Sonntag, 31. Oktober 2010

Spielbericht VfL 93 Hamburg II - TuS Osdorf II

Oeser verhindert Osdorfs Kantersieg
TuS-Reserve siegt trotz katastrophaler Chancenauswertung beim VfL II

TuS Osdorf II hat mit einem 3:1-Auswärtssieg bei der Zweiten des VfL 93 die Ansprüche auf einen Spitzenplatz der Kreisliga 5 unterstrichen. Beim Gegner gehen die Blicke dagegen weiter nach unten.
Möglicherweise noch unter den spannenden Eindrücken des Vorspiels, eines packenden Pokalderbys der E-Jugend, in dem die gastgebenden Winterhuder nach Neunmeterschießen über den SC Sperber triumphierten, ging spielerisch zunächst auf beiden Seiten nicht viel zusammen.
Ein krasser Fehlpass beförderte Özgür Akkus in freie Schussposition zum 0:1 (11.).
Wieder ein Rückstand für den Aufsteiger, der zur Viertelstundenmarke mit Simon Dierks (Wadenprobleme) auch noch einen Akteur verlor.
Erkan Yildiz antwortete mit einem 35-Meter-Distanzknaller, der schnurstracks das Quergebälk ertönen ließ. Fraglich nur, ob das Geschoss dabei auch die Torlinie passierte. Schiedsrichter-Nachwuchshoffnung Konrad Oldhafer (15, SC Poppenbüttel) erkannte goldrichtig auf TOR!
Beirren ließen sich die spielerisch weit überlegenen Blomkamp-Kicker davon aber keineswegs, begannen sie nun damit, der oftmals überforderten VfL-Abwehr ordentlich einzuheizen.
Besonders über rechts wurde es immer wieder konkret, sodass es nicht verwunderte, dass Hakim Korkmaz´ schön gezogene Flanke zur idealen Vorarbeit der erneuten Führung durch Sven Mellies taugte.
Weitere Gelegenheiten vereitelte der heuer herausragende Sven Oeser, der seine Handschuhe vor allem gegen den glücklosen Pawel Kanczewski mehrfach rettend in die Kugel bekam.
Per Fußabwehr (72.) lief es da nicht schlechter für den Torsteher, der seine Farben kurz darauf auch gegen den einschussbereiten Akkus weiter im Rennen hielt.
Doch nur bis Spielmacher Korkmaz die unsortierte VfL-Reserve abermals entblößte und der eingewechselte Akram Ben Dahsen freie Bahn für das entscheidende 1:3 in die kurze Ecke vorfand (83.).
Sinnbildlich für das muntere Chancenauslassen der Roten versemmelte Eimen Hadj Fradj noch einmal aus kürzester Distanz, was die Laune seines Trainers ungeachtet des Erfolges in finsteren Tönen beließ: „Schlecht, schlechter – drei Punkte!“, resümierte Marcel Runge knapp.
„Es gibt einige Mannschaften in dieser Staffel, die deutlich stärker sind“, bestätigte sein Gegenüber, Marco Ritter, der mit seiner Equipe ganz eigene Sorgen hat: „Für uns geht es einzig und allein um den Klassenerhalt – alles andere wäre Blödsinn!“. Sein Spieler Reik Freimuth erkannte immerhin trotz der „Niederlage, die in Ordnung geht“ „einige gute Ansätze nach der Pause“. „Wir haben die Räume besser zugestellt, noch einmal alles versucht, alles gegeben, aber es reichte halt nicht. Man muss aber auch sagen, dass TuS Osdorf nicht der Gegner ist, gegen den wir zwingend punkten müssen. Wenn wir da einen Punkt holen, ist das gut. Wenn nicht, dann ist das halt so. Wichtiger ist, gegen die direkten Konkurrenten zu gewinnen, um am Ende die Klasse zu halten.“.
Ob die im Mittelfeld platzierte Zweitvertretung des Rahlstedter SC nächste Woche ein Gegner ist, gegen den die VfL-Reserve dann wieder punkten muss?

VfL 93 Hamburg II: Oeser – Ehrenberg, Maurer, D. Öhlmann, Hoße – Freimuth – Yalcin (51. Schütt), Yildiz, Orlowski – A. Öhlmann, Dierks (15. Kühn / 78. Ertel), Trainer: Marco Ritter

TuS Osdorf II: Ude – Qaumi (46. Ben Dahsen), Houidi, Hosseini – Johnston, Seller (32. Heidari) – Mellies, Akkus (75. Afghannawis), Korkmaz – Kanczewski, Hadj-Fradj, Trainer: Marcel Runge

Tore: 0:1 Akkus (11.), 1:1 Yildiz (19. A. Öhlmann), 1:2 Mellies (26. Korkmaz), 1:3 Ben Dahsen (83. Korkmaz)

Gelbe Karten: Hoße, D. Öhlmann – Qaumi

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (SC Poppenbüttel, Note 2)

Zuschauer: 15


Samstag, 30. Oktober 2010

Spielbericht FC St. Pauli 2.D - TuS Germania Schnelsen 3.D

Ein gutes Pferd…
Knappes 1:0 – St. Paulis U12 nimmt die Hürde Germania 3.D

Es war kein besonders illustrer Vormittag für die etwa 30 Zuschauer am Brummerskamp. Zu geschickt stellten sich die Gäste aus Schnelsen an, um als Fischfutter für den klaren Favoriten in den braunen Gewändern zu werden.
Eigentlich hätte dies jedem schon vor der Partie klar sein müssen, denn es handelte sich um ein (D-Junioren-)Pokalspiel, welches zudem auch noch eine Art Derby war, tragen die Teams ihre  Spiele im gleichen Stadtteil aus.
Dass Derby und der Pokal eigene Gesetze haben, war in den Anfangssekunden allerdings nicht zu erkennen. Torversuche von Kovacic (1.) und Kosanic (3.) konnten erst auf der Linie geklärt werden.
Doch auch die Gäste waren zum Fußballspielen angereist und kamen direkt nach Kosanic´ Fehlversuch zu einer Konterchance, die Leon Schmidt im Tor der Gastgeber geschickt zu vereiteln wusste. Wiederum wenige Sekunden später herrschte wieder Alarm auf der anderen Seite: Ein schöner Angriff über die rechte Seite mit den Stationen Lüth und Kovacic fand allerdings kein glückliches Ende, nachdem Angreifer Kosanic am aufmerksamen Schlussmann der Gäste scheiterte.
Trotz der Fülle an Chancen in den Anfangsminuten fehlte es den Gastgebern an der nötigen Kreativität, den hervorragend organisierten Abwehrriegel der ganz in schwarz gekleideten Schnelsener zu knacken.
In der 13. Minute dann die Erlösung für die Ortel/Olde-Elf: Flanke Kovacic von rechts, Schauer mit der Ablage in die Mitte zu Kosanic und der drosch das Leder mit einem platzierten Linksschuss aus zentraler Position vor der Strafraumgrenze in die untere, linke Ecke des Tores.
Ein Tor, das Sicherheit und Selbstvertrauen geben sollte. Eine besonders große Portion davon gönnte sich Stürmer Nikola Kosanic, der sich in den Spielminuten 17, 22 und 23 gleich dreimal im Torabschluss versuchte, dabei aber seinen Heber an die Latte setzte, seinen Kopfball nach Stanjevic-Flanke neben das Tor beförderte und zu guter Letzt einen abgefälschten Versuch am Außennetz enden sah.
Kosanic hätte das Spiel also bereits zur Pause im Alleingang entscheiden können, doch der Spielstand nach 30 Minuten orientierte sich am optischen Eindruck der Begegnung: 1:0 zur Halbzeit.
Die Gäste, weiterhin defensiv sicher stehend, brachten den Favoriten mit der ersten nennenswerten Aktion des zweiten Abschnitts kräftig in Bedrängnis. Erst der aufmerksame Schmidt bereinigte die Szene mit Bravour, indem er sich dem Angreifer, der nach einem Stellungsfehler in der FC-Abwehr frei vor dem Tor auftauchte, in den Weg warf (37.). Eine Szene, die dem Team um Kapitän Martin Schauer zeigte, wie brüchig so eine 1:0-Führung sein kann.
Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel hätte Erik Lüth führ Ruhe in der Partie sorgen können, doch sein Versuch nach starker Vorarbeit von John Bebensee aus zehn Metern passierte die Torlinie oberhalb des Querbalkens. Wenige Sekunden später brannte es nach unwiderstehlichem Sololauf von Kosanic erneut, doch der mitgeeilte Robin Kehr hämmerte das Spielgerät fahrlässig aus zehn Metern über das Tor.
St. Paulis U12 schaffte es einfach nicht, die wenigen vorhandenen Räume zur Vorentscheidung zu nutzen! Auch ein Schauer-Freistoß aus 14 Metern verfehlte das Ziel denkbar knapp (55.).
Für die letzten Minuten versuchten die Gäste, sich für eine disziplinierte Abwehrleistung zu belohnen und hielten die FC-Defensive um den, zum Ende immer stärkeren Tom Zähringer in Atem. 120 Sekunden vor Ultimo hätte es der Ausgleich durch eine Mega-Konterchance sein müssen, doch der frei aufs Tor zulaufende Stürmer schoss die Kugel aus bester Position kläglich in die Arme von Keeper Schmidt.
Die Schnelsener versuchten es noch einmal, die Verlängerung zu erzwingen, doch Zähringer und Co überstanden Germanias Druckperiode und retteten das 1:0 über die Ziellinie.
Schlussendlich siegte das Team vom Brummerskamp verdient, aber am Ende doch mit Dusel gegen einen sich teuer verkaufenden Gegner, der mit seiner Defensivleistung ein weitaus besseres Ergebnis erzielte, als so mancher St. Pauli-Gegner zuvor.
Beim Anhang der war nach dem Match eine gewisse Enttäuschung über die diesmalige Leistung ihrer Jungs spürbar, was Offensivkraft Julian zu Klampen nicht nachvollziehen konnte: „Wir waren brandgefährlich, was nicht einfach ist, gegen einen Gegner, der mit sieben Leuten auf der Torlinie steht!“, entgegnete der Eingewechselte der Kritik der Ideenlosigkeit im Offensivbereich.
Der Torschütze des Tages, Nikola Kosanic, nutzte die Gelegenheit des Interviews nach dem Spiel zur Kampfansage an die Konkurrenz: „Wir sind und wir bleiben die Besten!“, demonstrierte St. Paulis 9er eisernes Selbstvertrauen.

FC St. Pauli 2.D: Schmidt – Henke (49. Aslani), Bendowski, Zähringer, Erdal (50. Evlicoglu) – Schauer – Kehr, Lüth, Stanjevic (31. Bebensee) – Kovacic (31. zu Klampen), Kosanic (59. Kovacic), Trainergespann: Tobias Oertel & Oliver Olde

Tore: 1:0 Kosanic (13. Schauer)

Zuschauer: 30

Freitag, 29. Oktober 2010

Spielbericht GW Eimsbüttel - SC Nienstedten II

Hoch und weit trifft mit Sicherheit!
Festival der Weitschusstore am Tiefenstaaken

Der ESV Grün-Weiß hat erwartungsgemäß das Kellerkind aus Nienstedten auf heimischer Anlage besiegt und dem Publikum mit einem 7:2 einen torreichen Abend beschert.
Die Eimsbütteler zeigten dem Gegner und den Rund 30 Zuschauern sofort, wer Ambitionen auf einen Platz unter den ersten drei der Kreisliga 7 hegt.
Ein Linksschuss von Dennis Klemm, abgewehrt von SCN-Schlussmann Kolja Klokow, eröffnete die Begegnung (2.).
Nach genau 220 Sekunden vergab Mohamed Salam die zweite Torchance für die Gastgeber durch einen Schuss aus aussichtsreicher Position ans Außennetz.
In der fünften Minute war es dann so weit: 1:0 für Grün-weiß! Und was für ein Tor!
Nicholas Burke versenkte einen schönen Schuss aus knapp 30 Metern, halblinker Position, im Tor der Gäste. „Den hat er sehr gut getroffen.“, lobte sich der Torschütze später im Stile eines TV-Experten selbst. Nach einer Viertelstunde erhöhten die Jungs vom Tiefenstaaken durch einen mit viel Einsatz erzielten Treffer von Stefan Ostertag auf 2:0. Burke schickte den Sommerneuzugang aus den Niederlanden mit einem Messerscharfen Zuspiel auf die Reise, die zwar von der SCN-Defensive unterbrochen, aber nicht aufgehalten werden konnte. Schlussendlich grätschte Ostertag das Spielgerät zum verdienten Zwischenstand von 2:0 über die Linie.
2:0 in Führung, den Gegner gut im Griff: Alles wunderbar bei den Eimsbüttelern, doch dann schockte SC-Angreifer Leonard Albino die Gastgeber, als er an GWE-Torhüter Hakki Gökce vorbeizog und Carsten Harth zu einem Rettungsmanöver kurz vor der Torlinie zwang. Im Nachschuss scheiterte Tommes Wehrmann am reflexstarken Gökce im GWE-Gehäuse.
Ein Zeichen, dass so eine 2:0-Führung wahrlich keine unendliche Sicherheit bietet.
Also nahm es sich Angreifer Marc Güldener zur Aufgabe, den Spielstand auf 3:0 zu erhöhen.
Ein ansatzloser Linksschuss aus etwa 45 Metern flog über den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Torhüter in den gegnerischen Kasten (19.) – ein weiteres Traumtor!
Der Tabellenvorletzte mit einem 0:3 im Gepäck, gab sich dennoch nicht auf und kam in Minute Nummer 21 durch einen abgefälschten Distanzschuss von Wehrmann, den Hakki Gökce zur Ecke abwehren konnte, zu seiner zweiten Torchance.
Ähnliches spielte sich sieben Minuten später auf der anderen Seite ab: Güldener versuchte sich mit einem Linksschuss aus 14 Metern, fand aber seinen Meister in Klokow, der das Leder sehenswert von seinem Tor fernhalten konnte.
In der 35. Minute dann das erste Erfolgserlebnis für die Gäste aus dem Westen der Stadt:
Eine Hereingabe Christian Voß´ von der rechten Seite in die Mitte, Przybylski und Becker kommen zu spät gegen Albino und schon war die weiße Weste der Grabarczyk-Elf dahin.
Der Cheftrainer ärgerte sich indes tierisch über den Gegentreffer „Das kann nicht sein, dass wir da so schlafen!“, ließ der Übungsleiter seinen Ärger heraus.
Kurz vor der Halbzeit wurde es dann noch einmal turbulent.
Klemm mit einem gut getimten Pass in den Lauf des aufgerückten Defensivmannes Alexander Eick, der vom SCN-Schlussmann regelwidrig per Grätsche von den Beinen geholt wurde – Strafstoß! Und die rote Karte gab es gleich oben drauf. Wegen eines „groben Foulspiels zur Vereitelung einer Torchance“, wie Schiedsrichter Marius Nitsch nach der Partie berichtete.
Der Gefoulte trat selbst an – keine Chance für Tim Ehlers, der nun als Feldspieler ins Tor rückte. 4:1 – das Spiel schien schon nach 45 Minuten entschieden.
Weitere rasante Szenen spielten sich auf dem Weg in die Kabinen ab:
Der SCN-Trainer beschwerte sich in der Halbzeit lautstark beim Unparteiischen, was dieser zum Anlass nahm, den Nienstedtener Übungsleiter aus dem Innenraum zu schmeißen.
Auch sportlich bekamen die etwa 30 Zuschauer im zweiten Abschnitt etwas zu sehen.
Ehlers wehrte wenige Augenblicke nach dem Wiederanstoß einen Klemm-Schuss sehenswert ab. In der 58. Minute hieß es wieder Klemm gegen Ehlers, als Klemm aus halbrechter Position aufs Tor zulief und seinen Versuch aus 17 Metern über das Tor setzte.
Seine letzte Szene, denn Sekunden später ersetzte ihn Sebastian Ernst, der sich gleich wunderbar mit einem Vorlagenservice für Marc Güldeners 5:1 aus 40 Metern einfügte.
Die Gäste, die spielerisch nicht gleichwertig waren, ließen weitere gute Möglichkeiten für die Gastgeber zu, wie in der 73. Minute, bei der Ernst aus 15 Metern äußerst unbehelligt zum Schuss kam, jedoch an Ehlers scheiterte.
In der 76. Minute gab es dann nach einer, fast viertelstündigen Torflaute wieder etwas Zählbares. Ein langer Ball zu Güldener, der ist auf und davon, sicherer Abschluss – 6:1! Grün-weiß klar überlegen, blieb allerdings an diesem Abend nicht ganz fehlerfrei. Erst kam Dominik Maus freistehend im gegnerischen Strafraum zum Torschuss, scheiterte jedoch kläglich (79.). Dann verloren die Eimsbütteler in Person von Christian Pleus die Kugel wenige Meter vor dem eigenen Strafraum, was John Schäfer nach Zuspiel von Moritz Timm dankend zum 6:2 annahm (85.). Ein unnötiges Gegentor, wie GWE-Coach Niko Grabarczyk direkt nach dem Treffer meinte: „Dafür schuldet er Hakki eine Kiste!“, erklärte der Mann an der Seitenlinie die angemessene Strafe für unnötige Ballverluste, die zu Gegentreffern führen.
Den Schlusspunkt durften aber noch einmal die Gastgeber mit dem 7:2 setzen. Ein katastrophaler Abstoß brachte Mitspieler Voß so sehr in die Bredouille, dass er den Ball an Ostertag verlor und dieser mit einem unhaltbaren Rechtsschuss in die rechte untere Ecke strafte.
Grün-weiß Eimsbüttel fährt damit den vierten „Dreier“ in Serie ein und pirscht sich somit weiter an die Spitzengruppe der Kreisliga 7 heran. „Wir haben heute sehr gut gespielt. Wir hatten heute ganz starke erste 15 Minuten, woraufhin wir dann ein wenig nachgelassen haben. Deswegen gab es in der Pause eine klare Ansage des Trainers, dass wir uns nicht zu früh freuen sollten. Deswegen sind wir dann halt noch einmal draufgegangen. Ein guter Fight von uns auch, wenn wir das Tempo nicht die ganze Zeit hochhalten konnten“, freute sich GWE-Akteur Mohamed Salam nach der Begegnung.
Bei den Gästen, die aus Personalmangel mit drei Spielern aus der eigenen dritten Herrenmannschaft antreten mussten, herrschte nach dem Spiel Ratlosigkeit.
„Der Sieg für Grün-weiß geht in Ordnung. Auch, wenn ein 5:2 leistungsgerechter gewesen wäre. Das 4:1 und der Platzverweis kurz vor der Halbzeit haben uns hier das Genick gebrochen.“, so die einhellige Meinung des Nienstedtener Trios aus der dritten Herren.
Für die zuletzt erfolgsverwöhnten Akteure (Platz 2 für SC Nienstedten III in der Leistungsklasse C2) eine neue Erfahrung. Genau, wie der Rasenplatz am Tiefenstaaken.
Mit diesen Erfahrungen im Gepäck gilt es nun für die SCN-Reserve, in den kommenden Spielen wieder zu punkten, um am Ende doch noch das Wunder „Klassenerhalt“ zu vollbringen. Eine Leistungssteigerung ist dafür aber dringend nötig.
Für Grün-weiß Eimsbüttel indes wird die Tabelle der Kreisliga 7 immer mehr zum Ausstellungsstück. Nach nun vier Siegen in Folge ist die Tabellenspitze nicht mehr weit.
Im kommenden Auswärtsspiel beim SC Union 03 soll dann Sieg Nummer fünf in Serie eingefahren werden.

GW Eimsbüttel: Gökce – Eick (55. Frank), Przybylski Harth (46. C. Pleus), D. Becker - Ostertag, Görsch – Burke, Salam, M. Güldener – Klemm (61. Ernst), Trainer: Nico Grabarczyk

SC Nienstedten II: Vlobew – Timm, Ipach, Klolai, Schäfer  Mendes (46. Barenthin) - Maus, Voß – Ehlers – Wehrmann (66. Lutz), Albino, Trainer: k.A.

Tore: 1:0 Burke (5.), 2:0 Ostertag (15. Burke), 3:0 M. Güldener (19.), 3:1 Albino (35. Voß), 4:1 Eick (45. Strafstoßtor, Klokow an Eick), 5:1 M. Güldener (62. Ernst), 6:1 M. Güldener (76.), 6:2 Schäfer (85. Timm), 7:2 Ostertag (88.)

rote Karte: Klokow (44. Notbremse an Eick)

Schiedsrichter: Marius Nitsch (TuS Berne)

Zuschauer: 30

besonderes Vorkommnis: Der SCN-Trainer wurde wegen Reklamierens aus dem Innenraum verwiesen (Halbzeitpause).

Sonntag, 24. Oktober 2010

Spielbericht Kickers Halstenbek - GW Eimsbüttel

Vier Torhüter – vier Gegentore
Kickers Halstenbek verlieren mit drei Goalies gegen eimsbütteler Serientäter

Manchmal braucht ein Spiel so seine Einlaufkurve, bis aus einem Weggucker eine höchst unterhaltsame Veranstaltung wird. So geschehen am 13. Spieltag der Kreisliga 7, wo Grün-weiß Eimsbüttel auf der Jagd nach dem Anschluss an die Spitzengruppe bei den abstiegskampfrelevanten Kickers in Halstenbek gastierte. GWE dominierte zwar das Geschehen, doch bis auf einen Schussversuch aus 22 Metern von Verteidiger Dirk Becker, der knapp verfehlte, gab es keinerlei Chancen in den ersten 38 Minuten. Nach fast 40 meldeten sich dann auch die Gastgeber zu Wort. Ein Heber von Adam Adamski aus 25 Metern senkte sich gefährlich Richtung Tor, doch der Aufmerksame Tobias Becker im Tor der Eimsbütteler lenkte die Kugel sehenswert über die Latte.
Ein Warnschuss für die Gäste, auf den sie prompt reagierten, netzte sie zwei Zeigerumdrehungen später durch einen Kopfball von Angreifer Dennis Klemm nach einer Flanke von Christian Pleus zum 0:1 ein (42.). Besonders bitter für die Kickers: Torhüter Björn Heins verletzte sich bei seiner ungeschickten Aktion im Fünfmeterraum, sodass er durch Klaus Scheel ersetzt werden musste.
Kaum hatte sich der Ersatzkeeper die Torwarthandschuhe übergezogen, erlebte er gleich die bittere Kreisliga-Realität. Eine Flanke von der rechten Seite, von wo aus auch die Hereingabe zum 0:1 kam, durch Klemm war für den Schlussmann nicht zu kontrollieren, weshalb er den Ball fallen ließ. Richtig stehend, machte es Stürmer Marc Güldener dann aber falsch und schoss aus kürzester Distanz Sascha Schnabel auf der Linie an. Gegentreffer verhindert, doch der völlig blank stehende Stefan Pleus versenkte den Abpraller aus ebenfalls überschaubrer Entfernung zum 0:2 im Tor der Kickers (44.).
Zwei Torwartfehler von zwei verschiedenen Torhütern sorgten also für den 0:2-Pausenstand.
Auch im zweiten Durchgang zeigten sich die Gäste weiter feldüberlegen und hätten auf 0:3 erhöhen können, doch Nick Burke schob das Leder nach Zuspiel von Güldener aus halbrechter Position am Tor vorbei (46.).
Ähnlich erging es D. Becker nach einer Klemm-Flanke, als er ein wenig zu lange mit dem Abschluss zögerte und an Scheel scheiterte.
Einen Bruch ins Spiel der Gäste brachte dann allerdings die Auswechselung von Simon Schirrmacher, den die Ersetzung durch Bastian Kassube wohl den Platzverweis via Gelb-rot ersparte (54.).
Kaum war der Kapitän vom Feld, verkürzten die Halstenbeker durch einen simpel herausgespieltes Tor aus 1:2. Ein doppelter Pleus-Fehler (Christian spielte einen Fehlpass und Stefan ließ Gegenspieler Christian Maack entkommen) und eine ungeordnete Defensive gewährten Maack bei seiner Flanke und Thomas Bolz beim Abschluss genügend Freiraum für den Anschlusstreffer (58.).
In der Folge versuchten die Gastgeber, den Schwung für den Ausgleich zu nutzen, doch die nicht immer souveräne Grün-weiß-Abwehr überstand verschiedene Angriffssituationen der Kickers, die sich in der Schlussphase selbst dezimierten. Torhüter Scheel holzte den frei aufs Tor zulaufenden Stefan Ostertag nach herrlichem Zuspiel von Vincent Dahms vor der Strafraumgrenze um, wofür es zu Recht die rote Karte und den dadurch ausgesprochenen Feldverweis gab (78.). Für den Ersatz des Ersatzes rückte nun Feldspieler Adam Adamczyk zwischen die Pfosten. – der vierte Torhüter, der an diesem Sonntagnachmittag auf der sumpfigen Koppel stand.
Wie auch seine drei Torwart-Kollegen sollte auch er nicht ohne Gegentor bleiben. In der 86. Minute war es die Entscheidung nach einem Konter über Güldener und Ostertag, der die Kugel gut für den mitgelaufenen Dahms querlegte. Eine dankbare Einladung, das Spielgerät, an Adamczyk vorbei, zum 1:3-Endstand in die Maschen zu setzen.
Ein Ergebnis, das die Gäste am Ende milde stimmte: Wir haben die erste Halbzeit klar beherrscht und gut kombiniert. Da hatten wir natürlich das Glück, dass der Keeper (wohl eher beide) bei den Gegentoren daneben greift. In der zweiten Halbzeit haben wir uns etwas hinten reindrängen lassen, aber dann mit einem Konter das verdiente 3:1 gemacht“, befand GWE-Akteur Alexander Eick im Anschluss an die Partie.
Defensivkollege Joachim Görsch stimmte mit ein: „Das war ein absoluter Abseitssieg! Ich denke, man hat von der ersten bis zur letzten Sekunde gesehen, dass wir hier unbedingt gewinnen wollten. Es war ein kraftintensives Spielt mit einem sehr tiefen Boden, was es den Offensivspielern nicht einfach gemacht hat“, erläuterte der Routinier.
Nächste Woche bietet sich für die Jungs vom Tiefenstaaken mit dem Heimspiel gegen die Reserve des SC Nienstedten die Chance, die Serie von mittlerweile drei Siegen in Folge auszubauen und weiter im Konzert der Großen in der Kreisliga 7 mitzuspielen. Die Kickers müssen dagegen im Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft der SV Lieth wichtige Punkte im Abstiegskampf holen.

Kickers Halstenbek: Heins (43. Scheel) – Seemann, Schnabel, Bahr, Maack – Fitzner (36. Adamczyk) – Domingo (52. Simbach), Quoos, Wauschkuhn – Bolz – Voth, Trainer: Andreas Glißmann

GW Eimsbüttel: T. Becker – Schirrmacher (54. Kassube), Eick, Przybylski, D. Becker – Görsch, C. Pleus – S. Pleus (62. Dahms), Burke, M. Güldener – Klemm (73. Ostertag), Trainer: Nico Grabarczyk

Tore: 0:1 Klemm (42. C. Pleus), 0:2 S. Pleus (44. M. Güldener), 1:2 Bolz (58. Quoos), 1:3 Dahms (86. Ostertag)

rote Karte: Scheel (78., Notbremse an Ostertag)

Schiedsrichter: Torsten Heemann (FC Union Tornesch)

Zuschauer: 15

besonderes Vorkommnis: Da das Wechselkontingent der Halstenbeker bei Scheels Platzverweis bereits ausgeschöpft war, hütete ab der 79. Minute Feldspieler Adam Adamczyk das Tor.


Die Tabelle der Kreisliga 7 nach dem 24.10.2010:

Pl

Mannschaft

Sp

S

U

N

Tore

Diff

Pkt

01

Glashütter SV

13

10

1

  2

47:20

27

31

02

VfL Pinneberg II

11

  8

2

  1

32:10

22

26

03

FTSV Komet Blankenese

10

  8

1

  1

27:10

17

25

04

ESV GW Eimsbüttel

13

  7

2

  4

34:18

16

23

05

Rissener SV

11

  7

1

  3

27:13

14

22

06

TV Haseldorf

11

  6

2

  3

42:20

22

20

07

FC Roland Wedel

13

  6

2

  5

36:22

14

20

08

Groß-Flottbeker SpVgg

11

  5

3

  3

20:10

10

18

09

SV Lieth II

11

  4

3

  4

14:17

 -3

15

10

SC Pinneberg

11

  4

2

  5

24:25

 -1

14

11

Bahrenfelder SV 19

12

  3

4

  5

25:23

   2

13

12

SC Union 03

11

  3

0

  8

21:41

-20

  9

13

Kickers Halstenbek

12

  2

2

  8

17:35

-18

  8

14

Holsatia im EMTV II

13

  2

2

  9

15:34

-19

  8

15

SC Nienstedten II

11

  1

4

  6

12:37

-25

  7

16

TSV Holm II

12

  1

1

10

  8:66

-58

  4