Montag, 12. Mai 2014

Spielbericht FC St. Pauli 2.C - HEBC 1.C

St. Pauli hat keine Konkurrenz
Beeindruckender Heimsieg unterstreicht die Vormachtstellung

Nicht, dass der Kenner der Szene ernsthaft über diesen Sieg von St. Paulis 2.C überrascht wäre, die Art und Weise, wie der Profinachwuchs einen der ehesten Verfolger in der U14-Verbandsliga in die Schranken verwies, war aber in dieser Form nicht zu erwarten.
Sieben Minuten lang schenkte die Tuncay-Elf dem HEBC die Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis am Brummerskamp, dauerte es so lange, bis Kilian Ludewig einen einfachen, von Niclas Nadj angeschobenen Spielzug mit dem sicheren Abschluss aus kürzester Distanz zum 1:1 nutzte.
1:1, weil Lila-weiß einen Moment der Anfangsschläfrigkeit St. Paulis in Form des 0:1 durch Emile Cordasev zu nutzen wusste (4.). Es sollte allerdings der einzige Moment der Schwäche sein, veranstalteten die Gastgeber fortan eine absolute Fußballdemonstration, die mit dem 2:1, zustande gekommen durch einen Standard, einem Freistoß von der rechten Seite und einem wieder treffsicheren Ludewig, ihren zweiten Höhepunkt finden sollte (15.).
HEBC bemühte sich, diesen Doppelschock bestmöglich zu verarbeiten, doch gegen selbstsichere Kiezkicker war für sie kein Kraut gewachsen. Obendrauf musste man auch noch den dritten Gegentreffer des Tages hinnehmen, als Lukas Krüger einen Nadj-Freistoß derartig tückisch abfälschte, dass Niklas Hoffmann im Gäste-Tor wieder einmal chancenlos war (26.), was auch auf die Szene, die wenig später das 4:1 markierte, zutraf.  In diesem Falle zwirbelte Nadj das Leder aus 20 Metern unhaltbar in den Winkel – Sonderapplaus für den Torschützen!
Im zweiten Abschnitt fuhren Jakob Münzner und Co die Drehzahl dann etwas nach unten, für den einen oder anderen Offensivmoment reichte es aber dennoch. So hätte Krüger seinem Ex-Club noch einen Treffer einschenken können, doch sein Abschluss aus 13 Metern verfehlte das Ziel (41.). Somit blieb die Endnote des Spiels dem überragenden Kilian Ludewig vorbehalten, behielt er nach einem famosen Kuyuncu-Zuspiel vor Hoffmann die Nerven (44.).
St. Pauli demontierte also auch den formstarken Vertreter aus Eimsbüttel und belegte nebenbei anschaulich, dass es momentan  in Hamburg schlicht und ergreifend kein besseres Team im Jahrgang 2000 gibt. Nebenbei ist die Verbandsligameisterschaft bei sechs Punkten Vorsprung auf den neuen „Vize“, Eintracht Norderstedt natürlich nahezu vorentschieden.

FC St. Pauli 2.C: Heim – Kakari, Santos Teixeira (51. Duve), Owusu, Thun (45. Frankenstein) – Münzner, Tokas (36. Kuyucu) – L. Krüger (56. Bornemann), Nadj, Bornemann (36. Becker) – Ludewig (63. Santos Teixeira), Trainer: Baris Tuncay

HEBC 1.C: Hoffmann – Butenschön, Lühr, Mierow, Jalass – Knüppel (55. Von Vultejus), O. Lenz (55. Gök) – F. Krüger (55. Hohwieler), Philipp, Cordasev – Stegemann (36. Albrecht), Trainer: Marco Fagin

Tore: 0:1 Cordasev (4.), 1:1 Ludewig (7. L. Krüger), 2:1 Ludewig (15.), 3:1 Nadj (26. direkter Freistoß.), 4:1 Nadj (30. Ludewig), 5:1 Ludewig (44. Kuyucu)

Schiedsrichter: Burghard Lemke (TuS Osdorf, Note 1)

Zuschauer: 70

Sonntag, 11. Mai 2014

Spielbericht SC Sternschanze 1.C-Mädchen - Niendorfer TSV 1.C-Mädchen

„Mädchenfluch“ Hält an
Wieder drei Treffer aber auch erneut kein Sieg

Es blieb alles beim Alten: Die C-Mädchen des SC Sternschanze können gegen andere Mädchenmannschaften einfach (zu oft) nicht überzeugen.
Wie schon vor zwei Wochen gegen die Vertretung des Walddörfer SV setzte es für Antonia Michel und ihre Kolleginnen eine 3:4-Schlappe auf heimischen Grund.
Dabei war sie es, die ihre Farben bereits nach fünf Minuten auf den rechten Weg zu bringen schien, fing Marlene Laasch einen unsinnigen Fehlpass von NTSV-Schlussfrau Wibke Lübbe ab und bediente Michel passend, sodass diese nur noch einzuschieben brauchte. Allerdings veranstalteten auch die Gastgeberinnen ein defensives Fehlerfestival, das bei Anita Frickes Versuch aus 15 Metern noch ungenutzt blieb (1.), sich aber nach etwas weniger, als einer Viertelstunde folgerichtig rächen sollte, durfte Spielführerin Alina Oelze unbedrängt auf Links die Linie entlang marschieren und den reichlichen Platz zum schnellen Ausgleich nutzen.
Eine rot-blaue Reaktion darauf blieb indes aus. Stattdessen verfiel man wieder in die schon häufig präsentierte „Zweikämpfe-gegen-Mädchen-machen-keinen-Spaß-Haltung“, was sich die Sachsenweglerinnen, erneut mit viel Raum gesegnet, zu ihrem Vorteil machten, war es die fußballerisch gut ausgestattete Fricke, die goldrichtig stand, als die unglücklich agierende Chiara Grassia im SCS-Gehäuse einen Rechtsschuss von Celine Witt nicht fachgerecht entschärfen konnte (20.). Die gefährlichste Szene auf der anderen Seite lieferte wieder die niendorfer Torsteherin mit einer argen Unsicherheit bei einem Distanzschuss von Marlene Laasch; ein Eckball blieb dabei jedoch das höchste der Gefühle.
Einigen guten Vorsätzen für die zweiten 35 Minuten zum Trotz, mussten jene der ungewöhnlich vielen Zuschauer eine weitere bittere Pille schlucken, bedienten sich die Nord-West-Hamburgerinnen wieder einer Einladung zum Toreschießen, als die eingewechselte Lene Freydag, von Blanca Balassa flankiert, aber nicht angegriffen, ihre Mitspielerin Alina Oelze finden und mit einem exakten Zuspiel in Szene setzen konnte. Der Ausgang dieser Szene aus einem Meter benötigt keine weiteren Worte. Dass aber auch die Gäste hinten wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen agierten, fand insbesondere Emily Ludwig nach dem dritten Gegentreffer heraus und probierte es ein Paar Mal aus der Distanz, um ihr Glück jedoch mit einem feinen, unbedrängten Solo zu finden – nur noch 2:3!
Vor dem anderen Gehäuse zielte derweil die hoch gewachsene Paula Schranz nur knapp drüber (51.), das Bällchen rollte allerdings auf der anderen Seite über die Linie. Und wieder war eine Einzelaktion Emily Ludwigs der Türöffner für einen Treffer, den letztlich Marla Schlüter aus zentraler Position zum 3:3 beisteuerte (55.). Mit diesem Erfolgserlebnis beendete man diese beste Phase im Spiel und kehrte wieder zum willenlosen Gekicke der ersten 40 Minuten zurück. Weil nun freilich auch Dunkelblau kaum mehr etwas zu bieten hatte, arrangierte man sich beiderseits schon mit dem Remis, bis ein indiskutabel verteidigter Eckball in der Nachspielzeit für eine Anita Fricke in Idealposition für das 3:4 sorgte – der Einschlag aus neun Metern!
Die Sorgen bleiben an der Sternschanze also dieselben. Was aber vielleicht positiv stimmt: Die nächsten beiden Spiele finden wieder gegen Jungs statt…

SC Sternschanze 1.C-Mädchen 1. Halbzeit: Grassia – Funke (30. L. Schlüter), Lux, Balassa, Fiedler (32. M. Schlüter) – Arntzen – L. Schlüter (21. Böcker), Laasch, Lützen (15. Ludwig), M. Schlüter (21. Hatzius-Sarramona – Michel, Trainerin: Lina Charlotte Gaßner

SC Sternschanze 1.C-Mädchen 2. Halbzeit: Fiedler – Funke, Laasch, Balassa, Grassia (56. Lux) – Arntzen – L. Schlüter (59. Hatzius-Sarramona), Ludwig, Lützen, M. Schlüter (59. Böcker) – Michel, Trainerin: Lina Charlotte Gaßner

Tore: 1:0 Michel (5. Laasch), 1:1 Oelze (13. M. Witt), 1:2 Fricke (20. C. Witt), 1:3 Oelze (38. Freydag), 2:3 Ludwig (41.), 3:3 M. Schlüter (55. Ludwig), 3:4 Fricke (70.+3)

Schiedsrichter: Peter Geschke (VfL Hammonia, Note 4)

Zuschauer: 60

Spielbericht Weiß-Blau 63 II - VfL 93 Hamburg II

VfL-Reserve schließt siegreich ab
Heißes Gefecht im Untergeschoss der Kreisklasse 7

Im nahezu bedeutungslosen Kellerduell der Kreisklasse 7 konnte sich die Zweitvertretung des VfL 93 gegen die von Weiß-Blau 63 durchsetzen.
Mit dem letzten Aufgebot an den Weg beim Jäger gereist, wollten die Borgwegler in einem kühnen 3-4-3 mit Mittelfeldraute den zuletzt desolaten Eindruck ausradieren, was allerdings in der ersten Halbzeit nicht wirklich gelang.
Stattdessen waren es die Gastgeber, die kurz vor der Pause um ein Haar in Führung gingen, verfehlte ein Heber von Virapong Sainonsreee, frei vor dem Tor, eben dieses nur um Zentimeter.
Kurz nach dem Seitenwechsel machte er es dann umso besser, komplettierte er einen gut gespielten Angriff über die rechte Seite aus kürzester Distanz zum insgesamt verdienten 1:0 (47.).
Den Wendepunkt des Spiels führten die Hausherren nach 55 Minuten daraufhin selber herbei, sah Jungspieler Tim Berens (18) nach einer Notbremse an Michael Kohpmann den roten Karton. Den entstandenen Freistoß rammte Florian Kostka mit aller Gewalt und der Hilfe einer unglücklichen Torwartaktion aus 20 Metern ins Netz (55.), um wiederum kurz darauf den besten Angriff des Spiels sicher zum 1:2 abzuschließen (61.).
Wer jetzt dachte, dass der VfL mit dieser Führung im Rücken sicherer agieren würde, sah sich allerdings getäuscht, wackelte das Defensivgerüst der Winterhuder gewaltig. So musste zweimal Sven Oeser (62. & 64.), sowie einmal Finn Masurek (67.) auf der Linie in allerhöchster Not klären.
Emotional wurde es in diesem intensiven Duell auch noch, stoppte Hussein Hassan Ibrahim einen gegnerischen Konter derartig rüde, dass ihn Schiedsrichter Michael Hartmann als zweiten Akteur des Tabellenvorletzten zum Duschen schicken musste (86.). Obendrauf musste auch der gefoulte Kohpmann mit hinausgehen, da er sich nach Hartmanns Ansicht zu sehr über die harte Gangart seines Widersachers beschwerte.
Trotz der Aufregung verliefen die letzten vier Minuten, sowie die fünfminütige Nachspielzeit, ohne weitere Ereignisse, sodass es am Ende beim knappen 2:1-Erfolg für die Jungs vom VfL 93 blieb. Damit konnte das Team eine komplett verkorkste Saison immerhin mit einem Positiverlebnis beenden und dem scheidenden Assistenztrainer Patrick Hedke, der an diesem Tag allein auf der Kommandobrücke stand, einen halbwegs würdigen Abschied bescheren.

Tore: 1:0 Sainonsree (47.), 1:1 Kostka (55., direkter Freistoß), 1:2 Kostka (61.)

gelbe Karten: Top – Masurek, Lazer

gelb-rote Karte: Kohpmann (VfL 93 II, 86., wiederholtes Meckern)

rote Karten: Berens (Weiß-blau 63 II, 55., Notbremse an Kohpmann), Hassan Ibrahim (Weiß-Blau 63 II, 86., Tätlichkeit)

Schiedsrichter: Michael Hartmann (TSV Stellingen 88)

Zuschauer: 6

Samstag, 10. Mai 2014

Spielbericht SC Sternschanze 1.C - SC Alstertal / Langenhorn 1.C

Der Alptraum geht weiter
Sternschanzes 99er unterliegen erneut trotz guter Vorstellung

Irgendwie will der Ergebnisfrust bei der 1.C des SC Sternschanze einfach kein Ende nehmen, denn auch gegen die C1 des SC Alstertal/Langenhorn musste man sich erneut in einem Punktspiel geschlagen geben. Und das, obwohl man selbst bis zum Schluss zu besten Gelegenheiten kam. Das war ihnen aber einfach mal wieder nicht holt.
Seinen Anfang fand die Glücklosigkeit bereits nach zehn Minuten, als Ole Kuchenbeckers Freistoß aus dem rechten Halbfeld, von Schlussmann Leon do Nascimento komplett falsch eingeschätzt, unter dem Querbalken hinter den Kreidestreifen rutschte.
Dabei war man doch mindestens gleichwertig und mit einer überragenden Kopfballchance von Anton Morlock nach einem verlängerten Kleberg-Freistoß selbst gefährlich, doch er verfehlte aus vier Metern (11.). Genauso David Kleberg mit einem erneuten Freistoß, den SCALA-Torsteher Bjarne Gartz entschärfen konnte (17.).
Auch in Abschnitt zwei waren die Schanzer dem Ausgleich denkbar nahe. Doch weder ein Distanzschuss von Jonathan Voges (42.), noch ein, durch Yannick Paul auf der Linie geklärtes Kleberg-Geschoss, im Anschluss an eine ungewöhnliche Rettungstat von Gartz (50.), brachten ihnen den längst verdienten Ausgleich.
Den Höhepunkt des Verschwendens von besten Torchancen lieferte Luca Holst in der Schlussviertelstunde, als sein Kopfball aus einem (!) Meter noch von einem Abwehrspieler abermals auf der Linie geklärt werden konnte.
Weil aber auch die Gäste den entstandenen Raum (SCS-Trainer Benjamin Zickelbein stellte zum Ende auf ein 3-2-3-2 um) nicht konsequent nutzten und Robin Burmeister die finale Chance aus acht Metern vergab, blieb es beim glücklichen 1:0-Erfolg für die Vertretung des SC Alstertal/Langenhorn, während man an der Sternschanze einfach nur das Ende dieser Horrorsaison in der C-Bezirksliga herbeisehnt.

SC Sternschanze 1.C: Do Nascimento – Komatsu, Morlock, Kleberg, Reller – Zupanic, Holst, Voges,  Schuleit – Bergerhoff, Weidle, eingewechselt: Nti, Dill, Trainer: Benjamin Zickelbein

SC Alstertal/Langenhorn 1.C: Gartz – Demirci, Ludes, Y. Paul, J. Paul – Habib, Burmeister, Oldag, Neuhaus – Kuchenbecker, Knoop, eingewechselt: Ebsen, Wroblewski, Diomande, Heidemann, Trainer: Matthias Halpaap

Tore: 0:1 Kuchenbecker (10., direkter Freistoß)

Schiedsrichter: Sascha Opitz (TSV Stellingen 88, Note 3,5)

Zuschauer: 30

besonderes Vorkommnis: Kleberg scheitert mit Strafstoß an Gartz (17., Y. Paul an Weidle).

Sonntag, 4. Mai 2014

Spielbericht FC Kurdistan Welat - FSV Harburg-Rönneburg

Welat am Ziel der Träume
4:0! – Aufstiegssieg gegen den FSV Harburg-Rönneburg

Die Kreisliga 1 hat nach dem 28. Spieltag einen Meister! Durch einen 4:0-Erfolg auf heimischem Gelände sicherte sich der FC Kurdistan Welat vorzeitig den verdienten Platz auf dem Thron dieser südlich orientierten Staffel.
Für beide Teams waren die Vorzeichen klar: Ein Sieg und jegliche Sorgen der Vergangenheit an. Während Welat mit der Intention des Bezirksligaaufstiegs in die Partie ging, hoffte man beim FSV auf die noch fehlenden Zähler zum endgültigen Klassenerhalt. Letzteres sollte allerdings bei der Hoffnung bleiben, hatten die leidenschaftlichen aber spielerisch limitierten Gäste bis auf eine vergebene Großchance von Alexander Görlitz nach gutem Zusammenspiel mit Kevin Leitner und Martinho Sousa Pereira (28.) nichts Gefährliches zu bieten.
Die Musik spielten hier ausschließlich die Gastgeber, denen es jedoch wiederholt an der nötigen Präzision im Abschluss mangelte. So landeten zwischen den Spielminuten 27 und 38 gleich drei Freistöße von Erdal Kaya am Querbalken, wobei dem dritten Lattenkracher eine fantastische Aktion von FSV-Torsteher Andre Raether vorausging.
Alle schienen sich bereits mit dem torlosen Pausenstand arrangiert zu haben, doch nach einem unnötigen, wie unstrittigen Foulspiel Marcel Raschkes an Kim Schultze blieb dem sehr guten Rainer Sierk (Union Tornesch) an der Pfeife keine andere Möglichkeit, als auf Strafstoß zu entscheiden. Eine Einladung, die Kaya diesmal mit etwas Glück (Raether berührte die Kugel noch) zum 1:0-Pausenstand nutzte (45.+2).
Nach dem Schock mit neuem Offensivmut aus der Kabine gekommen, vernachlässigten die Blau-schwarzen allerdings die Defensivarbeit, was gegen ein Spitzenteam, wie es der FC Kurdistan Welat ist, natürlich fatale Folgen hat. Flanke Schultze – Kopfball Mahmut Yildiz und schon war der Fisch an der Angel, die Katze im Sack, der Drops gelutscht (53.)!
Letzte Zweifler stellte schließlich Kaya mit seinem zweiten Streich stumm (64.), sodass die letzten 25 Minuten ein Schaulaufen für den designierten Staffelmeister darstellten.
Den Endstand von 4:0 besorgte schlussendlich wieder Kaya vom Punkt, nachdem erneut Raschke seinen Körper in unerlaubtem Maße einsetzte (81.). Den berechtigten Strafstoßpfiff gab es indes auf die Initiative des aufmerksamen Gerhard Neumann von der Linie – so geht Gespannsarbeit!
Der FSV Harburg-Rönneburg muss damit weiter gegen den Abstieg in die Kreisklasse anarbeiten, doch fünf Punkte auf die Reserve des Harburger SC und dazu das bessere Torverhältnis sollten ins Ziel zu retten sein.
Bei Welat offenbarte sich derweil Freude pur über den vorzeitigen Aufstieg, denn der Rückstand von sieben Punkten ist für die Zweitvertretung des BSV Buxtehude in zwei Partien nicht mehr aufzuholen. Entsprechend groß war der Jubel beim Team, das sich nach getaner Arbeit erstmal ein Drei-Gänge-Menü in einem Restaurant in Wilhelmsburg gönnte. Mit der gezeigten Disziplin in den Bereichen Taktik und Betragen, sowie dem hohen technischen Niveau braucht Theodore Ficis Mannschaft die Bezirksliga keineswegs fürchten.

FC Kurdistan Welat: Koc – Kandil (82. K.A.), Yayan, Tural, Cicek – S. Bingöl, Schultze – Y. Yildiz, M. Yildiz (62. E. Özalp), Bilenler (50. Aytekin) – Kaya, Trainer: Theodore Fici

FSV Harburg-Rönneburg: Raether – Winkler, Raschke, Johannssen – Sousa Pereira, Werner – Gojkovic (76. Akyol), Jeske, Leitner – Bendt, Görlitz, Trainer: Helmut Ravens

Tore: 1:0 Kaya (45.2, Strafstoßtor, Raschke an Schultze), 2:0 M. Yildiz (53. Schultze), 3:0 Kaya (64. M. Yildiz), 4:0 Kaya (81., Strafstoßtor, Raschke an Y. Yildiz)

Schiedsrichter: Rainer Sierk (FC Union Tornesch, Note 1: außerordentlich starke Gespannsleistung)

Zuschauer: 90

Samstag, 3. Mai 2014

Spielbericht HEBC 1.C - WTSV Concordia 2.C

Zwei unterschiedliche Halbzeiten
Fagins Halbzeitpredigt leitet wichtigen HEBC-Heimsieg ein

Was für ein nervenaufreibender Nachmittag am Reinmüller! Dank eines knappen 2:1-Erfolgs im Spitzenspiel gegen die C2 des WTSV Concordia haben die ersten 2000er des HEBC gute Karten im Regionalliga-Aufstiegskampf.
Und das, obwohl Abschnitt Nummer eins absolut nicht nach Wunsch verlaufen war, waren es die Gäste, die zunächst die Musik machten und dabei zu einigen kleineren Gelegenheiten kamen. Doch weder ein undurchsichtiges Pingpong-Spiel zwischen dem auffälligen Gideon Döhling und dem nicht ganz sicheren HEBC-Schlussmann Beck Hannemann (1.), noch weitere Strafraummomente führten zum verdienten 0:1 gegen einen stark verunsicherten Gegner, sodass Lila-weiß mit dem torlosen Pausenstand bestens bedient war.
Grund genug für Trainer Marco Fagin, seinen Schützlingen ordentlich den Marsch zu blasen: „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie sich endlich wehren und sich mehr um spielerische Lösungen bemühen sollen“, erklärte der Übungsleiter den Inhalt seiner flammenden Halbzeitpredigt, die auch schnell fruchtete.
So führte der erste richtig gut gespielte Angriff über Finn Johannes Krüger und David Philipp gleich zum 1:0 durch einen extrem coolen Abschluss von Emile Cordasev (40.). Bitter für Concordia, das jetzt seinerseits in Nervosität versank und offensiv kaum noch stattfand. Zudem hatte man noch mit einem immer mehr schwächelnden Schiedsrichter zu kämpfen, während die Fagin-Elf immer besser ins Rollen kam: „Wir haben sehr diszipliniert Fußball gespielt – das hat mir sehr gut gefallen!“, wusste der Coach sein Team nach dem Spiel zu loben. Tatsächlich erarbeiteten sie sich nun diverse Chancen, von denen Blerim Qestaj eine direkt vor dem Kasten noch unglücklich vergeigte (54.), keine 60 Sekunden später jedoch sicher per Linksschuss aus 21 Metern eine willensstarke Vorarbeit Piet Jalass´ vergoldete (55.).
HEBC drängte auf die vorzeitige Entscheidung, doch weil Cordasev das Ziel trotz freier Bahn haarscharf verfehlte und die Gäste quasi im Gegenzug nach einem Eckball durch Bennet Peter und einem Segelkopfball Randy Gyamenahs auf 1:2 verkürzten (60.), wurden die verbliebenen zehn Minuten noch einmal zur nervlichen Zerreisprobe für alle Beteiligten.
Auch ein guter Distanzversuch von Philipp, dessen Formkurve sinnbildlich für die gesamte Mannschaft in diesem Match stand, konnte daran nichts ändern, klatschte das Leder nur an den Außenpfosten.
Den Siegerapplaus holte sich der HEBC dennoch ab, nachdem der knappe Heimsieg über die Ziellinie gerettet war. Für Fagin „aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit ein Verdienter.“. Und das, obwohl man mit Concordia einen „Monstergegner“ mit „sehr guter Körperlichkeit“ vor der Flinte hatte. Einzig die Chancenverwertung stieß dem 40-Jährigen nicht ganz positiv auf: „Bevor Concordia das Tor macht, können wir schon 5:0 führen.“.
Im Tableau der der U14-Oberliga ist indes alles möglich – auch in Sachen Regionalligaaufstieg, was dem zukünftigen Trainer der ersten Herren des Traditionsvereins natürlich nicht verborgen geblieben ist: „Wir haben die Chance, also wollen wir sie nutzen. Das erste Ziel war der Klassenerhalt – das haben wir nun geschafft. Jetzt schauen wir einfach, was noch so geht.“.
Ein Hinweis darauf, ob das Streben nach Höherem am Reinmüller angebracht ist, wird das Gastspiel am kommenden Wochenende beim schier übermächtigen FC St. Pauli geben.

HEBC 1.C: Hannemann – Butenschön, Lühr, Mierow, Jalass – Knüppel, Qestaj – Krüger, Philipp, Albrecht – Cordasev, Trainer: Marco Fagin

Concordia Hamburg 2.C: Grabener – Haucap, Gyamenah, Makolli, Peter – Minkowitsch, Gezer – Izairi, Akdogan (59.
Deniz), Moussavi – Döhling, Trainer: Marius Nitsch & Julian Madsen

Tore: 1:0 Cordasev (40.
Philipp), 2:0 Qestaj (55. Jalass), 2:1 Gyamenah (60. Peter)

gelbe Karten: keine – Moussavi, Döhling, Izairi

Zeitstrafen: Moussavi (51., wiederholtes Foulspiel), Döhling (56., Unsportlichkeit)

Schiedsrichter: Soheil Abassi (Eintracht Norderstedt)

Zuschauer: 50

 

Spielbericht SC Victoria Hamburg 3.C - SV Eidelstedt 2.C

Vicky ohne Probleme
Überlegenes 5:0 gegen überforderten SV Eidelstedt

Klar und deutlich mit 5:0 prügelte die C3 des SC Victoria den Widersacher aus Eidelstedt von der eigenen Anlage.
Dabei war der Nabaoui-Elf sofort anzumerken, dass sie nach dem 2:4 beim Niendorfer TSV den Bock schnell wieder umstoßen wollte. Ein Unterfangen, das bereits nach acht Minuten unter einem sehr guten Stern stand, schloss Elija Sinemus einen guten Angriff über Lukas Schmich und Henrique Grebe Pinhao sicher zum 1:0 aus überschaubarer Distanz ab.
Doch die Gäste, mit nur einem Auswechselspieler ausgestattet, wollten sich hier nicht kampflos ergeben. So kamen auch sie in der ersten Hälfte zu der einen oder anderen Offensivaktion, doch wirkliche Torgefahr strahlte nur eine abgerutschte Flanke von Emre Uyar, an den Pfosten, aus (22.).
Viel gefährlicher wurde es dagegen auf der anderen Seite, als Schlussmann Almeida Oliveira erst ein Möller-Geschoss an den Außenpfosten prallen sah (26.) und ein solches kurz darauf selbst mit dem Fuß entschärfen musste (30.). Nur einen Wimpernschlag danach war das Glück des Fängers allerdings aufgebraucht, war für ihn gegen einen tollen Kopfball von Levent Heins, nach kurz ausgeführter Ecke, kein Kraut gewachsen – 2:0 (31.)!
Kaum aus der Kabine zurückgekommen, machten die Gastgeber in den zweiten 35 Minuten genau dort weiter, wo sie vor dem Halbzeitpfiff aufhörten und mit zunehmender Spieldauer lieferte ihnen der SVE auch immer mehr Räume dazu, wie beim 3:0, als Sefer Möller zunächst ungehindert bis zur Grundlinie durchlaufen konnte, um dann den mitgelaufenen Elijah Sinemus zu bedienen (43.).
Einfaches Spiel also für den SCV, der einzig der Mangel am konsequenten Ausnutzen des vorhandenen Raumes vorzuwerfen war. Für eine Doppelchance von Semir Demirovic und erneut Sinemus (47.), sowie die Treffer zum 4:0 und 5:0 durch Schmich (55.) und Heins (58.) reichte es aber dennoch.
Damit bliebt Vicky in Schlagdistanz zum Führungstrio der U14-Landesliga, während man in Eidelstedt nach zuvor zwei Siegen in Serie den Blick wieder nach unten richten muss.

SC Victoria Hamburg 3.C: Quass – Heins, Stolze, Kovacic, Ohmenzetter – Momm, Schmich – Grebe Pinhao, Puljic, Sinemus – Gries, eingewechselt: Baysan, Möller, Kreisl, Demirovic, Trainer: Phil Nabaoui

SV Eidelstedt 2.C: Oliveira Almeida – Koc, Yasar, Dinc, Holtzmann – Shala, Abdul – Anojhan, Boukai, Uyar – k.A., eingewechselt: k.A., Trainer: k.A.

Tore: 1:0 Sinemus (8. Grebe Pinhao), 2:0 Heins (31. Kovacic), 3:0 Sinemus (43. Möller), 4:0 Heins (55. Kovacic), 5:0 Schmich (58. Grebe Pinhao)

Schiedsrichter: Michael Hartmann (TSV Stellingen 88, Note 1,5: unauffälliger Leiter mit stimmiger Zweikampfbewertung.)

Zuschauer: 25

Spielbericht SC Victoria Hamburg 1.C - Eisenbahn Hamburg 1.C

Andric-Rakete bringt Vicky auf die Siegerstraße
Einwechselspieler führt SC Victoria-U15 zu verdientem Kampfsieg

Dank eines hart erkämpften 2:0-Sieges auf eigener Anlage kann die C1 des SC Victoria im Abstiegskampf der U15-Verbandsliga wieder aufatmen.
Gegen eine auf ganzer Linie enttäuschende Mannschaft des ETSV Hamburg reichte dabei eine spielerisch wenig ansprechende Leistung zum dreifachen Punktgewinn.
Nach einer Doppelchance für Rene Pettig und Luca Wittiber (Pettig scheiterte im Duell mit ETSV-Schlussmann Gemballa, woraufhin Wittiber den Nachschuss an den Posten setzte, 31.) und einem, von Nebojsa Brkic auf der Linie geklärten Schiller-Versuch (50.) war es der eingewechselte Marijan Andric, der seine Farben mit einem Distanzkracher aus 26 Metern volley in den siebten Himmel schoss.
Ein Tor, das sich Blau-gelb verdient hatte, agierte man mit deutlich mehr Herz, als der pomadige Widersacher vom Mittleren Landweg.
Umso weniger überraschend war es, dass Vicky bis zum Ende versuchte, den zweiten Treffer nachzulegen, was bei Andric´ Kopfball, nach guter Wittiber-Ecke, noch hauchdünn misslang (66.), dafür aber per Konter durch Falk Schiller, drei Minuten vor Ultimo, nachgeholt werden konnte, sodass der überzeugende Kenzo Junge und seine Kollegen nun mit deutlich besseren Karten im Kampf um den Ligaverbleib dastehen.

SC Victoria Hamburg 1.C: Becker – Müller, Houphouet, Murphy, Asante – Pannwitt, Junge (51. Andric) – Wittiber, Nouira (26. Charrad / 44. Nouira / 70. Venturino)  – Pettig (30. Trujillo Restrepo / 60. Schiller), Schiller (56. Pettig / 65. Junge), Trainer: Shaher Shehadeh

ETSV Hamburg 1.C: Gemballa – Drobik (43. Wullenweber), Brkic, Faez, Kießlich – Baur, Czech – Ebrahimi (64. Drobik), Schander, Löffler – Michailoglou (60. Segura Tewes), Trainer: Christian Dwenger

Tore: 1:0 Andric (53.), 2:0 Schiller (67.)

gelbe Karten: Andric – keine

Schiedsrichter: Peter Weidmann (GW Eimsbüttel, Note 2)

Zuschauer: 35