Trotz
Überlegenheit kein Sieg
SC
Egenbüttel III kommt nicht über Nullnummer in Groß-Flottbek hinaus
Tore Fehlanzeige! So lautete die Faktenlage am Freitagabend in der Kreisliga 2
nach dem 0:0 zwischen der Groß-Flottbeker SpVgg und dem SC Egenbüttel III – ein
glücklicher Punktgewinn für die Hausherren, die mit dem stark aufspielenden
Aufsteiger ihre liebe Mühe und Not hatten.
Dass Groß-Flottbek am Ende immerhin einen Zähler auf der Habenseite wusste, lag
insbesondere an einem Mann: Stefan Rickborn. Der 30-jährige Keeper der
Gastgeber vereitelte ein ums andere Mal brandgefährliche Szenen der Egenbütteler.
Ausgewählte Beispiele: in Minute eins gegen Thomas Bolz, in Minute 13 gegen
Stefan Grabow und in Minute 57 am kurz zuvor eingewechselten Sebastian Ernst.
Und da der SCE darüber hinaus auch Gelegenheiten wie in der 14. Minute liegen
ließ, als Pietro Sacco nach Krüß-Freistoß den leeren Kasten nicht traf, musste
man sich am Ende mit der Nullnummer zufrieden geben.
Autoren: Dirk Becker & Björn Meyer
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Mazlum Gün (FC
Kurdistan Welat, Note 3)
Zuschauer: 36
Freitag, 9. August 2013
Spielbericht Groß-Flottbeker SpVgg - SC Egenbüttel III
Sonntag, 4. August 2013
Spielbericht SC Sternschanze - Groß-Flottbeker SpVgg
Einfaches
Spiel für Schanze
Ungefährdeter
Auftaktsieg gegen sich selbst schwächende Groß-Flottbeker
Das nennt man mal einen Saisonstart nach Maß: Erst kegelte der SC Sternschanze
den Bezirksligisten TuS Finkenwerder aus dem Pokal und nun steht man nach
Spieltag eins auch gleich auf dem angestrebten Aufstiegsplatz eins!
Grund dafür ist ein 5:1-Heimsieg gegen die Groß-Flottbeker SpVgg, welche
bereits nach genau sechs Minuten einem Rückstand von 0:1 hinterher zu rennen
hatte, landete ein hoher Ball Christoph Bechtels von links direkt bei Angreifer
Martin Jacobs, der das Leder problemlos zum ersten Hurra der neuen Spielzeit
einschob, während GFSV-Schlussmann Stefan Rickborn mit der tiefstehenden Sonne
zu kämpfen hatte.
Die Gäste wussten jedoch schnell zu antworten, bekam Steffen Voth im Anschluss
an eine Altintas-Ecke gleich zweimal die Gelegenheit zum Abschluss aus kurzer Distanz,
was er im zweiten Anlauf folgerichtig mit dem Ausgleichstreffer bestrafte
(10.).
Um ein Haar wäre diese Bude zum Gleichstand fast wieder egalisiert worden, doch
weil Ulf Wotsch die Kugel nicht nur am bereits geschlagenen Rickborn, sondern
auch am quasi leeren Tor vorbei setzte, entfiel das 2:1 nach einem Dutzend an
Spielminuten.
Wesentlich besser machte es sein Kollege Josa Rödiger kurz vor der Pause, schob
er die Kugel nach gutem Jacobs-Service, sicher vor der Kiste, in genau diese
ein – 2:1 (43.)!
Mit neuen (Offensiv-) Kräften aus der Kabine gekommen (Can Tandogan und
Ex-Schanzer Adrian Lehmann), hoffte die Batir-Elf auf die Wende im gut
besuchten Sternschanzen-Park, doch der Schuss ging dabei gänzlich nach hinten
los, erhöhte Wotsch kurz nach dem Seitenwechsel per Abstauber auf 3:1 (49.), nachdem
Rickborn einen Rödiger-Distanzschuss noch abwehren konnte (49.).
Die Vorentscheidung folgte dann vier Minuten später, als Patrick Sirait nach
eigenem Foulspiel nichts Besseres zu tun hatte, als den am Boden liegenden
Hüseyin Hakli aus drei Metern mit dem Spielball abzuschießen (53.). Der
folgende Platzverweis war dabei ebenso berechtigt, wie Zweifel an Siraits
Eignung als vorbildlicher Mannschaftskapitän. Immerhin zeigte sich der
31-Jährige am Ende reumütig: „Das tut mir sehr leid – Ich bin manchmal einfach
dumm!“.
Sportlich gehörte das Feld nun gänzlich den Gastgebern, woraus sie aber
insgesamt weniger Kapital schlugen, als es ihnen möglich war. Immerhin erhöhten
der eingewechselte Julien Deniz Bilen (62.) und noch einmal Wotsch (75.) auf
den 5:1-Endstand, der den Jjungs in blau-rot, wie bereits erwähnt, auf den
Spitzenplatz der Kreisliga 2 katapultiert.
SC Sternschanze: Wähling –
Castro Marquez, Rosemann, Garburg, Hakli – Bechtel, Scheibe (79. Hansel) –
Grunhold (59. Bilen), Rödiger, Jacobs (79. P. Mieta) – Wotsch, trainer: Manfred
Fehring
Groß-Flottbeker SpVgg: Rickborn –
Koppermann, Käber, Voth, Helmke – Sirait, I. Coskun (59. Struckmeyer) – Siagian
(46. Tandogan), C. Coskun, Altintas – Arabi-Hashemi (46. Lehmann), Trainer:
Aykut Batir
Tore: 1:0 Jacobs (6. Bechtel), 1:1
Voth (10. Altintas), 2:1 Rödiger (43. Jacobs), 3:1 Wotsch (49. Rödiger), 4:1
Bilen (62. Jacobs), 5:1 Wotsch (75. Jacobs)
Rote Karte: Sirait (53. Tätlichkeit
an Hakli)
Schiedsrichter: Nikolaos Frangedakis
(Eintracht Norderstedt)
Zuschauer: 70 (im
Sternschanzen-Park)
Samstag, 3. August 2013
Spielbericht Juventude do Minho - Inter 2000 Hamburg
Juventude:
Mit Vollgas an die Spitze!
Schlechte
Chancenverwertung und Torwart Korkusuz verhindern Inter-Debakel
So haben sich das alle Beteiligten auf Seiten des wilhelmsburger Vereins
Juventude do Minho vorgestellt – zumindest für eine Nacht thront die Elf von
Trainer Jens Perez an der Spitze der Kreisklasse 10, nachdem die neu formierte
Mannschaft von Inter 2000 am heimischen Perlstieg mit 3:0 besiegt worden war.
Von Beginn an machte Juve dabei den agileren und technisch besseren Eindruck,
doch mangelte es zunächst an klaren Torchancen, wie durch Baris Taser, als er
im Angesicht mit Inter-Schlussmann Selim Korkusuz den Kürzeren zog (7.).
Umso ästhetisch und sportliche wertvoller machte es schließlich Edeltechniker
Carlos Rodrigues Padinha, indem dieser das Leder mit ganz viel Gefühl aus
spitzem Winkel von rechtsaußen in die Maschen hob (19.) – ein Traumtor!
Es war der Auftakt zu einem Sturmlauf der Gastgeber, der aufgrund einer
mangelhaften Chancenverwertung erst kurz vor der Halbzeit mit dem überfälligen
2:0 belohnt wurde. Kim Fischer war es, der nach Rodrigues Padinhas abgewehrten
Rechtsschuss richtig spekulierte und das Ei fachgerecht ins Inter-Nest legte
(44.). Wenige Minuten zuvor hätten die Gäste jedoch um ein Haar den gesamten
bisherigen Spielverlauf auf den Kopf gestellt, scheiterte Sturmspitze Baris
Toprak am starken Abdulhakim Bozkaya im Gehäuse der Perlstiegler.
Mit zwei frischen Leuten in den zweiten Abschnitt gegangen, setzte Inter mit
Ferhat Yoksuls Kopfballgroßchance, nach gutem Kilic Freistoß, auch schnell
einen Offensivaktzent.
Die Musik spielte allerdings hauptsächlich auf der anderen Seite, wo ein
oftmals zu zögerlicher Abschluss und vor allem der mittlerweile überragende
Korkusuz einen Kantersieg der ambitionierten Perez-Elf verhinderten. Immerhin
das letztlich entscheidende 3:0 war ihr nach genau 69 Spielminuten noch
gewährt, nutzte Stefan Wüpper seinen üppigen Raum zum zielgenauen Abschluss aus
25 Metern (69.).
Trotz einer grotesken Chancenverwertung siegten Kim Lagerpusch und Co
schließlich souverän mit 3:0, woran am Ende auch der eigene Torhüter noch einen
großen Anteil haben sollte, fischte dieser in der Schlussphase nicht nur zwei
gute Freistöße von Erdal Kilic aus dem Winkel, sondern bewahrte er sein Team
auch gegen einen Urun-Kopfball aus sechs Metern vor dem ersten Saisongegentor.
Während sich Juventude damit im oberen Bereich des Klassements einordnet, bekam
Inter 2000 die Auswirkungen einer quasi nicht vorhandenen Vorbereitung zu
spüren, machte die Elf, die sich hauptsächlich aus ehemaligen Akteuren von
Inter Wilhelmsburg (jener Verein, der 2008 mit GSK Bergedorf fusionierte)
zusammensetzt, einen konditionell verbesserungswürdigen Eindruck. Einige
Spieler hatten schließlich länger pausiert. Bekommt die Mannschaft das in den
Griff, muss zwischen diesen beiden Kontrahenten im Rückspiel kein
Klassenunterschied mehr herrschen.
Juventude do Minho: Bozkaya – Lagerpusch, David Perez (84.
Ak), Fabio Santos, Saral – Yavuz (64. Büchler), Taser – Rodrigues Padinha, Wüpper, Fischer – Adane (76. Micael da Silva),
Trainer: Jens Manuel Perez
Inter 2000: Korkusuz – Eymus (46. Emre Çatalbas), Yoksul, Kelcikoglu (57.
Kerioglu), Ünlü – Erdal Kilic, Pardar – Urun, Uruç, Ersin Çatalbas – Toprak (46.
Şenol), Spielertrainer: Altan Pardar
Tore: 1:0 Rodrigues Padinha (19.),
2:0 Fischer (44. Rodrigues Padinha), 3:0 Wüpper (69. Fabio Santos)
Schiedsrichter: Domenico Fortunato
(SV Wilhelmsburg)
Zuschauer: 36
besonderes Vorkommnis: Toprak
scheitert mit Foulstrafstoß an Bozkaya (41.).
Dienstag, 30. Juli 2013
Spielbericht Farmsener TV II - WTSV Concordia II
Der
clevere gewinnt
Hart
erkämpfter Auftaktsieg für FTV-Reserve
Die ersten drei Punkte in der Kreisklasse sind vergeben: Die Reserve des
Farmsener TV konnte sich zum Auftakt der neuen Punktspielserie mit 3:2 gegen
die neu formierte Zweite des
Wandsbeker TSV Concordia durchsetzen.
„Bloß keine Zeit verlieren!“, schien das Motto beider Teams gewesen zu sein,
dauerte es keine zwei Minuten, ehe der technisch begabte Ibrahim Gyasse seinen
Offensivkollegen Marvin Cudjoe richtig starten sah und genauso gut bediente,
sodass Letzterer den Torreigen nach genau 87 Spielsekunden mit dem 0:1 eröffnete.
Der FTV hatte jedoch prompt die passende Antwort parat, schloss Lukas Schmidt
einen Angriff über Dennis Karstens und Christian Kramer mustergültig zum 1:1 ab
(3.). Dabei waren noch nicht einmal vier Minuten gespielt!
Auch in der Folge suchten beide Mannschaften weiterhin den Weg nach vorne,
wobei die Gäste leichte Vorteile hatten. Der nächste Treffer fiel jedoch auf
der anderen Seite, köpfte der hoch gewachsene Ajnur Begic einen Kramer-Freistoß
von der rechten Seite aus kurzer Distanz in die Maschen – 2:1!
Kurios: Eigentlich wäre statt des Freistoßes der Gang zum Punkt folgerichtig
gewesen, geschah das vorangegangene Foul an Schmidt klar IM Strafraum. So aber
beschwerte sich am Ende keiner…
Doch wieder hatte ein Vorsprung nicht lange Bestand, brachten sich die Gastgeber
durch einen unnötigen Ballverlust selbst in Schwierigkeiten, die
Cordi-Sturmspitze Michael Möller vor dem Kasten eiskalt bestrafte (27.).
Auch im zweiten Abschnitt bemühten sich die 20 Feldspieler um weitere Offensivszenen,
wobei die FTV-Reserve einfach robuster und vor allem cleverer agierte. Nach
schnellen Ballgewinnen wurde ebenso schnell umgeschaltet, wie beim 3:2 in der
65. Minute, als der eingewechselte Tim Rosenstein bestens aus dem Mittelfeld
bedient wurde und keine Mühe hatte, das Leder einzuschieben.
Eben jener Rosenstein hätte die Partie mit seinen Möglichkeiten auch schon
vorzeitig entscheiden können, doch stattdessen musste aus farmsener Sicht noch
einmal um die drei Punkte gezittert werden, denn Cordi schnürte den Widersacher
in den Schlussmomenten in dessen eigenen Sechzehner ein – jedoch ohne Erfolg,
sodass die ersten drei Punkte am Berner Heerweg blieben.
Tore: 0:1 Cudjoe (2. Gyasse),
1:1 Schmidt (3. Karstens), 2:1 Begic (22. Kramer), 2:2 Möller (27.), 3:2
Rosenstein (65.)
Schiedsrichter: Christopher Siegk
(TuS Berne, Note 4)
Zuschauer: 30
Sonntag, 28. Juli 2013
Spielbericht SC Union 03 III - SV BW 96 Schenefeld III
Das
Glück des Tüchtigen
Drittvertretung
des SC Union 03 bucht die zweite Holstenpokalrunde
Einen echten Einstand nach Maß konnte die dritte Mannschaft des SC Union 03 in
ihrem ersten Pflichtspiel an der Memellandallee hinlegen.
Dabei haben es die Gastgeber übrigens wesentlich spannender gemacht, als nötig,
erinnerte die ungenügende Chancenverwertung stark an zweitklassige
Slapstick-Komödien.
So waren Phil Rütings Topchancen in den Minuten 17 und 25 wahrlich nicht die
einzigen Vergebenen in Hälfte eins. Den Höhepunkt des Abschlusspechs berietete
Stürmer Robert Strauch, als er kurz vor der Pause eine nicht geklärte Flanke
volley aus zehn Metern über den Kasten hämmerte – da war mehr drin!
Das dachten sich auch seine Mitspieler und stiefelten weiterhin unermüdlich Richtung
Blau-weiß-Strafraum.
Für das überfällige 1:0 benötigte die ehemalige Zweite Eintracht Lokstedts jedoch einen Strafstoß, der bei den
Gästen wenig Verständnis hervorbrachte: „Er hat mich berührt, also bin ich
gefallen – das hätte jeder andere auch so gemacht!“, beschrieb der emsige Malte
Meseck seine Strafraumbegegnung mit Gegenspieler Stefan Wielgoß. Union-Trainer
Cortes Blanco: „Ich hätte mich nicht beschwert, wenn er den nicht gegeben
hätte.“. Der Pfiff erfolgte nun mal und Strauch versenkte sicher zum 1:0 (50.).
Auch profitierend von einem Füllhorn an nicht geahndeten Abseitsstellungen,
ergaben sich weitere brillante Torchancen für die spielstarken Gastgeber, doch
die Pille wollte einfach kein zweites Mal in Marco Borns Kasten!
Zum Ende starteten die Schenefelder dann eine Schlussoffensive, ohne jedoch
ernsthaft gefährlich zu werden. Stattdessen machten Rickmer Weichenthal und
Niels Müller mit einem Konter, den letztgenannter eine Minute vor Ultimo zum
2:0 abschloss, alles klar.
Ein schnelles Wiedersehen ist aber garantiert, denn am vierten Spieltag der
Kreisklasse 5 steht die Paarung BW 96 Schenefeld III – SC Union 03 III auf dem
Programm.
SC Union 03 III: Hiron –
T. Probst, Mosquera Manchola, Y. Probst (61. Rodehorst) – Ruckow, Müller –
Weichenthal, Vera, Rüting (82. Stuhlmann) – Strauch (73. Ulusoy), Meseck,
Trainer: Juan Manuel Cortes Blanco
SV Blau-weiß 96 Schenefeld III: Born
– Wolff, Breuer, Wielgoß, Frank – Sousa (82. M. Timm) – Arning (65. Latiki), A.
Timm, M. Tews, Diring – F. Tews, Trainer Gabriel
Tore: 1:0 Strauch (50.,
Strafstoßtor, Wielgoß an Meseck), 2:0 Müller (89. Weichenthal)
Schiedsrichter: Onur Sinan Kaya
Zuschauer: 30
Spielbericht SC Union 03 - TuS Appen
Union hat mehr Luft
Waidmannstraßenkicker
fertigen TuS Appen ab
Souverän und nie ernsthaft gefährdet konnte der Kreisligaabsteiger SC Union 03
den Einzug in die zweiten Runde des Oddsetpokals perfekt machen.
Beim 4:0-Heimerfolg gegen das Team des TuS Appen agierten die Gastgeber von
Beginn an mit mehr Zug nach vorne und phasenweise sehr schönen Ballstafetten,
jedoch zunächst glücklos im Abschluss.
Den Höhepunkt der erwähnten Glücklosigkeit bereitete Patrick Behrens´
Rechtsschuss am TuS-Schlussmann vorbei, den aber ein Abwehrbein noch in allerhöchster
Not klären konnte (39.).
Sekunden später dann aber die Erlösung, als Edeltechniker Camilo Rose
Nutznießer eines langen Balles aus der Tiefe wurde und das Leder mit seinem eigentlich
schwächeren rechten Fuß aus gut 14 Metern in die Maschen beförderte (40.).
Auch im zweiten Abschnitt blieb die Elf von Trainer Mike Stecker optisch
überlegen, musste jedoch einmal kurz zittern, als ein guter Freistoß der Mannschaft aus der Kreisliga 8 aus 21
Metern nur knapp über das Gehäuse zischte.
Die prompte Antwort folgt sofort, schloss der bullige Alexander Tietz einen
herrlichen Angriff über Rose und Steven Öfenscheidt mustergültig zum 2:0 nach
einer Stunde ab.
Der Widerstand von Tore Kaland und Co war gebrochen und Union erntete die
Früchte einer intensiven Vorbereitung in Form der Tagestreffer drei und vier,
wobei das 3:0 durch Tietz eher einer Flutschfinger-Einlage von TuS-Torsteher
Martin Kubisch geschuldet war (68.). Den Endstand besorgte unterdessen der
eingewechselte Florian Berisha im zweiten Versuch gegen den hier zunächst gut reagierenden
28-Jährigen (83.).
Für den SC Union geht der Pokaltraum damit weiter, während sich der
unterlegenen Widersacher nun voll und ganz auf die Liga konzentrieren kann.
Tore: 1:0 Rose (40.), 2:0 Tietz (61. Öfenscheidt), 3:0 Tietz
(68., direkter Freistoß), 4:0 Berisha (83.)
Schiedsrichter: Jan Fitschen (SV Blau-weiß 96 Schenefeld)
Zuschauer: 30
Freitag, 26. Juli 2013
Spielbericht VfL 93 Hamburg II - TuS Germania Schnelsen II
Dickes Ding: Dickmann trifft zur
Sensation!
Kopfballtor
in der Nachspielzeit kick Bezirksligisten raus
Was für ein Saisonstart! Gleich im ersten Pflichtspiel der neuen Spielzeit im
hamburger Amateurfußball (gleichzeitig mit dem Oddsetpokalspiel zwischen der
SpVgg Billstedt-Horn und Vorwärts/Wacker Billstedt angepfiffen) erlebte die
Szene ihre erste Überraschung.
Kreisklassenvertreter VfL 93 II konnte dem zwei Klassen höheren Team von
Germania Schnelsen II mit einem unterm Strich verdienten 2:1-Heimsieg die
Grenzen aufzeigen und sich dabei selber in die zweite Runde des Holstenpokals
katapultieren.
Dabei schien ein Freudenfest des Außenseiters weit entfernt, diktierten die
Gäste den Verlauf im ersten Spieldrittel doch sehr eindeutig, verpassten es
aber, häufiger so gefährlich zu werden, wie nach sechs Minuten, als
VfL-Schlussmann Sven Oeser einen Brunkhorst-Versuch nicht optimal klären konnte
und Ole Wigger im letzten Augenblick ein Abstaubertor Leander Keplers
verhinderte.
Mitten in die Phase, in der die Gastgeber nun langsam ihre Stabilität gefunden
zu haben schienen, nutzte Thore Schultz seinen üppigen Platz zum punktgenauen
Zuspiel für Sturmspitze Niklas Krahl, was letztgenannter unter ähnlichen
Raumbedingungen mit dem 0:1 per Heber über den Torsteher veredelte (33.).
Doch wer jetzt dachte, dass die Partie ihren vermuteten Verlauf nehmen würde,
sah sich getäuscht, denn mit der schnelsener Selbstzufriedenheit kamen auch die
ersten Offensivakzente der Ritter-Elf durch Jeremy Martens abgewehrten Schuss
aus spitzem Winkel und Detlef Öhlmanns Pfosten-Kopfball im direkten Anschluss
(37.).
Genauso knapp scheiterte quasi mit dem Halbzeitpfiff auch Michael Kohpmann nach
schönem Zusammenspiel mit dem emsigen Marius Dickmann per Rechtsschuss am
aufmerksamen Farooz Khan im Germania-Kasten. Dennoch wussten die Borgwegler,
die wegen Brunnenarbeiten im Stadion kurzfristig auf die Sportanlage „Neue
Welt“ ausweichen mussten: „Wir sind im Soll!“.
Personell wie optisch änderte sich mit dem Wiederanpfiff nichts, agierten Nick
Baumann und Co weiterhin defensiv diszipliniert und offensiv mit Mut, was sich
kurz darauf lohnen sollte, bestrafte Dickmann das schnelsener Desinteresse an
seiner Person folgerichtig mit jener Vorarbeit, die Marten im Angesicht mit
Schlussmann Khan zum viel umjubelten Ausgleichstreffer nutzte (49.).
Jetzt war der Bezirksligist gefragt, „Flagge zu zeigen“, doch ohne ihr
verletzungsbedingt früh ausgeschiedenes Kreativzentrum, Tom Lipski, wirkten die
Gäste auf rotem Rasen spielerisch überfordert gegen ein konzentriertes
Defensivkollektiv des Vorjahreszenten der Kreisklasse 7. Auch interessante Standardsituationen,
wie ein Freistoß in Strafraumnähe nach „Aufräumarbeiten“ durch Tormann Oeser verhalfen
der Lesse-Elf nicht zu mehr Torgefahr.
Mit der aufziehenden Gewitterfront wurde es schließlich immer dunkler auf der
nicht mit adäquatem Flutlicht gesegneten Spielfläche, was den Germanen in der Nachspielzeit
vielleicht die nötige Übersicht nahm, als Kapitän Christopher Maurer auf links
einwarf und Dickmann als dankbarer Kopfballabnehmer am Fünfereck lauerte. Dass
die Flugkurve seines Kopfstoßes nicht gerade physikalisch erklärbar wirkte,
interessierte letztlich weder seine Mannschaftskollegen, noch den 18-Jährigen
selbst; das Leder senkte sich zum 2:1-Siegtreffer rechts oben in den Winkel –
in der vierten Minute der Nachspielzeit!
Der Holstenpokal ist somit um einen Bezirksligisten ärmer, während die
VfL-Reserve jetzt auf ihren Zweitrundengegner wartet.
VfL 93 Hamburg II: Oeser – Wigger, D. Frey, Öhlmann, C. Frey –
Baumann (90.+2 Harraß) – Marten (72. Yazdani), Strohschein, Kohpmann, Maurer –
Dickmann, Trainer: Marco Ritter
TuS Germania Schnelsen II: Khan – Schmugler, Wilken, Pohl, Hosseini
Vahad – Schultz, Lenert – Brunkhorst, Lipski (20. S. Lesse), Kepler – Krahl,
Trainer: Carsten Lesse
Tore: 0:1 Krahl (33. Schultz), 1:1 Marten (49. Dickmann), 2:1 Dickmann
(90.+4 Maurer)
Schiedsrichter: Marc Richter (TSV Wandsetal)
Zuschauer: 30
Samstag, 20. Juli 2013
Spielbericht FTSV Lorbeer Rothenburgsort - VfL 93 Hamburg II
Noch nicht in Spitzenform
Remis
an der Marckmannstraße offenbart Schwächen auf beiden Seiten
Nachdem die zweite Mannschaft des VfL 93 in der Vorwoche aufgrund von
Personalmangels nicht bei der Drittvertretung Germania Schnelsens antreten
konnte, hatte sie diesmal mit 15 spielfähigen Akteuren genügend Leute im Gepäck,
um der Elf des FTSV Lorbeer im Test die Stirn zu bieten.
Herausgesprungen ist dabei ein 1:1-Unentschieden, was in Anbetracht der
Tatsache, dass die Gastgeber einen frühen Strafstoß (Thomas Lazer legte Martin
Grabener im VfL-Strafraum, 10.) neben das Tor setzten, etwas glücklich
erscheint.
Dafür steuerten die Gäste das schönste Tor des Tages bei, erkannte Marius
Dickmann, dass Lorbeer-Schlussmann Daniel Henne nicht ganz optimal stand und
löffelte er das Leder aus 30 Metern genau linksunten ins Eck - das 0:1, direkt nach der Pause!
Dickmann war es auch, der die mögliche Vorentscheidung vorbereitete, doch weil Jeremy
Marten aus einem (!) Meter nur die Latte traf (72.), blieb die Partie weiter
offen, was sich die Gastgeber, die vor der Partie bereits zwei Stunden in der
sengenden Hitze auf dem Grandplatz trainiert hatten, zu Nutze machten. Sven
Gehrke versenkte eine Hereingabe von Nico Sanmann in der Mitte mustergültig zum
Endstand, der insgesamt in Ordnung ging (79.).
Zwar war man auf Seiten der Borgwegler nicht gerade zufrieden mit diesem Remis gegen
den Kreisligaaufsteiger, doch eine Steigerung zum schwachen 3:6 beim
Kreisklassenvertreter Barsbütteler SV III war es allemal.
Will man im kommenden Pokalspiel gegen den Bezirksligisten Germania Schnelsen
II halbwegs mithalten, muss die Ritter/Böge-Elf allerdings noch zwei Schippen
drauflegen.
Tore: 0:1 Dickmann (47.), 1:1 Gehrke (79. Sanmann)
gelbe Karten: keine – Lazer, Öhlmann, Marten
Schiedsrichter: Matiejar Shelamzar Nejad (SpVgg Billstedt-Horn, Note
4,5)
Zuschauer: 20
besonderes Vorkommnis: Wiegelt (FTSV Lorbeer) schießt Strafstoß am Tor
vorbei (10., Lazer an Grabener).
Samstag, 8. Juni 2013
Spielbericht FC St. Pauli 1.D - SC V/W 04 Billstedt 1.D
Gegen Vorwärts / Wacker Billstedt, das in der vorigen Runde den HEBC 2:0 ausschaltete, war am Brummerskamp Flügelspiel Trumpf.
Über links flankte Finn Ole Becker von der Grundlinie für den mittig einschiebenden Jonathan Bornemann (3.), was Jannis Wieckhoff von der anderen Seite auch probierte. Das Spielgerät konnte hier zwar blockiert werden, doch kam Bornemann trotzdem heran, um aus 14 Metern zu verdoppeln (24.).
An jenem 2:0 war kurz zuvor noch Falk Schmidt vom Punkt (David Osei hatte Becker in der Box gelegt) gescheitert. Der schwache Versuch des sonst so strafstoßsicheren Außenverteidigers wurde zum sicheren Fanggut für den richtig spekulierenden Dominik Dahncke. An der dennoch komfortablen Halbzeitführung änderte dies aber natürlich nichts. Doch Obacht, In Einzelszenen zeigten die Gäste, warum sie heuer noch im Wettbewerb sind. Ganz früh in der Partie musste Leon Schmidt geschmeidig gegen Hendrik Bannach abtauchen (4.), während Abwehrchef Benjamin Lakaie hoch gefährlich per Distanzfreistoß aus 25 Metern (knapp drüber) aufwartete (39.).
So blieben die Ost-Hamburger bis zum Ende in der Nähe der Musik, die aber vor allem dann besonders laut spielte, wenn der Profinachwuchs fix umschaltete.
Ein Paradebeispiel dafür lieferte ein Konter, der über Ridgley Kakari und Lennart Duve die große 3:0-Chance eröffnete, doch Dahnckes Fuß stellte sich dem dynamisch durchgestarteten Robin Kehr in den Weg (52.).
Auch wenn Vorwärts/Wacker zum Ende noch einmal alles für die Endspielteilnahme hineinwarf, gehörte die letzte Doppelchance dem Louca-Nonett, das in Person Duves erneut von einem Flankenlauf des agilen Finn Ole Becker profitierte und nur im knapp verzogenen Abschluss Luft nach oben ließ. Die Fehlentscheidung auf Eckstoß nutzte Kehr im Anschluss an den getretenen Nadj-Standard nicht, denn erneut klärte Dahncke mit dem Fuß. Für den Keeper ein kleines Trostpflaster auf das Aus des großen Meisterschaftstraums, der für St. Pauli wiederum weitergeht. Kontrahent in Dulsberg-Süd wird der FC Türkiye sein, der etwas überraschend den HSV zu Hause niederringen konnte.
Ob auch die Wilhelmsburger über die Flügel zu knacken sind?
Donnerstag, 6. Juni 2013
Spielbericht SV Nettelnburg / Allermöhe 1.D - FC St. Pauli 1.D
Spätstarter
St. Pauli reicht erneut eine starke Halbzeit zum Erfolg
Es
scheint fast so, als müsste St. Paulis D1 immer erst mit dem Rücken zur
Wand stehen, ehe sie wirklich auf Betriebstemperatur kommt. Zumindest
siegte das Team vom Brummerskamp
zum dritten Mal in Serie nach einem 0:1-Rückstand. Dabei schaltete die
Ampel zur Siegerstraße früh Grün, erkannte der junge Tobias Wensurski
an der Pfeife zu Recht auf Strafstoß, als sich die Schuhe von Mohammed
Cherif und Lennart Duve im SVNA-Strafraum küssten. Doch da weder frühe
Tore, noch welche vom Neunmeterpunkt eine Spezialität der Braun-weißen
sind, ging Schlussmann Ugur Cur
als strahlender Sieger dieses Strafstoßduells mit Falk Schmidt hervor.
Bitter für die Gäste, die in der Folge vergeblich nach dem Pfad der
offensiven Erleuchtung suchten. Stattdessen nutzten Robert Renner und Co
ihre erste echte Torchance, schloss eben jener Einzelkönner nach
cleverem Porchio-Service, einem Stellungsfehler des Gegners und mit etwas Hilfe des Querbalkens vor Leon Schmidt zum umjubelten
1:0 ab. St. Pauli lag nun also, wie im gewonnenen Pokalfinale, nach
einer Viertelstunde mit 0:1 hinten, doch diesmal fehlte ihnen jegliches
substanzielles Gegengewicht. Viel mehr konnte man sich glücklich
schätzen, dass Bennet Peter aus halblinker Position nur den Außenpfosten
traf (24.).
Bereits zur Pause hatte Trainer Jonas Louca
alle vier Ersatzspieler auf das künstliche Grün beordert, was sich acht
Minuten nach dem Seitenwechsel als glückliche Maßnahme herausstellen
sollte, war es mit Robin Kehr einer dieser vier Eingewechselten, der
eine Hereingabe von links mustergültig in der Mitte zum einfachen 1:1
verwertete. Auch an der endgültigen Wende, keine 120 Sekunden später,
war mit Vorlagengeber Jonathan Bornemann ein Einwechselspieler
entscheidend beteiligt. Unaufgeregter Schütze vor dem frei gespielten
Tor: Niclas Nadj. Der Profinachwuchs hatte das Geschehen nun ganz fest
in der Hand, doch Cherifs guter Distanzversuch (L. Schmidt konnte mit
leichten Schwierigkeiten abwehren) zeigte, wie fragil so eine
2:1-Führung ist.
Das
dachte sich wohl auch F. Schmidt, weshalb er kurz darauf Kehr
mustergültig bediente, sodass dieser frei vor der Kiste locker
einschieben konnte. Ein Prozedere, das sich sofort wiederholte, ist nur
in diesem Fall der Name Schmidt durch Nadj zu ersetzen. Für Kehr war es
indes Tagestreffer Nummer drei – nicht schlecht für einen angeschlagenen
Akteur mit ärztlichem „Sprintverbot“! Direkt danach holte sich der
„Siebener“ bei seiner Auswechslung noch den verdienten Applaus ab, das
Toreschießen war in der Folge aber auch ohne den jungen Mann aus dem pinneberger
Raum möglich, versenkte Hugo Teixeira einen Freistoß aus 20 Metern
kompromisslos im rechten unteren Eck, während wiederum nur einen
Wimpernschlag danach Duve vor der Kiste von einem exzellenten Wieckhoff-Service
profitierte. Damit konnte sich St. Paulis U13 schließlich doch recht
deutlich für das Halbfinale der Hamburger Meisterschaft qualifizieren.
Dass für das kommende Match gegen die Vertretung des SC Vorwärts/Wacker
Billstedt ein erneuter 0:1-Rückstand zur Halbzeit geplant ist, wollte
von offizieller Seite niemand bestätigen…
SV Nettelnburg-Allermöhe 1.D: Cur – Kiesling (37. Burkowski), Kreft, Adryjanski – Cherif – Porchio (42. V. Filipovic), Renner, Peter (46. Rathmann / 51. Goedje) – Goedje (42. Abd Elases), Trainer: Goran Filipovic
FC St. Pauli 1.D: L. Schmidt – Kakari (41. Thun), Santos Teixeira, Frankenstein (41. F. Schmidt) – F. Schmidt (19. Tokas), Nadj (53. Duve) – Thun (19. Wieckhoff), Becker (31. Kehr / 50. Becker) – Duve (31. Bornemann), Trainer: Jonas Louca
Tore: 1:0 Renner (15. Porchio),
1:1 Kehr (38.), 1:2 Nadj (40. Bornemann), 1:3 Kehr (47. F. Schmidt),
1:4 Kehr (49. Nadj), 1:5 Santos Teixeira (54. direkter Freistoß), 1:6
Duve (55. Wieckhoff)
Schiedsrichter: Tobias Wensurski
(VfL Lohbrügge, Note 3: im Grunde solide Leistung in einem einfach zu
leitenden Spiel, patzte jedoch beim Strafraumzweikampf zwischen Joshua
Frankenstein und Fabio Porchio doppelt, als er zu Unrecht ein Foulspiel des St. Paulianers erkannte und auf Freistoß entschied (22.).)
Zuschauer: 42
Besondere Vorkommnis: F. Schmidt scheitert mit Foulstrafstoß an Cur (2. Cherif an Duve).