Freitag, 27. März 2026

Spielbericht TSV Kollmar - TSV Heiligenstedten IV

Überwunden aber dennoch unbezwungen
6:2 im Top-Spiel: TSV Kollmar bleibt einsame Tabellenspitze!

Verlustpunktfrei aufsteigen? Für den TSV Kollmar auch nach dem Spitzenspiel gegen den TSV Heiligenstedten IV ein durchaus realistisches Szenario!
Dass auch Runde elf der Kreisklasse C-West-3 dreifache Punktefreude bescheren würde, hatten die Weiß-blauen rasch für sich beansprucht. Ballsicherer und handlungsschneller setzte man den Tabellenvierten ordentlich in dessen Hälfte fest. Nur die Chancenverwertung blieb ein Punkt auf der Mängelliste, bis Malte Meisberger schließlich per Direktfreistoß von halbrechts erlösende Fakten schaffte (17.).
Sen Chef, Spielertrainer Sören Brinkmann, legte im Fallen gleich das 2:0 nach (23.), ehe dessen mögliches 3:0, fein über Meisberger und Giso Precht herausgespielt, einer Fußtat von Gäste-Schlussmann Thorben Gehrke zum Opfer fiel (28.).
Doch da war ja noch der Meisberger, der in Minute 39 einfach mal aus der Ferne abzog und prompt mit Unterstützung des etwas hügeligen Geläufs das Tor-Triplett zum Kabinengang vollendete.
Von dort aufs Grün zurückgekehrt, machte der „7er“ gleich mit dem Toreschießen weiter, bedurfte es bei Ole Königs Flanke nur noch seiner hingehaltenen Rübe (47.).
Die Heiligenstedtener blieben dagegen weiterhin blass und mussten nun auch noch Gegentreffer Nummer fünf über sich ergehen lassen, als Heim-Goalie Bennet Gosau das Spiel schnell machte und mit dem langen Schlag Brinkmanns 5:0 initiierte (54.).
Seltenheitswert sollte der Abend aber trotzdem noch bekommen. Fünf Gegentreffer gab es für die heuer abermals siegreichen Deichkicker erst zu verkraften, da vollendete Martin Schmidt auf Zuspiel Ole Hesse mit rechts zum 5:1 (68.). Die Kollmaraner Körpersprache direkt nach dem Gegentor erinnerte da fast an den Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit…
Knappe zehn Minuten vor dem Ende zwangen die nun etwas aktiveren Jungs von der Stör sogar Lennart Glismann zum erneut verkürzenden Eigentor (82.). Das Vierfache des sonstigen Gegentorschnitts kassiert: das schreit nach einer Krisensitzung!
Wie gut für den Primus, dass Joker Tjark Mayer, der bereits in Hälfte eins zur Einwechslung bereitstand, dann aber in letzter Sekunde doch wieder auf der Bank Platz nehmen musste, weil Kollege Till König dann doch weitermachte (44.), kurz darauf zentral im Sechzehner auf 6:2 stellte (86.) Wenig später war es dann auch geschafft und der fünf-Punkte-Vorsprung auf den zeitgleich mit 3:0 bei der SG Wilstermarsch II siegreichen SV Heiligenstedtenerkamp souverän gehalten. Am Ostersamstag folgt nun das direkte Duell.

Tore: 1:0 Meisberger (17., direkter Freistoß), 2:0 Brinkmann (23.), 3:0 Meisberger (40.), 4:0 Meisberger (47. O. König), 5:0 Brinkmann (54.), 5:1 M. Schmidt (68. Hesse), 5:2 Glismann (82., Eigentor), 6:2 Mayer (86. Blosat)

Schiedsrichter: Alexander Salviani

Zuschauer: 42





Donnerstag, 26. März 2026

Spielbericht VfL Pinneberg 1. Frauen - SC Sternschanze 3. Frauen

Schanze macht weiter Boden gut
Überzeugender Abendfußball beim 4:0 in Pinneberg

Wären die dritten Frauen des SC Sternschanze nach dem 5:3-Hinspielerfolg im Spätherbst nicht in eine vier Spiele andauernde Krise (ein Zähler) geraten, wären sie am Donnerstagabend vermutlich als strahlende Tabellenführerinnen der Kreisliga 01 zum verlegten Match des 18. Spieltags ins Pinneberger Gehölz gereist.
Die Rolle der Jägerinnen scheint der Elf aus dem Schanzenkäfig allerdings ganz gut zu liegen. So baute sie ihre nun andauernde Siegesserie auf nunmehr fünf aus.
Und das in durchaus überzeugender Manier, akklimatisierte sich Marineblau (der ebenfalls blaue VfL sattelte kurzerhand auf Leibchen um) relativ schnell auf dem großzügig bemessenen Naturrasen an der Raa. Mit geradlinigem Passspiel und aktiven Laufangeboten wartete der SCS immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf, um die Führung jedoch durch einen Standard zu kreieren. Ein Außenfreistoß von Carolin Rohe war es nämlich, den Carmen Willers vorne zum 0:1 in die lange Ecke nutzte (9.).
Ebenfalls per Freistoß meldeten sich die Gastgeberinnen, deren Steilpässe in die Tiefe oft zu wenig temperiert daher kamen, einmal zu Wort, sodass SCS-Schlussfrau Fee Hahnert Maja Berndts ruhenden Ball über den Querbalken zu lenken hatte (23.).
Auf der anderen Seite machten es die Gäste auf die spielerische Tour, die über Johanna Reims rechte Seite zum Erfolg führte, weil Lina Stork eine Ablage der viel eingebundenen Miriam Schacht zur Verdopplung ins kurze Eck veredelte (27.).
Doch damit nicht genug für diesen Abschnitt, erhöhte Alexandra Ney im Dickicht einer Schacht-Ecke auf den 0:3-Pausenstand (45.+1).
Bis auf eine vergebene Schacht-Gelegenheit per Linksschuss (51.), verflachte das Geschehen nach dem Seitenwechsel deutlich, was auch auf eine jetzt physischere Herangehensweise auf der Koppel zurückzuführen war. Diverse Unterbrechungen sorgten für eher schwergängige Fußballunterhaltung, die immerhin das Tor zum 0:4 einmal aufhübschte. Auf Steckpass von Rohe umkurvte Hannah Schlott Torfrau Laura Ponwitz gekonnt, um flach zu finalisieren (66.).
Im nächsten Anlauf an Ponwitz gescheitert (67.) und in der Schlussphase etwas zu hektisch ans Quergebälk (83.), verpasste die staffelweite Top-Torschützin (21 Treffer) die Wiederholung ihres Hinspieldoppelpacks.
So bleibt noch ein bisschen Luft nach oben für das kommende Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten aus Ellerau, mit dem sich Schanze am Mittwoch darauf gleich nochmal messen darf. Zwei Siege hierbei und die Schanzenequipe wäre zurück in den Aufstiegsrängen.
Die jungen Pinnebergerinnen, bei denen Torfrau Ponwitz angeschlagen ausgeschieden war (80.), treffen derweil am Samstag auf alte Vereinskolleginnen, wenn es auswärts im Derby beim Rellinger FC an die Pille geht. Schließlich lief die Elf um Kapitänin Finja Ziegert einst vollständig vom VfL über.

Tore: 0:1 Willers (9. Rohe), 0:2 Stork (27. Schacht), 0:3 Ney (45.+1, Schacht), 0:4 Schlott (66. Rohe)

Schiedsrichter: Daniel Heins (SV Rugenbergen)

Zuschauer: 8

Mittwoch, 25. März 2026

Spielbericht TV Haseldorf II - TSV Sparrieshoop II

4:1 fast verspielt
Schwung nach der Pause verloren: Sparre II zittert sich um Erfolg

Schafft es die Reserve des TSV Sparrieshoop doch noch in die Einstelligkeit der Kreisklasse 01? Der Mittwochabend-Nachholer beim Tabellennachbarn aus Haseldorf nährte dafür jedenfalls die nötigen Hoffnungen. Und das, obwohl der Kick, der Freunde des Kreisklasse-Treibens zum Frohlocken brachte, am Ende nochmal richtig knapp wurde.
Zuzuschreiben hatte sich die Elf in weiß das Zittern freilich selbst. Ein sattes 4:1 stand nämlich bereits zum Pausentee auf der Habenseite. Ein Vorsprung, der seinen ersten Akt in Minute fünf erfuhr, als sich Nikolai Roth über links auf den erfolgreichen, wie schmerzhaften Weg zum 0:1 machte. Schmerzhaft allerdings deswegen, weil der anschließende Crash mit Tormann Johannes Ringel gleich beide Kontrahenten aus der Partie beförderte. „Dieser Platz liegt mir einfach nicht!“, haderte Roth, der sich an gleicher Stelle bereits vor zwei Jahren schwer verletzt hatte.
Der TVH musste indes Feldspieler Lasse Wiemer mit Ringels Torwarthandschuhen ausstatten. Und kaum war die Aushilfe zwischen die Pfosten gerückt, überrumpelte Yilmaz Ercek Vordermann Mirco Bülow, um die gewonnene Kugel kurzerhand zum 0:2 zu versenken (15.).
Wahrlich kein guter Start für die Hausherren, die erst danach am Match teilzunehmen begannen. Vor allem der abschlussfreudige Timo Kaland bedeutete nun eine wachsende Gefahr für den TSV. Dass es schließlich auch der hochgewachsene Angreifer aus der Bezirksliga war, der ein Ping-Pong-Spiel im Gäste-Sechzehner mit dem 1:2-Anschlusstreffer quittierte, passte da in die Rubrik „das hatte sich angekündigt“ (24.).
Fortan wieder mit Torsteher Ringel im Kasten, war die Aufholjagd jedoch rasch verpufft, als der Schlussmann zwar mit der Sohle gegen Noah Semmelhaack parierte, Semmelhaacks anschließender Eckstoß aber die Strafraumchaosvorlage für Conor Feldts eingestolpertes 1:3 bedeutete (30.).
Ringel aus beträchtlicher Entfernung ein vorgezogenes Osterei zum 1:4 ins Nest gelegt, schien Feldt seine Farben früh auf dem Sockel des Auswärtserfolgs festgeschraubt zu haben (36.).
Mit dem Wiederbeginn war der Schwung allerdings vollends verloren.
Wie bereits in den Minuten vor dem Kabinengang, gehörte das Duell nun den Rot-gelben, die Sparre-Fänger Nico Scharfschwerdt einige Male (erfolglos) einheizten, bis Kaland doch erfolgreich zum 2:4 abzog (58.).
Ein kleiner Schönheitsfehler? So mochte man vermuten, nachdem Finn Lennart Möllers tiefes Zuspiel auf Feldt das 2:5 durch den eingewechselten Malte Schmidt initiierte (62.).
Doch wiederum verkürzte die heuer dreifach aus der Ersten verstärkte Büffelherde durch eben einen dieser Bezirksligaspieler, köpfte Joris Lüchau eine Ecke Tjade Hermanns gekonnt in Scharfschwerdts Maschen (70.).
Von Feldt und Co war jetzt kaum noch etwas zu sehen. Einzig bei einer Doppelchance für Semmelhaack und den beim Nachsetzen zu zögerlichen Horschejschi (80.) wartete die Elf des unzufriedenen Jan Strüben gefährlich auf.
Stattdessen schwamm man hinten ein ums andere Mal, um die Quittung dafür in Form des 4:5-Anschlusstreffer durch Doppelpacker Lüchau zu kassieren (85.). Mit einem Defensivfreistoß als Ausgangspunkt spielte sich der TVH hier sogar ansehnlich ins vordere Drittel, wo der giftige Lüchau Kalands Scheitern an Scharfschwerdt korrigierte.
Weil T. Hermanns letzter Freistoß in der Schlussminute leicht zu hoch geriet, blieb der sparrieshooper Schlendrian am Ende aber ungesühnt.
Das untere Trio bleibt damit weiter auf Distanz gehalten, während der Anschluss an die zwei Zähler bessere Reserve aus Heist (zwei Partien weniger) nun geglückt ist.

Tore: 0:1 Roth (5.), 0:2 Ercek (15.), 1:2 Kaland (24.), 1:3 Feldt (30. Semmelhaack), 1:4 Feldt (36. Bublitz), 2:4 Kaland (58. Sabzipour), 2:5 Schmidt (62. Horschejschi), 3:5 J. Lüchau (70. T. Hermann), 4:5 J. Lüchau (85. Kaland)

Schiedsrichter: Gerd Schwegler (VfL Pinneberg)

Zuschauer: 40



Dienstag, 24. März 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV 1.B - SV Eidelstedt 2.B

Heimserie gestartet
Zweiter Heimsieg in Folge: Holsatia-2009er arbeiten sich unten heraus

„Neues Jahr – neues Glück“ – eine meist abgedroschene Phrase, die sich die 2009er von Holsatia Elmshorn offenbar zur Marschrute für das verbliebene Halbjahr in der U17-Bezirksliga 02 genommen haben. Denn nach dem Spitzenteam von Teutonia 05 (4:3) musste nun auch der SV Eidelstedt ohne Punkte von der Wilhelmshöhe abreisen.
„Wir sind nicht den ganzen langen Weg hierhergefahren, um eine Niederlage einzufahren!“, forderte SVE-Kapitän Anush Tandukar seine Leute vor dem Halbzeit-Wiederanstoß zum großen Rückschlag auf.
Bis dahin hatten Tandukar und Co den dienstagabendlichen Auswärtstrip in die Provinz nämlich reichlich verhauen. Selbst nur bei Ecken gefährlich (Finn Schwerdtfeger erhielt die Kugel mit etwas zu großer Überraschung, 9.), fing man sich Mitte der ersten Hälfte den Rückstand ein, als Finn Cordts aus der Ferne abzog und das gelb-blaue Abfälschen die ballistische Flugkurve zu Holsatias 1:0 bereitete (22.).
Und auch an der Verdopplung wirkte der SVE verschlimmbessernd mit, durfte ein etwas ungestümer Strafraumeinsatz durchaus als willkommene Einladung zur Gravitationsvorführung gewertet werden. Spielführer Cordts trat an und verlud den Goalie zum 2:0 (31.).
Holsatia plötzlich voll in der Vorhand und durch ein Ping-Pong-Spiel bei einem Köster-Freistoß fast mit 3:0 vorne (38.), doch der Spielstand blieb erstmal unverändert.
Gut für die Gäste, die im zweiten Abschnitt tatsächlich mehr die Initiative ergriffen und rasch zur Chance auf die Verkürzung kamen, nur scheiterte der eingewechselte Samir Alam an Holsatia-Fänger Jonah Schaffhausen (46.), der kurz darauf gleich wieder in den Blickpunkt rücken sollte. Diesmal musste er sich mit einer Strafstoßsituation konfrontiert sehen, nachdem der zweifellose Rempler aber eigentlich eher außerhalb der Parzelle anzusiedeln war. Weil Schaffhausen Cristiano Abendroths schwachen Versuch im Gewandt einer Rückgabe jedoch souverän festhielt, hatten sich sämtliche Diskussionen von selbst erübrigt (50.).
Das psychologische Momentum daraus vorne nicht genutzt (der auffällige Cordts verzog im Anschluss an einen eigenen knapp, 51.) – auch, weil Holsatia den eigenen Ballbesitz zu oft mit überhasteten Vertikalbällen herschenkte – half hinten das Glück, dass der schön freigespielte Jephter Aning frei vor der Kiste drüber bolzte (61.).
Hätte der quirlige Rechtsfuß doch bloß die Schusstechnik seines Kollegen Abendroth, der seinen Fehlschuss vom Punkt eine Viertelstunde vor dem Ende wettmachte, indem er seinen reichlich vorhandenen Raum im Zentrum zum sauber zurechtgelegten Links-Abdruck ins rechte untere Eck ausnutzte (66.).
Die richtige Einstellung zum Spiel haben sie zumindest nun endlich gefunden, wie Tandukars imposante Rückwärtsarbeit per Rettungsgrätsche gegen den durchgestarteten Maximilian Stedtnitz illustrierte (69.).
Auch offensiv ließ die Endermann/Lippert-Elf zumindest ansatzweise durchblicken, warum man in der Tabelle deutlich vor den Blau-weiß-roten steht.
An diesem Nachholabend kurz vor den Frühjahrsferien in Schleswig-Holstein sollte aber nichts mehr werden, mit dem Punktgewinn. Auch, weil Schaffhausen einen Barbosa Baptista-Versuch sehenswert aus dem Winkel fischte (71.).
Mit Leidenschaft, Disziplin, etwas Glück und zahlreichen Auswechslungen zur Zeitüberbrückung brachten die Holsaten den Dreier schließlich unter Dach und Fach. Rang sieben lässt sich nach dem Keller-Dasein des alten Kalenderjahres doch ganz ordentlich an.
Der SV Eidelstedt, der mit einem 3:0 am grünen Tisch ins Jahr 2026 gestartet war (der Walddörfer SV setzte beim 1:1 gleich vier (!) festgespielte Akteure aus der ersten Mannschaft ein), hat dagegen den Kontakt zur Spitze (erstmal) verloren.

Tore: 1:0 Cordts (22.), 2:0 Cordts (31., Strafstoßtor), 2:1 Abendroth (66.)

gelbe Karten: keine – Baltzer, Aning

Schiedsrichter: Ruven Beier (TSV Sparrieshoop)

Zuschauer: 45


besonderes Vorkommnis: Abendroth scheitert mit Foulstrafstoß an Schaffhausen (50.).



Sonntag, 15. März 2026

Spielbericht VfL Pinneberg 2.A - SC Sternschanze 2.A

Teilzeit-Königstransfer als Erfolgsfaktor
Vier Buden in einer Halbzeit: Marlon Kehr ballert seine Kumpels zum Heimsieg

Gerade einmal vier magere Zähler fuhr die A2 des VfL Pinneberg vor der Winterpause in sechs Spielen der U18-Kreisliga ein. Doch nun scheint an der Fahltsweide die KEHRtwende eingeleitet. Vor allem ein Name stand am Sonntagabend nämlich für den Erfolg: Marlon Kehr.
Schon in Minute zwei startete der Winterneuzugang vom aufgelösten Team Cosmos Wedels seine persönlichen Festspiele, indem er vom Punkt sicher das 1:0 besorgte. Ein Tor, das so eigentlich nicht hätte fallen dürfen, legte Schanze-Schlussmann Piet Grützner Gegenspieler Mohammad Khalid vor seinem Sechzehner. Immerhin blieb dem Goalie, der in der Torentstehung auf dem stumpfen Hockeykunstrasen weggerutscht war, damit der Platzverweis erspart…
Der SCS reagierte aber erstmal mit fünf couragierten Minuten, in denen ein eher handelsüblicher Kontakt des Pinnebergers Senol Simsek an Nana Asare Kumi die perfekte Ausgleichschance vom Strafstoßpunkt bereitete. Der Gefoulte scheiterte jedoch an Torwart Dismas Richter (17.), was sich im Konter fast doppelt gerächt hätte. Mit gehörigem Tempovorteil enteilte Kehr Lennart Bußmann, um im Abschluss jedoch den Kürzeren gegen Grützner zu ziehen.
In den Fokus rückte wenig später wieder sein Gegenüber – und auch dieser sollte Glück haben, dass seine Hand-Rettung außerhalb des Strafraums trotz Schiri-Coaching von draußen via Headset (VAR funktioniert halt einfach nicht…) keine Hinausstellung zur Folge hatte. So konnte Richter Antoine Galindo Montemayors Nachschuss aus dem abgeblockten Freistoß über die Querlatte patschen (21.) und von hinten aus zusehen, wie Vordermann Kehr nach seinem fälschlich wegen Abseits annullierten Treffer (24.) per direktem Freistoß auf 2:0 stellte (30.).
Doch damit nicht genug der Festspiele des jüngeren Bruders von Ex-Profi Robin Kehr (SpVgg Greuther Fürth), legte der 17-Jährige Schanze noch zwei Abstauber zum 4:0-Pausenstand ins Nest (35. & 42.).
Wie gut für die Marineblauen, dass der leider auch verletzungsanfällige Königstransfer zur Schonung nur in Teilzeit mit seinen Kumpels kickte.
Fortan taten sich diese nach dem Seitenwechsel deutlich schwieriger mit dem Toreschießen. Im Gegenteil, mischte nun auch der klar verbesserte SCS mutiger mit. Der Ehrentreffer rückte dadurch wiederholt in den Bereich des Möglichen. Vor allem, als Bruno Lange vorzüglich von links flankte, Felix Oteng frei am zweiten Pfosten aber den Ball nicht richtig erwischte (59.).
Mit dem 5:0, bei dem der steil geschickte Taha Fakri mit Übersicht für Ebrahim Qudaish´ Einschieben querlegte, war das Aufbäumen der Schanzer allerdings schon wieder beerdigt (67.).
Nach Ayham Harbs halbrechten Versuch streckte sich Grützner zehn Minuten später vergeblich (77.), woraufhin Mohammad Khalid einen schönen Schkarlat-Diagonalball mit der 7:0-Endnote krönte (85.).
Mit dem Rückenwind des zweiten Siegs in Folge kämpfen sich die VfLer nun weiter ins gesicherte Mittelfeld vor, während die Zweitvertretung des SC Sternschanze, der auch ein schöner Freistoß durch Jwala Limbu (88.) keinen Ehrentreffer einbrachte, nun hinter Kehr und Co auf Rang acht von elf rangiert.

Tore: 1:0 Kehr (2., Strafstoßtor, Grützner an Khalid), 2:0 Kehr (30., direkter Freistoß), 3:0 Kehr (35. A. Lengyel), 4:0 Kehr (42. Harb), 5:0 Qudaish (67. Fakri), 6:0 Harb (77. Khalid), 7:0 Khalid (85. Schkarlat)

gelbe Karten: Simsek – Grützner

Schiedsrichter: Mahmood Kamil Ahmed Alrashedi (Rasensport Uetersen)

Zuschauer: 30

besonderes Vorkommnis: Asare Kumi (SCS) scheitert mit Strafstoß an Richter (17., Simsek an Sare Kumi).




Spielbericht Kummerfelder SV - TV Haseldorf

Abreibung mit Ansage
Primus Kummerfelder SV lässt ausfallgeplagtem TVH keine Chance

Sucht man nach einem Symbolbild für das verkorkste Gastspiel des TV Haseldorf beim Bezirksliga-01-Spitzenteam des Kummerfelder SV, bleibt der geneigte Beobachter der Szene in der 77. Minute hängen. Eine Auswechslung. Ein unspektakulärer Vorgang und doch Ausdruck der erheblichen Personalprobleme des Aufsteigers, schickte Coach Benjamin Kälberloh mit Lennart Jotter (für Timo Kaland) einen gelernten Torhüter in Feldspielermission, der im Sommer noch das Ende seiner Laufbahn verkündet hatte. Die einzige annähernd realistische Wechseloption. Spielstand zu diesem Zeitpunkt: 6:0 für den KSV, der an diesem Sonntagnachmittag niemals Zweifel an der eigenen Überlegenheit aufkommen ließ.
Ohne die gelbgesperrten Pieter Oßenbrüggen, Joris Lüchau und Lukas Nickels – um nur ein paar Ausfälle zu nennen – wurden die zuletzt durchaus konstant punktenden Haseldorfer sofort in die zwangsweise durchrotierte Defensive gedrückt, was bereits in Minute eins fast ins Auge ging, als Peer Ball selbigen diagonal erhielt und Schlussmann Niklas Grote alle Mühe hatte, das Spielgerät nach seiner Fußabwehr vor den heranrauschenden Gegnern zu sichern.
Ein Dutzend an Spielminuten sollte sich der Dauerdruck am Ende ausgehen, ehe Kapitän Marcel Braun auf Flanke Jonas Lienau und Grotes nicht ganz glücklicher Ballbeseitigungsaktion das verdiente 1:0 erköpfte (12.).
Weiteres Wasser also auf die Heim-Mühlen, die kurz darauf noch schneller rotierten, war es wieder eine Hereingabe von rechts, die diesmal Ball zum einsamen wie gezielten Abschluss durchs Öhr des Fünfergetümmels einlud (14.).
Entlastung schaffte Rot-gelb insbesondere in Hälfte eins kaum, während man am und im eigenen Sechzehner viel zu oft die nötige Handlungsschnelligkeit vermissen ließ, um Momente, wie eine jeweils blockierte Dreifachchance der Herren Mettler, Will und Braun zu vermeiden (20.).
Klar, dass weitere Tore folgen mussten, erhöhte Jonas Linau nach durchgerutschtem Stampff-Zuspiel auf den 3:0-Halbzeitstand (29.), der insbesondere durch das lauffreudige Flügelspiel der klug rochierenden Platzherren noch weiteres Futter hätte kriegen können.
Dafür machte es Mika Mettler aus der zweiten Reihe (57.), woraufhin Fabian Knotterus von einer Ecke (61.) und Enzo Simon von einem Querpass (67.) des eifrigen Ball profitierten.
Und auch beim 7:0-Schlusspunkt hatte der 21-Jährige wieder seine Füße im Spiel, war es abermals ein Eckstoß, in den sich als siebter Tagestorschütze der eingewechselte Hendrik Hoch mit voller Dynamik reingeworfen hatte (87.) – Vorlagenhattrick zur Tabellenführung, denn mit dem klar besseren Torverhältnis thront die Elf von Trainer Julian Kneuker weiter (bei zwei Spielen mehr) punktgleich mit dem FC Elmshorn an der Spitze.
Der heuer chancenlose Widersacher, der immerhin im zweiten Abschnitt punktuelle Torgefahr produzierte, fiel zwei Stunden später durch den Heimsieg der Reserve des Niendorfer TSV (3:1 gegen Schlusslicht Duvenstedter SV) erstmal wieder unter den Strich. Mit Blick auf das insgesamt anspruchsvolle Restprogramm kommt dem jetzt anstehenden Heimspiel gegen die nur drei Zähler bessere Elf des HSV IV eine enorme Bedeutung zu. Der Primus setzt derweil seine Keller-Tour beim tabellarischen Süd-Nord-Gipfel in Duvenstedt fort.

TV Haseldorf: Grote – Biermans, Wichmann, Pieper, Krieg – Fülscher, Möhle, Mohrdieck, Bevers – Laudahn, Kaland (77. Jotter), Trainer: Benjamin Kälberloh

Tore: 1:0 Braun (12. J. Lienau), 2:0 Ball (14. Will), 3:0 J. Lienau (29. Stampff), 4:0 Mettler (58.), 5:0 Knotterus (61. Ball), 6:0 Simon (67. Ball), 7:0 He. Hoch (87. Ball)

gelbe Karten: keine – Mohrdieck, Pieper

Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)

Zuschauer: 50




Samstag, 14. März 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SC Teutonia 10 1.A

Kasaj durchbricht das Schusspech
Spätes Joker-Tor: Holsatias U19 belohnt sich für die Beharrlichkeit

Mit der vermeintlich einfachsten der drei Aufgaben beendete Holsatias U19 den kleinen Heimspielmarathon zum Jahresauftakt, um gegen Teutonia 10 allerdings einiges an Geduld und Frustrationstoleranz aufbringen zu müssen.
Bei tristem Märzwetter war den Jungs in den gestreiften Jerseys nämlich das Abschlusspech ein steter Begleiter. Erstmals so richtig augenscheinlich, als der aufgerückte Erik Johänning per Konterchance im Doppelpass mit Luca Joneleit zum Abdruck an den Pfosten kam und das Ei schließlich vom Rücken des Torwarts an der falschen Seite des Gestänges über die Linie rutschte (15.). Ebenso in einer ähnlichen Szene – mit dem Unterschied, dass Medin Baljes Rückgrat diesmal keinen Anteil am Szenario hatte (22.).
Erster Frust machte sich breit, zumal Yannick Ehlers bei einer Hinterthaner-Ecke doch reichlich unbewacht über den Kasten löffelte (35.). Es sollte nicht seine letzte Großchance bleiben…
Sicherlich noch mehr Topchancen hätten sich den Platzherren insbesondere in Abschnitt eins ergeben, wären da nicht einige kreative Abseitspfiffe gewesen. Andersherum muss man sich dann vielleicht auch ein wenig auf die Linie des Schiedsrichters einstellen.
Frei von Abseitsverdachtsmomenten blieb dagegen ein teils kopflos vergebenes Füllhorn an Chancen nach dem Seitenwechsel, ehe die Teutonen zwischendurch ihrerseits die dicke Gelegenheit zur Bestrafung hatten. Luca Goike bekam sein Eck gegen Emirhan Erdal aber immerhin rechtzeitig dicht (57.).
Holsatia blieb auch in der Folge am Drücker, vermochte es dann jedoch sogar in temporärer Überzahl (der geplättete Ali Doubmouya brauchte zwischendurch eine Pause, doch niemand war zur Substitution verfügbar) nicht, das Leder endlich in den Gäste-Kasten zu kriegen – bis Hinterthaners lange Hereingabe beim eingewechselten Alkeo Kasaj landete und der Joker einfach mal trocken linksunten zur überfälligen 1:0-Führung abzog (75.).
Die schärfste Antwort darauf lieferten die auswechselspielerlosen Teutonen mit einem immer länger werdenden Freistoß Nathan Mesfins, der sich auch trotz Goikes Eingreifen in der Luft zur heißen Alu-Aktion entwickelte (85.).
Dass die Krückaustädter drüben, beispielsweise durch Ehlers und dessen freies Verfehlen am ersten Pfosten (vor allem der Joneleit/Dieckhoff-Doppelpass in der Vorarbeit hätte ein Tor verdient gehabt, 89.), das vorentscheidende zweite Tor verpassten, blieb somit am Ende unbestraft.
Im Mittelfeld der ausfallzerpflückten U19-Oberliga bleibt für Holsatia derweil noch vieles möglich – wie auch im Pokal, wo es bereits am kommenden Dienstag das Duell beim U18-Landesligavertreter Grün-weiß Eimsbüttel weitergeht.
Teutonia 10, das bereits mit vier Niederlagen in die lange Winterpause ging und sich personell über das Ende der Frühjahrsferien in Hamburg freuen dürfte, hat zwei Tage länger Regeneration, bevor das Viertrundenmatch gegen das U18-Oberliga-Schlusslicht Harburger TB ins Haus steht.

Holsatia im EMTV 1.A: Goike – Kasem, Johänning, Dieckhoff, Jonas, Ehlers – Bjane, Polat – Joneleit, Schwarz, Hinterthaner, eingewechselt: Kasaj, Martens, Stüben, Trainer: Bent Vieth

SC Teutonia 10 1.A: Balje – Mehare Beyene, Doubmouya, Radinovic-Protic, Mesfin, Witte – Heindorff, Ahrens – Tanzi, Adamou, Erdal, Trainer: Thomas Thundiyil

Tore: 1:0 Kasaj (75. Hinterthaner)

gelbe Karten: Stüben – Tanzi, Doubmouya, Radinovic-Protic

Schiedsrichter: Frank Tesch (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 30

















Freitag, 13. März 2026

Spielbericht TuS Krempe II - SV Alemannia Wilster II

Chancenplus nicht genutzt
Chancenwucher! TuS Krempe II verliert Rang im direkten Duell

Kann TuS Krempe II nochmal den Angriff auf Rang zwei starten? Nach dem sieg- und torreichen Jahresbeginn 2026 (8:3 & 7:1) und der Aussicht, die Mehrheit der verbliebenen Duelle daheim austragen zu dürfen, musste die Aufholjagt in der Kreisklasse A-West-2 allerdings einen freitagabendlichen Dämpfer erleiden.
Ausgerechnet gegen Tabellennachbar Alemannia Wilster II setzte es die zweite Niederlage auf der neuen, ideal ausgeleuchteten, Synthetikwiese am Burggraben (vier Partien).
Als verdient mochte dies der neutrale Beobachter keineswegs einschätzen, taten die Gastgeber spürbar mehr für die temporeiche und intensiv geführte Kontrahage.
Den umschaltstarken Gästen spielte dies allerdings wunderbar in die Karten, wie das 0:1, bei dem Nico Jüstel mit voller Dynamik über links durchbrach, um auch noch passend ins lange Eck zu vollenden, wunderbar illustrierte (8.).
Ganz ähnlich verhielt es sich nach einer guten Viertelstunde, als wieder Alemannias Nummer 30 von halblinks abzog, diesmal aber Schlussmann Tobias Becker noch die Pfoten dazwischen bekam. Nicht so aber beim folgenden Eckstoß, den mit Moritz Waehling auch noch ein eigener Mann zum 0:2-Selbttor in die Maschen lenkte (16.).
Die Blauen machten aber unverdrossen weiter das Spiel, was Waehling zur vereitelten Chance auf die Wiedergutmachung führte (45.). Doch auch die folgende Bakar-Ecke vermochte keinen Anschlusstreffer aus dem Gewusel hervorbringen.
Dies begab sich schließlich kurz vor dem Halbzeitpfiff, weil Kevin Dittmann beim Scheitern des fleißigen Furrat Bakar an SVA-Fänger Tim Granow bei der Sache blieb und per Kopf zum verkürzenden Halbzeitstand einköpfte (45.+1).
Und kaum waren die motivierenden Worte in der Pause ausgesprochen, schweißte Joker Johann Looft von halbrechts den Ausgleich ein (49.). Geht doch!
Die Wende lag jetzt förmlich in der Luft, nur erwischte Dittmann erst den Querbalken (52.), während auf der anderen Platzhälfte wieder die Superkraft der Elf um Spielertrainer Torben Heutmann griff. Denn kaum geriet Moray Zirpins in schöne Schussposition, flutschte das Ei wenig schmeichelhaft für den Fänger zum erneuten Rückstand ins TuS-Nest (56.).
Für Beckers Vorderleute aber weiterhin kein Grund zum Aufstecken, was sich rasch lohnen sollte, setzte sich Dittmann schön zur Flanke auf links durch, sodass Looft einschussbereit für den zweiten Ball nach Granows Patzer beim hohen Ball bereitstand (62.).
An Spektakel mangelte es hier freilich nicht! Und das blieb auch so.
Erst wurde Jüstel (natürlich im Konter) unsanft vor dem Sechzehner gebremst, dann zirkelte der nunmehr 13-Tore-Mann den fälligen Standard höchstpersönlich ins obere Torwart-Eck – 3:4 (73.)!
Selbstredend, dass auch diesmal keine Spur von Kremper Resignation zu spüren war. Stattdessen blies man zur unermüdlichen Schlussoffensive, bei der gefühlt alles getroffen wurde, nur nicht das Tor. Den letzten Matchball zum Remis bereite tief in der Extrazeit noch einmal Looft mit Willensstärke von rechts per Hereingabe vor, doch Waehlings regelwidrig eingreifende Hand besiegelte die vermeidbare Heimniederlage, durch die die Kontrahenten in der Tabelle ihre Plätze tauschten. Bereits am Donnerstag könnten sich Waehling und Co Rang drei aber zurückholen, wenn der Diekhusen-Fahrstedter FC zum Nachholer am Burggraben aufschlägt.

Tore: 0:1 Jüstel (8.), 0:2 Waehling (16., Eigentor, Jüstel), 1:2 Dittmann (45.+1, Bakar), 2:2 Looft (49.), 2:3 Zirpins (56.), 3:3 Looft (62. Dittmann), 3:4 Jüstel (73., direkter Freistoß)

gelbe Karten: Giebeke, Hellmann – Jüstel

Schiedsrichter: Pedro Soll

Zuschauer: 40
 



Dienstag, 10. März 2026

Spielbericht FC Elmshorn II - TV Haseldorf II

FCE-Reserve schwimmt wieder etwas heran
Etwas mühsamer 3:0-Nachholerfolg gegen Kellerkind TV Haseldorf II

Inoffizieller Kreismeister im Wasserball und ganz nebenbei noch drei Zähler im Kampf um den Spitzen-Anschluss der Kreisklasse 01 eingesackt. Die Zweitvertretung des FC Elmshorn löste am Dienstagabend ihre überschaubare Pflichtaufgabe TV Haseldorf II ungefährdet mit 3:0.
Klar feldüberlegen, aber zunächst noch zu selten mit der zündenden Idee ganz vorne, entwickelte sich anfangs ein Geduldsspiel für die neulich in zwei Spitzenspielen unterlegenen Krückaustädter.
So war Ayaz Aloskan bei der aussichtsreichsten Szene gerade noch im letzten Moment von Erste-Leihgabe Finn Wichmann gestellt worden…
Starthilfe gegen grundsolide verteidigende Haseldorfer schaffte schließlich ein berechtigter Strafstoß, nachdem Tjade Hermann A. Aloskan im „Clash of Captains“ unstrittig zu Boden gebracht hatte. Kollege Burak Kockiri nahm sich dem Elfer an und versenkte flach zum 1:0 (32.).
Der Schuss in die pure Sorgenlosigkeit sollte es jedoch noch nicht werden, wagte die „Büffelherde“ aus dem unteren Tabellensegment immer mal wieder einzelne Vorstöße, die Jonny Schwarz gleich zweimal in vergebene Schussposition führten (14. & 36.).
Die zu weilen luftige und geschwindigkeitsarme Defensive hat das angepeilte Kreisliganiveau jedenfalls spürbar noch nicht erreicht. Die Ecken von Kockiri allerdings schon, drehte sich ein Ball von der Fahne gefährlich auf Johannes Ringels Tor, das der Goalie noch mit einer Rettung verteidigt bekam, ehe der folgende Nachschuss sicheres Fanggut bedeutete (40.).
Absolut Chancenlos blieb der Mann in grün dagegen kurz nach der Pause, als Wassem Eklim etwas zu viel Platz zugestanden wurde und der Fernschuss aus charmanter Halbposition passgenau linksoben einschlug (48.).
Die Partie verlor daraufhin an der ohnehin eher gedrosselten Dynamik, was ausgerechnet der sonst nur für starke dritte Halbzeiten bekannten Elf aus dem Schloßparkstadion recht kam. Erst mit rechts vorbei gezielt (63.), brachte Chrysanth Hermann auch FCE-Fänger Sven Schulz einmal ins Geschehen (65.).
Auf inzwischen regentiefer Wiese waren es jedoch die Bordeauxfarbenen, denen erneut von der Strafstoßmarke das letzte Wort vorbehalten blieb. Diesmal hatte Fisnik Kelmendi rechtsunten eingenetzt (77.) und damit den vorzeitigen Schlusspunkt gesetzt.
Der Rest der Partie bestand nämlich nur noch aus dem Versuch, der niederschlagsbedingten Rutschgefahr Paroli zu bieten und sich auf die heiße Dusche danach zu freuen…

Tore: 1:0 Kockiri (32., Strafstoßtor, T. Hermann an A. Aloskan), 2:0 Eklim (48.), 3:0 Kelmendi (77., Strafstoßtor)

Schiedsrichter: Naci Celiloglu (Gencler Birligi Elmshorn)

Zuschauer: 13










Sonntag, 8. März 2026

Spielbericht FTSV Komet Blankenese - TuS Osdorf III

Der Sieg kommt von der Bank
Dreierpack! Joker Göremez schießt Komet zum Heimerfolg

So ganz abgehakt hat die Elf des FTSV Komet Blankenese das Thema Kreisligaaufstieg trotz des Rückstands auf die beiden Promotionsplätze noch nicht. Und zumindest das Punktekonto freute sich zum eigenen Start in die Restserie 2025/2026 über weiteres Futter. Gegen TuS Osdorf III waren es letztlich zwei Knackpunkte, die das Pendel in Richtung des selbsternannten Kreisligaanwärters ausschlagen ließen.
Zuerst wäre da die Einwechslung von Atakan Göremez zu nennen, war es der 24-Jährige, der mit seinem Hattrick jene Treffer beisteuerte, von denen zwei in Überzahl gelungen waren, weil – Knackpunkt Nummer zwei – eine unnötige Ampelkarte das osdorfer Aufbäumen jäh ausbremste…
In der Anfangsphase war es allerdings noch Torwart Simon Wiechmann, der Komet beispielsweise gegen den heranflitzenden Eric Egbujuo (2.) gekonnt vor dem frühen Rückstand bewahrt hatte.
Außer dem verletzungsbedingten Ausscheiden des Osdorfers Joonas Kuhanen (10.) geschah dann aber erstmal nicht mehr so richtig viel. Fast ein verwunderlich, dass die beidseitig angebotenen Räume stets ungenutzt blieben – bis die Hausherren endlich einmal nachhaltig ins Offensivdrittel vorstießen und gleich zwei Rote die Kugel nicht entsorgt bekamen. Jonas Haselmeier freute und so erhörte er das Betteln ums Gegentor per Rechtsschuss aus der zweiten Reihe (33.).
Kurz darauf war dann auch Göremez mit von der Partie, deren 1:0-Pausenstand schon beschlossene Sache schien, ehe der Joker in der Extrazeit eiskalt verdoppelte (45.+3).
Schlechte Karten also für die jungen Gäste, die allerdings mit Engagement aus der Kabine kamen und ihre verbesserten Spielanteile schnell durch Egbujuos Fernschusstor in Zählbares umwandelten (52.).
Umso bitterer warf sie kurz darauf der Platzverweis für Zentrumsspieler Michel Kalbitz in der Aufholjagd zurück. Kurz zuvor bereits verwarnt, ließ sich der erfahrene Mann von Gegenspieler Darin Williams ordentlich provozieren und zettelte kurzerhand eine Rudelbildung an. Williams, der hier ebenfalls den gelben Karton kassierte, sollte später nach Foul in Strafraumnähe clevererweise rechtzeitig ausgetauscht werden…
Mit einem Mann mehr ging die Angelegenheit für Braun nun wieder etwas einfacher von der Hand, was spätestens durch das wichtige 3:1 spürbar wurde. Präzise hatte Kevin Block von links auf den zweiten Pfosten geflankt, wo Göremez mit unorthodoxer Kopfballtechnik bislang verborgene Talente offenlegte (69.).
Just mit rechts aus 18 Metern nachgelegt, war Göremez bereits der vorzeitige Mann des Tages (70.), woran auch Peer Thomensens verkürzendes Strafstoßtor nach Kontakt an Majd Ayoub nichts mehr änderte (72.).
Viel mehr wären bei noch folgenden Gelegenheiten noch mehr Tore für Komet möglich gewesen. Unterm Strich ging das 4:2 jedoch auch in der Höhe klar. Mit drei Punkten und der anschließend gemeinsam einverleibten Siegerpizza gestärkt, wartet nun die doppelt undankbare Auswärtsaufgabe bei Tabellenführer BLS Hamburg – am Samstag, um neun Uhr morgens…

Tore: 1:0 Haselmeier (33.), 2:0 Göremez (45.+3), 2:1 Egbujuo (52.), 3:1 Göremez (69. K. Block), 4:1 Göremez (70. B. Block), 4:2 Thomsen (71., Strafstoßtor)

gelb-rote Karte: Kalbitz (TuS Osdorf III, 55., Foulspiel + Rudelbildung)

Schiedsrichter: Francisco Serwas (FC St. Pauli, Note 3)

Zuschauer: 25