Bahnschranke fällt zu spät
Umlandts
Fernschuss entscheidet wilden Schlagabtausch in Horst
Kreisklasse B, was willst du mehr als dieses Spektakel am Freitagabend?! Neun
Tore, verteilt zu einem packenden Schlagabtausch, garnierten das wilde Derby
der Siebenerstaffel zwischen der VfR Horst-Vierten und dem TSV Kollmar.
So richtig zu erwarten war dies für den (selbsternannten) Experten im Vorfeld
nicht, präsentierte sich der Aufsteiger vom Deich bislang mit Höhenluft (Rang
vier) als Bereicherung für die Liga, während die Hausherren ihren
Vorjahresstandard, knapp oberhalb der Abstiegszone, halten.
Auf dem besser vertrauten Kunstrasen machte der „Außenseiter“ allerdings
ordentlich Betrieb, was sich durch Louis Schmidts Rechtsschuss, von Torsteher
Bennet Gosau am Boden pariert, erstmals konkret belegen ließ (6.).
Umso unglücklicher, dass man sich drüben ein schwach verteidigtes Gegentor nach
einer Ecke Leif Umlandts fing, weil einfach niemand die Notwendigkeit erkannte,
Burak Savran im Fünfer die Stirn/den blockierenden Fuß zu bieten (9.).
Unverdrossen machte das Team um den fleißigen Samir Ehrenberg jedoch weiter,
verfehlte beispielsweise durch den Sommerneuzugang von Holsatia Elmshorn aber
aussichtsreich (19.).
Ein Missverständnis hinten gerade so gegen den spekulierenden Sören Brinkmann
überstanden (30.), war es höherklassige Erfahrung, die den VfR nun auch im
Spielstand zur Ebenbürtigkeit verhalf. Dominik Schettler – den Kennern der
Szene noch unter Bubat bekannt – schickte seinen Freistoß von
rechtsaußen auf einen hohen Segeltörn ins linke, obere Eck (31.).
Ein echter Dosenöffner seiner Farben, die Jost Walkenhorst mit der
abfälschenden Hilfe Dennis Gerckens gar in Front brachte (35.) – ausgebaut
durch Ehrenberg, der Simon Vlek de Coninghs wiederum abgefälschten
Lattenkracher per Abstauber doch noch ins Ziel brachte (41.).
Der TSV Kollmar, zwischendurch in Person von Spielertrainer Brinkmann am
Ausgleich gescheitert (36), damit binnen zehn Minuten ins Hintertreffen
geraten. Doch es gab Hoffnung, als Malte Meisberger direkt vor der Pause
plötzlich vor der Kiste auftauchte und flach gegen Fabio Lennartz auf 3:2
verkürzte (45.+2).
Für den neutralen Beobachter natürlich der Stoff, aus dem beste Unterhaltung
gemacht ist! Da war es auch zu verschmerzen, dass Petrus heuer nicht erstmalig
die Gießkanne zückte…
Ob dies M. Meisberger (54.) und drüben Pavel Mensah (62.) bei ihren erfolglosen
Versuchen entscheidend gestört hatte?
Frei vom Einfluss jedweder Witterung fand TSV-Joker Klaas Menßen Raumdeuter
Giso Precht, für den das 3:3 dadurch nur noch Formsache war (65.). Die Blauen
wieder voll im Rennen und nur Augenblicke später gar erneut in der
Poleposition, weil M. Meisberger über Steuerbord nicht zu bremsen war, beim
spitzwinkligen Abschluss zwar erstmal durch Lennartz (zu kurz) geblockt wurde,
aber mit Brinkmann den richtigen Kollegen zum ermogelten Abstauber dabeihatte
(67.). Lange währte die kollmaraner Glückseligkeit wiederum nicht. Zu einfach
machte es der amtierende C-Klassenmeister Walkenhorst beim Lupfer, hoch in die
Angriffszone, wo auch Louis Schmidt von halblinks die gefühlvolle Variante über
den Torwart zum 4:4 bemühte (75.).
Ein gerechtes Ergebnis für diesen mitunter auch intensiv geführten Kick, nur
hatte der Fußballgott heute den Fanschal des TSV Kollmar umhängen.
Gegen Lennartz zog Umlandt in Minute 80 zwar noch den Kürzeren, doch als es die
Rückennummer 8 wenig später aus der Distanz probierte, fiel die Bahnschranke zu
langsam, um den Express in Richtung Auswärtssieg noch aufzuhalten (82.) – aller
Einsatzbereitschaft des bis zum Schlusspfiff einsatzfreudigen VfR, dem nun ein
spielfreies Wochenende bevor steht. Der glückliche Sieger aus Kollmar wird seinen
zahlreichen Anhang dagegen bereits am kommenden Freitag zum Heimspiel gegen
Rot-weiß Kiebitzreihe II wiedersehen.
Tore: 0:1 Savran (9. Umlandt), 1:1 Schettler (31., direkter
Freistoß), 2:1 Walkenhorst (35.), 3:1 Ehrenberg (41. Vlek de Coningh), 3:2 M.
Meisberger (45.+2), 3:3 Precht (65. Menßen), 3:4 Brinkmann (67. M. Meisberger),
4:4 L. Schmidt (75. Walkenhorst), 4:5 Umlandt (82.)
Schiedsrichter: Christian Lehmann
Zuschauer: 60
Freitag, 4. September 2026
Spielbericht VfR Horst IV - TSV Kollmar
Freitag, 27. März 2026
Spielbericht TSV Kollmar - TSV Heiligenstedten IV
Überwunden aber dennoch
unbezwungen
6:2
im Top-Spiel: TSV Kollmar bleibt einsame Tabellenspitze!
Verlustpunktfrei aufsteigen? Für den TSV Kollmar auch nach dem Spitzenspiel gegen
den TSV Heiligenstedten IV ein durchaus realistisches Szenario!
Dass auch Runde elf der Kreisklasse C-West-3 dreifache Punktefreude bescheren
würde, hatten die Weiß-blauen rasch für sich beansprucht. Ballsicherer und
handlungsschneller setzte man den Tabellenvierten ordentlich in dessen Hälfte
fest. Nur die Chancenverwertung blieb ein Punkt auf der Mängelliste, bis Malte
Meisberger schließlich per Direktfreistoß von halbrechts erlösende Fakten
schaffte (17.).
Sen Chef, Spielertrainer Sören Brinkmann, legte im Fallen gleich das 2:0 nach
(23.), ehe dessen mögliches 3:0, fein über Meisberger und Giso Precht
herausgespielt, einer Fußtat von Gäste-Schlussmann Thorben Gehrke zum Opfer
fiel (28.).
Doch da war ja noch der Meisberger, der in Minute 39 einfach mal aus der Ferne
abzog und prompt mit Unterstützung des etwas hügeligen Geläufs das Tor-Triplett
zum Kabinengang vollendete.
Von dort aufs Grün zurückgekehrt, machte der „7er“ gleich mit dem Toreschießen
weiter, bedurfte es bei Ole Königs Flanke nur noch seiner hingehaltenen Rübe
(47.).
Die Heiligenstedtener blieben dagegen weiterhin blass und mussten nun auch noch
Gegentreffer Nummer fünf über sich ergehen lassen, als Heim-Goalie Bennet Gosau
das Spiel schnell machte und mit dem langen Schlag Brinkmanns 5:0 initiierte
(54.).
Seltenheitswert sollte der Abend aber trotzdem noch bekommen. Fünf Gegentreffer
gab es für die heuer abermals siegreichen Deichkicker erst zu verkraften, da
vollendete Martin Schmidt auf Zuspiel Ole Hesse mit rechts zum 5:1 (68.). Die
Kollmaraner Körpersprache direkt nach dem Gegentor erinnerte da fast an den
Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit…
Knappe zehn Minuten vor dem Ende zwangen die nun etwas aktiveren Jungs von der
Stör sogar Lennart Glismann zum erneut verkürzenden Eigentor (82.). Das
Vierfache des sonstigen Gegentorschnitts kassiert: das schreit nach einer
Krisensitzung!
Wie gut für den Primus, dass Joker Tjark Mayer, der bereits in Hälfte eins zur
Einwechslung bereitstand, dann aber in letzter Sekunde doch wieder auf der Bank
Platz nehmen musste, weil Kollege Till König dann doch weitermachte (44.), kurz
darauf zentral im Sechzehner auf 6:2 stellte (86.) Wenig später war es dann
auch geschafft und der fünf-Punkte-Vorsprung auf den zeitgleich mit 3:0 bei der
SG Wilstermarsch II siegreichen SV Heiligenstedtenerkamp souverän gehalten. Am
Ostersamstag folgt nun das direkte Duell.
Tore: 1:0 Meisberger (17., direkter Freistoß), 2:0 Brinkmann
(23.), 3:0 Meisberger (40.), 4:0 Meisberger (47. O. König), 5:0 Brinkmann
(54.), 5:1 M. Schmidt (68. Hesse), 5:2 Glismann (82., Eigentor), 6:2 Mayer (86. Blosat)
Schiedsrichter: Alexander Salviani
Zuschauer: 42
Sonntag, 1. März 2026
Spielbericht VfB Glückstadt - TSV Kollmar
Weiße Weste ausgebaut
Spitzenreiter
TSV Kollmar löst Pflichtaufgabe mit halbem Dutzend
Volle Fahrt in Richtung Aufstieg! Das erste (nicht ganz vollständige) Halbjahr
mit acht Siegen aus ebenso vielen Spielen dominant über die Bühne gebracht,
setzte der TSV Kollmar im neuen Kalenderjahr just dort an, wo er in 2025
aufgehört hatte.
Zugegeben, wartete im Nachholspiel mit dem VfB Glückstaft jetzt nicht die Elite
der Kreisklasse C-West-3. Doch auch den Tabellenvorletzten muss man nach der
XXL-Winterpause ohne echte Vorbereitung auf erstmal zielsicher auf seinem
Neunerfeld bespielen.
Gelungen war dies zunächst durchaus manierlich, verwertete Philipp Treptow einen
Flugball Marco Teplys technisch ansehnlich zum zentralen Abdruck ins linke untere
Eck (3.), ehe der eifrige Giso Precht über rechts ganz Glückstadt davoneilte
und die offengelassene lange Ecke sicher traf (5.).
In der Folge wurde allerdings deutlich, warum der TSV bislang kein Punktspiel
höher als mit 5:0 gewann. Wiederholt schenkte man den prächtigen Ballbesitz zu
ungeduldig mit langen Bällen her, anstatt den Gegner mit simplem Kurzpassspiel
ins Laufen zu bringen.
Zudem leistete man sich zu viele vergeigte Chancen, wie jene, die Joschka
Gruenler gegen Precht per Klärung vor der Linie zerstörte (16.).
So dauerte es bis in die Schlussphase des ersten Abschnitts, bis eine der
zahlreichen Ecken durch Treptow Prechts 0:3-Kopfballtor herbeiführte (37.).
Der Pausenstand für die Glückstädter trotzdem durchaus im Rahmen, während man
neben einem nicht einmal Field Goal-tauglichen David-Freistoß über den Zaun
(36.) ganz zu Beginn sogar die fette Gelegenheit zum sensationellen Führungstor
hatte. Im Duett spielten sich Alexande Ledtje und Kapitän Rene David
kontrolliert nach vorne, wo David vor dem Kasten schließlich zu unplatziert
draufhielt (1.). Benet Gosau faustete das Leder von seinem Gehäuse weg, das
Niklas Hirschfelder nach dem Seitenwechsel drüben gar nicht mal so schlecht ins
Visier nahm (48.).
Ohnehin ließ der leicht unkonzentrierte Tabellenführer den unterlegenen VfB
etwas zu oft gewähren, was sogar Torhüter Sören Gehrig im gewagten Dribbling
über das halbe Feld zum Torschuss einlud (71.).
Immerhin ging im eigenen Offensivspiel noch ein bisschen was, nahm Treptow eine
Fehlpasseinladung dankend zum 0:4 aus 22 Metern an (59.), wohingegen Dennis
Gercken einen Freistoß aus leicht kürzerer Distanz rechtsunten einschweißte
(70.).
Als Sören Brinkmann nach gegnerischem Lapsus freie Bahn bekam, schien das halbe
Dutzend perfekt, doch die Frage, warum er die Kugel nicht locker einschob und
somit Goalie Sören Gehrig die Chance zur Rettungstat einräumte (74.), trieb die
Nummer neun noch länger spürbar um…
Nach steilem Anspiel Patrick Laskowskys machte es wenigstens Kollege Precht
noch einmal besser, senkte sich der Lupfer des nunmehr Dreifachtorschützen
rechtzeitig zum 0:6-Endstand (88.).
Mit der Drittvertretung des TSV Heiligenstedten (Dritter) wartet allerdings bereits
am kommenden Freitag ein etwas anderes Kaliber auf die Blauen, denen die Elf des
SV Heiligenstedtenerkamp mit nur drei Zählern weniger im Rücken klebt, zumal
auf Schützenhilfe des VfB am Sonntag gegen den Vize wohl eher nicht zu bauen
ist…
VfB Glückstadt: Gehrig – Diercks, Gruenler, Brackhagen –
Yakob, Krüger, Ledtje, Grimm – David, eingewechselt: Rupprecht,
Hirschfelder, Gjeloshgjokaj, Topalli, Biyik, Trainer: Sven Tiessen
TSV Kollmar: B. Gosau – Teply, Gercken, Laskowsky – Precht, M.
Meisberger, Treptow, König – Brinkmann, eingewechselt: Schultze,
Schulze-Middig, E. Meisberger, Koscherus, Spielertrainer: Sören
Brinkmann
Tore: 0:1 Treptow (3. Teply), 0:2 Precht (5.), 0:3 Precht (36. Treptow), 0:4 Treptow (59.), 0:5 Gercken (70., direkter Freistoß), 0:6 Precht (88. Laskowsky)
gelbe Karten: David, Hirschfelder, Krüger – Gercken
Schiedsrichter: Felix Kuhn
Zuschauer: 45
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| Dreifach erfolgreich: Giso Precht. |


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