Weise(s) Worte – Weise Taten
4:1
im Sechs-Punkte-Duell: VfL Kellinghusen bleibt Frauen-Landesligist
Im Vorfeld des vorletzten Spieltags war es noch die Hälfte der
Zwölferkonkurrenz, die in der Frauen-Landesliga Holstein das Abstiegsgespenst
zu fürchten hatte. Die Elf des VfL Kellinghusen hatte im direkten Kellerduell
mit dem SV Neuenbrook/Rethwisch offenbar die Ghostbusters mit im Bunde,
entledigte sie sich mit einem 4:1-Heimsieg jedweder Sorgen.
Unter der prallen Mai-Sonne war der Start ins kleine Endspiel prompt geglückt,
als Alexandra Köhn einen Ball von außen herrlich annahm und in derselben
Bewegung mit links oben einschweißte (7.).
Ein Tor, das bei den Damen in eigentlichem Auswärtsrot ein wenig darüber
hinwegtäuschte, dass die Gäste bis zur Trinkpause (24.) mehr in die Partie
investierten. So patschte Jaqueline Hinrichsens Freistoß auf die Querlatte
(13.) und zielte Shirley Hellmann im Sechzehner knapp vorbei, nachdem Kollegin
Jarla Opitz unfreiwillig mit dem Gesicht vorgelegt hatte (23.).
„Jetzt reißt euch nochmal den Arsch auf!“, forderte Kapitänin Lana Weise nicht
zu Unrecht eine anlassgerechtere Spielhaltung. Ob ihr skandiertes Motto „Einer
für alle und einer für alle!“ dabei tatsächlich so zielführend ist? Zumindest für Heiterkeit war damit gesorgt...
Sportlich wartete die inspirierende Spielführerin derweil per Schusschance
(27.) und Abseits-Kopfballtor (42.) auf, während es Hinrichsen drüben wieder
mit dem ruhenden Ball versuchte (40.) und erneut S. Hellmann diesmal an Lotta
Schachts Fußblockierung scheiterte (45.).
Der Ausgleich damit durchaus im Bereich des Verdienten, doch die Dinge kamen
anders, weil Daria Weise nicht ihre erste gute Ecke trat, wodurch Marie-Theres
Torhala ihrer ersten Nachnamenssilbe dank des zweiten Balles alle Ehre zum
2:0-Pausenvorsprung machen konnte (45.+2).
Hoffnungen für die seit acht Begegnungen sieglosen Damen vom Schinkeler Weg
schürte nach dem Seitenwechsel Hinrichsen mit ihrem Freistoßkönnen, das nun
direkt im hohen Bogen zum umjubelten Anschlusstreffer führte (52.). Geht hier
etwa doch noch etwas? Merle Hellmanns Versuch schrammte jedenfalls nur
hauchdünn am Gleichstand vorbei (57.).
Dann aber zündete der VfL den ultimativen Cheatcode, indem die eingewechselte
Isabella Seider mehrfach über rechts ihr enormes Tempo in die Tiefe brachte und
auf diese Weise das 3:1 durch L. Weise vorbereitete (63.).
Beim kurz danach folgenden 4:1 waren es dagegen ein hohes Ding und D. Weises
Abstauber, die für weitere Freude der damit bereits vor dem Saisonfinale
nächste Woche geretteten Kellinghusenerinnen sorgten (66.). Da fielen auch zwei
vergeigte Hundertprozenter für Seider (72. & 89.) nicht mehr ins Gewicht.
Die Elf des SV Neuenbrook/Rethwisch versuchte es zwar noch unverdrossen,
beispielsweise mit S. Hellmanns Kopfball (83.), doch am Ende langte es mal
wieder nicht zu Zählbarem in der Fremde (zwei Punkte aus zehn Partien), sodass
der Abstieg in die Kreisliga für das Schlusslicht vor allem auswärts seine
Konturen erhielt. Der Schlussakkord bei Fortuna Bösdorf gilt bei drei Punkten
und 40 Toren Rückstand auf die Spielgemeinschaft aus Kaltenkirchen, Stuvenborn
und Sievershütten (rettender Platz 10) nur noch als letztes Winken – vier Jahre
nach dem Abstieg aus der Oberliga.
Tore: 1:0 Köhn (7.), 2:0 Torhala (42. D. Weise), 2:1
Hinrichsen (52., direkter Freistoß), 3:1 L. Weise (63. Seider), 4:1 D.
Weise (66. Harm)
gelbe Karten: Baack, Voges – Schneider
Schiedsrichter: Nicolai-Alexander Noss (TSV Brokstedt)
Zuschauer: 35
Samstag, 23. Mai 2026
Spielbericht VfL Kellinghusen 1. Frauen - SV Neuenbrook/Rethwisch 1. Frauen
Samstag, 7. März 2026
Spielbericht VfR Horst 1. Frauen - SG Wilstermarsch 1. Frauen
Die Partie hinten heraus
entschieden
4:0
– SG Wilstermarsch lässt ersatzgeschwächten Horsterinnen keine Chance
Bewölkung und Sahara-Staub vermiesten am Samstagabend zwar das goldene
Sonnenuntergangspanorama im Sportzentrum zu Horst, doch für die schöne Aussicht
war die Elf der SG Wilstermarsch auch freilich nicht an die Heisterender
Chaussee gereist. Viel mehr für den eingefahrenen 4:0-Auswärtssieg, der erst in
der erst in der letzten halben Stunde Formen angenommen hatte.
Zunächst hatte der Tabellendritte der Frauen Landesliga Holstein noch seine
Probleme, sich gegen die griffigen Gastgeberinnen freizuspielen.
Ein Alu-Treffer aus der Ferne (29.) blieb somit erstmal das Höchste der
Gefühle.
Mit dem Wiederbeginn verlagerte sich das Geschehen schließlich immer weiter in
die Spielfeldhälfte des ersatzgeschwächten VfR.
Folgerichtig daher das 0:1, das Marisa Sander nach Zuspiel Lene Goede aus
spitzem Winkel ins rechte obere Eck zirkelte (61.).
Die SG jetzt voll drin und eine gute Viertelstunde vor dem Ende quasi
uneinholbar vorne, als Ann-Christin Heutmann über rechts marschierte und Inke
Noll in der Mitte mustergültig zum 0:2 bediente (74.).
Ganz ähnlich, nur diesmal mit der hohen Flanke, machte es die auffällige
Franziska Heesch für Lene Goede, die wiederum frei im Sechzehner einköpfen
durfte (81.).
Ärgerlich für Heesch dagegen, dass Goede in Minute 90 ballfern etwas
ungeschickt auf Gegenspielerin Dannika Timmins aufgelaufen war und der freie
Lauf aufs Horster Tor damit ein unverschuldetes Ende fand…
Der vierte Auswärtstreffer sollte aber dennoch auf die neue, um 90 Grad
drehbare Anzeigetafel schaffen, netzte Maja Lange noch einmal aus der zweiten
Reihe zum 0:4-Endstand (90.+2).
Der Kontakt nach Platz zwei bleibt für die Elf Trainer Ingo Franz somit weiter
erhalten (fünf Zähler Rückstand auf den TSV Zarpen), während die heuer ohne
echte Torchance gebliebenen Schwarz-weißen im erneuten Heimspiel gegen
Aufsteiger Viktoria 08 wieder zurück zur gewohnten Heimstärke finden wollen.
Die lang ersehnte Verletzungsrückkehr per Einwechslung der hoch veranlagten
Celine Kubisch machte darauf auf jeden Fall etwas Hoffnung.
Tore: 0:1 Sander (61. Goede), 0:2 Noll (74. Heutmann), 0:3
Goede (81. Heesch), 0:4 Lange (90.+2, Sander)
Schiedsrichter: Jörg Kunze (SV Wellenkamp Itzehoe, Note 4)
Zuschauer: 30



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