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Samstag, 2. Mai 2026

Spielbericht VfR Horst II - TSV Lägerdorf II

Zahnloser Tiger hält die Klasse
Trotz Derby-Niederlage: VFR Horst II bleibt der Kreisliga erhalten

Doppelderbytag an der Heisterender Chaussee zu Horst! Und während die Ligamannschaft später am Nachmittag immerhin einen Zähler (2:2-Remis) einheimste, ging der VfR im Kräftemessen der Zweitvertretungen mit dem TSV Lägerdorf im Rahmen der Kreisliga West gänzlich leer aus.
Ob dies Not tat? Nicht wirklich, erwischten die Weiß-schwarzen den lebhafteren Spielstart, der sie allerdings nur in die Nähe des Führungstreffers führte, weil sich Marvin Koch als handschuhtragender Spielverderber gerierte. So entschärfte der Schlussmann nicht nur Kwadwo Oseis Versuch aus vier Metern (11.), sondern auch Gianluca Stollhans´ Kopfball (14.); beide Male, nachdem seine Vorderleute weite Hernandez-Einwürfe nicht gescheit verteidigt bekamen.
Besserung für Rot-blau folgte aber schon bald mit verbesserter Zweikampfhaltung. Loris Wittek, hierfür zu Recht verwarnt, langte mit seiner Grätsche zwar etwas zu rustikal hin (28.), doch die Botschaft dahinter war unmissverständlich: wir sind präsent! Und wie, bediente Calvin Wilms von rechts seinen Kollegen Marvin Kopitzki, dessen Abfolge aus Annahme und Schuss ins linke untere Eck mehr staunende Beobachtung, als Gegenwehr erfuhr – das 0:1 (30.)!
Bei schon sommerlichen Mai-Temperaturen war es das dann auch erstmal, bevor sich der VfR mit ausgemachtem Slapstick noch weiter ins Hintertreffen manövrierte. Nur Sekunden nach Wiederbeginn hielt Tormann Mika Pape den Fuß bei der Verarbeitung eines Lienau-Rückpasses etwas zu hoch, sodass ihm die Murmel tatsächlich ins Nest rutschte (46.).
Die Hausherren daraufhin um Korrektur bemüht, doch die griffigeren Lägerdorfer ließen kaum etwas Gefährliches zu. Erst, als Joker Ruben Anjumyan den Wandspieler für Stollhans und dessen Abdruck gab, musste Koch wieder fachmännisch eingreifen (67.).
Auch Philip Hoffmann per Kopf (71.) und Luca Jürgs ans Außennetz, nachdem er und Anjumyan erstmal ausknobeln mussten, wer denn nun die Verantwortung für eine Hereingabe von rechts übernehmen sollte (73.), vermochten der Partie keinen Stoß in die andere Richtung zu versetzen.
Der schwarz-weiß gestreifte Tiger musste heute mit dem Prädikat „zahnlos“ leben, während der gescholtene Pape drüben sogar im Nachfassen das 0:3 durch Phil Bollhardt bei einem zielstrebigen Entlastungsangriff vereiteln musste (81.).
Ein Positives hatte dieser 28. Spieltag dann allerdings doch noch zu bieten: dank Schützenhilfe des Edendorfer SV in Form eines 1:0-Heimerfolgs kann der durch Nachirvan Sinos Tor des Tages geschlagene BSC Brunsbüttel (14.) nun definitiv nicht mehr Tabellenelften vorbeiziehen. Das fünfte Kreisligajahr in Serie ist gesichert!

Tore: 0:1 Kopitzki (30. Wilms), 0:2 Pape (46., Eigentor)

gelbe Karten: keine – Wittek

Schiedsrichter: Jan-Hinrich Veit (Note 2)

Zuschauer: 75






Heis