Sonntag, 26. April 2026

Spielbericht TV Haseldorf - SV Blankenese

Oldes „Kacktor“ reicht nicht aus
Strafraumchaos nicht genutzt: TV Haseldorf verpasst wichtigen Zähler

„Aus dem Stadion geschossen, haben wir die“, witzelte Fußballabteilungsleiter Marc Zippel nach dem 2:1-Zittersieg seiner SV Blankenese beim schwer abstiegsbedrohten TV Haseldorf. Ein Erfolg, der seine Himmelblauen im eher bedeutungsarmen Rennen um Platz fünf der Bezirksliga 01 hält.
Deutlich brisanter dagegen die Lage des TVH, der sich für einen ordentlichen Auftritt nach verhaltener Anfangsphase mal wieder nichts kaufen konnte.
Mit dem besten Fußballwetter in der Marsch vermochte die Partie nicht wirklich zu konkurrieren. Wer also die Startsequenzen bei der vielleicht besten Currywurst im HFV und günstigem Kaltgetränk verpasste, sollte sich heuer freilich nicht grämen. Erst, als Louis Jahn lang von hinten auf Jan Ole Holst eröffnete, dieser halbrechts die Latte traf und Finn Karstedt die Rübe erfolgreich in den Abpraller hielt, war der Ereignislosigkeit mit dem 0:1 der Garaus gemacht (18.).
Nur die Abseitsfahne des Assistenten rettete den amtierenden Kreisliga 1-Meister daraufhin vor Pedro Dos Santos Cogos 0:2 (29.). Da wäre es für heute fast schon vorbei gewesen.
So aber blieb der Neuling im Spiel, das Linus Lastella nach Flugball Marten Fülschers fast ausgeglichen hätte. Bei seiner Bewegung nach innen, inklusive Rechtsschuss, fehlte jedenfalls nicht viel (35.).
Wie die Jungfrau zum Kinde, sollten die Roten dennoch zum Ausgleich kommen. Und wieder war der Blankeneser Jahn beteiligt. Diesmal schoss der Innenverteidiger Gegenspieler Malte Olde nahe des eigenen Gefahrenbereichs an den Kopf, sodass die Pille tatsächlich den Weg ins SVB-Gehäuse fand (58.). Ein Fall für Arnd Zeiglers „Kacktor der Woche“!
Ein Abstauber und einmal Slapstick – Zeit für etwas Geplantes. So durchgeführt in Minute 68. Die Gäste mit Ballbesitz in des Gegners Hälfte, der Bennet Zippel zur schönen Weiterleitung zum frei flach vollendenden Laurenz Schnoor inspirierte.
Im Rahmen einer Vorteilssituation drohte dem TVH gleich das nächste Ungemach, das Goalie Niklas Grote aber gegen den eingewechselten Jaden Westphal stark vereitelte (74.).
Fortan agierte hier aber nur noch das Heimteam, dessen Einstellung auf jeden Fall passte. Nicht so allerdings ein hohes Ding von Lukas Nickels, das sich aus der Ferne auf den Querbalken setzte (82.). Und auch Tim Krieg fehlte beim zentralen Abdruck (83.) ein Stück zum Ausgleichsglück, das wiederum Nickels bei seiner Doppelchance ebenfalls nicht vergönnt war. Tormann Marcel Köhler gab jeweils den Spielverderber (84.).
Nun hing also allen an einem letzten Standard – einem Freistoß durch Fülscher, den die West-Hamburger jedoch mit reichlich Dusel irgendwie gelöscht bekamen (90.+7). Ein letztlich folgenloses Strafraumchaos.
Gar nicht folgenlos für die Tabelle kommt dagegen das Ergebnis daher, vergeigten die Haseldorfer somit die Chance, an der ebenfalls erfolglosen Konkurrenz vorbeizuziehen. Zwei Zähler Rückstand beim schlechteren Torverhältnis gilt es jetzt noch in den vier verbliebenen Auftritten aufzuholen. Nicht unmöglich, gegen lauter Teams aus dem Mittelfeld, aber trotzdem weiter eine Herkulesaufgabe.

Tore: 0:1 Karstedt (18. Holst), 1:1 M. Olde (58.), 1:2 Schnoor (68. B. Zippel)

Schiedsrichter: Kai Kleen (SV Eidelstedt, Note 2)

Zuschauer: 55


Samstag, 25. April 2026

Spielbericht TuS Nortorf - SV Blau-weiß Wesselburen

TuS Nortorf unbeirrt
Nächster Schritt gen Landesliga – Blau-weiß vor entscheidenden Wochen

Grün-weiß Todenbüttel, Osterrönfelder TSV, Merkur Hademarschen und Veneta Audorf – vor allem vier direkte Duelle zur Rettung der Verbandsligazugehörigkeit hat die tief im Tabellenkeller gefangene Elf des SV Blau-weiß Wesselburen noch als Strohhalm im Köcher. TuS Nortorf, seines Zeichens unangefochtener Primus auf dem Weg in die Landesliga, war zum 27. Spieltag der Weststaffel die falsche Adresse für Zählbares.
Obwohl man hinten erstmal nicht viel zulief, setzte es dennoch bereits nach einer halben Stunde den zu erwartenden 0:2-Rückstand.
Erst nutzte nämlich Alexander Gerst den mangelnden Zugriff im Sechzehner zur frühen TuS-Führung (10.); dann legte der fleißige Malte Lucht auf Mika Jöhncks durchgesteckten Ball die Verdopplung nach (30.).
Gänzlich chancenlos blieben die Dithmarscher allerdings keineswegs. So ließ Schiedsrichterassistent Louis Pfeil (FC Dornbreite Lübeck) seinen Wimpel unten, als der steil geschickte Melvin Friedrichsen auf rechts plötzlich freie Bahn hatte, TuS-Fänger Florian Gerloff aber die nötige Fläche zur Fußabwehr machte (19.). Und auch eine Kopfballchance für den baumlangen Mats Block schickte sich an, den Spitzenreiter zu ärgern (35.).
Nachdem die Hausherren in den Minuten vor der Pause wiederum mehrfach das beruhigende 3:0 verpasst hatten, durfte sich Blau-weiß von der Strafstoßmarke aus zurück ins Spiel schießen, verkürzte Nico Schulz sicher auf 2:1, nachdem der Strafraumzweikampf Schmidt/S. Block einen durchaus zeigenswerten Spielzug der Gäste unsanft gestoppt hatte (60.).
Bevor der Außenseiter, der sich bereits beim nachgeholten Hinspiel (1:2) vor zehn Tagen wacker schlug, zur großen Aufholjagd gegen die fünfte Niederlage in Folge blies, stellten die Mittelholsteiner die zwei-Tore-Führung just wieder her, als Schlussmann Torben Rose eine Jöhnck-Ecke im Herauskommen nicht sichern konnte und Jarmo Schmidt den freien Ball gedankenschnell aus der Bewegung zum 3:1 versenkte (72.).
Immerhin gab sich der Vorjahreszehnte in der Folge nicht auf, probierte es durch einen Schuldt-Freistoß (75.) und M. Blocks schwierig zu nehmenden Rechtsschuss (81.) – erfolglos. Weil auf der anderen Seite aber auch Lucht an Rose scheiterte (78.) und Top-Torjäger Lasse Böttcher (23 Treffer) bei abermaliger Jöhnck-Ecke nur den Pfosten traf (79.), blieb es beim 3:1, durch das TuS Nortorf den Aufstiegssekt nun schon in den Kühlschrank stellte. Zwölf Zähler auf die SG Geest 05 und 15 auf den TSV Heiligenstedten (eine Partie weniger) schreien fünf Runden vor Saisonende förmlich nach der Promotion.
Kommenden Mittwoch gilt die volle Konzentration allerdings erstmal dem Halbfinale auswärts im Kreispokal Holstein. Gegner ist der Staffelkonkurrent aus Wasbek.
Für Blau-weiß starten unterdessen am Donnerstag die Wochen der Entscheidung mit vier Heimspielen. Nun also gilt es für die Meuter-Equipe!

Tore: 1:0 Gerst (10.), 2:0 Lucht (30. Jöhnck), 2:1 Schulz (60., Strafstoßtor, Schmidt an S. Block), 3:1 Schmidt (72. Jöhnck)

gelbe Karten: keine – Friedrichsen, Schulz

Schiedsrichter: Lovis Nesemann (SuF Herrnburg, Note 2,5)

Zuschauer: 75




Freitag, 24. April 2026

Spielbericht SV Lieth - TuS Holstein Quickborn

Holsteins Rache über links
3:1 bei der SV Lieth: Quickborner halten Umwertungshinspielsieger im Keller

„Jaaaa, Kreisliga!“, jubelte TuS Holsteins Kapitän Tim Homfeldt nach dem Spiel wenig vorbildlich in Richtung des Gegners, doch was als Provokation gemeint war, erhielt im vorangegangenen Freitagabendmatch der Bezirksliga 01 tatsächlich weiteres Futter. Die SV Lieth trudelt eine Woche nach dem wichtigen Dreier beim VfL Pinneberg (3:1) wieder zurück gen Abgrund.
Mit der Chance, die Abstiegsplätze zumindest über Nacht verlassen zu können, aber auf dem Feld mit nur geringen Spielanteilen, gestaltete sich das Geschehen wieder einmal früh zu Ungunsten der SVL, die den Quickbornern im Aufbau weder Druck, noch Raumverdichtung antat und daher geradezu folgerichtig in Rückstand geriet. Vollstreckung fand das 0:1 durch Finn Striplings linken Liniensprint und Tom Meyers ideales Einlaufen zwischen Innen- und Linksverteidiger, inklusive erfolgreichem Grätschschuss aus fünf Metern (11.).
Zwar antwortete der Abstiegskandidat mit einer guten Kopfballchance für Felix Schröder, als dieser einen kopfverlängerten Tündermann-Einwurf aus der Nahdistanz nicht statistikrelevant verwerten konnte (18.), doch ein lückenhaftes Pressing warf Schröder und Co noch eine weitere Meile zurück. Rasch überbrückte TuS Holstein von hinten heraus über Mika Lorenz´ tiefen Ball das Mittelfeld, woraufhin Sohrab Safi den orientierungslosen Luca Albers im langen Bogen überlief. Gegen Safis Versuch aus spitzem Winkel wehrte SVL-Schlussmann Patrick Klösel auch noch zu kurz in die Mitte ab und schon staubte Artin Shahrampour zur Verdopplung ab (23.).
Immerhin konnten in der Folge einige Halbchancen des Gegners als überstanden vermeldet werden, ehe Philipp Matthiessen den Ball in der Bewegung nach innen auf den Torwart brachte (24.) und  Meraja Magens das Tor aus einer geahndeten Abseitsposition heraus traf (25.).
Eine nachhaltige Veränderung der Spielstatik verursachte allerdings mit Jamal Faisy ein Dunkelblauer, indem er Matthiessen ungestüm stempelte. Was Schiedsrichter Rasim Islamoglu (Inter Hamburg) mit etwas Verzögerung realisierte, hatten die Liether da natürlich schon sofort gewusst: das MUSS die Ampelkarte für den früh vorbelasteten (14.) 19-Jährigen sein (36.)!
Mit einem Mann mehr auf der Koppel klappte es quasi mit dem Halbzeitpfiff auch mit dem Anschlusstreffer, als Moritz Schulz rasch auf den weiterleitenden Matthiessen einwarf und Magens Gegenspieler Hendrik Stättner zum Strafraumtänzchen bat (45.+2). Ballführung, Geschwindigkeit und die Schusstechnik in die lange Ecke belegten, warum die monatelange Verletzungsabstinenz des jungen Einzelkönners ein entscheidender Faktor dieser verkorksten Saison ist.
Auch seine Kollegen machten sich mit verbesserter Körpersprache ans Ausgleichswerk, das insbesondere durch Striplings Lapsus im eigenen Sechzehner durchaus in der Luft lag. Nur tauchte Gäste-Fänger Nick Hoffmann behände gegen Matteo Schuchhardts Abschluss aus elf Metern ab (48.).
Auch sonst war in der Folge immer irgendeiner der jetzt klar tiefer gestaffelten Eulenstädter im Weg, sodass die Zeit so langsam gegen die „Liether Löwen“ spielte. Vorne fehlte also die Durchschlagskraft, während der Widersacher aus dem oberen Tabellendrittel auf der anderen Platzhälfte alles klar machte. Abermals über links schüttelte diesmal der eingewechselte Mikel Mucaku Kontrahent Julien Duffke ab, um erst zu bedauern, dass die eher zufällig bei Pedro Pohl gelandete Hereingabe nicht zur Toreinleitung avancierte, weil sich Klösel im Direktduell schön groß machte. Nils Witts schwache Klärung ins Zentrum nutzte Jawad Faizy aber kurzerhand zum fiesen 1:3-Distanzaufsetzer (83.).
Einmal noch hauchte eine Chance per Freistoß der Heim-Elf ein Momentchen der Hoffnung ein, nur sicherte N. Hoffmann Witts Kopfball und damit auch den Auswärtssieg (85.).
Für den Eingriff in den Aufstiegskampf reicht es dennoch längst nicht mehr. Mit „schuld“ daran ist ausgerechnet die schon vorher nicht sonderlich geschätzte SV Lieth, der man durch die Selbsteinwechslung von Coach Ibrahim Yener (zu diesem Zeitpunkt rotgesperrt) trotz sportlichem 5:2 einen 3:0-Auswärtssieg via Umwertung schenkte.
Nicht einmal vier Kilometer weiter stieg daher fast zeitgleich das Spitzenspiel zwischen dem FC Elmshorn und dem Kummerfelder SV. Der FCE gewann übrigens mit 3:1 und steht als Meister und künftiger Landesligist fest.
Die Verhinderung eines Zweiklassenunterschieds zwischen den Rivalen in Elmshorn und Umland haben die Jungs aus dem Liether Wald dagegen langsam nicht (mehr) in eigener Hand. Ein Kellerduell gegen HSV IV steht zwar noch aus, doch der vorletzte Platz und zwei Punkte Rückstand auf die Rothosen (erster nicht-Abstiegsplatz) und die Aussicht, nun zu den torhungrigen Germanen nach Schnelsen zu müssen, hängen – wie die schlechte Trainingsbeteiligung – als Damoklesschwert über dem Butterberg.

Tore: 0:1 Meyer (11. Stripling), 0:2 Shahrampour (23. Safi), 1:2 Magens (45.+2, Matthiessen), 1:3 Jawad Faizy (83. Pohl)

gelbe Karten: Magens, Duffke, Behrens, Witt – Stripling, Lorenz, Appiah, Homfeldt

gelb-rote Karte: Jamal Faizy (TuS Holstein, 36., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Rasim Islamoglu (Inter Hamburg)

Zuschauer. 50


Mittwoch, 22. April 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Moorreger SV

Seuberts Derby-Show
Dreierpacker schießt Moorreger SV über den Strich

Letzte Woche TuS Appen (3:1) und diesmal der TSV Heist: wer es aus der Nachbarschaft derzeit im Abstiegskampf der Kreisliga 01 mit dem Moorreger SV aufnimmt, muss sich ordentlich auf etwas gefasst machen.
Mit einem 4:1-Derbytriumpf beim Ortsnachbarn schaffte der MSV am Mittwochabend einen wichtigen Satz im Untergeschoss des Klassements.
Bei windigem Sonnenuntergang ging der Stern der Gäste heuer ganz bald auf, als der TSV ordentlich Platz ließ, sodass Jonas Kaufmann über die Stationen Seubert und Franke zum zentral eingeschobenen 0:1 gekommen war (2.).
Ein idealer Spielbeginn, dessen Neutralisierung allerdings nicht allzu lange auf sich warten ließ, setzte sich die heistmer Lebensversicherung, Paul Smit, mit reichlich Physis im Sechzehner durch, um vor der Kiste wieder einmal nichts anbrennen zu lassen – Saisontor Nummer 18 (11.)!
Viel lief auch in der Folge über den Einzelkönner, der jedoch entweder auf sich alleingestellt war oder durch Unzulänglichkeiten seiner Mitstreiter keine weiteren Gründe zum Jubeln erhielt. Auch die disziplinierten Harmanci-Schützlinge sollten daran ihren Anteil haben. Vor allem, weil auch nach vorne immer mal wieder spannende Nadelstiche gelangen. Einer davon hatte Jannis Franke in halblinke Schussposition geschickt; rechts vorbei (38.) – ärgerlich!
Nicht so dafür, was nur Augenblicke später passieren sollte. Erst tankte sich Kollege Maximilian Seubert nach Ballgewinn unaufhaltsam in Richtung 1:2 durch den Sechzehner (40.), dann vollendete der ehemalige Kicker des Rendsburger TSV eine erneute Umschaltszene mit Jonas Kaufmann und Jayson Bielfeldt mühelos zum 1:3-Pausenstand (41.). Die halbe Derby-Miete war schon mal geschafft!
Konkrete Einfälle dagegen fielen dem TSV auf der anderen Seite schwierig. Zweimal war es Smit, der MSV-Goalie Niklas Puttmann jeweils vor keine übermäßige Aufgabe stellte (61. & 76.). Ansonsten lebte das Match von seiner Körperlichkeit, die den Heistmer Björn Schramm auch gut und gerne via gelb-rot an den Seitenrand hätte befördern können (59.)…
Von dort aus holte sich dafür Marcel Bastide als Auswechselspieler den roten Karton ab, weil er einen Ersatzball absichtlich in einen gegnerischen Angriff einrollte (83.). Die Hoffnung auf die Wende schien da bereits dem Frust gewichen zu sein, zumal Seubert bei einer Bielfeldt-Flanke per Flugkopfball das mögliche 1:4 auf dem Schädel hatte (86.).
Endgültige Gewissheit vermochte auch Gian Luca Reinl nicht herbeizuführen (90.+1), scheiterte der Joker gleich doppelt am aufmerksamen Benjamin Schimmel, dessen Alptraum im schwarzen Gewand dafür auf den Namen Maximilian Seubert hörte. Nachdem Julian Kühl das Bein im Strafraum etwas später gen Ball bewegte als Gegenspieler Franke, setzte der nunmehr sechsmal binnen vier Partien erfolgreiche „13er“ den 1:4-Schlusspunkt (90.+2.).
Die Tendenz von Dreierpacker Seubert und Co weist damit weiter positiv in Richtung Klassenerhalt: Rang zwölf bei aber nur zwei Zählern Vorsprung – auf den TSV, der die Vorzeichen beim sofortigen Wiedersehen am kommenden Sonntag dann wieder umkehren möchte. Um dieses gut besuchte B431-Derby wäre es freilich schade, wenn die Hirsche auch in der Endabrechnung unterm Strich verharrten. Vielleicht gelingt ja nun im anstehenden Rückspiel der sportliche Heist (englisch für „Raubüberfall“)…

Tore: 0:1 Kaufmann (2. Franke), 1:1 Smit (11. J. Schmidt), 1:2 Seubert (40.), 1:3 Seubert (41. Bielfeldt), 1:4 Seubert (90.+2, Strafstoßtor, J. Kühl an Franke)

gelbe Karten: Schramm – Kaufmann, Prange, Getmann, Bielfeldt, H. Harmanci (Trainer)

rote Karte: Bastide (TSV Heist, 83., grobe Unsportlichkeit)

Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 90


Dienstag, 21. April 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist II - FC Elmshorn II

Arbeit für den HFV
Drei Platzverweise! Heistmer Reserve gewinnt trotzdem

13. Minute der Nachspielzeit: Es ist tatsächlich vollbracht! Trotz aller Widerstände – vor allem einer mehrfachen Unterzahl – hat die Zweitvertretung des TSV Heist selbige des FC Elmshorn im Nachtragskick der Kreisklasse 01 mit 4:3 niedergerungen.
Gar nicht mal ungewöhnlich hatte das Mittelfeldduell begonnen. Einen Schritt schneller als Gegenspieler Milot Bashotaj, verwertete Torjäger Marcel Münster eine Hereingabe Max Ossenbrüggens zum 1:0 (15.), dem der FCE durch Ayaz Aloskans vorzüglichen Abschluss auf Anspiel Diar Bashotajs rasch den Ausgleich konterte (19.).
Dann allerdings wurde es erstmals dubios. Ein hoher Ball im heistmer Strafraum und plötzlich ein Pfiff: Strafstoß für Gäste! Ob nun wirklich Handspiel oder nicht; egal, denn Marvin Scholz angelte sich den Schuss von Aloskan (30.).
Auch das folgende Chancenplus blieb aus Sicht der im Aufstiegskampf inzwischen abgehängten Krückaustädter ungenutzt. Der Pausenstand von 1:1 daher ein wenig schmeichelhaft für den TSV, der seinerseits allerdings durch Finn Roths überhasteten Abschluss seine Fühler in Richtung 2:1 ausstreckte (40.).
Nach Marius Kocks schönem Anspiel in die Spitze war es Anfang des zweiten Abschnitts doch geschafft, setzte sich Patrick Günsch willensstark gegen FCE-Fänger Okan Cicek durch (51.), ehe auch Routinier Eike Schmidt den hier etwas unglücklichen Torsteher per direktem Freistoß überwand (72.).
Der TSV in diesem tempoarmen Spiel im zwei-Tore-Vorteil, doch der Schiri hatte offenbar andere Pläne, die Scholz erneut als amtlicher Elferkiller gegen Fisnik Kelmendi durchkreuzte (64.). Ein Kontakt zwischen Marius Kock und dem gefoulten Aloskan hatte hier zwar vorgelegen, doch stand der Elmshorner Kapitän zuvor doch ein ganzes Stück im Abseits…
Zehn Minuten vor dem (angesetzten) Ende durfte dann mit Osman Acar der dritte Weinrote zum Punkt, nachdem Rene Koppers im Zweikampf ungeschickt zu Werke ging und obendrauf auch noch die überzogene Ampelkarte kassierte (ballorientiertes Foul, 80.).
Immerhin Acar bekam seine sieben Sachen zusammen und verwandelte linksunten zum Anschlusstreffer, dem wiederum das geradlinige Direktspiel durchs Zentrum das eingespitzelte 3:3 durch Sevkan Aras hinterher folgen ließ (84.).
Das Momentum auf der eigenen Seite und ab der 88. Minute sogar zwei Mann mehr auf dem Platz (niemand, nicht einmal Marius Kock selbst, wusste, warum er im Anschluss an einen Defensivzweikampf auf seiner Linksverteidigerposition den Feldverweis kassierte), war die endgültige Wende doch nur noch reine Formsache. Ärgerlich nur für den FCE, dass man bei nun drückender Überlegenheit die Kugel nicht mehr über die Linie bekam.
Stattdessen blieb bei einem Foul am verletzt ausscheidenden Kevin Winter keine andere Wahl, als auf den folgenschweren Freistoß pro TSV zu entscheiden. Günsch brachte diesen hoch von rechts in den Sechzehner, wo Roth plötzlich ganz alleine abziehen konnte und mit rechts das nicht mehr erwartete 4:3 erzielte (90+9.).
Schier ewige 210 Sekunden galt es für die Heistmer allerdings noch zu überstehen. Angetrieben von ihren direkt auf der Seitenlinie stehenden Anhang stehenden Unterstützern, schalteten die Jungs von Trainer Vedat Akpinar noch eine Art Schlussoffensive, die aber – passend zum verkorksten Abend – kopflos im Sande verlief.
Die Punkte blieben an der Hamburger Straße – teuer erkämpfte Zähler, denn neben Koppers und Kock hatte zwischendurch auch Torjäger M. Münster als bereits ausgewechselter Spieler wegen einer etwas zu direkten Ansprache in Richtung der Spielleitung den roten Karton gesehen. Das Sportgericht des HFV wird in den kommenden Tagen jede Menge zu tun bekommen, kündigte der Pfeifenmann obendrein an, geäußerte Kritik Seitens des TSV Heist nach dem Spiel beim Landesverband zur Anzeige zu bringen. Die Hausherren wollen mit der Videoaufzeichnung der Partie dagegen halten…

Tore: 1:0 M. Münster (15. M. Ossenbrüggen), 1:1 Aloskan (19. Diar Bashotaj), 2:1 Günsch (50. Kock), 3:1 E. Schmidt (72., direkter Freistoß), 3:2 Acar (80., Strafstoßtor, Koppers an Kelmendi), 3:3 Aras (84. Poyaz), 4:3 Roth (90.+9, Günsch)

rote Karten: Kock (TSV Heist II, 88.), M. Münster (TSV Heist II, 89., Schiedsrichterbeleidigung)

gelb-rote Karte: Koppers (TSV Heist II, 80., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Selcuk Karaman (Gencler Birligi Elmshorn)

Zuschauer: 32

besondere Vorkommnisse:
- Aloskan (FC Elmshorn II) scheitert mit Strafstoß an Scholz (30., Handspiel).
- Kelmendi (FC Elmshorn II) scheitert mit Strafstoß an Scholz (64., Kock an Aloskan).




Sonntag, 19. April 2026

Spielbericht VfL Pinneberg - SV Lieth

Zündstoff für den Keller
Sie können es doch noch! Auswärtssieg lässt SV Lieth wieder hoffen

Durch 16 (sportlich) sieglose Partien mit dem Rücken zur Wand, reiste die SV Lieth am Sonntagnachmittag als Schlusslicht zum zuletzt heimstarken VfL Pinneberg in dessen Asyl beim SC Pinneberg.
Fünf Zähler Rückstand auf das rettende Ufer der Bezirksliga 01 und die Konkurrenz aus Duvenstedt und Niendorf hat jeweils gepunktet.  Ein schwieriges Setting, das sich für den Tabellenletzten auch noch im Spiel selber weiter verschlimmerte, steuerte Torjäger Niklas Bargob das Leder nach Vorarbeit Tjark Holzapfels in der Mitte zum bereits 22. Mal ins Netz – der Rückstand nach gerade einmal sechs Minuten!
Aber die Mannschaft zeigte Moral, blieb, angetrieben durch den omnipräsenten Meraja Magens, aktiv. So prüfte Joel Tündermann nach Magens-Zuspiel den sicheren Philipp Niedermeier zwischen den VfL-Pfosten (9.).
Den Beweis, dass sie es tatsächlich können, lieferten die Herren in schwarz dann per Matthiessen-Ecke, die über einen Umweg bei Christian Kuhlmann landete, sodass der 22-Jährige mit vollem Huf das 1:1 abfeuerte (19.).
Trotz Chancenvorteil im weiteren Halbzeitverlauf der vorzeitige Pausenstand.
Mit dem Wiederbeginn legte nun auch das Heimteam einen Gang zu; kam beispielsweise durch Yannick Rentzows knapp verzogenen Versuch von halbrechts gefährlich vor das SVL-Gehäuse (61.).
DIE Chance des dritten Spielviertels ereignete sich jedoch auf der anderen Seite, als Felix Schröder seinen spektakulären Seitfallzieher ans Quergebälk donnerte (68.).
Der Treffer der Marke „Tor des Monats“ sollte dafür seinem Kollegen Philipp Matthiessen gelingen, als dem Ur-Liether eine Bogenlampe auf den schussbereiten Schlappen fiel und der Einschuss rechtsoben puren Auswärtsjubel auslöste (76.).
„Männer, das sind jetzt Charakterminuten!“, schallte es in der Schlussphase von der liether Bank, denn der VfL wollte sich seine kleine Serie von zwei Heimsiegen keineswegs kampflos zerstören lassen. Bis auf einen aussichtsreichen Johannsen-Kopfball (drüber, 83.), bekam die heuer ge- und entschlossene Krenzk-Elf allerdings alles wegverteidigt.
Das Ende des Zitterns führte schließlich ein Moment des Umschaltens herbei. Die aufgerückten Pinneberger knackte Julien Duffke mit steilem Anspiel auf Matthiessen, der seine wohl stärkste Saisonleistung mit der 1:3-Entscheidung im freien Lauf auf den Kasten des chancenlos geschlagenen Niedermeier krönte (90.). Da darf die Eckfahne gerne mal zur Partyzone werden!
Endgültige Gewissheit, dass die Sieger des wilden Hinspiels (4:1 VfL) hier nichts mehr umbiegen würden, hatten sie in der ausgiebigen Nachspielzeit mit Malick Djimbas Gelb-rot selbst zu verantworten (90-+6). Der erfahrene Togoer war nach seiner Einwechslung (67.) für den später per Krankenwagen abtransportierten Bargob (versuchte es nach Zusammenstoß mit Gäste-Fänger Lukas Rensch (52.) noch eine Weile) nur eine halbe Stunde auf dem Feld gestanden. Ob man da als Gegner begeistert applaudieren muss – dagegen fraglich…
Als berechtigt gingen dafür die Ovationen für die verdienten wie imminent wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf durch. Die Nicht-Abstiegsplätze erspäht man in Klein Nordende nun auch wieder ohne Feldstecher. Und je nach dem, ob der Spielausschluss des HFV das abgebrochene Kellerduell gegen HSV IV (Spielstand 2:3) neu ansetzt, wäre mit einem Dreier im möglichen Wiederholungsspiel sogar der Sprung aus den bösen Kreisligarängen aus eigener Kraft möglich. Die letzten fünf Spieltage (oder auch sechs) versprechen jedenfalls noch die volle Emotionspalette.  

Tore: 1:0 Bargob (6. Holzapfel), 1:1 Kuhlmann (19. Schröder), 1:2 Matthiessen (76.), 1:3 Matthiessen (90. Duffke)

gelbe Karten: Rollwagen – M. Schulz, Magens, Papazoglu

gelb-rote Karte: Djimba (VfL Pinneberg, 90.+6, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Furkan Yavuz (SC Teutonia 10)

Zuschauer: 102








Spielbericht Niendorfer TSV II - FC Elmshorn

Primus verzockt seinen Thron
Remis nach 3:0-Führung: FC Elmshorn fällt vom Sockel

Alles voll im Griff und doch Federn gelassen. Der FC Elmshorn hat sich in Runde 26 der Bezirksliga 01 mit einem Remis beim Kellerkind aus Niendorf ordentlich blamiert und damit oben wie unten für Bewegung gesorgt.
Eine etwas seltsame Aura hatte dieser Sonntagvormittagskick am Bondenwald von Beginn an. Schnell hatten sich toxische Bekanntschaften zwischen dem diskussionsfreudigen Schiedsrichter und dessen Gleichgesinnten aus den Reihen des FCE gebildet, bevor betreffende Mittelfeldstrategen das Geschehen gekonnt auf sportliche Weise auf sich zogen. So war Ex-Oberliga-Kicker Alessandro Schirosi just am 0:1 beteiligt, das Sergen Sevinc im passenden Durchlaufen mittig erzielte (16.).
Torbeteiligung Nummer zwei entfiel bei Ümit Karakayas Abschluss nur durch gegnerisches Zutun (17.), ehe es andersherum mit dem 0:2 klappte. Eine Karakaya-Ecke war Schirosi quasi als dritter Ball vor den einschussbereiten Schlappen geplumpst; das darf man sich natürlich nicht entgehen lassen (18.)!
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auch fortan auf das Tor der Niendorfer, deren Niederlage im Abstiegskampf heute eine Frage der Höhe zu werden schien. Der Primus sollte es allerdings nur noch vom Punkt schaffen, Goalie Christopher Schade zu überwinden, nachdem der Schlussmann Sevinc zwar als letzter Mann, aber im weitesten Sinne ballorientiert zu Fall gebracht hatte (35.). Schirosis aufreizender Gruß an Herrn Panenka in die ehemalige Tschechoslowakei bedeutete gleichzeitig den 0:3-Pausenstand, an dem die Gastgeber kurz vor dem Kabinengang einmal kräftig rüttelten. Weil Tormann Alan Kado an einem langen Malik-Schlag vorbei sprang, ergab sich Nico Grünwaldt die fette Chance, die der „10er“ jedoch zu hektisch vor der leeren Kiste vergeigte (44.).
Eine Gegentor-Androhung, die der FCE offenbar nicht sonderlich ernst nahm. Im Spiel nach vorne ohne die in der Kabine gebliebenen Schirosi und Sevinc statisch, ideenlos – defensiv halbherzig; so schenkte die Elf in Weinrot das Match völlig unnötig her, während die NTSV-Reserve durch Dennis Brettschneiders Strafstoßtor rasch Wasser auf die Mühlen bekam (47.).
Zwei Halbchancen für Seymen Tokay (53.) und Sercan Er (65.) vermochten nicht zu kaschieren, dass es die abstiegsbedrohten Gastgeber waren, die nun klar mehr zum Geschehen beitrugen. Eine Spielhaltung, deren Belohnung in der Schlussphase folgerichtig eintrat. Raphael Boschkes Vorarbeit über links veredelte der bis dato glücklose Lukas Lackner zum 2:3-Anschlusstreffer (75.), um nach Eckstoß Minseo Chos tatsächlich den Gleichstand herauszuschießen (83.).
Ein tolles Ergebnis, das Lackner und Co von nun an leidenschaftlich verteidigten, während der Tabellenführer mit Drittligavisionen auch mit dem spät eingewechselten Dennis Altergott an vorderster Torjäger-Front kein Rezept mehr fand, die hergeschenkten zwei Punkte wieder einzusacken.
Immerhin den Kummerfelder SV freute es, ließ die Kneuker-Elf wenig später daheim nichts anbrennen, sodass der 4:1-Erfolg gegen TuRa Harksheide II aufgrund der besseren Tordifferenz die Inthronisation des KSV zur Folge hatte. Für die heuer gefühlt geschlagenen Krückaustädter aber kein Beinbruch. Eine weniger gespielte Partie und vor allem das jetzt folgende Spitzenspiel am nächsten Freitag versprechen weiter beste Karten auf dem in die Landesliga.
Und die Niendorfer? Die landeten im engen Abstiegskampf einen wichtigen Bonuspunkt, der neben der Verbesserung auf Rang zwölf (zwei Zähler vor Abstiegsplatz 14) vor allem mentalen Rückenwind für die kommenden drei Gastspielreisen bewirkt.

Tore: 0:1 Sevinc (16. Schirosi), 0:2 Schirosi (18. Karakaya), 0:3 Schirosi (35., Strafstoßtor, Schade an Sevinc), 1:3 Brettschneider (47., Strafstoßtor), 2:3 Lackner (77. Boschke), 3:3 Lackner (83. Cho)

gelbe Karten: Schade, Molder, Nast, Boschke – Schirosi, Acar

Schiedsrichter: Ivan Feric (SV Tonndorf-Lohe)

Zuschauer: 50




Samstag, 18. April 2026

Spielbericht Niendorfer TSV III - HEBC II

HEIMSieg
Junger Dreierpacker führt NTSV III nach der Pause ins Glück

Niendorf 3 ohne Spektakel? Ausgeschlossen! Auch im Duell der Mittelfeldnachbarn präsentierte man am heimischen Bondenwald die volle Klaviatur des wöchentlichen Bezirksliga-Wahnsinns. Besonders prägend dafür: ein junges Eigengewächs, das die Partie gegen HEBC II zu einem echten HEIMSpiel machte!
Erstmal galt es allerdings für die Elf des im Sommer scheidenden Jan-Hendrik Schmidt eine ganze Weile, dem früh eingefangenen Rückstand hinterherzulaufen, weil sie Stelios Apostolidis über rechts gewähren ließ und auch Deniz Alans Abschluss aus dem Rückraum eher wenig Beachtung der Blauen bekam (10.).
Ohnehin stellte sich der defensive Zugriff nicht als die Lieblingsdisziplin der Niendorfer heraus. Levin Ebbersmeyer per Kopf (15.) und Pa Nying im Scheitern am abtauchenden Noah Meerwinck (16.), ärgerten sich in der Folge über das verpasste 0:2, das aber vor allem bei einer Dreifachchance binnen weniger Sekunden für die Herren Torani, Apostolidis und Sylla ein absolutes MUSS darstellte (43.).
Auch mit getauschten Spielrichtungen setzte sich das Schusspech der Eimsbütteler fort, leitete Meerwinck einen weiteren Apostolidis-Versuch gekonnt über den Quader (47.).
Die Hausherren, deren Beiträge sich im wesentlichen aus Standards generierten, konnten sich dagegen auf die individuellen Qualitäten ihrer juvenilen Wirbelwinde – und die staunende HEBC-Abwehr verlassen. Keiner der beiden Innenverteidiger wollte es hier mit Willy Kniesa aufnehmen, worüber er such in Form des 1:1 satt freute (52.).
Nicht weniger krass das 2:1, bei dem HEBC nach Ballverlust wieder nicht zurückarbeitete und Dominik Heims sein Solo über das halbe Spielfeld mit der Führung finalisierte (55.).
Per Alan-Freistoß war der Vorsprung jedoch rasch wieder passé, köpfte der eingewechselte Ben Sylla Lila-weiß zurück ins Match (68.).
Ein Zustand von nur kurzer Dauer, weil Eigengewächs Heims erst als Verwerter eines schönen Angriffs über Paul Schneiders Linie stand (71.), ehe es nach ähnlichem Muster der Treffer aus dem Rückraum war (77.). Und hätte Till Pruns nicht zu genau an den Innenpfosten gezielte, wäre die Geschichte mit dem 5:2 wohl vorzeitig vom Tisch gewesen (79.).
So aber nahm die Schlussphase nochmal etwas Hektik auf, in der Sylla gegen Yannik Schlewing das 4:3-Strafstoßtor durch Arun Torani herausholte (90.+5).
Mehr gab es danach nicht mehr zu vermelden.
HEBC scheiterte letztlich an der Chancenverwertung und der luftigen Defensive. Mehr als Rang neun ist so halt nicht drin.
Die Niendorfer verbesserten sich dagegen unter den Augen von Carrel Segner, der es mit Ende 60 nochmal wissen will und das Team im Sommer als Coach übernahmen wird, auf Platz sechs.

Tore: 0:1 Alan (10. Apostolidis), 1:1 Kniesa (52. Schneider), 2:1 Heims (55.), 2:2 Sylla (68. Alan), 3:2 Heims (71. Schneider), 4:2 Heims (78. Schneider), 4:3 Torani (90.+4, Strafstoßtor, Schlewing an Sylla)

gelbe Karten: Schrage, Kniesa – Meyer, Müller (Trainer)

Schiedsrichter: Ugur Eroglu (Note 2,5)

Zuschauer: 45




Mittwoch, 15. April 2026

Spielbericht Moorreger SV - TuS Appen

Überzahl doch noch genutzt
Derbysieg im Abstiegskampf! Spät erwachte Moorreger beenden Horror-Serie

Fast ein halbes Jahr Leiden; elf sieglose Partien und der freie Fall in den Tabellenkeller, doch mit einem Derbysieg gegen TuS Appen meldete sich der Moorreger SV am Mittwochabend zurück im Abstiegskampf der Kreisliga 01.
Ein Erfolg auf Umwegen, denn anfänglich lag die Spielkontrolle doch deutlich in den Händen der Gäste, die gleich mit Marlon Deletz´ frei vergeigter Königschance eröffneten (4.) und MSV-Goalie Niklas Puttmann auch in der Folge gut unter Stress setzten.
Dann aber der große Paukenschlag im Match, als die Moorreger Maximilian Seubert lang fanden und dieser nach eigener Kopfballvorlage mit Verteidiger Justin Konitzka zusammenstieß. Da Leon Prange anschließend von der Abseitsfahne des Assistenten zurückgewinkt wurde, war es um den Vorteil geschehen. Torschance also verhindert – glatt Rot für Konietzka nach nur 23 Minuten!
Felix Giesbrechts Kopfball beim fälligen Holz-Freistoß (drüber) schaffte es indes nur in diesen Text, weil ansonsten nichts wirklich im TuS-Sechzehner geschah. Lars Getmanns freier Lauf aufs Tor, wiederum vom Assistenten wegen unglücklicher Passivabseitsauslegung gestoppt, blieb da der größte Aufreger (26.).
Ganz anders dagegen die Almtwegler, für die drüben Deniz Cebbars Ecke direkt ans Quergestänge segelte (28.).
Nach einer Stunde war der komplizierte moorreger Abend urplötzlich in den grünen Bereich gehievt, vollendete Seubert nach Pranges punktgenauem Diagonalball zum glücklichen 1:0 (60.).
Ein Rückstand, der das Gastteam allerdings nicht vom bisherigen Konzept abbrachte. So zwang Deletz Puttmann zur parade (69.), die bei einem Cuius-Freistoß, über das Tor, nicht nötig war (71.). Und auch eine Doppelchance nach hohem Standard konnte dem knappen Spielstand nichts anhaben – bis die Roten zu hoch aufgerückt waren und Matteo Cuius die Athletik von Deletz per Steckpass auf die Scheine gen 1:1-Rechtsschuss brachte (78.).
Der Spieldynamik konnte jedenfalls nichts Besseres passieren, schraubte die überzählige Elf von Trainer Hakan Harmanci die offensive Drehzahl endlich einmal nach oben, während der Gegner dem frühen Feldverweis und der intensiven Spielführung auf Naturrasen physisch Tribut zollen musste.
Für Jubel auf Seiten der Moorreger sorgte dabei schließlich Jannis Frankes zügiger Einwurf, dank dem Seubert gekonnt an Schlussmann kevin Borkowski vorbeiziehen konnte, ehe Jonas Kaufmann die Pille schlussendlich zentral zum 2:1 in die Maschen drückte (87.).
Gewonnen war damit aber trotzdem noch nichts, weil wieder Cuius Gefahr per Freistoß ins Getümmel stiftete (90.). Ein Fall für Puttmann, dessen abermalige Rettungstat den Weg zum wichtigen Dreier weiter pflastern sollte. Schließlich nutzten seine Vorderleute eine Vorteilssituation (hartes Foul an Prange) geradlinig, um mit Seubert und den einlaufend versenkenden Franke auf den 3:1-Endstand zu stellen (90.+3).
Mit Matchglück, einem starken Torwart und Dreifachscorer Seubert stehen die Sterne im Abstiegskampf nun wieder ein Stückchen besser, für den MSV. Auch, weil man den geschlagenen Nachbarn mit in den Negativstrudel zog. Was aus TuS-Sicht allerdings noch mehr Sorgen bereitet: die Personallage. Zwar schickte man heute drei Ersatzleute ins Rennen, doch durch zwei Verletzungen (und Konietzkas Hinausstellung) beendete man die Partie sogar nur noch zu acht. So steht auch der kommende Kick gegen die Reserve des Heidgrabener SV schon jetzt unter schwierigen Vorzeichen…

Tore: 1:0 Seubert (60. Prange), 1:1 Deletz (78. Cuius), 2:1 Kaufmann (87. Seubert), 3:1 Franke (90.+3, Seubert)

gelbe Karten: C. Harmanci, Seubert – Hippe, Cebbar

rote Karte: Konietzka (TuS Appen, 23., Notbremse an Seubert)

Schiedsrichter: Kai Kleen (SV Eidelstedt)

Zuschauer: 33


Dienstag, 14. April 2026

Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - TSV Sparrieshoop II

Gencler belässt es beim 4:0
Spitzenteam mit moderatem Erfolg gegen nachher neun Sparrieshooper

Turmhoch überlegen, aber am Ende sicherlich etwas zu niedrig löste Gencler Birligi Elmshorn seine dienstagabendliche Nachholaufgabe gegen die Reserve des TSV Sparrieshoop, schloss die Elf von Trainer Mohsen Jafari mit einem 4:0-Erfolg zum Führungsduo der Kreisklasse 01 auf.
Bevor die Platzherren in der Abenddämmerung des Krückaustadions ihre Früchte ernteten, machten sie es sich mit einer wahrlich verschwenderischen Chancenverwertung erstmal selber schwierig. Vor allem Routinier Gökalp Bas wollte irgendwie einfach kein Tor gelingen. Dabei hatte er doch insbesondere bei seiner Großchance aus der 27. Minute sooo genau gezielt – zu genau, denn der Ball landete am Innenpfosten!
Gencler vorne also ordentlich im Pech und hinten ungeschickt, holte Verteidiger Jilaani Cabdulaahi Gegenspieler Conor Feldt im Sechzehner von den Beinen, was Schiri Reiner Röschke (Holsatia Elmshorn) berechtigterweise auf den Punkt zeigen ließ. Immerhin vergeigte diesmal auch der TSV, für den Tormann Jannes Sötje den Kürzeren im Duell mit Gegenüber Mümün Ahmet Oglou zog (35.).
Ansonsten aber machte der Aufstiegskandidat weiter fleißig Betrieb, scheiterte durch Ümit Özdemir (38.) und abermals Bas (45.) jedoch zwei weitere Male an Sötje, der zwischen den Pfosten freilich besser aufgehoben ist, als in der Rolle des Torjägers.
Dann aber war es endlich so weit: Ecke von links in die Mitte, kein Sparrieshooper mit Klärungskompetenz und so murmelte Nihat Meric das Ding doch noch zum 1:0-Halbzeitstand über die Linie (45.+1).
Ebenfalls aus nicht allzu großer Distanz durchbrach Bas kurz nach der Pause endlich auch seinen Tor-Fluch, indem er ein Querspiel Nidal Topals mühelos ins leere Tor einschob (49.).
Die Zeichen klar auf Heimsieg, doch nur ein Sekundschlaf und schon könnte alles wieder wackeln, wie eine gute Chance für Yilmaz Ercek zeigte. Der erfahrene Angreifer erwischte die Kugel auf Steckpass Nico Scharfschwerdts aber nicht nach Wunsch (51.).
Stattdessen machten die Herren in schwarz wenig später alles vorzeitig klar, indem ein langer Cabdulaahi-Schlag genau zu Meric durchrutschte und der einstige Landesliga-Kicker vor Sötje keine Nerven zeigte (56.).
Ali Atas aus Idealposition (62.) und erneut Özdemir aus dem Lauf (65.) hatten in der Folge gar das 4:0 auf dem Fuß, bevor das Match bis in die Schlusswehen nur noch vor sich hin plätscherte. Ein wenig aus dem Nichts fiel daher noch Özdemirs nachgeholter 4:0-Schlusspunkt, den ihm der gegnerische Tormann per Fehlabschlag unfreiwillig serviert hatte (83.).
Ein gebrauchter Tag für den ehemaligen Horster, dem zum Schluss wegen diverser Angeschlagenheiten nur noch acht Vorderleute blieben. Die einen konnten – die anderen wollten nicht mehr.

Tore: 1:0 Meric (45.+1), 2:0 Bas (49. Topal), 3:0 Meric (56. Cabdulahaahi), 4:0 Özdemir (85.)

Schiedsrichter: Reiner Röschke (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 30

besonderes Vorkommnis: Sötje (TSV Sparrieshoop II, scheitert mit Strafstoß an Ahmet Oglou, Cabdulaahi an Feldt).





Sonntag, 12. April 2026

Spielbericht SV Lieth II - TSV Holm

Sieg verschwindet in erfolgsvernichtenden Höhen
Späten Matchball nicht genutzt: SV Lieth II bleibt unterm Strich hängen

Mit dem Kellerduell Letzter gegen Vorletzter beschlossen die Zweite der SV Lieth und der TSV Holm Spieltag 25 der Kreisliga 01 mit dem wohl klischeehaftesten Ergebnis: 0:0.
Obwohl der Tabellenletzte aus Holm die Begegnung in den Anfangssequenzen durchaus druckvoll anging, spielte sich das wenige Erwähnenswerte einer weitgehend verkrampften Partie meist im Angriffsdrittel der Liether ab. Besonders die tiefen Zuspiele Michel Ahlers´ bereicherten das trostlose Geschehen, wie im Falle eines Balles hinter die TSV-Kette, wo Finn Struve nur knapp über das Gehäuse zielte (8.).
Ebenfalls hoch kam eine Ecke von links auf den aufgerückten Kilian Weers geflogen, doch mit der Platte lassen sich nur selten Kopfballtore erzielen (29.)…
Und wenn es – wie bei einem clever angeschnittenen Homburg-Freistoß – im Einlaufen zu überraschend wird,  kommt beim kantigen Außenverteidiger mit Bezirksligaexpertise halt auch kein goldener Schuss heraus (42.).
Das Bemühen um jenen fiel jedoch auch den Gästen schwierig, segelte Henri Poppenborgs Linksschuss übers Ziel hinweg (36.), ehe der eingewechselte Torben Mentz ein Strafraumgestochere mit dem Versuch ins Außennetz beendete (50.).
Ansonsten ging es eher um Fehlervermeidung und den teils schwierigen Beziehungsstatus zum Spielgerät – bis die etwas frischer wirkenden Liether in der Schlussphase bei größer werdenden Räumen nochmal etwas mehr investierten.
Und tatsächlich servierte Florian Ballner seinem Einwechselkollegen Michel Cords per Diagonalball die wunderbare Siegchance in den Lauf, überhastet jagte der 22-Jährige das Leder aber in erfolgsvernichtende Höhen (90.+1), sodass die torlose Punkteteilung einzig dazu taugte, den Moorreger SV auf den vorletzten Platz zu verweisen. Durch die teils drei mehr gespielten Duelle als die Konkurrenz beläuft sich der virtuelle Rückstand auf den TSV Heist am rettenden Ufer allerdings etwas Höher als nur auf einen Punkt. Die SVL-Reserve (17 Punkte) ist nun immer wieder zum Daumendrücken verdammt – zum Beispiel für den SC Cosmos Wedel, der am kommenden Dienstag beim TSV Holm (14) gastiert.
Das nächste eigene Eingreifen muss dagegen bis Freitag warten, wenn es zum zweitplatzierten Rissener SV geht.

Tore: Fehlanzeige

gelbe Karten: H. Homburg, Ahlers, Weers – Hermann, Ludwicki, Milzarek

Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 45


Spielbericht TV Haseldorf II - Holsatia im EMTV

Vorentscheidung gegen die rote Laterne?
Erster Heimsieg der Saison: „Schrottico“ geht wieder an die Büffelherde

Ein halbes Jahr ist es her, dass die Reserve des TV Haseldorf doch spürbar erleichtert den 6:2-Auswärtserfolg bei der damals (noch) punktlosen Elf von Holsatia Elmshorn einfuhr. Nicht einen einzigen Punktgewinn durfte die Büffelherde seither feucht-fröhlich bejubeln – bis heute!
Denn kaum erblickten die Schloßpark-Kicker Männer aus Elmshorn in blau-weiß-rot, lief es wieder wie geschnitten Brot.
Denn kaum hatte die Kontrahage der punktgleichen Schlusslichter begonnen, waren die Hausherren aktiver bei der Sache. Nur der zwingende Abschluss gehörte erstmal (noch) nicht auf die Speisekarte.
Apropos Karte: nur knapp war Holsatia nach gut einem Viertel der Spielzeit einem Platzverweis entgangen, räumte Elias Khalaf den pfeilschnellen Phil Mohrdieck im Duell der Leihgaben – Herren-Bezirksliga gegen U19-Oberliga durchaus notbremsenverdächtig ab. Schiedsrichter Torben Steenfatt beließ es bei der Verwarnung – Glück gehabt! Galt aus Gäste-Sicht auch für Mohrdiecks Linksschuss, der nur hauchdünn am Torwart-Eck vorbei sauste (29.).
Und wie der Fußball nun mal so spielt, landete Holsatias erster echter Abschluss flugs im Kasten, als Halil Sinecek einen dritten Ball nach Ecke von rechts aus dem Rückraum versenkte (31.). Ein Schuss, den Manuel Neuer wahrscheinlich gehabt hätte…
Doch auch ohne einen mehrmaligen Welttorhüter zwischen den Pfosten bekam der TVH das Ding gebogen. Als Initialzündung fungierte dabei Finn Wichmanns beherztes Solo mit ebensolchem Abdruck aus der Distanz (41.). Goalie Pieth Kruse noch dran, aber das reichte nicht – 1:1!
Dank Mohrdiecks langer Hereingabe von rechts und dem kontrollierten Rechtsschuss, den der richtig eingerückte Mahziyar Sabzipour flach einlochte, war sogar noch vor dem Halbzeitpfiff der nicht unverdiente Führungstausch gelungen (45.+1).
Holsatia, mit diesem Spielstand auf dem alleinigen Rücksitz der Kreisklasse 01, bemühte sich im zweiten Abschnitt um Besserung, musste sich aber erstmal bei Kruse und dessen Fußabwehr (71.) bedanken, dass der dritte Gegentreffer hier ebenso nicht fiel, wie bei einem hohen Ding, das von linksaußen im hohen Bogen auf die Latte plumpste (74.).
Nur Augenblicke danach dann aber doch das 3:1, weil wieder Mohrdieck trotz Fußkontakt von Gegenspieler Shawn Patschan auf den Beinen blieb und zentral mit links ins rechte Tief-Eck abzog (75.).
Eine weitere Hiobsbotschaft traf die Krückaustädter in personeller Form. Zwar schlug sich David Posts rote Karte wegen der ungebührlichen Ansprache eines Gegenspielers zwar nicht in der Spieleranzahl nieder (der Sünder war bereits ausgewechselt), doch Sportgerichtssperre und Strafgeld winken nun in der kommenden Verhandlungswoche…
Die übrigen Kollegen bastelten derweil fleißig am Anschlusstreffer. Vor allem der eingewechselte Ryan Hinterthaner brachte mit seiner Symbiose aus Technik und Robustheit neue Perspektiven ins Spiel. Doch auch der A-Jugendliche vermochte es nicht, seine Farben ins Spiel zurückzuschießen (81.).
Ein Unterfangen, das auch Kollege Jasper Löw nicht gelang; weder als diagonaler Vorbereiter für Fabijan Kober (83.), noch als direkter Freistoßschütze (90.+3).
Ein gebrauchter Tag für die zuletzt definitiv verbesserten Holsaten, denen durch diese Niederlage wohl der letzte Platz im Endklassement blühen wird. Vielleicht aber halten die verbliebenen vier Partien aber noch den einen oder anderen Überraschungspunktgewinn bereit.
So haben sie eben alle ihre kleinen und großen Wettbewerbe…

Tore: 0:1 Sinecek (31.), 1:1 Wichmann (41.), 2:1 Sabzipour (45. Mohrdieck), 3:1 Mohrdieck (75.)

rote Karte: Post (Holsatia, als bereits ausgewechselter Spieler, 77., Beleidigung)

Schiedsrichter: Torben Steenfatt (SV Hörnerkirchen)

Zuschauer: 45


Samstag, 11. April 2026

Spielbericht TSV Büsum II - 1. FC Wittbek

Tagestouristen bleiben im Rennen
TSV Büsum II zerlegt: Aufsteiger 1. FC Wittbek bleibt erweiterter Verfolger

Busreisende sind am Nordseestrand von Büsum freilich nichts Besonderes und vor allem gerne gesehene Gäste. Mit dem 1. FC Wittbek samt supportiver Entourage fuhr am Samstagvormittag jedoch ein Tross vor, der sich keineswegs als generöser Lieferant von Zählbarem gerierte.
Zu jubeln hatte die fröhliche Reisegruppe aus dem husumer Umland zunächst allerdings wenig. Kevin Kleins beherzten Lauf über rechts finalisierte der quer angespielte Nils Ehlers per Direktschuss in die linke obere Ecke zum 1:0 für die hiesige TSV-Reserve (3.), woraufhin es mit getauschten Rollen fast die Verdopplung gegeben hätte, nur tauchte FC-Fänger Kim Albrecht diesmal rettend ab (7.).
Auch dank eines frühen Personalumbaus gewann der Tabellenfünfte zunehmend an Sicherheit, woran der Gegner ebenfalls nicht unbeteiligt war. So war es erst ein Ballverlust der sechstplatzierten Büsumer und dann Henry Pammers Bauchklatscher im eigenen Sechzehner, wodurch Lennart Ingwersen das 1:1 per Abstauber serviert bekam (14.).
Die Partie daraufhin mit klarer Schlagseite in Richtung TSV-Tor. Und das, obwohl Rot-weiß gegen eine immer wieder auffrischende Briese anzuspielen hatte.
Zahlreiche Gelegenheiten, wie Tade Clausens Scheitern an Fußabwehr Thomas Schönns (35.) oder Niclas Grigoleits Alu-Treffer bei der fälligen Ecke, blieben aber wiederholt ungenutzt.
Ein Zustand, den sich wiederum der TSV Büsum nicht zu Nutze machte, als Pammer im Umschalten die mittige Einschussposition auf Zuspiel Jan Jacobs´ in Rücklage vergeigte (30.).
Eine Beschreibung, die sich nach dem Seitenwechsel auf die gesamte Vorstellung der Hausherren übertragen ließ. Nichts ging mehr, während Ludger Thoms seine Wittbeker mit dem Wumms nach schöner Ballmitnahme flach zur verdienten Führung schoss (57.). Zu halten war der umtriebige Torjäger daraufhin fast nur noch auf regelwidrige Weise, was Pammer nur durch den altersmilden Schiedsrichter am Notbremsen-Rot vorbeischrammen ließ (60.). Weil Thoms den anschließenden Freistoß höchstpersönlich, an der Mauer vorbei, ins niedrige Eck zirkelte (61.), wich der Gäste-Groll darüber allerdings rasch der Freude über die 3:1-Auswärtsführung, deren Ausbau Bastian Reinholds segelnder Ball an den Pfosten durchaus in den Bereich des Möglichen rückte (68.).
Besser lief es für den fleißigen „44er“ als klassischer Strafraumvollstrecker, verwertete er einen verlängerten Hähling-Einwurf zum 1:4 (72.), um sieben Minuten vor Ultimo noch den Doppelpack geschenkt zu bekommen. Kollege Lukman Hared legte nach seinem Ballgewinn gegen den letzten Büsumer und freier Fahrt aufs leere Tor nämlich ganz altruistisch für den jetzigen Vize-Torschützenkönig der Kreisklasse B-West-1 (12 Tore) hinter Mitspieler Thoms (23) ab – die vorzeitige 1:5-Endnote (83.)!
Fünf Partien vor Saisonende hat der längst gesicherte Aufsteiger, der neben dem Heimspiel gegen die SG Norderhamme II noch die Duelle gegen die vier untersten Teams der Zwölferkonkurrenz vor sich hat, sogar noch die Außenseiterchance, Rang zwei und damit die Quoten-Aufstiegstabelle zur Kreisklasse A anzugreifen (sieben Zähler Rückstand). Die reisefreudigen Fans hätten es auf jeden Fall verdient!

Tore: 1:0 Ehlers (4. Klein), 1:1 Ingwersen (14.
Thoms), 1:2 Thoms (57. Clausen), 1:3 Thoms (61., direkter Freistoß), 1:4 B. Reinhold (72. Thoms), 1:5 B. Reinhold (83. Hared)

gelbe Karten: Pammer, Dietschke – Hensen, B. Reinhold

Schiedsrichter: Fred Uken (TSV Friedrichskoog)

Zuschauer: 60



Freitag, 10. April 2026

Spielbericht SV Lieth - Hamburger SV IV

Blaulicht statt Befreiungsschlag
Keller-Krimi am Butterberg wegen Verletzung abgebrochen

Betroffenes Bangen, betretene Stille und mittenhinein der Abpfiff. Der 25. Spieltag der Bezirksliga 01 endete für Jan Schiebuhr, Mittelfeldspieler der SV Lieth, per Blaulicht im Spital.
Eigentlich sollte es im Abstiegskracher seiner Farben (Platz 15, 16 Punkte) gegen die Vierte des HSV (12., 20 Zähler) den großen Befreiungsschlag geben. Ein hehres Ziel, wie schon die Anfangsminuten belegten. Vor allem, weil sich die Liether früh selbst ins Hintertreffen brachten. Unter Pressingdruck spielte Tormann Patrick Klösel den Ball zwischen zwei halbgaren Anspielstationen durch, direkt in die Füße des ebenso prompt von links hoch abziehenden Massimo Graci und der 0:1-Fehlstart ins vorgezogene „Endspiel“ um den Klassenerhalt war perfekt (9.).
Die Gäste daraufhin das bessere Team, doch zwingende Momente, wie Finn Carlssons zentraler Abdruck (drüber, 12.) gab es erst in Richtung Halbzeitschlussphase zu vermelden, als Carlssons Kopfball Klösel zur Glanzparade zwang (36.) und der Goalie seinen Lapsus zum Gegentor spätestens im starken Eins-gegen-Eins mit dem durchgestarteten Noah Brämer wettmachte (39.). Und kaum brüllte Präsident und Stadionsprecher Bo Hansen seine Lobpreisung des Torstehers ins Mikrofon, machte der „Titan“ gegen Piet Bussink-Becking geschwind die kurze Ecke zu.
Die SVL, deren einzig valides Lebenszeichen aus Meraja Magens´ Rückraumschuss mit frechem Schnitt (32.) bestand, blieb damit top im Match, das nun wiederum der HSV mit einer völlig missratenen Rückgabe auf Gleichstand polte. Tim Hör´le, der nebenbei hauchdünn an gelb-rot für wiederholtes Foulspiel vorbei schrammte (45.+1), servierte per Zuspiel in die Strafraum-Mitte Felix Schröders Ausgleichstor im Dazwischenspritzen (43.). Die Idee, den Verteidiger für die Rückrunde ganz nach vorne zu beordern, hat sich mit jetzt drei Saisontoren jedenfalls schon mal bezahlt gemacht.
Die Freude darüber sollte allerdings nach dem Seitenwechsel verflogen sein, schafften es die Breitensportler des Ex-Bundesliga.Dinos, das Tempo von Linksaußen Brämer immer besser auf die Schiene zu bringen. Bei Gracis Verfehlen war dies aus SVL-Sicht noch gutgegangen (52.), doch dann schickte Marvin Nietgen den „23er“ im Drei-Stationen-Konter auf den unaufhaltsamen Weg zum 1:2 in die lange Ecke (56.).
Das Umschalten also eine Stärke des HSV – hat sich nur irgendwie nicht bis zu den Hausherren herumsgesprochen. Florian Gebauers langer Schlag aus der Innenverteidigung, Lennart Plötzkys Kopfballverlängerung und schon war Nietgen frei durch für den Rechtsschuss, den Klösel nicht mehr entscheidend blockieren konnte (62.). Der mitgereiste Anhang in voller Freude, zumal Brämer zwanzig Minuten vor dem Ende mit links alles hätte klarmachen können, wäre der Kasten nur ein wenig breiter gewesen (70.).
So aber blieb die SV Lieth noch am Leben, ehe ihr Herzschlag dank des 2:3-Anschlusstreffers wieder so richtig in Schwung kam. Einen Flugball des nach ewiger Verletzungspause sofort weiterhelfenden Magens hatte Finn Struve formvollendet mit der Hacke zu Tom Busse weitergeleitet. Der Treffer war da nur noch Formsache (74.).
War hier also doch noch etwas drin? Ein Behrens-Kopfball, den HSV-Fänger Ather Aldakhe schön aus dem kurzen Eck fischte (83.), fand trotz aller Bemühungen jedoch keine torgefährlichen Nachahmer.
240 Sekunden Nachspielzeit blieben letztlich noch als letzter Rettungsring, bis bei exakt 138 von ihnen Plötzkys Lufteinsatz in den Rücken von Schiebuhr mit dem unsanften Aufprall des Liethers endete und die folgende Versorgung des hauptberuflichen Gemeinschaftsschullehrers, unterstützt durch eine anwesende Rettungsassistentin aus dem Publikum, eine unabsehbare Länge einnahm. Schiedsrichter Hasan Biyikli (VfL Hammonia) brach die Partie schließlich nach Unterredung mit den beiden Spielführern ab. Eine Neuansetzung scheint aufgrund der Einstimmigkeit der Entscheidung am wahrscheinlichsten.
Aus dem Umfeld des Verletzten folgte unterdessen bereits im Laufe des Wochenendes Entwarnung. Eine amtliche Gehirnerschütterung und eine Gesichtsoptik aus dem Schwergewichtsboxen können getrost als glimpflicher Ausgang des Kopf-Aufpralls gewertet werden. Alles andere muss nun eben der Hamburger Fußballverband entscheiden.

Tore: 0:1 Graci (9.), 1:1 Schröder (43.), 1:2 Brämer (56. Nietgen), 1:3 Nietgen (62. L. Plötzky), 2:3 Busse (74. Struve)

gelbe Karten: Behrens – Hörle, L. Plötzky

Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)

Zuschauer: 75


besonderes Vorkommnis: Spielabbruch wegen eines Krankenwageneinsatzes (90.+3).

Freude über wertlose Tore? Der HFV muss nun über eine mögliche Neuansetzung entscheiden.






Mittwoch, 8. April 2026

Spielbericht TSV Sparrieshoop - TuS Borstel-Hohenraden

Mehrfach-Starthilfe nicht genutzt
TuS Borstel lässt verdiente Big-Points im Abstiegskampf liegen

Mit bockstarken 14 Punkten boxte sich die sieglos ins neue Jahr gegangene Elf des TuS Borstel-Hohenraden in 2026 eindrucksvoll aus der Abstiegszone. Zu Gast beim unter Wert geschlagenen Mittelfeldteam des TSV Sparrieshoop, war für das Ex-Schlusslicht am Mittwochabend allerdings nichts zu holen.
Chancenlos gestaltete sich die Auswärtsniederlage dabei im wörtlichsten Sinne keineswegs.
Rafael Carrasquiera Alves und Okan Yumut scheiterten bei ihrer Doppelchance jeweils an TSV-Fänger Lukas Hannemann (17.), Özay Alasan versenkte seinen Eckstoß fast direkt, woraufhin Yumut den freien Nachschuss aus vier Metern drüber bolzte (19.) und auch Patrick Jordao Valadares erwischte in Uwe Seeler-Manier nur die Querlatte (33.). Eine kleine Auflistung, die nur die Spitze des borsteler Chancen-Eisbergs widerspiegelt.
Ganz anders dagegen die Herangehensweise der Mannen in weiß-schwarz, die gleich mit dem ersten offensiven Erscheinen das 1:0 durch den zentral einschiebenden Leon Diedrigkeit markierten (13.).
Ein nennenswerter Fehölschuss sollte auch dem 2:0, das Len Pankraz mit Überzeugung aus dem Hintergrund erzielte, nicht vorausgehen (42.). Fußball ist nun mal Ergebnissport!
Als wäre das alles nicht schon grausam genug, für die Gäste, fingen sie sich durch ihren verschlafenen Start in Abschnitt zwei rasch Gegentreffer Nummer drei, als wieder Diedrigkeit freie Bahn zum eiskalten Abschluss bekam (46.)
Dahin schien die Aussicht auf eigentlich nicht unverdientes Zählbares, zumal es durch Diedrigkeits dritten Streich, den diesmal Shahseb Ahmed in den Lauf servierte, gar noch dicker kam (53.).
Vielleicht hilft da ha der Gang zur Strafstoßmarke, der für die Blauen allerdings zum weiteren Höllentrip mutierte. Alasans Scheitern an Hannemann revidierte die hochschnellende Assistentenfahne zwar, war der Torwart zu früh von der Linie geschritten, doch auch den zweiten Anlauf, den Jan Karakus im Gegensatz zum Vormann linksoben probierte, angelte sich Hannemann. Die Parade diesmal amtlich (54.)!
Weitere Starthilfe folgte fünf Minuten später mit Gelb-rot für den bereits verwarnten Mika Martens, den es nun per Armeinsatz aus dem Match katapultierte (60.).
Mit einem Mann mehr sollte es dann auch endlich klappen, mit den Auswärtstreffern – jeweils per Standard. Beim ersten Mal blockierte der bislang starke Hannemann einen Klass-Freistoß etwas zu kurz vor die Füße des abstaubenden Christopher Brauch (66.) – beim 4:2 flutschte der ruhende Ball durch Patrick Klass auf direktem Wege durch (71.).
Noch genug Zeit für den Abstiegskandidaten, doch so richtige Lösungen fielen TuS Borstel heuer nicht mehr ein, während die Sparrieshooper wieder an Sicherheit gewannen. Von Diedrigkeit eingesetzt, hatte Joker Ahmed sogar das vorentscheidende 5:2 auf dem Fuß, nur tauchte TuS-Goalie Kevin Giese rettend ab, um dafür sogar mit einem Abstoß belohnt zu werden (75.)…
Die Punkte blieben somit trotzdem irgendwie glücklich auf dem Nebenplatz des Helmut-Gehen-Stadions (dem Hauptplatz machen nachhaltig arbeitende Maulwürfe zu schaffen). Die enttäuschten Jungs aus Borstel, die ihre Heimspiele inzwischen auf dem durchaus geschätzten Kunstrasen in Tangstedt austragen, dürften dort am Samstag mit Wut im Bauch TuS Appen empfangen.

Tore: 1:0 Diedrigkeit (9.), 2:0 Pankraz (42. Petersen), 3:0 Diedrigkeit (46.), 4:0 Diedrigkeit (52. Ahmed), 4:1 Brauch (66. Klass), 4:2 Klass (71., direkter Freistoß)

gelb-rote Karte: Martens (TSV Sparrieshoop II, wiederholtes Foulspiel, 59.)

Schiedsrichter: Rainer Sierk (TV Haseldorf)

Zuschauer: 50

besonderes Vorkommnis: Karakus (TuS Borstel-Hohenraden) scheitert mit Foulstrafstoß an Hannemann (54.).


Dienstag, 7. April 2026

Spielbericht Niendorfer TSV 1. Frauen - TSC Wellingsbüttel 1. Frauen

Spitzenreiterinnen über Standards geknackt
Welle-Frauen machen Landesliga-Aufstiegskampf so richtig spannend!

Ist das der große Plot Twist im Aufstiegskampf der Frauen Landesliga? Bereits zum dritten Mal haben die Frauen des Niendorfer TSV im neuen Jahr das Feld als Verliererinnen verlassen. Im Nachholspiel am Dienstagabend ausgerechnet im Spitzenspitzenspiel gegen die Elf des TSC Wellingsbüttel.
Bei einem möglichen Erfolg um acht Zähler auf den Widersacher auf dem ersten Nicht-Aufstiegsplatz davongezogen, begann der Primus auch durchaus engagiert. Außer einem in Rücklage drüber gehebelten Hentze-Versuch brachte das Pressing jedoch erstmal nichts ein.
Stattdessen rissen die Gäste das Geschehen mehr und mehr an sich, um dabei erstmal ebenso harmlos zu bleiben – bis die Niendorferinnen einen langen Freistoß nicht aus der Gefahrenzone bekamen und Maike Kipcke eiskalt zum 0:1 versenkte (39.).
Fast machte Kollegin Pauline Leßmann einen Doppelschlag aus dieser Führung, nur patschte NTSV-Fängerin Godja Fischer das Leder fachfrauisch zur Ecke (41.). Dann halt eben von der Fahne, fand Lavinia Nordmanns Standard genau die völlig frei einlochende Kipcke am langen Pfosten – 0:2!
Ganz ähnlich spielten sich die Dinge beim 0:3 ab. Wieder rettete Fischer – nun gegen Nordmann – zum Eckstoß, den die Rückennummer 22 mit ihren quietschgelben Buffern punktgenau auf eine erfolgreiche Mitstreiterin zog. Torschützin diesmal: Zentrumsspielerin Ina Hoppe (57.).
Die Partie damit entschieden, bevor sie überhaupt so richtig spannend wurde. Daran änderte auch ein kleines Aufbäumen der Gastgeberinnen in der Schlussphase nichts. Tammy Hentze vergab in der Schlussminute noch den fälligen Ehrentreffer, nachdem sie ein verlängerter Fischer-Schlag in die erlaufene Poleposition gespült hatte (90.).
Der Vorsprung auf den Rest der Liga ist damit jetzt nahezu aufgebraucht, sind die Wellingsbüttelerinnen, deren Keimzelle des Erfolgs heuer klar der ruhende Ball war, nun auf zwei Zähler an die Sachsenweglerinnen herangerückt. Im Sandwich der beiden liegt noch die Elf von Concordia, die mit einem Spiel weniger sogar virtuell an der Spitze steht.
Schützenhilfe gegen dieses Szenario könnten am kommenden Wochenende nun ausgerechnet die wie schon im Hinspiel (4:1) triumphierenden Pfeilshöferinnen leisten – am Sonntag beim Tabellenzweiten. Vorausgesetzt, die Blauen machen beim Ex-Club von Torfrau Fischer in Altona ihre eigenen Hausaufgaben.

Tore: 0:1 Kipcke (40.), 0:2 Kipcke (41. Nordmann), 0:3 Hoppe (57. Nordmann)

Schiedsrichter: Robin Baumgardt (Eimsbütteler TV)

Zuschauer: 35