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Dienstag, 11. August 2026

Spielbericht VfL Kellinghusen - TSV Büsum

Eine Bereicherung für die Liga
4:0 nach einer Stunde! VfL Kellinghusen überrollt den TSV Büsum

Erst auf den allerletzten Drücker im Herzschlagfinale der Kreisliga West in die (erfolgreiche) Aufstiegsrelegation eingezogen, präsentierte sich der VfL Kellinghusen auch im zweiten Match als echte Bereicherung für die Verbandsliga West. Auf gleichem Heimgelände, wo man Landesligaabsteiger und Tabellenführer Fetih Kisdorf ein 1:1 abrang, schickte der VfL nun den TSV Büsum hochverdient mit 4:2 retour gen Dithmarschen.
Verdient, weil der Neuling vor allem in den ersten 60 Minuten ganz groß auftrumpfte und sich dank seiner starken Standards rasch in Front brachte. Den Anfang machte Christoph Ratjen, indem er eine Wagner-Ecke im Fünfer am kurzen Pfosten zum 1:0 über das Haupt streichen ließ (13.). Nachgelegt hatte Wagner Ende des ersten Abschnitts gleich selber, indem sein Freistoß von links ins lange Eck durchrutschte (41.).
Kurz zuvor wagte Lennox Patzer drüben noch den Ausgleichsversuch aus anspruchsvollem Winkel (39.).
Die Musik spielte hier aber hauptsächlich der Aufsteiger, der sein Loblied früh in Hälfte zwei um eine dritte Strophe erweiterte, als der tief geschickte Finn Timmermann die Kugel mit links an Goalie Magnus Ehlers vorbeilegte und mit rechts ins leere Tor vollendete (47.).
Die Zugabe ließ indes nicht lange auf sich warten: nach Fehlpass des Gegners, der eben noch eine Schusschance für Jan-Oliver Mauriczat vergab (54.), schlug der eifrige Philipp Ratjen kurzerhand zum 4:0 (55.).
Erst jetzt übernahmen auch die Büsumer etwas Verantwortung für die Partie, deren Zwischenstand nach genau einer Stunde zumindest leicht freundlicher für die Gelben daherkam, weil eine Röhe-Weiterleitung clever von Domenic Meyer dazu genutzt wurde, sich an Ernesto Valiani vorbeizuschlängeln und per Rechtsschuss auf 4:1 zu verkürzen.
Ergebniskosmetik, die Wagner nach Ballgewinn von Paul Mohr fast wieder ausradiert hätte, zischte sein Versuch knapp am TSV-Gehäuse vorbei (67.).
Stattdessen machte die Dethlefs-Elf weiteren Boden gut, indem Kapitän Leif Ampting einen Flankenwechsel Lukas Wefers humorlos zum 4:2 vergoldete (72.).
Zeit und Spielanteile für zwei weitere Treffer hatten die Gäste in der Schlussphase durchaus, doch die Blauen verstanden es, die entscheidenden Duelle für sich zu entscheiden und damit weiteren Schaden vom eigenen Gehäuse fernzuhalten. Per Freistoß hatte Torge Kossiski in Abwesenheit des ausgewechselten Standard-Königs Wagner gar die Vorentscheidung auf dem Fuß. Dass Ehlers den ruhenden Ball über die Latte entschärfte (84.), fiel am Ende nicht mehr ins Gewicht. Denn nur, wenn Simon Walters Flachschuss nicht zur Beute von VfL-Goalie Emilio Valiani geraten wäre (87.), hätte es nochmal knistern können. So blieben die drei Punkte jedoch leistungsgerecht an der Stör. Die Büsumer hatten den Fehdehandschuh heute einfach viel zu spät erst aufgehoben. Am kommenden Wochenende droht bei ähnlichem Spielstart sicher ähnliches Ungemach, gibt sich Primus Fetih-Kisdorf am Rosengrund die Ehre. Der VfL Kellinghusen gastiert bei den bislang ebenso ungeschlagenen Jungs von TuRa Meldorf.

Tore: 1:0 C. Ratjen (13. Wagner), 2:0 Wagner (41., direkter Freistoß), 3:0 Timmermann (47.), 4:0 P. Ratjen (55.), 4:1 Meyer (60. Röhe), 4:2 Ampting (72. Wefer)

gelbe Karten: P. Ratjen, C. Ratjen, Kossiski – Schippmann

Schiedsrichter: Patrice Leon Pluche (Kaltenkircher TS)

Zuschauer: 103








Dienstag, 26. Mai 2026

Spielbericht SSC Hagen Ahrensburg II - VfL Kellinghusen

Hagen harmlos – Kelle macht die Verbandsliga klar!
Heimkulisse in Ahrensburg: VfL Kellinghusen gewinnt und geht hoch

Mehr Auswärts- als Heimfans umsäumten am Dienstagabend den Kunstrasen des SSC Hagen Ahrensburg, wo erwartungsgemäß die Mehrheit der Anwesenden in totale Verbandsliga-Ekstase verfielt. Jubel, Pyro, Kaltgetränke; der VfL Kellinghusen hat die Relegation gepackt!
Nach dem überzeugenden 3:0-Hinspielerfolg sicherlich kein Hexenwerk, doch Gegner Hagen II präsentierte sich auf der besser vertrauten Kunstwiese in allen Belangen stark verbessert. Marvin Möller unterstrich dies mit einem kleinen Solo und dem ersten Ausrufezeichen an den Querbalken (5.).
Klar, ein frühes Tor und schon wären es nur noch deren zwei, um zumindest die Verlängerung zu erzwingen. Gefährlich war der Gast nämlich nicht wirklich. Eine verstolperte Strafraumchance (11.) und ein Schüsschen durch Philipp Ratjen, in die Arme des Torwarts (37.), taugten jetzt nun wirklich nicht zu großen Respektverschaffern. Das Problem der Ahrensburger: sie schlugen selber kein Kapital aus ihrer dicksten Gelegenheit, die ihnen der VfL mit einem völlig missratenen Rückpass freundlich serviert hatte. An Tormann Emilio Valiani war Jonas Wilde bereits vorbeigezogen, doch Ernesto bewies per Monster-Rettungsgrätsche, dass der Familienzusammenhalt der Valianis auch auf dem Fußballplatz funktioniert (23.).
Nach einer Stunde schließlich der K.O. des Kreisliga Süd-Vizemeisters, als Kapitän Florian Barth Finn Timmermann empor schickte und Marten Maßmann den VfLer im Sechzehner legte. Wohlwissend, dass dies der Schuss zur Verbandsliga sein könnte, zeigte Thore Jacobs keine Nerven vom Punkt. Da konnte sich Bennet Goldau auch noch so sehr im richtigen Eck strecken (60.).
Die Frage nach dem ersten von vier Aufsteigern unter den acht Kreisliga-Zweiten, aufgeteilt auf vier Paarungen, damit vorfristig entschieden. Auch, wenn die Hausherren bis zum Abpfiff Einstellung und Offensivengagement bewiesen. Nach 99 Toren in der Liga wollte sich der Korken in der Relegation jedoch trotz der einen anderen Chance im Folgenden einfach nicht lösen.
Knallende Korken dagegen beim Verein für Leibesübungen aus dem Kreis Steinburg. Die Rückkehr in Schleswig-Holsteins siebthöchste Spielklasse, vier Jahre nach dem desaströsen Sturz (vier Zähler am Saisonende) in die Kreisliga, forderte nach geschaffter Promotion doch so manches geköpftes Erfrischungsliquid.

Tore: 0:1 T. Jacobs (60., Strafstoßtor, Maßmann an Timmermann)

gelb-rote Karte: Wulf (SSC Hagen Ahrensburg II, 90.+2, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichterin: Joelina Wendtorff

Zuschauer: 250






Samstag, 23. Mai 2026

Spielbericht VfL Kellinghusen - SSC Hagen Ahrensburg II

Die Verbandsliga an der Angel
Klarer Hinspielerfolg lässt VfL Kellinghusen vom großen Wurf träumen

Ein starker Schlussspurt von sechs Siegen in Reihe sicherte der Reserve des SSC Hagen Ahrensburg hinter dem Meister aus Kaltenkirchen die Vizemeisterschaft der Kreisliga Süd ab. Der Start in die dadurch erreichten Aufstiegsspiele zur Verbandsliga ging nun jedoch mächtig in die Hose. Zu Gast beim VfL Kellinghusen, war beim Zweiten der Weststaffel am Samstagnachmittag absolut nichts zu holen.
0:3 lautete der Endstand einer gebrauchten Partie gegen die erst an ihrem letzten Ligaspieltag noch gekletterten Jungs aus dem Kreis Steinburg.
Wie es sich für einen missratenen Auftritt gehört, fing sich die Elf aus dem Ortsteil Am Hagen gleich in Minute acht den frühen Rückstand, weil das Verteidigen von hohen Bällen eher sekundären Charakter erfuhr. Bei Tom Wagners erster Ecke von links noch Glück gehabt, dass Thore Jacobs´ Kopfball abgefälscht ans Quer-Alu ging, schaffte der zweite Anlauf von der Fahne weiß-blaue Fakten, indem Florian Barth einsam am langen Pfosten das 1:0 erköpfte (8.). Dass ihn der eigene Vater in der Stadionsprecherkabine nicht erkannte und den offiziell 100 Zuschauern als Philipp Ratjen verkaufte – geschenkt!
Für die Gäste kam es dagegen noch dicker, als Tormann Bennet Goldau noch während der Anfangsphase verletzt rausmusste (17.). Vertreter Deniz Dogan, der noch weniger das Kriterium des Gardemaßes bedient, sollte die massiven Standard-Probleme nicht lösen können, wie eine erneute Kopfballchance für T. Jacobs anschaulich machte (30.).
Und wenn obendrauf noch Haakon Wiegand vom linken Strafraum-Eck aus zum herrlich gezirkelten Rechtsschuss kommt, gleicht der Aufstiegstraum bei sonnigen 30 Grad eben nur noch einer Fata Morgana (31.). Vor allem, weil das Spiel nach vorne keine echten Impulse fand. Kaum eine Ballbesitzstrecke erreichte einen vierten Teilnehmer, weil der Ballführende meist auf sich alleingestellt war oder unerreichbar steil spielte.
Anders verhielt es sich beim quietschfidelen Widersacher, der durch P. Ratjen das Außennetz (36.), Wiegand erneut die Latte (41.) und Finn Timmermanns Kopfstoß fast einen Zuschauer (44.) traf.
Schon ein wenig aus Verlegenheit versuchte es da Hagens Tino Schipper aus 30 Metern – immerhin ein Torschuss für die Statistik, wenngleich dieser zu hoch geriet (60.).
VfL-Kapitän Barth machte drüben vor, wie es richtig geht, zielte das 31-jährige Vorstandsmitglied unbedrängt aus 21 Metern in die Torwart-Ecke, nachdem P. Ratjen den Ball rasch weiterleitete (62.).
Das bemerkenswert fair geführte Hinspiel damit vorfristig entschieden, zumal der Süd-Vize nur noch durch Paul Kappner aus anspruchsvollem Winkel aufwartete (65.). Goalie Emilio Valiani dürfte es gefreut haben: eine Parade für die Galerie…
Auf der anderen Platzhälfte feuerte Kollege T. Jacobs noch einmal aus 25 Metern gegen die Querstange (78.), sodass die Hagen-Zwote mit dem 0:3 sogar noch gut bedient und zumindest in der Theorie mit der Chance auf die Promotion retour gen Stormarn fuhr.
Kick-Off ist dort bereits am kommenden Dienstag zu später 20 Uhr-Abendstunde.
Ob sich der VfL diesen Fisch noch von der Angel nehmen lässt? Höchst fraglich. Für den Fall eines Zweifels stehen die Akteure des VDSA Kellinghusen sicher mit Rat und Tat zur Seite. Parallel auf dem Nabenplatz stieg nämlich die zweite Runde der WM-Qualifikation im Trockenangeln. Weitwurf und Zielgenauigkeit wurden dabei in verschiedenen Disziplinen mit der Angelrute praktiziert. Der große Wurf der Fußballer steht nun kurz bevor…

Tore: 1:0 Barth (8. Wagner), 2:0 Wiegand (31.), 3:0 Barth (62. T. Jacobs)

gelbe Karten: P. Ratjen – Haxhiajdini (Trainer)

Schiedsrichter: Philipp Eilers (SV Henstedt-Ulzburg, Note 2)

Zuschauer: 100 (offiziell)



Den Trockenfischern war der große (Angel-)Wurf auf dem Nebenplatz bereits gelungen..