Samstag, 17. März 2012

Spielbericht Harburger SC II - FTSV Altenwerder II

HSC mit Bigpoint
Handelfmeter beringt die Entscheidung zu Gunsten des Harburger SC

Die Reserve des Harburger SC hat mit einem nicht unverdienten 3:0-Erfolg den Abstiegskampf der Kreisliga 1 noch einmal neu aufgerollt, denn während die eigenen Aussichten auf den Ligaverbleib nun wieder ein Stück besser geworden sind, zog man mit der Zweitvertretung des FTSV Altenwerder ein weiteres Team mit unten rein.
Diejenigen auf den Rängen, die erst nach etwas weniger als einer halben Stunde dazu stießen, hatten bis dahin alles richtig gemacht und eine höhepunktlose Zeit verpasst, in der HSC-Akteur Juval Karanikas verletzt raus musste und durch Nachwuchsspieler Mesut Sonay ersetzt wurde.
Und in der 27. Minute der erste echte Torschuss! Angreifer Benjamin Fahrenholz konnte mit einem Linksschuss aus halblinker Position nicht so gefährlich werden wie eine halbe Minute später, als der FTSV-Keeper mit einer guten Fußabwehr klärte.
Die Gäste kamen indes nicht so recht aus dem Quark und mussten noch in Hälfte eins den ersten Gegentreffer hinnehmen, tankte sich der agile Tobias Beck auf der linken Seite sehr gut durch und bediente den unbedrängten Aleksandar Culinovic, der in der Mitte klassisch vollstreckte.
Alles lief bislang für den HSC, doch dann der Schock – Platzverweis!
Mesut Sonay, keine 25 Minuten auf dem Feld, durfte nach wiederholtem Meckern sofort wieder gehen. Eine Entscheidung, die in Ordnung ging!
Mit einem Mann mehr war die Marschroute für die Demir-Elf natürlich klar und so dauerte es nicht lange, ehe HSC-Schlussmann Roger Florschütz mit einer Fußabwehr gegen Grzegorz Jonczyk klären musste, um sich wenig später beim Kollegen Marcel Wygralak zu bedanken, dass dieser dem bereits überlupften Torhüter zur Hilfe kam und Alexander Schween im allerletzten Moment stellte – eine Großtat des 24-Jährigen!
Das Team in den schwarzen Trikots drückte zwar auf den Ausgleichstreffer, doch das Glück war ihnen einfach nicht holt, scheiterte Henning Ebisch am gut mitspielenden Florschütz.
Im Gegenzug wurde es dann wild: Erst schien der bereits entkräftete Benjamin Fahrenholz allein vor dem Tor zu versagen, doch der mitgeeilte Tobias Beck nutzte seinen völlig missratenen Versuch zum Nachschuss, musste sich jedoch einem tollen Reflex von Sven Wulff geschlagen geben…Wulff?? Richtig, genau jener Verteidiger, der für diese astreine Torwartaktion auf der Linie die rote Karte sah und den eigentlichen Keeper Sascha Stoffers in eine Elfmetersituation schickte. Fahrenholz übernahm und traf – das umjubelte 2:0!
Altenwerder war nun geschlagen, wehrte sich nicht mehr großartig und so war es auch nicht unverdient, dass die Harburger noch auf 3:0 erhöhten, als Tobias Beck im Abwehrsalat der Gäste den Überblick behielt und nach einem Eckball einnetzte.
Der wichtige Sieg im Abstiegskampf war also eingetütet, doch Spielertrainer Damir Bucar sieht sein Team noch auf einem langen Weg zum Glück: „Ein Sieg sagt nicht viel aus. Wir werden jetzt mit Sicherheit nicht abheben, denn wir stehen immer noch mit einem Punkt Rückstand (Stand 17.03. Anm. d. Red.) auf einem Abstiegsplatz, sind aber froh, heute einen direkten Konkurrenten geschlagen zu haben.“, so der 30-Jährige, der Letzteres am kommenden Wochenende erneut von sich und seiner Mannschaft behaupten will, nachdem man beim Schlusslicht Viktoria Harburg antrat. Ein Sechspunktespiel steht dann auch für die FTSV-Reserve an, die den FC Neuenfelde schlagen muss, will man nicht noch tiefer ins Abstiegsgeschäft hineingezogen werden.

Tore: 1:0 Culinovic (40. Beck), 2:0 Fahrenholz (76. Handstrafstoß, Wulff), 3:0 Beck (79.)

Gelb-rote Karte: Sonay (HSC II, 44. wiederholtes Meckern)

Rote Karte: Wulff (FTSV Altenwerder II, 75. Handspiel auf der Torlinie)

Schiedsrichter: Ingo Hehl (TuS Finkenwerder, Note 2)

Zuschauer: 40

Sonntag, 11. März 2012

Spielbericht SC Victoria Hamburg II - Willinghusener SC II

Der junge Mann und das Tor
Benedikt Neumann-Schirmbeck gelingt Siebenerpack für Vicky II!

Nach dem 7:1-Schützenfest gegen GW Eimsbüttel in der vergangenen Woche bekam nun auch die Reserve des Willinghusener SC die geballte Stärke des Spitzenreiters zu spüren und reiste mit einem Oktett an Gegentoren wieder retour gen Osten.
Dabei begann die Lehmann-Elf ganz ordentlich, kam zu zwei guten Gelegenheiten (u.a. scheiterte Oliver Skalnik allein vor Vicky-Schussmann Kevin Brügmann), doch die Tore fielen auf der anderen Seite. So führte der erste ernsthafte Angriff der Gastgeber sofort zum 1:0 durch Torjäger Benedikt Neumann-Schirmbeck, nach dem sich die Gäste zwar weiter gut wehrten, doch nach dessen zweitem Streich in der 18. Minute schien die Messe bereits gelesen und Vicky begann eine 70-minütige Fußballdemonstration, in der der WSC trotz einiger Bemühungen einfach nicht über die Statistenrolle hinweg kam.
Ein vierfacher Neumann-Schirmbeck und ein Taege-Treffer (34.) klärten die Frage nach dem Sieger bereits zur Pause, nach der der Ligaprimus genau dort weitermachte, wo er mit dem Halbzeitpfiff aufhörte: Tore machen! Ärgerlich: Bei Gegentor Nummer sechs verletzte sich WSC-Keeper Lennart Kummerfeldt, was ihn zur vorzeitigen Aufgabe zwang.
Als Willkommensgeschenk bekam der eingewechselte Florian Kluß auch sofort ein Ei ins Nest gelegt, nachdem Sandro Mischkowski an den Pfosten flankte und ein Herr namens Neumann-Schirmbeck den zweiten Ball sicher versenkte (52.).
In der Schlussphase, nachdem Neumann-Schirmbeck sein persönliches halbes Dutzend komplettierte (75.), kam es zum einzigen Wermutstropfen für die Gastgeber, erhielt Oberliga-Leihgabe Nassim Saleh vom kleinlichen und diskussionsfreudigen Jochen Weber (TuS Borstel) die rote Karte, nachdem er Gegenspieler Ersin Tan als „Spinner“ bezeichnete – eine zu harte Entscheidung!
Sieben Minuten vor Ultimo fand der blau-gelbe Sturmlauf dann den endgültigen Schlusspunkt, als Neumann-Schirmbeck erst einen unfreiwilligen Doppelpass mit dem Gegner spielte und dann einfach mit rechts abzog – 8:0!
Den tatsächlichen Schlusspunkt setzten jedoch ausgerechnet die weitgehend überforderten Gäste, direkt vor dem Ende, mit einem langen Ball von Patrick Neuenhagen, direkt zum freistehenden Marco Radü, doch dieser setzte das Leder aus 22 Metern nur an den Pfosten.
Somit endete dieses ungleiche Duell mit einem Kantersieg für den Tabellenführer, der so auf einem guten Pfad in Richtung Bezirksliga wandert. Aber Vorsicht! Nächste Woche geht es zur Reserve des SC Sternschanze! Coach Gody Hoedoafia: „Das wird kein einfaches Spiel. Schanze ist immer heiß gegen uns; das waren bislang immer sehr schwierige Spiele für meine Mannschaft.“. Das Team aus dem weiten Osten wäre indes gut beraten, am kommenden Wochenende KS Polonia auf eigener Anlage zu schlagen, möchte man sich ein wenig Luft im Abstiegskampf der Kreisliga 5 verschaffen.

Tore: 1:0 Neumann-Schirmbeck (10.), 2:0 Neumann-Schirmbeck (18.), 3:0 Neumann-Schirmbeck (26.), 4:0 Neumann-Schirmbeck (29.), 5:0 Taege (34.), 6:0 Neumann-Schirmbeck (52. Mischkowski), 7:0 Neumann-Schirmbeck (75.), 8:0 Neumann-Schirmbeck (83.)

rote Karte: N. Saleh (SC Victoria II, 80., Beleidigung eines Gegenspielers)

Schiedsrichter: Jochen Weber (TuS Borstel, Note 5)

Zuschauer: 25

Spielbericht VfL Hammonia - VfL 93 Hamburg II

Revanche geglückt
VfL Hammonia krönt eine positive Woche mit einem Heimsieg

Nachdem der VfL Hammonia unter der Woche mit seinem Trainerteam Cevdet Bayraktar und Erico Cortes für ein weiteres Jahr verlängert hatte und auch große Teile des aktuellen Kaders ihr Bleiben für die kommende Spielzeit zusagten, schnappte sich die Mannschaft den sechsten Tabellenplatz in der Kreisliga 5.
Grundlage hierfür war ein solider 2:1-Heimerfolg gegen den Abstiegskandidaten VfL 93 II. „Der Sieg geht absolut in Ordnung. Wir hatten mehr Spielanteile und ein paar schöne Spielzüge gezeigt“, freute sich Schlussmann Hasan Biyikli über das Erreichte.
Dustin grimm hatte die Hammonen nach einem Angriff über die linke Seite in Führung gebracht (24.), ehe Hakan Bayraktar nach ansehnlichem Doppelpass mit David Pielorz, zehn Minuten vor der Pause, auf 2:0 erhöhte.
Zur Eröffnung des zweiten Durchgangs verkürzte Timo Schmidt auf 1:2 (50.) und die Borgwegler versuchten noch, zu einem Punktgewinn zu kommen, dich am Ende der hervorragend vom jungen Lukas Raschke (Norderstedter SV) geleiteten Partie reisten Florian Ehrenberg und Co ohne Punkte nach Hause.
Die Revanche für die wilde 4:5-Hinspielniederlage ist dem Bezirksligaabsteiger also geglückt.
„Wir wollen uns jetzt weiter bis zum 30. Spieltag gut vorstellen und am Ende einen guten einstelligen Tabellenplatz erreichen“, so Routinier Biyikli, der die Torwarthandschuhe im Sommer selbst an den Nagel hängen will.
Bei der VfL-Reserve hat man dagegen ganz andere Sorgen. Im Abstiegsduell gegen den TSV Eppendorf-Groß-Borstel ist jetzt ein Sieg Pflicht!

Tore: 1:0 D. Grimm (24.), 2:0 H. Bayraktar (29. Pielorz), 2:1 T. Schmidt (50.)

Schiedsrichter: Lukas Raschke (Norderstedter SV)

Zuschauer: 40

Samstag, 10. März 2012

Spielbericht Hamburger FC - TSV Stellingen 88

Die Leiden des Claus F.
HFC wird zum Serientäter – Stellingen am Abgrund

Mit dem vierten Sieg in Folge hat sich der Hamburger FC nun endgültig aus der Gefahrenzone der Kreisliga 2 verabschiedet und den Gegner aus Stellingen noch tiefer ins Schlamassel gestoßen.
Nach einer ausgeglichenen wie höhepunktarmen ersten Hälfte kam in Durchgang zwei wesentlich mehr Brennholz in den Kamin. Mit dem Wiederbeginn nutzte Filiks Tunici die erste Chance sich bietende Chance und stellte die 1:0-Führung her (46.), welche er 20 Minuten vor Ultimo höchstpersönlich per Freistoß ins Torwarteck selbst verdoppelte (70.).
Der zurückliegende TSV kämpfte jedoch weiter, musste diesen Kampf jedoch ab der 76. Minute mit zwei Mann weniger bestreiten. Was war passiert?
Einen abgepfiffenen Vorteil kommentierte der aussichtsreich postierte Sven Kruppa lautstark mit der rhetorischen Frage „Wie kann man so einen Vorteil abpfeifen?!?“, auf die Schiedsrichterin Nathalie Pansch (Ahrensburger TSV) mit der roten Karte reagierte. Kapitän Fabian Petersen („Das ist doch lächerlich!“) schickte sie gleich hinterher. Außerhalb des Innenraums wurden die beiden von ihrem Co-Trainer in Empfang genommen. Perry Bruhn war bereits 20 Minuten zuvor – ebenfalls wegen Beleidigung – verwiesen worden…
Ironischerweise führte der nicht gewollte Freistoß zum 1:2-Anschlusstreffer durch Max Schlüter. Die Parole war nun klar: „Wir geben nicht auf! Wir lassen die Köpfe nicht hängen!“, brüllte Henrik Güldener entschlossenen seinen acht verbliebenen Kollegen zu.
Ein zielsicherer Konter des HFC über rechts, abgeschlossen von Maik Dziallas, der dabei von einer zu kurzen Abwehr Sven Ottes profitierte, machte in der Schlussminute aber alles klar.
Gäste-Coach Claus Frerix platzte nach der Niederlage der Kragen: „Es geht nicht darum, dass wir verloren haben, aber es ist nicht das erste Mal, dass wir so verpfiffen wurden! Sie hat einfach nur scheiße gepfiffen!“, echauffierte sich der Übungsleiter, der jedoch auch mit seinen eigenen Sorgen zu kämpfen hat: „Heute haben wieder sechs Leute gespielt, die hier einfach nicht hingehören. Mit dieser Mannschaft reicht es einfach nicht. Aber was will man machen, wenn die Magendarmgrippe rumgeht!“. In Sachen Klassenerhalt reicht es aber immerhin noch zu Durchhaltephrasen: „Wir glauben so lange daran, wie es theoretisch möglich ist. Wir hoffen, dass die kranken Spieler schnell zurückkommen, aber durch die roten Karten fehlen uns jetzt wieder zwei Leute.“. Keine guten Vorzeichen für das Match gegen Benfica.
Aus der anderen Kabine hörte man indes fröhliche Männer Achim Reichels Kultsong „Kuddeldaddeldu“ schmettern. Mit Recht, denn elf Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze dürften jetzt schon fast zum Ligaverbleib langen. Nächste Woche geht es zum FK Nikola Tesla. „Das wird schon etwas schwieriger. Nicht nur, weil Tesla stärker ist als Stellingen. Die sind auch immer hart zu bespielen“, weiß Spielertrainer Tiago Dos Santos, der mit seinen Jungs zurzeit sehr zufrieden ist: „Das war heute ein gutes Kampfspiel von uns. Man sieht, dass wir nach der schlechten Hinrunde nun fast immer mit derselben Mannschaft spielen und unser Innenverteidiger Benjamin Freese, der in der Hinrunde kein einziges Spiel gemacht hat, und heute einer der Besten war, wieder zurück ist. Es ist doch sehr schön, wenn man eine eingespielte Viererkette hat!“.

Tore: 1:0 Tunici (46.), 2:0 Tunici (70. direkter Freistoß), 2:1 Schlüter (77.), 3:1 Dziallas (90.)

rote Karten: Kruppa (TSV Stellingen, 76., Schiedsrichterinnenbeleidigung), Petersen (TSV Stellingen, 76. Schiedsrichterinnenbeleidigung)

Schiedsrichterin: Nathalie Pansch (Ahrensburger TSV)

Zuschauer: 40

besonderes Vorkommnis: Stellingens Co-Trainer Perry Bruhn wurde wegen einer Beleidigung des SR-Assistenten aus dem Innenraum verwiesen (58.).

Spielbericht DSC Hanseat - SV Muslime Hamburg

Ein Hauch von Kreisklasse
DSC Hanseat gewinnt Kellerduell gegen den SV Muslime

4:3 lautete der Endstand des Abstiegskrimis der Kreisliga 4 zwischen dem DSC Hanseat und dem SV Muslime.
Von Beginn an war es eine Begegnung auf tiefstem Kreisliganiveau, die 18 Minuten Anlaufzeit benötigte, ehe Ayi Gossou aus kürzester Distanz am guten Gäste-Torwart Nabil Chabrak scheiterte und der SVM im Gegenzug durch Hescham Baroudis Versuch aus halblinker Position in Führung ging (19.). Keine gute Figur machte dabei DSC-Schlussmann Mathias Kumfert.
Ein echter Startschuss war dieses Tor derweil keines der beiden Teams, die weiter eher mit, als um den Ball stritten. Leicht besser gelang dies den Gastgebern, für die Michel Stobbe allerdings das leere Tor nicht traf (27.). Dabei hatte er Chabrak zuvor noch elegant umkurvt, beim Schuss aber den Pfosten nicht mit eingeplant. Kurz darauf machte er es dann besser: Erst scheiterte Kollege Ahmet Kizilkaya aussichtsreich am Keeper, dann machte Stobbe alles richtig und staubte zum Ausgleich ab.
Jetzt waren die Dulsberger dick im Geschäft und nur fünf Zeigerumdrehungen später auch in Front. Flügelspieler Nassirou Moussa hatte eine missglückte Hosic-Flanke mit vollem Einsatz von der Grundlinie geköpft und auf diese Weise für Kizilkayas 2:1 vorgelegt.
Die Halbzeitpause schienen die Akteure dann um glatte 20 Minuten verlängert zu haben, plätscherte das Geschehen wieder unansehnlich vor sich hin – bis wieder Kizilkaya als Ideengeber fungierte, indem er Stobbe auf dessen Weg zum freien Abschluss schickte. Doch wieder traf der Angreifer nicht! – Oder doch? Ganz exklusiv hatte der zuständige Schiedsrichterassistent den Pfostenschuss hinter dem Kreidestreifen gesehen. Sein Gespannsleiter übernahm die Entscheidung und das 3:1 war geboren.
Die Gäste nahmen es sportlich und antworteten entsprechend in Form des Anschlusstreffers, den Fatih Agdepe für den vollendenden Aissam Oueslati auflegte (75.).
Der SVM war wieder dran, doch Hanseat dem 4:2 näher. So nah, dass es acht Minuten vor Ultimo auch per Freistoß fallen sollte. Und wer soll diese Weitschussdelikatesse ins lange Eck schon erzielt haben? Natürlich, Kizilkaya!
Das muss es doch vorzeitig gewesen sein, zumal weitere gute Gelegenheiten folgten. Der eingewechselte Yaw Gyamfi und ein weiterer Kizilkaya-Freistoß fielen jedoch großartigen Rettungstaten Chabraks zum Opfer.
Tatsächlich wurde es noch einmal spannend, weil man vor lauter Offensivdrang die eigene Abwehrarbeit vernachlässigte, Cem Göncü frei flanken durfte und Oueslati seine Genossen auf 4:3 heranbrachte (90.).
Mehr geschah aber nicht mehr, auf dem Hartplatz in der Vogesenstraße, wo die Hoffnungen auf den Ligaverbleib für Sebastian Hollatz und seinen SV Muslime weiter schrumpften. „Es ist in dieser Saison immer dasselbe: Wir haben einfach nicht die Moral, wie im Aufstiegsjahr. Man muss aber auch bedenken, dass viele erst seit der Vereinsgründung im Jahr 2008 Fußball spielen“, so Hollatz, der auf der nach dem Spiel noch Zeuge einer skurrilen Szene auf Seiten der siegreichen Hausherren wurde. Anstatt sich über ihren überlebenswichtigen Erfolg im Abstiegskampf zu freuen, gerieten Torhüter Kumfert und Offensivmann Ayi Gossou im Streit wegen gegenseitiger Kritik an dem Erbrachten in eine körperliche Auseinandersetzung, die doch stark an eine infantile Schulhof-Posse erinnerte…
Für das Gelingen des Ligaverbleibs benötigt praktisch die ganze Mannschaft eine klare Leistungssteigerung. Vor allem, wenn als nächstes die starke Reserve von Hamm United wartet.
Der SV Muslime spielt gegen den FC Maihan, einen weiteren Mitkonkurrenten, um die theoretische Chance, die Endabrechnung doch noch als über dem Strich stehend abzuschließen.

Tore: 0:1 Baroudi (19.), 1:1 Stobbe (29. Kizilkaya), 2:1 Kizilkaya (34. Moussa), 3:1 Stobbe (65. Kizilkaya), 3:2 Oueslati (75. Agdepe), 4:2 Kizilkaya (82. Direkter Freistoß), 4:3 Oueslati (90. Güncü)

beste Spieler: Kizilkaya – Chabrak

Schiedsrichter: Christoph Albrecht (FTSV Komet Blankenese, Note 5)

Zuschauer: 20

Mittwoch, 7. März 2012

Spielbericht SC Sternschanze 1.C - SV Eidelstedt 1.C

Mit der Effektivität eines Aufstiegskandidaten
SV Eidelstedt-97er bestrafen Schanzes Abschlussschwäche böse

Ferien in der Hansestadt und dementsprechend keine Jugendpflichtspiele. Eine gute Gelegenheit für die U15 des SC Sternschanze zu einem netten Testkick gegen das befreundete Team des SV Eidelstedt. So versammelten sich die insgesamt 28 eingesetzten Akteure und der gut gelaunte Lütfi Bal an der Pfeife an einem klaren Mittwochmittag auf dem grünen Kunstrasen.
Der SCS legte dabei gleich einen schwungvollen Beginn auf Parkett und wurde schnell durch ein Asanovic-Geschoss, das SVE-Fänger Marcel Hengse passend parierte, gefährlich. Ein Vorbote des wenig später fallenden 1:0, das Asanovic erzielte, indem er sich blitzschnell von seinen Gegenspielern löste und kontrolliert von halbrechts vollendete (12.).
Es schien alles für die Danckert-Elf zu laufen, zumal der Torschütze nach gut 20 Minuten die Chance zur Erhöhung hatte, doch wie schon am vergangenen Wochenende, stellte eine 1:0-Führung keinen Freifahrtschein zum sicheren Sieg dar. So nutzten die Gäste ihren ersten echten Auftritt im Sechzehner zum etwas überraschenden Gleichstand durch Arlonso Glao, der das Leder frei vor Ben Mews hineinbugsierte. Das war zu einfach!
Die Schanzer ließen sich davon aber zunächst nicht groß erschrecken und spielten weiter einen passablen Ball, was Albert Dietrich zu einer guten Gelegenheit verhalf, jedoch war wieder Endstation bei Hengse, was auch für Pavel Hellers Nachschuss galt.
Auf der anderen Seite demonstrierten die Eidelstedter, wie man es besser macht. Der SCS bekam die Kugel in mehreren Anläufen nicht geklärt und da drosch Paul Togbo sie kurzerhand aus 20 Metern zum 1:2-Pausenstand in die Maschen (34.).
Im zweiten Abschnitt änderte sich das allgemeine Bild, kam vom zuvor noch ordentlich performenden SCS nicht mehr viel, während das Team in Gelb zielstrebig und vor allem über den körperlich weit fortgeschrittenen Glao den Vorwärtsgang anwarf. Eine gute Idee, die sich nur sieben Minuten nach Wiederbeginn auszahlen sollte, vollendete der eben genannte SVE-Spielführer einen Angriff über die links zum 3:1. Außer Halbchancen für Traore, Dietrich und Asanovic hatten die Gastgeber nichts mehr zu bieten und so kam es nicht ganz von allein, dass ein schneller Gegenangriff der West-Hamburger zu Gegentreffer Nummer vier an diesem Tag führte. Torschütze diesmal: Cherno Njie.
Bitter für Mews, der immerhin Njies Versuch eines Doppelpacks erfolgreich unterband. Dafür durfte Armin Tarizadeh kurz darauf sein 1:5 bejubeln, das ein mustergültiges Atiego-Zuspiel auf den Weg gebracht hatte (63.).
Mit dieser überzeugenden Effizienz darf es nach dem Geschmack des SV Eidelstedt gerne in der Aufstiegsrunde zur Landesliga weitergehen. Ein lange auf Augenhöhe stattfindendes Match haben sie heuer auf diese Art eindrucksvoll für sich entschieden.

SC Sternschanze 1.C: Mews – Asanovic, Salinas, Altan, Yavuz – Wisbar, Albers – Ploenes, Dietrich, Korostelev – Bilgin, eingewechselt: Holsten, Traore, Heller, Trainer: Sören Danckert

Tore: 1:0 Asanovic (12.), 1:1 Glao (21. Njie), 1:2 Togbo (34.), 1:3 Glao (42.), 1:4 Njie (57. Glao), 1:5 Tarizadeh (63. Atiego)

Schiedsrichter: Lütfi Bal (HEBC)

Zuschauer: 20