Kasaj durchbricht das Schusspech
Spätes
Joker-Tor: Holsatias U19 belohnt sich für die Beharrlichkeit
Mit der vermeintlich einfachsten der drei Aufgaben beendete Holsatias U19 den
kleinen Heimspielmarathon zum Jahresauftakt, um gegen Teutonia 10 allerdings einiges
an Geduld und Frustrationstoleranz aufbringen zu müssen.
Bei tristem Märzwetter war den Jungs in den gestreiften Jerseys nämlich das
Abschlusspech ein steter Begleiter. Erstmals so richtig augenscheinlich, als
der aufgerückte Erik Johänning per Konterchance im Doppelpass mit Luca Joneleit
zum Abdruck an den Pfosten kam und das Ei schließlich vom Rücken des Torwarts
an der falschen Seite des Gestänges über die Linie rutschte (15.). Ebenso in
einer ähnlichen Szene – mit dem Unterschied, dass Medin Baljes Rückgrat diesmal
keinen Anteil am Szenario hatte (22.).
Erster Frust machte sich breit, zumal Yannick Ehlers bei einer
Hinterthaner-Ecke doch reichlich unbewacht über den Kasten löffelte (35.). Es
sollte nicht seine letzte Großchance bleiben…
Sicherlich noch mehr Topchancen hätten sich den Platzherren insbesondere in
Abschnitt eins ergeben, wären da nicht einige kreative Abseitspfiffe gewesen.
Andersherum muss man sich dann vielleicht auch ein wenig auf die Linie des
Schiedsrichters einstellen.
Frei von Abseitsverdachtsmomenten blieb dagegen ein teils kopflos vergebenes Füllhorn
an Chancen nach dem Seitenwechsel, ehe die Teutonen zwischendurch ihrerseits
die dicke Gelegenheit zur Bestrafung hatten. Luca Goike bekam sein Eck gegen
Emirhan Erdal aber immerhin rechtzeitig dicht (57.).
Holsatia blieb auch in der Folge am Drücker, vermochte es dann jedoch sogar in
temporärer Überzahl (der geplättete Ali Doubmouya brauchte zwischendurch eine
Pause, doch niemand war zur Substitution verfügbar) nicht, das Leder endlich in
den Gäste-Kasten zu kriegen – bis Hinterthaners lange Hereingabe beim
eingewechselten Alkeo Kasaj landete und der Joker einfach mal trocken
linksunten zur überfälligen 1:0-Führung abzog (75.).
Die schärfste Antwort darauf lieferten die auswechselspielerlosen Teutonen mit
einem immer länger werdenden Freistoß Nathan Mesfins, der sich auch trotz
Goikes Eingreifen in der Luft zur heißen Alu-Aktion entwickelte (85.).
Dass die Krückaustädter drüben, beispielsweise durch Ehlers und dessen freies
Verfehlen am ersten Pfosten (vor allem der Joneleit/Dieckhoff-Doppelpass in der
Vorarbeit hätte ein Tor verdient gehabt, 89.), das vorentscheidende zweite Tor
verpassten, blieb somit am Ende unbestraft.
Im Mittelfeld der ausfallzerpflückten U19-Oberliga bleibt für Holsatia derweil
noch vieles möglich – wie auch im Pokal, wo es bereits am kommenden Dienstag
das Duell beim U18-Landesligavertreter Grün-weiß Eimsbüttel weitergeht.
Teutonia 10, das bereits mit vier Niederlagen in die lange Winterpause ging und
sich personell über das Ende der Frühjahrsferien in Hamburg freuen dürfte, hat
zwei Tage länger Regeneration, bevor das Viertrundenmatch gegen das
U18-Oberliga-Schlusslicht Harburger TB ins Haus steht.
Holsatia im EMTV 1.A: Goike – Kasem, Johänning, Dieckhoff,
Jonas, Ehlers – Bjane, Polat – Joneleit, Schwarz, Hinterthaner, eingewechselt:
Kasaj, Martens, Stüben, Trainer: Bent Vieth
SC Teutonia 10 1.A: Balje – Mehare Beyene, Doubmouya, Radinovic-Protic, Mesfin,
Witte – Heindorff, Ahrens – Tanzi, Adamou, Erdal, Trainer: Thomas Thundiyil
Tore: 1:0 Kasaj (75. Hinterthaner)
gelbe Karten: Stüben – Tanzi, Doubmouya, Radinovic-Protic
Schiedsrichter: Frank Tesch (Heidgrabener SV)
Zuschauer: 30
Samstag, 14. März 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SC Teutonia 10 1.A
Samstag, 28. Februar 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SV Eidelstedt 1.A
Antwort per Abstauber
Verdienter
Heimsieg! Holsatia-2007er schlagen den Tabellenzweiten
Ganze 14 Zähler holte die Elf des des SV Eidelstedt – immerhin Vize-Spitzenreiter
der U19-Oberliga – bislang mehr, als Holsatia Elmshorn. Ein
Qualitätsunterschied, den die Holsaten im direkten Duell zum Jahresstart 2026
allerdings gekonnt ins Gegenteil umkehrten.
Von Beginn an waren sie es nämlich, die den Spielverlauf diktierten, um im
letzten Drittel dann aber noch zu oft die schnelle Entscheidung am Ball zu
scheuen. Ein Ehlers-Freistoß, der linksunten vorbei zischte (10), blieb daher
erstmal das Höchste der konkreten Offensivgefühle.
Dann aber war es wieder ein ruhender Ball, den der SVE zuvor unnötig verursacht
hatte, der Luca Joneleit die ideale Gelegenheit dazu gab, sich im Sechzehner
zum erlösenden Kopfballtor hochzuschrauben – das 1:0 (20.)!
Und es wäre noch mehr möglich gewesen, durch den 17er, der per Steckpass
vor die Kiste geschickt wurde, um dort allerdings etwas zu unplatziert an
Goalie Jan Mendez zu scheitern (27.).
Ohnehin waren es die tiefen Läufe, die gegen eher geschwindigkeitsarme Eidelstedter
Gefahr stifteten. So auch, als Erik Johänning, von rechten Schiene aus, seine
Endstation per Heber über den Kasten im Strafraum fand (38.).
Noch knapper ging es kurz vor der Pause beim fleißigen aber glücklosen Ryan
Hinterthaner zu; Pfosten aus halbrechter Schussposition (45.)!
Reichlich Dusel also für den SV Eidelstedt, dessen Angriff auf die
vorübergehende Tabellenführung bis in den zweiten Abschnitt hinein nicht über verwegene
Halbchancen hinauskam.
Daher durchaus überraschend stellten die Gäste, bei denen die Hereinnahme des
wegen Zuspätkommens erstmal auf der Bank gelassenen Nidal Clubani über links
sichtlich mehr Schwung brachte, früh im zweiten Abschnitt auf 1:1. Eine Ecke
von Jannis Kupas hatte für ordentlich Chaos im Holsatia-Strafraum gesorgt, wo
Kapitän Mads Heienbrock trotz verhaltener Handproteste des Gegners den
Gleichstand erstocherte (53.).
Das Team, das ab dem kommenden Sommer nahezu komplett (inklusive Neuzugänge) als
erste Herren für neuen Glanz an der Wilhelmshöhe sorgen will, bewies heute
zumindest schon mal echte Nehmerqualitäten; ließ sich vom Ausgleich nicht
irritieren. Stattdessen kam Hinterthaner, erst von Léonel Brüser abgefälscht
(58.), dann per Freistoß ans Alu (59.), zu guten Gelegenheiten, den
Vorsprung wieder zurückzuholen, ehe er auch in Minute 69 durch Zuspiel von
Tarik Bjane zum Abschluss kam. Diesmal stand der eingewechselte Justus London
im Weg – mit dem Unterschied, dass mit Joker Mohamed Kasem der richtige Mann an
der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt für das 2:1 im Nachsetzen
bereitstand! Da half auch alles Schimpfen des Schlussmannes wegen einer möglichen
Abseitsposition im Vorfeld nichts…
Gut für London und seinen SVE dagegen, dass im nächsten (gewonnenen) Duell
gegen Hinterthaner kein Elmshorner zum Abstauber bereitstand (71.).
Es blieb also bei der knappen Führung, gegen die die Furtwegler auf den letzten
Metern nochmal anarbeiteten. Obwohl Holsatia dabei meist die entscheidenden
Zweikämpfe für sich entschied, blieb Gelb-blau zum Beispiel per Kupas-Freistoß
gefährlich (73.).
Mit ihrem besten Spielzug das Tages über die Stationen Clubani, Masaud und
Tengg erhielt der scharf im Zentrum angespielte Jakob Qazi eine letzte
Ausgleichschance, die Vorbeigrätschen aber zur Erleichterung des verdienten Siegers
ungenutzt blieb (90.+1).
Das letzte Jugend-Halbjahr der Mannen von Trainer Bent Vieth, dessen Amtszeit
die Dekadenmarke längst überschritten hat, begann also gleich mal mit einem
Ausrufezeichen, dem bereits am kommenden Freitag im zweiten von drei
Heimspielen in Serie die Fortsetzung gegen die SV Halstenbek-Rellingen folgen
soll.
Tore: 1:0 Joneleit (20. Hinterthaner), 1:1 Heienbrock (53.
Kupas), 2:1 Kasem (69. Hinterthaner)
gelbe Karten: Hochschild, Bjane, Ehlers – Santos Caseiro, Agbobli-Dougno
Schiedsrichter: Marcel Münster (TSV Gut Heil Heist)
Zuschauer: 40

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