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Samstag, 29. August 2026

Spielbericht VfR Horst II - SV Kickers Hennstedt

Ur-Horster erlöst VfR-Zweite
Traute zum Weitschusstor: Kapitän Stollhans leitet ersten Saisonsieg ein

Erst fünf Spieltage rum und schon präsentierte Schleswig-Holsteins Kreisliga Mitte am Samstag ein echtes Kellerduell der Enttäuschten, das mit der VfR Horst-Zweiten trotz aller Anzeichen auf eine leistungsgerechte Nullnummer einen glücklichen Gewinner fand. Die Helden des Tages sind hierbei schnell ausgemacht. Zum einen war da Torsteher Yannis Horvath, der gegen Thore Breiholz die kurze geschwind schloss (25.), Sebastian Köster per Blitz-Reflex die Tour vermasselte (26.) und später behände nach Kevin Ladendorfs Flachschuss tauchte (77.). Zum anderen gab es Gianluca Stollhans immerhin einen Feldspieler, der über die volle Spieldistanz zu überzeugen wusste. Überall zu finden, wo sich (die zahlreichen) Lücken auftaten, am Ball mit verhältnismäßig hoher Verteilungsrate und vorne schließlich mit dem erlösenden Distanztor (67.), gestaltete der 29-jährige ur-Horster den ersten Saisondreier seiner Elf maßgeblich.
Bis zum schmeichelhaften Führungstreffer war es seiner Kapelle freilich schwierig gefallen, die Negativerlebnisse des sieglosen Saisonbeginns aus den Kleidern zu kriegen. Mut- und inspirationslos wirkte der Auftritt, den einige technische Unsauberkeiten zusätzlich verkomplizierten. Kein Wunder, dass der lang geschickte Sertac Taser mit seinem leicht abgefälschten Versuch aus schwierigem Winkel (45.) lange Zeit das einzige echte Offensivausrufezeichen gesetzt hatte.
Dann aber traute sich Stollhans, einen Spielzug mit akutem Entschlossenheitsverlust durch einen Rechts-Abdruck aus der zweiten Reihe torreiches Leben einzuhauchen. Ein schönes, wie wichtiges Tor für den (nun nicht mehr) Drittletzten!
Der ebenfalls mit zwei Zählern dünn gestartete Aufsteiger aus Hennstedt probierte sich unterdessen unentwegt am ergebnistechnischen Gegengewicht, nutzte aber seine Gelegenheiten weiterhin nicht. Jokke Kullick schaufelte seinen Heber von halblinks mit rechts drüber (75.) – Ladendorf verzog wegen gegnerischen Touchierens knapp von der anderen Seite (82.).
Die erneute Strafe dafür setzte es schließlich zwei Minuten vor Ultimo, als der Horster Jano Stratmann besser zur halbhohen Kugel ging als zwei Gegenspieler und der zentrale Linksschuss vor Goalie Kjell Ivers die Entscheidung im Sportzentrum markierte (88.).
Vor dem sicherlich physisch anspruchsvollen Auswärtsritt beim Edendorfer SV atmen Kapitän Stollhans und seine Männer erstmal wieder etwas Luft außerhalb der Abstiegsplätze, während die Kickers weiter auf ihren ersten Kreisligaerfolg warten. Nächste Chance: Die nächste direkte Begegnung im Untergeschoss der Liga gegen die SG Padenstedt.

Tore: 1:0 Stollhans (67. Block), 2:0 J. Stratmann (88. Stollhans)

gelbe Karten: Raudies – keine

Schiedsrichter: Justin Raven Fedde (TSV Barlt, Note 2)

Zuschauer: 50







Samstag, 2. Mai 2026

Spielbericht VfR Horst II - TSV Lägerdorf II

Zahnloser Tiger hält die Klasse
Trotz Derby-Niederlage: VFR Horst II bleibt der Kreisliga erhalten

Doppelderbytag an der Heisterender Chaussee zu Horst! Und während die Ligamannschaft später am Nachmittag immerhin einen Zähler (2:2-Remis) einheimste, ging der VfR im Kräftemessen der Zweitvertretungen mit dem TSV Lägerdorf im Rahmen der Kreisliga West gänzlich leer aus.
Ob dies Not tat? Nicht wirklich, erwischten die Weiß-schwarzen den lebhafteren Spielstart, der sie allerdings nur in die Nähe des Führungstreffers führte, weil sich Marvin Koch als handschuhtragender Spielverderber gerierte. So entschärfte der Schlussmann nicht nur Kwadwo Oseis Versuch aus vier Metern (11.), sondern auch Gianluca Stollhans´ Kopfball (14.); beide Male, nachdem seine Vorderleute weite Hernandez-Einwürfe nicht gescheit verteidigt bekamen.
Besserung für Rot-blau folgte aber schon bald mit verbesserter Zweikampfhaltung. Loris Wittek, hierfür zu Recht verwarnt, langte mit seiner Grätsche zwar etwas zu rustikal hin (28.), doch die Botschaft dahinter war unmissverständlich: wir sind präsent! Und wie, bediente Calvin Wilms von rechts seinen Kollegen Marvin Kopitzki, dessen Abfolge aus Annahme und Schuss ins linke untere Eck mehr staunende Beobachtung, als Gegenwehr erfuhr – das 0:1 (30.)!
Bei schon sommerlichen Mai-Temperaturen war es das dann auch erstmal, bevor sich der VfR mit ausgemachtem Slapstick noch weiter ins Hintertreffen manövrierte. Nur Sekunden nach Wiederbeginn hielt Tormann Mika Pape den Fuß bei der Verarbeitung eines Lienau-Rückpasses etwas zu hoch, sodass ihm die Murmel tatsächlich ins Nest rutschte (46.).
Die Hausherren daraufhin um Korrektur bemüht, doch die griffigeren Lägerdorfer ließen kaum etwas Gefährliches zu. Erst, als Joker Ruben Anjumyan den Wandspieler für Stollhans und dessen Abdruck gab, musste Koch wieder fachmännisch eingreifen (67.).
Auch Philip Hoffmann per Kopf (71.) und Luca Jürgs ans Außennetz, nachdem er und Anjumyan erstmal ausknobeln mussten, wer denn nun die Verantwortung für eine Hereingabe von rechts übernehmen sollte (73.), vermochten der Partie keinen Stoß in die andere Richtung zu versetzen.
Der schwarz-weiß gestreifte Tiger musste heute mit dem Prädikat „zahnlos“ leben, während der gescholtene Pape drüben sogar im Nachfassen das 0:3 durch Phil Bollhardt bei einem zielstrebigen Entlastungsangriff vereiteln musste (81.).
Ein Positives hatte dieser 28. Spieltag dann allerdings doch noch zu bieten: dank Schützenhilfe des Edendorfer SV in Form eines 1:0-Heimerfolgs kann der durch Nachirvan Sinos Tor des Tages geschlagene BSC Brunsbüttel (14.) nun definitiv nicht mehr Tabellenelften vorbeiziehen. Das fünfte Kreisligajahr in Serie ist gesichert!

Tore: 0:1 Kopitzki (30. Wilms), 0:2 Pape (46., Eigentor)

gelbe Karten: keine – Wittek

Schiedsrichter: Jan-Hinrich Veit (Note 2)

Zuschauer: 75






Heis