Samstag, 20. April 2013

Spielbericht SC Sternschanze 1.C - SC Victoria Hamburg 1.C

Doppelter Sekundentod
Nach rasantem Derby: Vicky schnuppert Höhenluft – SCS quasi weg

Bittere Pille für den SC Sternschanze: Auch eine ordentliche Leistung gegen das Spitzenteam des SC Victoria reichte nicht aus, um den ersten Punktgewinn in der U14-landesliga einzufahren. Dabei begann alles nach Plan: Während man hinten sicher stand, war ihnen vorne das längst vergessene Glück hold, nutzte Anton Morlock im Anschluss an eine gute Schuleit-Ecke zum 1:0 ein (18.).
In der Folge wussten die Gastgeber die errungene Führung gut zu verwalten, doch dass dies ein gefährlicher Vorgang ist, bewies Blau-gelb direkt vor der Pause, als der bewegliche Rene Pettig einen Lattenfreistoß von Falk Schiller direkt per Kopf aus kürzester Distanz ebenfalls an den Querbalken setzte, während der eingewechselte John Trujillo Restrepo am Außennetz scheiterte.
Eine Szene mit Signalwirkung, übernahmen die Gäste vom Lokstedter Steindamm im zweiten Durchgang komplett die Initiative, was sich schließlich auch in Zählbares ummünzen sollte. Jakob Bahnsen besorgte mit einem Linksschuss aus der Distanz das 1:1, nachdem Hannes Meier zunächst einen Eckball vor dem sperrigen Schiller in die Mitte faustete (48.).
Handgestoppte zehn Sekunden später der nächste Schock für Paul Reller und Kollegen: Vicky geht mit 2:1 in Front! Diesmal war es ein geradlinig gespielter Konter, der mit einem abschlusssicheren Pettig vor dem Tor endete.
Alle Bemühungen der ersten Halbzeit schienen gleich Null gesetzt, doch die Schanzenkicker kämpften sich zurück – und wie!
Eine Hereingabe von der rechten Seite landete genau bei Luca Holst, der vor dem Tor unfreiwillig zum ebenfalls eingewechselten David Cisse durchließ und da dieser keine Mühe hatte, das Leder aus einem Meter über die Linie zu drücken, war der Spielstand wieder ausgeglichen (54.). Große Freude bei den abstiegsbedrohten Gastgebern, doch diese sollte nicht lange anhalten. Besser gesagt, nur 44 Sekunden, denn wieder bekam der SCV seinen geliebten Raum zum Kombinieren, den er auch eiskalt durch Pettig per Rechtsschuss in die lange Ecke nutzte – das sofortige 2:3!
In der Schlussphase warf die Elf von Trainer „Mink“ Zickelbein noch einmal alles nach vorne, doch die wirklich gefährlichen Momente gab es nur nach Kontern des Gegners, welche Pettig auch dank eines aufmerksamen Meier im SCS-gehäuse nicht zur Vorentscheidung beenden konnte.
Dennoch reichte es für ihn und seine Mitstreiter zum 3:2-Auswärtserfolg, der die Lokstedter vorerst auf den zweiten Rang des Klassements katapultiert. Der SCS, punktloses Schlusslicht, MUSS dagegen die letzten drei Spiele allesamt gewinnen, um die Restchance auf den Ligaverbleib zu wahren.

SC Sternschanze 1.C: Meier – Durgut, Morlock, Komatsu, Vornweg (56. Weidle) – Reller, Pinzón Carmona – Bergerhoff (58. Nti), Voges, Schuleit (52. Cisse) – Nti (36. Holst), Trainer. Benjamin Zickelbein

Tore: 1:0 Morlock (18. Schuleit), 1:1 Bahnsen (48. Yavuz), 1:2 Pettig (49.), 2:2 Cisse (54.), 2:3 Pettig (56. Schiller)

gelbe Karten: Pinzón Carmona – keine

Schiedsrichter: Stefan Romacker (GW Eimsbüttel, Note 4,5)

Zuschauer: 50

Freitag, 19. April 2013

Spielbericht VfL 93 Hamburg II - HSV Barmbek-Uhlenhorst III

Hungriger VfL schockt BU! 
Zweitvertretung des VfL 93 ärgert (nicht mehr) Aufstiegskandidat BU III 
 
Da half auch alles Rechnen nichts: Mit 0:2 musste sich die Drittvertretung des HSV Barmbek-Uhlenhorst am Freitagabend am Borgweg geschlagen geben. Dabei war sich die Nolte-Elf doch so sicher, die Jungs in Schwarz-weiß problemlos besiegen zu können, um den eigenen Aufstiegsträumen ein Stück näher zu kommen. 
Dass dies ein durchaus diffiziles Unterfangen werden würde, zeigte sich spätestens in der 22. Minute, als Winterneuzugang Tobias Knopp eine zu kurz geklärte Dickmann-Ecke aus etwa 13 Metern zum 1:0 in die Maschen piekte. Nur wenige Augenblicke später bewegte sich das Geschehen erneut auf BU-Schlussmann Michael Meyer zu, rettete er ein Geschoss von Marius Dickmann schön zur Ecke, die wiederum aber auch wieder gefährlich wurde, leitete Kapitän Christopher Maurer gekonnt nach hinten, von wo aus Solist Michael Kohpmann das Leder ans Aluminium drosch. Eigentlich Glück für die Gäste, doch da der Abpraller direkt am Körper des überraschten Torstehers landete, rutschte das Ei schließlich doch ins Netz – 2:0! 
Nachdem der erste Abschnitt klar der VfL-Reserve gehörte, begannen nach dem Seitenwechsel nun auch die Blau-gelben mit ihrem Offensivbetrieb. So kam Sturmtank Marcus Golembiewski nach dem bislang besten BU-Angriff zu einer exzellenten Kopfballchance, schädelte er die Kugel allerdings vorbei (56.). 
Doch auch auf der anderen Seite blieb es gefährlich, denn nur mit der Hilfe einer tollen Rettungstat konnte Meyer das vorentscheidende 3:0 gegen einen Kopfball Kohpmanns verhindern (61.), während er sich nach 77 Minuten bei Dickmann bedanken konnte, dass dieser frei vor der Kiste vorbei zielte. Die Langenfort-Kicker bemühten sich noch einmal um den Anschlusstreffer, doch weil VfL-Torsteher Sven Oeser einen Ruhnke-Distanzversuch aus der 87. Minute zur Ecke abwehren konnte und der eingewechselte Dennis Schütt in der Nachspielzeit gegenüber DIE Kopfballchance nicht zum 3:0 nutzen konnte, blieb es beim insgesamt nicht unverdienten 2:0-Erfolg für die Borgwegler, bei denen man diverse positive Erkenntnisse gewinnen konnte: „Wir waren heiß uns schnell. Schließlich hat man uns fünf Wochen lang hungern lassen!“, erklärte Außenspieler Finn Masurek stolz nach Spielende. Nach dem Vorbild der „Kieler Kneipenterroristen“ wünscht sich der 20-Jährige nicht nur, dass in seinem zusammengewachsenen Team weiterhin „jeder für jeden kämpft“, sondern auch eine weitere Leistungssteigerung erkennbar wird, um aus den verbliebenen fünf Partien vier Siege einzufahren. 
 
VfL 93 Hamburg II: Oeser – Harraß, Backes (78. Frey), Öhlmann, Boveland – Maurer – Masurek, Kohpmann, Yazdani (64. Schütt) – Knopp (83. Odin), Dickmann, Trainer: Marco Ritter & Michael Böge 
 
HSV Barmbek-Uhlenhorst III: Meyer – Göbel, Fuchs, Möller, Reymann (82. Eckstein) – Grab (66. Brecour), Wiechmann – Ruhnke, Ricken, MeeschGolembiewski (66. Schäfer), Trainer: Wolfgang Nolte 
 
Tore: 1:0 Knopp (22. Dickmann), 2:0 Kohpmann (24. Maurer) 
 
Schiedsrichter: Marco Dittmer (SC Sperber, Note 3) 
 
Zuschauer: 35 


Mittwoch, 17. April 2013

Spielbericht ESV Einigkeit Wilhelmsburg 1.C - Altona 93 1.C

Das große Fressen nach der Pause
35 Minuten war der AFC auf der Höhe – dann drehte Einigkeit auf!

4:1 lautete der Endstand des tabellarischen Nord-Süd-Gipfels der U15-Verbandsliga zwischen der C1 Einigkeit Wilhelmsburgs und der des Altonaer Fußballclubs von 1893.
Was sich deutlich anhört, war es in der ersten Hälfte aber nicht wirklich, präsentierten sich die Gäste taktisch hoch diszipliniert und nach vorne hin durchaus mit Nadelstichen, wie in den Spielminuten 21 und 24, als jeweils Henning Herrmann-Trentepohl aussichtsreich in den Ballbesitz kam, ihm die Torgefahr jedoch gänzlich abging. Ähnlich erging es auch Mitspieler Massoud Yakub nach einem zu kurz geklärten Freistoß, in dessen Folge sein Linksschuss das Ziel verfehlte (26.).
Auf der anderen Seite gelang es den Gastgebern nur selten, ihre technische Überlegenheit so in Substanzielles umzusetzen, wie nach einer knappen halben Stunde, als Temur Muradi, schön von Simon Keisef eingesetzt, um Haaresbreite nicht in den AFC-Kasten traf. Zuvor war es Kerim-Abdul Hübbe, der die beste Einigkeit-Chance hatte (Kaan Yildirim im Tor von Altona 93 wehrte per Fuß ab).
Mit Beginn des zweiten Abschnitts wirkten die Herren in Schwarz nun etwas aufgeräumter und einen Masterplan schienen sie jetzt auch gefunden zu haben, denn ein langer Ball von Temur Muradi reichte aus, um Sturmspitze Mayco Almeida Teixeira frei vor dem Tor auf die erfolgreiche Reise zum 1:0 zu schicken – die Führung nach 42 Minuten, der postwendend die Verdopplung folgen sollte, war es wieder ein messerscharfer Ball, der die AFC-Defensive Matt setzte und erneut Mayco Almeida Teixeira in eine perfekte Schussposition brachte. Nach einer verhaltenen ersten Halbzeit drehte das Heimteam nun richtig auf und erspielte sich Chance um Chance, von denen sie genau eine Viertelstunde nach Wiederbeginn eine weitere nutzen konnten, köpfte der eingewechselte Gabriel Destici eine exakte Sahinbas-Flanke mustergültig ein.
Und weil das Toreschießen so eine feine Sache ist, machte er neun Zeigerumdrehungen vor Ultimo gleich damit weiter. Diesmaliger Flankengeber: Julian Sternberg. Immerhin fuhren die bemitleidenswerten Altonaer nicht komplett ohne ein Erfolgserlebnis nach Hause, nutzte Defensivspezialist Said Boyraz eine durchaus komplexe Freistoßposition aus dem linken Halbfeld zum Treffer in den Winkel – ein Traumtor!
Somit konnten die Gastgeber ihrem Spitzenplatz letztlich doch noch gerecht werden, während der Abstieg der Jungs vom Othmarscher Kirchenweg am kommenden Wochenende nun offiziell werden könnte.

Einigkeit Wilhelmsburg 1.C: Manozkow – Sulejmani, Emurli (45. Wali Mohammad), Atug, Sahinbas (62. Gökceoglu) – Keisef – Sternberg, K.Hübbe, D. Stanjevic (58. Abromeit), Muradi (45. Destici) – Almeida Teixeira, Trainer: Benjamin Hübbe

Altona 93 1.C: Yildirim – Brandes, Boyali, Boyraz, Haruna (1. Braun) – Demiral, Bohlen – Herrera (51. Henning), Strachowski, Yakub – Herrmann-Trentepohl (54. Haruna), Trainer: Jürgen Trapp

Tore: 1:0 Almeida Teixeira (42. Muradi), 2:0 Almeida Teixeira (44. D. Stanjevic), 3:0 Destici (50. Sahinbas), 4:0 Destici (61. Sternberg), 4:1 Boyraz (68. direkter Freistoß)

Schiedsrichter: Hauke Wohld (Note 4, insgesamt ohne große Fehler, verweigerte Einigkeit jedoch einen fälligen Strafstoß für Boyraz´ Handspiel (67.).)

Zuschauer: 34

Sonntag, 7. April 2013

Spielbericht SC Sternschanze II - TSV Wandsetal II

Die Nerven liegen blank! 
SCS II: Abwehrchaos und Disziplinlosigkeit als Brennpunkte 
 
Irgendwie ist das Kalenderjahr 2013 bislang nicht das der Zweitvertretung des SC Sternschanze, denn auch das dritte Match im sportlich noch frischen Jahr wurde, wie auch die beiden vorigen, zu Hause verloren. 
Zwar patzte auch die Konkurrenz im Abstiegskampf, doch Kampfgeist und Optimismus überlassen die Schanzer derzeit den anderen. 
Dabei begann die Partie durchaus ausgeglichen, ließen beide Abwehrreihen zunächst nichts anbrennen. Erst ein guter, aber auch keineswegs perfekt getretener Freistoß von Sascha Wentzien (SCS-Keeper Schumacher berührte die Kugel noch) läutete den wandsetaler Festtag ein, hatten die Gäste von nun an das Kommando auf dem künstlichen Grün und nach 28 Minuten auch ihren zweiten Treffer auf der Habenseite, versenkte Erkan Özgüc seinen eigens herausgeholten Strafstoß (Jens Rebke holte ihn völlig unnötig von den Stelzen) nach einer guten halben Stunde. 
Wer bis hier hin noch nicht glauben wollte, dass die Mannschaft des SC Sternschanze in einer tiefen Krise steckt, musste dies keine drei Minuten später endgültig einsehen, denn nicht nur, dass die Gäste ungehindert in der generischen Hälfte kombinieren konnten; nein, mit Dustin Haury verwertete ausgerechnet der niedrigste Akteur auf dem Feld eine exakte Gawady-Flanke zum 0:3. Während der TSV insbesondere durch Richie-Joe Cudjoe auch noch gute Gelegenheiten liegen ließ, kamen Michael Guimaraes Silva und seine Kollegen einzig durch einen guten Distanzschuss, den TSV-Fänger Serkan Ermis jedoch gut parierte, zu Torgefahr. 
Eine ganz andere Art von Gefahr versprühte indes SCS-Akteur Julius Skarka, nachdem ihn Schiedsrichter Benjamin Klein quasi zum Halbzeitpfiff mit der Ampelkarte vom Feld schickte, nachdem er Sekunden zuvor gelb verwarnt in einen harten Disput mit Gegenspieler Erkan Özgüc geriet. Das salomonische Urteil von „gelb für beide“ war somit Skarkas Spielausschluss, den der Sünder auch mit einem fuchsteufelswilden Auftreten (er musste von einem Mitspieler vom Spielfeld gezerrt werden) nicht rückgängig machen konnte. 
Sichtlich unbeeindruckt von diesem unwürdigen Theater, spielte der TSV die Angelegenheit im zweiten Abschnitt ruhig herunter, was nach dem schnellen 0:4, im Anschluss an eine weitere groteske SCS-Abwehrszene, folgte, auch keine besonders schwierige Aufgabe war. 
Zwar konnte Elvis Muratovic mit einer herrlichen Einzelaktion im Strafraum des überlegenen Mittelfeldteams immerhin den 1:4-Ehrentreffer markieren, mit dem 1:5 durch Özgüc, quasi direkt im Anschluss, war die Messe dann aber endgültig gelesen. 
 
Tore: 0:1 Wentzien (21. direkter Freistoß), 0:2 Özgüc (28. Foulelfmeter), 0:3 Haury (32. Gawady), 0:4 Cudjoe (50.Özgüc), 1:4 Muratovic (78.), 1:5 Özgüc (79.) 
 
Gelb-rote Karte: Skarka (SCS II, 45.+1 Foulspiel + Unsportlichkeit) 
 
Schiedsrichter: Benjamin Klein (SV Nettelnburg / Allermöhe) 
 
Zuschauer: 50 


Spielbericht ESV Einigkeit Wilhelmsburg 1.C - FC Eintracht Norderstedt 1.C


Das Glück des Tüchtigen
Später Strafstoß rettet Einigkeit die Mega-Serie

„Serien sind da, um gebrochen zu werden.“, dürften sich die Gäste aus Norderstedt gedacht haben, als sie zum einzig noch ungeschlagenen Team der U15-Verbandsliga reisten.
Und tatsächlich erwischten die Norderstedter im wilhelmsburger Morgentau auch den deutlich besseren Start, waren sie es, die in den Zweikämpfen deutlich präsenter waren, was sich auch früh lohnen sollte, gewann Tarec Blohm die Kugel nicht nur auf der linken Seite, sondern spielte sie auch exakt vor die Füße von Leon Cammann, der, nachdem er zunächst ESV-Schlussmann Manozkow aussteigen ließ, sicher zum 0:1 einlochte.
Spätestens jetzt hätte der Wecker für die Gastgeber klingeln müssen, doch der „Wake-up-call“ nach Arjen Robben musste noch größer ausfallen, denn nachdem Nico Manozkow eine halbhohe Walia-Flanke vor Leon Cammann als Tiefflieger wegfaustete, wurde er mit der goldenen Regel des Torwartdaseins konfrontiert: Wehre niemals einen Ball in die Mitte ab!“, lauerte genau dort mit Lennart Mahn ein wachsamer Angreifer, der dieses Slapstick-Geschenk dankend annahm – 0:2!
Immerhin fing sich der Spitzenreiter nun langsam und kaum warf er seine Angriffsmaschinerie einmal an, wurde es gleich gefährlich, als sich Mayco Almeida Teixeira energisch durch den Strafraum tankte, jedoch am breit gefächerten Julio Fernandez scheiterte.
Doppeltes Glück für die Eintracht, denn Felix Hennings´ Begleitservice für den Schützen war nicht gerade von Pazifismus geprägt und hätte einen Strafstoßpfiff nach sich ziehen müssen.
Weitere Gefahrenmomente suchte man allerdings vergeblich. Umso wichtiger war es für die Jungs von der Dratelnstraße, dass Almeida Teixeira nach einer guten halben Stunde schließlich doch (diesmal ungehindert) per Kopf ins Schwarze treffen konnte, schwebte ein herrlich geschlagener Sternberg-Freistoß genau an die richtige Stelle – der Anschlusstreffer!
Zurück aus den Kabinen, nahm das Match deutlich an Intensität zu, was auch den Offensivfreunden unter den 40 Zuschauern zu Gute kam. Einigkeit eröffnete mit zwei sehr guten Gelegenheiten für Temus Muradi (42.) und Berat Emurli (45.).
Die beste Ausgleichschance ließ indes der eingewechselte Ciya Atug liegen, als er aus spitzem Winkel zu unplatziert abschloss und Fernandez im Eintracht-Gehäuse so die Gelegenheit gab, das Ei in Richtung Querbalken zu lenken (50.).
Während die Norderstedter nur noch wenig Entlastung schaffen konnten, rannte den Gastgebern die Zeit davon, doch im Dickicht der vielen Zweikämpfe fehlte es an weiteren klaren Torchancen. – bis, ja eben, bis der Unparteiische in der Schlussminute doch einmal für das Heimteam auf den Punkt zeigte, womit er wieder verkehrt lag, denn selbst im Einigkeit-Lager war man sich sicher: Dieser Körperkontakt zwischen Ephraim Asante und Ciya Atug war nicht elfmeterreif!
Völlig unbeeindruckt von dieser Diskussion schnappte sich der „Gefoulte“ das Leder und versenkte es zum dennoch gerechten 2:2-Endstand, welcher das Team in Schwarz durchaus positiv stimmte, war dies seit einer Niederlage gegen die jetzige C1 des Hamburger SV das 28. Punktduell in Serie, das Einigkeit Wilhelmsburgs 98er nicht verloren. Eine beeindruckende Serie, deren Ende kaum absehbar ist!

ESV Einigkeit Wilhelmsburg 1.C: Manozkow – Sulejmani, Emurli, Keisef, Sahibas (29. Muradi) – Sternberg, Yörük (52. Sahinbas) – Abroneit (11. Atug), D. Stanjevic (61. Mohammad), Destici – Almeida Teixeira, Trainer: Benjamin Hübbe

Eintracht Norderstedt 1.C: Fernandez – Thießen, Asante, Hennings, Spiering (61. Hanik) – Shirdel (65. Mahn), Demir – Cammann, Blohm (23. Weidemann), Walia – Mahn (53. Lenfers), Trainer: Asil Yelkenkayali

Tore: 0:1 Cammann (7. Blohm), 0:2 Mahn (17.), 1:1 Almeida Teixeira (28. Sternberg), 2:2 Atug (70. Strafstoßtor, Asante an Atug)

Schiedsrichter: Lundrim Aslani (Note 5,5: griff mit drei Fehlentscheidungen erheblich ins Spielgeschehen ein: Verweigerte Einigkeit einen fälligen Strafstoß (Hennings an Almeida Teixeira, 19.). Dem gegebenen Strafstoß ging indes kein Regelverstoß voraus, zudem mit allgemeinen Schwächen bei der Bewertung von Zweikämpfen.)

Zuschauer: 40

Samstag, 6. April 2013

Spielbericht Hamburger FC - SV Barmbek II

Kamenske trotz den SVB-Bemühungen
Defensivspieler lässt Höhenflug des Hamburger FC weiter anhalten

Nein, so wirklich überrascht dürfte man als Kenner der Szene von diesem Spielausgang nicht gewesen sein. Der zuletzt sieben Spiele ungeschlagene Hamburger FC schlug die abstiegsbedrohte Reserve des SV Barmbek mit 3:1.
Dennoch waren auch die Gäste nicht komplett unzufrieden, hielten sie trotz der Außenseiterrolle über weite Strecken gut mit, waren sie es sogar, die nach einer knappen halben Stunde die große Führungschance durch Kapitän Soner Sarimehmetoglu hatten. Der abgefälschte Linksschuss des Zehners flatterte jedoch knapp am Gehäuse vorbei.
Dafür präsentierte sich Felix Kamenske auf der anderen Seite umso treffsicherer, schloss er einen gut vorgetragenen Spielzug über mehrere Stationen sicher zur 1:0-Pausenführung ab (39.). Und das, obwohl es personell nicht gerade optimal für die Gastgeber lief, mussten die taktgebenden Brüder Andre und Tiago dos Santos früh verletzt die Segel streichen.
Zurück aus der Pause, bemühten sich die Barmbeker weiterhin um den Ausgleich, zu dem ihnen zehn Minuten nach dem Wiederbeginn ein nicht ganz klarer Strafstoß wegen angeblichen Foulspiels verhalf. Ilker Uguroglu zeigte vom Punkt keine Nervenschwäche und versenkte sicher – 1:1 (55.)!
Mit dem Punkt nicht unzufrieden, versuchten die Gäste nun nicht zu viel zu riskieren, was ihnen aus dem Spiel heraus auch ganz gut gelang. Doch als Erkan Yildiz das Spielgerät per Linksschuss von der rechten Seite in die lange Ecke zirkelte, waren die Jungs von der Meister-Francke-Straße wieder offensiv gefordert (66.).
Zwar zeigten sie sich weiterhin bemüht um den wichtigen Punktgewinn, doch als wiederum Kamenske nach einem verlängerten Yildiz-Eckball zum 3:1 einlochte, war das Match entschieden (80.).
Die Situation des SVB bleibt damit weiter prekär, während sich der HFC nun immer mehr in der Spitzengruppe der Kreisliga 5 festbeißt.

Tore: 1:0 Kamenske (39. Wright), 1:1 Uguroglu (55., Foulstrafstoß), 2:1 Yildiz (66., direkter Freistoß), 3:1 Kamenske (80. Freese)

gelbe Karten: Kacer – keine

Schiedsrichter: Till Kunze (FC Viktoria Harburg)

Zuschauer: 42