Samstag, 18. April 2026

Spielbericht Niendorfer TSV III - HEBC II

HEIMSieg
Junger Dreierpacker führt NTSV III nach der Pause ins Glück

Niendorf 3 ohne Spektakel? Ausgeschlossen! Auch im Duell der Mittelfeldnachbarn präsentierte man am heimischen Bondenwald die volle Klaviatur des wöchentlichen Bezirksliga-Wahnsinns. Besonders prägend dafür: ein junges Eigengewächs, das die Partie gegen HEBC II zu einem echten HEIMSpiel machte!
Erstmal galt es allerdings für die Elf des im Sommer scheidenden Jan-Hendrik Schmidt eine ganze Weile, dem früh eingefangenen Rückstand hinterherzulaufen, weil sie Stelios Apostolidis über rechts gewähren ließ und auch Deniz Alans Abschluss aus dem Rückraum eher wenig Beachtung der Blauen bekam (10.).
Ohnehin stellte sich der defensive Zugriff nicht als die Lieblingsdisziplin der Niendorfer heraus. Levin Ebbersmeyer per Kopf (15.) und Pa Nying im Scheitern am abtauchenden Noah Meerwinck (16.), ärgerten sich in der Folge über das verpasste 0:2, das aber vor allem bei einer Dreifachchance binnen weniger Sekunden für die Herren Torani, Apostolidis und Sylla ein absolutes MUSS darstellte (43.).
Auch mit getauschten Spielrichtungen setzte sich das Schusspech der Eimsbütteler fort, leitete Meerwinck einen weiteren Apostolidis-Versuch gekonnt über den Quader (47.).
Die Hausherren, deren Beiträge sich im wesentlichen aus Standards generierten, konnten sich dagegen auf die individuellen Qualitäten ihrer juvenilen Wirbelwinde – und die staunende HEBC-Abwehr verlassen. Keiner der beiden Innenverteidiger wollte es hier mit Willy Kniesa aufnehmen, worüber er such in Form des 1:1 satt freute (52.).
Nicht weniger krass das 2:1, bei dem HEBC nach Ballverlust wieder nicht zurückarbeitete und Dominik Heims sein Solo über das halbe Spielfeld mit der Führung finalisierte (55.).
Per Alan-Freistoß war der Vorsprung jedoch rasch wieder passé, köpfte der eingewechselte Ben Sylla Lila-weiß zurück ins Match (68.).
Ein Zustand von nur kurzer Dauer, weil Eigengewächs Heims erst als Verwerter eines schönen Angriffs über Paul Schneiders Linie stand (71.), ehe es nach ähnlichem Muster der Treffer aus dem Rückraum war (77.). Und hätte Till Pruns nicht zu genau an den Innenpfosten gezielte, wäre die Geschichte mit dem 5:2 wohl vorzeitig vom Tisch gewesen (79.).
So aber nahm die Schlussphase nochmal etwas Hektik auf, in der Sylla gegen Yannik Schlewing das 4:3-Strafstoßtor durch Arun Torani herausholte (90.+5).
Mehr gab es danach nicht mehr zu vermelden.
HEBC scheiterte letztlich an der Chancenverwertung und der luftigen Defensive. Mehr als Rang neun ist so halt nicht drin.
Die Niendorfer verbesserten sich dagegen unter den Augen von Carrel Segner, der es mit Ende 60 nochmal wissen will und das Team im Sommer als Coach übernahmen wird, auf Platz sechs.

Tore: 0:1 Alan (10. Apostolidis), 1:1 Kniesa (52. Schneider), 2:1 Heims (55.), 2:2 Sylla (68. Alan), 3:2 Heims (71. Schneider), 4:2 Heims (78. Schneider), 4:3 Torani (90.+4, Strafstoßtor, Schlewing an Sylla)

gelbe Karten: Schrage, Kniesa – Meyer, Müller (Trainer)

Schiedsrichter: Ugur Eroglu (Note 2,5)

Zuschauer: 45




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