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Sonntag, 15. März 2026

Spielbericht Kummerfelder SV - TV Haseldorf

Abreibung mit Ansage
Primus Kummerfelder SV lässt ausfallgeplagtem TVH keine Chance

Sucht man nach einem Symbolbild für das verkorkste Gastspiel des TV Haseldorf beim Bezirksliga-01-Spitzenteam des Kummerfelder SV, bleibt der geneigte Beobachter der Szene in der 77. Minute hängen. Eine Auswechslung. Ein unspektakulärer Vorgang und doch Ausdruck der erheblichen Personalprobleme des Aufsteigers, schickte Coach Benjamin Kälberloh mit Lennart Jotter (für Timo Kaland) einen gelernten Torhüter in Feldspielermission, der im Sommer noch das Ende seiner Laufbahn verkündet hatte. Die einzige annähernd realistische Wechseloption. Spielstand zu diesem Zeitpunkt: 6:0 für den KSV, der an diesem Sonntagnachmittag niemals Zweifel an der eigenen Überlegenheit aufkommen ließ.
Ohne die gelbgesperrten Pieter Oßenbrüggen, Joris Lüchau und Lukas Nickels – um nur ein paar Ausfälle zu nennen – wurden die zuletzt durchaus konstant punktenden Haseldorfer sofort in die zwangsweise durchrotierte Defensive gedrückt, was bereits in Minute eins fast ins Auge ging, als Peer Ball selbigen diagonal erhielt und Schlussmann Niklas Grote alle Mühe hatte, das Spielgerät nach seiner Fußabwehr vor den heranrauschenden Gegnern zu sichern.
Ein Dutzend an Spielminuten sollte sich der Dauerdruck am Ende ausgehen, ehe Kapitän Marcel Braun auf Flanke Jonas Lienau und Grotes nicht ganz glücklicher Ballbeseitigungsaktion das verdiente 1:0 erköpfte (12.).
Weiteres Wasser also auf die Heim-Mühlen, die kurz darauf noch schneller rotierten, war es wieder eine Hereingabe von rechts, die diesmal Ball zum einsamen wie gezielten Abschluss durchs Öhr des Fünfergetümmels einlud (14.).
Entlastung schaffte Rot-gelb insbesondere in Hälfte eins kaum, während man am und im eigenen Sechzehner viel zu oft die nötige Handlungsschnelligkeit vermissen ließ, um Momente, wie eine jeweils blockierte Dreifachchance der Herren Mettler, Will und Braun zu vermeiden (20.).
Klar, dass weitere Tore folgen mussten, erhöhte Jonas Linau nach durchgerutschtem Stampff-Zuspiel auf den 3:0-Halbzeitstand (29.), der insbesondere durch das lauffreudige Flügelspiel der klug rochierenden Platzherren noch weiteres Futter hätte kriegen können.
Dafür machte es Mika Mettler aus der zweiten Reihe (57.), woraufhin Fabian Knotterus von einer Ecke (61.) und Enzo Simon von einem Querpass (67.) des eifrigen Ball profitierten.
Und auch beim 7:0-Schlusspunkt hatte der 21-Jährige wieder seine Füße im Spiel, war es abermals ein Eckstoß, in den sich als siebter Tagestorschütze der eingewechselte Hendrik Hoch mit voller Dynamik reingeworfen hatte (87.) – Vorlagenhattrick zur Tabellenführung, denn mit dem klar besseren Torverhältnis thront die Elf von Trainer Julian Kneuker weiter (bei zwei Spielen mehr) punktgleich mit dem FC Elmshorn an der Spitze.
Der heuer chancenlose Widersacher, der immerhin im zweiten Abschnitt punktuelle Torgefahr produzierte, fiel zwei Stunden später durch den Heimsieg der Reserve des Niendorfer TSV (3:1 gegen Schlusslicht Duvenstedter SV) erstmal wieder unter den Strich. Mit Blick auf das insgesamt anspruchsvolle Restprogramm kommt dem jetzt anstehenden Heimspiel gegen die nur drei Zähler bessere Elf des HSV IV eine enorme Bedeutung zu. Der Primus setzt derweil seine Keller-Tour beim tabellarischen Süd-Nord-Gipfel in Duvenstedt fort.

TV Haseldorf: Grote – Biermans, Wichmann, Pieper, Krieg – Fülscher, Möhle, Mohrdieck, Bevers – Laudahn, Kaland (77. Jotter), Trainer: Benjamin Kälberloh

Tore: 1:0 Braun (12. J. Lienau), 2:0 Ball (14. Will), 3:0 J. Lienau (29. Stampff), 4:0 Mettler (58.), 5:0 Knotterus (61. Ball), 6:0 Simon (67. Ball), 7:0 He. Hoch (87. Ball)

gelbe Karten: keine – Mohrdieck, Pieper

Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)

Zuschauer: 50