftauchend, vergeigte – auf ebenem Geläuf
wäre das vielleicht nicht passiert…
Dass auch die Jungs vom Soltausredder durchaus in der Lage sind, eigene Gefahrenmomente zu kreieren, bewiesen sie nach 71 Minuten, als sich Malte Basin einmal schön auf links durchsetzte
und in der Mitte den eingewechselten Marvin Nash fand, doch dieser
erwischte das Leder aus kurzer Distanz nicht richtig und setzte es neben
den Kasten.
Deutlich besser machte es der eingangs erwähnte Michael Kohpmann,
nachdem ihn der ebenfalls neu hereingebrachte Alexander Odin optimal
einsetzte: Gekonnt netzte der 24-Jährige mustergültig in die Barsbütteler Maschen ein. Kleiner Beigeschmack: Der Torschütze schien beim Zuspiel wohl einen kleinen Schritt im Abseits gewesen zu sein.
Dennoch geht der Sieg für die Heimelf durchaus in Ordnung, investierte sie einfach mehr in dieses Match.
Damit ist der Aufstieg für die „Zweite“ des Barsbütteler SV endgültig zu einem Luftschloss geworden, während die VfL-Reserve in den kommenden Spielen gegen St. Pauli IV und den SC Osterbek zwei weitere Mannschaften aus dem Aufstiegsrennen zum Stolpern bringen will.
Der zweiten Herren des VfL Hammonia,
die ebenfalls noch in dieser Lostrommel vertreten ist, sind Erfolge des
VfL in den genannten Spielen derweil eine Kiste Bier pro Sieg wert – na
dann prost!
VfL 93 Hamburg II: Oeser – T. Böge (46. Frey). Backes, Öhlmann, Boveland – Maurer – Masurek, Kohpmann, Yazdani (46. Lazer) – Knopp (72. Odin), Dickmann, Trainer: Marco Ritter & Michael Böge
Barsbütteler SV II: Tschichholz – Lange, R. Sberna, Ralf, Wietzke – Kosnowski, Gourie – Beckmann, Unger García (57. Nash), Basin (85. Wulff) – Jürgensen, Trainer: Thomas Sberna
Tore: 1:0 Kohpmann (81. Odin)
Gelbe Karten: Yazdani – Ralf
Schiedsrichter: Jörg Blume (USC Paloma, Note 3: Trübte seine gute Gesamtleistung durch die übersehene Abseitsstellung vor dem Siegtreffer.)
Zuschauer: 50
Freitag, 26. April 2013
Spielbericht FTSV Komet Blankenese - SC Hamm 02
SC Hamm bleibt
lange trotzig
Fünf
Tore in neun Minuten brechen den Widerstand
Eine durchschnittliche Leistung reiche: Mit einem Resultat von 7:2 konnte Komet
Blankenese den zwölften Saisonsieg einfahren und dabei gleichzeitig den
Abstiegskampf ein Stück weit offener halten. Schließlich ist der unterlegene SC
Hamm 02 weiterhin noch nicht „aus dem Schneider“.
Allerdings können die Hammer heuer auf mildernde Umstände plädieren, ging für
sie an diesem Freitagabend so ziemlich alles schief. Ohne ernsthaftes
Aufwärmprogramm ins Spiel gegangen, wussten die Gäste die Angelegenheit
immerhin ausgeglichen zu halten. Auch der frühe Platzverweis gegen Schlussmann
Andy Treyz (Notbremse, 12.) änderte daran nichts. Komet erspielte sich zwar die
eine oder andere gute Gelegenheit, doch erst der beim Feldverweis gelegte
Moritz Janßen schaffte es, den zwischen die 02-Pfosten gerückten Fabian Voutta
per Abstauber zu überwinden (24.).
Ansonsten hielt sich der Feldspieler auf ungewohntem Terrain schadlos, während
Vordermann Patrick Thiemann direkt vor der Pause die Riesenchance zum
Gleichstand bekam. Schiedsrichter Johann van Dyk (TSV Reinbek) hatte ein
unnötiges Foul Thorben Rademachers am Angreifer zu Recht als strafstoßreif
eingestuft. Nur zielte der Gefoulte genau an den Querbalken.
Besser lief es für den 31-jährigen Thiemann, als er sein hinter der Mittellinie
begonnenes Solo höchst persönlich zum nicht gänzlich unverdienten 1:1 abschloss
(46.).
Zwar bemühten sich die Gastgeber um schnelle Korrektur, doch bis auf einen
starken Rechmann-Schuss, den F. Voutta ebenso gut zur Ecke abwehrte fehlte es
ihnen an eigenen Gefahrenmomenten. Da spielte es ihnen in die Karten, dass der ohne
Auswechselspieler physisch abbauende Gegner nun auch noch Selbstzerstörung
betrieb, rannten sich die Verteidiger Christian Torres-Plaza und Anas El Kahil
gegenseitig um, sodass Letztgenannter einige Minuten pausieren musste (59.).
Gar nicht weiter ging es wenig später für Mitspieler Luis Agurto Alvarez, der
sich in einem Zweikampf verletzte (62.). Zeitweilig gar zu acht, stemmte sich
der SCH ordentlich dagegen, doch als Alexander Lichtner in Spielminute 69 aus
dem rechten Halbfeld ins Schwarze traf, begann die Leidenszeit der Schleif-Elf.
Denn nun gelang es den West-Hamburgern, die entstandenen Räume auch endlich zu
nutzen. So schossen sie sich in den Minuten 74 bis 78 ein komfortables 6:1
heraus, welchem Thiemann (wer auch sonst!) immerhin per Kopf nach exaktem
Reif-Freistoß das 6:2 entgegensetzte (84.).
Den 7:2-Endstand besorgte letztlich Andre Eichnau aus gut zwölf Metern unter
der „Mithilfe“ des sonst guten Fabian Voutta.
FTSV Komet Blankenese: Gier – Wolter, Wachholz, Rademacher –
Eichnau, Rechmann (70. Ahlbrecht) – Mixdorf (70. A. Schmidt), Lichtner, Demir
(70. Bergmann) – Kulanek, Janßen, Trainer: Holger Schmidt
SC Hamm 02: Treyz – Agurto Alvarez, Torres-Plaza, El Kahil, Simsek –
Reif, Banchon – Portakal, F. Voutta, Raschke – Thiemann, Trainer: Stefan
Schleif
Tore: 1:0 Janßen (24. Mixdorf), 1:1 Thiemann (46.), 2:1 Lichtner (69.),
3:1 Bergmann (74.), 4:1 Eichnau (75.), 5:1 Torres-Plaza (76. Eigentor, Janßen),
6:1 Janßen (78. Bergmann), 6:2 Thiemann (84. Reif), 7:2 Eichnau (87. Kulanek)
rote Karte: Treyz (12. Notbremse an Janßen)
Schiedsrichter: Johann van Dyk (TSV Reinbek, Note 1,5)
Zuschauer: 30
besondere Vorkommnisse:
- Da kein Ersatztorhüter zur Verfügung stand, ersetzt Feldspieler Fabian Voutta
den des
Feldes verwiesenen Andy Treyz im Tor
des SC Hamm (12.).
- Thiemann schießt Strafstoß an die Latte (Rademacher an Thiemann, 45.).
- Da bei Luis Fabricio Agurto Alvarez´ verletzungsbedingtem Ausscheiden keine
Auswechselspieler verfügbar waren,
setzte der SC Hamm die Partie zu neunt fort (62.).
- Da das Wechselkontingent bei Moritz Janßens verletzungsbedingtem Ausscheiden
bereits
erschöpft war, setzte Komet Blankenese die Partie zu zehnt fort.
Sonntag, 21. April 2013
Spielbericht FC ZaZa - Harburg Türksport
Nur
der Hubschrauber sorgt für Spannung
Trotz
mäßiger Leistung: Harburg Türksport heimst wichtigen Dreier ein
Frei nach dem Motto „Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss.“ Angelte sich
das Team von Harburg Türksport die drei Punkte gegen die abstiegsbedrohte Elf
des FC ZaZa, Der 19-jährige Harun Deliaci war es, der seine Farben in der 25.
Minute per Rechtsschuss aus 21 Metern zum knappen 1:0-Erfolg schoss.
Dabei waren es die Gastgeber, die früh im Spiel die Führung auf dem Fuß hatten,
als Kapitän Musab Akdag nach einem verlängerten Bulut-Service frei auf die
Kiste zulief, jedoch an seinen Nerven und Kevin Schulz im Gäste-Gehäuse
scheiterte (9.).
Ansonsten präsentierte sich der Erlebnisgrad der Begegnung in extrem spärlichem
Gewand, bis ein junger Herr hastig auf Linienrichter Jan Rieper zulief und
diesen darüber unterrichtete, dass der Platz schnellstmöglich für einen
Hubschraubereinsatz geräumt werden müsse. Der entsprechende Drehflügler kreiste
daraufhin zwar beharrlich über dem Hartplatz an der Slomanstraße, zu einer
Landung kam es jedoch nicht. Nach zehn Minuten der Ungewissheit konnte der
gewissenhafte Schiedsrichter Tobias Strauß (SC Eilbek) das Match schließlich
wieder fortsetzen…
Auch im zweiten Abschnitt nahm die Spieldynamik nicht groß zu, was besonders den
Gästen zu Gute kam, waren sie nun bestrebt, die drei wichtigen Punkte im
Aufstiegskampf nach Hause zu bringen, während der FC ZaZa kein Rezept gegen die
gut organisiere Türksport-Abwehr fand.
Und weil der eingewechselte Onur Tigit kurz vor Ultimo die große, selbst
erkämpfte Chance zum 0:2 liegen ließ, indem er gegen ZaZa-Schlussmann Robert Karaqi
den Kürzeren zog, musste der Spitzenreiter bis zum pünktlichen Abpfiff des
Unparteiischen warten, ehe der Dreier in dieser fair geführten Partie nun
gesichert war.
Durch den Sieg des Moorburger TSV am Sonnabend bleibt die Situation an der
Tabellenspitze also unverändert: Harburg Türksport führt weiterhin mit sieben Punkten
Vorsprung vor den Moorburgern, gegen die es am Dienstag im Nachholspiel geht,
während der FC ZaZa nur noch zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz liegt.
FC ZaZa: Karaqi – B.
Akdag, Bulut, Gün, Bozkus – Bogatekin – Temiz (71. Erat), Akan, Sürmeli, H.
Cicek (55. S. Cicek) – M. Akdag, Trainer: Ömer Ünen
Harburg Türksport: Schulz – Oguz,
Atas, A. Capa, Akyol – Suyer (46. Sahin), Kendir – Deliaci, E. Tigit (53. O.
Tigit), M. Bayram – S. bayram (71. Jamli), Trainer: Nazim Capa
Tore: 0:1 Deliaci (25.)
Schiedsrichter: Tobias Strauß (SC
Eilbek, Note 2)
Zuschauer: 30
Samstag, 20. April 2013
Spielbericht Altona 93 1.C - WTSV Concordia 1.C
Cordi fehlen die
Nerven
Unnötige
Auswärtsschlappe in Altona
Für die Spieler des Wandsbeker TSV Concordia war der Schuldige schnell
gefunden: Schiedsrichter Leonard Aron Anton (FC Teutonia 05) war es aus ihrer
Sicht, der den Erwerb dreier wertvoller Punkte um Platz drei der U15-Verbandsliga
verhinderte.
Dabei waren sie freilich selbst an der peinlichen Niederlage bei Schlusslicht
Altona 93, welches erneut taktisch gut eingestellt, zunächst keine
Cordi-Chancen zuließ, Schuld. Denn sofort, als Jasper Bohlen auf halblinks den Raum
dazu hatte, drückte er das Leder auf den Gäste-Kasten – mit Erfolg, musste sich
der in die Sonne schauende Alexander Grünert dennoch nicht ganz chancenlos
geschlagen geben (14.). Mit der Führung im Rücken agierte der AFC sehr
selbstbewusst, während die Probleme der Bekkampkicker mit dem sandigen Geläuf
am Othmarscher Kirchenweg augenscheinlich wurden. Hinzu kam eine unerklärliche
Passivität, die Mateusz Strachowski nach einem langen Ball in den Lauf perfekt
mit dem 2:0 zu bestrafen wusste (17.).
Jetzt war es also allerhöchste Eisenbahn, dass die Herren in Schwarz einmal aus
ihrem Trott herauskamen und Eigeninitiative übernahmen. Über vielversprechende
Ansätze kamen sie jedoch nicht hinaus. So war es geradezu folgerichtig, dass
ein Fernschuss war, der die Felgner-Elf wieder zurückbrachte. Dennis Läufer hob
das Ei aus 25 Metern in den Winkel, wobei 93-Keeper Kaan Yildirim nicht die
beste Figur abgab (21.).
Zwar bemühten sich Mert Delireisoglu und Kollegen fortan um den Gleichstand,
wirklich gefährlich wurde es aber nur Sekunden vor der Pause, als der Mittelfeldakteur
eine gute Läufer-Flanke aus vollem Lauf, fünf Meter vor der Kiste, nicht im Tor
unterbringen konnte – eine dicke Ausgleichschance!
Zurück aus dem urigen Kabinengebäude, nahm die Intensität im Match spürbar zu.
Kein einfacher Job für den jungen Schiedsrichter, den auch die zahlreichen
Zurufe der Concorden mächtig reizten.
Die Konsequenzen davon bekam Ahmet Koc in Form einer Zeitstrafe für sein
Gezeter dem Unparteiischen gegenüber gezeigt (57.). Kurz zuvor vergeigte Fabian
Reimers eine absolute Königschance, als er, von Hassibulla Janebdar angeflankt,
frei im Strafraum über den Ball säbelte. Jener Reimers war es auch, der drei
Minuten vor Ultimo wieder frei vergab, war es nun ein 15-Meter-Schuss, den der
Ex-Barsbütteler im Anschluss an Kenneth Nobis´ großartige Vorarbeit drüber
drosch. Für ihre überwältigende Feldüberlegenheit konnten sich die Gäste somit
letztlich nichts kaufen. Altona 93 holte seine Punkte acht, neun und zehn.
Einen traurigen Randaspekt stellt indes das flegelhafte Verhalten einiger
Cordi-Akteure nach Spielende dar. Genauso wenig, wie der Umgang mit dem
Pfeifenmann an eine gute Kinderstube erinnert, hatte dieser unterm Strich mit
dem Ausgang des Spiels zu tun. So hatte sich auch Joshua Wolter seine temporäre
Hinausstellung wegen Meckern selbst zuzuschreiben (66.).
Für den dritten Tabellenplatz benötigt man jedenfalls auf mehreren Ebenen
bessere Nerven!
Altona 93 1.C: Yildirim – Brandes (27. Demiral / 60. Brandes),
Boyali, Boyraz, Armbrecht – Bensch, Daban – Yakub (37. Herrera), Lorenzen (61.
Strachowski), Bohlen – Strachowski (56. Yakub), Trainer: Jürgen Trapp
WTSV Concordia 1.C: Grünert – Müller (36. Ahmad), Hübner, Keetz, Nobis –
Wolter, J. Felgner (50. Janebdar) – Delireisoglu (65. J. Felgner), Reimers, Läufer
– Koc, Trainer: Thomas Felgner
Tore: 1:0 Bohlen (14.), 2:0 Strachowski (17.), 2:1 Läufer (21.)
Zeitstrafen: Koc (57. Meckern), Wolter (66. Meckern)
Schiedsrichter: Leonard Aron Anton (FC Teutonia 05, Note 4: eigentlich
solide, verlor jedoch in der hektischen zweiten Halbzeit die Souveränität,
pfiff mehrheitlich für den AFC, ohne aber groß ins Spielgeschehen
einzugreifen.)
Zuschauer: 28