Sonntag, 30. November 2025

Spielbericht FC Alsterbrüder IV - SC Teutonia 10 II

Ein Standard-Tor für die Mini-Serie
Erstmals zwei Siege in Folge: Teutonia 10 II setzt sich von ganz unten ab

Wie ein Eichhörnchen kurz vor dem Winterschlaf sammelt auch die Zweitvertretung von Teutonia 10 noch einmal fleißig Nahrung (in Form von Punkten), veredelte man den 2:1-Erfolg der Vorwoche gegen Hammonia IV mit einem knappen 1:0 bei der Vierten des FC Alsterbrüder.
Der Weg zur ersten Mini-Siegesserie der Saison gestaltete sich am Sonntagabend allerdings relativ zäh. Wenn etwas nach vorne ging, dann über Tugberk Kurtbogan und dessen Außenbahn. So kam der einstige Jugendspieler des Lokalrivalen „05“ aus immer spitzer werdender Position immerhin einmal zum Abschluss (am langen Eck vorbei, 39.), ehe es in Minute 57 Kurtbogans schöne Vorarbeit über rechts war, die FCA-Schlussmann Malte Wegener vor Inan Palavar zum Eingreifen zwang.
Nach Ecke durch Erik Grdjalija erlebte Palavar etwas später schließlich doch sein Stürmer-Hochgefühl, als der 9er passend am nahen Pfosten einlief und zum 0:1 einlochte (68.).
Ärgerlich für die Gastgeber, die zuvor selber durch Fynn Trautvetter das etwas zu hektisch vergebene Führungstor auf dem Fuß hatten (60.) und es kurz nach dem Gegentreffer in Person Yaniv Golans (sicheres Fanggut für Nils Wittenberg) erneut versuchten (69).
Viel mehr ließen die ordentlich organisierten Altonaer in diesem eher tempoarmen Spiel nicht mehr zu. Golan probierte es in der Schlussphase noch einmal frech aus 40 Metern, setzte sein Langstreckengeschoss aber eben nicht über den stets offensiv postierten Wittenberg, sondern auch über dessen Gehäuse (89.).
Ergo brachten die Teutonen den Dreier ohne echte Komplikationen über die Runden, was im Klassement der Kreisklasse 11 für eine klare Distanzierung zum heuer geschlagenen Tabellennachbarn sorgte. Acht Zähler trennen den Zehnten und den Elften voneinander. Sollten Siegtorschütze Palavar und Co am nun folgenden Sonntag auch das Derby gegen Union 03 II gewinnen, überwinterte man sogar mit 15 Zählern auf einem einstelligen Rang (9).

FC Alsterbrüder IV: Wegener – Sütterlin, Zierk, Störtkuhl, Ebersberger – Finke, Manneh, Pejica, Hettfleisch – Golan, Trautvetter, eingewechselt: T. Schulze, Grothe, Witteczek, Spielertrainer: Malte Wegener

SC Teutonia 10 II: Wittenberg – Turp, Kesan, Klee, Pertierra Porrua – Daban, Grdjalija – Oftadeh-Esfahani, Piatek, Kurtbogan – Palavar, eingewechselt: Lambrecht, Nitsch, Bröck, Khan, Jung, Trainer: Tim Schiroky

Tore: 0:1 Palavar (68. Grdjalija)

Schiedsrichter: Dennis Klietsch (Hamburger SV, Note 2,5)

Zuschauer: 9



Spielbericht Eimsbütteler TV 2.A - Walddörfer SV 2.A

Neuer Captain macht's auf die listige Tour
„Überragende Diszipliniertheit“ und cleverer Schreiber: WSV siegt und zieht am ETV vorbei

„Diszipliniertheit“. Nicht für jeden einfach auszusprechen, für die U18-Oberligatruppe des Walddörfer SV aber einer der beiden Kernpunkte zum unterm Strich ungefährdeten, wie „souveränen und total verdienten“ Auswärtssieg beim Eimsbütteler TV. „Wir waren total diszipliniert in unserem Defensivverhalten und haben einfach super verschoben, sind genau zu den richtigen Zeitpunkten hochgegangen und ETV sehr, sehr wenig Räume gelassen“, stimmte Arthur Schreiber den Lobgesang vor allem über die vortrefflich umgesetzte Kompaktheit im 5-4-1-System gegen den Ball an. „unsere Diszipliniertheit hat einfach überragend funktioniert. Also einfach, dass wir uns nicht haben locken lassen. Vor allem die Innenverteidiger. Und auch nach den Wechseln überhaupt keinen Leistungsabfall gehabt. Wir haben uns auf unser Spiel konzentriert, haben uns nicht auf irgendwelche Nickligkeiten eingelassen, haben den Schiri in Ruhe gelassen und waren vorne auch effizient.“:
Dem neutralen Beobachter hatte sich in der Tat ein Treiben der Marke Taktik-Porno geboten. Schreiber (39.) und der ETVer Mikail Savk (32.) erreichten mit Abschlüssen von außerhalb der Parzelle zumindest annähernd das Tor, ehe es bei einem Hellwig-Rechtsschuss, im Anschluss an eine Ecke von links, schon kleines bisschen aufregender wurde (44.).
Dann avancierte der neu bestimmte Kapitän höchst selbst zum zweiten Kernpunkt der WSV-Herrlichkeit, als Schreiber den Abschlagweg des gegnerischen Torwarts taktisch per Schubser kreuzte und dafür selber „einen Schlag auf den Rücken“ kassierte und diesen „dankend angenommen“ hatte. „Ein Strafstoß, den man so nicht geben muss“, gestand der „Gefoulte“, nicht ohne sich diebisch über Phil Bossens „schön unten links platzierten“ Treffer vom Punkt zum 0:1-Halbzeitstand zu freuen (45.+1).
Wieder nicht ganz frei von Diskussionen erhöhte die omnipräsente „falsche Neun“ kurz nach der Pause auf 0:2, als Schreiber „auch mit etwas Ziehen“ den Ball gegen den kantigen Yankuba Sanneh gewann und dadurch frei vor der Kiste den „guten Abschluss“ ins lange Eck setzen konnte (52.). „(…) das hat er im Mittelfeld auch laufen lassen. Und warum sollte er es dann pfeifen?!“, verteidigte der zum zweiten Durchgang nun auch optisch mit einer (aus der zweiten Mannschaft geliehenen) Kapitänsbinde ausgestattete Sommerneuzugang vom SC Sternschanze sein vorgehen.
„Wir hatten vielleicht noch zwei, drei vier gute Strafraumaktionen, die man auch hätte noch besser verwerten können“, wäre zum Beispiel bei einer von Schreiber per Steckpass eingeleiteten Köster-Chance gegen den rettenden Vadim Saks gar noch ein dritter WSV-Treffer möglich gewesen (68.).
Die Gastgeber blieben dagegen weitgehend ohne Ideen, das Walddörfer-Dickicht gefährlich zu überwinden. Einzig, wenn der eingewechselte Tunay Demirci seine wendigen Füße im Spiel hatte, versprühten die Roten so etwas wie Torgefahr. Exemplarisch dafür, wie gut die Gäste in den entscheidenden Momenten aber immer wieder hinter den Ball kamen, klärte Philipp Hentschke einen Saifatchine-Abschluss gerade noch im richtigen Moment vor dem weißen Streifen (65.).
Ansonsten spielten die „auf dem Platz total positiven“ Allhorn-Kicker die Angelegenheit komplikationslos nachhause, sodass sie nun als Tabellensechster den punktgleichen Vierten aus Norderstedt empfangen. „Nach diesem Sieg auch auf jeden Fall ein machbarer Gegner“, findet der Spielführer, der bis dahin hoffentlich eine eigene Alternative zur mannschaftseigenen Schwarz-rot-gold-Binde am Oberarm zur Verfügung hat: „Wir haben genug Qualität, um die zu schlagen. Das ist auf jeden Fall klar und das sollte auch unsere Herangehensweise sein.“.

Walddörfer SV: Röndigs – Addei, Duve, Bossen, Hentschke, Hellwig – Nowak, Henne, Schönberg, Köster – Schreiber, eingewechselt: Sander, Doberitz, Serge, Cabanillas Giglok, Trainer: Janis Dulige & Felix Hagen

Tore: 0:1 Bossen (45.+1, Strafstoßtor, Saks an Schreiber), 0:2 Schreiber (52.)

Schiedsrichter: Vin-Mika Albrecht

Zuschauer: 50

Überragende Figur des Nachmittags: Arthur Schreiber. 



Spielbericht HEBC 1.Ü40 - FTSV Altenwerder/FC Süderelbe 1.Ü40

Dem Spielverlauf nicht „die richtige Richtung geleitet“
1:2 in Unterzahl: HEBC-Senioren ziehen im Kampfspiel den Kürzeren

Kein Befreiungsschlag vom Untergeschoss der Ü40-Oberliga für die Ü40 des HEBC, blieb daheim gegen die Spielgemeinschaft FTSV Altenwerder/FC Süderelbe nur die Rolle des zerknirschten Gratulanten.
Ein Szenario, das seinen Anfang in der 16. Minute erlebte, als Damian Voigt von rechts die Ecke schlug und Nerijus Stonys die volle Breite seines Rückens zum 0:1 nutzte. Ärgerlich.
Mögliche Korrektur dessen bot sich bei einem vom Gegner verlängerten Aksoy-Freistoß an, nur bekam Frank Jäger den Standard aus der Nahdistanz nicht entscheidend verarbeitet. „Wir hätten klarer nach vorne spielen müssen und ich persönlich hätte einfach das 1:1 machen müssen. Das hätte den Spielverlauf in die richtige Richtung für uns leiten können“, trauerte der Alterspräsident seinem Hundertprozenter nach.
Stattdessen bespielte der Aufsteiger aus dem Süden der Hansestadt den angebotenen Raum über Stefan Janietz und Eugen Götz für den passenden halblinken Abschluss durch Voigt zum 0:2-Halbzeitstand (33.).
Mit neuer Motivation aus der Pause gekommen, nahm Weiß die Aufholjagt jedoch unverdrossen in Angriff, sodass Patrick Rückert ein Lebenszeichen in Form eines Versuchs auf den sicher zupackenden Eugen Rusch sendete (38.). Ein Vorbote für den nicht unverdienten Anschlusstreffer, den Sven Jantzen nach Jäger-Ecke und Ünlü-Ablage mittig im Sechzehner besorgte (42.).
Ansonsten blieb es aber beim unruhigen Kampfspiel, auf das der Schiedsrichter zu spät mit der nötigen Konsequenz reagierte. Entsprechend groß fiel der Groll bei Jäger aus, als Mittelfeld-Abräumer Alpaslan Yildirim freilich in der Summe verdient mit Gelb-rot von der Koppel musste (61.), Gäste-Akteur Rene Kluth für eine ähnliche Ansammlung von Missetaten nur mit einer Verwarnung davonkam: „Der Schiedsrichter hat heute grundsätzlich keine schwerwiegenden Fehler gemacht. Nur, es ist immer ein bisschen schwierig, wenn auf der einen Seite schnell gelbe Karten verteilt werden und auf der anderen Seite die gelben Karten nicht gezogen werden. Auch, wenn es kleine Fouls sind, aber die Masse das dann ausmacht. Und das beeinflusst das Spiel schon.“.
Positiven Einfluss für die Eimsbütteler hatte dagegen die nachlässige Chancenverwertung des Vorjahrespokalfinalisten, der insbesondere durch Götz, frei vor der heuer durch Christian Reichel gehüteten Kiste, den Deckel nicht drauf machte (68.).
Sechs lange Nachspielminuten drückten die Hausherren noch einmal auf den späten Punktgewinn, den der von Ünlü eingesetzte Florian John sogar aussichtsreich auf dem linken Schlappen hatte. Knapp passierte das Kunstleder die Grundlinie auf der falschen Seite des langen Pfostens, sodass der prosperierende Trend von zuletzt zehn Zählern aus fünf Spielen wieder etwas an Dynamik verlor. „Egal, wer morgens auf dem Platz steht – ob Spieler ausfallen oder nicht: Wenn wir als geschlossene Einheit fungieren, können wir uns gegen jeden Gegner behaupten“, nahm Jäger trotzdem „wie immer dasselbe Positive“ aus dem Match mit abermals dünner Personaldecke mit. Schaden dürfte diese Marschrute auch beim nächsten Kick-Off nicht, wenn auswärts bei Vize-Spitzenreiter Croatia ein „schweres Spiel“ auf einem „sehr kleinen Platz, wo man sofort immer unter Druck steht, sobald der Ball verloren geht“, ansteht. Doch: „Grundsätzlich fängt jedes Spiel bei null an und hört irgendwann auf. Und bis dahin muss man das reinwerfen, was man hat. Mir ist nie Bange, wenn wir gegen Vicky (Dauer-Dominator und wieder aktueller Primus) spielen. Deswegen: spielen und gucken, was rauskommt.“.

Tore: 0:1 Stonys (16. Voigt), 0:2 Voigt (33. Götz), 1:2 Jantzen (42. Ünlü)

gelb-rote Karte: Yildirim (HEBC, 61., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Jean Pierre Bley (TuRa Harksheide)

Zuschauer: 15











Samstag, 29. November 2025

Spielbericht SC Sternschanze 1.A - SV Lurup 1.A

Die Mentalität siegt
Kellerkind SV Lurup macht enttäuschenden Schanze-2008ern den Garaus

Als Rudi Völler, damals Teamchef der Deutschen National-Elf, anno 2003 dem TV-Journalisten Waldemar Hartmann nach dem mageren 1:1 auf Island live vor Millionenpublikum die Meinung geigte, stand die Geburt Jungs aus Schanzes U18-Landesligateam noch weit in den Sternen. Doch trotz der Lehre aus dem ikonischen Weißbier-Interview, mit dem Wörtchen „Tiefpunkt“ eher vorsichtig zu sein und nicht „alles in den Dreck zu ziehen“, bleibt dem neutralen Beobachter nach dem desaströsen 2:4 gegen das Kellerkind aus Lurup irgendwie keine andere Option.
Wer sich dem Dargebotenen dennoch positiv nähern will, könnte sich zumindest an Kleon Lorenz´ Führungstor zum 1:0 hochziehen, nagelte der Offensivmann einen Freistoß in Strafraumnähe passgenau unter das Quergebälk (10.), um nach einer halben Stunde mit dem Gegner als Bande das zweite SCS-Hurra für den in der Mitte richtig spekulierenden Janes Djau vorzubereiten. Freude bei Ex-Luruper Djau über sein Tor, das Milo Götzes zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer im Nachsetzen bei einem von Shivnath Arora parierten Roshanzada-Versuchs (15.) wieder egalisierte.
Von den Spielanteilen her ein nicht unverdientes Zwischenergebnis, doch mit erschreckenden Ungenauigkeiten im Passspiel und einigen falschen Entscheidungen mit der Kugel am Fuß brachten sich die Wasserturmkicker jedoch um mehr Szenen, wie eine geradlinig über links vorbereitete Djau-Schusschance aus der 40. Minute.
Stattdessen ging gegen robust engagierte West-Hamburger zunehmend der Zugriff verloren, sodass bereits zu Halbzeit das 2:2 in der Luft lag. Weil Alparslan Kaya beispielsweise aber nur den Pfosten traf (41.), blieb es beim Pausen-Vorsprung für Marineblau.
Um diesen war´s dann aber rasch nach dem Seitenwechsel geschehen, als ein Einwurf auf links zu viel des Überraschungseffekts lieferte und Ali Roshanzada sein Duell mit Till Steinfeld trotz der zunächst schlechteren Position mit Treffer für sich entscheiden konnte (47.).
Schanze jetzt wieder voll gefordert, aber oft zu statisch oder ohne den Blick für die einfache Lösung über den ballnahen Mitspieler.
So war es der Tabellenvorletzte, der den langen Leerlauf mit einem verfehlten Abschluss durch Yonatan Kesete zu beenden wusste (74.) und damit nur andeutete, was drei Minuten später geschehen sollte. Lang und länger segelte ein Freistoß von links diagonal rüber zu Las Djalo, der kaum beachtet tatsächlich das umjubelte 2:3 besorgte (77.).
Jeder gewonnene Zweikampf, jede gute Aktion setzte an diesem Samstagnachmittag positive Energie bei den seit über zwei Monaten sieglosen Lurupern frei, während die Schanzer weiter mit dem Kopf gegen die Wand liefen. Passend setzte es kurz darauf den Bilderbuch-Konter zum 2:4-Endstand, den Roshanzada auf Hereingabe des herausragenden Götze in der Mitte klar machte (80.).
Erst in der Nachspielzeit versprühte die spürbar frustrierte Heim-Elf durch Halbchancen immerhin einen Hauch von Torgefahr, doch heute siegte das Team mit der besseren Mentalität. Der Lohn des SV Lurup dafür: der Sprung über den Abstiegsstrich auf Rang neun, wo man sich nun als Tabellennachbar des SCS (8.) wiederfindet.

Tore: 1:0 Lorenz (10., direkter Freistoß), 1:1 Götze (15. Roshanzada), 2:1 Djau (30. Lorenz), 2:2 Roshanzada (47.), 2:3 Djalo (77.), 2:4 Roshanzada (80. Götze)

Schiedsrichter: Dr. Ahmed Sharaf (SC Victoria Hamburg)

Zuschauer: 22


Spielbericht SC Sternschanze 1.Ü40 - Hamburger SV 1.Ü40

Unbestrafte Passivität
Spiel nach Führungstor eingestellt: Schanze trotzdem mit wichtigem Dreier

Gegen das Spitzenduo Croatia (0:5) und SC Victoria (0:7) zuletzt unter die Räder geraten, hievte die 1.Ü40 des SC Sternschanze mit einem wichtigen 1:0-Heimsieg gegen Schlusslicht HSV wieder ein ordentliches Stück aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich der Oberliga 02.
Das goldene Tor des Tages hatten sich die Schanzenkicker zumindest zum Zeitpunkt seiner Erzielung durchaus verdient. Ein Standard-Tor war es nämlich, das den flüssigeren Spielvortrag mit dem 1:0 belohnte, als Johannes Jäkel den Kopfball-Abstauber im Stile eines Torpedos aus einem Meter versenkte (13.). Etwas zu genau hatte Edeltechniker Daniel Salvador Henning nämlich seinen vorangegangenen Freistoß gegen das Aluminium gesetzt.
Danach schaltete der SCS seine Bemühungen jedoch auf ein kaum wahrnehmbares Level zurück, sodass der HSV mit seinen durchschnittlich deutlich älteren Akteuren zum klar aktiveren Team mutierte.
Problem dabei nur: die krankende Offensive, die nicht umsonst als die Schwächste der Liga daherkommt. Jihad El Tahans Versuch parierte Valerian Pagel, der den Fingerverletzten Christian Kossel im SCS-Tor vertrat (19.) und Mike Lohse verfehlte knapp mit rechts aus zentraler Stellung (20.).
Verheißungsvoll gestaltete sich daher der Schanzen-Start in Durchgang zwei, welcher erneut Jäkel in spitzwinklige Position zum abgewehrten Schuss spülte (37.).
Ein Ereignis ohne echte Nachahmer, spielte sich das Geschehen unter der Leitung des erst 14-jährigen Schiedsrichters in dessen erster Spielleitung eher kampfbetont bis nicklig im mittleren Spielfelddrittel ab.
Zwei gute Ausgleichschancen sollten sich dem Vorjahres-Siebten dennoch bieten. Zum einen verfehlte Lohse, als er den Fuß in einen Freistoß Arthur Langs hielt (40.), zum anderen vermochte es auch Kollege Thomas Wesselow mit seinem Flugkopfball nicht, für ausgeglichene Fakten zu sorgen (51.).
Und weil die folgenden 19 Minuten plus siebenminütiger Extrazeit keine gesteigerte HSV-gefahr mehr hervorbrachten, beförderte Jäkels Haupt seine Farben auf einen gar nicht so verkehrt klingenden achten Platz. Doch Obacht: nur drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone schreien förmlich nach drei weiteren im letzten Auftritt 2025 bei Blau-weiß 96 Schenefeld am nun folgenden Sonntag.
Für die weiter sieglos ganz hinten eingereihten Rothosen geht es im Norderstedt-Derby gegen TuRa Harksheide fast schon nur noch um lokale Reviermarkierung als um ernsthafte Klassenerhaltsperspektiven.

Tore: 1:0 Jäkel (13. Salvador Henning)

gelbe Karten: Montero – keine

Schiedsrichter: Laith Ilyas Gharib (VfL Hammonia)

Zuschauer: 20


Freitag, 28. November 2025

Spielbericht SV Lieth - FC Union Tornesch II

Hilflos Richtung Fahrstuhltür
Kein Aufbäumen im Heimspiel: SV Lieth trudelt weiter abwärts

Man nehme die Bezirksliga West-Tabelle der letzten Winterpause und vergleiche sie mit der aktuellen. Dezember 2024: Die SV Lieth um Torjäger Jan Lüneburg als Tabellenvierter in Lauerstellung zur obersten Etage, während direkt dahinter auch die Reserve von Union Tornesch ein ordentliches zweites 24er-Halbjahr (19 Spiele) hinter sich brachte.
Heuer hat Union als konstant inkonstantes Mittelfeldteam mit der Spitze aber sogar noch mehr zu tun, als die im Sommer zwangsverjüngte Elf aus Klein Nordende, deren letztes Heimspiel 2025 zum (vorläufigen) Saisontiefpunkt avancierte.
Auf der „Festung Butterberg“, die für Gastmannschaften längst zum Selbstbedienungsladen verkommen ist, sabotierte man die Bemühungen, den verkorksten Derbyauftritt der Vorwoche gegen den Heidgrabener SV (1:4) wieder geradezurücken, sogar selbst, als Moritz Schulz ein schwaches Wrage-Anspiel nach außen auch im Nachsetzen nicht kitten konnte. Stattdessen verlagerte Unions Bugrahan Almaz den unverhofften Ballbesitz rasch nach außen, wo Marvin Schramm mustergültig in Jorge Westphals schön gekreuzten Laufweg servierte. Und weil das Glück des rettenden Querbalkens selten auf Seiten einer sportlich seit neun Partien (das umgewertete 2:5 in Quickborn mal mit einberechnet) erfolglosen Elf steht, galt es wieder einmal, einem Rückstand die Stirn zu bieten (9.).
Schwierig genug gegen massiv ihre Platzhälfte verteidigende Tornescher, denen in ihrem 4-4-2 fast nur über Standards und hohe Bälle beizukommen war.
Max Lehmann (15.) und Ali Duman (35.) standen jeweils abfälschende Gegenspieler im Weg, während Philipp Matthiessen nach einem Pott-Lapsus im Rückpass gerade noch von Goalie Leonard Scharre abgegrätscht werden konnte (23.).
Und ob Jan Schiebuhr bei einem durchgerutschten Freistoß von rechts flanken oder schießen wollte; man weiß es nicht (41.)…
Besser wurde es aus Sicht der Gastgeber auch im zweiten Abschnitt nicht. A. Duman brachte einen Kopfball in Rücklage nur ansatzweise in Tor-Nähe (50.), die Kapitän Matthiessen per Field Goal-Freistoß über den Zaun gänzlich abging (51.).
Eine Spur zwingender dagegen die zuletzt gegen liether Konkurrenten aus dem Tabellenkeller blamable Punktverluste erlitt. Denn nachdem Westphal von halblinks vorbei löffelte (56.), leistete der 21-Jährige mit seinem ergrätschten Ballgewinn gegen Lehmann den entscheidenden Impuls zu einer teilweise Dublette des 0:1. Wieder leitete Almaz nach außen zu Schramm weiter, der diesmal den völlig unmarkierten Kelmi Ceballo Romero im Sechzehner fand. Den rechten Schlappen einfach reingehalten, war die Verdopplung der überaus effizienten Kicker aus dem Torneum perfekt (57.).
Ohne Selbstbewusstsein und ohne spielerische Idee arbeiteten die Klein Nordender in Folge hilflos gegen die eigene Formschwäche an, um dabei aber nicht mehr über Halbchancen hinauszukommen. Am ehesten verdiente sich noch Matthiessens spitzwinkliger Rechtsschuss nach immerhin mal kreativem Doppelpass mit A. Duman (70.) eine textliche Erwähnung.
Die Herren in blau verlegten sich dagegen auf die unfallfreie Verwaltung des Vorsprungs, der bei etwas mehr Genauigkeit jenseits der Mittellinie vielleicht noch höher hätte ausfallen können. Aber auch so langte es zur Rehabilitierung nach zuletzt sechs erfolglosen Spielen, zu denen neben den knappen Niederlagen gegen das Keller-Duo aus Haseldorf (2:3) und Duvenstedt (3:4) auch das saftige 1:10 in Schnelsen gehörte.
Die SV Lieth hat dagegen – sofern der Wettergott will – am kommenden Freitag beim Abstiegsgipfel in Haseldorf die letzte Chance, ein schwaches Jahr 2025 (24 Zähler aus 27 Begegnungen) zumindest außerhalb der Fahrstuhlplätze gen Kreisliga zu garantieren.

Tore: 0:1 Westphal (9. Schramm), 0:2 Ceballo Romero (57. Schramm)

gelbe Karten: M. Schuchhardt, Behrens – Cornils

Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV Seestermüher Marsch)

Zuschauer: 50

Dienstag, 25. November 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - TSV Seestermüher Marsch

Der Fluch der guten Tat
Erst Strafstoß-Verzicht, dann Führung verspielt: Holsatia verpasst Überraschung

79 Minuten lang voll auf Sieg-Prämieren-Kurs gewesen und am Ende trotzdem nur mit einem Remis aus dem Match gegangen. Erstmals seit dem Personalcrash im vergangenen Sommer und dem Verlust der beiden ersten Herrenmannschaften an die SV Lieth griff Holsatia Elmshorn wieder konkret nach einem Dreier.
Im vorgezogenen Dienstagabend-Match gegen den TSV Seestermühe, dem bei erfolgreicher Gestaltung seiner Nachholspielspiele ein Platz in der Spitzengruppe der Kreisklasse 1 winkt, versteckten sich die durch einige A-Jugend-Oberligaverstärkungen gepimpten Hausherren nicht. Samir Ehrenberg abgefälscht an die Latte, untermauerte früh, dass die niederlagengeplagten Holsaten heute mehr vorhatten, als den Sparringspartner zu geben (7.). Vor allem, weil in den Nachwehen des direkt folgenden Eckballs Ryan Hinterthaner eine echte Fackel aus der zweiten Reihe linksunten im Kasten des chancenlosen Brian Averhoff unterbrachte.
Die Gestreiften also vorne, während der TSV nur schwer in die Gänge kam. Lukas Rollauers ergebnislose Mischung aus Torschuss und Querpass (15.) verdeutlichte die ausbaufähige Spielhaltung der Gäste, die in Minute 37 nur der Abseitspfiff vor einem doppelt so hohen Halbzeitrückstand bewahrte.
Ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Schippmann-Elf war dagegen der Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Erol Sayan (SSV Rantzau), nachdem Matthias Stubben im eigenen Sechzehner gegen Holles Marques Schwarz per Grätsche zu Werke ging (54.). Nach längerem, eindringlichen Dialog mit dem ehrlichen Schwarz folgte jedoch die Korrektur vom Mann im Retro-Trikot: Ball gespielt von Stubben und Abstoß TSV Seestermühe! So sammelt man Karma-Punkte, Herr Schwarz!
Und was gab es zur Belohnung? Den Ausgleichstreffer… Nach Flanke von rechts konnte Holsatia-Fänger Sascha Minke Danny Hinz´ Versuch nur prallen lassen, sodass der völlig aus den Augen verlorene Ömer Dogan frech zum 1:1 abstaubte (60.).
Die Elmshorner ließen sich davon allerdings kaum beirren, agierten weiter couragiert und holten sich den Vorspung tatsächlich per Standard zurück, als Tarik Bjanes Freistoß lang und länger von links ins seestermüher Tor rutschte (68.).
Noch besser wurde es kurz darauf. Zwar verzog der auffällige Hinterthaner aus zentraler Position (71.), um im nächsten Anlauf auf Schwarz-Zuspiel alles richtig zu machen – 3:1 (74.)!
Die Geschichte des gerupften Tabellenletzten, der trotz Robin Hood im Gewand der Nummer 9 die eigene Horror-Serie von nur einem Remis bei 13 Pflichtspielen (zwölf) Niederlagen schien ihren Lauf zu nehmen, doch dann schickte der eingewechselte Efe Zengin den Kollegen Dogan diagonal in den richtigen Raum für das verkürzende 3:2 (79.), ehe auf Zengins Ecke D. Hinz entschieden zu frei im Fünfer per Kopf auf 3:3 stellte (82.).
Enttäuschung bei Schwarz und Co, die diesmal nicht mehr die Körner zum großen Rückschlag hatten. Stattdessen drohte bei einem Flipperspiel im Anschluss an Stubbens Freistoß gar der gerechterweise nicht gefallene Dolchstoß zum 3:4 (85.).
Während die Jungs in den schwarzen Jerseys die total-Blamage gerade noch so abwenden konnten und immerhin nur zwei Zähler für den Aufstiegskampf verloren, brachte Holsatia nicht nur den zweiten Zähler der Spielzeit auf die Habenseite, sondern versicherte sich auch, dass mit der kommenden Generation aus dem 2007er-Jahrgang durchaus etwas gehen kann.

Tore: 1:0 Hinterthaner (7.), 1:1 Dogan (60. D. Hinz), 2:1 Bjane (68., direkter Freistoß), 3:1 Hinterthaner (74. Schwarz), 3:2 Dogan (79. Zengin), 3:3 D. Hinz (82. Zengin)

gelbe Karten: keine – Zengin

Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV Rantzau)

Zuschauer: 15



Sonntag, 23. November 2025

Spielbericht FC Alsterbrüder IV - Grün-weiß Eimsbüttel IV

Die Felix-Crew beherrscht Pflicht und Kür
Auf eisigem Geläuf: GWE-Vierte weist Alsterbrüder IV klar in die Schranken

Spielausfall über Spielausfall im HFV-Gebiet, doch auf dem Walter-Wächter-Platz frönten 22 Männer in kurzen Hosen am Sonntag dem Ballsport im Schlittschuhstil – mit dem besseren Ende für die im Vorfeld favorisierte Elf Grün-weiß Eimsbüttels.
Durch Maximilian Sens und dessen Treffer (22.) schon zur Pause mit 1:0 vorne, erwischten die Gäste im Vergleich der Viertvertretungen den perfekten Start in den zweiten Abschnitt, als Niklas Paskert über links für Felix Lüllemann vorbereitete und dieser zentral vor dem Tor mühelos auf 0:2 stellte (47.).
Nach Ecke eines weiteren Felix (einer von vieren auf Seiten GWEs), nämlich Robbers, von rechts, lenkte Michael Störtkuhl das Leder gar zum 0:3 ins eigene Gehäuse (64.).
Doppelt ärgerlich für den FCA, der in dieser Phase endlich etwas besser in die Partie kam und durch eine gute Doppelchance für Frederic Cousin und Yannik Müller im Nachsetzen auch durchaus Gefahr ausstrahlte (55.).
Fynn Trautvetters 1:3, das Nicola Pejica per Ballgewinn und Querpass auf den zweiten Pfosten willensstark inszenierte, brachte den Drittletzten der Kreisklasse 11 jedoch wieder ein bisschen heran (75.).
Die heiße Schlussphase aber sollte hier entfallen. Nicht nur, weil dem FCA insgesamt die Mittel fehlten, spielerisch ins Angriffsdrittel vorzustoßen, sondern auch, weil diesmal zwei Felix´ gemeinsame Sache zum 1:4 machten. Und etwas Glück, dass Verteidiger Moritz Kloster an Rundens Lupfer vorbeisäbelte, war auch noch mit dabei. Lüllemann freute es, sodass der Rechtsfuß wiederum mit dem feinen Heber vollendete (84.).
Die Frage nach dem Sieger damit vorzeitig geklärt; nur die Höhe blieb noch offen, zumal die geschlagenen Alsterbrüder noch einmal über Henri Wormuths rechte Seite anschlitterten. Auf Eingabe des Eingewechselten fetzte Marc Gielnik nur GWEs Veteranen Peter von Elm (62) ab, ehe Pejica die Mega-Nachschusschance neben das Ziel setzte (89.).
Somit blieb es beim 4:1-Auswärtserfolg, der die Felix-Crew mit ihren Kollegen erstmal auf Rang sechs hievte. Nächste Woche geht es nun zur neuntplatzierten Reserve von Union 03. Die heuer zu harmlosen Alsterbrüder begehen ihren Rückrundenauftakt erneut daheim gegen Teutonia 10 II.

FC Alsterbrüder IV: Unger-Riedner – Chan, Hilgefort, Pejica, Ebersberger – Cousin, Störtkuhl – Witteczek, Golan, Müller – Trautvetter, eingewechselt: Kloster, Gielnik, Wormuth, T. Schulze, Spielertrainer: Malte Wegener

Tore: 0:1 Sens (22.), 0:2 Lüllemann (47. Paskert), 0:3 Störtkuhl (64., Eigentor, Robbers), 1:3 Trautvetter (75. Pejica), 1:4 Lüllemann (84. Runden)

gelbe Karten: keine – Engeldinger, Lüllemann

Schiedsrichter: Michael Vega (Eintracht Norderstedt)

Zuschauer: 5


















Freitag, 21. November 2025

Spielbericht SV Lieth - Heidgrabener SV

Schümann zerstört den Krenzk-Effekt
An allen Derby-Treffern beteiligt: Torjäger glänzt gegen kriselnde SV Lieth

Einige Spielausfälle, nicht nur in der Bezirksliga 01, zum dritten Novemberwochenende. Und obwohl die Gäste aus dem Nachbarort vor Anpfiff nicht so richtig von der Bespielbarkeit des eisigen Klaus-Waskow-Platzes überzeugt waren, verpasste der Heidgrabener SV dem Lokalrivalen eine echte Rutsche.
Mann des Tages dabei einmal mehr: Dauer-Torjäger Philippe Schümann, dessen Beutezug am Freitagabend erst auf dem dritten Bildungsweg begonnen hatte. Eine Ecke von Samuel Karul vermochten die Liether gleich mehrfach nicht entscheidend zu klären, sodass Daniel Meyer die Kugel noch einmal in die Gefahrenzone lupfen konnte. Sebastian Stapel mit der Kopfballablage und schon war Schümann per Direktabnahme gewohnt zielsicher zur Stelle (14.). Proteste, dass Schlussmann Luca Von Der Heide in der Entstehung etwas von Kirill Shmakov gerempelt wurde und jeweils zweimal knapp die Abseitsfahne unten blieb, ließen das Gespann um Alexander Nehls (SC Eilbek) kalt. – Oder doch nicht? Denn als Jan Schiebuhr drüben nach Traumpass Ben Kellners den Kontakt mit Shmakov suchte, zögerte der Pfeifenmann keine Sekunde, um Philipp Matthiessen die prompt genutzte Ausgleichschance vom Punkt zu weisen (16.).
Für diejenigen aus dem zahlreich erschienenen Publikum, die diese Spielepisoden verpasst hatten, sollte es in der Folge kaum verständlich sein, dass dieses weitgehend unstrukturierte Gebolze tatsächlich schon zwei Tore hervorbrachte. Einzig Schümann sorgte mit toller Ballmitnahme und sofortigem Linksschuss für ein vorbei rauschendes Geschoss (18.).
Fast verzweifelt wirkten da fehlkalibrierte Versuche von Ali Duman aus 40 Metern (30.) und erneut Matthiessen aus deren 25 (32.) auf der anderen Seite.
Immerhin aber winkte der SVL nach fünf sportlichen Niederlagen in Serie bei diesem Spielstand wieder einmal Zählbares.
Ein wenig wie aus dem Nichts rückte dies dann aber wieder in weite Ferne, als sich Mats Jonah Behrens bei einem Brinke-Einwurf völlig unnötig auf einen Ringkampf mit Schümann einließ (42.). Den Vorjahrestorschützenkönig zwar an der Kopfballverlängerung gehindert, aber ihn gleichzeitig zum platzierten 1:2-Strafstoßtor eingeladen: so geht „verschlimmbessern“!
Fast mit dem Halbzeitpfiff das große Aufatmen der Gastgeber: Einen offensiven Ballverlust des Gegners zum fixen Umschalten genutzt, wuselte sich A. Duman überragend im Sechzehner zum Querpass durch, doch aus lediglich vier Metern schob Schiebuhr das Leder blamabel am 7,32m breiten Gehäuse vorbei (45.+2)…
Und so kam es schließlich, wie es trotz der nimmermüden Durchhalteparolen von Präsident und Stadionsprecher Bo Hansen („Die Löwen werden sich das Ding in der zweiten Hälfte ziehen!“) kommen musste. Direkt nach dem Seitenwechsel gerade noch rechtzeitig vom Kontrahenten abgelaufen (46.), beteiligte sich Schümann abermals entscheidend an Zählbarem. Diesmal leitete er einen schwachen D. Duman-Kopfball mit nur einer Berührung vertikal zu Sturmpartner Meyer weiter, ehe der ehemalige Egenbütteler den orientierungslos düpierten Behrens zum 1:3 stehen ließ (52.).
Der Effekt des Trainerwechsels vom zugriffslosen Rudolf Hock-Kutscher zu Guido Krenzk schien auf Seiten der SV Lieth bereits nach etwas mehr als einer Halbzeit verpufft. Die Verunsicherung hatte der einstige Zepterschwinger von Cosmos Wedel seiner neuen Elf jedenfalls (noch) nicht nehmen können.
Symptomatisch dafür setzte A. Duman seinen aussichtsreichen Freistoß völlig uninspiriert in die Mauer, aus der sogar der direkte Konter entsprang. Die Abwendung des 1:4 war letztlich einzig Luca Albers gerade noch erfolgreiches Eingreifen im Laufduell der Eingewechselten gegen Jason Urban zu verdanken (75.).
Fallen sollte es aber dennoch. Diesmal krönte Christoph Ketelhohn seinen eigenen ballgewinn gegen passive Klein Nordender per Doppelpass mit Schümann und dem coolen Abdruck vor dem luftig verteidigten SVL-Kasten (82.).
Eine noch höhere Derby-Schmach blieb der Elf vom Butterberg zwar in den letzten Momenten noch erspart (Schümann in Rücklage drüber, 84.), doch die Tabellenrealität von Abstiegsplatz 14 und vor allem das espritlose Auftreten auf dem Platz geben derzeit kaum Raum zur Hoffnung auf eine bessere Saisonphase.
Der HSV festigte dagegen seine leistungsgerechte Mittelfeldposition. Hinten im Kollektiv diszipliniert und vorne Schümann: Solidität made in Heidgraben!

Tore: 0:1 Schümann (14. Stapel), 1:1 Matthiessen (16., Strafstoßtor, Shmakov an Schiebuhr), 1:2 Schümann (42., Strafstoßtor, Behrens an Schümann), 1:3 Meyer (52. Schümann), 1:4 Ketelhohn (82. Schümann)

gelbe Karten: keine – Wolf, Samuel Karul

Schiedsrichter: Alexander Nehls (SC Eilbek)

Zuschauer: 110

Sonntag, 16. November 2025

Spielbericht SC Condor Hamburg 1.C - HEBC 2.C

Flutlichtgeneralprobe geglückt
HEBC-C2 macht die vierte Pokalrunde klar und fiebert dem Derby entgegen

„Pflichtaufgabe mit Bravur gemeistert“, zog Nikola Jovic ein insgesamt wohlwollendes Fazit zum Pokal-Drittrunden-Auftritt seiner HEBC-2012er, obwohl der Oberligist zu Gast beim Bezirksliga-Tabellenführer SC Condor noch „Luft nach oben“ ließ. „Wir hatten fünf bis acht schöne Spielzüge dabei. Wir als Trainer würden uns allerdings mindestens 20 wünschen.“.
Nach dem Aus des Ligakonkurrenten SC Poppenbüttel beim SV Groß Borstel (Bezirksliga) am Vortag waren die Eimsbütteler gewarnt: „Das zeigt, dass die Motivation bei klassentieferen Team immer hoch ist. Es kann also schwer werden, wenn man die Tore nicht macht. Das haben die Jungs sehr gut gemacht und nach circa 8 Minuten klare Verhältnisse geschaffen. Diese Challenge wurde zumindest angenommen und bewältigt.“. Tatsächlich legte der Favorit gleich druckvoll los, sperrte die Raubvögel quasi im Käfig des eigenen Strafraums ein. Vor allem der wendige Liam Düring stellte die Hausherren mit seiner außergewöhnlichen Ballbehandlung immer wieder vor schier unlösbare Defensivaufgaben. Und trieb der Neuzugang vom USC Paloma sein Unwesen nicht in der Parzelle, probierte er aus der zweiten Reihe, womit der Torreigen in Minute zwei aus halblinker Hochschussposition prompt eröffnet war.
Kaum erhöhte Joshua Appiah auf Zuspiel Momme Wietzke (6.) und im Anschluss an einen Manneh-Ballgewinn mit anschließender Düring-Weiterleitung (8.) auf 0:3, deutete sich eine zweistellige HEBC-Gaudi an.
Nur ging den Ballspielclubberern fortan etwas die Zielstrebigkeit ab. Hier und da ein Ballkontakt zu viel – dort ein Abschluss zu wenig. Mäkeln auf erhöhtem Niveau, schickte Düring in Minute 16 ganz Farmsen ins Karussell, um schließlich flach mit links auf 0:4 zu stellen.
Nach einer rund viertelstündigen Auszeit, während der der SCC durch Ariyan Alshekhee immerhin einmal für Beschäftigung des sonst in Kältestarre verharrenden Mats Hagelstein sorgte (24.), bemühte sich das Team in weiß, der folgenden Halbzeitansprache etwas mehr Milde zu verleihen. Geraud Azanmasso zweimal aus der Ferne (26. & 27.), Düring gegen den Querbalken (33.) und knapp vorbei (34.), sowie Sharthak Gurung gegen den Goalie (35.+1), verpassten, was bis zum Pausenpfiff Muhamadulamin Manneh vorbehalten blieb: ein erfolgreicher Abschluss aus günstiger Strafraumposition (30.).
Viel Spektakuläreres spielte sich vor dem reichlichen Gäste-Anhang (Jovic: „Heute war die Unterstützung der Eltern wieder grandios!“) im zweiten Abschnitt nicht so recht ab. Vereinzelte Chancen scheiterten an der fehlenden letzten Tor-Gier oder dem zu kalter Sonntagabendstunde warm geschossenen Adrian Mann zwischen den Condor-Pfosten (46. & 62.), bis sich Außenakteur Azanmasso von halblinks mit dem passenden Abdruck zum 0:6 für seinen engagierten Auftritt belohnte (63.). Etwas mehr Kreativität bei der Auswahl der Schussrichtung und es wäre gar ein Doppelpack geworden (67.).
So aber war der Schlusspunkt durch den eingewechselten Mats Hoppe gesetzt, als dieser eine Düring-Ecke von rechts am langen Pfosten fachgerecht verwertete (65.).
Während die (selbsternannte) Expertenschaft noch über den klar verfehlten „X-Goals-Wert“ der Eimsbütteler diskutierten, richtete Jovic bereits den Scheinwerfer gen nächstes Wochenende, wenn am Samstag – wieder um 17.30 Uhr – der ungeliebte Eimsbütteler TV zum Derby am Reinmüller aufläuft. „Zumindest haben wir uns heute unter Flutlicht am Abend erneut ausprobiert. Das kommt am kommenden Wochenende erneut auf uns zu im Derby. Es wird eine höhere Intensität sein und wir werden uns richtig gegenseitig pushen müssen. Die Atmosphäre wird vergleichbar sein mit einem HEBC Herren-Ligaspiel. Das wird ein schöner heißer Tanz. Solche Spiele sind aber toll. An solche Momente erinnert man sich lange, wenn sie denn positiv gestaltet werden“, so die Vorschau auf den siebten U14-Oberligaspieltag

Tore: 0:1 Düring (2.), 0:2 Appiah (7. Wietzke), 0:3 Appiah (8. Düring), 0:4 Düring (16. Manneh), 0:5 Manneh (30. Düring), 0:6 Azanmasso (63.), 0:7 Hoppe (65. Düring)

Schiedsrichter: Jürgen Richter (TSC Wellingsbüttel)

Zuschauer: 60


Spielbericht HEBC II - SC Union 03

Abstiegskampf kennt keine Liebe
Keller-Derby: HEBC II vermöbelt den Ex-Coach und ist erstmal unten raus

Viele Jahre hielt Dimitrios Papadopoulos die Knochen hin, Coachte Jugend und zweite Herren, verkaufte Speis und Trank – alles immer mit voller Leidenschaft für Lila-weiß. Der Rückkehr ins alte Wohnzimmer als Trainer des SC Union 03 wohnte jedoch auch eine sportliche Brisanz inne. Denn nicht nur, dass die Geographie ein klassisches Derby begründete; vier sieglose Partien in Serie ließen seine Mannen aus Altona-Nord zuletzt bis auf den vorletzten Rang der Bezirksliga 04 zurückfallen.
Dass man ein bis dahin nahezu ereignisloses Spiel ausgeglichen gestalten konnte, ging nach 34 gespielten Minuten als zumindest annehmbares Zwischenzeugnis durch.
Dann aber hatte man Deniz Alan deutlich zu viel Zeit zur Ballverteilung nach links gelassen, wo auch Arun Torani zu wenig Gegenwehr beim flachen 1:0 erfuhr (35.). Das Pausenresultat sollte also doch dem negativen Trend des Aufsteigers, damals übrigens zwei Zähler vor der Drittvertretung des HEBC, folgen.
Ein Stück weit erleichternd kam da die Standardkunst des Nico Kukuk daher, als der 76-fache Oberligaspieler seinen Freistoß aus dem Halbfeld genau auf Jan Schaars Kopf zirkelte und der Mann der aus der Viererkette das 1:1 schädelte (53.).
Schnell stellte aber wieder Ernüchterung ein, als mit Murat Aktürk ausgerechnet ein einst in HEBC-Jugend von Papadopoulos Trainierter mit feinem Füßchen in den Lauf von Laurel lupfte und der 29-Jährige alle höherklassige Routine zum 2:1 walten ließ (57.).
Wiederum jedoch reagierte Union mit einem Volltreffer. Diesmal erkannte Schaar die Gelegenheit zum Flugball auf den quirligen Dauda Ibrahim. Die Heim-Innenverteidigung kalt erwischt und Ibrahim konnte sicher einschieben – 2:2 (58.)!
Zwei (korrekte) Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Schnabel (Hamburger SV) brachten Ibrahim und Co schließlich auf die Palme. Erst wertete der Unparteiische einen Lufteinsatz gegen Abrurrahman Senay, dem tatsächlich Toranis zweiter Streich entsprang, als regelkonform (62.), dann erhielt Ibrahim als Kontaktsuchender im StrafRAUM keinen StrafSTOß (65.)… 
Und als wäre das noch nicht genug, für das angespannte Nervenkostüm von 03, erhöhte Alan auf Steckpass Aktürks gar auf 4:2 für Eimsbüttels Ballspielclubberer (71.).
Erholen sollten sich die Gäste davon schlussendlich nicht mehr – im Gegenteil!
Eine Orgie von wilden Querschlägern beendete Aug vor Schlussmann Aliaksandr Bulechka mit dem 5:2 (80.), woraufhin der eingewechselte Janek Meyer den Goalie vom Strafstoßpunkt verlud (Umaro Embalo hatte zuvor Raoul Bouveron im Sechzehner getroffen, 84.). Nach langer Ecke Toranis in den Rückraum (87.) und erneutem Strafraum-Foul (Stetskyi an Bouveron, 90.+2) schraubte der einst auch dem Liga-Kader angehörige Bouveron (32) den Endstand höchst persönlich noch auf ein happiges 8:2 empor.
Einen Kick-Off vor Saison-Halbzeit (daheim gegen Eintracht Lokstedt II) bleiben die Schwarz-weißen im Keller kleben. Von diesem abgesetzt hat sich indes die HEBC-Reserve (fünf Punkte vor), die am kommenden Wochenende zum heuer siegreichen Tabellenletzten nach Poppenbüttel (2:1 beim SC Sperber) fährt. Der zahlreich zur Gegnerbeobachtung angereiste Tabellensechzehnte freut sich schon.

Tore: 1:0 Torani (35. Alan), 1:1 Schaar (53. Kukuk), 2:1 Aug (57. Aktürk), 2:2 Ibrahim (58. Schaar), 3:2 Torani (62. Bouveron), 4:2 Alan (71. Aktürk), 5:2 Aug (52. Wiegand), 6:2 Meyer (84., Strafstoßtor, Embalo an Bouveron), 7:2 Bouveron (87. Torani), 8:2 Bouveron (90.+2, Strafstoßtor, Stetskyi an Bouveron)

gelbe Karten: Dalig – keine

Schiedsrichter: Christian Schnabel (Hamburger SV, Note 2)

Zuschauer: 50






Samstag, 15. November 2025

Spielbericht Eimsbütteler TV III - VfL Hammonia II

ETV-Serie über Backbord gerissen
Drei frühe Gegentore als zu hohe Hypothek: ETV III verliert mal wieder  

Marmor, Stein und Eisen bricht – was auch für die Serie des ETV spricht. Mit fünf ungeschlagenen Partien boxte sich die Drittvertretung von der Bundesstraße ins Mittelfeld der Kreisliga 7, wo es im Derby gegen die Zweite des VfL Hammonia nun eine kleine Bruchlandung setzte.
Ein Bauchklatscher mit Anlauf, verstanden es die Herren in weiß vor allem nicht, ihre linke Abwehrseite gescheit dicht zu bekommen. Ein Zustand, der bereits nach fünf Minuten reichlich teuer wurde, als Außenverteidiger Pascal Duke seine Außenbahn entlang stiefelte, um ideal für Tristan Baiers ergrätschtes 0:1 aufzulegen (5.).
Ähnliches schafften die Gäste mit der fußläufigen Anreise nach der dreifachen Spielzeit. Wieder raste Duke unbehelligt auf rechts entlang, woraufhin Abdelkarim El Aidi bei Annahme und Schuss noch geblockt werden konnte. Da Baier aber wieder genau am richtigen Fleck lauerte, war das 0:2 im Nachsetzen erköpft (15.).
Hammonia gnadenlos effizient und es wurde noch brutaler, zog diesmal Leon von Sobieski gezielt zentral mit rechts ab, nachdem diesmal Torben Schulte die Vorarbeit über Steuerbord lieferte (23.).
Der ETV dagegen völlig von der Rolle, klopfte erst kurz vor der Halbzeit einmal per Freistoß durch Gabriel Lourenco de Aquino (Duke klärte auf der Linie, 44.) an.
Der VfL verpasste es unterdessen, mit noch höherer Führung als „nur“ mit 0:3 in die Pause zu gehen, weil Rene Hobelmann einen erneuten Abdruck von Sobieskies mit dem Fuß entschärft bekam (35.) und El Aidi die nicht ganz optimale Schussposition dem Querlegen auf den umtriebigen von Sobieski vorzog (42.).
Kurze Hoffnung für die Hausherren, dass es vielleicht doch noch ein annehmbarer Nachmittag werden könnte, streute nach einer Stunde ihr vorzeigenswertester Angriff, den Alexander Robert aus der hintersten Reihe heraus zu Henry Sander eröffnete, während Leo Husemann schließlich auf Zuspiel seines einstigen Mitspielers aus dem eigenen 2007er-Jahrgang auf 1:3 verkürzte (60.).
Engagiert, aber letztlich ohne Zug zum Tor, blieb Paul Schätzels zu unplatzierter Schuss auf VfL-Fänger Henrik Priestersbach (77.) das gefährlichste der Gefühle.
Hammonia machte dagegen kurz vor Ende alles klar. Jonah Müllers Kurzdistanz-Kopfball in der zweiten Welle eines Eckballs (85.) bedeutete die Vorentscheidung, die Matti Hobbiebrunken mit seinem Flachschuss nach Ballgewinn sogar noch weiter zum 1:5-Endstand untermauerte (90.+4).
Die zehntplatzierte Hammonia-Reserve damit also am kommenden Wochenende gegen den SC Egenbüttel III mit der Möglichkeit, eine schwierige Hinrunde halbwegs versöhnlich zu beenden. Der ETV möchte dagegen im Auswärtsderby bei GWE II eine neue Positivserie starten.

Tore: 0:1 Baier (5. Duke), 0:2 Baier (15. El Aidi), 0:3 von Sobieski (23. Schulte), 1:3 Husemann (60. Sander), 1:4 Müller (85.), 1:5 Hobbiebrunken (90.+4)

Schiedsrichter: Masud Omer

Zuschauer: 45





Spielbericht Eimsbütteler TV IV - FC Teutonia 05 III

Das Wohnzimmer weiter aufgehübscht
Vorsprung ins Ziel gerettet: ETV-Vierte klopft zaghaft oben an

Bis in die obere Tabellenhälfte der Kreisliga 08 arbeitete sich die Vierte des Eimsbütteler TV in den letzten Wochen mit guten Ergebnissen vor und nun rückt zur Winterpause sogar Rang zwei in Sichtweite.
Dass auch Spieltag 14 neues Wasser auf die Erfolgs-Mühlen der Bundesstraßler goss, begünstigte ein 3:2-Heimsieg – der dritte in Serie der im zuvor im eigenen Wohnzimmer aüßerst generösen Elf – gegen Teutonia 05 III.
Dabei galt es zunächst, einen Elfer-Schock aus den Kleidern zu kriegen, nachdem Schlussmann Nick Brasch mit Gegenspieler Philipp Walter zusammengeknallt war und Gäste-Kapitän Hauke Riebesehl den fälligen Penalty sicher mit rechts versenkt hatte (14.).
Tonangebend war man in der Folge jedenfalls, nur fehlte beispielsweise bei Marco Bassens abgefälschtem Versuch die letzte Präzision (21.).
Wie schön, dass sich die Eimsbütteler auf ihre Kernkompetenz, den ruhenden Ball, verlassen konnten. So verwertete Dan Skjodt Andersen einen hohen Freistoß vor dem etwas suboptimal hervorspringenden Tormann zum Ausgleichstreffer (26.), während Johann Studtmanns Bude per Hinterkopf seinen Ursprung von der Fahne (Ecke Tom Krase) erfuhr (63.). Aus dem Spiel heraus hatte das Führungstor Sekunden zuvor noch nicht fallen wollen, als Rasmus Jessen vor der Linie gegen David Wagner zum verhängnisvollen Eckstoß klärte…
Über links eingeleitet, gelang es durch Leon Sodhi schließlich doch endlich, die Kugel einmal ohne vorige Spielunterbrechung zum 3:1 ins Teutonen-Nest zu legen (67.).
Der ETV-Dreier damit nur noch reine Formsache? Nicht ganz, kämpfte Teutonia auch mit rustikalen Mitteln um den Anschluss, der durchaus noch rechtzeitig fiel. Ebenfalls nach einem Eckstoß (Rene Rudolph) versenkte Tom Deubel am kurzen Pfosten direkt zum Anschlusstor (79.). Der Anfang für eine teils hitzige Schlussphase war gemacht.
Problem nur: Spielertrainer Rudolph und Gefolge vermochten es in der verbliebenen Spielzeit nicht mehr, des Gegners Gehäuse noch einmal gefährlich zu werden.
Die neue Heim-Serie des ETV war gerettet!

Tore: 0:1 Riebesehl (14., Strafstoßtor, Brasch an Walter), 1:1 Skjodt Andersen (26. Pendzialek), 2:1 Studtmann (63. Krase), 3:1 Sodhi (67. Schneider), 3:2 Deubel (78. Rudolph)

Schiedsrichter: Bubacar Djalo

Zuschauer: 35



Sonntag, 9. November 2025

Spielbericht SV Lieth II - TSV Gut Heil Heist

Viera und die Joker stechen
Wichtiger 5:1-Triumph hievt SV Lieths Zweite aus der Abstiegszone

Mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen und dem zuletzt desaströsen 1:8 in Sparrieshoop rauschte die Zweitvertretung der SV Lieth neulich hinunter in den Tabellenkeller der Kreisliga 1, aus dem es nun mit einem 5:1-Ausrufezeichen gegen den TSV Heist wieder etwas hinausging.
Begonnen hatte der Fluchtlichtkick am Sonntagnachmittag allerdings reichlich suboptimal, für die Gastgeber, die Schlussmann Daniel Diedrigkeit nach bereits 20 Sekunden vor dem sofortigen Rückstand bewahrte. – Jedoch auf Kosten eines J. Schmidt-Eckstoßes, den der aufgerückte Marcel Bastide im Sechzehner zum 0:1 in Sekunde 50 verwertete (1.).
Abgesehen von einem Götting-Schlenzer (rechts vorbei, 34.) waren die Heistmer, denen in den letzten Wochen außer dem 9:3-Erfolg gegen Union Tornesch nichts Zählbares gelang, dem 0:2 insgesamt näher als die Liether dem Ausgleich.
Nach langer Eröffnung, die Linie runter, Nevio Schuchhardts Querpass und Niklas Viera Gerkens freiem Abschluss durfte dennoch das 1:1 bejubelt werden (42.).
Mit etwas Glück, dass Jakob Schmidt zweimal verfehlte (45.+1 & 45.+2), hielt das Remis bis in den zweiten Durchgang, der den Roten den erhofften Rückenwind bescherte.
Den Anfang machte erneut Viera Gerkens, der zentral das 2:1 besorgte (53.), ehe Joker Michel Cords einen unglücklichen Torwartausflug mit dem 3:1 ins quasi leere Gehäuse bestrafte (63.). Mit dem Tempovorteil auf der Habenseite, bediente Ole Schedelgarn den ebenso frisch eingewechselten Fabian Kühl zum flach eingeschobenen 4:1 (74.).
Nur Cords´ nächste Chance, die TSV-Schlussmann Rayk Schwertfeger im Abtauchen vereitelte (76.), passte da nicht ins Bild der heuer durchaus effizienten Klein Nordender.
Ganz anders dagegen der TSV Heist, der der jungen Dynamik des Gegners nur wenig entgegenzusetzen hatte. Mit Rene Gills Hereinnahme kam vorne zwar etwas mehr Torgefahr auf (77. & 81.), doch das nächste und letzte Tor des Tages fiel noch einmal auf der anderen Seite, als abermals ein unbehelligtes Zusammenspiel von Reservisten zwischen Jannic Bartl und Tom Busse den umjubelten 5:1-Endstand herstellte (89.).
Die SV Lieth eroberte damit erstmal Rang zwölf, während der TSV Heist einen Platz drunter jetzt punktgleich mit den Torneschern auf Abstiegsplatz 14 dasteht.

Tore: 0:1 Bastide (1. J. Schmidt), 1:1 Viera Gerkens (42. N. Schuchhardt), 2:1 Viera Gerkens (53.), 3:1 Cords (63.), 4:1 F. Kühl (74. Schedelgarn), 5:1 Busse (89. Bartl)

gelbe Karten: Dickenhausen – J. Schmidt

Schiedsrichter: Lennart Elias Klare (Note 1,5: führte mit höchst souveräner Ausstrahlung und engagierter Laufarbeit durch eine Begegnung mit einer Vielzahl von (korrekten) Abseitsentscheidungen.)

Zuschauer: 45


Spielbericht SV Lieth III - TSV Gut Heil Heist II

Ex-Preuße entscheidet das Mittelfeldduell
Dreierpack von Günsch: TSV Heist II setzt seine Herbst-Herrlichkeit fort

Der Herbst. Trüb, feucht, kalt. Ganz anders die Wahrnehmung der dritten Jahreszeit in Heist. Denn nimmt man das 6:4 bei Holsatia vom Vortag mit in die Rechnung, heimst die Reserve des TSV seit kalendarischem Herbstbeginn einen Erfolg nach dem anderen ein. Zum fünften Mal binnen sechs Kreisklasse 01-Partien bereicherte man sich diesen Sonntag an dreifach Zählbarem.
Zu Gast in Klein Nordende, verschenkte die hiesige SV Lieth III rasch die Gäste-Führung, als Schlussmann Ibrahim Can vor dem eigenen Sechzehner dribbelte und Routinier Christian Posern den gewonnenen Ball für das 0:1 durch Patrick Günsch auflegte (5.).
Doch schnell war der Jubel darüber verhallt, weil Mert Karakaya Gegenspieler Johannes Schwichow als Bande benutzte, um Marc Steffens in perfekte (Abseits-)Position zum Gleichstand zu bringen (13.).
In der Folge bemühten sich beide Teams meist vergeblich um das Entern des gegnerischen Strafraums. Zu Ungenau fiel die Mehrzahl der gespielten Pässe aus. Erst per Standard (Freistoß Fabian Kühl) kam der Liether Lucas von Appen kurz vor der Pause zum Versuch an den Außenpfosten (41.).
Wie es gehen kann, zeigte nach einer knappen Stunde der TSV, der durch Mert Renkligüls tiefes Zuspiel den idealen Raum erschloss, damit Denny Meyer dem knieverletzten Sven Petrich enteilen und sauber für Günsch und dessen 1:2 querspielen konnte (57.).
Dabei chancenlos: Niklas Brandt, der kurz zuvor für den angeschlagenen Can die Torwarthandschuhe überstreifen musste und vom neuen Posten aus auch das ebenfalls gesundheitsbedingte Ausscheiden des Kollegen Marc Homburg zu beobachten hatte.
Viele schlechte Nachrichten für die Roten, denen nach Jacob Hubers ungeschicktem Einsatz gegen den eingewechselten Moritz Schneider aber Abhilfe vom Punkt winkte. Kühl scheiterte allerdings an Sebastian Münster, freute sich im Nachschuss doch noch und ärgerte sich wiederum über den Pfiff zur Wiederholung. Münster hatte sich zu früh von der Linie bewegt. Nun also nochmal: mittig rein – 2:2 (60.)!
Das Momentum blieb jedoch auf Seiten der personell nicht so gerupften Heistmer, die durch Hamann an Brandt (65.) und Ole Busch per Fallrückzieher (73.) an der erneuten Führung scheiterten. Über Posern und Günsch war sie gegen unsortierte Liether schließlich doch erspielt, netzte Joker Daniel Schwarzer aus acht Metern zum 2:3 (75.), dem Günsch nach steilem Posern-Anspiel gar das 2:4 obendrauf setzte (80.). Tor Nummer drei bei einem Assist übrigens durch den erfahrenen Neuzugang vom FC Preußen Hamburg!
Weil Schwarzer kurz darauf nur das Aluminium erwischte (85.) und auf der Gegenseite von Appen einen Freistoß zum 3:4-Anschlusstreffer nutzte (90.), stieg der Blutdruck von Günsch und Co trotzdem noch einmal ein Stückchen an. – Bis sie im Konter schlussendlich alles klar machten. Zwar verpasste Finn Roth in der Mitte eine Hoefer-Querlage, doch Schwarzer vollendete diesmal flach zum 3:5-Auswärtssieg im Duell der Mittelfeldteams.

Tore: 0:1 Günsch (5. Posern), 1:1 Steffens (13. Karakaya), 1:2 Günsch (57. Hamann), 2:2 Kühl (60., Strafstoßtor, Huber an Schneider), 2:3 Schwarzer (75. Günsch), 2:4 Günsch (80. Posern), 3:4 von Appen (90.), 3:5 Schwarzer (90.+2, Hoefer)

Schiedsrichter: Memet Imre (Kummerfelder SV, Note 2,5)

Zuschauer: 25