Abreibung mit Ansage
Primus
Kummerfelder SV lässt ausfallgeplagtem TVH keine Chance
Sucht man nach einem Symbolbild für das verkorkste Gastspiel des TV Haseldorf
beim Bezirksliga-01-Spitzenteam des Kummerfelder SV, bleibt der geneigte
Beobachter der Szene in der 77. Minute hängen. Eine Auswechslung. Ein unspektakulärer
Vorgang und doch Ausdruck der erheblichen Personalprobleme des Aufsteigers, schickte
Coach Benjamin Kälberloh mit Lennart Jotter (für Timo Kaland) einen gelernten
Torhüter in Feldspielermission, der im Sommer noch das Ende seiner Laufbahn
verkündet hatte. Die einzige annähernd realistische Wechseloption. Spielstand
zu diesem Zeitpunkt: 6:0 für den KSV, der an diesem Sonntagnachmittag niemals
Zweifel an der eigenen Überlegenheit aufkommen ließ.
Ohne die gelbgesperrten Pieter Oßenbrüggen, Joris Lüchau und Lukas Nickels – um
nur ein paar Ausfälle zu nennen – wurden die zuletzt durchaus konstant
punktenden Haseldorfer sofort in die zwangsweise durchrotierte Defensive
gedrückt, was bereits in Minute eins fast ins Auge ging, als Peer Ball selbigen
diagonal erhielt und Schlussmann Niklas Grote alle Mühe hatte, das Spielgerät nach
seiner Fußabwehr vor den heranrauschenden Gegnern zu sichern.
Ein Dutzend an Spielminuten sollte sich der Dauerdruck am Ende ausgehen, ehe
Kapitän Marcel Braun auf Flanke Jonas Lienau und Grotes nicht ganz glücklicher Ballbeseitigungsaktion
das verdiente 1:0 erköpfte (12.).
Weiteres Wasser also auf die Heim-Mühlen, die kurz darauf noch schneller
rotierten, war es wieder eine Hereingabe von rechts, die diesmal Ball zum
einsamen wie gezielten Abschluss durchs Öhr des Fünfergetümmels einlud (14.).
Entlastung schaffte Rot-gelb insbesondere in Hälfte eins kaum, während man am
und im eigenen Sechzehner viel zu oft die nötige Handlungsschnelligkeit
vermissen ließ, um Momente, wie eine jeweils blockierte Dreifachchance der
Herren Mettler, Will und Braun zu vermeiden (20.).
Klar, dass weitere Tore folgen mussten, erhöhte Jonas Linau nach
durchgerutschtem Stampff-Zuspiel auf den 3:0-Halbzeitstand (29.), der
insbesondere durch das lauffreudige Flügelspiel der klug rochierenden
Platzherren noch weiteres Futter hätte kriegen können.
Dafür machte es Mika Mettler aus der zweiten Reihe (57.), woraufhin Fabian Knotterus
von einer Ecke (61.) und Enzo Simon von einem Querpass (67.) des eifrigen Ball
profitierten.
Und auch beim 7:0-Schlusspunkt hatte der 21-Jährige wieder seine Füße im Spiel,
war es abermals ein Eckstoß, in den sich als siebter Tagestorschütze der
eingewechselte Hendrik Hoch mit voller Dynamik reingeworfen hatte (87.) –
Vorlagenhattrick zur Tabellenführung, denn mit dem klar besseren Torverhältnis
thront die Elf von Trainer Julian Kneuker weiter (bei zwei Spielen mehr) punktgleich
mit dem FC Elmshorn an der Spitze.
Der heuer chancenlose Widersacher, der immerhin im zweiten Abschnitt punktuelle
Torgefahr produzierte, fiel zwei Stunden später durch den Heimsieg der Reserve
des Niendorfer TSV (3:1 gegen Schlusslicht Duvenstedter SV) erstmal wieder
unter den Strich. Mit Blick auf das insgesamt anspruchsvolle Restprogramm kommt
dem jetzt anstehenden Heimspiel gegen die nur drei Zähler bessere Elf des HSV
IV eine enorme Bedeutung zu. Der Primus setzt derweil seine Keller-Tour beim tabellarischen
Süd-Nord-Gipfel in Duvenstedt fort.
TV Haseldorf: Grote – Biermans, Wichmann, Pieper, Krieg –
Fülscher, Möhle, Mohrdieck, Bevers – Laudahn, Kaland (77. Jotter), Trainer:
Benjamin Kälberloh
Tore: 1:0 Braun (12. J. Lienau), 2:0 Ball (14. Will), 3:0 J. Lienau (29.
Stampff), 4:0 Mettler (58.), 5:0 Knotterus (61. Ball), 6:0 Simon (67. Ball),
7:0 He. Hoch (87. Ball)
gelbe Karten: keine – Mohrdieck, Pieper
Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)
Zuschauer: 50
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Sonntag, 15. März 2026
Spielbericht Kummerfelder SV - TV Haseldorf
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