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Freitag, 27. März 2026

Spielbericht TSV Kollmar - TSV Heiligenstedten IV

Überwunden aber dennoch unbezwungen
6:2 im Top-Spiel: TSV Kollmar bleibt einsame Tabellenspitze!

Verlustpunktfrei aufsteigen? Für den TSV Kollmar auch nach dem Spitzenspiel gegen den TSV Heiligenstedten IV ein durchaus realistisches Szenario!
Dass auch Runde elf der Kreisklasse C-West-3 dreifache Punktefreude bescheren würde, hatten die Weiß-blauen rasch für sich beansprucht. Ballsicherer und handlungsschneller setzte man den Tabellenvierten ordentlich in dessen Hälfte fest. Nur die Chancenverwertung blieb ein Punkt auf der Mängelliste, bis Malte Meisberger schließlich per Direktfreistoß von halbrechts erlösende Fakten schaffte (17.).
Sen Chef, Spielertrainer Sören Brinkmann, legte im Fallen gleich das 2:0 nach (23.), ehe dessen mögliches 3:0, fein über Meisberger und Giso Precht herausgespielt, einer Fußtat von Gäste-Schlussmann Thorben Gehrke zum Opfer fiel (28.).
Doch da war ja noch der Meisberger, der in Minute 39 einfach mal aus der Ferne abzog und prompt mit Unterstützung des etwas hügeligen Geläufs das Tor-Triplett zum Kabinengang vollendete.
Von dort aufs Grün zurückgekehrt, machte der „7er“ gleich mit dem Toreschießen weiter, bedurfte es bei Ole Königs Flanke nur noch seiner hingehaltenen Rübe (47.).
Die Heiligenstedtener blieben dagegen weiterhin blass und mussten nun auch noch Gegentreffer Nummer fünf über sich ergehen lassen, als Heim-Goalie Bennet Gosau das Spiel schnell machte und mit dem langen Schlag Brinkmanns 5:0 initiierte (54.).
Seltenheitswert sollte der Abend aber trotzdem noch bekommen. Fünf Gegentreffer gab es für die heuer abermals siegreichen Deichkicker erst zu verkraften, da vollendete Martin Schmidt auf Zuspiel Ole Hesse mit rechts zum 5:1 (68.). Die Kollmaraner Körpersprache direkt nach dem Gegentor erinnerte da fast an den Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit…
Knappe zehn Minuten vor dem Ende zwangen die nun etwas aktiveren Jungs von der Stör sogar Lennart Glismann zum erneut verkürzenden Eigentor (82.). Das Vierfache des sonstigen Gegentorschnitts kassiert: das schreit nach einer Krisensitzung!
Wie gut für den Primus, dass Joker Tjark Mayer, der bereits in Hälfte eins zur Einwechslung bereitstand, dann aber in letzter Sekunde doch wieder auf der Bank Platz nehmen musste, weil Kollege Till König dann doch weitermachte (44.), kurz darauf zentral im Sechzehner auf 6:2 stellte (86.) Wenig später war es dann auch geschafft und der fünf-Punkte-Vorsprung auf den zeitgleich mit 3:0 bei der SG Wilstermarsch II siegreichen SV Heiligenstedtenerkamp souverän gehalten. Am Ostersamstag folgt nun das direkte Duell.

Tore: 1:0 Meisberger (17., direkter Freistoß), 2:0 Brinkmann (23.), 3:0 Meisberger (40.), 4:0 Meisberger (47. O. König), 5:0 Brinkmann (54.), 5:1 M. Schmidt (68. Hesse), 5:2 Glismann (82., Eigentor), 6:2 Mayer (86. Blosat)

Schiedsrichter: Alexander Salviani

Zuschauer: 42





Sonntag, 1. März 2026

Spielbericht VfB Glückstadt - TSV Kollmar

Weiße Weste ausgebaut
Spitzenreiter TSV Kollmar löst Pflichtaufgabe mit halbem Dutzend

Volle Fahrt in Richtung Aufstieg! Das erste (nicht ganz vollständige) Halbjahr mit acht Siegen aus ebenso vielen Spielen dominant über die Bühne gebracht, setzte der TSV Kollmar im neuen Kalenderjahr just dort an, wo er in 2025 aufgehört hatte.
Zugegeben, wartete im Nachholspiel mit dem VfB Glückstaft jetzt nicht die Elite der Kreisklasse C-West-3. Doch auch den Tabellenvorletzten muss man nach der XXL-Winterpause ohne echte Vorbereitung auf erstmal zielsicher auf seinem Neunerfeld bespielen.
Gelungen war dies zunächst durchaus manierlich, verwertete Philipp Treptow einen Flugball Marco Teplys technisch ansehnlich zum zentralen Abdruck ins linke untere Eck (3.), ehe der eifrige Giso Precht über rechts ganz Glückstadt davoneilte und die offengelassene lange Ecke sicher traf (5.).
In der Folge wurde allerdings deutlich, warum der TSV bislang kein Punktspiel höher als mit 5:0 gewann. Wiederholt schenkte man den prächtigen Ballbesitz zu ungeduldig mit langen Bällen her, anstatt den Gegner mit simplem Kurzpassspiel ins Laufen zu bringen.
Zudem leistete man sich zu viele vergeigte Chancen, wie jene, die Joschka Gruenler gegen Precht per Klärung vor der Linie zerstörte (16.).
So dauerte es bis in die Schlussphase des ersten Abschnitts, bis eine der zahlreichen Ecken durch Treptow Prechts 0:3-Kopfballtor herbeiführte (37.).
Der Pausenstand für die Glückstädter trotzdem durchaus im Rahmen, während man neben einem nicht einmal Field Goal-tauglichen David-Freistoß über den Zaun (36.) ganz zu Beginn sogar die fette Gelegenheit zum sensationellen Führungstor hatte. Im Duett spielten sich Alexande Ledtje und Kapitän Rene David kontrolliert nach vorne, wo David vor dem Kasten schließlich zu unplatziert draufhielt (1.). Benet Gosau faustete das Leder von seinem Gehäuse weg, das Niklas Hirschfelder nach dem Seitenwechsel drüben gar nicht mal so schlecht ins Visier nahm (48.).
Ohnehin ließ der leicht unkonzentrierte Tabellenführer den unterlegenen VfB etwas zu oft gewähren, was sogar Torhüter Sören Gehrig im gewagten Dribbling über das halbe Feld zum Torschuss einlud (71.).
Immerhin ging im eigenen Offensivspiel noch ein bisschen was, nahm Treptow eine Fehlpasseinladung dankend zum 0:4 aus 22 Metern an (59.), wohingegen Dennis Gercken einen Freistoß aus leicht kürzerer Distanz rechtsunten einschweißte (70.).
Als Sören Brinkmann nach gegnerischem Lapsus freie Bahn bekam, schien das halbe Dutzend perfekt, doch die Frage, warum er die Kugel nicht locker einschob und somit Goalie Sören Gehrig die Chance zur Rettungstat einräumte (74.), trieb die Nummer neun noch länger spürbar um…
Nach steilem Anspiel Patrick Laskowskys machte es wenigstens Kollege Precht noch einmal besser, senkte sich der Lupfer des nunmehr Dreifachtorschützen rechtzeitig zum 0:6-Endstand (88.).
Mit der Drittvertretung des TSV Heiligenstedten (Dritter) wartet allerdings bereits am kommenden Freitag ein etwas anderes Kaliber auf die Blauen, denen die Elf des SV Heiligenstedtenerkamp mit nur drei Zählern weniger im Rücken klebt, zumal auf Schützenhilfe des VfB am Sonntag gegen den Vize wohl eher nicht zu bauen ist…

VfB Glückstadt: Gehrig – Diercks, Gruenler, Brackhagen – Yakob, Krüger, Ledtje, Grimm – David, eingewechselt: Rupprecht, Hirschfelder, Gjeloshgjokaj, Topalli, Biyik, Trainer: Sven Tiessen

TSV Kollmar: B. Gosau – Teply, Gercken, Laskowsky – Precht, M. Meisberger, Treptow, König – Brinkmann, eingewechselt: Schultze, Schulze-Middig, E. Meisberger, Koscherus, Spielertrainer: Sören Brinkmann

Tore: 0:1 Treptow (3. Teply), 0:2 Precht (5.), 0:3 Precht (36. Treptow), 0:4 Treptow (59.), 0:5 Gercken (70., direkter Freistoß), 0:6 Precht (88. Laskowsky)

gelbe Karten: David, Hirschfelder, Krüger – Gercken

Schiedsrichter: Felix Kuhn

Zuschauer: 45

Dreifach erfolgreich: Giso Precht.