Sonntag, 12. April 2026

Spielbericht SV Lieth II - TSV Holm

Sieg verschwindet in erfolgsvernichtenden Höhen
Späten Matchball nicht genutzt: SV Lieth II bleibt unterm Strich hängen

Mit dem Kellerduell Letzter gegen Vorletzter beschlossen die Zweite der SV Lieth und der TSV Holm Spieltag 25 der Kreisliga 01 mit dem wohl klischeehaftesten Ergebnis: 0:0.
Obwohl der Tabellenletzte aus Holm die Begegnung in den Anfangssequenzen durchaus druckvoll anging, spielte sich das wenige Erwähnenswerte einer weitgehend verkrampften Partie meist im Angriffsdrittel der Liether ab. Besonders die tiefen Zuspiele Michel Ahlers´ bereicherten das trostlose Geschehen, wie im Falle eines Balles hinter die TSV-Kette, wo Finn Struve nur knapp über das Gehäuse zielte (8.).
Ebenfalls hoch kam eine Ecke von links auf den aufgerückten Kilian Weers geflogen, doch mit der Platte lassen sich nur selten Kopfballtore erzielen (29.)…
Und wenn es – wie bei einem clever angeschnittenen Homburg-Freistoß – im Einlaufen zu überraschend wird,  kommt beim kantigen Außenverteidiger mit Bezirksligaexpertise halt auch kein goldener Schuss heraus (42.).
Das Bemühen um jenen fiel jedoch auch den Gästen schwierig, segelte Henri Poppenborgs Linksschuss übers Ziel hinweg (36.), ehe der eingewechselte Torben Mentz ein Strafraumgestochere mit dem Versuch ins Außennetz beendete (50.).
Ansonsten ging es eher um Fehlervermeidung und den teils schwierigen Beziehungsstatus zum Spielgerät – bis die etwas frischer wirkenden Liether in der Schlussphase bei größer werdenden Räumen nochmal etwas mehr investierten.
Und tatsächlich servierte Florian Ballner seinem Einwechselkollegen Michel Cords per Diagonalball die wunderbare Siegchance in den Lauf, überhastet jagte der 22-Jährige das Leder aber in erfolgsvernichtende Höhen (90.+1), sodass die torlose Punkteteilung einzig dazu taugte, den Moorreger SV auf den vorletzten Platz zu verweisen. Durch die teils drei mehr gespielten Duelle als die Konkurrenz beläuft sich der virtuelle Rückstand auf den TSV Heist am rettenden Ufer allerdings etwas Höher als nur auf einen Punkt. Die SVL-Reserve (17 Punkte) ist nun immer wieder zum Daumendrücken verdammt – zum Beispiel für den SC Cosmos Wedel, der am kommenden Dienstag beim TSV Holm (14) gastiert.
Das nächste eigene Eingreifen muss dagegen bis Freitag warten, wenn es zum zweitplatzierten Rissener SV geht.

Tore: Fehlanzeige

gelbe Karten: H. Homburg, Ahlers, Weers – Hermann, Ludwicki, Milzarek

Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 45


Spielbericht TV Haseldorf II - Holsatia im EMTV

Vorentscheidung gegen die rote Laterne?
Erster Heimsieh der Saison: „Schrottico“ geht wieder an die Büffelherde

Ein halbes Jahr ist es her, dass die Reserve des TV Haseldorf doch spürbar erleichtert den 6:2-Auswärtserfolg bei der damals (noch) punktlosen Elf von Holsatia Elmshorn einfuhr. Nicht einen einzigen Punktgewinn durfte die Büffelherde seither feucht-fröhlich bejubeln – bis heute!
Denn kaum erblickten die Schloßpark-Kicker Männer aus Elmshorn in blau-weiß-rot, lief es wieder wie geschnitten Brot.
Denn kaum hatte die Kontrahage der punktgleichen Schlusslichter begonnen, waren die Hausherren aktiver bei der Sache. Nur der zwingende Abschluss gehörte erstmal (noch) nicht auf die Speisekarte.
Apropos Karte: nur knapp war Holsatia nach gut einem Viertel der Spielzeit einem Platzverweis entgangen, räumte Elias Khalaf den pfeilschnellen Phil Mohrdieck im Duell der Leihgaben – Herren-Bezirksliga gegen U19-Oberliga durchaus notbremsenverdächtig ab. Schiedsrichter Torben Steenfatt beließ es bei der Verwarnung – Glück gehabt! Galt aus Gäste-Sicht auch für Mohrdiecks Linksschuss, der nur hauchdünn am Torwart-Eck vorbei sauste (29.).
Und wie der Fußball nun mal so spielt, landete Holsatias erster echter Abschluss flugs im Kasten, als Halil Sinecek einen dritten Ball nach Ecke von rechts aus dem Rückraum versenkte (31.). Ein Schuss, den Manuel Neuer wahrscheinlich gehabt hätte…
Doch auch ohne einen mehrmaligen Welttorhüter zwischen den Pfosten bekam der TVH das Ding gebogen. Als Initialzündung fungierte dabei Finn Wichmanns beherztes Solo mit ebensolchem Abdruck aus der Distanz (41.). Goalie Pieth Kruse noch dran, aber das reichte nicht – 1:1!
Dank Mohrdiecks langer Hereingabe von rechts und dem kontrollierten Rechtsschuss, den der richtig eingerückte Mahziyar Sabzipour flach einlochte, war sogar noch vor dem Halbzeitpfiff der nicht unverdiente Führungstausch gelungen (45.+1).
Holsatia, mit diesem Spielstand auf dem alleinigen Rücksitz der Kreisklasse 01, bemühte sich im zweiten Abschnitt um Besserung, musste sich aber erstmal bei Kruse und dessen Fußabwehr (71.) bedanken, dass der dritte Gegentreffer hier ebenso nicht fiel, wie bei einem hohen Ding, das von linksaußen im hohen Bogen auf die Latte plumpste (74.).
Nur Augenblicke danach dann aber doch das 3:1, weil wieder Mohrdieck trotz Fußkontakt von Gegenspieler Shawn Patschan auf den Beinen blieb und zentral mit links ins rechte Tief-Eck abzog (75.).
Eine weitere Hiobsbotschaft traf die Krückaustädter in personeller Form. Zwar schlug sich David Posts rote Karte wegen der ungebührlichen Ansprache eines Gegenspielers zwar nicht in der Spieleranzahl nieder (der Sünder war bereits ausgewechselt), doch Sportgerichtssperre und Strafgeld winken nun in der kommenden Verhandlungswoche…
Die übrigen Kollegen bastelten derweil fleißig am Anschlusstreffer. Vor allem der eingewechselte Ryan Hinterthaner brachte mit seiner Symbiose aus Technik und Robustheit neue Perspektiven ins Spiel. Doch auch der A-Jugendliche vermochte es nicht, seine Farben ins Spiel zurückzuschießen (81.).
Ein Unterfangen, das auch Kollege Jasper Löw nicht gelang; weder als diagonaler Vorbereiter für Fabijan Kober (83.), noch als direkter Freistoßschütze (90.+3).
Ein gebrauchter Tag für die zuletzt definitiv verbesserten Holsaten, denen durch diese Niederlage wohl der letzte Platz im Endklassement blühen wird. Vielleicht aber halten die verbliebenen vier Partien aber noch den einen oder anderen Überraschungspunktgewinn bereit.
So haben sie eben alle ihre kleinen und großen Wettbewerbe…

Tore: 0:1 Sinecek (31.), 1:1 Wichmann (41.), 2:1 Sabzipour (45. Mohrdieck), 3:1 Mohrdieck (75.)

rote Karte: Post (Holsatia, als bereits ausgewechselter Spieler, 77., Beleidigung)

Schiedsrichter: Torben Steenfatt (SV Hörnerkirchen)

Zuschauer: 45


Samstag, 11. April 2026

Spielbericht TSV Büsum II - 1. FC Wittbek

Tagestouristen bleiben im Rennen
TSV Büsum II zerlegt: Aufsteiger 1. FC Wittbek bleibt erweiterter Verfolger

Busreisende sind am Nordseestrand von Büsum freilich nichts Besonderes und vor allem gerne gesehene Gäste. Mit dem 1. FC Wittbek samt supportiver Entourage fuhr am Samstagvormittag jedoch ein Tross vor, der sich keineswegs als generöser Lieferant von Zählbarem gerierte.
Zu jubeln hatte die fröhliche Reisegruppe aus dem husumer Umland zunächst allerdings wenig. Kevin Kleins beherzten Lauf über rechts finalisierte der quer angespielte Nils Ehlers per Direktschuss in die linke obere Ecke zum 1:0 für die hiesige TSV-Reserve (3.), woraufhin es mit getauschten Rollen fast die Verdopplung gegeben hätte, nur tauchte FC-Fänger Kim Albrecht diesmal rettend ab (7.).
Auch dank eines frühen Personalumbaus gewann der Tabellenfünfte zunehmend an Sicherheit, woran der Gegner ebenfalls nicht unbeteiligt war. So war es erst ein Ballverlust der sechstplatzierten Büsumer und dann Henry Pammers Bauchklatscher im eigenen Sechzehner, wodurch Lennart Ingwersen das 1:1 per Abstauber serviert bekam (14.).
Die Partie daraufhin mit klarer Schlagseite in Richtung TSV-Tor. Und das, obwohl Rot-weiß gegen eine immer wieder auffrischende Briese anzuspielen hatte.
Zahlreiche Gelegenheiten, wie Tade Clausens Scheitern an Fußabwehr Thomas Schönns (35.) oder Niclas Grigoleits Alu-Treffer bei der fälligen Ecke, blieben aber wiederholt ungenutzt.
Ein Zustand, den sich wiederum der TSV Büsum nicht zu Nutze machte, als Pammer im Umschalten die mittige Einschussposition auf Zuspiel Jan Jacobs´ in Rücklage vergeigte (30.).
Eine Beschreibung, die sich nach dem Seitenwechsel auf die gesamte Vorstellung der Hausherren übertragen ließ. Nichts ging mehr, während Ludger Thoms seine Wittbeker mit dem Wumms nach schöner Ballmitnahme flach zur verdienten Führung schoss (57.). Zu halten war der umtriebige Torjäger daraufhin fast nur noch auf regelwidrige Weise, was Pammer nur durch den altersmilden Schiedsrichter am Notbremsen-Rot vorbeischrammen ließ (60.). Weil Thoms den anschließenden Freistoß höchstpersönlich, an der Mauer vorbei, ins niedrige Eck zirkelte (61.), wich der Gäste-Groll darüber allerdings rasch der Freude über die 3:1-Auswärtsführung, deren Ausbau Bastian Reinholds segelnder Ball an den Pfosten durchaus in den Bereich des Möglichen rückte (68.).
Besser lief es für den fleißigen „44er“ als klassischer Strafraumvollstrecker, verwertete er einen verlängerten Hähling-Einwurf zum 1:4 (72.), um sieben Minuten vor Ultimo noch den Doppelpack geschenkt zu bekommen. Kollege Lukman Hared legte nach seinem Ballgewinn gegen den letzten Büsumer und freier Fahrt aufs leere Tor nämlich ganz altruistisch für den jetzigen Vize-Torschützenkönig der Kreisklasse B-West-1 (12 Tore) hinter Mitspieler Thoms (23) ab – die vorzeitige 1:5-Endnote (83.)!
Fünf Partien vor Saisonende hat der längst gesicherte Aufsteiger, der neben dem Heimspiel gegen die SG Norderhamme II noch die Duelle gegen die vier untersten Teams der Zwölferkonkurrenz vor sich hat, sogar noch die Außenseiterchance, Rang zwei und damit die Quoten-Aufstiegstabelle zur Kreisklasse A anzugreifen (sieben Zähler Rückstand). Die reisefreudigen Fans hätten es auf jeden Fall verdient!

Tore: 1:0 Ehlers (4. Klein), 1:1 Ingwersen (14.
Thoms), 1:2 Thoms (57. Clausen), 1:3 Thoms (61., direkter Freistoß), 1:4 B. Reinhold (72. Thoms), 1:5 B. Reinhold (83. Hared)

gelbe Karten: Pammer, Dietschke – Hensen, B. Reinhold

Schiedsrichter: Fred Uken (TSV Friedrichskoog)

Zuschauer: 60



Mittwoch, 8. April 2026

Spielbericht TSV Sparrieshoop - TuS Borstel-Hohenraden

Mehrfach-Starthilfe nicht genutzt
TuS Borstel lässt verdiente Big-Points im Abstiegskampf liegen

Mit bockstarken 14 Punkten boxte sich die sieglos ins neue Jahr gegangene Elf des TuS Borstel-Hohenraden in 2026 eindrucksvoll aus der Abstiegszone. Zu Gast beim unter Wert geschlagenen Mittelfeldteam des TSV Sparrieshoop, war für das Ex-Schlusslicht am Mittwochabend allerdings nichts zu holen.
Chancenlos gestaltete sich die Auswärtsniederlage dabei im wörtlichsten Sinne keineswegs.
Rafael Carrasquiera Alves und Okan Yumut scheiterten bei ihrer Doppelchance jeweils an TSV-Fänger Lukas Hannemann (17.), Özay Alasan versenkte seinen Eckstoß fast direkt, woraufhin Yumut den freien Nachschuss aus vier Metern drüber bolzte (19.) und auch Patrick Jordao Valadares erwischte in Uwe Seeler-Manier nur die Querlatte (33.). Eine kleine Auflistung, die nur die Spitze des borsteler Chancen-Eisbergs widerspiegelt.
Ganz anders dagegen die Herangehensweise der Mannen in weiß-schwarz, die gleich mit dem ersten offensiven Erscheinen das 1:0 durch den zentral einschiebenden Leon Diedrigkeit markierten (13.).
Ein nennenswerter Fehölschuss sollte auch dem 2:0, das Len Pankraz mit Überzeugung aus dem Hintergrund erzielte, nicht vorausgehen (42.). Fußball ist nun mal Ergebnissport!
Als wäre das alles nicht schon grausam genug, für die Gäste, fingen sie sich durch ihren verschlafenen Start in Abschnitt zwei rasch Gegentreffer Nummer drei, als wieder Diedrigkeit freie Bahn zum eiskalten Abschluss bekam (46.)
Dahin schien die Aussicht auf eigentlich nicht unverdientes Zählbares, zumal es durch Diedrigkeits dritten Streich, den diesmal Shahseb Ahmed in den Lauf servierte, gar noch dicker kam (53.).
Vielleicht hilft da ha der Gang zur Strafstoßmarke, der für die Blauen allerdings zum weiteren Höllentrip mutierte. Alasans Scheitern an Hannemann revidierte die hochschnellende Assistentenfahne zwar, war der Torwart zu früh von der Linie geschritten, doch auch den zweiten Anlauf, den Jan Karakus im Gegensatz zum Vormann linksoben probierte, angelte sich Hannemann. Die Parade diesmal amtlich (54.)!
Weitere Starthilfe folgte fünf Minuten später mit Gelb-rot für den bereits verwarnten Mika Martens, den es nun per Armeinsatz aus dem Match katapultierte (60.).
Mit einem Mann mehr sollte es dann auch endlich klappen, mit den Auswärtstreffern – jeweils per Standard. Beim ersten Mal blockierte der bislang starke Hannemann einen Klass-Freistoß etwas zu kurz vor die Füße des abstaubenden Christopher Brauch (66.) – beim 4:2 flutschte der ruhende Ball durch Patrick Klass auf direktem Wege durch (71.).
Noch genug Zeit für den Abstiegskandidaten, doch so richtige Lösungen fielen TuS Borstel heuer nicht mehr ein, während die Sparrieshooper wieder an Sicherheit gewannen. Von Diedrigkeit eingesetzt, hatte Joker Ahmed sogar das vorentscheidende 5:2 auf dem Fuß, nur tauchte TuS-Goalie Kevin Giese rettend ab, um dafür sogar mit einem Abstoß belohnt zu werden (75.)…
Die Punkte blieben somit trotzdem irgendwie glücklich auf dem Nebenplatz des Helmut-Gehen-Stadions (dem Hauptplatz machen nachhaltig arbeitende Maulwürfe zu schaffen). Die enttäuschten Jungs aus Borstel, die ihre Heimspiele inzwischen auf dem durchaus geschätzten Kunstrasen in Tangstedt austragen, dürften dort am Samstag mit Wut im Bauch TuS Appen empfangen.

Tore: 1:0 Diedrigkeit (9.), 2:0 Pankraz (42. Petersen), 3:0 Diedrigkeit (46.), 4:0 Diedrigkeit (52. Ahmed), 4:1 Brauch (66. Klass), 4:2 Klass (71., direkter Freistoß)

gelb-rote Karte: Martens (TSV Sparrieshoop II, wiederholtes Foulspiel, 59.)

Schiedsrichter: Rainer Sierk (TV Haseldorf)

Zuschauer: 50

besonderes Vorkommnis: Karakus (TuS Borstel-Hohenraden) scheitert mit Foulstrafstoß an Hannemann (54.).


Dienstag, 7. April 2026

Spielbericht Niendorfer TSV 1. Frauen - TSC Wellingsbüttel 1. Frauen

Spitzenreiterinnen über Standards geknackt
Welle-Frauen machen Landesliga-Aufstiegskampf so richtig spannend!

Ist das der große Plot Twist im Aufstiegskampf der Frauen Landesliga? Bereits zum dritten Mal haben die Frauen des Niendorfer TSV im neuen Jahr das Feld als Verliererinnen verlassen. Im Nachholspiel am Dienstagabend ausgerechnet im Spitzenspitzenspiel gegen die Elf des TSC Wellingsbüttel.
Bei einem möglichen Erfolg um acht Zähler auf den Widersacher auf dem ersten Nicht-Aufstiegsplatz davongezogen, begann der Primus auch durchaus engagiert. Außer einem in Rücklage drüber gehebelten Hentze-Versuch brachte das Pressing jedoch erstmal nichts ein.
Stattdessen rissen die Gäste das Geschehen mehr und mehr an sich, um dabei erstmal ebenso harmlos zu bleiben – bis die Niendorferinnen einen langen Freistoß nicht aus der Gefahrenzone bekamen und Maike Kipcke eiskalt zum 0:1 versenkte (39.).
Fast machte Kollegin Pauline Leßmann einen Doppelschlag aus dieser Führung, nur patschte NTSV-Fängerin Godja Fischer das Leder fachfrauisch zur Ecke (41.). Dann halt eben von der Fahne, fand Lavinia Nordmanns Standard genau die völlig frei einlochende Kipcke am langen Pfosten – 0:2!
Ganz ähnlich spielten sich die Dinge beim 0:3 ab. Wieder rettete Fischer – nun gegen Nordmann – zum Eckstoß, den die Rückennummer 22 mit ihren quietschgelben Buffern punktgenau auf eine erfolgreiche Mitstreiterin zog. Torschützin diesmal: Zentrumsspielerin Ina Hoppe (57.).
Die Partie damit entschieden, bevor sie überhaupt so richtig spannend wurde. Daran änderte auch ein kleines Aufbäumen der Gastgeberinnen in der Schlussphase nichts. Tammy Hentze vergab in der Schlussminute noch den fälligen Ehrentreffer, nachdem sie ein verlängerter Fischer-Schlag in die erlaufene Poleposition gespült hatte (90.).
Der Vorsprung auf den Rest der Liga ist damit jetzt nahezu aufgebraucht, sind die Wellingsbüttelerinnen, deren Keimzelle des Erfolgs heuer klar der ruhende Ball war, nun auf zwei Zähler an die Sachsenweglerinnen herangerückt. Im Sandwich der beiden liegt noch die Elf von Concordia, die mit einem Spiel weniger sogar virtuell an der Spitze steht.
Schützenhilfe gegen dieses Szenario könnten am kommenden Wochenende nun ausgerechnet die wie schon im Hinspiel (4:1) triumphierenden Pfeilshöferinnen leisten – am Sonntag beim Tabellenzweiten. Vorausgesetzt, die Blauen machen beim Ex-Club von Torfrau Fischer in Altona ihre eigenen Hausaufgaben.

Tore: 0:1 Kipcke (40.), 0:2 Kipcke (41. Nordmann), 0:3 Hoppe (57. Nordmann)

Schiedsrichter: Robin Baumgardt (Eimsbütteler TV)

Zuschauer: 35

Montag, 6. April 2026

Spielbericht FC Elmshorn - TV Haseldorf

Zweistellig an die Spitze
11:0! FC Elmshorn kommt Etappenziel zum Profibereich näher

„FC Elmshorn will in den Profifußball“ titelte die Elmshorner Nachrichten vergangenen Mittwoch. Und während noch darüber diskutiert wird, ob es sich hier um einen Aprilscherz, passend zum 01.04., durchgeknallten Größenwahn oder ein solides Projekt handelt, setzte die (noch) siebklassige Mannschaft am Ostermontag ein zweistelliges Ausrufezeichen.
Den personell einmal mehr angeschlagenen Abstiegskandidaten aus Haseldorf zu Gast, gestaltete der zukünftige Drittligist (nach eigener Vision für etwa 2032 anvisiert) die Partie nach Belieben.
Kein Wunder also, dass Torjäger Dennis Altergott ein durchgerutschtes Sukhanov-Zuspiel in die Tiefe mühelos vor der Kiste zur 1:0-Führung verwertete (13.).
Die Verdopplung setzte es nach einem Aygün-Freistoß, den Gäste-Fänger Johannes Markmann zwar erst parierte, doch mit Mert Acar stand ein aufmerksamer Abstauber sofort bereit (23.), ehe wieder Altergott nach Flugball Acars auf 3:0 stellte (28.).
Zwei Großchancen durch Mustafa Gök (32.) und Aygün (34.) etwas fahrlässig ausgelassen, ging es nach Sevinc-Diagonalball mit Seymen Tokays 4:0 weiter (39.). Und auch Kapitän Aygün belohnte mit seinem Freistoßtor von rechts für seinen heuer 45-minütigen Einsatz (44.).
Auch im zweiten Abschnitt ging es, abgesehen von kleineren Schusschancen für die Haseldorfer, beispielsweise von Louis Bevers (63.), nur in eine Richtung.
Besondere Freude bescherte dies dem umtriebigen Altergott, der lediglich ein Dutzend an Spielminuten zum lupenreinen Hattrick benötigte (62., 65. & 74.).
Da wollte sich auch sein Trainer nicht lumpen lassen, krönte Seyhmus Atug seine Selbsteinwechslung mit dem 9:0 nach Rewakian-Ecke (81.) und dem 10:0, das ihm Altergott vor der Kiste aufgelegt hatte (84.).
Ein Ei legte der neue Primus dem auseinanderbröselnden Gegner aber noch ins Nest. Mustafa Saidy Khans Flanke köpfte Bedran Atug am zweiten Pfosten zum 11:0-Endstand ein (90.).
Zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Kummerfeld bei noch einer Partie mehr zu gehen riechen nun schon extrem nach dem erstmal anvisierten Landesligafußball in der Krückaustadt, während man Haseldorf angesichts des nicht einfachen Restprogramms und einem Punkt Rückstand auf das rettende Ufer sieben anspruchsvolle rest-Spieltage vor der Nase hat.

TV Haseldorf: Markmann – Franke, Wichmann, Pieper, Biermans – Kaland, Mohrdieck, J. Lüchau (78. C. Dalecki), Laudahn – Jedamski, Bevers, Trainer: Benjamin Kälberloh

FC Elmshorn: Kado – Sukhanov, B. Atug, Er, Saidy Khan – Gök (70. S. Atug), Acar (46. Rewakian), Aygün (46. Aydin) – Sevinc (46. Eklim), Altergott, Tokay, Spielertrainer: Seyhmus Atug

Tore: 1:0 Altergott (13.
Sukhanov), 2:0 Acar (23. Aygün), 3:0 Altergott (28. Acar), 4:0 Tokay (39. Sevinc), 5:0 Aygün (44., direkter Freistoß), 6:0 Altergott (62.), 7:0 Altergott (65.), 8:0 Altergott (74.), 9:0 S. Atug (81. Rewakian), 10:0 S. Atug (84. Altergott), 11:0 B. Atug (90. Saidy Khan)

Schiedsrichter: Fatih Karkar (FFC 08 Osman Bey Moshee)

Zuschauer: 50






Spielbericht TSV Gut Heil Heist 1.Ü40 - SC Ellerau 1.Ü40

Folgerichtige Nullnummer
Keine Tore am Ostermontag: TSV Heist und SC Ellerau teilen die Ü40-Punkte

Vierter gegen Zweiter und beide seit vier Partien ungeschlagen. Die Ü40 Bezirksliga 01 versprach mit ihrem Nachholspiel in Heist ansehnliche Feiertagsunterhaltung. Inhaltlich vermochte der morgendliche Ostermontagskick allerdings nicht mit dem Tabellenbild mithalten. Wenig Tempo, kaum Zusammenhängendes und so richtig gehorchen wollte das Spielgerät den Akteuren auch nicht.
Entsprechend lange dauerte es, bis endlich mal ein Team gefährlich aufwartete. Kurz vor der Pause war es der Ellerauer Fatih Nacar nach einem Pressball mit viel Wiese vor sich in Richtung TSV-Tor marschierte, Schlussmann Tobias Radowitz aber gekonnt sein Bein in den Weg stellte, bevor der bemühte Angreifer in den Sachzehner ziehen konnte (33.).
Besserung erfuhr die lahme Begegnung bei eisig-windiger Aprilsonne auch im zweiten Abschnitt nicht. Ein typisches 0:0-Spiel nahm seinen Lauf – bis es auf den letzten Metern endlich vermehrt prickelnd wurde.
Erst faustete SCE-Goalie Andrew Neinhardt einen Führböter-Abschluss zur Ecke, dann schnappte sich der Tormann auch Benjamin Mielkes Rechtsschuss im Rahmen des fälligen Standards (63.).
Und auch die Blauen unternahmen plötzlich den großen Doppel-Versuch zum Siegtreffer, als Radowitz erst erneut vor Nacar retten musste, um bei Maximilian Michalks Heber im Nachsetzen Glück zu haben, dass der Nachschuss aus dem Rückraum über das Tor flog (68.).
Die letzte Gelegenheit gehörte dann sogar noch einmal dem Tabellenvierten, der schon beim 5:1-Heimsieg gegen Schanze II am Ostersamstag ordentlich Körner lassen musste. Wieder war es eine Meiners-Ecke von rechts und wieder probierte es Stürmer Nico Führböter – und wieder mochte kein Tor fallen. Der Ball segelte knapp drüber und die Nullnummer war beschlossene Sache.

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Lap Chung Dang (SC Victoria Hamburg)

Zuschauer: 20


Samstag, 4. April 2026

Spielbericht Moorreger SV - SSV Rantzau II

Serie ohne Nutzen
Moorreger SV kommt nicht aus dem Keller: Viertes 2:2 in Folge

Wer kennt sie nicht: Abonnements, die man irgendwann im Leichtsinn abschließt und fortan ohne echten Mehrwert an der Backe hat. Ein Abo, das dem Moorreger SV mehr kostet als nützt, verfolgt die Himmelsbargler seit nunmehr vier Spielen: das 2:2.
Dadurch seitdem zwar ungeschlagen, aber eben ohne echten Fortschritt im Abstiegskampf, blieb nach dem neuerlichen Vier-Tore-Remis am Ostersamstag wieder einmal die große Enttäuschung zurück.
Inhaltlich war es ein mühsames Treiben, mit dem der (vor dem Match) Tabellenvorletzte und die Reserve des SSV Rantzau die 35 Zuschauer bei rasantem April-Wind folterten. Ungenaue Anspiele, Stockfehler am Ball und ohne die Kugel wenig raffiniert: mit Kreisligafußball hatte das Geschehen auf dem holprigen Geläuf wenig gemein. Interessant wurde es daher hauptsächlich durch individuelle Fehler oder Standards.
So freute sich der MSV bei Sam Holz´ von Leon Prange verlängertem Freistoß über Finn Cornils Treffer, den die korrekte Abseitsfahne von Assi Saber Ghazouani (Hamburger SV) allerdings rasch einkassierte (15.).
Der SSV versuchte es derweil mit (wenig inspiriertem) Ballbesitz und einem Usso-Versuch an den Außenpfosten (19.), dem der Angreifer gleich den nächsten Abschluss folgen lassen wollte. Nur warf sich Cornils gerade noch rechtzeitig in den Ball (26.). Wenigstens der Einsatz stimmte! Und auch auf Niklas Puttmann war Verlass, rettete der Goalie erst vor Luca Bornholdt, um Ussos hohes Nachsetzen aus der Ferne schön im Übergreifen zu parieren (32.).
Im Stich gelassen blieb der Torwart dagegen wenig später, als Klaas Thieme auf rechts die Kugel gewann, Kollege Bornholdt auf Usso weiterleitete und der ehemalige Holsatia-Akteur diesmal zum 0:1 vollendete (38.).
Eine besonders bittere Pille für die Moorreger, weil nur Sekunden zuvor die Riesenchance zur eigenen Führung liegengelassen wurde. Prange war nach gegnerischem Ballverlust frei auf dem Weg in Richtung SSV-Torsteher Malte Ladehof, dessen Geduld sich im Eins-gegen-Eins auszahlen sollte. Dem zögerlichen Prange die Kugel vom Fuß gefingert, galt der Schlussmann als Wegbereiter der drüben erzielten Führung.
Andauernde Freude sollte den Gästen an dieser jedoch nicht zuteilwerden, pennte die Innenverteidigung völlig gegen den einfach mal durchlaufenden Henning Jensen, dem aus der erlaufenen Poleposition der erkämpfte Gleichstand gelang (42.).
Doch damit nicht genug der Barmstedter Geschenke, unterschätzte man die Lage nach Jayson Bielfeldts Kämpferball von der linken Aus-Linie so sehr, dass Jensen wieder dazwischen spritzen und auf 2:1 stellen konnte – was für ein Klops (44.)!
Entsprechend vorsichtiger ging es, wohlwollend formuliert, nach dem Seitenwechsel weiter. Der fleißige Usso hob das Leder aus dem Lauf aufs Tor-Dach (64.). Eine Rarität, denn immer wieder gewannen die Hausherren die wichtigen Zweikämpfe.
Keinen Zugriff fanden die Roten dann allerdings folgenschwer auf den langen Pfosten, wo nicht zum ersten Mal gleich mehrere Blaue auftauchten, von denen schließlich Sascha Blunk das Spielgerät aus kürzester Distanz zum späten 2:2 über die Linie drückte (88.).
Enttäuschung bei der Elf von Trainer Hakan Harmanci, doch es hätte sogar noch dicker kommen können, wenn der eingewechselte Tjard Kaschluhn nicht auf Puttmanns Brust gezielt hätte (90.+3).
Ob der weiter andauernden Sieglosigkeit in 2026 (bei sechs Spielen) und dem Verbleib unter dem Strich, eine weitere Enttäuschung zu Beginn des fünfteiligen Heimspielmarathons. Die vielen Nachholer – vor allem am kommenden Ostermontag gegen die ebenfalls gefährdete Mannschaft von Union Tornesch III – bleiben allerdings der große Strohhalm für den Kreisligaverbleib.

Tore: 0:1 Usso (38. Bornholdt), 1:1 Jensen (42.), 2:1 Jensen (44. Bielfeldt), 2:2 Blunk (88. A. Hollm)

gelbe Karten: C. Harmanci – keine

Schiedsrichter: Fiete Knoblich (Hamburger SV, Note 2,5)

Zuschauer: 35



Freitag, 3. April 2026

Spielbericht FC St. Pauli VI - FC Union Tornesch IV

Krasser als Achterbahn
Zehn Tore auf dem Heiligengeistfeld: Union IV gewinnt irres Oster-Spektakel!

Nebenan öffneten St. Paulis Sechste und Union Tornesch IV ihre Schießbuden allerdings zum denkwürdigen zehn-Tore-Spektakel der Kreisliga 08.
Strahlender wie überraschender Sieger: das Kellerkind aus Tornesch, das sich mit dem Erfolg beim Tabellendritten kurzerhand aus den Abstiegsrängen katapultierte.
Vom Anpfiff weg war es dem Außenseiter dabei gelungen, die Partie auf dem engen Kunstrasen hinter dem Millerntorstadion offen zu gestalten und kaum Nennenswertes zuzulassen. Nur ein vertretbarer Strafstoßpfiff gegen Kapitän Ben Schlüter, dessen Arm aus kurzer Distanz von Björn Rothes Kopfball getroffen wurde, aber nun mal eben den Torversuch vereitelte (immerhin setzte es nicht den fälligen Platzverweis), durchkreuzte Unions Defensivkonzept (11.). St. Paulis Spielführer Maximilian Hille zeigte nämlich keine Nerven vom Punkt und versenkte zum 1:0.
Unterkriegen ließen sich die Gäste davon aber nicht, trauten sie sich zunehmend selbst nach vorne, während das nächste Tor jedoch vermeintlich für St. Pauli fiel. Lukas Winterschladen piekte das Leder in die lange Ecke, doch das Gespann um den jungen Raul Ramazanov erkannte auf Abseits (41.). Just im Gegenzug gelang es den Blauen, Torjäger Thomas Koziol halbrechts in umjubelte Tor-Szene zu setzen – hier geht was!
Vor allem auch, weil Union-Schlussmann Jan Redmann einen erneuten Rothe-Kopfball schön über seinen Kasten streichelte und damit erstmal das Pausen-Remis sicherte (45.+1).
Zurück aus den Kabinen, gab es für die beiden Männer mit den Handschuhen nicht mehr viel zu lachen. Binnen einer Viertelstunde spielte sich nämlich ein skurriles Scheibenschießen ab, dessen Anfang St. Paulis Philippe Tiede mit einem ungestümen Einsatz herbeiführte. Koziols flaches Strafstoßtor (53.) glichen die Braun-weißen aber rasch per Hille Kopfball (Ecke Tiede) wieder aus (55.).
Weil ein abermaliger Kopfstoß von Rothe nicht mehr auf der Linie geklärt werden konnte, war die Partie sogar per Doppelschlag auf 3:2 gedreht (57.).
Doch die Eisernen schlugen zurück, versenkte Bugrahan Almaz eine dynamische Vorarbeit durch Jorge Westphal am ersten Pfosten zum erneuten Ausgleich (60.), den St. Pauli wiederum quasi im Gegenzug korrigierte. Diesmal legte der gerade eingewechselte Amin Dweik wunderbar für Gerrit Sundermann in den Rückraum ab, sodass die Rückennummer zehn das Leder noch leicht abgefälscht unter die Latte nageln konnte (62.). Ein starker Abschluss, der aber auch nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass die Defensivleistung der Kiezkicker heuer kaum über dem Meeresspiegel lag. So luchste Koziol Moritz Boekhoff die Kugel vor dem Sechzehner zum vermeintlichen 4:4 ab, nur verzog der landesligaerfahrene Pole unter Bedrängnis (67.).
Vielleicht schnaufte St. Pauli daraufhin etwas zu lange durch, denn kaum pennte man bei einem Einwurf von links, vernaschte Lennard Stolz Gegenspieler Lasse Beyer zum perfekten 4:4-Drehschuss (70.).
Schon jetzt war irgendwie klar, dass dieses Spektakel eigentlich keinen Verlierer verdient hatte. Dachte sich wohl auch Union-Torwart Jan Redmann, der den ausgeglichenen Zwischenstand gegen Hilles Strafstoß im Abtauchen nach rechts, vom Schützen aus, am Leben erhielt (76.) und damit auch den wichtigen Zähler im Abstiegskampf.
Für die Gastgeber derweil ein harter Nackenschlag, von denen sie sich heute nicht mehr erholen sollten. Stattdessen gingen die Jungs aus dem Torneum voll aufs Ganze, was sich fünf Minuten vor Ultimo tatsächlich abermals auszahlen sollte, wemmste Bezirksliga-Leihgabe Westphal den vom Gegner nicht geklärten Ball mit vollem Mut aus 18 Metern linksunten rein. 4:5!
Zeit, den Laden nun auch hinten endlich den Griff zu kriegen, sodass nicht nur per sofortigem Doppelwechsel, sondern auch durch Koziols Installation im Abwehrzentrum alles in blau auf Defensive getrimmt wurde.
Ein Konzept, das auf den letzten Metern auch genauso aufging und seine Perfektion in der Nachspielzeit finden sollte. Gegen aufgerückte St. Paulianer konterte sich der Abstiegskandidat in Überzahl zum 4:6-Endstand, den Joker Maxim Beker mit Chip über Schlussmann Ivaylo Dimitrov perfekt machte (90.+1).
Ein ganz wichtiges Ding für Beker und Co, die die Alsterbrüder-Dritte auf den ersten Abstiegsplatz der Kreisliga 08 verdrängten.
Sorgen, die man an der Feldstraße nur vom Hörensagen kennt. Rang drei ohne Bezug zum Spitzenduo lässt die Punktspielsaison schwingt ausklingen, ehe im Heino-Gerstenberg-Pokal noch das große Endspiel gegen Vorwärts/Wacker Billstedt III ansteht. Der Ausrutscher heute daher verschmerzbar…

Tore: 1:0 Hille (11., Strafstoßtor, Handspiel Schlüter), 1:1 Koziol (42. Stolz), 1:2 Koziol (54., Strafstoßtor), 2:2 Hille (55. Tiede), 3:2 Rothe (57. Hille), 3:3 Almaz (60. Westphal), 4:3 Sundermann (62. Dweik), 4:4 Stolz (70.), 4:5 Westphal (85.), 4:6 Beker (90.+1, Westphal)

gelbe Karten: Rothe, Teßmann – Schlüter, Almaz, Albostan

Schiedsrichter: Raul Ramazanov

Zuschauer: 50






Spielbericht SV Barmbek - MSV Hamburg IV

Den Korken doch noch gelöst
SV Barmbek überwindet den Chancenwucher zum 5:2-Heimsieg

Geduld und Beharrlichkeit – zwei Tugenden, die Spiele entscheiden können. Definitiv in diese Kategorie gefallen am Karfreitag das Heimspiel des favorisierten SV Barmbek gegen die Vierte des MSV Hamburg.
Eine Partie, bei der die greifbare Verzweiflung ob eines Füllhorns an vergebenen Chancen nur binnen acht Minuten der freudigen Erleichterung wich.
Der SVB, im Nirgendwo der Kreisklasse 07 angesiedelt, musste auf seinem roten Rasen bereits nach nicht einmal zwei gespielten Minuten einem Rückstand hinterherlaufen, nachdem die notdürftig zusammengeschusterte Innenverteidigung Gegenspieler Jasmin Stroil nach steilem Anspiel nicht eingefangen bekam und der ehemalige Lorbeer-Kicker eiskalt zum 0:1 in die lange Ecke einlochte (2.).
Und nun? Der Ausgleich! Denn kaum tauchten auch die Gastgeber vor des Gegners Kasten auf, landete ein abgefälschtes Wulff-Ding direkt auf dem zielsicheren Haupt von Alexander Tesch – 1:1 (4.)!
Eine Zielgenauigkeit, die der Elf des draußen verletzt mitleidenden Grant Kendon Sharka wiederholt abging. So musste der Spielertrainer mit seinen sieben Schrauben in der Hand mitansehen, wie seine Schützlinge entweder gänzlich verfehlten oder MSV-Schlussmann Pascal Martins Saraiva mehr und mehr warmschossen (25. & 29.). Die schönste Gelegenheit, weil super in der Schnittstelle gefunden, vergab nach einer halben Stunde Torschütze Tesch beim erneuten Kopfballversuch.
Fünf weitere Fehlversuche später war das frustrierende Pausenremis dann vollendet…
Doch es sollte noch dicker kommen. Denn nachdem Senol Becirovski seinen Ball rechtsoben drüber segeln sah (54.), führte drüben ein unumstrittener Strafstoß wegen Handspiels sogar zum 1:2 des Drittletzten durch Kapitän Fynn Mayhew (60.).
Einen Abbruch tat dies den Bemühungen des teilweise sogar ordentlich kombinierenden Heimteams allerdings nicht. Tesch abermals per Kopf (61.), der eingewechselte Scherwin Bashardoust mit einem Flutsch-Ball an den Pfosten (62.), Benedict Holbein knapp drüber (63.) und schließlich nochmal Bashardoust einen Tick zu hoch (66.), verführten bereits dazu, mit alten Fußballerzitaten zum Thema „kein Glück und dann auch noch Pech dazu“ das Phrasenschwein zu füllen.
Nicht aber mit dem unermüdlichen Bashardoust, der nicht nur zusätzlichen Schwung sondern auch die Ablage für Becirovskis tatsächlich einschlagenden Schuss von halblinks brachte (70.). Der Korkenlöser des SV Barmbek, der plötzlich, wie im Rausch, fast jeden Versuch landete. Nur Sekunden später nutzte Becirovski nämlich, dass sich die Gelben im Sechzehner gegenseitig abbolzten, zum 3:2-Drehschuss (71.), ehe Bashardoust einen Ballgewinn im Pressing mit dem feinen Lupfer über den Torwart belohnte (76.).
Noch formvollendeter kam wiederum nur Augenblicke danach sein Seitenwechsel auf den eingestarteten Holbein daher. Ohne Umschweife aus dem Lauf finalisierte die Rückennummer 34 gen langes Eck zum 5:2-Endstand (78.), an dem sich auch Tormann Florian Korous mit einem drüber gelenkten Effah-Geschoss noch einmal seinen Anteil sicherte (81.).
Im exakten Mittelfeld der 15er-Staffel hat die siegreiche Mannschaft von der Meister-Francke-Straße maximal noch Aussichten auf Rang sechs, wobei an den verbliebenen sechs Spieltagen nur noch einmal auf den Heimvorteil der „Aschehölle“ zu hoffen ist. Fünf Auswärtsspiele stehen einem noch zu spielenden Match daheim gegenüber. Alle Groundhopper und Fußballromantiker müssen sich beeilen: noch in diesem Jahr soll das urig-pittoreske Retro-Ambiente zum modernen Kunstrasenspielfeld umsaniert werden.

Tore: 0:1 Stroil (2.), 1:1 Tesch (3.
Wulff), 1:2 Mayhew (60., Strafstoßtor), 2:2 Becirovski (70. Bashardoust), 3:2 Becirovski (71. Tesch), 4:2 Bashardoust (76.), 5:2 Holbein (78. Bashardoust)

gelbe Karten: Choinka, Rieken – Haxhiajdini, Jordan

Schiedsrichter: Ivan Lastro (USC Paloma)

Zuschauer: 40





Donnerstag, 2. April 2026

Spielbericht SV Blau-weiß 96 Schenefeld - TV Haseldorf

Vorteil: Kadertiefe
Torhungrige Joker richten es für Blau-weiß 96

70 Minuten lang sah es so aus, als könnte der TV Haseldorf der große Gründonnerstagsgewinner im Untergeschoss der Bezirksliga 01 sein, doch spät schlug in Schenefeld die bittere Erkenntnis zu: der Klassenerhalt bleibt ein Mammutprojet.
Ohne den gelbgesperrten Lars Rose, der dafür im gut besuchten Gästeblock alles gab, legte der Aufsteiger gleich willig und griffig los. Völlig untypisch für einen Abstiegskandidaten, zahlte sich dies auch sofort aus, verwertete Marten Fülscher eine Mohrdieck-Flanke in der Mitte zum 0:1-Stimmungshoch aller, die in der Folge mit dem Auswärtsteam um den Erhalt der Führung bangten (7.).
Blau-weiß startete nämlich seine Ballbesitzdominanz, die das Spielgeschehen nachhaltig in die Hälfte der Haseldorfer verlagerte. Eingreifen brauchte Gäste-Fänger Niklas Grote jedoch erstmal nur mit einer behänden Fußabwehr gegen den scharf von Lewe Tiede bedienten Lenard Peters (8.).
Allzu lange sollte sich dies aber nicht ausgehen. So schickte Youss Jaiteh seinen Kollegen Rene Müller wohl temperiert in die Tiefe, wo der 29-Jährige auf dem Weg zum Ausgleich keine halben Sachen machte (19.). Nicht ganz so Oscar Rehder, dem sich Grote mit voller Breite entgegenstellte (22.).
Doch auch die Gäste warteten in Nadelstichen gefährlich auf. Nach Phil Mohrdiecks starkem Ballgewinn ergab sich Michel Lienau nämlich die fette Chance, gegen deren Verwertung sich Fynn Ritter im Abtauchen erfolgreich stemmte (21.).
Kein Grund für den fleißig ackernden Blondschopf, es nochmal zu versuchen. Dem letzten Mann aus der 96-Viererkette die Kugel geklaut, versenkte Lienau diesmal eiskalt vor Ritter zum 1:2-Halbzeitstand (41.), den Fülscher von halbrechts durchaus noch hätte ausbauen können (45.+1).
Ernsthafte Gefährdung erfuhr diese Einblendung auf der großzügigen Anzeigetafel im Stadion Achter de Weiden lange Zeit nicht. Auf der regelmäßig vollends bespielten Skala zwischen Welt- und Kreisklasse drohte den Hausherren nach der 3:5-Schlappe in Niendorf aus der Vorwoche gleich das nächste Negativextrem.
Heuer aber zogen die Jungs in weiß den Kopf auch dank einer herausragenden Bank spät aus der Schlinge. Mit einem Treffer der Marke „Eier-Tor“ würdigte der soeben eingewechselte David Heffele nicht nur die anstehenden Ostertage, sondern läutete damit auch die Wende im zu diesem Zeitpunkt irgendwie toten Spiel ein (71.). Denn nachdem der mit ihm gekommene Jasin Emini beim ersten versuch noch am Außennetz scheiterte (77.), machte es die Rückennummer 33 auf Diagonalball Maik Wegners eiskalt zum 3:2 (79.).
Die Haseldorfer, die im Gegensatz dazu freilich nicht über solche Einwechselkaliber verfügen, waren gebrochen und Blau-weiß auf dem Weg, das Resultat weiter hochzuschrauben. In zwei Szenen daran gescheitert (84. & 90.), holte mit Marco Müller der dritte Joker das Verpasste im Konter nach (90.+3).
Der TVH nun weiter mit einem Zähler unter dem Strich, während Coach Mathias Timm und seine Edel-Bankwärmer bei einem ganzen Dutzend an Punkten Vorsprung auf die Kreisliga-Plätze sieben sorgenfreien Restspieltagen entgegensehen können.

Tore: 0:1 Fülscher (7. Mohrdieck), 1:1 R. Müller (19. Jaiteh), 1:2 Lienau (41.), 2:2 Heffele (71.), 3:2 Emini (79. Wegner), 4:2 M. Müller (90.+3, Kocak)

gelbe Karten: keine – J. Lüchau

Schiedsrichterin: Vanessa Thormählen (FC Union Tornesch, Note 2,5)

Zuschauer: 80

Mittwoch, 1. April 2026

Spielbericht FC Roland Wedel - Wedeler TSV

Doppelte Derby-Freude
TSV gewinnt das wedeler Stadt-Duell und springt an die Tabellenspitze

Volle Hütte im und um den Kunstrasenkäfig der Schulauer Straße, denn das Wedeler Stadtderby durfte man sich als Fan des Fußballs im Kreis Pinneberg freilich nicht entgehen lassen.
Der FC Roland, trotz des 1:0-Hinspielsiegs im Elbestadion in der Außenseiterrolle gegen den Tabellenführer in spe, versuchte dem Spitzenteam mit tiefer Staffelung beizukommen, was allerdings an oftmals fehlendem Zugriff im Mittelfeld scheiterte. Gut für den TSV, der nach Michel Hönkes erstem Warnschuss in die Arme des leidenschaftlich von hinten dirigierenden Aytekin Üstündag (9.) wenig später per Standard ernstmachte. Tobias Patats Freistoß von links köpfte der aufgerückte Jan Boettcher als einziger Bewohner des Obergeschosses zielgenau zum 1:0 ein (12.).
Ein TSV-Start nach Maß, dessen Ausbau durch Routinier Josep Dilber nur die Abseitsfahne von Assi Magnus Rehberg vereitelte (19.).
Erst mit der Zeit trauten sich fortan auch das Team aus dem Mittelfeld der Kreisliga 1 etwas zu. Can-Ali Dursun versuchte es einmal von halblinks, verzog jedoch ein gutes Stück (31.).
Dass es aber tatsächlich mit einem Gleichstand in die Freiluftpause (die Kabinen liegen gefühlte 20 Kilometer durch den Wald entfernt) gehen sollte, ging zum einen auf das Konto des TSVers Hendrik Ramcke, der sich mit mangelnder Orientierung in der hintersten Reihe düpieren ließ und zum anderen an Düpierer Tim Dreschniol, der sich am erfahrenen Verteidiger vorbeischlängelte und fachgerecht zum ausgelassen bejubelten 1:1 netzte (43.).
Alles wieder auf null, doch auch im zweiten Abschnitt machte der Roland insgesamt zu wenig fürs Spiel, das allerdings auch die Jungs mit den grünen Stutzen nicht so richtig in ihre Bahnen zu lenken vermochten – bis Hönke einfach mal aus 30 Metern draufhielt und die Passivität des Gegners in Gestalt des 1:2 bestrafte (62.).
Das Bemühen war der Elf von Trainer Tugay Hayran in der Folge sicherlich nicht abzusprechen, doch der TSV fand an diesem Abend nun immer mehr die besseren Lösungen im Spiel nach vorne, das allein Roland-Kicker Dilber zweimal hätte krönen können (75. & 83.). Einzig Üstündag, der Marvin Weids Distanzversuch im Nachfassen sicherte (85.) und Patats Geschoss schön per Flugparade entschärfte (90.+1), hielt das Match noch offen, während seine Vorderleute nicht (mehr) über Halbchancen hinauskamen.
Die Entscheidung zögerte der Goalie, der selbst beim 1:3 erst gegen Nico Knodt abwehrte, ehe Weid die Kugel im Nachsetzen voll reinwemmste (90.+4), letztlich aber nur heraus.
Der Wedeler TSV geht damit als punktgleicher Spitzenreiter vor dem Rissener SV ins sportlich schon am Gründonnerstag beginnende Osterwochenende – bei drei Partien weniger! Dass es nächstes Jahr kein Kreisliga-Stadtduell mehr gibt, liegt weiter voll in eigenen Händen.

Tore: 0:1 Boettcher (12. T. Patat), 1:1 Dreschniol (43.), 1:2 Hönke (62. Dilber), 1:3 Weid (90.+4, Knodt)

gelbe Karten: Bajraktari, Ayik, Dreschniol – Urban, Boettcher, Kilinc

Schiedsrichter: Jonathan Hohenegger (SV Blau-weiß 96 Schenefeld, Note 2: hatte das nie unfaire Derby jederzeit unter vollster Kontrolle)

Zuschauer: 100



Dienstag, 31. März 2026

Spielbericht TuS Appen 1. Frauen - GW Eimsbüttel 1. Frauen

Landesliga quasi gesichert
3:1 im Nachholspiel: TuS Appens Frauen können mit dem Klassenerhalt planen

Nüchtern betrachtet, scheint der Landesligaverbleib für die Frauen des TuS Appen bereits erreichte Sache, doch für die rechnerische Sicherheit muss am Almtweg noch ein kleines bisschen was passieren.
Eine echte Hilfe war dabei auf jeden Fall das Nachholspiel vom 18. Spieltag, das am späten Dienstagabend die wohl vorentscheidenden drei Zähler auf das Punktekonto des dienstältesten Teams der Landesliga (achte Serie in Folge) spülte.
Leichte Vorteile vermochte der neutrale Beobachter zunächst sogar bei den Gästen aus Hamburg-Eimsbüttel zu vernehmen, doch während die Damen von der Pinnau hinten mit etwas Glück und fehlender GWE-Präzision (Finja Ranft, 11.) schadlos blieben, stach drüben Inci Cav plötzlich in den Rücken der Gäste-Deckung, um ihren Heber passend über Torfrau Yara Kappes ins Tor zu setzen (21.).
Grün-weiß, das heute ganz in schwarz aufgelaufen war, reagierte mit einer guten Schusschance für die steilt geschickte Jasmin Küber (27.), während die beste Gelegenheit vor der Pause noch einmal der Heim-Elf gehörte. „Pfosten!“ hieß es nämlich, als Melanie Hagen abgefälscht von halbrechts ihr Glück probierte (29.).
Erneut gejubelt werden durfte dafür kurz nach dem Seitenwechsel, weil GWE in der halbherzigen Rückwärtsbewegung zu viel Luft ranließ, um Nele Mohrs Versuch zu verhindern. Kappes wehrte zwar in erster Instanz nach vorne ab, nur blieb Hanna Gehlhaar auf Sendung und staubte zum 2:0 ab (48.).
Für die letztes Jahr aus der Oberliga abgestiegenen Eimsbüttelerinnen das klare Signal zum erhöhten Offensivengagement, das Silvana Jova an den Pfosten und Michelle Linning im direkten Nachsetzen drüber (55.) just mit Leben füllten.
Weitere Gelegenheiten versiebte die Elf vom Tiefenstaaken in der Folge, bis es zehn Minuten vor Ultimo doch endlich klappen sollte. Diesmal bewies Maren Wolf bei einer Linning-Ecke im Fünfer echte Kopfballungeheuer-Qualitäten und verkürzte so aus der Luft auf nur noch 2:1 (80.).
Sollte sich der Ritt in die Provinz etwa doch noch lohnen? Nein, machte Gehlhaar mit ihrem beherzten Lauf über rechts und dem passenden Abschluss zum 3:1 alles klar (90.+1).
Die Punkte blieben im Kreis Pinneberg, wo bei 13 Zählern Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz von einem weiteren Jahr Frauenfußball auf Landesliga-Ebene ausgegangen werden darf. Ebenso im Nordwesten Eimsbüttels, steckt das punktgleiche GWE ebenso in der Mitte des Klassements.

Tore: 1:0 Cav (21.), 2:0 Gehlhaar (47.), 2:1 Wolf (80.), 3:1 Gehlhaar (90.+1)

gelbe Karten: keine – Gurkasch

Schiedsrichter: Tim Inselmann (SV Hörnerkirchen)

Zuschauer: 27

Sonntag, 29. März 2026

Spielbericht VfL Pinneberg - TV Haseldorf

Holzapfel senkt den Blutdruck
Erster Sieg in 2026! VfL Pinneberg weist den TV Haseldorf in die Schranken

Insbesondere mit wichtigen Heimsiegen boxte sich Aufsteiger TV Haseldorf zuletzt amtlich aus der Abstiegszone. Bezirksliga 01-Spieltag Nummer 24 schob den Neuling aus der Marsch jedoch wieder zurück unter den Strich.
Die Punktgewinne der Konkurrenz vom HSV IV (1:1 gegen den Duvenstedter SV) und aus Niendorf (5:3 gegen Blau-weiß 96) wusste man am Sonntagnachmittag in Pinneberg nämlich nicht mit Zählbarem zu kontern.
Dabei war man heuer mit gar nicht mal so schlechtem Kader zum in 2026 noch sieglosen VfL gereist.
Um den rot-gelben Optimismus war es heuer allerdings schnell geschehen, als der Pinneberger Tyler Brose Noah Lüchau robust im Strafraum abkochte und sicher zum frühen 1:0 einnetzte (9.).
Wasser auf die Mühlen des überlegenen Mittelfeldteams, das TVH-Goalie Niklas Grote in der Folge gehörig auf Trab hielt (12. & 21.), ehe 21-Tore-Mann Niklas Bargob den Kasten bei einem der vielen tiefen VfL-Läufen verfehlte (25.). So auch kurz darauf in abgefälschter Manier (27.). Beim fälligen Eckstoß zum Kopfball gekommen (Block von Grote), führte ein ungeschickter Strafraumzweikampf zu Bargobs Königschance vom Punkt. Doch kläglich scheiterte der Kapitän am starken Gäste-Fänger.
Für Bargob und Co ein kleiner Knackpunkt, schwammen sich nun auch die Appelplücker vorsichtig frei.
Louis Bevers flankte hinter das Tor (41.) – Phil Mohrdieck erwischte seinen Kopfball nicht optimal (41.). Man musste es schon gut meinen, mit den Schloßpark-Kickern, um den bemühten, aber arg limitierten Auftritt des Neulings positiv zu bewerten.
Die beste Gelegenheit des Abstiegskandidaten „vergab“ mit Berat Alija tatsächlich ein Pinneberger, als dieser Tormann Philipp Niedermeier mit einem Rückpass überrumpelte, die Scharte per finaler Rettungsgrätsche allerdings selbst wieder auswetzte (53.).
Wohltuende Blutdrucksenkung verschaffte da drüben Tjark Holzapfels frei vollendetes 2:0 (56.), mit dem die Hausherren im Exil an der Raa (Heimat des SC Pinneberg) das Geschehen wieder spürbar an sich rissen.
Weil Brose etwas peinlich drüber zielte (68.) und auch eine erneute Doppelchance nach Ecke ungenutzt blieb (78.), flammte beim Kellerkind noch ein wenig Hoffnung auf den Anschlusstreffer auf. Doch weil die eingewechselten Timo Kaland (80.) und Joris Lüchau (86.) ihre Kopfstöße nicht perfekt setzen konnten und Niedermeier Florian Möhles Freistoß abtauchend zur Ecke parierte (82.), blieb es beim ersten gegentorlosen Erfolg des neuen Tabellensechsten seit dem kampflosen 3:0 gegen HSV IV im Dezember 2025.
Der TV Haseldorf kann von diesen Tabellenregionen nur träumen, geht es nun als 14. ins Osterwochenende, das mit den Gastspielreisen nach Schenefeld und Elmshorn zwei ungeliebte Auswärtspartien beinhaltet.

TV Haseldorf: Grote – N. Lüchau, Oßenbrüggen (72. Kaland), Pieper, Franke – Nickels (66. Jedamski), Möhle (46. J. Lüchau), Mohrdieck, Bevers – Rose, Lienau (66. Fülscher), Trainer: Marvin Biermans (i.V.)

Tore: 1:0 Brose (9. Holzapfel), 2:0 Holzapfel (56. Bargob)

gelbe Karten: Bargob, Schulze – Rose, Pieper

Schiedsrichter: Thorsten Kaisen (SC Poppenbüttel, Note 2)

Zuschauer: 50

besonderes Vorkommnis: Bargob scheitert mit Foulstrafstoß an Grote (28.).


















Samstag, 28. März 2026

Spielbericht SVG Pönitz - TSV Flintbek

Vom Regenschauer losgelöst
Spitzenreiter SVG Pönitz kontert dem flintbeker Aufmucken  

Mit dem letzten Aufgebot reiste das Mittelfeldteam des TSV Flintbek am Samstagnachmittag zum Primus der Verbandsliga Ost nach Pönitz. Und obwohl der Auftritt unterm Strich recht glimpflich verlief, gab es für die Roten letztlich deutlich nichts zu holen.
Vom Anpfiff weg hatten die Heimstarken Pönitzer, die einzig beim 3:3 gegen die Probsteier SG am vergangenen Dienstag Punkte im heimischen Sportpark ließen, den Laden im Griff, schalteten zahlreiche Angriffe in die Richtung von TSV-Fänger Tjark Klarmann, der nach eigenem Fehlabspiel einen Ebeling-Versuch gerade noch an die Latte gefingert bekam (13.) und gegen Kapitän Justin Toth das Bein ausgefahren bekam (27.).
Noch krasseres Bedauern löste bei den Gastgebern ein doppelter Hochkaräter für den leicht zögerlichen Jarne Schulz, den Malik Ferhat gerade noch so abgrätschte, und Kevin Keinz, der beim Nachschuss wiederum in den Bolzmodus schaltete (30.).
Kurz darauf dann aber die überfällige Führung, als die Hausherren den Gegner schön auseinanderzogen und Toth seinen Kollegen Schulz quer zum 1:0 bediente. Schiedsrichterassistent Johannes Fritze hatte es richtig gesehen: Klarmann bekam die Kugel erst deutlich hinter der Linie zu fassen – das 1:0 (32.)!
Nach schwachem Rückpass des Gegners hatte K. Keinz sogar die rasche Verdopplung auf dem Fuß, doch Klarmann stellte sich clever in den Weg.
Mit dem ergiebigen Regen tauchten nun plötzlich auch die Gäste vorne auf, ging es im Konter über rechts, von wo Nils Tietgen Luca Schemborski in Szene setzte, sodass der 19-Jährige den Gleichstand humorlos ins Torwart-Eck nagelte (41.).
Für das Chancenplus, das zwei weitere Gelegenheiten vor der Halbzeit noch zusätzlich ausbauten (42. & 44.), konnten sich die Platzherren somit herzlich wenig kaufen.
Und fast wäre der Schuss sogar nach hinten losgegangen, erhielt Ferhat im Rahmen einer Ecke die freie Mega-Chance per Kopf, die jedoch am Pfosten zerschellte (50.).
Ein Weckruf für die Sportvereinigung, die kurzerhand durch K. Keinz´ tiefen Ball in den Offensivraum gelangte, damit Cedric Assmann den mitgelaufenen Schulz passend zum 2:1 bedienen konnte (53.).
Nachdem mit Assmann wenig später auch ein Pönitzer das Aluminium erwischte (62.), erinnerte ein parierter Schemborski-Freistoß (66.) an die Fragilität des knappen Vorsprungs, den man schließlich selbst per Standard auf nunmehr 3:1 hochschraubte. Diesmal fand Oscar Herzogs Freistoß Assmann am nahen Pfosten und die Torhymne „Major Tom (völlig losgelöst)“ ertönte ein drittes Mal (74.).
Die Partie damit vorzeitig entschieden. Auch, wenn Jan Ratjen SVG-Fänger Ricardo Maghon noch einmal dazu zwang, die kurze Ecke geschwind dichtzumachen (81.).
Mit sechs Zählern vor dem einmal weniger aktiven Heikendorfer SV thront die Elf von Trainer Christian Born weiter auf dem Platz an der Sonne, während die personell geschröpften Flintbeker im gesicherten Mittelfeld mit dem Kreispokalfinale im Mai gegen Kilia Kiel noch einen echten Höhepunkt vor der Flinte haben.

SVG Pönitz: Maghon – Dutschke, E. Keinz, Evers (66. Gramckau), Ebeling – J. Schulz (76. Henkel), Toth (84. Brack), Potuzak, Assmann – Herzog (76. Durante), K. Keinz (66. Balzereit), Trainer: Christian Born

TSV Flintbek: Klarmann – Wischnewski (83. Ögmen), L. Schulz, Todic, Ferhat, Gremmel – Kock, Ratjen – Tietgen (86. Sommerfeld), Rehder, Schemborski, Trainer: Marcel Naeve


Tore: 1:0 Schulz (32. Toth), 1:1 Schemborski (41. Tietgen), 2:1 Schulz (53. Assmann), 3:1 Assmann (74. Herzog)

gelbe Karten: Evers – Wischnewski

Schiedsrichter: Joona Maxe (JSG Fehmarn, Note 2,5)

Zuschauer: 55