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Samstag, 23. Mai 2026

Spielbericht VfL Kellinghusen 1. Frauen - SV Neuenbrook/Rethwisch 1. Frauen

Weise(s) Worte – Weise Taten
4:1 im Sechs-Punkte-Duell: VfL Kellinghusen bleibt Frauen-Landesligist

Im Vorfeld des vorletzten Spieltags war es noch die Hälfte der Zwölferkonkurrenz, die in der Frauen-Landesliga Holstein das Abstiegsgespenst zu fürchten hatte. Die Elf des VfL Kellinghusen hatte im direkten Kellerduell mit dem SV Neuenbrook/Rethwisch offenbar die Ghostbusters mit im Bunde, entledigte sie sich mit einem 4:1-Heimsieg jedweder Sorgen.
Unter der prallen Mai-Sonne war der Start ins kleine Endspiel prompt geglückt, als Alexandra Köhn einen Ball von außen herrlich annahm und in derselben Bewegung mit links oben einschweißte (7.).
Ein Tor, das bei den Damen in eigentlichem Auswärtsrot ein wenig darüber hinwegtäuschte, dass die Gäste bis zur Trinkpause (24.) mehr in die Partie investierten. So patschte Jaqueline Hinrichsens Freistoß auf die Querlatte (13.) und zielte Shirley Hellmann im Sechzehner knapp vorbei, nachdem Kollegin Jarla Opitz unfreiwillig mit dem Gesicht vorgelegt hatte (23.).
„Jetzt reißt euch nochmal den Arsch auf!“, forderte Kapitänin Lana Weise nicht zu Unrecht eine anlassgerechtere Spielhaltung. Ob ihr skandiertes Motto „Einer für alle und einer für alle!“ dabei tatsächlich so zielführend ist? Zumindest für Heiterkeit war damit gesorgt...
Sportlich wartete die inspirierende Spielführerin derweil per Schusschance (27.) und Abseits-Kopfballtor (42.) auf, während es Hinrichsen drüben wieder mit dem ruhenden Ball versuchte (40.) und erneut S. Hellmann diesmal an Lotta Schachts Fußblockierung scheiterte (45.).
Der Ausgleich damit durchaus im Bereich des Verdienten, doch die Dinge kamen anders, weil Daria Weise nicht ihre erste gute Ecke trat, wodurch Marie-Theres Torhala ihrer ersten Nachnamenssilbe dank des zweiten Balles alle Ehre zum 2:0-Pausenvorsprung machen konnte (45.+2).
Hoffnungen für die seit acht Begegnungen sieglosen Damen vom Schinkeler Weg schürte nach dem Seitenwechsel Hinrichsen mit ihrem Freistoßkönnen, das nun direkt im hohen Bogen zum umjubelten Anschlusstreffer führte (52.). Geht hier etwa doch noch etwas? Merle Hellmanns Versuch schrammte jedenfalls nur hauchdünn am Gleichstand vorbei (57.).
Dann aber zündete der VfL den ultimativen Cheatcode, indem die eingewechselte Isabella Seider mehrfach über rechts ihr enormes Tempo in die Tiefe brachte und auf diese Weise das 3:1 durch L. Weise vorbereitete (63.).
Beim kurz danach folgenden 4:1 waren es dagegen ein hohes Ding und D. Weises Abstauber, die für weitere Freude der damit bereits vor dem Saisonfinale nächste Woche geretteten Kellinghusenerinnen sorgten (66.). Da fielen auch zwei vergeigte Hundertprozenter für Seider (72. & 89.) nicht mehr ins Gewicht.
Die Elf des SV Neuenbrook/Rethwisch versuchte es zwar noch unverdrossen, beispielsweise mit S. Hellmanns Kopfball (83.), doch am Ende langte es mal wieder nicht zu Zählbarem in der Fremde (zwei Punkte aus zehn Partien), sodass der Abstieg in die Kreisliga für das Schlusslicht vor allem auswärts seine Konturen erhielt. Der Schlussakkord bei Fortuna Bösdorf gilt bei drei Punkten und 40 Toren Rückstand auf die Spielgemeinschaft aus Kaltenkirchen, Stuvenborn und Sievershütten (rettender Platz 10) nur noch als letztes Winken – vier Jahre nach dem Abstieg aus der Oberliga.

Tore: 1:0 Köhn (7.), 2:0 Torhala (42. D. Weise), 2:1 Hinrichsen (52., direkter Freistoß), 3:1 L. Weise (63. Isabella Seider), 4:1 D. Weise (66. Harm)

gelbe Karten: Baack, Voges – Schneider

Schiedsrichter: Nicolai-Alexander Noss (TSV Brokstedt)

Zuschauer: 35