Sonntag, 9. November 2014

Spielbericht Altona 93 3. Frauen - Walddörfer SV 3. Frauen

Hel(l)din lässt Altona 93 weiter marschieren
Rekordverdächtige Serie für Ü30-Frauen von Altona 93

Sie siegen, siegen und siegen... Während die ersten Herren des Traditionsclubs Altona 93 im Mittelfeld der Oberligatabelle herumdümpelt, eilen die dritten Frauen von Erfolg zu Erfolg. Auch der Walddörfer SV konnte daran trotz 1:0-Führung nichts ändern. Fadéla Ould Aklouche war es, die nach einem unfreiwillig verlängerten Ball aus der eigenen Hälfte goldrichtig stand, um ihre Farben per Rechtsschuss in den nur kurzen Genuss einer Führung zu bringen, glich Spielführerin Tanja Hell mit etwas Hilfe des Pfostens und des Rückens von WSV-Schlussfrau Christian Frahm verdientermaßen zügig aus. Kurz darauf hätte Svetlana Kalnina den Spieß sogar ganz umdrehen können, doch der Pfosten war es, der sich ihrem Versuch, im Anschluss an einen feinen Spielzug, entscheidend in den Weg stellte (33.).
Auf der anderen Seite mussten die Gastgeberinnen nach der Pause eine böse Überraschung verkraften, als Ould Aklouche erst ein feines Solo präsentierte und danach auch noch erfolfreich Ping-Pong mit der AFC-Defensive spielte. 1:2, doch wieder fanden Talke Illmann und Co die passende Antwort, landete ein langer Ball von genau dieser bei Hell, woraufhin sie sich willensstark durchsetzte, um das Leder mit links zum erneuen Ausgleich einzuschieben. Doch das war noch nicht das Ende der Fahnenstange der Hel(l)din des Tages, pfefferte sie das Spielgerät nach einem weitergeleiteten Einwurf sogar noch einmal in die Maschen, sodass am Ende tatsächlich ein hart erkämpfter 3:2-Heimsieg für Weiß-schwarz-rot zu Buche steht. Dementsprechend selbstbewusst kann der AFC nun am kommenden Wochenende ins anstehende Derby bei Union 03 gehen.

Altona 93 3. Frauen: Ehmke – Kalnina, Kagelmann, Rokitta – Illmann – Hell, Hohlfeld, eingewechselt: Bumann, Gerold, Roberts,Trainer: Jan-Hinrich Lübben

Walddörfer SV 3. Frauen: Frahm – Brandes, Weinschenk, Böhlhoff – Rouwe – Mahlke, Ould Aklouche, eingewechselt: Rutzen, Post, Stöcker, Trainer: Marc Fischer

Tore: 0:1 Ould Akluche (28. Böhlhoff), 1:1 Hell (31.), 1:2 Ould Aklouche (48.), 2:2 Hell (50. Illmann), 3:2 Hell (72. Roberts)

Schiedsrichter: Just Moting (Note 3)

Zuschauer: 20

Samstag, 8. November 2014

Spielbericht FTSV Komet Blankenese 2. Frauen - SC Sternschanze 2. Frauen

„Wilde Bälle“ bringen Komet ins Spiel
Unerwartet hoher Heimsieg für die Dockenhuden-Elf

Komet Blankeneses zweiten Frauen ist in der Frauen-Kreisliga ein kleines Kunststück gelungen: Ein Kantersieg gegen die Vertretung des SC Sternschanze, die immerhin mit der viertbesten Abwehr der Liga anreiste.
Dabei war dies zunächst überhaupt nicht zu vermuten, legten die Gäste durch Amani Mohtaseb einen wahren Blitzstart hin, netzte sie nach einem langen Magulski-Freistoß sicher ein (2.).
Wirkliche Sicherheit brachte dies den Schanzerinnen aber nicht. „Wir waren viel zu nervös, haben sehr viele wilde Bälle gespielt“, analysierte Trainerin Annegret Köntges nach der Partie. Tatsächlich fehlte es den Gästen komplett am konstruktiven Spielaufbau, was den Widersacher Stück für Stück mehr Selbstvertrauen und Spielanteile gab. Rabea Friedrichs Ausgleichstreffer, nachdem Marie-Louise Schulz gut in die Schnittstelle spielte, ging daher absolut in Ordnung (23.).
Begünstigt durch einen der vielen „wilden Bälle“, kam das Team in Braun nach einer halben Stunde sogar zum 2:1, als Malin John schnell schaltete und Lara Timm mustergültig bediente (31.).
Mit neuem Mut aus der Pause gekommen, wollten Kathinka Coerdt und Co den Bock wieder zu ihren Gunsten umstoßen, doch der berühmte Schuss ging dabei nach hinten los, eröffnete Timm den Torreigen mit dem 3:1 auf der anderen Seite (49.).
Kurz darauf machte Katharina Krüger mit einem indirekten Freistoß (Neu-Schlussfrau Hannah Benecke nahm einen Ball auf, den Mascha Weihe laut Schiedsrichtermeinung kontrolliert zurückspielte), links oben die Maschen, vorzeitig alles klar (52.).
Fast eine halbe Stunde lang hielt Blau-rot daraufhin zumindest hinten dicht, bis Timm erst im Strafraumgewühl und schließlich per Abstauber nach einer unglücklichen Torwartaktion des juvenilen Neuzugangs ihre Tagestreffer drei und vier zum Endstand von 6:1 beisteuerte (78. & 80.).
Am kommenden Wochenende haben die Kometinnen indes die Möglichkeit, sich mit einem Sieg beim Spitzenreiter aus Groß-Flottbek wieder eine realistische Aufstiegschance zu erspielen, während der SCS erneut reisen muss: Nach Harksheide.

SC Sternschanze 2. Frauen: Benecke – Winzen (46. Riesner), Weihe, Stutte, Einfeldt – Magulski, Coerdt – Tiedje, von Düsterlho, Rieser (27. Bröskamp / 75. Winzen) – Mohtaseb, Trainerin: Annegret Köntges

Tore: 0:1 Mohtaseb (2. Magulski), 1:1 Friedrich (23. Schulz), 2:1 Timm (31. John), 3:1 Timm (49.), 4:1 Krüger (52., indirekter Freistoß), 5:1 Timm (78. Reincke), 6:1 Timm (80. Antelmann)

Schiedsrichter: Torsten Mahnhardt (FTSV Komet Blankenese, ersatzweise)

Zuschauer: 10

Spielbericht SC Sternschanze 1.B-Mädchen - FTSV Altenwerder 1.B-Mädchen 7er

SCS trotz Passivität im Viertelfinale
Schlechteste Saisonleistung und trotzdem gewonnen

Ja, sie können tatsächlich noch gewinnen!
Durch ein knappes 3:2 auf eigener Anlage haben die B-Mädchen des SC Sternschanze das Viertelfinale des Oddsetpokals der B-Mädchen erreicht. Und das, obwohl die etwas 30 Zuschauer an der Sternschanze einen Auftritt der Gastgeberinnen zu sehen bekamen, wie man ihn in seiner geringen Qualität schon lange nicht mehr gesehen hat.
Das Spiel fand nämlich fast ausschließlich in der Hälfte des SCS statt, woraus die 7er-Feld-Spezialistinnen aus Altenwerder auf ihrem vertrauten Terrain allerdings keinen Profit schlagen konnten. So vergeigte die eingewechselte Alexandra Sandu gleich zweimal allein vor dem Tor, indem sie im ersten Anlauf an der überragenden Lisa Wiedemann hängen blieb (39.), um das Ziel im zweiten Versuch um Haaresbreite zu verfehlen (40.).
Fünf Minuten nach der Pause dann das verdiente 0:1, als die passiven Schanzerinnen wieder einmal nur zuschauten und Kapitänin Vanessa Schuster einen zweiten Ball (zuvor klärte Wiedemann vor Miriam Busch) sicher versenkte.
Plötzlich aber herrschte Stille… ein verwundertes Staunen… Kaum hatte sich Marlene Laasch im Zentrum im Stile einer Abrissbirne durchgesetzt, stand es schon 1:1. Es geht doch! Aber nicht lange, denn ansonsten kamen hier weiter nur die Gäste zu Torchancen, wie Maya Lange, die jedoch zum wiederholten Male an Wiedemann scheiterte (54.).
Die gerechtfertigte Belohnung folgte aber dennoch, vollendete Busch einen simplen Angriff über drei Stationen unbehelligt vor dem Tor zum 1:2 (55.).
Mit jeder überstandenen Minute wurde der Pokaltraum für das Team in Rot realistischer, doch einer Viertelstunde vor Ultimo mischte Leah Schüller die Karten nach Zuspiel Laasch wieder neu – der Ausgleich!
Eine ernsthafte Schlussoffensive hatte der Favorit aber dennoch nicht zu bieten. Stattdessen musste ein langer Abschlag vom eigenen Tor herhalten, um Emily Ludwig in eine Schussposition zu bringen, die sie in Form des 3.2 zu nutzen wusste (76.).
Spätestens jetzt war doch der große Anlass für ein sportlich sicheres Auftreten des SC Sternschanze gegeben. Was aber in den letzten Atemzügen der Partie folgte, war mehr oder weniger ein Betteln um den späten Ausgleich, den V. Schuster in der Schlussminute gar auf dem Fuß hatte, doch nachdem sie frei vor dem Kasten daneben zielte, war die Katze im Sack und das Los „SC Sternschanze 1.B-Mädchen“ im Lostopf für das Viertelfinale. Auch, wenn niemand so wirklich weiß, warum…

SC Sternschanze 1. B-Mädchen: Wiedemann – Sternsdorff , Fiedler – Laasch – Ludwig (21. Funke / 47. Ludwig), M. Ilicic (30. I. Ilicic / 47. Schüller / 70. M. Ilicic) – Schüller (41. Menke / 67. Funke(, Trainerin: Lina Charlotte Gaßner

Tore: 0:1 V. Schuster (45. Busch), 1:1 Laasch (48.), 1:2 Busch (55. Lange), 2:2 Schüller (66. Laasch), 3:2 Ludwig (76. Wiedemann)

Schiedsrichter: Safet Rakita (SV West-Eimsbüttel, Note 4,5)

Zuschauer: 30

Sonntag, 2. November 2014

Spielbericht Farmsener TV 1.B-Mädchen - SC Sternschanze 1.B-Mädchen

FTV gewinnt „Grandschlacht“ von Farmsen
Hart erkämpfter erster Punktspielsieg der Saison

Mit einem Kraftakt erkämpften sich die B-Juniorinnen des Farmsener TV ihren ersten Saisonsieg in der der B-Mädchen-Kreisklasse.
Es war ein überraschend hartes Unterfangen gegen einen Tabellenletzten, der personell arg gebeutelt, mit extrem defensiver Ausrichtung, einem 4-1-1-1, in die Trickkiste griff und es den Gastgeberinnen damit äußerst schwierig machte.
So kreierten die weitgehend ideenlosen Farmsenerinnen mit ihren langen Bällen kaum eigene Torchancen, während den couragierten Schanzerinnen inden ebenfalls der letzte Offensivspirit fehlte. So war ein Schüsschen von Marla Schlüter in die Arme der Torsteherin die einzige nennenswerte Offensivaktion der Gäste im ersten Abschnitt (22.).
Auf der anderen Seite führte derweil an überhastetes Abspiel der sonst gewohnt starken Lisa Wiedemann in die Füße der Gegnerin zum 1:0 durch Paula Sophie Stöterau, welchem wenig später fast das 2:0 folgte, doch konnte Dana Sophie Berkhan noch weit genug nach außen abgedrängt werden, sodass Emma Fiedler die Zeit für eine Rettungstat auf der Linie bekam (31.).
Nachdem beim SCS Lea Lützen (Schwindel) und Elsa Brockmann (Bluterguss am großen Zeh) vorzeitig die Segel streichen und mit der eingewechselten Meret Aye nur eine zusätzliche Spielerin zur Verfügung stand, musste das Team, bei dem es in der Pause zwischen den Schlüter-Zwillingen auch noch verbal knallte, eine komplette Halbzeit in Unterzahl bestreiten. Dem Willen tat dies jedoch keinen Abbruch, schenkte man den Widersacherinnen weiterhin kaum nutzbaren Raum in einem hoch emotionalen Fight, der mit insgesamt fünf verletzten (u.a. Torschützin Stöterau) und diversen angeschlagenen und entkräfteten Spielerinnen endete. Seinen Höhepunkt nahm diese „Schlacht vom Berner Heerweg“ in der 68. Minute, als sich Marlene Laasch etwas sehr rustikal aus dem Klammergriff von Gegenspielerin Liska Oncken zu befreien versuchte. „Ab jetzt Vollgas! Ihr wisst, was das heißt!“, fachte FTV-Coach Dröse das Geschehen weiter an.
Auch die Damen aus Zentral-Hamburg probierten mit einer riskanteren Formation noch einmal alles – ohne den erhofften Effekt, rettete der FTV den knappen Sieg über die Ziellinie.

SC Sternschanze 1.B-Mädchen: Wiedemann – Funke, L. Schlüter, Sternsdorff, Fiedler – M. Schlüter, Laasch, Arntzen, Brockmann – Lützen (34. Aye) – Schüller, Trainer: Björn Meyer

Tore: 1:0 Stöterau (27.)

Schiedsrichter: Andre Fernandes Mendes (Meiendorfer SV, Note 4,5: trotz ruhigem Auftreten mit einigen, meist kleinen, Fehlern bei Einwurf- und Abseitsentscheidungen, hätte Laasch (versuchte Tätlichkeit) und Oncken (Trikotziehen) des Feldes verweisen beziehungsweise verwarnen müssen (68.), ebenso wäre für M. Schlüters Einsteigen an D. Dröse die gelbe Karte angebracht gewesen (70.).

Zuschauer: 35

besonderes Vorkommnis: Da nach den verletzungsbedingten Ausscheiden von Lea Lützen und Elsa Brockmann keine weiteren Auswechselspielerinnen zur Verfügung standen, setzten die B-Mädchen des SC Sternschanze die Partie zu zehnt fort (39.).

Spielbericht SC Hansa 11 III - VfL 93 Hamburg

Kaum zu knacken!
Bissiges Hansa 11 III erkämpft sich unerwarteten Heimpunkt

Der Sonntagsausflug an die Feldstraße endete für den erstarkten VfL 93 mit einer Enttäuschung, musste man am Ende ein sparsames 1:1 gegen Kellerkind Hansa 11 III hinnehmen. Eine Punkteteilung, die insgesamt absolut in Ordnung ging. Das Heimteam machte die wenigen Räume auf dem engen Geläuf geschickt zu und verstrickte den Gegner in eine Vielzahl von Zweikämpfen, während die Borgwegler wenig Kreativität im Spiel nach vorne offenbarten.
Immer wieder versuchten sie es mit hohen Bällen auf ihren Ausnahmekönner Schahab Sarlak, der an diesem Tag jedoch glücklos agierte. So hatte er gleich zweimal das Nachsehen im Duell mit Hansa-Schlussmann Sebastian Herrmann, scheiterte er in der Anfangsphase an genau diesem (5.), um kurz vor der Pause in dessen Angesicht knapp drüber zu zielen (45.).
Den winterhuder Super-GAU gab es quasi mit dem Wiederanpfiff, als diesem Sekunden später das 1:0 durch einen unbehelligten 20-Meter-Schuss von Benjamin Langelage folgte. „Mir war klar: Der muss jetzt sitzen – mehr Chancen kriege ich heute nicht!“, berichtete der Torschütze, der bereits im Vorjahr doppelt gegen Grün-schwarz traf. „Wir wussten, dass es unsere einzige Chance ist, aggressiv aufzutreten, um den Gegner zu verunsichern. Das ist schließlich das, was wir können“, erläuterte Langelage neben seiner Bude auch die hanseatische Herangehensweise.
Dieses aggressive Auftreten, das nicht immer im Rahmen des Legalen blieb und den reichlich unsouveränen Hakan Yalcin an der Pfeife stets auf Trab hielt, machte es dem VfL tatsächlich recht schwierig.
Immerhin konnte Tobias Knopp nach gut einer Stunde ausgleichen, indem er im Strafraumgewühl aus 13 Metern die Nerven behielt (59.). Doch erst in der Schlussphase schafften es die Gäste, erneut gefährlich vor das gegnerische Tor, versuchte sich Nils Schulte aus zehn Metern, um dabei am guten Herrmann zu scheitern, was dem 29-jährigen Fänger samt Kollegen den verdienten zehnten Saisonpunkt einbrachte. Auch, wenn Sinan Buluts Ausraster gegen VfL-Schlussmann Timo Böge in der Schlussminute für Unmut, auch auf eigener Seite, sorgte: „Es tut mir leid, dass ich so dämliche Mitspieler habe!“, bat Hansas Jan Pertiller, der nach Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stand, um Verzeihung. Said Farhadi, Trainer des VfL 93, hatte dagegen lobende Worte für die Hanseaten übrig: „Ich hätte nicht gedacht, dass sie so gut im Raum verteidigen. Das hat uns heute vor große Probleme gestellt“, analysierte der Übungsleiter abschließend.

SC Hansa 11 III: Herrmann – Bulut, Isik, Taschenbrecker, Moritz – Efe (61. Haasen), Preßentin (84. Pertiller) – Pertiller (70. Efe), Mackeprang, Özcan – Langelage, Spielertrainer: Erkan Efe

VfL 93 Hamburg: T. Böge – Marten, Wentzel, D. Frey, Wigger (78. Kuhse) – Schulte, Alpheus (70. Krupp) – Kuhse (46. Khoshgouy), Knopp, Kostka – Sarlak, Trainer: Said Farhadi

Tore: 1:0 Langelage (46.), 1:1 Knopp (59. Alpheus)

gelbe Karten: Mackeprang, Bulut – Marten, Knopp

Schiedsrichter: Hakan Yalcin (Bahrenfelder SV 19, Note 5: mit diversen konfusen Entscheidungen bei der Bewertung von Zweikämpfen, verpasste es, dem Spiel durch Konsequenz etwas Schärfe zu nehmen, wie Buluts „Drohlauf“ gegen T. Böge (90.))

Zuschauer: 30
 

Samstag, 1. November 2014

Spielbericht BSV 19 / HEBC Ü30-Frauen - SC Sternschanze Ü30-Frauen

SCS: Meisterschaft knapp verpasst
3:0 im Fernduell am Ende zu wenig für den Titel

Acht Tore haben am Ende gefehlt, und der Staffelmeister dieses Halbjahres in der Ü30-Frauen Sonderklasse hieße SC Sternschanze. Dass es so weit nicht kam, war vielleicht zwei Faktoren zu „verdanken“, einigte man sich im letzten Punktspiel mit dem unterbesetzten Gegner darauf, das Match mit sechs gegen sechs spielen zu lassen und stellte sich ebendieser Gegner, der im Hinspiel noch eine heftige 1:8-Schlappe zu verkraften hatte, mit viel Kraft und Geschick gegen die drohende Niederlage, sodass es mit einem Zwischenresultat von 0:0 in die Halbzeit ging.
Zugegeben, kam es trotzdem zu einem Strauß an besten Torgelegenheiten, doch wollte das Leder, wie zum Beispiel bei Julia Elkays Alu-Treffern (10. & 26.), einfach nicht über die Linie rollen.
Erst in der 64. Minute, als Laura Prill und Julia Elkay bestens vorarbeiteten, sodass Wiebke Kahl aus kürzester Distanz nur noch einzuschieben brauchte, war der Bann gebrochen und eine Steilvorlage für die Mädels des FC St. Pauli im zeitversetzten Fernduell um die Staffelmeisterschaft geschaffen.
Allerdings fiel diese mit einem Vorsprung von zwei Toren nicht besonders hoch aus, was an weiteren vergebenen Chancen lag, während immerhin ein abgefälschter Elkay-Versuch (67.) und ein gut herausgespielter Treffer von Wienke Lange (71.) noch für Zählbares sorgten.
Da sich St. Pauli gegen das Schlusslicht ETV mit einem satten 11:1 aber nicht lumpen ließ, bleibt den Schanzerinnen nach einem dennoch erfolgreichen Halbjahr letztlich „nur“ die Vizehalbjahresmeisterschaft der hamburger Ü30-Frauen.

Bahrenfelder SV 19 / HEBC Ü30-Frauen: Rump – Luckey, Starke, Mix – Ting, Jacobsen, eingewechselt: Bruchhaus, Trainerin: Wiebke Hanke (i.V.)

SC Sternschanze Ü30-Frauen: Beyer – Grunwaldt, Gholamalizadeh, Zimmermann – Elkay, Kahl, eingewechselt: Gröhne, Lange, Prill, Spielertrainerin: Lina Gholoamalizadeh

Tore: 0:1 Kahl (64. Elkay), 0:2 Elkay (67.), 0:3 Lange (71. Kahl)

Schiedsrichter: Patrick Möller (Bahrenfelder SV 19, ersatzweise)

Zuschauer: 2

Freitag, 31. Oktober 2014

Spielbericht VfL Hammonia III - HSV Barmbek-Uhlenhorst IV

Hammonia stürzt den Spitzenreiter
Überraschendes 2:2 bestätigt Aufwärtstrend

So langsam kommt die neue dritte Herren des VfL Hammonia immer besser in Schwung. Zwar langte es auch im siebten Anlauf nicht zum ersten Sieg, doch nach dem 4:4 beim SV Osdorfer Born und diesem starken 2:2 gegen den Ligaprimus von der Sporanlage Langenfort kann man durchaus behaupten, dass der VfL in der Liga angekommen ist.
Mit einem erneut bunten Haufen aus Spielern der drei Herrenmannschaften hielt man die Zügel in diesem Match früh in den eigenen Händen, schädelte Daniel Jobmann eine mustergültige Lehsten-Flanke zum 1:0 nach nur 40 Sekunden in die Maschen. Ein echter Paukenschlag, dem schnell der nächste folgen sollte, knallte ein Freistoß von Hasan Yüksel aus 22 Metern lautstark an den BU-Pfosten (3.). Da benötigte der Tabellenführer erstmal ein paar Minuten zu einen Erholung, was ihnen gut tat. Stück für Stück fand man immer besser in die Begegnung, was nach einer halben Stunde den Ausgleich durch den hier äußerst dynamischen Patrick Seemann zur Folge hatte.
Ein zweites Erfolgserlebnis wäre ihnen sicher entgegen gekommen, doch scheiterte Ramon Topp in der Schlussphase des ersten Durchgangs am guten Körpereinsatz von Kevin Bejarano im des VfL Hammonia (37.). Ein Versäumnis, das der 29-Jährige kurz nach der Pause nachholen konnte, lochte er im Anschluss an eine gute Vorarbeit Timm Eckhoffs zum 1:2 ein (49.).
Wer jetzt aber erwartete, dass die Barmbeker ihre Führung im Stile einer Spitzenmannschaft nach Hause bringen, sollte sich getäuscht sehen, lauerte Yüksel bei einem Freistoß des eingewechselten Quang-Khai Ngo genau richtig am zweiten Pfosten, um aus kurzer Distanz den 2:2-Ausgleichstreffer zu besorgen (61.).
Es war der Endstand, mühte sich BU in der verbliebenen halben Stunde vergeblich um weitere Torraumszenen gegen einen leidenschaftlich verteidigenden Widersacher, was insgesamt auch nicht unverdient war.
Nebenbei verlor das Gästeteam durch dieses Remis die Poleposition in der Leistungsklasse HB 02 an die Viertvertretung des SC Alstertal/Langenhorn, während die Hammonen die rote Laterne an die „Fünfte“ des SC Teutonia 10 weiterreichten.

VfL Hammonia III: Bejarano – Lehsten, Fellenberg, Peters, Louati – E. Karpuz, Yüksel – Borek, Jobmann, Charvoz – Kalayci, eingewechselt: Ngo, Gurung, Zencir, Trainer: Julian Höger

HSV Barmbek-Uhlenhorst IV: Dölling – Ehlers, Priano, Ullrich, Eckhoff – Menke, Pietsch – Topp, Mein, Sielas – Seemann, eingewechselt: Lüders, Fleischer, Woortmann, Bräuniger De Araujo Barros, Trainer: Patrick Brandt

Tore: 1:0 Jobmann (1. Lehsten), 1:1 Seemann (30. Sielas), 1:2 Topp (49. Eckhoff), 2:2 Yüksel (61. Ngo)

Schiedsrichter: Henrik Marcel Tie (TSG Bergedorf, Note 2)

Zuschauer: 20

 

Sonntag, 26. Oktober 2014

Spielbericht SC Sternschanze V - Ahrensburger TSV III

„Alte Herren“ ringen ATSV nieder
Cleverer SC Sternschanze schlägt ideenlose Ahrensburger

Ist da etwa wer dabei, aus seiner Anlage eine Festung zu machen? Durch einen überraschenden, aber umso verdienteren 2:1-Erfolg gegen die Elf des Ahrensburger TSV konnten sich die fünften Herren des SC Sternschanze etwas Luft im Tabellenkeller der Leistungsklasse HB 03 verschaffen und dadurch gleichzeitig den zweiten Heimsieg in Folge einfahren.
Und das mit vollster Berechtigung, machte die betagte Heimmannschaft, deren Akteure übrigens alle bereits für die alte Herren spielen könnten, sofort Druck in Richtung des Ahrensburger Gehäuses.
Den ersten gefährlichen Beweis dafür lieferte Florian Bieganski, als er sich im Anschluss an einen Eckball sicher im Strafraum drehte und abzog, sodass Jean-Pierre Spring auf der Linie alles in die Waagschale werfen musste, um das frühe 1:0 nach nur zwei Minuten zu verhindern.
Auch in der folgenden Zeit kamen ausschließlich die Hausherren zu gescheiten Offensivszenen, doch das Leder wollte irgendwie einfach nicht ins Tor. So änderten auch ein Lerz-Schuss, knapp über die Kiste (32.), und ein Heber vom eingewechselten Alexander Waten, zwar am herausstürzenden Jan-Andre Mohr, aber auch am Tor vorbei (38.), nichts am torlosen Pausenstand, der nach dem Wechsel schließlich doch durch die angemessene Führung des SCS abgelöst wurde, nutzte Oliver Heinsen das Durcheinander in der Defensive der Stormarner, indem er die Kugel per Rechtsschuss aus 23 Metern im Netz zappeln ließ (52.).
Kein Beinbruch für den ATSV, weiß man um die altersbedingten Konditionsdefizite des Gegners, die diesmal aber kaum zu sehen waren, setzte man die unzähligen Auswechslungen, die im unterren Herrenbereich ja bekanntlich möglich sind, stets zu den richtigen Zeitpunkten und brachten die Gäste viel zu selten derart Konstruktives zustande, wie einen Zerrath-Kopfball, der aus acht Metern über den Quader flog (59.).
Stattdessen erhöhte das Team in Weiß eine Viertelstunde vor dem Ende auf 2:0, landete ein langer Ball aus der eigenen Hälfte genau bei Marcus Lerz, sodass dieser per Kopf auf Heinsen weiterleiten konnte und dieser halblinks vor dem Ziel einschieben konnte (76.). Mit einer Art Schlussoffensive probierte die Gohlke-Elf noch einmal, das drohende Unheil abzuwenden, doch außer einem Freistoß, den Dennis Sailer mit etwas Hilfe des SCS-Schlussmannes aus dem linken Halbfeld in die rechte obere Ecke setzte (81.), gab es keine weiteren erwähnenswerten Szenen mehr, was Schanze nur allzu Recht war, bedeutete dies für sie den zweiten Saisonsieg.

SC Sternschanze V: Weber – Kipke – Zimmermann, Dorrestein, Dias – Renje, Bieganski, Saad, Häring – Heinsen, Heise, eingewechselt: Ebmeyer, Waten, Lerz, Spielertrainer: Gunnar Ebmeyer

Ahrensburger TSV III: Mohr – Bettge-Reddöhl, Armbrecht, Kewersum, Reiter – Spring, Heitmann – Deutsch (35. Priebe), Krasnici, Sailer – Zerrath, Trainer: Thorsten Gohlke

Tore: 1:0 Heinsen (52.), 2:0 Heinsen (76. Lerz), 2:1 Sailer (81. direkter Freistoß)

gelbe Karten: Heise, Heinsen - Bettge-Reddöhl

Schiedsrichter: Uwe Holthausen (SC Egenbüttel, Note 3)

Zuschauer: 30