Samstag, 13. Dezember 2025

Spielbericht HSV Barmbek-Uhlenhorst 1.A - Walddörfer SV 2.A

Schrödingers Punktgewinn
„total inkonstant“: WSV-2008er zeigen wieder mal ihre zwei Gesichter

Wie unter einem Brennglas präsentierte die U18-Oberliga-Elf des Walddörfer SV zum Jahresabschluss 2025 noch einmal die volle Spannweite ihres Daseins. „Wenn man sich unsere erste Hälfte anguckt, war das irgendwie Arbeitsverweigerung!“, polterte Kapitän Arthur Schreiber über die ersten 45 Minuten, in denen man „überhaupt nichts auf den Platz bekommen“ hatte, was den WSV „stark macht“, um sich nach dem Seitenwechsel über eine richtig, richtig wichtige Leistungssteigerung“ zu freuen.
Der 2:2-Endstand – um es vorweg zu nehmen – also „auf jeden Fall gerechtfertigt“.
Akt eins eines wahrlich wechselhaften Auftritts, hatte sich nach zweimaliger Schonfrist (Schlussmann Maximilian Röndigs klärte im Duell mit dem freundlich per Ballverlust eingeladenen Timur Kilinc mit dem herausschnellenden Fuß zur Ecke (10.) und räumte später Gegenspieler Leon Önal ungestraft im Sechzehner ab (18.).) schließlich doch in einem Rückstand manifestiert. Ohne Konsequenz an der eigenen Grundlinie, schaute man Kyryl Karev und Spielmacher Richard Pilishvili dabei zu, wie letzterer die Kugel, von Philipp Hentschke abgefälscht, zu Mitspieler Kilinc beförderte, sodass der 9er nur noch einzustolpern brauchte (26.). – „Ein richtiges Kuller-Ding“!
Als dringend nötiger Wachmacher taugte der Knall des Gegentors aber mitnichten. Stattdessen verhinderte Röndigs in zuvor teils grotesk „verteidigten“ Szenen gleich dreimal binnen kürzester Zeit einen höheren Rückstand (29., 30. & 32.).
„Wir waren schlecht nach vorne, wir hatten keine Angebote im Zentrum, wir hatten keine Mann-Zuteilung, wir waren einfach überhaupt nicht wach und nicht präsent auf dem Platz!“, klagte der Gäste-Spielführer an. Und gerade als man immerhin einmal in die Nähe des gegnerischen Kastens kam, schlug BU-Kapitän Jan Brinkmann vor dem nachsetzenden Schreiber den langen Hafer, der den Roten gar nicht bekommen sollte. Ohne gegnerische Absicherung leitete der umtriebige L. Önal die Kugel mit dem Kopf weiter zum leicht abseits stehenden Leon Fijolek, der schließlich keine Mühe hatte, den diesmal defensiveren Torsteher zum 2:0 zu überwinden (39.).
Unverhoffte Linderung einer Halbzeit der „unfassbar vielen individuellen Unreinheiten“ folgte jedoch noch vor dem Seitenwechsel, als Len Henne eine eigentlich schon tote Offensivszene per Balleroberung wieder zum Leben erweckte und prompt zu Schreiber durchsteckte, der auf halbrechts „erstaunlich viel Zeit“ für den überlegten Abschluss vorfand: „Mit viel Zeit kommen auch mal viele Gedanken, aber ich habe es dann letztendlich ganz gut gemacht, den Ball in die lange Ecke gehauen“, beschrieb die Rückennummer 20 den eigenen Anschlusstreffer (42.), dessen Strahlkraft die wärmende Halbzeitpause freilich überdauern sollte. Ein „klarer, anderer Auftritt“ war es, den seine Farben in Abschnitt zwei auf die Platte brachten. Sicherlich hatte man auch „nach vorne hin mehr Räume vom Gegner bekommen“, doch „wir haben sie aber auch besser gewusst zu nutzen.“. Dazu steigerte man auf der anderen Seite auch durch personelle Umbauarbeiten die defensive Zweikampfquote. Was dabei nur fehlte: der Ausgleichstreffer. Vincent Nowak war dieser zwar auf Zuspiel Schreibers zwar sogar gelungen, nur hatte die knappe Abseitsfahne des Schiedsrichterassistenten andere Pläne (47.)…
Ansonsten probierte man es vornehmlich über Distanzschüsse (51. & 68.) und einen hohen Duve-Ball, der dank schwacher Klärung Hennes Tausendprozenter vorbereitete. BUs Maximilian Dick rettete jedoch mit dem langen Bein vor der Linie (66.).
Wieder nichts zu jubeln für das lebhafte Pöblikum auf den Rängen, doch da war ja noch diese eine, bisher ungenutzte, Stärke der Allhorn-Kicker, denen Leandro Duves Freistoß von links schließlich doch endlich die Pforte zu Linus Polsters 2:2-Kopfballtor himmelweit aufstieß (74.). Ein Standardtreffer gegen den sonst fehlenden Zug zum Tor!
Das Momentum jetzt klar auf Seiten des Auswärtsteams, das nach kluger Verlagerung auf Schreibers rechte Seite gar das Führungstor auf dem linken Fuß des nach innen ziehenden Strategen hatte (81.), ehe es in der Schlussphase aber plötzlich wieder in alte Muster verfiel.
Wie Espenlaub zitterte der Aufsteiger, als Polster Gegenspieler L. Önal in der zweiten Welle eines Freistoßes völlig aus den Augen verlor, der Trainersohn allerdings nur den Querbalken erwischte (85.). Eine vergebene Önal-Schusschance später (89.), lud die wiederum defizitäre Mann-Zuordnung zu BUs möglicher Führungsrückholung, diesmal durch Karev, ein. Mit der Brust bekam der Außenspieler das Leder aber nicht am zupackenden Röndigs vorbei (90.).
Aus einem Gastspiel, in dem „es echt wenig bis gar nichts“ gab, „was wirklich funktioniert hat“, wurde für den Walddörfer SV letztlich Schrödingers Punktgewinn: glücklich, unglücklich und doch irgendwie zu wenig für die eigenen Ansprüche.
„Total inkonstant und total durchwachsen“ fällt daher Schreibers Zwischenfazit zum Jahreswechsel aus. Rang acht bei 14 Punkten aus zehn Spielen fällt jedenfalls in die Kategorie „Ausbaufähig“. Zu oft hatte sich seine Kapelle „gegen die Teams aus dem unteren Teil der Tabelle fußballerisch angepasst und nicht so richtig die Stärken auf den Platz gebracht“.
„Totale Top-Spiele gegen die Leute in der oberen Tabellenhälfte“ machen jedoch Mut auf einen Platz unter den besten fünf in Hamburgs U18-Oberhaus.
„Konstanter werden und oben mitspielen“ lautet also die rot-weiße Losung für ein beständigeres 2026.

Tore: 1:0 Kilinc (26. Pilishvili), 2:0 Fijolek (39. L. Önal), 2:1 Schreiber (42. Henne), 2:2 Polster (74. Duve)

gelbe Karten: Ahmed, Kilinc – Henne, Bossen

Schiedsrichter: Zain Fallouh (Hoisbütteler SV: hätte sich das Leben mit der Unterbindung diverser Oberkörpervergehen deutlich einfacher gemacht, dem 2:0 ging eine Abseitsstellung des Torschützen voraus (39.), ob die Strafraumbegegnung Röndigs/L. Önal tatsächlich strafstoßreif verlief, konnte selbst das vorhandene Videomaterial nicht aufklären (18.).)

Zuschauer: 40





Freitag, 12. Dezember 2025

Spielbericht TV Haseldorf - TuS Germania Schnelsen

Wintermeister in Spe gestürzt
Auch ohne Training: TV Haseldorf verdirbt Germania die Winterpausen-Spitze

Mit einer faustdicken Überraschung verabschiedete sich die Bezirksliga 01 am Freitagabend in die wohlverdiente Winterpause, vermasselte der abstiegsbedrohte TV Haseldorf Germania Schnelsen mit einem überraschenden wie unterm Strich verdienten 1:0 das Überwintern ganz oben auf dem Thron.
Auf dem hügeligen Naturrasen im Schloßparkstadion brachten die Hausherren trotz abermals üppiger Fehlendenliste all jenes auf die Schiene, was sie schon zuletzt acht Zähler aus vier Partien holen ließ. Gegen den Ball kompakt im 4-4-2-System und schmerzhaft im Zweikampf, sowie in der Gegenrichtung stets auf der Suche nach dem raschen Gegenstoß. So praktiziert bei einer Fülscher-Schusschance (5.) und vor allem, als das Youngster-Duo Fülscher/Lastella zur selbst herausgespielten Doppelchance kam (22.). Auf Zuspiel von Linus Lastella scheiterte Marten Fülscher an Germania-Goalie Domenik Szyska, ehe der Schlussmann Lastellas Nachschuss sehenswert über den Querbalken streichelte.
Das Spitzenteam hatte den vielleicht auch etwas unerwartet tatsächlich stattfindenden Nachholer in der knapp 30 Kilometer entfernten Provinz freilich nicht so recht annehmen wollen. Nur einmal hatte Antonio Arambasic Niklas Grote zwischen den Heim-Pfosten einmal etwas (machbare) Arbeit verschafft (26.). 19-Tore-Mann Luca Drenkhahn wurde heuer schmerzlich vermisst. Als Ausrede für die dargebotene Ideenlosigkeit darf der Ausfall des Top-Torjägers jedoch keinesfalls herhalten.
Neue Impulse von der Bank sollten dem komplizierten Auswärtsunterfangen mit Angreifer Maximilian Voigt und dem erfahrenen Hassan Fallah für den Spielaufbau auf die Sprünge helfen, doch der berühmte Schuss ging dabei gänzlich nach hinten los. Ausgerechnet Fallah war es nämlich, der den eigenen Schlussmann per Rückspiel derartig in Bedrängnis brachte, dass Szyska die Kugel nur mit ärgster Mühe von der Linie schaufeln konnte. Der clever durchgelaufene Lastella aber roch den Braten und versenkte den Abstauber eiskalt zum gar nicht mal unverdienten 1:0 (58.).
Germania nun endlich auch einmal gewillt, sich konstruktiv ins Offensivgeschehen einzumischen. Doch wie soll man bloß diesen abstiegskampfeuphorisierten Gegner mit seiner tiefen Grundaufstellung knacken?!
Leon Kripke, der meist entnervt von der harten Gangart seiner Gegenspieler wirkte, versuchte es immerhin nicht schlecht mit einem abgefälschten Freistoß (61.), im Strafraumgewusel an den Pfosten (65.) und aus der zweiten Reihe (71.) – erfolglos.
Mehr ließen die Jungs aus der Marsch auch in kurzer Unterzahl (Ampelkarte für Phil Mohrdieck für wiederholtes Foulspiel, 89.) jedoch nicht mehr zu. „Nur so geht´s – anders nicht!“, freute sich Trainer Benjamin Kälberloh über das höchst disziplinierte Auftreten seines Teams, welches ihm fast schon gewohnheitsmäßig wieder ordentliche Personalimprovisationskünste abverlangte. So schickte der Coach mit Lasse Wiemer gar noch den Kapitän der zweiten Mannschaft auf die Wiese, die seit zwei Wochen keinen Trainingsbetrieb mehr zulässt. Dem sportlichen Abschneiden tut´s dennoch keinen Abbruch, hievte sich der einst als Tabellenletzter unten herumkrebsende Aufsteiger mit stabilen elf Zählern aus den letzten fünf Spielen auf die gleiche Höhe mit dem rettenden Ufer.
In Schnelsen herrscht dagegen Frust über das verpasste Überwintern auf Rang eins. Als Tabellendritter geht es im neuen Jahr – sofern das Februarwetter will – gegen den zweitplatzierten FC Elmshorn weiter.

Tore: 1:0 Lastella (58.)

gelb-rote Karte: Mohrdieck (TVH, 89., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa Harksheide, Note 2,5)

Zuschauer: 75

Mittwoch, 10. Dezember 2025

Spielbericht SC Cosmos Wedel - TSV Gut Heil Heist

Zwei Hattricks – zwei Gefühlswelten
Cosmos verschenkt Nachholspiel – Smit schießt TSV Heist auf Rettungshöhe

Hattrick geschossen und doch verloren. Für Claas Böttcher war es ein mehr bitterer als süßer Jahresabschluss 2025, den er da mit seinen Wedeler Cosmonauten gegen den TSV Heist im heimischen Kunstrasenkäfig verlebte.
Begonnen hatte der Nachholer aus der vereisten 15. Auflage der Kreisliga 1 am Mittwochabend ziemlich verheißungsvoll. Zwar tauchte Gäste-Schlussmann Marvin Scholz gegen Leotrim Murselaj behände ab und sicherte zudem gekonnt, vor dem heranstürmenden Dominik Zink (8.), doch kurz darauf waren die Hausherren auch durch gegnerisches Ungeschick 1:0 vorne. Ole Krögers langen Hafer blockierte Scholz, bevor Tom Hadler vorbeiziehen konnte, ehe Böttcher die zufällig erhaltene Schussaufforderung aus 20 Metern dankend annahm (12.).
Die Gäste aus Heist, die in Jahr zwei nach ihrer Kreisliga-Rückkehr um den Anschluss ans rettende Ufer kämpfen, bewiesen jedoch Moral und arbeiteten sich – auch, weil Cosmos durch Nick Schmuck (Pfosten, 20.) nicht erhöhte – kurzerhand zurück ins Match. Patrick Günsch´ Steckpass vergoldete nämlich Lasse Kruse halblinks im Strafraum zum Gleichstand (21.), der noch lange nicht das Ende heistmer Fahnenstange bedeutete. Denn kaum hatte man hinten wieder Glück, dass Zink nach schöner Bewegung mit links etwas das Zielwasser fehlte (26.), machte es Einzelkönner Paul Smit stilecht mit viel Platz aus 40 Metern (39.)!
Und als wäre das noch nicht genug des Qualitätsnachweises, spazierte der sechsmalige Oberliga-Kicker einfach mal selber über links zum eingeschobenen 1:3-Halbzeitstand (39.).
Die Wedeler schlugen sich dagegen unter Wert, war neben einem Abseitstor (36.) auch ein nur per Posern-Grätsche gestoppter Böttcher-Lauf bis zur Grundlinie (43.) zu betrauern.
Viel Zeit dafür blieb allerdings nicht, weil Gut Heil weiter auf die Tube drückte und die Cosmonauten jeweils nach Eckstößen in ärgste Bedrängnis brachte (55. & 56.).
Etwas überraschend kam daher Böttchers zielgenauer 2:3-Anschlusstreffer von halblinks (58.), der die Spielstatik jedoch nicht nachhaltig zu ändern vermochte.
Tonangebend blieben nämlich die Jungs von der Hamburger Straße, die sich knappe 20 Minuten vor dem Ende, mit Smits kurzem Einwurf als Einleitung, durch Jakob Schmidt und dessen 2:4 entsprechend belohnten (69.).
Als Zugabe, die der eingewechselte Yannick Müthel zuvor noch knapp mit rechts verpasste (84.), schenkte der TSV seinen Anhängern 14 Tage vor Heiligabend noch das fünfte Hurra, das vor allem Rene Gills Willenskraft über rechts zu verdanken war. Smit brauchte seinen Hattrick nur noch ins leere Tor zu vollenden (86.).
Apropos: Auch Böttcher gerierte sich auf der anderen Seite noch einmal als trocken aus 20 Metern abziehender Dreifachtorschütze (87.), doch letztlich konnte der 24-Jährige damit nicht verhindern, dass seine nach der Pause fast komplett abgetauchte Elf mit einem Negativerlebnis in die Winterpause geht. Platz acht passt für den defensiv anfälligen Aufsteiger, der als sportlich in die Kreisliga aufgestiegenes Reserveteam die aufgelöste Ligamannschaft beerbte, durchaus ins Leistungsbild. In Heist ist derweil der Anschluss an den Rivalen aus Moorrege auf dem rettenden Rang 13 in gleicher Punkthöhe wiederhergestellt. Noch ein paar Smit-Hattricks und

Tore: 1:0 Böttcher (12. Hadler), 1:1 L. Kruse (21. Günsch), 1:2 Smit (30.), 1:3 Smit (39.), 2:3 Böttcher (58. Schmuck), 2:4 J. Schmidt (69. Krüger), 2:5 Smit (86. Gill), 3:5 Böttcher (87. Hadler)

gelbe Karten: Kröger, Hadler, Zink, Gleitsmann – Gill

Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 45

Mal wieder entscheidender Faktor für den TSV Heist: Torjäger Paul Smit

Samstag, 6. Dezember 2025

Spielbericht SV Eidelstedt II - VfL Hammonia II

Rote Laterne über den Winter abgegeben
3:0 mit jugendlichem Support: SV Eidelstedt II verlässt das Tabellenende  

Zweites Adventswochenende und schon am Samstag entzündete die zweite Mannschaft des SV Eidelstedt ein neues Licht im Keller der Kreisliga 07, schickte man die Elf vom VfL Hammonia II überraschend deutlich mit 3:0 zurück gen Schanzenviertel.
Zugegeben; für die nur wenigen Schaulustigen bot sich bei Nasskälte ein Duell an der Grenze des Zumutbaren. Im Wesentlichen verstanden beide Teams den Fußball als Rückschlagspiel mit sekündlich wechselndem Ballbesitz und stets überraschenden Handlungen im Umgang mit dem Runden. Auch die übertrieben liberale Zweikampfbewertung des 19-jährigen Joris Mülder (SC Eilbek) verhalf dem Kick nicht zu gesteigertem Spielfluss.
Punktuell wohltuende Ausnahmen stellten da Aktionen mit der Beteiligung des Eidelstedters Ferdi Koc dar. Und kaum erspähte der einst in der Landesliga für den SVE kickende Mann aus dem Zentrum seinen Kollegen Dennis Jaap aus der Tiefe des Raumes, war dieser per Zuspiel in den Lauf im Rücken der Hammonia-Abwehr angekommen. Goalie Henrik Priestersbach noch cool umkurvt, war der flache Abschluss zum 1:0 nun wahrlich keine Hürde mehr (25.).
Vorne im richtigen Moment eiskalt – hinten mit dem allzeit sicheren Justin Kapusta zwischen den Pfosten: heute sollte es der große Tag für die personell auch etwas U19-oberligaverstärkten Gastgeber werden.
Bei Jonah Müllers Versuch von halblinks noch mit etwas Glück, dass der Ball rechts vorbei zischte (75.), schaffte Koc als humorloser Distanzschütze ins linke untere Eck (77.) beruhigende Fakten für den SVE, der Hammonias löchrige Rückwärtsbewegung sogar noch mit dem dritten Hurra des Tages bestrafte (87.). Diesmal konnten die Herren Sama, Hosseini und Jaap den Torschützen untereinander ausmachen, sodass letzterer einsam in der Mitte den 3:0-Endstand besiegelte.
Erst in der Nachspielzeit geriet dieser einmal kurz ins Wanken, als ein schwacher Madougou-Rückpass den VfLer Xhulio Bejkollari die allerdings etwas hektisch vergeigte Schussmöglichkeit schenkte (90.+2).
Durch die 0:3-Niederlage des BSV 19 bei Schanze II reichte Blau-gelb die rote Laterne im letzten Auftritt des Jahres nach Bahrenfeld weiter. Hammonias Vorsprung auf die Abstiegsplätze, vor allem aus dem ertragreichen Oktober (acht Zähler in vier Punktspielen), schmilzt dagegen weiter. Nur vier Punkte sammelte man bis dato mehr als der bislang ausschließlich daheim punktende SVE.

Tore: 1:0 Jaap (25. Koc), 2:0 Koc (77.), 3:0 Jaap (87. Hosseini)

gelbe Karten: Steen, Kuka, Boyali – keine

Schiedsrichter: Joris Mülder (SC Eilbek, Note 4)

Zuschauer: 15




Freitag, 5. Dezember 2025

Spielbericht TV Haseldorf - SV Lieth

Nur den Krampus freut´s
Niveauarme Punkteteilung im Bezirksliga-Tabellenkeller

Fünfter Dezember: Krampustag in Österreich und auch die Bezirksliga 01 in Hamburg wusste die Schaulustigen im Schloßparkstadion ordentlich abzustrafen.
Von Beginn an nämlich setzte sich das Spielniveau kaum vom niedrigen Tabellenstand der Kontrahenten ab.
Bereits ein ganzes Spielviertel hatten die dennoch zahlreich herbeigepilgerten Zuschauer überstanden, als TVH-Kapitän Lukas Nickels mit seiner Konterchance ans Außennetz einen ersten zaghaften Offensivakzent setzte (23.).
Der Gegenangriff fortan das Lieblingswerkzeug der Hausherren, die einen Ballverlust des Gegners im Mittelfeld zum Anlass für das schnelle Umschalten nahmen. Zwar war es Moritz Schulz in erster Instanz noch gelungen, das tiefe Zuspiel abzugrätschen, doch im zweiten Anlauf erreichte Marten Fülschers Ball den Kollegen Linus Lastella, der mit Dynamik über links flach zum wichtigen 1:0 vollendete (24.).
Das Selbstvertrauen des durch zuletzt zwei Siege Ex-Tabellenletzten damit natürlich weiter angekurbelt. Einzig das zweite Tor fehlte zur nachhaltigen Tabellenkosmetik. Genug Möglichkeiten dafür ergaben sich durchaus. So zögerte Heiko Jedamski nach Flugball Pieter Oßenbrüggens zu lange mit dem noch von Luca Albers geblockten Rechtsschuss (30.) und verfehlte Fülschers Direktabnahme als Aufsetzer den SVL-Kasten (42.).
Mit Beginn des zweiten Abschnitts nahm das Niveau der Partie gar noch weiter ab. Vor allem die Liether, deren Verunsicherung auch der vor zwei Spieltagen verpflichtete Guido Krenzk an der Seitenlinie bisher nicht aufzulösen vermochte, enttäuschten einmal mehr auf ganzer Linie. Symbolhaft für den Zustand der Klein Nordender, setzte Anton Götting seine unbedrängte Flanke von rechts geradewegs ins Tor-Aus (60.)…
Ein wenig aus dem Nichts kam da das Ausgleichstor, das ausgerechnet Torjäger Ali Duman mit einem kurzen Freistoß vor der eigenen Grundlinie einleitete, ehe Albers den perfekten tiefen Weg mit der nicht weniger starken Wandspieler-Einlage auf Philipp Matthiessen krönte und der Spielführer wiederum mit drei Kontakten aus zentraler Position passgenau für erleichterten Jubel bei den heuer ganz in schwarz aufgelaufenen Gäste sorgte (72.).
Doch anstatt Matthiessen und Co das Momentum für sich mitnahmen, luden sie den Gegner mit teils haarsträubenden Fehlpässen und einem ungeordenen Hühnerhaufen vor dem eigenen Kasten immer wieder zur Offensive ein. Michel Lienau, von Albers bei einer Nickels-Flanke am zweiten Pfosten vergessen, mit dem Kopf (75.) und Jedamski aus 21 Metern (77.) brachten den Gleichstand ordentlich ins Wanken, ehe Ben Wrages Ampelkarte (wiederholtes Foul) noch mehr Platz in der Gäste-Hälfte gestattete (79.).
Zu nutzen vermochten die Haseldorfer diesen allerdings wiederholt nicht, als wieder Lienau flach mit links abzog und Nickels bei der Verwertung von Luca Von Der Heides Block der Abseitsfahne des Schiedsrichterassistenten zum Opfer fiel (84.).
Und die SV Lieth? Die erlebte ihren größten Strafraum-Aufreger durch den eingewechselten Finn Struve. Zu zögerlich mit der Kugel am Fuß, ging die Pille gegen Oßenbrüggen verloren, bevor überhaupt irgendetwas mit ihr geschah (85.).
Die Punkteteilung (erster Punkt unter Krenzk), die niemandem weiterhilft, außer der Konkurrenz, also eine Schmeichelhafte für die Jungs vom Butterberg.
Der Krampus ist zufrieden…

Tore: 1:0 Lastella (24. Fülscher), 1:1 Matthiessen (72. Albers)

gelb-rote Karte: Wrage (SV Lieth, 79., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Latif Tan

Zuschauer: 75

Szene aus dem Hinspiel