Sonntag, 24. August 2025

Spielbericht TSV Flintbek II - FC Kilia Kiel II

Kilia II marschiert weiter
Oberliga-Reserve demontiert TSV Flintbek II mit 9:1

Makellos marschiert die ambitionierte Reserve von Oberliga-Meister Kilia Kiel durch Schleswig-Holsteins Kreisliga Nordost. Fünftes Opfer des Kilia-Runs gen Verbandsliga: die Zweitvertretung des TSV, die mit einem 1:9 im eigenen Sportzentrum die bislang höchste Abreibung kassierte.
Die erste Duftnote duften die unterlegenen Gastgeber noch setzen, indem Jonte Plambeck herrlich longline auf den direkt drüber zielenden Jonah Reinert spielte (6.), dann machte der Primus schnell ernst. Wo Ben Bauer vorher noch mit Tempo knapp verzog (8.), überrumpelte man den Gegner über die linke Linie, um Ramez Alahmad das Spielgerät über den herausstützenden Jonas Weber zum 0:1 heben zu lassen (9.).
Besondere Beteiligung erlebte der Schlussmann in der Folge, als er zwar zweimal behände rettete (15. & 17.), bei Alahmads 0:2 aber eine eher unglückliche Figur abgab (12.).
Durch einen suboptimalen Rückpass in Bedrängnis gebracht, legte Weber in Minute 23 Gegenspieler Bauer, der den selbst herausgeholten Strafstoß problemlos rechts hineinnavigierte (23.).
Etwas besser war es den Hausherren fortan gelungen, sich auf die stets hoch und weit gestaltete Spielidee Kilias einzustellen. Doch während man selber interessante Offensivausflüge wie Leroy Müllers Versuch aus der Drehung (27.) oder Jonah Reinelts selbst für ein Field Goal zu hoch angesetzten Schuss (35.) nicht für sich nutzen konnte, nudelte sich Alahmad auf der anderen Seite zum Hattrick, gleichbedeutend mit dem vorzeitigen 0:4-Halbzeitstand (32.).
Auch der zweite Abschnitt vermochte keine Wende herbeizuführen. Ein eigener Abstoß, den der eingewechselte Fadi Mohamad im Mittelfeld locker abfing, leitete gar das 0:5 durch Alexander Root ein (53.). Ebenfalls treffsicher machte es der spielstarke „17er“ halbrechts im Strafraum, nachdem ihn Hennes Graefe, der kurz darauf gleich selbst einlochte (70.), fein per Steckpass bedient hatte (66.).
Mit Lytvynenkos Belohnung für einen eifrigen Auftritt aus 25 Metern war das Tor-Oktett der Gäste vollständig (73.).
Ausgerechnet jetzt packte Florian Lotter aus 35 Metern, Linksaußenposition, den perfekten Freistoß ins Dreiangel aus. Schade, dass ein so schöner Treffer im Falle eines 1:8 verständlicherweise keine Freuden auslöste (77.).
Anders sah es da bei Gegenspieler Bauer aus, der, eines Oberligaspielers würdig (zwei Kurzeinsätze in der Liga-Mannschaft), noch mit rechts aus 18 Metern zum letztlich nicht unverdienten 1:9-Endergebnis einlochte (88.).
Die Elf von Trainer Heiko Dukats-Jadwizak, der mit talentierten (Ex-)A-Jugendlichen aus Molfsee, wie Bauer, Lytvynenko oder Root im Sommer den Aufstiegskader aus der A-Klasse weiter aufwertete, dürfte die Kreisliga nur als Zwischenstation für Höheres verstehen. Die Für die TSV-Reserve geht es dagegen im kommenden Auswärtsspiel bei Inter Türkspor II um den ersten Saisondreier.

TSV Flintbek II: Weber – J. Plambeck, K. Plambeck, Carstens, Schroeder – F. Lotter, Reinert, Nohns, Grimm – Müller, Kaessens, eingewechselt: Richert, Brandt, Spee, A. Lotter, Trainer: Sascha Thedens

Tore: 0:1 Alahmad (8. Alaloush), 0:2 Alahmad (12. Graefe), 0:3 Bauer (23., Strafstoßtor, Weber an Bauer), 0:4 Alahmad (32. Lytvynenko), 0:5 Root (53. Lytvynenko), 0:6 Root (66. Graefe), 0:7 Graefe (70. Cakir), 0:8 Lytvynenko (73.), 1:8 F. Lotter (77., direkter Freistoß), 1:9 Bauer (88. Lytvynenko)

gelbe Karten: Weber, Nohns, Reinert, Grimm – keine

Schiedsrichter: Jan Sievert

Zuschauer: 45




Samstag, 23. August 2025

Spielbericht IF Stjernen Flensborg - TSV Nordmark-Satrup II

Stjernen wird zum Shooting Star
Begleitetes Toreschießen: Flensburger siegen sich in die Spitzengruppe

Dritter Sieg in Folge! Stjernen Flensborg hat in der Verbandsliga Nord derzeit einen Lauf! Nach der SG Eckernförde/Fleckeby (6:0) und Blau-weiß Löwenstedt (3:0) musste nun die Reserve des TSV Nordmark-Satrup dran glauben. Im Engelsby-Centret hatten die Hausherren sofort den Weg in die Einbahnstraße gefunden. Ergebnistechnisch unterstrichen durch Anas Khans Ballgewinn, mit dem der 23-Jährige prompt das letztlich selbst erzielte 1:0 einleitete (12.). Den Scorerpunkt für die Vorarbeit hatte sich sein Kapitän verdient, flankte Jonathan Siebenschuh punktgenau für den Kopfball-Aufsetzer zur Führung.
Diese mit dem 2:0 zu untermauen, versuchte auf erneutes Siebenschuh-Zuspiel Kim-Patrick Nitschke, doch Schlussmann Mika Bischoff packte im direkten Duell beherzt zu (15.).
Gerne wäre ihm Ähnliches sicher auch nach der Trinkpause (bei 19 Grad Außentemperatur) gelungen, als Siebenschuh mit dem Rücken zum Strafraum für Außenverteidiger Leonhard Kratz und dessen ungestörten Distanztreffer auflegte (29.). So aber luden Bischoffs Vorderleute den Gegner zum Erfolg ein!
Und das betreute Toreschießen ging weiter: Diesmal schenkten die Gäste die Pille leichtfertig vor dem eigenen Gefahrenbereich her, wofür sich Nitschke artig per Trudel-Ball zum 3:0 artig bedankte (35.). Gegentor Nummer 23 (!!) im erst vierten Saisonspiel! Mit Verbandsligatauglichkeit hat das leider wenig zu tun.
Aber der Aufsteiger, der am letzten Spieltag der Vorsaison mit einem 3:0 gegen Stjernen II die Kreisliga-Meisterschaft klarmachte, berappelte sich nun etwas. Die Zweikampfquote stieg und durch Runar Makowa gab es sogar einen vernünftigen Torschuss zu verzeichnen (36.).
Zählbar wurde es dabei quasi mit dem Pausenpfiff, als Liljan Hoffmann-Timm einen langen Freistoß auf den Kopf von Luca Petersen zirkelte und dieser aus der oberen Etage auf den 3:1-Halbzeitstand verkürzte (45.+1).
War der Samstagskick für die TSV-Reserve doch noch nicht zum Scheitern verurteilt? Eine latente Spannung, wenngleich Grün weiter tonangebend blieb, sollte der Partie noch eine Weile erhalten bleiben – bis wieder Khan die Linie raufmarschierte, den Abschluss aus spitzem Winkel wagte und Denny Pawlowski goldrichtig auf das 4:1-Abstauber-Tor lauerte (65.).
Die Jungs aus Mittelangeln waren gebrochen und kamen in der verbliebenen Spielzeit gut damit weg, dass trotz einiger verbliebener Möglichkeiten und eines Füllhorns an Eckstößen lediglich Pawlowski im Rahmen eines kurz ausgeführten Standards von der Fahne per Kopf (zum 5:1-Endstand) traf (75.).
Mit dem nächsten Teil der Siegesserie hievten sich die Flensburger auf Rang drei – der Neuling bleibt dagegen im unteren Tabellendrittel hängen.

Tore: 1:0 Khan (12. Siebenschuh), 2:0 Kratz (29. Siebenschuh), 3:0 Nitschke (35.), 3:1 Petersen (45.+1, Hoffmann-Timm), 4:1 Pawlowski (65. Khan), 5:1 Pawlowski (75. Hockenberger)

gelbe Karten: Khan, Tappe – keine

Schiedsrichter: Tjark Marten Reimers (TSV Lohe-Rickelshof)

Zuschauer: 70



Freitag, 22. August 2025

Spielbericht SV Lieth - TV Haseldorf

Saisonstart (vorerst) gerettet
3:1 gegen den TV Haseldorf: SV Lieth verschafft sich etwas Luft

Sechs-Punkte-Spiel bereits in der zweiten Runde der Bezirksliga 01? Für die im Sommer kräftig erneuerte SV Lieth ging es nach dem Pokal-Aus in Quickborn und dem 3:7-Liga-Debakel gegen Union Tornesch II schon jetzt um die Rettung des Saisonstarts. Vor allem, weil am Freitagabend mit dem TV Haseldorf ein Aufsteiger am Butterberg aufschlug, den es auf jeden Fall hinter sich zu lasse gilt.
Entsprechend engagiert machten sich die Hausherren ans Werk, das allerdings nicht immer so messerscharf daherkam, wie bei Max Schulz´ dynamisch über links vorgelegter Großchance, bei der Schlussmann Johannes Markmann reaktionsschnell per Fußabwehr zur Stelle war (7.).
Gleiches Muster – diesmal aber ohne Torwart-Großtat – nach einer knappen halben Stunde, als nun Ali Duman mittig abziehen durfte und damit das durchaus verdiente 1:0 markierte (29.).
Königstransfer Meraja Magens hätte dem Klein Nordender Gemüt weiteren Auftrieb geben können, tat er aber nicht: Markmann bekam wieder seinen flinken Fuß dazwischen (36.). Kurz nach der Pause reihte sich da auch Schulz ein, dem der Goalie, der eigentlich nur aus Mangel an spielfähigen Perspektiven aus der zweiten Mannschaft (Kreisklasse) hochgezogen wurde, ein Erfolgserlebnis vermieste (47.).
Mit dem nachfolgenden Eckstoß durch Philipp Matthiessen war dann aber endlich geschafft, bugsierte Mats Jonah Behrens das Leder im Strafraumgewusel zum ersehnten 2:0 über die Linie (48.).
Erst, nachdem Matthiessen aus 18 Metern und Behrens im etwas zu hektischen Nachschuss die Vorentscheidung verpassten (59.), generierte auch der Neuling von der Marsch etwas mehr Offensivgeist. Heiko Jedamskis Linksschuss ans Außennetz aus der ersten Hälfte (22.) fand im nächsten Anlauf der „Appelplücker“ dafür aber gleich einen treffsicheren Nachfolger, platzierte Michel Lienau das Bällchen gekonnt aus dem Zentrum unter die Latte (71.). Geht da vielleicht doch noch etwas, für den TVH?
Am ersten Spieltag hatte sich die weiter verletzungs- und urlaubsgeschwächte Kälberloh-Elf ja noch einen Zähler nach Rückstand (1:1 gegen den Duvenstedter SV) erspielt. Und tatsächlich schrammte ein abgefälschter Freistoß durch Joris Lüchau nur knapp am 2:2 vorbei (74.).
Quasi im Gegenzug war die Angelegenheit aber schließlich entschieden, als A. Duman perfekt in den  Lauf von Schulz servierte und dieser nicht nur Tim Krieg davon lief, sondern auch flach ins kurze Eck den 3:1-Endstand besorgte (76.).
Der Saisonstart für die heute endlich einmal überzeugenden „Liether Löwen“ damit vorerst gerettet, während die Haseldorfer vielleicht ein bisschen zu spät erst die Krallen ausfuhren.

TV Haseldorf: Markmann – Franke, Wichmann, Pieper, Krieg – Lienau, Möhle (68. Mirzaee), Jedamski – Kaland (68. Rose), J. Lüchau, Nickels, Trainer: Benjamin Kälberloh

Tore: 1:0 A. Duman (29.), 2:0 Behrens (48. Matthiessen), 2:1 Lienau (71. Rose), 3:1 Schulz (76. A. Duman)

gelbe Karten: keine – Pieper, Rose

Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa Harksheide, Note 2)

Zuschauer: 70



Sonntag, 17. August 2025

Spielbericht TSV Sparrieshoop - FC Roland Wedel

Kreisliga-Tugenden adaptiert
Neuling TSV Sparrieshoop nimmt den Kampf an und startet siegreich

Willkommen zurück, TSV Sparrieshoop! Noch weit weg vom Bezirks- oder gar Landesliga-Glanz vergangener Tage, meldete sich der TSV nun immerhin wieder in der Kreisliga zurück. Mit Roland Wedel war es dann auch gleich ein hartes Brot, das am Rosengarten zu kauen war. Leidenschaft, Emotionen und jede Menge Härte begleiteten die Rückkehr nach dem Wiederaufstieg auf Hamburgs achthöchste Etage. Anfangs war es jedoch noch das spielerische Element, das die Heim-Elf mit einigen talentierten Eigengewächsen walten lassen konnte. Über Mika Martens´ Verlagerung nach außen, Finn Möllers Flachpass vor das Tor und Lenn Pankraz´ Treffer im zweiten Anlauf per Kopf ging es prompt auf die Siegerstraße. Drei Jugendliche wirbelten den Roland ordentlich durcheinander!
Auch in der Folge war es immer wieder das nicht immer angezogene Tempo, mit dem die Hausherren verlässlich ins letzte Drittel vorstießen. Nur die Chancenverwertung ist dabei noch nicht in der höheren Spielklasse angekommen. Beispielsweise schob Luka Hochschild die Kugel frei mit rechts am Ziel vorbei (13.).
Die Elbestädter damit weiter im Spiel, dessen Gedeih sie sich vom unentwegten Schlagen langer Bälle erhofften. Einen sportlichen Mehrwert brachte der alt-britische Ansatz jedoch nicht ein. Mit einem Rückstand musste die zunehmend mit sich selbst hadernde Auswärtsmannschaft aber dennoch nicht in die abkühlende Pause gehen. Zum einen, weil Martens (auf der Linie von Sonay Hayran geklärt, 37.), Pankraz knapp aus dem Lauf vorbei, 42.) und Möller (zu unplatziert, 45.+2) nicht auf 2:0 stellten – andererseits, weil die nun nadelstichartig vorne auftauchenden Gäste von gegnerischem Ungeschick profitierten. Bei Osman Avcis Flanke von rechts bewarb sich Ole Krupski um einen Platz im deutschen Aufgebot für die im September anstehende Volleyball-WM, sodass Avci vom Punkt auf 1:1 stellen durfte (45.+3).
Im zweiten Durchgang, den der TSV ohne seinen angeschlagenen Torsteher zu bestreiten hatte (Feldspieler Jannes Sötje übernahm die Handschuhe), ging der Spielfluss schließlich gänzlich verloren. Viele Zweikämpfe, jede Menge Gezeter und ein Schiedsrichter, der das alles nicht wirklich gut moderiert bekam. Exemplarisch dafür standen die Vorkommnisse vor der Trinkpause: Der bereits verwarnte Hochschild nietete seinen Gegenspieler im Mittelfeld amtlich von den Beinen. Anstatt den Sünder direkt vom Feld zu stellen, hörte sich der Unparteiische die Meinung von sämtlichen Gäste-Akteuren an, um dann erstmal in die Trinkpause zu gehen. Der junge Linus Plocharska (15) half seinem Gespannsleiter glücklicherweise  fachkundig auf die Sprünge: gelb-rot gegen Hochschild und ein Ticket gegen den unnötig reklamierenden Roland-Goalie (73.)!  Nicht das erste Mal, dass einer der beiden aufmerksamen Assistenten den besseren Lösungsweg vorschlug…
Dass der Neuling jedoch nicht nur Schönspielerei, sondern auch Kreisliga-Härte kann, rettete ihm in Person von Pankraz den Saisonstart. Nach eigenem Ballgewinn zerfetzte ihm Widersacher Güven Ayik fast das Trikot, doch der Oberliga-erfahrene Rückkehrer an alte Jugend-Wirkungsstätte blieb auf den Beinen und stiefelte entschlossen Richtung Siegtreffer, der am Ende frei vor Schlussmann Aytekin Üstündag nur noch Formsache war (84.).
Die Gäste waren gebrochen, doch noch einmal lag bei Mert Güngörs Freistoß, den Sötje mit Problemen über den Kasten schaufelte, der erneute Ausgleich in der Luft (89).
Am Ende aber überstand das bessere Team die wilde Schlacht mit 2:1.

TSV Sparrieshoop: Stabe (46. Sötje) – Krupski (90.+6 Roth), Schneider, Liedtke, Börger – Martens – Ahmad (61. Alsibai), Voigt (46. Bublitz), Hochschild, Möller – Pankraz, Trainer: Sebastian Schweig

Tore: 1:0 Pankraz (3. Möller), 1:1 O. Avci (45.+3, Strafstoßtor, Handspiel Krupski), 2:1 Pankraz (84.)

gelb-rote Karte: Hochschild (TSV Sparrieshoop, 73., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 50