Kilia
II marschiert weiter
Oberliga-Reserve
demontiert TSV Flintbek II mit 9:1
Makellos marschiert die ambitionierte Reserve von Oberliga-Meister Kilia Kiel
durch Schleswig-Holsteins Kreisliga Nordost. Fünftes Opfer des Kilia-Runs gen
Verbandsliga: die Zweitvertretung des TSV, die mit einem 1:9 im eigenen Sportzentrum
die bislang höchste Abreibung kassierte.
Die erste Duftnote duften die unterlegenen Gastgeber noch setzen, indem Jonte
Plambeck herrlich longline auf den direkt drüber zielenden Jonah Reinert
spielte (6.), dann machte der Primus schnell ernst. Wo Ben Bauer vorher noch
mit Tempo knapp verzog (8.), überrumpelte man den Gegner über die linke Linie,
um Ramez Alahmad das Spielgerät über den herausstützenden Jonas Weber zum 0:1
heben zu lassen (9.).
Besondere Beteiligung erlebte der Schlussmann in der Folge, als er zwar zweimal
behände rettete (15. & 17.), bei Alahmads 0:2 aber eine eher unglückliche
Figur abgab (12.).
Durch einen suboptimalen Rückpass in Bedrängnis gebracht, legte Weber in Minute
23 Gegenspieler Bauer, der den selbst herausgeholten Strafstoß problemlos
rechts hineinnavigierte (23.).
Etwas besser war es den Hausherren fortan gelungen, sich auf die stets hoch und
weit gestaltete Spielidee Kilias einzustellen. Doch während man selber
interessante Offensivausflüge wie Leroy Müllers Versuch aus der Drehung (27.)
oder Jonah Reinelts selbst für ein Field Goal zu hoch angesetzten Schuss (35.)
nicht für sich nutzen konnte, nudelte sich Alahmad auf der anderen Seite zum
Hattrick, gleichbedeutend mit dem vorzeitigen 0:4-Halbzeitstand (32.).
Auch der zweite Abschnitt vermochte keine Wende herbeizuführen. Ein eigener
Abstoß, den der eingewechselte Fadi Mohamad im Mittelfeld locker abfing,
leitete gar das 0:5 durch Alexander Root ein (53.). Ebenfalls treffsicher
machte es der spielstarke „17er“ halbrechts im Strafraum, nachdem ihn Hennes
Graefe, der kurz darauf gleich selbst einlochte (70.), fein per Steckpass
bedient hatte (66.).
Mit Lytvynenkos Belohnung für einen eifrigen Auftritt aus 25 Metern war das Tor-Oktett
der Gäste vollständig (73.).
Ausgerechnet jetzt packte Florian Lotter aus 35 Metern, Linksaußenposition, den
perfekten Freistoß ins Dreiangel aus. Schade, dass ein so schöner Treffer im
Falle eines 1:8 verständlicherweise keine Freuden auslöste (77.).
Anders sah es da bei Gegenspieler Bauer aus, der, eines Oberligaspielers würdig
(zwei Kurzeinsätze in der Liga-Mannschaft), noch mit rechts aus 18 Metern zum
letztlich nicht unverdienten 1:9-Endergebnis einlochte (88.).
Die Elf von Trainer Heiko Dukats-Jadwizak, der mit talentierten
(Ex-)A-Jugendlichen aus Molfsee, wie Bauer, Lytvynenko oder Root im Sommer den
Aufstiegskader aus der A-Klasse weiter aufwertete, dürfte die Kreisliga nur als
Zwischenstation für Höheres verstehen. Die Für die TSV-Reserve geht es dagegen
im kommenden Auswärtsspiel bei Inter Türkspor II um den ersten Saisondreier.
TSV Flintbek II: Weber –
J. Plambeck, K. Plambeck, Carstens, Schroeder – F. Lotter, Reinert, Nohns,
Grimm – Müller, Kaessens, eingewechselt:
Richert, Brandt, Spee, A. Lotter, Trainer:
Sascha Thedens
Tore: 0:1 Alahmad (8. Alaloush), 0:2
Alahmad (12. Graefe), 0:3 Bauer (23., Strafstoßtor, Weber an Bauer), 0:4
Alahmad (32. Lytvynenko), 0:5 Root (53. Lytvynenko), 0:6 Root (66. Graefe), 0:7
Graefe (70. Cakir), 0:8 Lytvynenko (73.), 1:8 F. Lotter (77., direkter Freistoß),
1:9 Bauer (88. Lytvynenko)
gelbe Karten: Weber, Nohns, Reinert,
Grimm – keine
Schiedsrichter: Jan Sievert
Zuschauer: 45
Sonntag, 24. August 2025
Spielbericht TSV Flintbek II - FC Kilia Kiel II
Samstag, 23. August 2025
Spielbericht IF Stjernen Flensborg - TSV Nordmark-Satrup II
Stjernen
wird zum Shooting Star
Begleitetes
Toreschießen: Flensburger siegen sich in die Spitzengruppe
Dritter Sieg in Folge! Stjernen Flensborg hat in der Verbandsliga Nord derzeit
einen Lauf! Nach der SG Eckernförde/Fleckeby (6:0) und Blau-weiß Löwenstedt
(3:0) musste nun die Reserve des TSV Nordmark-Satrup dran glauben. Im Engelsby-Centret
hatten die Hausherren sofort den Weg in die Einbahnstraße gefunden.
Ergebnistechnisch unterstrichen durch Anas Khans Ballgewinn, mit dem der
23-Jährige prompt das letztlich selbst erzielte 1:0 einleitete (12.). Den
Scorerpunkt für die Vorarbeit hatte sich sein Kapitän verdient, flankte
Jonathan Siebenschuh punktgenau für den Kopfball-Aufsetzer zur Führung.
Diese mit dem 2:0 zu untermauen, versuchte auf erneutes Siebenschuh-Zuspiel
Kim-Patrick Nitschke, doch Schlussmann Mika Bischoff packte im direkten Duell
beherzt zu (15.).
Gerne wäre ihm Ähnliches sicher auch nach der Trinkpause (bei 19 Grad
Außentemperatur) gelungen, als Siebenschuh mit dem Rücken zum Strafraum für
Außenverteidiger Leonhard Kratz und dessen ungestörten Distanztreffer auflegte
(29.). So aber luden Bischoffs Vorderleute den Gegner zum Erfolg ein!
Und das betreute Toreschießen ging weiter: Diesmal schenkten die Gäste die
Pille leichtfertig vor dem eigenen Gefahrenbereich her, wofür sich Nitschke
artig per Trudel-Ball zum 3:0 artig bedankte (35.). Gegentor Nummer 23 (!!) im
erst vierten Saisonspiel! Mit Verbandsligatauglichkeit hat das leider wenig zu
tun.
Aber der Aufsteiger, der am letzten Spieltag der Vorsaison mit einem 3:0 gegen
Stjernen II die Kreisliga-Meisterschaft klarmachte, berappelte sich nun etwas.
Die Zweikampfquote stieg und durch Runar Makowa gab es sogar einen vernünftigen
Torschuss zu verzeichnen (36.).
Zählbar wurde es dabei quasi mit dem Pausenpfiff, als Liljan Hoffmann-Timm
einen langen Freistoß auf den Kopf von Luca Petersen zirkelte und dieser aus
der oberen Etage auf den 3:1-Halbzeitstand verkürzte (45.+1).
War der Samstagskick für die TSV-Reserve doch noch nicht zum Scheitern
verurteilt? Eine latente Spannung, wenngleich Grün weiter tonangebend blieb, sollte
der Partie noch eine Weile erhalten bleiben – bis wieder Khan die Linie
raufmarschierte, den Abschluss aus spitzem Winkel wagte und Denny Pawlowski
goldrichtig auf das 4:1-Abstauber-Tor lauerte (65.).
Die Jungs aus Mittelangeln waren gebrochen und kamen in der verbliebenen
Spielzeit gut damit weg, dass trotz einiger verbliebener Möglichkeiten und
eines Füllhorns an Eckstößen lediglich Pawlowski im Rahmen eines kurz
ausgeführten Standards von der Fahne per Kopf (zum 5:1-Endstand) traf (75.).
Mit dem nächsten Teil der Siegesserie hievten sich die Flensburger auf Rang
drei – der Neuling bleibt dagegen im unteren Tabellendrittel hängen.
Tore: 1:0 Khan (12.
Siebenschuh), 2:0 Kratz (29. Siebenschuh), 3:0 Nitschke (35.), 3:1 Petersen
(45.+1, Hoffmann-Timm), 4:1 Pawlowski (65. Khan), 5:1 Pawlowski (75.
Hockenberger)
gelbe Karten: Khan, Tappe – keine
Schiedsrichter: Tjark Marten Reimers
(TSV Lohe-Rickelshof)
Zuschauer: 70
Freitag, 22. August 2025
Spielbericht SV Lieth - TV Haseldorf
Saisonstart
(vorerst) gerettet
3:1
gegen den TV Haseldorf: SV Lieth verschafft sich etwas Luft
Sechs-Punkte-Spiel bereits in der zweiten Runde der Bezirksliga 01? Für die im
Sommer kräftig erneuerte SV Lieth ging es nach dem Pokal-Aus in Quickborn und
dem 3:7-Liga-Debakel gegen Union Tornesch II schon jetzt um die Rettung des
Saisonstarts. Vor allem, weil am Freitagabend mit dem TV Haseldorf ein
Aufsteiger am Butterberg aufschlug, den es auf jeden Fall hinter sich zu lasse
gilt.
Entsprechend engagiert machten sich die Hausherren ans Werk, das allerdings
nicht immer so messerscharf daherkam, wie bei Max Schulz´ dynamisch über links
vorgelegter Großchance, bei der Schlussmann Johannes Markmann reaktionsschnell
per Fußabwehr zur Stelle war (7.).
Gleiches Muster – diesmal aber ohne Torwart-Großtat – nach einer knappen halben
Stunde, als nun Ali Duman mittig abziehen durfte und damit das durchaus
verdiente 1:0 markierte (29.).
Königstransfer Meraja Magens hätte dem Klein Nordender Gemüt weiteren Auftrieb
geben können, tat er aber nicht: Markmann bekam wieder seinen flinken Fuß
dazwischen (36.). Kurz nach der Pause reihte sich da auch Schulz ein, dem der
Goalie, der eigentlich nur aus Mangel an spielfähigen Perspektiven aus der
zweiten Mannschaft (Kreisklasse) hochgezogen wurde, ein Erfolgserlebnis
vermieste (47.).
Mit dem nachfolgenden Eckstoß durch Philipp Matthiessen war dann aber endlich
geschafft, bugsierte Mats Jonah Behrens das Leder im Strafraumgewusel zum ersehnten
2:0 über die Linie (48.).
Erst, nachdem Matthiessen aus 18 Metern und Behrens im etwas zu hektischen
Nachschuss die Vorentscheidung verpassten (59.), generierte auch der Neuling
von der Marsch etwas mehr Offensivgeist. Heiko Jedamskis Linksschuss ans Außennetz
aus der ersten Hälfte (22.) fand im nächsten Anlauf der „Appelplücker“ dafür
aber gleich einen treffsicheren Nachfolger, platzierte Michel Lienau das
Bällchen gekonnt aus dem Zentrum unter die Latte (71.). Geht da vielleicht doch
noch etwas, für den TVH?
Am ersten Spieltag hatte sich die weiter verletzungs- und urlaubsgeschwächte
Kälberloh-Elf ja noch einen Zähler nach Rückstand (1:1 gegen den Duvenstedter
SV) erspielt. Und tatsächlich schrammte ein abgefälschter Freistoß durch Joris
Lüchau nur knapp am 2:2 vorbei (74.).
Quasi im Gegenzug war die Angelegenheit aber schließlich entschieden, als A. Duman
perfekt in den Lauf von Schulz servierte
und dieser nicht nur Tim Krieg davon lief, sondern auch flach ins kurze Eck den
3:1-Endstand besorgte (76.).
Der Saisonstart für die heute endlich einmal überzeugenden „Liether Löwen“
damit vorerst gerettet, während die Haseldorfer vielleicht ein bisschen zu spät
erst die Krallen ausfuhren.
TV Haseldorf: Markmann – Franke, Wichmann, Pieper,
Krieg – Lienau, Möhle (68. Mirzaee), Jedamski – Kaland (68. Rose), J. Lüchau,
Nickels, Trainer: Benjamin Kälberloh
Tore: 1:0 A. Duman (29.),
2:0 Behrens (48. Matthiessen), 2:1 Lienau (71. Rose), 3:1 Schulz (76. A. Duman)
gelbe Karten: keine – Pieper, Rose
Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa
Harksheide, Note 2)
Zuschauer: 70
Sonntag, 17. August 2025
Spielbericht TSV Sparrieshoop - FC Roland Wedel
Kreisliga-Tugenden
adaptiert
Neuling
TSV Sparrieshoop nimmt den Kampf an und startet siegreich
Willkommen zurück, TSV Sparrieshoop! Noch weit weg vom Bezirks- oder gar
Landesliga-Glanz vergangener Tage, meldete sich der TSV nun immerhin wieder in
der Kreisliga zurück. Mit Roland Wedel war es dann auch gleich ein hartes Brot,
das am Rosengarten zu kauen war. Leidenschaft, Emotionen und jede Menge Härte
begleiteten die Rückkehr nach dem Wiederaufstieg auf Hamburgs achthöchste
Etage. Anfangs war es jedoch noch das spielerische Element, das die Heim-Elf
mit einigen talentierten Eigengewächsen walten lassen konnte. Über Mika
Martens´ Verlagerung nach außen, Finn Möllers Flachpass vor das Tor und Lenn
Pankraz´ Treffer im zweiten Anlauf per Kopf ging es prompt auf die
Siegerstraße. Drei Jugendliche wirbelten den Roland ordentlich durcheinander!
Auch in der Folge war es immer wieder das nicht immer angezogene Tempo, mit dem
die Hausherren verlässlich ins letzte Drittel vorstießen. Nur die
Chancenverwertung ist dabei noch nicht in der höheren Spielklasse angekommen.
Beispielsweise schob Luka Hochschild die Kugel frei mit rechts am Ziel vorbei (13.).
Die Elbestädter damit weiter im Spiel, dessen Gedeih sie sich vom unentwegten
Schlagen langer Bälle erhofften. Einen sportlichen Mehrwert brachte der
alt-britische Ansatz jedoch nicht ein. Mit einem Rückstand musste die zunehmend
mit sich selbst hadernde Auswärtsmannschaft aber dennoch nicht in die
abkühlende Pause gehen. Zum einen, weil Martens (auf der Linie von Sonay Hayran
geklärt, 37.), Pankraz knapp aus dem Lauf vorbei, 42.) und Möller (zu
unplatziert, 45.+2) nicht auf 2:0 stellten – andererseits, weil die nun
nadelstichartig vorne auftauchenden Gäste von gegnerischem Ungeschick
profitierten. Bei Osman Avcis Flanke von rechts bewarb sich Ole Krupski um
einen Platz im deutschen Aufgebot für die im September anstehende
Volleyball-WM, sodass Avci vom Punkt auf 1:1 stellen durfte (45.+3).
Im zweiten Durchgang, den der TSV ohne seinen angeschlagenen Torsteher zu
bestreiten hatte (Feldspieler Jannes Sötje übernahm die Handschuhe), ging der
Spielfluss schließlich gänzlich verloren. Viele Zweikämpfe, jede Menge Gezeter
und ein Schiedsrichter, der das alles nicht wirklich gut moderiert bekam. Exemplarisch
dafür standen die Vorkommnisse vor der Trinkpause: Der bereits verwarnte
Hochschild nietete seinen Gegenspieler im Mittelfeld amtlich von den Beinen.
Anstatt den Sünder direkt vom Feld zu stellen, hörte sich der Unparteiische die
Meinung von sämtlichen Gäste-Akteuren an, um dann erstmal in die Trinkpause zu
gehen. Der junge Linus Plocharska (15) half seinem Gespannsleiter
glücklicherweise fachkundig auf die
Sprünge: gelb-rot gegen Hochschild und ein Ticket gegen den unnötig
reklamierenden Roland-Goalie (73.)!
Nicht das erste Mal, dass einer der beiden aufmerksamen Assistenten den
besseren Lösungsweg vorschlug…
Dass der Neuling jedoch nicht nur Schönspielerei, sondern auch Kreisliga-Härte
kann, rettete ihm in Person von Pankraz den Saisonstart. Nach eigenem
Ballgewinn zerfetzte ihm Widersacher Güven Ayik fast das Trikot, doch der
Oberliga-erfahrene Rückkehrer an alte Jugend-Wirkungsstätte blieb auf den
Beinen und stiefelte entschlossen Richtung Siegtreffer, der am Ende frei vor
Schlussmann Aytekin Üstündag nur noch Formsache war (84.).
Die Gäste waren gebrochen, doch noch einmal lag bei Mert Güngörs Freistoß, den
Sötje mit Problemen über den Kasten schaufelte, der erneute Ausgleich in der
Luft (89).
Am Ende aber überstand das bessere Team die wilde Schlacht mit 2:1.
TSV Sparrieshoop: Stabe
(46. Sötje) – Krupski (90.+6 Roth), Schneider, Liedtke, Börger – Martens –
Ahmad (61. Alsibai), Voigt (46. Bublitz), Hochschild, Möller – Pankraz,
Trainer: Sebastian Schweig
Tore: 1:0 Pankraz (3. Möller), 1:1
O. Avci (45.+3, Strafstoßtor, Handspiel Krupski), 2:1 Pankraz (84.)
gelb-rote Karte: Hochschild (TSV
Sparrieshoop, 73., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia
im EMTV)
Zuschauer: 50
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