Kreisklasse-Alltag bewältigt
Zwischen
den Pokal-Krachern: Holsatia startet Liga mit Auswärtssieg
Mal eben zwischen Pokal-Derby-Triumph und der zweiten Runde gegen den
Landesligisten SV Rugenbergen die Sinne für die Kreisklasse schärfen? Was vielleicht
im jugendlichen Leichtsinn unterlaufen kann, wusste Holsatias neue
Ligamannschaft zum Auftakt der Kreisklasse 08 auf jeden Fall zu vermeiden.
Auswärts beim Kreisligaabsteiger in Holm war es nämlich ein weitgehend
überlegener Auftritt, den auch das frühe Ausscheiden von Kapitän Luca Joneleit
(10.) nicht trüben konnte. Das erste Tor hierbei sogar schon in Minute vier,
doch korrekterweise erkannte Schiedsrichter Ridha Gabsi, dass Marques Schwarz
beim Abstauber eines Jändling-Pfostenschusses ein Stückchen zu weit vorne stand.
Vollkommen ausgeschlossen sind dagegen Abseitspositionen beim Eckball, sodass
das Regelbuch ebenso wenig gegen Deniz Yörüks Kopfballtor im Fünfer einzuwenden
hatte, wie der staunende Gegner (19.)…
Plötzlich aber glich dieser drüben aus, nachdem Nico da Ros von Schlussmann
Luca Goike zu Fall gebracht wurde und das fällige Duell vom Punkt im Nachsetzen
gewann. Für Goike blieb der Eintrag eines abgewehrten Strafstoßes somit nur
eine Randbemerkung (22.).
An der Spielstatik änderte sich dagegen nicht viel, bekamen die Elmshorner ihre
Spielanteile immer dann konstruktiv ins vordere Drittel, wenn sie es einmal mit
Tempo in die Tiefe schafften. So zum Beispiel bei einer guten Chance, die TSV-Fänger
Per Ole Roth gegen Schwarz entschärfte (33.).
Im Kollektiv patzte der TSV aber gute zehn Minuten später, als Florian Kiehn
und Markus Pidde die Kugel im Aufbau über rechts verstolperten und Kilian
Jändling mit dem stibitzten Rund davonstiefelte, um es trotz Freunden in
Rückraum ins offene kurze Eck zu dreschen (42.).
Apropos Dresche: diese kassierten die Holmer auch kurz vor dem Pausenpfiff noch
einmal, weil es ihnen abermals nicht gelang, Holsatias Tiefentempo zu
verteidigen und Roths gutes Abtauchen gegen Jändling letztlich doch nur der
Service für Erik Johännings 1:3-Abstauber bedeutete (45.+6). Verhaltene
Abseitsproteste, doch vermutlich hatte Pidde beim halben Purzelbaum durch den
eigenen Sechzehner die gleiche Höhe gehalten…
Absolut nicht zu halten war dagegen der entfesselte Jändling, den auch diverse
Wadenbeißer auf dem Weg zu Grundlinie nicht aufzuhalten vermochten. Immerhin hielt
Roth diesmal die kurze Ecke dicht, doch weil ihn mit Torben Mentz der eigene
Mann unfreiwillig als Bande nutzte, flipperte das Ding genau vor Jan Dieckhoffs
einschussbereiten Puschen (53.).
Immerhin – und das war den Hausherren freilich anzurechnen – arbeiteten sie
fortan munter an der Verkürzung, sodass Goike am Boden gegen Simon Repennings
Schuss (56.), als sauberer Grätschmeister im Duell mit Luca Drees (61.) und im
Übergreifen zur Neutralisierung einer Flugaufgabe durch Drees (64.) aufbringen
musste.
Dass da Ros wieder von der Strafstoßmarke aus eine regelwidrige Strafraumrutschpartie
mit dem 2:4 quittierte, kam daher etwas später auch nicht von ungefähr (81.).
Die Botschaft, den Motor für die Schlussphase zurück auf höhere Drehzahl zu
bringen, kam bei den Krückaustädtern jedenfalls zügig an. Zahlreiche Chancen
und noch mehr Eckbälle pflasterten die letzten Meter auf dem Weg zum ersten Herren-Liga-Dreier.
Den klaren Pfad ins Torwart-Eck fand jedoch einzig Nick Schneiders Freistoß,
nahe der Strafraumbegrenzung (86.).
Verdient gewonnen, einige Tore gemacht, aber trotzdem noch Luft nach oben: der
Staffelfavorit grüßt erstmal von Rang zwei (hinter dem 10:0 bei Cosmos Wedel II
siegreichen Tangstedter SV) und darf sich jetzt auf die große Pokalbühne am
kommenden Dienstag freuen.
Tore: 0:1 Yörük (19. Schneider), 1:1 da Ros (22.,
Strafstoßnachschuss, Goike an da Ros), 1:2 Jändling (42.), 1:3 Johänning (45.+6
Jändling), 1:4 Dieckhoff (53. Jändling), 2:4 da Ros (81., Strafstoßtor), 2:5
Schneider (86., direkter Freistoß
gelbe Karten: Schierenbeck, Heimann – Goike, Kummert
Schiedsrichter: Ridha Gabsi (TBS Pinneberg)
Zuschauer:70
Besonderes Vorkommnis: da Ros scheitert mit Strafstoß an Goike (22.,
Goike an da Ros).
Sonntag, 16. August 2026
Spielbericht TSV Holm - Holsatia im EMTV
Sonntag, 12. April 2026
Spielbericht SV Lieth II - TSV Holm
Sieg verschwindet in
erfolgsvernichtenden Höhen
Späten
Matchball nicht genutzt: SV Lieth II bleibt unterm Strich hängen
Mit dem Kellerduell Letzter gegen Vorletzter beschlossen die Zweite der SV
Lieth und der TSV Holm Spieltag 25 der Kreisliga 01 mit dem wohl
klischeehaftesten Ergebnis: 0:0.
Obwohl der Tabellenletzte aus Holm die Begegnung in den Anfangssequenzen durchaus
druckvoll anging, spielte sich das wenige Erwähnenswerte einer weitgehend verkrampften
Partie meist im Angriffsdrittel der Liether ab. Besonders die tiefen Zuspiele
Michel Ahlers´ bereicherten das trostlose Geschehen, wie im Falle eines Balles
hinter die TSV-Kette, wo Finn Struve nur knapp über das Gehäuse zielte (8.).
Ebenfalls hoch kam eine Ecke von links auf den aufgerückten Kilian Weers
geflogen, doch mit der Platte lassen sich nur selten Kopfballtore erzielen (29.)…
Und wenn es – wie bei einem clever angeschnittenen Homburg-Freistoß – im Einlaufen
zu überraschend wird, kommt beim
kantigen Außenverteidiger mit Bezirksligaexpertise halt auch kein goldener
Schuss heraus (42.).
Das Bemühen um jenen fiel jedoch auch den Gästen schwierig, segelte Henri
Poppenborgs Linksschuss übers Ziel hinweg (36.), ehe der eingewechselte Torben
Mentz ein Strafraumgestochere mit dem Versuch ins Außennetz beendete (50.).
Ansonsten ging es eher um Fehlervermeidung und den teils schwierigen
Beziehungsstatus zum Spielgerät – bis die etwas frischer wirkenden Liether in
der Schlussphase bei größer werdenden Räumen nochmal etwas mehr investierten.
Und tatsächlich servierte Florian Ballner seinem Einwechselkollegen Michel
Cords per Diagonalball die wunderbare Siegchance in den Lauf, überhastet jagte
der 22-Jährige das Leder aber in erfolgsvernichtende Höhen (90.+1), sodass die
torlose Punkteteilung einzig dazu taugte, den Moorreger SV auf den vorletzten
Platz zu verweisen. Durch die teils drei mehr gespielten Duelle als die
Konkurrenz beläuft sich der virtuelle Rückstand auf den TSV Heist am rettenden
Ufer allerdings etwas Höher als nur auf einen Punkt. Die SVL-Reserve (17
Punkte) ist nun immer wieder zum Daumendrücken verdammt – zum Beispiel für den
SC Cosmos Wedel, der am kommenden Dienstag beim TSV Holm (14) gastiert.
Das nächste eigene Eingreifen muss dagegen bis Freitag warten, wenn es zum
zweitplatzierten Rissener SV geht.
Tore: Fehlanzeige
gelbe Karten: H. Homburg, Ahlers, Weers – Hermann, Ludwicki, Milzarek
Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia im EMTV)
Zuschauer: 45
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