Samstag, 4. April 2026

Spielbericht Moorreger SV - SSV Rantzau II

Serie ohne Nutzen
Moorreger SV kommt nicht aus dem Keller: Viertes 2:2 in Folge

Wer kennt sie nicht: Abonnements, die man irgendwann im Leichtsinn abschließt und fortan ohne echten Mehrwert an der Backe hat. Ein Abo, das dem Moorreger SV mehr kostet als nützt, verfolgt die Himmelsbargler seit nunmehr vier Spielen: das 2:2.
Dadurch seitdem zwar ungeschlagen, aber eben ohne echten Fortschritt im Abstiegskampf, blieb nach dem neuerlichen Vier-Tore-Remis am Ostersamstag wieder einmal die große Enttäuschung zurück.
Inhaltlich war es ein mühsames Treiben, mit dem der (vor dem Match) Tabellenvorletzte und die Reserve des SSV Rantzau die 35 Zuschauer bei rasantem April-Wind folterten. Ungenaue Anspiele, Stockfehler am Ball und ohne die Kugel wenig raffiniert: mit Kreisligafußball hatte das Geschehen auf dem holprigen Geläuf wenig gemein. Interessant wurde es daher hauptsächlich durch individuelle Fehler oder Standards.
So freute sich der MSV bei Sam Holz´ von Leon Prange verlängertem Freistoß über Finn Cornils Treffer, den die korrekte Abseitsfahne von Assi Saber Ghazouani (Hamburger SV) allerdings rasch einkassierte (15.).
Der SSV versuchte es derweil mit (wenig inspiriertem) Ballbesitz und einem Usso-Versuch an den Außenpfosten (19.), dem der Angreifer gleich den nächsten Abschluss folgen lassen wollte. Nur warf sich Cornils gerade noch rechtzeitig in den Ball (26.). Wenigstens der Einsatz stimmte! Und auch auf Niklas Puttmann war Verlass, rettete der Goalie erst vor Luca Bornholdt, um Ussos hohes Nachsetzen aus der Ferne schön im Übergreifen zu parieren (32.).
Im Stich gelassen blieb der Torwart dagegen wenig später, als Klaas Thieme auf rechts die Kugel gewann, Kollege Bornholdt auf Usso weiterleitete und der ehemalige Holsatia-Akteur diesmal zum 0:1 vollendete (38.).
Eine besonders bittere Pille für die Moorreger, weil nur Sekunden zuvor die Riesenchance zur eigenen Führung liegengelassen wurde. Prange war nach gegnerischem Ballverlust frei auf dem Weg in Richtung SSV-Torsteher Malte Ladehof, dessen Geduld sich im Eins-gegen-Eins auszahlen sollte. Dem zögerlichen Prange die Kugel vom Fuß gefingert, galt der Schlussmann als Wegbereiter der drüben erzielten Führung.
Andauernde Freude sollte den Gästen an dieser jedoch nicht zuteilwerden, pennte die Innenverteidigung völlig gegen den einfach mal durchlaufenden Henning Jensen, dem aus der erlaufenen Poleposition der erkämpfte Gleichstand gelang (42.).
Doch damit nicht genug der Barmstedter Geschenke, unterschätzte man die Lage nach Jayson Bielfeldts Kämpferball von der linken Aus-Linie so sehr, dass Jensen wieder dazwischen spritzen und auf 2:1 stellen konnte – was für ein Klops (44.)!
Entsprechend vorsichtiger ging es, wohlwollend formuliert, nach dem Seitenwechsel weiter. Der fleißige Usso hob das Leder aus dem Lauf aufs Tor-Dach (64.). Eine Rarität, denn immer wieder gewannen die Hausherren die wichtigen Zweikämpfe.
Keinen Zugriff fanden die Roten dann allerdings folgenschwer auf den langen Pfosten, wo nicht zum ersten Mal gleich mehrere Blaue auftauchten, von denen schließlich Sascha Blunk das Spielgerät aus kürzester Distanz zum späten 2:2 über die Linie drückte (88.).
Enttäuschung bei der Elf von Trainer Hakan Harmanci, doch es hätte sogar noch dicker kommen können, wenn der eingewechselte Tjard Kaschluhn nicht auf Puttmanns Brust gezielt hätte (90.+3).
Ob der weiter andauernden Sieglosigkeit in 2026 (bei sechs Spielen) und dem Verbleib unter dem Strich, eine weitere Enttäuschung zu Beginn des fünfteiligen Heimspielmarathons. Die vielen Nachholer – vor allem am kommenden Ostermontag gegen die ebenfalls gefährdete Mannschaft von Union Tornesch III – bleiben allerdings der große Strohhalm für den Kreisligaverbleib.

Tore: 0:1 Usso (38. Bornholdt), 1:1 Jensen (42.), 2:1 Jensen (44. Bielfeldt), 2:2 Blunk (88. A. Hollm)

gelbe Karten: C. Harmanci – keine

Schiedsrichter: Fiete Knoblich (Hamburger SV, Note 2,5)

Zuschauer: 35



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