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Samstag, 28. Februar 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SV Eidelstedt 1.A

Antwort per Abstauber
Verdienter Heimsieg! Holsatia-2007er schlagen den Tabellenzweiten

Ganze 14 Zähler holte die Elf des des SV Eidelstedt – immerhin Vize-Spitzenreiter der U19-Oberliga – bislang mehr, als Holsatia Elmshorn. Ein Qualitätsunterschied, den die Holsaten im direkten Duell zum Jahresstart 2026 allerdings gekonnt ins Gegenteil umkehrten.
Von Beginn an waren sie es nämlich, die den Spielverlauf diktierten, um im letzten Drittel dann aber noch zu oft die schnelle Entscheidung am Ball zu scheuen. Ein Ehlers-Freistoß, der linksunten vorbei zischte (10), blieb daher erstmal das Höchste der konkreten Offensivgefühle.
Dann aber war es wieder ein ruhender Ball, den der SVE zuvor unnötig verursacht hatte, der Luca Joneleit die ideale Gelegenheit dazu gab, sich im Sechzehner zum erlösenden Kopfballtor hochzuschrauben – das 1:0 (20.)!
Und es wäre noch mehr möglich gewesen, durch den 17er, der per Steckpass vor die Kiste geschickt wurde, um dort allerdings etwas zu unplatziert an Goalie Jan Mendez zu scheitern (27.).
Ohnehin waren es die tiefen Läufe, die gegen eher geschwindigkeitsarme Eidelstedter Gefahr stifteten. So auch, als Erik Johänning, von rechten Schiene aus, seine Endstation per Heber über den Kasten im Strafraum fand (38.).
Noch knapper ging es kurz vor der Pause beim fleißigen aber glücklosen Ryan Hinterthaner zu; Pfosten aus halbrechter Schussposition (45.)!
Reichlich Dusel also für den SV Eidelstedt, dessen Angriff auf die vorübergehende Tabellenführung bis in den zweiten Abschnitt hinein nicht über verwegene Halbchancen hinauskam.
Daher durchaus überraschend stellten die Gäste, bei denen die Hereinnahme des wegen Zuspätkommens erstmal auf der Bank gelassenen Nidal Clubani über links sichtlich mehr Schwung brachte, früh im zweiten Abschnitt auf 1:1. Eine Ecke von Jannis Kupas hatte für ordentlich Chaos im Holsatia-Strafraum gesorgt, wo Kapitän Mads Heienbrock trotz verhaltener Handproteste des Gegners den Gleichstand erstocherte (53.).
Das Team, das ab dem kommenden Sommer nahezu komplett (inklusive Neuzugänge) als erste Herren für neuen Glanz an der Wilhelmshöhe sorgen will, bewies heute zumindest schon mal echte Nehmerqualitäten; ließ sich vom Ausgleich nicht irritieren. Stattdessen kam Hinterthaner, erst von Léonel Brüser abgefälscht (58.), dann per Freistoß ans Alu (59.), zu guten Gelegenheiten, den Vorsprung wieder zurückzuholen, ehe er auch in Minute 69 durch Zuspiel von Tarik Bjane zum Abschluss kam. Diesmal stand der eingewechselte Justus London im Weg – mit dem Unterschied, dass mit Joker Mohamed Kasem der richtige Mann an der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt für das 2:1 im Nachsetzen bereitstand! Da half auch alles Schimpfen des Schlussmannes wegen einer möglichen Abseitsposition im Vorfeld nichts…
Gut für London und seinen SVE dagegen, dass im nächsten (gewonnenen) Duell gegen Hinterthaner kein Elmshorner zum Abstauber bereitstand (71.).
Es blieb also bei der knappen Führung, gegen die die Furtwegler auf den letzten Metern nochmal anarbeiteten. Obwohl Holsatia dabei meist die entscheidenden Zweikämpfe für sich entschied, blieb Gelb-blau zum Beispiel per Kupas-Freistoß gefährlich (73.).
Mit ihrem besten Spielzug das Tages über die Stationen Clubani, Masaud und Tengg erhielt der scharf im Zentrum angespielte Jakob Qazi eine letzte Ausgleichschance, die Vorbeigrätschen aber zur Erleichterung des verdienten Siegers ungenutzt blieb (90.+1).
Das letzte Jugend-Halbjahr der Mannen von Trainer Bent Vieth, dessen Amtszeit die Dekadenmarke längst überschritten hat, begann also gleich mal mit einem Ausrufezeichen, dem bereits am kommenden Freitag im zweiten von drei Heimspielen in Serie die Fortsetzung gegen die SV Halstenbek-Rellingen folgen soll.  

Tore: 1:0 Joneleit (20. Hinterthaner), 1:1 Heienbrock (53. Kupas), 2:1 Kasem (69. Hinterthaner)

gelbe Karten: Hochschild, Bjane, Ehlers – Santos Caseiro, Agbobli-Dougno

Schiedsrichter: Marcel Münster (TSV Gut Heil Heist)

Zuschauer: 40