Schrödingers
Punktgewinn
„total
inkonstant“: WSV-2008er zeigen wieder mal ihre zwei Gesichter
Wie unter einem Brennglas präsentierte die U18-Oberliga-Elf des Walddörfer SV zum
Jahresabschluss 2025 noch einmal die volle Spannweite ihres Daseins. „Wenn man
sich unsere erste Hälfte anguckt, war das irgendwie Arbeitsverweigerung!“,
polterte Kapitän Arthur Schreiber über die ersten 45 Minuten, in denen man
„überhaupt nichts auf den Platz bekommen“ hatte, was den WSV „stark macht“, um
sich nach dem Seitenwechsel über eine richtig, richtig wichtige Leistungssteigerung“
zu freuen.
Der 2:2-Endstand – um es vorweg zu nehmen – also „auf jeden Fall
gerechtfertigt“.
Akt eins eines wahrlich wechselhaften Auftritts, hatte sich nach zweimaliger
Schonfrist (Schlussmann Maximilian Röndigs klärte im Duell mit dem freundlich
per Ballverlust eingeladenen Timur Kilinc mit dem herausschnellenden Fuß zur
Ecke (10.) und räumte später Gegenspieler Leon Önal ungestraft im Sechzehner ab
(18.).) schließlich doch in einem Rückstand manifestiert. Ohne Konsequenz an
der eigenen Grundlinie, schaute man Kyryl Karev und Spielmacher Richard
Pilishvili dabei zu, wie letzterer die Kugel, von Philipp Hentschke abgefälscht,
zu Mitspieler Kilinc beförderte, sodass der 9er
nur noch einzustolpern brauchte (26.). – „Ein richtiges Kuller-Ding“!
Als dringend nötiger Wachmacher taugte der Knall des Gegentors aber mitnichten.
Stattdessen verhinderte Röndigs in zuvor teils grotesk „verteidigten“ Szenen
gleich dreimal binnen kürzester Zeit einen höheren Rückstand (29., 30. &
32.).
„Wir waren schlecht nach vorne, wir hatten keine Angebote im Zentrum, wir
hatten keine Mann-Zuteilung, wir waren einfach überhaupt nicht wach und nicht
präsent auf dem Platz!“, klagte der Gäste-Spielführer an. Und gerade als man
immerhin einmal in die Nähe des gegnerischen Kastens kam, schlug BU-Kapitän Jan
Brinkmann vor dem nachsetzenden Schreiber den langen Hafer, der den Roten gar
nicht bekommen sollte. Ohne gegnerische Absicherung leitete der umtriebige L.
Önal die Kugel mit dem Kopf weiter zum leicht abseits stehenden Leon Fijolek,
der schließlich keine Mühe hatte, den diesmal defensiveren Torsteher zum 2:0 zu
überwinden (39.).
Unverhoffte Linderung einer Halbzeit der „unfassbar vielen individuellen Unreinheiten“
folgte jedoch noch vor dem Seitenwechsel, als Len Henne eine eigentlich schon
tote Offensivszene per Balleroberung wieder zum Leben erweckte und prompt zu
Schreiber durchsteckte, der auf halbrechts „erstaunlich viel Zeit“ für den
überlegten Abschluss vorfand: „Mit viel Zeit kommen auch mal viele Gedanken,
aber ich habe es dann letztendlich ganz gut gemacht, den Ball in die lange Ecke
gehauen“, beschrieb die Rückennummer 20 den eigenen Anschlusstreffer (42.),
dessen Strahlkraft die wärmende Halbzeitpause freilich überdauern sollte. Ein „klarer,
anderer Auftritt“ war es, den seine Farben in Abschnitt zwei auf die Platte
brachten. Sicherlich hatte man auch „nach vorne hin mehr Räume vom Gegner
bekommen“, doch „wir haben sie aber auch besser gewusst zu nutzen.“. Dazu steigerte
man auf der anderen Seite auch durch personelle Umbauarbeiten die defensive
Zweikampfquote. Was dabei nur fehlte: der Ausgleichstreffer. Vincent Nowak war
dieser zwar auf Zuspiel Schreibers zwar sogar gelungen, nur hatte die knappe
Abseitsfahne des Schiedsrichterassistenten andere Pläne (47.)…
Ansonsten probierte man es vornehmlich über Distanzschüsse (51. & 68.) und
einen hohen Duve-Ball, der dank schwacher Klärung Hennes Tausendprozenter vorbereitete.
BUs Maximilian Dick rettete jedoch mit dem langen Bein vor der Linie (66.).
Wieder nichts zu jubeln für das lebhafte Pöblikum auf den Rängen, doch da war
ja noch diese eine, bisher ungenutzte, Stärke der Allhorn-Kicker, denen Leandro
Duves Freistoß von links schließlich doch endlich die Pforte zu Linus Polsters
2:2-Kopfballtor himmelweit aufstieß (74.). Ein Standardtreffer gegen den sonst
fehlenden Zug zum Tor!
Das Momentum jetzt klar auf Seiten des Auswärtsteams, das nach kluger
Verlagerung auf Schreibers rechte Seite gar das Führungstor auf dem linken Fuß des
nach innen ziehenden Strategen hatte (81.), ehe es in der Schlussphase aber plötzlich
wieder in alte Muster verfiel.
Wie Espenlaub zitterte der Aufsteiger, als Polster Gegenspieler L. Önal in der
zweiten Welle eines Freistoßes völlig aus den Augen verlor, der Trainersohn
allerdings nur den Querbalken erwischte (85.). Eine vergebene Önal-Schusschance
später (89.), lud die wiederum defizitäre Mann-Zuordnung zu BUs möglicher
Führungsrückholung, diesmal durch Karev, ein. Mit der Brust bekam der
Außenspieler das Leder aber nicht am zupackenden Röndigs vorbei (90.).
Aus einem Gastspiel, in dem „es echt wenig bis gar nichts“ gab, „was wirklich
funktioniert hat“, wurde für den Walddörfer SV letztlich Schrödingers
Punktgewinn: glücklich, unglücklich und doch irgendwie zu wenig für die eigenen
Ansprüche.
„Total inkonstant und total durchwachsen“ fällt daher Schreibers Zwischenfazit
zum Jahreswechsel aus. Rang acht bei 14 Punkten aus zehn Spielen fällt
jedenfalls in die Kategorie „Ausbaufähig“. Zu oft hatte sich seine Kapelle „gegen
die Teams aus dem unteren Teil der Tabelle fußballerisch angepasst und nicht so
richtig die Stärken auf den Platz gebracht“.
„Totale Top-Spiele gegen die Leute in der oberen Tabellenhälfte“ machen jedoch
Mut auf einen Platz unter den besten fünf in Hamburgs U18-Oberhaus.
„Konstanter werden und oben mitspielen“ lautet also die rot-weiße Losung für ein
beständigeres 2026.
Tore: 1:0 Kilinc (26.
Pilishvili), 2:0 Fijolek (39. L. Önal), 2:1 Schreiber (42. Henne), 2:2 Polster (74.
Duve)
gelbe Karten: Ahmed, Kilinc – Henne,
Bossen
Schiedsrichter: Zain Fallouh
(Hoisbütteler SV: hätte sich das Leben mit der Unterbindung diverser
Oberkörpervergehen deutlich einfacher gemacht, dem 2:0 ging eine
Abseitsstellung des Torschützen voraus (39.), ob die Strafraumbegegnung Röndigs/L.
Önal tatsächlich strafstoßreif verlief, konnte selbst das vorhandene
Videomaterial nicht aufklären (18.).)
Zuschauer: 40
Samstag, 13. Dezember 2025
Spielbericht HSV Barmbek-Uhlenhorst 1.A - Walddörfer SV 2.A
Freitag, 12. Dezember 2025
Spielbericht TV Haseldorf - TuS Germania Schnelsen
Wintermeister
in Spe gestürzt
Auch
ohne Training: TV Haseldorf verdirbt Germania die Winterpausen-Spitze
Mit einer faustdicken Überraschung verabschiedete sich die Bezirksliga 01 am
Freitagabend in die wohlverdiente Winterpause, vermasselte der abstiegsbedrohte
TV Haseldorf Germania Schnelsen mit einem überraschenden wie unterm Strich verdienten
1:0 das Überwintern ganz oben auf dem Thron.
Auf dem hügeligen Naturrasen im Schloßparkstadion brachten die Hausherren trotz
abermals üppiger Fehlendenliste all jenes auf die Schiene, was sie schon
zuletzt acht Zähler aus vier Partien holen ließ. Gegen den Ball kompakt im
4-4-2-System und schmerzhaft im Zweikampf, sowie in der Gegenrichtung stets auf
der Suche nach dem raschen Gegenstoß. So praktiziert bei einer
Fülscher-Schusschance (5.) und vor allem, als das Youngster-Duo
Fülscher/Lastella zur selbst herausgespielten Doppelchance kam (22.). Auf
Zuspiel von Linus Lastella scheiterte Marten Fülscher an Germania-Goalie
Domenik Szyska, ehe der Schlussmann Lastellas Nachschuss sehenswert über den
Querbalken streichelte.
Das Spitzenteam hatte den vielleicht auch etwas unerwartet tatsächlich
stattfindenden Nachholer in der knapp 30 Kilometer entfernten Provinz freilich
nicht so recht annehmen wollen. Nur einmal hatte Antonio Arambasic Niklas Grote
zwischen den Heim-Pfosten einmal etwas (machbare) Arbeit verschafft (26.).
19-Tore-Mann Luca Drenkhahn wurde heuer schmerzlich vermisst. Als Ausrede für
die dargebotene Ideenlosigkeit darf der Ausfall des Top-Torjägers jedoch
keinesfalls herhalten.
Neue Impulse von der Bank sollten dem komplizierten Auswärtsunterfangen mit
Angreifer Maximilian Voigt und dem erfahrenen Hassan Fallah für den Spielaufbau
auf die Sprünge helfen, doch der berühmte Schuss ging dabei gänzlich nach
hinten los. Ausgerechnet Fallah war es nämlich, der den eigenen Schlussmann per
Rückspiel derartig in Bedrängnis brachte, dass Szyska die Kugel nur mit ärgster
Mühe von der Linie schaufeln konnte. Der clever durchgelaufene Lastella aber roch
den Braten und versenkte den Abstauber eiskalt zum gar nicht mal unverdienten
1:0 (58.).
Germania nun endlich auch einmal gewillt, sich konstruktiv ins
Offensivgeschehen einzumischen. Doch wie soll man bloß diesen
abstiegskampfeuphorisierten Gegner mit seiner tiefen Grundaufstellung knacken?!
Leon Kripke, der meist entnervt von der harten Gangart seiner Gegenspieler
wirkte, versuchte es immerhin nicht schlecht mit einem abgefälschten Freistoß
(61.), im Strafraumgewusel an den Pfosten (65.) und aus der zweiten Reihe (71.)
– erfolglos.
Mehr ließen die Jungs aus der Marsch auch in kurzer Unterzahl (Ampelkarte für Phil Mohrdieck für wiederholtes Foulspiel, 89.) jedoch nicht mehr zu. „Nur so geht´s –
anders nicht!“, freute sich Trainer Benjamin Kälberloh über das höchst
disziplinierte Auftreten seines Teams, welches ihm fast schon gewohnheitsmäßig wieder
ordentliche Personalimprovisationskünste abverlangte. So schickte der Coach mit
Lasse Wiemer gar noch den Kapitän der zweiten Mannschaft auf die Wiese, die
seit zwei Wochen keinen Trainingsbetrieb mehr zulässt. Dem sportlichen
Abschneiden tut´s dennoch keinen Abbruch, hievte sich der einst als
Tabellenletzter unten herumkrebsende Aufsteiger mit stabilen elf Zählern aus den
letzten fünf Spielen auf die gleiche Höhe mit dem rettenden Ufer.
In Schnelsen herrscht dagegen Frust über das verpasste Überwintern auf Rang
eins. Als Tabellendritter geht es im neuen Jahr – sofern das Februarwetter will
– gegen den zweitplatzierten FC Elmshorn weiter.
Tore: 1:0 Lastella (58.)
gelb-rote Karte: Mohrdieck (TVH, 89., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa Harksheide, Note 2,5)
Zuschauer: 75
Mittwoch, 10. Dezember 2025
Spielbericht SC Cosmos Wedel - TSV Gut Heil Heist
Zwei
Hattricks – zwei Gefühlswelten
Cosmos
verschenkt Nachholspiel – Smit schießt TSV Heist auf Rettungshöhe
Hattrick geschossen und doch verloren. Für Claas Böttcher war es ein mehr
bitterer als süßer Jahresabschluss 2025, den er da mit seinen Wedeler
Cosmonauten gegen den TSV Heist im heimischen Kunstrasenkäfig verlebte.
Begonnen hatte der Nachholer aus der vereisten 15. Auflage der Kreisliga 1 am
Mittwochabend ziemlich verheißungsvoll. Zwar tauchte Gäste-Schlussmann Marvin
Scholz gegen Leotrim Murselaj behände ab und sicherte zudem gekonnt, vor dem
heranstürmenden Dominik Zink (8.), doch kurz darauf waren die Hausherren auch
durch gegnerisches Ungeschick 1:0 vorne. Ole Krögers langen Hafer blockierte
Scholz, bevor Tom Hadler vorbeiziehen konnte, ehe Böttcher die zufällig
erhaltene Schussaufforderung aus 20 Metern dankend annahm (12.).
Die Gäste aus Heist, die in Jahr zwei nach ihrer Kreisliga-Rückkehr um den
Anschluss ans rettende Ufer kämpfen, bewiesen jedoch Moral und arbeiteten sich
– auch, weil Cosmos durch Nick Schmuck (Pfosten, 20.) nicht erhöhte –
kurzerhand zurück ins Match. Patrick Günsch´ Steckpass vergoldete nämlich Lasse
Kruse halblinks im Strafraum zum Gleichstand (21.), der noch lange nicht das
Ende heistmer Fahnenstange bedeutete. Denn kaum hatte man hinten wieder Glück,
dass Zink nach schöner Bewegung mit links etwas das Zielwasser fehlte (26.),
machte es Einzelkönner Paul Smit stilecht mit viel Platz aus 40 Metern (39.)!
Und als wäre das noch nicht genug des Qualitätsnachweises, spazierte der
sechsmalige Oberliga-Kicker einfach mal selber über links zum eingeschobenen
1:3-Halbzeitstand (39.).
Die Wedeler schlugen sich dagegen unter Wert, war neben einem Abseitstor (36.)
auch ein nur per Posern-Grätsche gestoppter Böttcher-Lauf bis zur Grundlinie
(43.) zu betrauern.
Viel Zeit dafür blieb allerdings nicht, weil Gut Heil weiter auf die Tube
drückte und die Cosmonauten jeweils nach Eckstößen in ärgste Bedrängnis brachte
(55. & 56.).
Etwas überraschend kam daher Böttchers zielgenauer 2:3-Anschlusstreffer von
halblinks (58.), der die Spielstatik jedoch nicht nachhaltig zu ändern
vermochte.
Tonangebend blieben nämlich die Jungs von der Hamburger Straße, die sich knappe
20 Minuten vor dem Ende, mit Smits kurzem Einwurf als Einleitung, durch Jakob
Schmidt und dessen 2:4 entsprechend belohnten (69.).
Als Zugabe, die der eingewechselte Yannick Müthel zuvor noch knapp mit rechts
verpasste (84.), schenkte der TSV seinen Anhängern 14 Tage vor Heiligabend noch
das fünfte Hurra, das vor allem Rene Gills Willenskraft über rechts zu verdanken
war. Smit brauchte seinen Hattrick nur noch ins leere Tor zu vollenden (86.).
Apropos: Auch Böttcher gerierte sich auf der anderen Seite noch einmal als
trocken aus 20 Metern abziehender Dreifachtorschütze (87.), doch letztlich
konnte der 24-Jährige damit nicht verhindern, dass seine nach der Pause fast
komplett abgetauchte Elf mit einem Negativerlebnis in die Winterpause geht.
Platz acht passt für den defensiv anfälligen Aufsteiger, der als sportlich in
die Kreisliga aufgestiegenes Reserveteam die aufgelöste Ligamannschaft beerbte,
durchaus ins Leistungsbild. In Heist ist derweil der Anschluss an den Rivalen
aus Moorrege auf dem rettenden Rang 13 in gleicher Punkthöhe wiederhergestellt.
Noch ein paar Smit-Hattricks und
Tore: 1:0 Böttcher (12.
Hadler), 1:1 L. Kruse (21. Günsch), 1:2 Smit (30.), 1:3 Smit (39.), 2:3
Böttcher (58. Schmuck), 2:4 J. Schmidt (69. Krüger), 2:5 Smit (86. Gill), 3:5
Böttcher (87. Hadler)
gelbe Karten: Kröger, Hadler, Zink,
Gleitsmann – Gill
Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener
SV)
Zuschauer: 45
Mal wieder entscheidender Faktor für den TSV Heist: Torjäger Paul Smit
Samstag, 6. Dezember 2025
Spielbericht SV Eidelstedt II - VfL Hammonia II
Rote
Laterne über den Winter abgegeben
3:0
mit jugendlichem Support: SV Eidelstedt II verlässt das Tabellenende
Zweites Adventswochenende und schon am Samstag entzündete die zweite Mannschaft
des SV Eidelstedt ein neues Licht im Keller der Kreisliga 07, schickte man die
Elf vom VfL Hammonia II überraschend deutlich mit 3:0 zurück gen
Schanzenviertel.
Zugegeben; für die nur wenigen Schaulustigen bot sich bei Nasskälte ein Duell
an der Grenze des Zumutbaren. Im Wesentlichen verstanden beide Teams den
Fußball als Rückschlagspiel mit sekündlich wechselndem Ballbesitz und stets
überraschenden Handlungen im Umgang mit dem Runden. Auch die übertrieben
liberale Zweikampfbewertung des 19-jährigen Joris Mülder (SC Eilbek) verhalf
dem Kick nicht zu gesteigertem Spielfluss.
Punktuell wohltuende Ausnahmen stellten da Aktionen mit der Beteiligung des
Eidelstedters Ferdi Koc dar. Und kaum erspähte der einst in der Landesliga für
den SVE kickende Mann aus dem Zentrum seinen Kollegen Dennis Jaap aus der Tiefe
des Raumes, war dieser per Zuspiel in den Lauf im Rücken der Hammonia-Abwehr
angekommen. Goalie Henrik Priestersbach noch cool umkurvt, war der flache
Abschluss zum 1:0 nun wahrlich keine Hürde mehr (25.).
Vorne im richtigen Moment eiskalt – hinten mit dem allzeit sicheren Justin
Kapusta zwischen den Pfosten: heute sollte es der große Tag für die personell
auch etwas U19-oberligaverstärkten Gastgeber werden.
Bei Jonah Müllers Versuch von halblinks noch mit etwas Glück, dass der Ball
rechts vorbei zischte (75.), schaffte Koc als humorloser Distanzschütze ins
linke untere Eck (77.) beruhigende Fakten für den SVE, der Hammonias löchrige
Rückwärtsbewegung sogar noch mit dem dritten Hurra des Tages bestrafte (87.).
Diesmal konnten die Herren Sama, Hosseini und Jaap den Torschützen
untereinander ausmachen, sodass letzterer einsam in der Mitte den 3:0-Endstand
besiegelte.
Erst in der Nachspielzeit geriet dieser einmal kurz ins Wanken, als ein
schwacher Madougou-Rückpass den VfLer Xhulio Bejkollari die allerdings etwas
hektisch vergeigte Schussmöglichkeit schenkte (90.+2).
Durch die 0:3-Niederlage des BSV 19 bei Schanze II reichte Blau-gelb die rote
Laterne im letzten Auftritt des Jahres nach Bahrenfeld weiter. Hammonias
Vorsprung auf die Abstiegsplätze, vor allem aus dem ertragreichen Oktober (acht
Zähler in vier Punktspielen), schmilzt dagegen weiter. Nur vier Punkte sammelte
man bis dato mehr als der bislang ausschließlich daheim punktende SVE.
Tore: 1:0 Jaap (25. Koc),
2:0 Koc (77.), 3:0 Jaap (87. Hosseini)
gelbe Karten: Steen, Kuka, Boyali –
keine
Schiedsrichter: Joris Mülder (SC
Eilbek, Note 4)
Zuschauer: 15
Freitag, 5. Dezember 2025
Spielbericht TV Haseldorf - SV Lieth
Nur
den Krampus freut´s
Niveauarme
Punkteteilung im Bezirksliga-Tabellenkeller
Fünfter Dezember: Krampustag in Österreich und auch die Bezirksliga 01 in
Hamburg wusste die Schaulustigen im Schloßparkstadion ordentlich abzustrafen.
Von Beginn an nämlich setzte sich das Spielniveau kaum vom niedrigen Tabellenstand
der Kontrahenten ab.
Bereits ein ganzes Spielviertel hatten die dennoch zahlreich herbeigepilgerten
Zuschauer überstanden, als TVH-Kapitän Lukas Nickels mit seiner Konterchance
ans Außennetz einen ersten zaghaften Offensivakzent setzte (23.).
Der Gegenangriff fortan das Lieblingswerkzeug der Hausherren, die einen
Ballverlust des Gegners im Mittelfeld zum Anlass für das schnelle Umschalten
nahmen. Zwar war es Moritz Schulz in erster Instanz noch gelungen, das tiefe
Zuspiel abzugrätschen, doch im zweiten Anlauf erreichte Marten Fülschers Ball
den Kollegen Linus Lastella, der mit Dynamik über links flach zum wichtigen 1:0
vollendete (24.).
Das Selbstvertrauen des durch zuletzt zwei Siege Ex-Tabellenletzten damit
natürlich weiter angekurbelt. Einzig das zweite Tor fehlte zur nachhaltigen
Tabellenkosmetik. Genug Möglichkeiten dafür ergaben sich durchaus. So zögerte
Heiko Jedamski nach Flugball Pieter Oßenbrüggens zu lange mit dem noch von Luca
Albers geblockten Rechtsschuss (30.) und verfehlte Fülschers Direktabnahme als
Aufsetzer den SVL-Kasten (42.).
Mit Beginn des zweiten Abschnitts nahm das Niveau der Partie gar noch weiter
ab. Vor allem die Liether, deren Verunsicherung auch der vor zwei Spieltagen
verpflichtete Guido Krenzk an der Seitenlinie bisher nicht aufzulösen
vermochte, enttäuschten einmal mehr auf ganzer Linie. Symbolhaft für den
Zustand der Klein Nordender, setzte Anton Götting seine unbedrängte Flanke von
rechts geradewegs ins Tor-Aus (60.)…
Ein wenig aus dem Nichts kam da das Ausgleichstor, das ausgerechnet Torjäger
Ali Duman mit einem kurzen Freistoß vor der eigenen Grundlinie einleitete, ehe
Albers den perfekten tiefen Weg mit der nicht weniger starken
Wandspieler-Einlage auf Philipp Matthiessen krönte und der Spielführer wiederum
mit drei Kontakten aus zentraler Position passgenau für erleichterten Jubel bei
den heuer ganz in schwarz aufgelaufenen Gäste sorgte (72.).
Doch anstatt Matthiessen und Co das Momentum für sich mitnahmen, luden sie den
Gegner mit teils haarsträubenden Fehlpässen und einem ungeordenen Hühnerhaufen
vor dem eigenen Kasten immer wieder zur Offensive ein. Michel Lienau, von
Albers bei einer Nickels-Flanke am zweiten Pfosten vergessen, mit dem Kopf
(75.) und Jedamski aus 21 Metern (77.) brachten den Gleichstand ordentlich ins
Wanken, ehe Ben Wrages Ampelkarte (wiederholtes Foul) noch mehr Platz in der
Gäste-Hälfte gestattete (79.).
Zu nutzen vermochten die Haseldorfer diesen allerdings wiederholt nicht, als
wieder Lienau flach mit links abzog und Nickels bei der Verwertung von Luca Von
Der Heides Block der Abseitsfahne des Schiedsrichterassistenten zum Opfer fiel
(84.).
Und die SV Lieth? Die erlebte ihren größten Strafraum-Aufreger durch den
eingewechselten Finn Struve. Zu zögerlich mit der Kugel am Fuß, ging die Pille
gegen Oßenbrüggen verloren, bevor überhaupt irgendetwas mit ihr geschah (85.).
Die Punkteteilung (erster Punkt unter Krenzk), die niemandem weiterhilft, außer
der Konkurrenz, also eine Schmeichelhafte für die Jungs vom Butterberg.
Der Krampus ist zufrieden…
Tore: 1:0 Lastella (24.
Fülscher), 1:1 Matthiessen (72. Albers)
gelb-rote Karte: Wrage (SV Lieth,
79., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Latif Tan
Zuschauer: 75
Szene aus dem Hinspiel
Sonntag, 30. November 2025
Spielbericht FC Alsterbrüder IV - SC Teutonia 10 II
Ein
Standard-Tor für die Mini-Serie
Erstmals
zwei Siege in Folge: Teutonia 10 II setzt sich von ganz unten ab
Wie ein Eichhörnchen kurz vor dem Winterschlaf sammelt auch die Zweitvertretung
von Teutonia 10 noch einmal fleißig Nahrung (in Form von Punkten), veredelte
man den 2:1-Erfolg der Vorwoche gegen Hammonia IV mit einem knappen 1:0 bei der
Vierten des FC Alsterbrüder.
Der Weg zur ersten Mini-Siegesserie der Saison gestaltete sich am Sonntagabend
allerdings relativ zäh. Wenn etwas nach vorne ging, dann über Tugberk Kurtbogan
und dessen Außenbahn. So kam der einstige Jugendspieler des Lokalrivalen „05“
aus immer spitzer werdender Position immerhin einmal zum Abschluss (am langen
Eck vorbei, 39.), ehe es in Minute 57 Kurtbogans schöne Vorarbeit über rechts
war, die FCA-Schlussmann Malte Wegener vor Inan Palavar zum Eingreifen zwang.
Nach Ecke durch Erik Grdjalija erlebte Palavar etwas später schließlich doch
sein Stürmer-Hochgefühl, als der 9er passend am nahen Pfosten einlief und zum
0:1 einlochte (68.).
Ärgerlich für die Gastgeber, die zuvor selber durch Fynn Trautvetter das etwas
zu hektisch vergebene Führungstor auf dem Fuß hatten (60.) und es kurz nach dem
Gegentreffer in Person Yaniv Golans (sicheres Fanggut für Nils Wittenberg)
erneut versuchten (69).
Viel mehr ließen die ordentlich organisierten Altonaer in diesem eher
tempoarmen Spiel nicht mehr zu. Golan probierte es in der Schlussphase noch
einmal frech aus 40 Metern, setzte sein Langstreckengeschoss aber eben nicht
über den stets offensiv postierten Wittenberg, sondern auch über dessen Gehäuse
(89.).
Ergo brachten die Teutonen den Dreier ohne echte Komplikationen über die
Runden, was im Klassement der Kreisklasse 11 für eine klare Distanzierung zum
heuer geschlagenen Tabellennachbarn sorgte. Acht Zähler trennen den Zehnten und
den Elften voneinander. Sollten Siegtorschütze Palavar und Co am nun folgenden
Sonntag auch das Derby gegen Union 03 II gewinnen, überwinterte man sogar mit
15 Zählern auf einem einstelligen Rang (9).
FC Alsterbrüder IV:
Wegener – Sütterlin, Zierk, Störtkuhl, Ebersberger – Finke, Manneh, Pejica,
Hettfleisch – Golan, Trautvetter, eingewechselt:
T. Schulze, Grothe, Witteczek, Spielertrainer:
Malte Wegener
SC Teutonia 10 II: Wittenberg –
Turp, Kesan, Klee, Pertierra Porrua – Daban, Grdjalija – Oftadeh-Esfahani,
Piatek, Kurtbogan – Palavar, eingewechselt:
Lambrecht, Nitsch, Bröck, Khan, Jung, Trainer:
Tim Schiroky
Tore: 0:1 Palavar (68. Grdjalija)
Schiedsrichter: Dennis Klietsch
(Hamburger SV, Note 2,5)
Zuschauer: 9
Spielbericht Eimsbütteler TV 2.A - Walddörfer SV 2.A
Neuer Captain macht's auf die listige Tour
„Überragende Diszipliniertheit“ und cleverer Schreiber: WSV siegt und zieht am ETV vorbei
„Diszipliniertheit“. Nicht für jeden einfach auszusprechen, für die
U18-Oberligatruppe des Walddörfer SV aber einer der beiden Kernpunkte zum
unterm Strich ungefährdeten, wie „souveränen und total verdienten“ Auswärtssieg
beim Eimsbütteler TV. „Wir waren total diszipliniert in unserem
Defensivverhalten und haben einfach super verschoben, sind genau zu den
richtigen Zeitpunkten hochgegangen und ETV sehr, sehr wenig Räume gelassen“,
stimmte Arthur Schreiber den Lobgesang vor allem über die vortrefflich
umgesetzte Kompaktheit im 5-4-1-System gegen den Ball an. „unsere Diszipliniertheit
hat einfach überragend funktioniert. Also einfach, dass wir uns nicht haben
locken lassen. Vor allem die Innenverteidiger. Und auch nach den Wechseln
überhaupt keinen Leistungsabfall gehabt. Wir haben uns auf unser Spiel
konzentriert, haben uns nicht auf irgendwelche Nickligkeiten eingelassen, haben
den Schiri in Ruhe gelassen und waren vorne auch effizient.“:
Dem neutralen Beobachter hatte sich in der Tat ein Treiben der Marke Taktik-Porno geboten. Schreiber (39.)
und der ETVer Mikail Savk (32.) erreichten mit Abschlüssen von außerhalb der
Parzelle zumindest annähernd das Tor, ehe es bei einem Hellwig-Rechtsschuss, im
Anschluss an eine Ecke von links, schon kleines bisschen aufregender wurde
(44.).
Dann avancierte der neu bestimmte Kapitän höchst selbst zum zweiten Kernpunkt
der WSV-Herrlichkeit, als Schreiber den Abschlagweg des gegnerischen Torwarts taktisch
per Schubser kreuzte und dafür selber „einen Schlag auf den Rücken“ kassierte
und diesen „dankend angenommen“ hatte. „Ein Strafstoß, den man so nicht geben
muss“, gestand der „Gefoulte“, nicht ohne sich diebisch über Phil Bossens „schön
unten links platzierten“ Treffer vom Punkt zum 0:1-Halbzeitstand zu freuen
(45.+1).
Wieder nicht ganz frei von Diskussionen erhöhte die omnipräsente „falsche Neun“
kurz nach der Pause auf 0:2, als Schreiber „auch mit etwas Ziehen“ den Ball
gegen den kantigen Yankuba Sanneh gewann und dadurch frei vor der Kiste den „guten
Abschluss“ ins lange Eck setzen konnte (52.). „(…) das hat er im Mittelfeld
auch laufen lassen. Und warum sollte er es dann pfeifen?!“, verteidigte der zum
zweiten Durchgang nun auch optisch mit einer (aus der zweiten Mannschaft
geliehenen) Kapitänsbinde ausgestattete Sommerneuzugang vom SC Sternschanze
sein vorgehen.
„Wir hatten vielleicht noch zwei, drei vier gute Strafraumaktionen, die man auch
hätte noch besser verwerten können“, wäre zum Beispiel bei einer von Schreiber
per Steckpass eingeleiteten Köster-Chance gegen den rettenden Vadim Saks gar noch
ein dritter WSV-Treffer möglich gewesen (68.).
Die Gastgeber blieben dagegen weitgehend ohne Ideen, das Walddörfer-Dickicht
gefährlich zu überwinden. Einzig, wenn der eingewechselte Tunay Demirci seine wendigen
Füße im Spiel hatte, versprühten die Roten so etwas wie Torgefahr. Exemplarisch
dafür, wie gut die Gäste in den entscheidenden Momenten aber immer wieder
hinter den Ball kamen, klärte Philipp Hentschke einen Saifatchine-Abschluss gerade
noch im richtigen Moment vor dem weißen Streifen (65.).
Ansonsten spielten die „auf dem Platz total positiven“ Allhorn-Kicker die
Angelegenheit komplikationslos nachhause, sodass sie nun als Tabellensechster
den punktgleichen Vierten aus Norderstedt empfangen. „Nach diesem Sieg auch auf
jeden Fall ein machbarer Gegner“, findet der Spielführer, der bis dahin
hoffentlich eine eigene Alternative zur mannschaftseigenen Schwarz-rot-gold-Binde
am Oberarm zur Verfügung hat: „Wir haben genug Qualität, um die zu schlagen.
Das ist auf jeden Fall klar und das sollte auch unsere Herangehensweise sein.“.
Walddörfer SV: Röndigs –
Addei, Duve, Bossen, Hentschke,
Hellwig – Nowak, Henne, Schönberg, Köster – Schreiber, eingewechselt:
Sander, Doberitz, Serge, Cabanillas Giglok, Trainer:
Janis Dulige & Felix Hagen
Tore: 0:1 Bossen (45.+1,
Strafstoßtor, Saks an Schreiber), 0:2 Schreiber (52.)
Schiedsrichter: Vin-Mika Albrecht
Zuschauer: 50
![]() |
| Überragende Figur des Nachmittags: Arthur Schreiber. |
Spielbericht HEBC 1.Ü40 - FTSV Altenwerder/FC Süderelbe 1.Ü40
Dem
Spielverlauf nicht „die richtige Richtung geleitet“
1:2
in Unterzahl: HEBC-Senioren ziehen im Kampfspiel den Kürzeren
Kein Befreiungsschlag vom Untergeschoss der Ü40-Oberliga für die Ü40 des HEBC,
blieb daheim gegen die Spielgemeinschaft FTSV Altenwerder/FC Süderelbe nur die
Rolle des zerknirschten Gratulanten.
Ein Szenario, das seinen Anfang in der 16. Minute erlebte, als Damian Voigt von
rechts die Ecke schlug und Nerijus Stonys die volle Breite seines Rückens zum
0:1 nutzte. Ärgerlich.
Mögliche Korrektur dessen bot sich bei einem vom Gegner verlängerten
Aksoy-Freistoß an, nur bekam Frank Jäger den Standard aus der Nahdistanz nicht
entscheidend verarbeitet. „Wir hätten klarer nach vorne spielen müssen und ich
persönlich hätte einfach das 1:1 machen müssen. Das hätte den Spielverlauf in
die richtige Richtung für uns leiten können“, trauerte der Alterspräsident
seinem Hundertprozenter nach.
Stattdessen bespielte der Aufsteiger aus dem Süden der Hansestadt den
angebotenen Raum über Stefan Janietz und Eugen Götz für den passenden
halblinken Abschluss durch Voigt zum 0:2-Halbzeitstand (33.).
Mit neuer Motivation aus der Pause gekommen, nahm Weiß die Aufholjagt jedoch
unverdrossen in Angriff, sodass Patrick Rückert ein Lebenszeichen in Form eines
Versuchs auf den sicher zupackenden Eugen Rusch sendete (38.). Ein Vorbote für
den nicht unverdienten Anschlusstreffer, den Sven Jantzen nach Jäger-Ecke und
Ünlü-Ablage mittig im Sechzehner besorgte (42.).
Ansonsten blieb es aber beim unruhigen Kampfspiel, auf das der Schiedsrichter
zu spät mit der nötigen Konsequenz reagierte. Entsprechend groß fiel der Groll
bei Jäger aus, als Mittelfeld-Abräumer Alpaslan Yildirim freilich in der Summe
verdient mit Gelb-rot von der Koppel musste (61.), Gäste-Akteur Rene Kluth für
eine ähnliche Ansammlung von Missetaten nur mit einer Verwarnung davonkam: „Der
Schiedsrichter hat heute grundsätzlich keine schwerwiegenden Fehler gemacht.
Nur, es ist immer ein bisschen schwierig, wenn auf der einen Seite schnell
gelbe Karten verteilt werden und auf der anderen Seite die gelben Karten nicht
gezogen werden. Auch, wenn es kleine Fouls sind, aber die Masse das dann
ausmacht. Und das beeinflusst das Spiel schon.“.
Positiven Einfluss für die Eimsbütteler hatte dagegen die nachlässige
Chancenverwertung des Vorjahrespokalfinalisten, der insbesondere durch Götz,
frei vor der heuer durch Christian Reichel gehüteten Kiste, den Deckel nicht
drauf machte (68.).
Sechs lange Nachspielminuten drückten die Hausherren noch einmal auf den späten
Punktgewinn, den der von Ünlü eingesetzte Florian John sogar aussichtsreich auf
dem linken Schlappen hatte. Knapp passierte das Kunstleder die Grundlinie auf
der falschen Seite des langen Pfostens, sodass der prosperierende Trend von
zuletzt zehn Zählern aus fünf Spielen wieder etwas an Dynamik verlor. „Egal,
wer morgens auf dem Platz steht – ob Spieler ausfallen oder nicht: Wenn wir als
geschlossene Einheit fungieren, können wir uns gegen jeden Gegner behaupten“,
nahm Jäger trotzdem „wie immer dasselbe Positive“ aus dem Match mit abermals
dünner Personaldecke mit. Schaden dürfte diese Marschrute auch beim nächsten
Kick-Off nicht, wenn auswärts bei Vize-Spitzenreiter Croatia ein „schweres
Spiel“ auf einem „sehr kleinen Platz, wo man sofort immer unter Druck steht,
sobald der Ball verloren geht“, ansteht. Doch: „Grundsätzlich fängt jedes Spiel
bei null an und hört irgendwann auf. Und bis dahin muss man das reinwerfen, was
man hat. Mir ist nie Bange, wenn wir gegen Vicky (Dauer-Dominator und wieder
aktueller Primus) spielen. Deswegen: spielen und gucken, was rauskommt.“.
Tore: 0:1 Stonys (16.
Voigt), 0:2 Voigt (33. Götz), 1:2 Jantzen (42. Ünlü)
gelb-rote Karte: Yildirim (HEBC,
61., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Jean Pierre Bley
(TuRa Harksheide)
Zuschauer: 15
Samstag, 29. November 2025
Spielbericht SC Sternschanze 1.A - SV Lurup 1.A
Die
Mentalität siegt
Kellerkind
SV Lurup macht enttäuschenden Schanze-2008ern den Garaus
Als Rudi Völler, damals Teamchef der Deutschen National-Elf, anno 2003 dem
TV-Journalisten Waldemar Hartmann nach dem mageren 1:1 auf Island live vor
Millionenpublikum die Meinung geigte, stand die Geburt Jungs aus Schanzes
U18-Landesligateam noch weit in den Sternen. Doch trotz der Lehre aus dem
ikonischen Weißbier-Interview, mit dem Wörtchen „Tiefpunkt“ eher vorsichtig zu
sein und nicht „alles in den Dreck zu ziehen“, bleibt dem neutralen Beobachter
nach dem desaströsen 2:4 gegen das Kellerkind aus Lurup irgendwie keine andere
Option.
Wer sich dem Dargebotenen dennoch positiv nähern will, könnte sich zumindest an
Kleon Lorenz´ Führungstor zum 1:0 hochziehen, nagelte der Offensivmann einen
Freistoß in Strafraumnähe passgenau unter das Quergebälk (10.), um nach einer
halben Stunde mit dem Gegner als Bande das zweite SCS-Hurra für den in der
Mitte richtig spekulierenden Janes Djau vorzubereiten. Freude bei Ex-Luruper Djau
über sein Tor, das Milo Götzes zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer im
Nachsetzen bei einem von Shivnath Arora parierten Roshanzada-Versuchs (15.)
wieder egalisierte.
Von den Spielanteilen her ein nicht unverdientes Zwischenergebnis, doch mit
erschreckenden Ungenauigkeiten im Passspiel und einigen falschen Entscheidungen
mit der Kugel am Fuß brachten sich die Wasserturmkicker jedoch um mehr Szenen,
wie eine geradlinig über links vorbereitete Djau-Schusschance aus der 40.
Minute.
Stattdessen ging gegen robust engagierte West-Hamburger zunehmend der Zugriff
verloren, sodass bereits zu Halbzeit das 2:2 in der Luft lag. Weil Alparslan
Kaya beispielsweise aber nur den Pfosten traf (41.), blieb es beim
Pausen-Vorsprung für Marineblau.
Um diesen war´s dann aber rasch nach dem Seitenwechsel geschehen, als ein
Einwurf auf links zu viel des Überraschungseffekts lieferte und Ali Roshanzada sein
Duell mit Till Steinfeld trotz der zunächst schlechteren Position mit Treffer
für sich entscheiden konnte (47.).
Schanze jetzt wieder voll gefordert, aber oft zu statisch oder ohne den Blick
für die einfache Lösung über den ballnahen Mitspieler.
So war es der Tabellenvorletzte, der den langen Leerlauf mit einem verfehlten
Abschluss durch Yonatan Kesete zu beenden wusste (74.) und damit nur andeutete,
was drei Minuten später geschehen sollte. Lang und länger segelte ein Freistoß
von links diagonal rüber zu Las Djalo, der kaum beachtet tatsächlich das
umjubelte 2:3 besorgte (77.).
Jeder gewonnene Zweikampf, jede gute Aktion setzte an diesem Samstagnachmittag
positive Energie bei den seit über zwei Monaten sieglosen Lurupern frei,
während die Schanzer weiter mit dem Kopf gegen die Wand liefen. Passend setzte
es kurz darauf den Bilderbuch-Konter zum 2:4-Endstand, den Roshanzada auf
Hereingabe des herausragenden Götze in der Mitte klar machte (80.).
Erst in der Nachspielzeit versprühte die spürbar frustrierte Heim-Elf durch
Halbchancen immerhin einen Hauch von Torgefahr, doch heute siegte das Team mit
der besseren Mentalität. Der Lohn des SV Lurup dafür: der Sprung über den
Abstiegsstrich auf Rang neun, wo man sich nun als Tabellennachbar des SCS (8.)
wiederfindet.
Tore: 1:0 Lorenz (10.,
direkter Freistoß), 1:1 Götze (15. Roshanzada), 2:1 Djau (30. Lorenz), 2:2
Roshanzada (47.), 2:3 Djalo (77.), 2:4 Roshanzada (80. Götze)
Schiedsrichter: Dr. Ahmed Sharaf (SC
Victoria Hamburg)
Zuschauer: 22
Spielbericht SC Sternschanze 1.Ü40 - Hamburger SV 1.Ü40
Unbestrafte
Passivität
Spiel
nach Führungstor eingestellt: Schanze trotzdem mit wichtigem Dreier
Gegen das Spitzenduo Croatia (0:5) und SC Victoria (0:7) zuletzt unter die
Räder geraten, hievte die 1.Ü40 des SC Sternschanze mit einem wichtigen
1:0-Heimsieg gegen Schlusslicht HSV wieder ein ordentliches Stück aus dem
unmittelbaren Gefahrenbereich der Oberliga 02.
Das goldene Tor des Tages hatten sich die Schanzenkicker zumindest zum
Zeitpunkt seiner Erzielung durchaus verdient. Ein Standard-Tor war es nämlich,
das den flüssigeren Spielvortrag mit dem 1:0 belohnte, als Johannes Jäkel den
Kopfball-Abstauber im Stile eines Torpedos aus einem Meter versenkte (13.).
Etwas zu genau hatte Edeltechniker Daniel Salvador Henning nämlich seinen
vorangegangenen Freistoß gegen das Aluminium gesetzt.
Danach schaltete der SCS seine Bemühungen jedoch auf ein kaum wahrnehmbares
Level zurück, sodass der HSV mit seinen durchschnittlich deutlich älteren
Akteuren zum klar aktiveren Team mutierte.
Problem dabei nur: die krankende Offensive, die nicht umsonst als die
Schwächste der Liga daherkommt. Jihad El Tahans Versuch parierte Valerian
Pagel, der den Fingerverletzten Christian Kossel im SCS-Tor vertrat (19.) und
Mike Lohse verfehlte knapp mit rechts aus zentraler Stellung (20.).
Verheißungsvoll gestaltete sich daher der Schanzen-Start in Durchgang zwei,
welcher erneut Jäkel in spitzwinklige Position zum abgewehrten Schuss spülte
(37.).
Ein Ereignis ohne echte Nachahmer, spielte sich das Geschehen unter der Leitung
des erst 14-jährigen Schiedsrichters in dessen erster Spielleitung eher
kampfbetont bis nicklig im mittleren Spielfelddrittel ab.
Zwei gute Ausgleichschancen sollten sich dem Vorjahres-Siebten dennoch bieten.
Zum einen verfehlte Lohse, als er den Fuß in einen Freistoß Arthur Langs hielt
(40.), zum anderen vermochte es auch Kollege Thomas Wesselow mit seinem
Flugkopfball nicht, für ausgeglichene Fakten zu sorgen (51.).
Und weil die folgenden 19 Minuten plus siebenminütiger Extrazeit keine
gesteigerte HSV-gefahr mehr hervorbrachten, beförderte Jäkels Haupt seine
Farben auf einen gar nicht so verkehrt klingenden achten Platz. Doch Obacht:
nur drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone schreien förmlich nach drei
weiteren im letzten Auftritt 2025 bei Blau-weiß 96 Schenefeld am nun folgenden
Sonntag.
Für die weiter sieglos ganz hinten eingereihten Rothosen geht es im
Norderstedt-Derby gegen TuRa Harksheide fast schon nur noch um lokale
Reviermarkierung als um ernsthafte Klassenerhaltsperspektiven.
Tore: 1:0 Jäkel (13.
Salvador Henning)
gelbe Karten: Montero – keine
Schiedsrichter: Laith Ilyas Gharib
(VfL Hammonia)
Zuschauer: 20
Freitag, 28. November 2025
Spielbericht SV Lieth - FC Union Tornesch II
Hilflos
Richtung Fahrstuhltür
Kein
Aufbäumen im Heimspiel: SV Lieth trudelt weiter abwärts
Man nehme die Bezirksliga West-Tabelle der letzten Winterpause und vergleiche
sie mit der aktuellen. Dezember 2024: Die SV Lieth um Torjäger Jan Lüneburg als
Tabellenvierter in Lauerstellung zur obersten Etage, während direkt dahinter
auch die Reserve von Union Tornesch ein ordentliches zweites 24er-Halbjahr (19
Spiele) hinter sich brachte.
Heuer hat Union als konstant inkonstantes Mittelfeldteam mit der Spitze aber
sogar noch mehr zu tun, als die im Sommer zwangsverjüngte Elf aus Klein
Nordende, deren letztes Heimspiel 2025 zum (vorläufigen) Saisontiefpunkt
avancierte.
Auf der „Festung Butterberg“, die für Gastmannschaften längst zum
Selbstbedienungsladen verkommen ist, sabotierte man die Bemühungen, den
verkorksten Derbyauftritt der Vorwoche gegen den Heidgrabener SV (1:4) wieder
geradezurücken, sogar selbst, als Moritz Schulz ein schwaches Wrage-Anspiel
nach außen auch im Nachsetzen nicht kitten konnte. Stattdessen verlagerte
Unions Bugrahan Almaz den unverhofften Ballbesitz rasch nach außen, wo Marvin
Schramm mustergültig in Jorge Westphals schön gekreuzten Laufweg servierte. Und
weil das Glück des rettenden Querbalkens selten auf Seiten einer sportlich seit
neun Partien (das umgewertete 2:5 in Quickborn mal mit einberechnet)
erfolglosen Elf steht, galt es wieder einmal, einem Rückstand die Stirn zu
bieten (9.).
Schwierig genug gegen massiv ihre Platzhälfte verteidigende Tornescher, denen
in ihrem 4-4-2 fast nur über Standards und hohe Bälle beizukommen war.
Max Lehmann (15.) und Ali Duman (35.) standen jeweils abfälschende Gegenspieler
im Weg, während Philipp Matthiessen nach einem Pott-Lapsus im Rückpass gerade
noch von Goalie Leonard Scharre abgegrätscht werden konnte (23.).
Und ob Jan Schiebuhr bei einem durchgerutschten Freistoß von rechts flanken
oder schießen wollte; man weiß es nicht (41.)…
Besser wurde es aus Sicht der Gastgeber auch im zweiten Abschnitt nicht. A.
Duman brachte einen Kopfball in Rücklage nur ansatzweise in Tor-Nähe (50.), die
Kapitän Matthiessen per Field Goal-Freistoß über den Zaun gänzlich abging
(51.).
Eine Spur zwingender dagegen die zuletzt gegen liether Konkurrenten aus dem
Tabellenkeller blamable Punktverluste erlitt. Denn nachdem Westphal von
halblinks vorbei löffelte (56.), leistete der 21-Jährige mit seinem
ergrätschten Ballgewinn gegen Lehmann den entscheidenden Impuls zu einer
teilweise Dublette des 0:1. Wieder leitete Almaz nach außen zu Schramm weiter,
der diesmal den völlig unmarkierten Kelmi Ceballo Romero im Sechzehner fand.
Den rechten Schlappen einfach reingehalten, war die Verdopplung der überaus
effizienten Kicker aus dem Torneum perfekt (57.).
Ohne Selbstbewusstsein und ohne spielerische Idee arbeiteten die Klein
Nordender in Folge hilflos gegen die eigene Formschwäche an, um dabei aber
nicht mehr über Halbchancen hinauszukommen. Am ehesten verdiente sich noch Matthiessens
spitzwinkliger Rechtsschuss nach immerhin mal kreativem Doppelpass mit A. Duman
(70.) eine textliche Erwähnung.
Die Herren in blau verlegten sich dagegen auf die unfallfreie Verwaltung des
Vorsprungs, der bei etwas mehr Genauigkeit jenseits der Mittellinie vielleicht
noch höher hätte ausfallen können. Aber auch so langte es zur Rehabilitierung
nach zuletzt sechs erfolglosen Spielen, zu denen neben den knappen Niederlagen
gegen das Keller-Duo aus Haseldorf (2:3) und Duvenstedt (3:4) auch das saftige
1:10 in Schnelsen gehörte.
Die SV Lieth hat dagegen – sofern der Wettergott will – am kommenden Freitag
beim Abstiegsgipfel in Haseldorf die letzte Chance, ein schwaches Jahr 2025 (24
Zähler aus 27 Begegnungen) zumindest außerhalb der Fahrstuhlplätze gen
Kreisliga zu garantieren.
Tore: 0:1 Westphal (9.
Schramm), 0:2 Ceballo Romero (57. Schramm)
gelbe Karten: M. Schuchhardt,
Behrens – Cornils
Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV
Seestermüher Marsch)
Zuschauer: 50
Dienstag, 25. November 2025
Spielbericht Holsatia im EMTV - TSV Seestermüher Marsch
Der
Fluch der guten Tat
Erst
Strafstoß-Verzicht, dann Führung verspielt: Holsatia verpasst Überraschung
79 Minuten lang voll auf Sieg-Prämieren-Kurs gewesen und am Ende trotzdem nur
mit einem Remis aus dem Match gegangen. Erstmals seit dem Personalcrash im
vergangenen Sommer und dem Verlust der beiden ersten Herrenmannschaften an die
SV Lieth griff Holsatia Elmshorn wieder konkret nach einem Dreier.
Im vorgezogenen Dienstagabend-Match gegen den TSV Seestermühe, dem bei
erfolgreicher Gestaltung seiner Nachholspielspiele ein Platz in der
Spitzengruppe der Kreisklasse 1 winkt, versteckten sich die durch einige
A-Jugend-Oberligaverstärkungen gepimpten Hausherren nicht. Samir Ehrenberg
abgefälscht an die Latte, untermauerte früh, dass die niederlagengeplagten
Holsaten heute mehr vorhatten, als den Sparringspartner zu geben (7.). Vor
allem, weil in den Nachwehen des direkt folgenden Eckballs Ryan Hinterthaner
eine echte Fackel aus der zweiten Reihe linksunten im Kasten des chancenlosen
Brian Averhoff unterbrachte.
Die Gestreiften also vorne, während der TSV nur schwer in die Gänge kam. Lukas
Rollauers ergebnislose Mischung aus Torschuss und Querpass (15.) verdeutlichte
die ausbaufähige Spielhaltung der Gäste, die in Minute 37 nur der Abseitspfiff
vor einem doppelt so hohen Halbzeitrückstand bewahrte.
Ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Schippmann-Elf war dagegen der
Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Erol Sayan (SSV Rantzau), nachdem Matthias
Stubben im eigenen Sechzehner gegen Holles Marques Schwarz per Grätsche zu
Werke ging (54.). Nach längerem, eindringlichen Dialog mit dem ehrlichen Schwarz folgte
jedoch die Korrektur vom Mann im Retro-Trikot: Ball gespielt von Stubben und Abstoß TSV Seestermühe! So
sammelt man Karma-Punkte, Herr Schwarz!
Und was gab es zur Belohnung? Den Ausgleichstreffer… Nach Flanke von rechts
konnte Holsatia-Fänger Sascha Minke Danny Hinz´ Versuch nur prallen lassen,
sodass der völlig aus den Augen verlorene Ömer Dogan frech zum 1:1 abstaubte
(60.).
Die Elmshorner ließen sich davon allerdings kaum beirren, agierten weiter
couragiert und holten sich den Vorspung tatsächlich per Standard zurück, als Tarik
Bjanes Freistoß lang und länger von links ins seestermüher Tor rutschte (68.).
Noch besser wurde es kurz darauf. Zwar verzog der auffällige Hinterthaner aus
zentraler Position (71.), um im nächsten Anlauf auf Schwarz-Zuspiel alles
richtig zu machen – 3:1 (74.)!
Die Geschichte des gerupften Tabellenletzten, der trotz Robin Hood im Gewand
der Nummer 9 die eigene Horror-Serie von nur einem Remis bei 13 Pflichtspielen
(zwölf) Niederlagen schien ihren Lauf zu nehmen, doch dann schickte der
eingewechselte Efe Zengin den Kollegen Dogan diagonal in den richtigen Raum für
das verkürzende 3:2 (79.), ehe auf Zengins Ecke D. Hinz entschieden zu frei im
Fünfer per Kopf auf 3:3 stellte (82.).
Enttäuschung bei Schwarz und Co, die diesmal nicht mehr die Körner zum großen
Rückschlag hatten. Stattdessen drohte bei einem Flipperspiel im Anschluss an
Stubbens Freistoß gar der gerechterweise nicht gefallene Dolchstoß zum 3:4
(85.).
Während die Jungs in den schwarzen Jerseys die total-Blamage gerade noch so
abwenden konnten und immerhin nur zwei Zähler für den Aufstiegskampf verloren,
brachte Holsatia nicht nur den zweiten Zähler der Spielzeit auf die Habenseite,
sondern versicherte sich auch, dass mit der kommenden Generation aus dem
2007er-Jahrgang durchaus etwas gehen kann.
Tore: 1:0 Hinterthaner
(7.), 1:1 Dogan (60. D. Hinz), 2:1 Bjane (68., direkter Freistoß), 3:1 Hinterthaner
(74. Schwarz), 3:2 Dogan (79. Zengin), 3:3 D. Hinz (82. Zengin)
gelbe Karten: keine – Zengin
Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 15
Sonntag, 23. November 2025
Spielbericht FC Alsterbrüder IV - Grün-weiß Eimsbüttel IV
Die
Felix-Crew beherrscht Pflicht und Kür
Auf
eisigem Geläuf: GWE-Vierte weist Alsterbrüder IV klar in die Schranken
Spielausfall über Spielausfall im HFV-Gebiet, doch auf dem Walter-Wächter-Platz
frönten 22 Männer in kurzen Hosen am Sonntag dem Ballsport im Schlittschuhstil –
mit dem besseren Ende für die im Vorfeld favorisierte Elf Grün-weiß
Eimsbüttels.
Durch Maximilian Sens und dessen Treffer (22.) schon zur Pause mit 1:0 vorne, erwischten
die Gäste im Vergleich der Viertvertretungen den perfekten Start in den zweiten
Abschnitt, als Niklas Paskert über links für Felix Lüllemann vorbereitete und
dieser zentral vor dem Tor mühelos auf 0:2 stellte (47.).
Nach Ecke eines weiteren Felix (einer von vieren auf Seiten GWEs), nämlich Robbers,
von rechts, lenkte Michael Störtkuhl das Leder gar zum 0:3 ins eigene Gehäuse
(64.).
Doppelt ärgerlich für den FCA, der in dieser Phase endlich etwas besser in die
Partie kam und durch eine gute Doppelchance für Frederic Cousin und Yannik
Müller im Nachsetzen auch durchaus Gefahr ausstrahlte (55.).
Fynn Trautvetters 1:3, das Nicola Pejica per Ballgewinn und Querpass auf den
zweiten Pfosten willensstark inszenierte, brachte den Drittletzten der Kreisklasse
11 jedoch wieder ein bisschen heran (75.).
Die heiße Schlussphase aber sollte hier entfallen. Nicht nur, weil dem FCA insgesamt
die Mittel fehlten, spielerisch ins Angriffsdrittel vorzustoßen, sondern auch,
weil diesmal zwei Felix´ gemeinsame Sache zum 1:4 machten. Und etwas Glück,
dass Verteidiger Moritz Kloster an Rundens Lupfer vorbeisäbelte, war auch noch
mit dabei. Lüllemann freute es, sodass der Rechtsfuß wiederum mit dem feinen Heber
vollendete (84.).
Die Frage nach dem Sieger damit vorzeitig geklärt; nur die Höhe blieb noch
offen, zumal die geschlagenen Alsterbrüder noch einmal über Henri Wormuths rechte
Seite anschlitterten. Auf Eingabe des Eingewechselten fetzte Marc Gielnik nur
GWEs Veteranen Peter von Elm (62) ab, ehe Pejica die Mega-Nachschusschance neben
das Ziel setzte (89.).
Somit blieb es beim 4:1-Auswärtserfolg, der die Felix-Crew mit ihren Kollegen
erstmal auf Rang sechs hievte. Nächste Woche geht es nun zur neuntplatzierten
Reserve von Union 03. Die heuer zu harmlosen Alsterbrüder begehen ihren
Rückrundenauftakt erneut daheim gegen Teutonia 10 II.
FC Alsterbrüder IV:
Unger-Riedner – Chan, Hilgefort, Pejica, Ebersberger – Cousin, Störtkuhl –
Witteczek, Golan, Müller – Trautvetter, eingewechselt:
Kloster, Gielnik, Wormuth, T. Schulze, Spielertrainer:
Malte Wegener
Tore: 0:1 Sens (22.), 0:2 Lüllemann
(47. Paskert), 0:3 Störtkuhl (64., Eigentor, Robbers), 1:3 Trautvetter (75.
Pejica), 1:4 Lüllemann (84. Runden)
gelbe Karten: keine – Engeldinger,
Lüllemann
Schiedsrichter: Michael Vega
(Eintracht Norderstedt)
Zuschauer: 5
Freitag, 21. November 2025
Spielbericht SV Lieth - Heidgrabener SV
Schümann
zerstört den Krenzk-Effekt
An
allen Derby-Treffern beteiligt: Torjäger glänzt gegen kriselnde SV Lieth
Einige Spielausfälle, nicht nur in der Bezirksliga 01, zum dritten
Novemberwochenende. Und obwohl die Gäste aus dem Nachbarort vor Anpfiff nicht
so richtig von der Bespielbarkeit des eisigen Klaus-Waskow-Platzes überzeugt
waren, verpasste der Heidgrabener SV dem Lokalrivalen eine echte Rutsche.
Mann des Tages dabei einmal mehr: Dauer-Torjäger Philippe Schümann, dessen
Beutezug am Freitagabend erst auf dem dritten Bildungsweg begonnen hatte. Eine
Ecke von Samuel Karul vermochten die Liether gleich mehrfach nicht entscheidend
zu klären, sodass Daniel Meyer die Kugel noch einmal in die Gefahrenzone lupfen
konnte. Sebastian Stapel mit der Kopfballablage und schon war Schümann per
Direktabnahme gewohnt zielsicher zur Stelle (14.). Proteste, dass Schlussmann
Luca Von Der Heide in der Entstehung etwas von Kirill Shmakov gerempelt wurde
und jeweils zweimal knapp die Abseitsfahne unten blieb, ließen das Gespann um
Alexander Nehls (SC Eilbek) kalt. – Oder doch nicht? Denn als Jan Schiebuhr
drüben nach Traumpass Ben Kellners den Kontakt mit Shmakov suchte, zögerte der
Pfeifenmann keine Sekunde, um Philipp Matthiessen die prompt genutzte Ausgleichschance
vom Punkt zu weisen (16.).
Für diejenigen aus dem zahlreich erschienenen Publikum, die diese Spielepisoden
verpasst hatten, sollte es in der Folge kaum verständlich sein, dass dieses
weitgehend unstrukturierte Gebolze tatsächlich schon zwei Tore hervorbrachte. Einzig
Schümann sorgte mit toller Ballmitnahme und sofortigem Linksschuss für ein
vorbei rauschendes Geschoss (18.).
Fast verzweifelt wirkten da fehlkalibrierte Versuche von Ali Duman aus 40 Metern
(30.) und erneut Matthiessen aus deren 25 (32.) auf der anderen Seite.
Immerhin aber winkte der SVL nach fünf sportlichen Niederlagen in Serie bei
diesem Spielstand wieder einmal Zählbares.
Ein wenig wie aus dem Nichts rückte dies dann aber wieder in weite Ferne, als
sich Mats Jonah Behrens bei einem Brinke-Einwurf völlig unnötig auf einen
Ringkampf mit Schümann einließ (42.). Den Vorjahrestorschützenkönig zwar an der
Kopfballverlängerung gehindert, aber ihn gleichzeitig zum platzierten 1:2-Strafstoßtor
eingeladen: so geht „verschlimmbessern“!
Fast mit dem Halbzeitpfiff das große Aufatmen der Gastgeber: Einen offensiven
Ballverlust des Gegners zum fixen Umschalten genutzt, wuselte sich A. Duman überragend
im Sechzehner zum Querpass durch, doch aus lediglich vier Metern schob
Schiebuhr das Leder blamabel am 7,32m breiten Gehäuse vorbei (45.+2)…
Und so kam es schließlich, wie es trotz der nimmermüden Durchhalteparolen von
Präsident und Stadionsprecher Bo Hansen („Die Löwen werden sich das Ding in der
zweiten Hälfte ziehen!“) kommen musste. Direkt nach dem Seitenwechsel gerade
noch rechtzeitig vom Kontrahenten abgelaufen (46.), beteiligte sich Schümann
abermals entscheidend an Zählbarem. Diesmal leitete er einen schwachen D.
Duman-Kopfball mit nur einer Berührung vertikal zu Sturmpartner Meyer weiter, ehe
der ehemalige Egenbütteler den orientierungslos düpierten Behrens zum 1:3
stehen ließ (52.).
Der Effekt des Trainerwechsels vom zugriffslosen Rudolf Hock-Kutscher zu Guido
Krenzk schien auf Seiten der SV Lieth bereits nach etwas mehr als einer
Halbzeit verpufft. Die Verunsicherung hatte der einstige Zepterschwinger von
Cosmos Wedel seiner neuen Elf jedenfalls (noch) nicht nehmen können.
Symptomatisch dafür setzte A. Duman seinen aussichtsreichen Freistoß völlig
uninspiriert in die Mauer, aus der sogar der direkte Konter entsprang. Die
Abwendung des 1:4 war letztlich einzig Luca Albers gerade noch erfolgreiches Eingreifen
im Laufduell der Eingewechselten gegen Jason Urban zu verdanken (75.).
Fallen sollte es aber dennoch. Diesmal krönte Christoph Ketelhohn seinen
eigenen ballgewinn gegen passive Klein Nordender per Doppelpass mit Schümann
und dem coolen Abdruck vor dem luftig verteidigten SVL-Kasten (82.).
Eine noch höhere Derby-Schmach blieb der Elf vom Butterberg zwar in den letzten
Momenten noch erspart (Schümann in Rücklage drüber, 84.), doch die
Tabellenrealität von Abstiegsplatz 14 und vor allem das espritlose Auftreten
auf dem Platz geben derzeit kaum Raum zur Hoffnung auf eine bessere
Saisonphase.
Der HSV festigte dagegen seine leistungsgerechte Mittelfeldposition. Hinten im
Kollektiv diszipliniert und vorne Schümann: Solidität made in Heidgraben!
Tore: 0:1 Schümann (14.
Stapel), 1:1 Matthiessen (16., Strafstoßtor, Shmakov an Schiebuhr), 1:2
Schümann (42., Strafstoßtor, Behrens an Schümann), 1:3 Meyer (52. Schümann),
1:4 Ketelhohn (82. Schümann)
gelbe Karten: keine – Wolf, Samuel
Karul
Schiedsrichter: Alexander Nehls (SC
Eilbek)
Zuschauer: 110
Sonntag, 16. November 2025
Spielbericht SC Condor Hamburg 1.C - HEBC 2.C
Flutlichtgeneralprobe
geglückt
HEBC-C2
macht die vierte Pokalrunde klar und fiebert dem Derby entgegen
„Pflichtaufgabe mit Bravur gemeistert“, zog Nikola Jovic ein insgesamt wohlwollendes
Fazit zum Pokal-Drittrunden-Auftritt seiner HEBC-2012er, obwohl der Oberligist
zu Gast beim Bezirksliga-Tabellenführer SC Condor noch „Luft nach oben“ ließ.
„Wir hatten fünf bis acht schöne Spielzüge dabei. Wir als Trainer würden uns
allerdings mindestens 20 wünschen.“.
Nach dem Aus des Ligakonkurrenten SC Poppenbüttel beim SV Groß Borstel
(Bezirksliga) am Vortag waren die Eimsbütteler gewarnt: „Das zeigt, dass die
Motivation bei klassentieferen Team immer hoch ist. Es kann also schwer werden,
wenn man die Tore nicht macht. Das haben die Jungs sehr gut gemacht und nach
circa 8 Minuten klare Verhältnisse geschaffen. Diese Challenge wurde zumindest
angenommen und bewältigt.“. Tatsächlich legte der Favorit gleich druckvoll los,
sperrte die Raubvögel quasi im Käfig des eigenen Strafraums ein. Vor allem der
wendige Liam Düring stellte die Hausherren mit seiner außergewöhnlichen
Ballbehandlung immer wieder vor schier unlösbare Defensivaufgaben. Und trieb
der Neuzugang vom USC Paloma sein Unwesen nicht in der Parzelle, probierte er
aus der zweiten Reihe, womit der Torreigen in Minute zwei aus halblinker
Hochschussposition prompt eröffnet war.
Kaum erhöhte Joshua Appiah auf Zuspiel Momme Wietzke (6.) und im Anschluss an
einen Manneh-Ballgewinn mit anschließender Düring-Weiterleitung (8.) auf 0:3,
deutete sich eine zweistellige HEBC-Gaudi an.
Nur ging den Ballspielclubberern fortan etwas die Zielstrebigkeit ab. Hier und
da ein Ballkontakt zu viel – dort ein Abschluss zu wenig. Mäkeln auf erhöhtem
Niveau, schickte Düring in Minute 16 ganz Farmsen ins Karussell, um schließlich
flach mit links auf 0:4 zu stellen.
Nach einer rund viertelstündigen Auszeit, während der der SCC durch Ariyan
Alshekhee immerhin einmal für Beschäftigung des sonst in Kältestarre
verharrenden Mats Hagelstein sorgte (24.), bemühte sich das Team in weiß, der
folgenden Halbzeitansprache etwas mehr Milde zu verleihen. Geraud Azanmasso zweimal
aus der Ferne (26. & 27.), Düring gegen den Querbalken (33.) und knapp
vorbei (34.), sowie Sharthak Gurung gegen den Goalie (35.+1), verpassten, was
bis zum Pausenpfiff Muhamadulamin Manneh vorbehalten blieb: ein erfolgreicher
Abschluss aus günstiger Strafraumposition (30.).
Viel Spektakuläreres spielte sich vor dem reichlichen Gäste-Anhang (Jovic:
„Heute war die Unterstützung der Eltern wieder grandios!“) im zweiten Abschnitt
nicht so recht ab. Vereinzelte Chancen scheiterten an der fehlenden letzten
Tor-Gier oder dem zu kalter Sonntagabendstunde warm geschossenen Adrian Mann
zwischen den Condor-Pfosten (46. & 62.), bis sich Außenakteur Azanmasso von
halblinks mit dem passenden Abdruck zum 0:6 für seinen engagierten Auftritt
belohnte (63.). Etwas mehr Kreativität bei der Auswahl der Schussrichtung und
es wäre gar ein Doppelpack geworden (67.).
So aber war der Schlusspunkt durch den eingewechselten Mats Hoppe gesetzt, als
dieser eine Düring-Ecke von rechts am langen Pfosten fachgerecht verwertete (65.).
Während die (selbsternannte) Expertenschaft noch über den klar verfehlten „X-Goals-Wert“
der Eimsbütteler diskutierten, richtete Jovic bereits den Scheinwerfer gen
nächstes Wochenende, wenn am Samstag – wieder um 17.30 Uhr – der ungeliebte
Eimsbütteler TV zum Derby am Reinmüller aufläuft. „Zumindest haben wir uns
heute unter Flutlicht am Abend erneut ausprobiert. Das kommt am kommenden
Wochenende erneut auf uns zu im Derby. Es wird eine höhere Intensität sein und
wir werden uns richtig gegenseitig pushen müssen. Die Atmosphäre wird
vergleichbar sein mit einem HEBC Herren-Ligaspiel. Das wird ein schöner heißer
Tanz. Solche Spiele sind aber toll. An solche Momente erinnert man sich lange, wenn
sie denn positiv gestaltet werden“, so die Vorschau auf den siebten
U14-Oberligaspieltag
Tore: 0:1 Düring (2.), 0:2 Appiah (7. Wietzke), 0:3 Appiah (8.
Düring), 0:4 Düring (16. Manneh), 0:5 Manneh (30. Düring), 0:6 Azanmasso (63.),
0:7 Hoppe (65. Düring)
Schiedsrichter: Jürgen Richter (TSC Wellingsbüttel)
Zuschauer: 60
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