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Freitag, 13. März 2026

Spielbericht TuS Krempe II - SV Alemannia Wilster II

Chancenplus nicht genutzt
Chancenwucher! TuS Krempe II verliert Rang im direkten Duell

Kann TuS Krempe II nochmal den Angriff auf Rang zwei starten? Nach dem sieg- und torreichen Jahresbeginn 2026 (8:3 & 7:1) und der Aussicht, die Mehrheit der verbliebenen Duelle daheim austragen zu dürfen, musste die Aufholjagt in der Kreisklasse A-West-2 allerdings einen freitagabendlichen Dämpfer erleiden.
Ausgerechnet gegen Tabellennachbar Alemannia Wilster II setzte es die zweite Niederlage auf der neuen, ideal ausgeleuchteten, Synthetikwiese am Burggraben (vier Partien).
Als verdient mochte dies der neutrale Beobachter keineswegs einschätzen, taten die Gastgeber spürbar mehr für die temporeiche und intensiv geführte Kontrahage.
Den umschaltstarken Gästen spielte dies allerdings wunderbar in die Karten, wie das 0:1, bei dem Nico Jüstel mit voller Dynamik über links durchbrach, um auch noch passend ins lange Eck zu vollenden, wunderbar illustrierte (8.).
Ganz ähnlich verhielt es sich nach einer guten Viertelstunde, als wieder Alemannias Nummer 30 von halblinks abzog, diesmal aber Schlussmann Tobias Becker noch die Pfoten dazwischen bekam. Nicht so aber beim folgenden Eckstoß, den mit Moritz Waehling auch noch ein eigener Mann zum 0:2-Selbttor in die Maschen lenkte (16.).
Die Blauen machten aber unverdrossen weiter das Spiel, was Waehling zur vereitelten Chance auf die Wiedergutmachung führte (45.). Doch auch die folgende Bakar-Ecke vermochte keinen Anschlusstreffer aus dem Gewusel hervorbringen.
Dies begab sich schließlich kurz vor dem Halbzeitpfiff, weil Kevin Dittmann beim Scheitern des fleißigen Furrat Bakar an SVA-Fänger Tim Granow bei der Sache blieb und per Kopf zum verkürzenden Halbzeitstand einköpfte (45.+1).
Und kaum waren die motivierenden Worte in der Pause ausgesprochen, schweißte Joker Johann Looft von halbrechts den Ausgleich ein (49.). Geht doch!
Die Wende lag jetzt förmlich in der Luft, nur erwischte Dittmann erst den Querbalken (52.), während auf der anderen Platzhälfte wieder die Superkraft der Elf um Spielertrainer Torben Heutmann griff. Denn kaum geriet Moray Zirpins in schöne Schussposition, flutschte das Ei wenig schmeichelhaft für den Fänger zum erneuten Rückstand ins TuS-Nest (56.).
Für Beckers Vorderleute aber weiterhin kein Grund zum Aufstecken, was sich rasch lohnen sollte, setzte sich Dittmann schön zur Flanke auf links durch, sodass Looft einschussbereit für den zweiten Ball nach Granows Patzer beim hohen Ball bereitstand (62.).
An Spektakel mangelte es hier freilich nicht! Und das blieb auch so.
Erst wurde Jüstel (natürlich im Konter) unsanft vor dem Sechzehner gebremst, dann zirkelte der nunmehr 13-Tore-Mann den fälligen Standard höchstpersönlich ins obere Torwart-Eck – 3:4 (73.)!
Selbstredend, dass auch diesmal keine Spur von Kremper Resignation zu spüren war. Stattdessen blies man zur unermüdlichen Schlussoffensive, bei der gefühlt alles getroffen wurde, nur nicht das Tor. Den letzten Matchball zum Remis bereite tief in der Extrazeit noch einmal Looft mit Willensstärke von rechts per Hereingabe vor, doch Waehlings regelwidrig eingreifende Hand besiegelte die vermeidbare Heimniederlage, durch die die Kontrahenten in der Tabelle ihre Plätze tauschten. Bereits am Donnerstag könnten sich Waehling und Co Rang drei aber zurückholen, wenn der Diekhusen-Fahrstedter FC zum Nachholer am Burggraben aufschlägt.

Tore: 0:1 Jüstel (8.), 0:2 Waehling (16., Eigentor, Jüstel), 1:2 Dittmann (45.+1, Bakar), 2:2 Looft (49.), 2:3 Zirpins (56.), 3:3 Looft (62. Dittmann), 3:4 Jüstel (73., direkter Freistoß)

gelbe Karten: Giebeke, Hellmann – Jüstel

Schiedsrichter: Pedro Soll

Zuschauer: 40