Mittwoch, 25. März 2026

Spielbericht TV Haseldorf II - TSV Sparrieshoop II

4:1 fast verspielt
Schwung nach der Pause verloren: Sparre II zittert sich um Erfolg

Schafft es die Reserve des TSV Sparrieshoop doch noch in die Einstelligkeit der Kreisklasse 01? Der Mittwochabend-Nachholer beim Tabellennachbarn aus Haseldorf nährte dafür jedenfalls die nötigen Hoffnungen. Und das, obwohl der Kick, der Freunde des Kreisklasse-Treibens zum Frohlocken brachte, am Ende nochmal richtig knapp wurde.
Zuzuschreiben hatte sich die Elf in weiß das Zittern freilich selbst. Ein sattes 4:1 stand nämlich bereits zum Pausentee auf der Habenseite. Ein Vorsprung, der seinen ersten Akt in Minute fünf erfuhr, als sich Nikolai Roth über links auf den erfolgreichen, wie schmerzhaften Weg zum 0:1 machte. Schmerzhaft allerdings deswegen, weil der anschließende Crash mit Tormann Johannes Ringel gleich beide Kontrahenten aus der Partie beförderte. „Dieser Platz liegt mir einfach nicht!“, haderte Roth, der sich an gleicher Stelle bereits vor zwei Jahren schwer verletzt hatte.
Der TVH musste indes Feldspieler Lasse Wiemer mit Ringels Torwarthandschuhen ausstatten. Und kaum war die Aushilfe zwischen die Pfosten gerückt, überrumpelte Yilmaz Ercek Vordermann Mirco Bülow, um die gewonnene Kugel kurzerhand zum 0:2 zu versenken (15.).
Wahrlich kein guter Start für die Hausherren, die erst danach am Match teilzunehmen begannen. Vor allem der abschlussfreudige Timo Kaland bedeutete nun eine wachsende Gefahr für den TSV. Dass es schließlich auch der hochgewachsene Angreifer aus der Bezirksliga war, der ein Ping-Pong-Spiel im Gäste-Sechzehner mit dem 1:2-Anschlusstreffer quittierte, passte da in die Rubrik „das hatte sich angekündigt“ (24.).
Fortan wieder mit Torsteher Ringel im Kasten, war die Aufholjagd jedoch rasch verpufft, als der Schlussmann zwar mit der Sohle gegen Noah Semmelhaack parierte, Semmelhaacks anschließender Eckstoß aber die Strafraumchaosvorlage für Conor Feldts eingestolpertes 1:3 bedeutete (30.).
Ringel aus beträchtlicher Entfernung ein vorgezogenes Osterei zum 1:4 ins Nest gelegt, schien Feldt seine Farben früh auf dem Sockel des Auswärtserfolgs festgeschraubt zu haben (36.).
Mit dem Wiederbeginn war der Schwung allerdings vollends verloren.
Wie bereits in den Minuten vor dem Kabinengang, gehörte das Duell nun den Rot-gelben, die Sparre-Fänger Nico Scharfschwerdt einige Male (erfolglos) einheizten, bis Kaland doch erfolgreich zum 2:4 abzog (58.).
Ein kleiner Schönheitsfehler? So mochte man vermuten, nachdem Finn Lennart Möllers tiefes Zuspiel auf Feldt das 2:5 durch den eingewechselten Malte Schmidt initiierte (62.).
Doch wiederum verkürzte die heuer dreifach aus der Ersten verstärkte Büffelherde durch eben einen dieser Bezirksligaspieler, köpfte Joris Lüchau eine Ecke Tjade Hermanns gekonnt in Scharfschwerdts Maschen (70.).
Von Feldt und Co war jetzt kaum noch etwas zu sehen. Einzig bei einer Doppelchance für Semmelhaack und den beim Nachsetzen zu zögerlichen Horschejschi (80.) wartete die Elf des unzufriedenen Jan Strüben gefährlich auf.
Stattdessen schwamm man hinten ein ums andere Mal, um die Quittung dafür in Form des 4:5-Anschlusstreffer durch Doppelpacker Lüchau zu kassieren (85.). Mit einem Defensivfreistoß als Ausgangspunkt spielte sich der TVH hier sogar ansehnlich ins vordere Drittel, wo der giftige Lüchau Kalands Scheitern an Scharfschwerdt korrigierte.
Weil T. Hermanns letzter Freistoß in der Schlussminute leicht zu hoch geriet, blieb der sparrieshooper Schlendrian am Ende aber ungesühnt.
Das untere Trio bleibt damit weiter auf Distanz gehalten, während der Anschluss an die zwei Zähler bessere Reserve aus Heist (zwei Partien weniger) nun geglückt ist.

Tore: 0:1 Roth (5.), 0:2 Ercek (15.), 1:2 Kaland (24.), 1:3 Feldt (30. Semmelhaack), 1:4 Feldt (36. Bublitz), 2:4 Kaland (58. Sabzipour), 2:5 Schmidt (62. Horschejschi), 3:5 J. Lüchau (70. T. Hermann), 4:5 J. Lüchau (85. Kaland)

Schiedsrichter: Gerd Schwegler (VfL Pinneberg)

Zuschauer: 40



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