St. Pauli schließt auf
Rote
Laterne der Frauen-Kreisliga West bald nicht mehr an der Feldstraße?
Wie schon im Hinspiel gab es im Nachbarschaftsduell einen 3:0-Erfolg für das
jeweilige Auswärtsteam zu verzeichnen – dieses Mal mit dem besseren Ende für
die zweiten Frauen des FC St. Pauli.
Und das, obwohl sich die Begegnung insgesamt recht ausgeglichen, sogar mit
leichten Tendenzen in Richtung Schanze bewegte.
Dennoch genügte ein defensiver Problemmoment, um das 0:1 heraufzubeschwören,
folgte auf ein versuchtes rettendes Eingreifen Filiz Günyars im eigenen
Sechzehner der berechtigte Pfiff: Strafstoß für Braun-weiß! Ein Fall für Imke
Schaffitzel, den die hoch aufgeschossene Torfrau in bester Butt-Manier souverän
löste (41.). „Wenn ich vier Jahre jüngere wäre, hätte ich den vielleicht
kriegen können“, haderte Annegret Köntges, die ob eines Personalengpasses von
der Trainerinnenbank ins Tor rotierte.
Von dort aus beobachtete sie auch im zweiten Abschnitt einen ordentlichen Vortrag
ihrer Vorderleute, denen der Ertrag dafür jedoch verweigert blieb. So verfehlte
Erste-Frauen-Leihgabe Julie Shiraishi aus 18 Metern (54.), ehe Yesim Dumans
Versuch noch auf der Linie geklärt werden konnte (65.). „Bis zum Strafraum
spielen wir es eigentlich ganz gut, aber gelegentlich fehlen uns dann die
Übersicht und der Blick für die Räume. Es ist halt immer mal so, dass wir dem
Tor nahe sind, aber scheitern daran, es zu schießen.“.
Wo Köntges die mangelnde Durchschlagskraft ihrer Elf bedauerte, präsentierten die
Gäste ein Musterbeispiel an Effizienz, führte die zweite ernsthafte
Strafraumszene glatt zum zweiten Tor, als Signe Jürgensen einen Freistoß von
der linken Seite gen zweiten Pfosten brachte, wo Franziska Gröll zwar nicht an
den Ball kam, aber alle um sich herum derartig verwirrte, dass das Leder
letztlich unberührt in die Maschen segelte (81.).
Die endgültige Entscheidung bereitete die 33-Jährige dann wenig später per
herrlichem Zusammenspiel mit der sehenswert über die Torfrau lupfenden Jessica
Adam vor. Kaum zu glauben, dass dies erst Saisontor Nummer eins für Adam
bedeutete!
Im Keller der Kreisliga-Weststaffel darf sich die Equipe vom Heiligengeistfeld
dank des erst zweiten Saisondreiers berechtigte Hoffnungen auf die Weitergabe
der roten Laterne machen. Nur noch drei Zähler sind die seit dem Hinspielerfolg
sieglosen Schanzerinnen (nur ein Punkt aus den letzten neun Begegnungen) und
die Damen aus Rugenbergen nun voraus.
Tore: 0:1 Schaffitzel (41., Foulstrafstoß), 0:2 Jürgensen
(81., direkter Freistoß), 0:3 Adam (85. Gröll)
Schiedsrichter: Alexander Hamann (SC Sternschanze, ersatzweise, Note
1,5: fehlerlos in einem fairen Spiel, korrekte Entscheidungen zum Strafstoß (41.)
und dem Freistoß zum 0:1 (81.).)
Zuschauer: 42
Sonntag, 6. April 2014
Spielbericht SC Sternschanze 2. Frauen - FC St. Pauli 2. Frauen
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