Samstag, 30. Oktober 2010

Spielbericht FC St. Pauli 2.D - TuS Germania Schnelsen 3.D

Ein gutes Pferd…
Knappes 1:0 – St. Paulis U12 nimmt die Hürde Germania 3.D

Es war kein besonders illustrer Vormittag für die etwa 30 Zuschauer am Brummerskamp. Zu geschickt stellten sich die Gäste aus Schnelsen an, um als Fischfutter für den klaren Favoriten in den braunen Gewändern zu werden.
Eigentlich hätte dies jedem schon vor der Partie klar sein müssen, denn es handelte sich um ein (D-Junioren-)Pokalspiel, welches zudem auch noch eine Art Derby war, tragen die Teams ihre  Spiele im gleichen Stadtteil aus.
Dass Derby und der Pokal eigene Gesetze haben, war in den Anfangssekunden allerdings nicht zu erkennen. Torversuche von Kovacic (1.) und Kosanic (3.) konnten erst auf der Linie geklärt werden.
Doch auch die Gäste waren zum Fußballspielen angereist und kamen direkt nach Kosanic´ Fehlversuch zu einer Konterchance, die Leon Schmidt im Tor der Gastgeber geschickt zu vereiteln wusste. Wiederum wenige Sekunden später herrschte wieder Alarm auf der anderen Seite: Ein schöner Angriff über die rechte Seite mit den Stationen Lüth und Kovacic fand allerdings kein glückliches Ende, nachdem Angreifer Kosanic am aufmerksamen Schlussmann der Gäste scheiterte.
Trotz der Fülle an Chancen in den Anfangsminuten fehlte es den Gastgebern an der nötigen Kreativität, den hervorragend organisierten Abwehrriegel der ganz in schwarz gekleideten Schnelsener zu knacken.
In der 13. Minute dann die Erlösung für die Ortel/Olde-Elf: Flanke Kovacic von rechts, Schauer mit der Ablage in die Mitte zu Kosanic und der drosch das Leder mit einem platzierten Linksschuss aus zentraler Position vor der Strafraumgrenze in die untere, linke Ecke des Tores.
Ein Tor, das Sicherheit und Selbstvertrauen geben sollte. Eine besonders große Portion davon gönnte sich Stürmer Nikola Kosanic, der sich in den Spielminuten 17, 22 und 23 gleich dreimal im Torabschluss versuchte, dabei aber seinen Heber an die Latte setzte, seinen Kopfball nach Stanjevic-Flanke neben das Tor beförderte und zu guter Letzt einen abgefälschten Versuch am Außennetz enden sah.
Kosanic hätte das Spiel also bereits zur Pause im Alleingang entscheiden können, doch der Spielstand nach 30 Minuten orientierte sich am optischen Eindruck der Begegnung: 1:0 zur Halbzeit.
Die Gäste, weiterhin defensiv sicher stehend, brachten den Favoriten mit der ersten nennenswerten Aktion des zweiten Abschnitts kräftig in Bedrängnis. Erst der aufmerksame Schmidt bereinigte die Szene mit Bravour, indem er sich dem Angreifer, der nach einem Stellungsfehler in der FC-Abwehr frei vor dem Tor auftauchte, in den Weg warf (37.). Eine Szene, die dem Team um Kapitän Martin Schauer zeigte, wie brüchig so eine 1:0-Führung sein kann.
Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel hätte Erik Lüth führ Ruhe in der Partie sorgen können, doch sein Versuch nach starker Vorarbeit von John Bebensee aus zehn Metern passierte die Torlinie oberhalb des Querbalkens. Wenige Sekunden später brannte es nach unwiderstehlichem Sololauf von Kosanic erneut, doch der mitgeeilte Robin Kehr hämmerte das Spielgerät fahrlässig aus zehn Metern über das Tor.
St. Paulis U12 schaffte es einfach nicht, die wenigen vorhandenen Räume zur Vorentscheidung zu nutzen! Auch ein Schauer-Freistoß aus 14 Metern verfehlte das Ziel denkbar knapp (55.).
Für die letzten Minuten versuchten die Gäste, sich für eine disziplinierte Abwehrleistung zu belohnen und hielten die FC-Defensive um den, zum Ende immer stärkeren Tom Zähringer in Atem. 120 Sekunden vor Ultimo hätte es der Ausgleich durch eine Mega-Konterchance sein müssen, doch der frei aufs Tor zulaufende Stürmer schoss die Kugel aus bester Position kläglich in die Arme von Keeper Schmidt.
Die Schnelsener versuchten es noch einmal, die Verlängerung zu erzwingen, doch Zähringer und Co überstanden Germanias Druckperiode und retteten das 1:0 über die Ziellinie.
Schlussendlich siegte das Team vom Brummerskamp verdient, aber am Ende doch mit Dusel gegen einen sich teuer verkaufenden Gegner, der mit seiner Defensivleistung ein weitaus besseres Ergebnis erzielte, als so mancher St. Pauli-Gegner zuvor.
Beim Anhang der war nach dem Match eine gewisse Enttäuschung über die diesmalige Leistung ihrer Jungs spürbar, was Offensivkraft Julian zu Klampen nicht nachvollziehen konnte: „Wir waren brandgefährlich, was nicht einfach ist, gegen einen Gegner, der mit sieben Leuten auf der Torlinie steht!“, entgegnete der Eingewechselte der Kritik der Ideenlosigkeit im Offensivbereich.
Der Torschütze des Tages, Nikola Kosanic, nutzte die Gelegenheit des Interviews nach dem Spiel zur Kampfansage an die Konkurrenz: „Wir sind und wir bleiben die Besten!“, demonstrierte St. Paulis 9er eisernes Selbstvertrauen.

FC St. Pauli 2.D: Schmidt – Henke (49. Aslani), Bendowski, Zähringer, Erdal (50. Evlicoglu) – Schauer – Kehr, Lüth, Stanjevic (31. Bebensee) – Kovacic (31. zu Klampen), Kosanic (59. Kovacic), Trainergespann: Tobias Oertel & Oliver Olde

Tore: 1:0 Kosanic (13. Schauer)

Zuschauer: 30

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen