Sonntag, 6. Oktober 2013

Spielbericht 1. FC Hellbrook - VfL 93 Hamburg II

Schiedlich friedlich…
…trennten sich der 1. FC Hellbrook und die Zweitvertretung des VfL 93 torlos

Dass diese Begegnung auf einem Hartplatz, der seinem freilich gerecht wird, derartig arm an Höhepunkten werden sollte, überraschte ein wenig, nachdem Marcel Kalman sofort nach Spielbeginn ein kräftiges Geschoss aus halblinker Position knapp vorbei setzte.
Ansonsten gab es in Abschnitt eins tatsächlich keine weiteren Aufreger, standen die Gäste zu einem nicht unwesendlichen Anteil von Altherren-Leihgabe Wolfgang Jauer (41) hinten sicher, während nach vorne hin außer ein Paar verzogenen Distanzversuchen nicht wirklich etwas ging.
Da wirkte Alexander Lasch´ Pfostenkracher, Sekunden nach der Pause, fast, wie eine Überdosis Koffein für die etwa 30 anwesenden Zuschauer, die auch Michael Kohpmanns missglücktem Versuch aus 18 Metern nach abgewehrter Knopp-Flanke (53.) mit Wohlwollen betrachteten.
Danach regierte wieder die defensive Sicherheit am Edwin-Scharff-Ring, bis sich wieder Alexander Lasch aus halblinker Position versuchte, allerdings an einer spektakulären Rettungsaktion Sven Oesers scheiterte, wodurch der äußerst überzeugende Schiedsrichter Richard Bürger (WTSV Concordia) die Partie beim Spielstand von 0:0 beendete.
Zwei verlorene Punkte für die Gastgeber im Aufstiegskampf der Kreisklasse 7, während die Borgwegler damit zwar auch nicht weiter von der Stelle kommen, aber nun immerhin erstmals zweimal hintereinander unbesiegt blieben.

1. FC Hellbrook: Behrens – Shunko, Lutze, Roufin, Kalman (90. Berlin) – Ehrich, Büyükbeskin – Soltani, Lasch, Wali – Eggers (65. Grzegorzewski), Trainer: Rainer Ernst

VfL 93 II: Oeser – Harraß, D. Frey, C. Frey – Jauer (71. Goede), Maurer (84. Masurek) – Wigger, Kohpmann, Yazdani – Samek (80. Güstel), Knopp, Trainer: Michael Böge & Marco Ritter

Schiedsrichter: Richard Bürger (Wandsbeker TSV Concordia, Note 2)

Zuschauer: 30

Samstag, 5. Oktober 2013

Spielbericht Harburger SC II - FC Neuenfelde

Rabenschwarzer Tag am Rabenstein
0:8 – FC Neuenfelde überrollt desolate HSC-Reserve!

Bereits vor dem Spiel orakelte HSC-Trainer Ahmet Kücükler, dass es seine Mannschaft heute „sehr schwer“ haben würde, doch dass die Bösartigkeit des Fußballs so hart auf ihn und sein Team hereinbrechen würde, hatte der Übungsleiter wohl trotz sieben verhinderter Stammspielern nicht erwartet.

0:8 unterlag man auf heimischem Rasen dem FC Neuenfelde, wobei man die erste halbe Stunde zwar ohne große eigene Akzente, aber immerhin gegentorlos überstand. Die Gastgeber standen bis dato defensiv gut, ließen jedoch (zu) viele gegnerische Standards in Tornähe zu, was bei Nejmi Güraltunkesers schön an den Querbalken gezirkelten Freistoß (17.) noch unbestraft blieb, sich nach einer halben Stunde jedoch rächen sollte, bedankte sich Cihad Karakas auf seine Weise für ausreichend viel Platz vor dem Strafraum, nachdem eine Dok-Ecke flach zu ihm ins Zentrum rutschte.
Es war der Genickbruch für Kapitän Mirko Bucar und seine Kollegen, denn anders ist das desolate, weil wehrlose Abwehrverhalten bei Güraltunkesers 0:2, nur zwei Minuten später, nicht zu erklären.
Der FCN dagegen versprühte nun mächtig viel Spielfreude und schaltete dabei einige sehenswerte Angriffe, bei denen zwar hin und wieder der finale Abschluss misslang oder gar ganz fehlte, doch weil die Harburger in Person von Torhüter Roger Florschütz mit einem unmotivierten Ausflug aus seiner Box kräftig aktiv mithalfen und das wunderschön herausgespielte 0:4 im wahrsten Sinne des Wortes PASSIV unterstützten, konnte sich FCN-Spielführer Güraltunkeser innerhalb von nur neun Minuten „Hattricktorschütze“ nennen!
Zu allem Überfluss schickte der als rigoros bekannte Schiedsrichter Martin Ehrhardt (BW Ellas) wenig später auch noch den HSC-Schlussmann nach einer Notbremse im eigenen Strafraum vorzeitig zum Duschen. Besonders bitter dabei: Bei Anwendung der Vorteilsregel hätte der gefoulte Ishak Kocak dennoch in den leeren Kasten treffen können. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ferhat Karakas indes sicher im Duell mit Björn Stenger, der nun aus dem rechten Mittelfeld auf seine angestammte Torwartposition wechselte. Dass Stenger auch tatsächlich ein Torhüter ist, bewies der 20-Jährige kurz nach der Pause, als er gegen Kocak schön per Fußabwehr klärte. Das 0:6 konnte jedoch schnell nachgeholt werden, profitierte Güraltunkeser, der zur Harburger Freude direkt danach „Feierabend“ hatte, von einer starken Einzelaktion Kocaks (55.).
Allerdings setzte der für ihn eingewechselte Ibrahim Sahin nach seiner Einwechslung genau dort an, wo sein Vorgänger aufhörte, besorgte er per Doppelpack, jeweils nach gut ausgespielten Kontern, den 0:8-Endstand gegen einen Gegner, der in Abschnitt zwei zwar etwas mutiger, aber nicht wirklich gefährlicher auftrat, vergab Sturmspitze Adis Kijamet seine beste Gelegenheit, vier Minuten vor Ultimo, aussichtsreich gegen Torsteher Ali Akdal.
Somit bleibt der FC Neuenfelde zumindest bis zum nächsten Wochenende auf Rang zwei ganz dick im Geschäft um den Aufstieg, während die Zweitvertretung des HSC mit nur fünf Zählern und einem katastrophalen Torverhältnis ganz tief im Abstiegssumpf der Kreisliga 1 steckt.

Harburger SC II: Floschütz – Laumann (56. Mecklenburg), M. Bucar, Wygralak (46. Bredehöft), Tegeler – Cahnbley, Ganitis – Stenger, Schreiber – Kijamet, Corts, Trainer: Ahmet Kücükler

FC Neuenfelde: Akdal – F. Sahin (46. Tiryaki), Sentürk, Yurtbay, Dok (46. Yalcin) – Aslani, Karakas – C. Sahin, Güraltunkeser (56. I. Sahin), Kocak – F. Karakas, Trainer: Mevlüt Caliskan

Tore: 0:1 C. Karakas (30. Dok), 0:2 Güraltunkeser (32.), 0:3 Güraltunkeser (37. F. Karakas), 0:4 Güraltunkeser (39. Yurtbay), 0:5 F. Karakas (42. Strafstoßtor,, Florschütz an Kocak), 0:6 Güraltunkeser (55. Kocak), 0:7 I.Sahin (74. C. Sahin), 0:8 I.Sahin (81. C. Sahin)

Rote Karte: Floschütz (42. Notbremse an Kocak)

Schiedsrichter:Martin Ehrhardt (VSK BW Ellas)

Zuschauer: 30

Montag, 30. September 2013

Spielbericht SC Sternschanze 1. Frauen - Norderstedter FC 1. Frauen

SC Sternschanze zeigt keine Gnade
Norderstedter FC pfeift aus dem letzten Loch und gerät unter die Räder

15:0 – da gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Mit diesem Kantersieg konnten die ersten Frauen des SC Sternschanze ihren vierten Saisonsieg einfahren und sich damit vorerst auf den dritten Tabellenplatz vorschieb.
Dass die Schanzen-Elf an diesem Sonntagabend gegen die personell arg gebeutelten Norderstedterinnen (sechs Stammspielerinnen fehlten urlaubsbedingt) den höchsten Erfolg der eigenen Landesligahistorie erleben durfte, war allerdings lange Zeit nicht abzusehen. 26 Zeigerumdrehungen hatte es gedauert, ehe die bewegliche Stoßstürmerin Janine Böst den Torreigen auf Einladung von Charlotte Mielke im direkten Duell mit Schlussfrau Jasmin Feldhusen eröffnete, woraufhin die 27-Jährige innerhalb der folgenden acht Minuten an drei weiteren Treffern beteiligt war (30., 32. & 38.). Einzig beim zwischenzeitlichen 4:0 durch Wiebke Hansen (34.) nach schöner Prill-Flanke hatte Böst ihre Füße nicht im Spiel.
Mit dem Wiederbeginn setzten die Gastgeberinnen ihren Sturmlauf gnadenlos fort und hatten nun auch noch einen zahlenmäßigen Vorteil, schied Sandra Sichau vorzeitig verletzungsbedingt aus (58.).
Der Rest war dann quasi nur noch Einbahnstraßenfußball, was hin und wieder auch zu dem einen oder anderen Frustfoul der Gäste führte.
Ansonsten bleibt noch der perfekte Ausstand von SCS-Akteurin Gillian Clayton zu erwähnen, die nach zwei Auslandsjahren im Studium wieder zurück in die USA geht, traf sie nicht nur nach einer mustergültigen Böst-Ecke per Kopf (32.), und einem starken Ballgewinn (46.), sondern auch mit einem Strafstoß, den die etatmäßige Schützin, Lina Charlotte Gaßner, der Abschiedsnehmenden überließ (73.).

SC Sternschanze 1. Frauen: Kischkat – Hoff, von Düsterlho, Wothge, Rzadtki – Gaßner, Mielke – Hansen (65.
Hose), Clayton, Prill (65. Kodal) – Böst, Trainer: Heiko Nagel

Tore: 1:0 Böst (26. Mielke), 2:0 Böst (30. Wothge), 3:0 Clayton (32. Böst), 4:0 Hansen (34. Prill), 5:0 Böst (38. Hansen), 6:0 Clayton (46.), 7:0 Böst (47. Gaßner), 8:0 Gaßner (50.), 9:0 Böst (52. Hansen), 10:0 Böst (54. Hansen), 11:0 Clayton (62. Mielke), 12:0 Gaßner (64., Foulstrafstoß), 13:0 Kodal (68.), 14:0 Clayton (73., Foulstrafstoß), 15:0 Mielke (81.)

Schiedsrichter: Robin Miguel Marques Dreke (GW Eimsbüttel)

Zuschauer: 40

besonderes Vorkommnis: Da bei Sandra Sichaus verletzungsbedingtem Ausscheiden keine Auswechselspielerinnen zur Verfügung standen, setzte der NFC die Partie zu zehnt fort (58.).

Sonntag, 29. September 2013

Spielbericht VfL Hammonia II - SC Hansa 11 III

Kordts macht den Unterschied
33-jähriger entscheidet hartes Derby im Schanzenpark

Extrem groß war sie, die Freude bei der Dritten Mannschaft des SC Hansa 11, über diesen 3:2-Auswärtssieg gegen den nicht unbedingt stark gemochten Rivalen von der Sternschanze, wo man ein wenig schönes, aber immerhin spannendes und hoch intensives Match für sich entscheiden konnte.
Dabei machten die Gäste bereits im ersten Durchgang den aktiveren Eindruck gegen den Aufstiegskandidaten und verpassten die zeitige Führung durch einen Freistoß Gino Osengers nur knapp (13.).
Ansonsten hatte diese Partie zunächst sehr wenig zu bieten: Einen Günay-Pfostenkracher auf der anderen Seite (18.) und dann plötzlich das 1:0!
Außenverteidiger Philipp Bender war es, der aus 40 Metern einfach mal draufhielt und Hansa-Fänger Christian Kobahn mit einem Aufsetzer unglücklich zurückließ.
Zuvor hatte Hammonias Trainer Erkan Özkan noch lautstark an der Seitenlinie zu mehr Konzentration und einem größeren Willen aufgerufen.
Eine Forderung, die die Mannschaft ansonsten aber kaum beherzigte, waren den Gastgebern auch in der Folge kaum ernsthafte Offensivbemühungen anzusehen.
Ein Zustand, den die Efe-Elf fast schon folgerichtig zu bestrafen wusste, schädelte der hoch gewachsene Cengiz Tuzcu einen, von Torhüter Meikel Ruhnau fallen gelassenen Freistoß von Mikail Öztürk aus kurzer Distanz sicher zum verdienten 1:1 ein.
Und auch beim 1:2 spielte Ruhnau den in grau gekleideten Weihnachtsmann im Herbst, indem er das Ei genau in die Füße des lauernden André Kordts spielte, sodass dieser nur noch einzuschieben brauchte (82.).
Erst danach erkannten Murat Sen und Co, dass die Situation brenzlig war, doch ausgerechnet jetzt scheiterte er mit einem seiner überragenden Freistöße am hier ganz starken Christian Kobahn, der keine 120 Sekunden später wieder in den Fokus des Geschehens rückte, ließ er, wie schon sein Gegenüber, einen Standard im Fünfmeterraum fallen, sodass Tino Kunzika zum 2:2 abstauben konnte, fallen. Große Proteste beim SCH, denn ihr Mann zwischen den Pfosten wurde in dieser Szene doch nicht unwesendlich bedrängt.
Das Happyend sollten schließlich aber doch die Jungs von der Feldstraße bekommen, denn wenige Sekunden nach dem regulären Ende schickte Abwehrrecke Stefan Schulz Gastspieler André Kordts (eigentlich bei der alten Herren der Hanseaten zu Hause) auf die Reise, in deren Verlauf er die Pille fachgerecht vor Meikel Ruhnau in die lange Ecke schob – der Derbysieg für Hansa!

Tore: 1:0 Bender (36.), 1:1 C. Tuzcu (71. M. Öztürk), 1:2 Kordts (82.), 2:2 Kunzika (88.), 2:3 Kordts (90.+1 Schulz)

Schiedsrichter: Samir Buhl (SC Eilbek, Note 4,5)

Zuschauer: 37