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Samstag, 14. März 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SC Teutonia 10 1.A

Kasaj durchbricht das Schusspech
Spätes Joker-Tor: Holsatias U19 belohnt sich für die Beharrlichkeit

Mit der vermeintlich einfachsten der drei Aufgaben beendete Holsatias U19 den kleinen Heimspielmarathon zum Jahresauftakt, um gegen Teutonia 10 allerdings einiges an Geduld und Frustrationstoleranz aufbringen zu müssen.
Bei tristem Märzwetter war den Jungs in den gestreiften Jerseys nämlich das Abschlusspech ein steter Begleiter. Erstmals so richtig augenscheinlich, als der aufgerückte Erik Johänning per Konterchance im Doppelpass mit Luca Joneleit zum Abdruck an den Pfosten kam und das Ei schließlich vom Rücken des Torwarts an der falschen Seite des Gestänges über die Linie rutschte (15.). Ebenso in einer ähnlichen Szene – mit dem Unterschied, dass Medin Baljes Rückgrat diesmal keinen Anteil am Szenario hatte (22.).
Erster Frust machte sich breit, zumal Yannick Ehlers bei einer Hinterthaner-Ecke doch reichlich unbewacht über den Kasten löffelte (35.). Es sollte nicht seine letzte Großchance bleiben…
Sicherlich noch mehr Topchancen hätten sich den Platzherren insbesondere in Abschnitt eins ergeben, wären da nicht einige kreative Abseitspfiffe gewesen. Andersherum muss man sich dann vielleicht auch ein wenig auf die Linie des Schiedsrichters einstellen.
Frei von Abseitsverdachtsmomenten blieb dagegen ein teils kopflos vergebenes Füllhorn an Chancen nach dem Seitenwechsel, ehe die Teutonen zwischendurch ihrerseits die dicke Gelegenheit zur Bestrafung hatten. Luca Goike bekam sein Eck gegen Emirhan Erdal aber immerhin rechtzeitig dicht (57.).
Holsatia blieb auch in der Folge am Drücker, vermochte es dann jedoch sogar in temporärer Überzahl (der geplättete Ali Doubmouya brauchte zwischendurch eine Pause, doch niemand war zur Substitution verfügbar) nicht, das Leder endlich in den Gäste-Kasten zu kriegen – bis Hinterthaners lange Hereingabe beim eingewechselten Alkeo Kasaj landete und der Joker einfach mal trocken linksunten zur überfälligen 1:0-Führung abzog (75.).
Die schärfste Antwort darauf lieferten die auswechselspielerlosen Teutonen mit einem immer länger werdenden Freistoß Nathan Mesfins, der sich auch trotz Goikes Eingreifen in der Luft zur heißen Alu-Aktion entwickelte (85.).
Dass die Krückaustädter drüben, beispielsweise durch Ehlers und dessen freies Verfehlen am ersten Pfosten (vor allem der Joneleit/Dieckhoff-Doppelpass in der Vorarbeit hätte ein Tor verdient gehabt, 89.), das vorentscheidende zweite Tor verpassten, blieb somit am Ende unbestraft.
Im Mittelfeld der ausfallzerpflückten U19-Oberliga bleibt für Holsatia derweil noch vieles möglich – wie auch im Pokal, wo es bereits am kommenden Dienstag das Duell beim U18-Landesligavertreter Grün-weiß Eimsbüttel weitergeht.
Teutonia 10, das bereits mit vier Niederlagen in die lange Winterpause ging und sich personell über das Ende der Frühjahrsferien in Hamburg freuen dürfte, hat zwei Tage länger Regeneration, bevor das Viertrundenmatch gegen das U18-Oberliga-Schlusslicht Harburger TB ins Haus steht.

Holsatia im EMTV 1.A: Goike – Kasem, Johänning, Dieckhoff, Jonas, Ehlers – Bjane, Polat – Joneleit, Schwarz, Hinterthaner, eingewechselt: Kasaj, Martens, Stüben, Trainer: Bent Vieth

SC Teutonia 10 1.A: Balje – Mehare Beyene, Doubmouya, Radinovic-Protic, Mesfin, Witte – Heindorff, Ahrens – Tanzi, Adamou, Erdal, Trainer: Thomas Thundiyil

Tore: 1:0 Kasaj (75. Hinterthaner)

gelbe Karten: Stüben – Tanzi, Doubmouya, Radinovic-Protic

Schiedsrichter: Frank Tesch (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 30

















Samstag, 28. Februar 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SV Eidelstedt 1.A

Antwort per Abstauber
Verdienter Heimsieg! Holsatia-2007er schlagen den Tabellenzweiten

Ganze 14 Zähler holte die Elf des des SV Eidelstedt – immerhin Vize-Spitzenreiter der U19-Oberliga – bislang mehr, als Holsatia Elmshorn. Ein Qualitätsunterschied, den die Holsaten im direkten Duell zum Jahresstart 2026 allerdings gekonnt ins Gegenteil umkehrten.
Von Beginn an waren sie es nämlich, die den Spielverlauf diktierten, um im letzten Drittel dann aber noch zu oft die schnelle Entscheidung am Ball zu scheuen. Ein Ehlers-Freistoß, der linksunten vorbei zischte (10), blieb daher erstmal das Höchste der konkreten Offensivgefühle.
Dann aber war es wieder ein ruhender Ball, den der SVE zuvor unnötig verursacht hatte, der Luca Joneleit die ideale Gelegenheit dazu gab, sich im Sechzehner zum erlösenden Kopfballtor hochzuschrauben – das 1:0 (20.)!
Und es wäre noch mehr möglich gewesen, durch den 17er, der per Steckpass vor die Kiste geschickt wurde, um dort allerdings etwas zu unplatziert an Goalie Jan Mendez zu scheitern (27.).
Ohnehin waren es die tiefen Läufe, die gegen eher geschwindigkeitsarme Eidelstedter Gefahr stifteten. So auch, als Erik Johänning, von rechten Schiene aus, seine Endstation per Heber über den Kasten im Strafraum fand (38.).
Noch knapper ging es kurz vor der Pause beim fleißigen aber glücklosen Ryan Hinterthaner zu; Pfosten aus halbrechter Schussposition (45.)!
Reichlich Dusel also für den SV Eidelstedt, dessen Angriff auf die vorübergehende Tabellenführung bis in den zweiten Abschnitt hinein nicht über verwegene Halbchancen hinauskam.
Daher durchaus überraschend stellten die Gäste, bei denen die Hereinnahme des wegen Zuspätkommens erstmal auf der Bank gelassenen Nidal Clubani über links sichtlich mehr Schwung brachte, früh im zweiten Abschnitt auf 1:1. Eine Ecke von Jannis Kupas hatte für ordentlich Chaos im Holsatia-Strafraum gesorgt, wo Kapitän Mads Heienbrock trotz verhaltener Handproteste des Gegners den Gleichstand erstocherte (53.).
Das Team, das ab dem kommenden Sommer nahezu komplett (inklusive Neuzugänge) als erste Herren für neuen Glanz an der Wilhelmshöhe sorgen will, bewies heute zumindest schon mal echte Nehmerqualitäten; ließ sich vom Ausgleich nicht irritieren. Stattdessen kam Hinterthaner, erst von Léonel Brüser abgefälscht (58.), dann per Freistoß ans Alu (59.), zu guten Gelegenheiten, den Vorsprung wieder zurückzuholen, ehe er auch in Minute 69 durch Zuspiel von Tarik Bjane zum Abschluss kam. Diesmal stand der eingewechselte Justus London im Weg – mit dem Unterschied, dass mit Joker Mohamed Kasem der richtige Mann an der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt für das 2:1 im Nachsetzen bereitstand! Da half auch alles Schimpfen des Schlussmannes wegen einer möglichen Abseitsposition im Vorfeld nichts…
Gut für London und seinen SVE dagegen, dass im nächsten (gewonnenen) Duell gegen Hinterthaner kein Elmshorner zum Abstauber bereitstand (71.).
Es blieb also bei der knappen Führung, gegen die die Furtwegler auf den letzten Metern nochmal anarbeiteten. Obwohl Holsatia dabei meist die entscheidenden Zweikämpfe für sich entschied, blieb Gelb-blau zum Beispiel per Kupas-Freistoß gefährlich (73.).
Mit ihrem besten Spielzug das Tages über die Stationen Clubani, Masaud und Tengg erhielt der scharf im Zentrum angespielte Jakob Qazi eine letzte Ausgleichschance, die Vorbeigrätschen aber zur Erleichterung des verdienten Siegers ungenutzt blieb (90.+1).
Das letzte Jugend-Halbjahr der Mannen von Trainer Bent Vieth, dessen Amtszeit die Dekadenmarke längst überschritten hat, begann also gleich mal mit einem Ausrufezeichen, dem bereits am kommenden Freitag im zweiten von drei Heimspielen in Serie die Fortsetzung gegen die SV Halstenbek-Rellingen folgen soll.  

Tore: 1:0 Joneleit (20. Hinterthaner), 1:1 Heienbrock (53. Kupas), 2:1 Kasem (69. Hinterthaner)

gelbe Karten: Hochschild, Bjane, Ehlers – Santos Caseiro, Agbobli-Dougno

Schiedsrichter: Marcel Münster (TSV Gut Heil Heist)

Zuschauer: 40