Sonntag, 17. Mai 2026

Spielbericht SV Lieth II - Wedeler TSV

Meister schickt Lieth II ins Couch-Finale
0:4 gegen den Wedeler TSV: Kreisligaverbleibt entscheidet sich nun Andernorts

Mit mehr als aufsteigender Tendenz arbeitete sich die Reserve der SV Lieth zuletzt auf einer Erfolgswelle aus dem Tabellenkeller der Kreisliga 01, doch nun droht der positive Film der letzten Wochen auf den allerletzten Metern wieder zum Alptraum zu werden.
0:4 lautete nämlich der Endstand des letzten eigenen Saisonauftritts, den man gegen den feststehenden Meister und Bezirksligaaufsteiger aus Wedel eigentlich sogar konkurrenzfähig über die Bühne gebracht hatte. Das große Problem aber wieder einmal: die Chancenverwertung.
Lukas Brant aus spitzem Winkel (5.) und per Doppelchance mit Florian Ballner (19.), Finn Struve rechts vorbei (28.) und auch Kilian Weers nach eigener Balleroberung in schwieriger physikalischer Lage (37.), vermochten den Pausenrückstand nicht zu verhindern. Denn drüben segelte ein Freistoß Hendrik Ramckes hoch durchs Strafraumdickicht und dank Jan Boettchers abfälschenden Kopf hinein (11.), ehe der Verdopplung des Primus durch Tobias Patat (41.) eine höchst umstrittene Strafstoßentscheidung vorausging. Das geahndete Bein hatte sich doch deutlich außerhalb des Sechzehners in luftige Höhen begeben…
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass kurz zuvor bereits das 0:2 zwingende Folge eines WTSV-Umschaltens hätte sein müssen. T. Patats Weiterleitung wusste Marcel Busies aber trotz idealer Einschussposition nicht einzulochen (39.).
Ebenso verpassten es seine Farben, direkt nach dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse zu sorgen. Jason Urban fand beispielsweise seinen Meister in SVL-Fänger Daniel Diedrigkeit (49.), der dieses Duell bei einem Tempoangriff der Elbestädter schließlich doch verlor. In Anton Woyteks Querspiel brauchte Urban diesmal nur noch den Fuß hineinzuhalten (52.).
Selbstaufgabe kam für die Hausherren jedoch nicht infrage. Auch nicht, nachdem der eingewechselte Fatih Arslan zentral mit rechts auf 0:4 erhöhte (77.).
Vor allem der umtriebige Michel Cords versuchte sich immer wieder am Ehrentreffer. So konnte er sich in Minute 67 frei vor Maximilian Diekmann die Ecke aussuchen, um doch am Tormann zu scheitern und den Nachschuss vorbei zu jagen (67.).
Als der Treffer nun endlich gelungen war, hatte die etwas fragwürdige Abseitswahrnehmung des Schiedsrichterassistenten etwas dagegen (85.) und sogar sein selbst ergaunerter Strafstoß mündete im abermaligen Tiefschlag: Pfosten (87.)!
Auch mit der verdienten Bude würde das nun bevorstehende Abstiegskampffinale auf der Couch nicht mit besseren Vorzeichen steigen. Aus Sicht des Tabellenzwölften darf von den drunter Platzierten (TuS Appen, Union Tornesch III und Tangstedter SV) maximal nur einer sein letztes Saisonspiel gewinnen. Ansonsten wäre der Sturz unter den Strich und damit auch in die Kreisklasse Gewissheit. Durch das Auseinanderbröseln der gerade frisch aus der Bezirksliga abgestiegenen Ligamannschaft dürften weite Teile des Kaders allerdings trotzdem in der Kreisliga verbleiben. Gerüchten nach soll eine Zusammenlegung der Teams für einen vernünftigen Kader in Hamburgs achthöchster Spielklasse geplant sein. Nur einen Abstieg möchte sicher trotzdem kein Beteiligter in seiner Vita stehen haben.
Sorgen, die in Wedel niemand hat. Durch den Patzer des Verfolgers aus Rissen (3:5 in Borstel) stand man bereits vor dem heutigen Auftritt als Bezirksliga-promoviert fest. Das noch anstehende Heimspiel gegen die zur Winterpause noch ganz oben thronenden Jungs aus Hörnerkichen (jetzt Dritter) dürfen Kapitän Boettcher und Co nochmal zum Schaulaufen nutzen.

SV Lieth II: Diedrigkeit – Zeybekoglu (81. Hägemann), von Lueder (81. Kähler), F. Rudek (57. N. Schuchhardt), Hajdari, Weers – Struve, Ahlers – Brant (81. Stuck), Ballner (57. Viera Gerkens), Cords, Trainer: Thorben Pingel

Wedeler TSV: Diekmann – Gutzeit (46.
A. Woytek), Boettcher, Kawohl (46. Kilinc), Adib – Ramcke, Alevetsovitis (46. Arslan) – Strohsal, Busies (57. Knodt), T. Patat – Urban (57. Christians), Trainer: Christian Buhrke & Patrick Wittich

Tore: 0:1 Boettcher (11. Ramcke), 0.2 T. Patat (41., Strafstoßtor), 0:3 Urban (51.
A. Woytek), 0:4 Arslan (77.)

gelbe Karten: Ballner – keine

Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV Rantzau)

Zuschauer: 45


besonderes Vorkommnis: Cords schießt Strafstoß an den Pfosten (87., Strohsal an Cords).






Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn 1.Ü40 - TuS Appen 1.Ü40

Ein Vierfach-Aygün für Platz zwei?
Vor Saisonfinale: Gencler-Ü40 hat die Vize-Meisterschaft in eigener Hand

Meister Panteras Negras ist dem Rest der Ü40-Bezirksliga 01 längst enteilt, doch der Kampf um den Vize-Titel ist vor dem Saisonfinale noch in vollem Gange. Der aktuelle Zweite vom FC St. Pauli (42 Punkte) machte seinen Job gleich zweistellig mit 10:0 gegen den SV Hörnerkirchen, während Gencler Birligi Elmshorn auf Rang drei zumindest eine Halbzeit lang etwas Luft an seinen Heimsieg gegen die Elf von TuS Appen ließ.
An Ballbesitz mangelte es den Hausherren auf der ungewohnten Wiese am Ramskamp dabei von Beginn an nicht. Allerdings stellte sich das Abschlusspech als ihr steter Begleiter heraus, wie Erste Herren-Torschützenkönig Nihat Meric per Pfostentreffer zu spüren bekam, ehe Ibrahim Aygüns Tor im Nachsetzen wegen einer Abseitsposition nicht zählte (7.).
Ebenfalls nur Aluminium erwischte Kapitän Veysel Celik mit schnittigem Distanzversuch, doch diesmal war Aygüns Abstauber nichts einzuwenden – 1:0 (9.)!
Gencler nun endlich vorne, aber plötzlich nicht mehr mit dem großen Zugriff. TuS Appen traute sich nun aus einer zweikampfstarken Defensive heraus vermehrt nach vorne, was zunächst zweimal folgenlos blieb (16. & 22.), ehe die Gäste wieder zu viel Freiraum für Michael Runges Schuss (pariert von Goalie Volkan Bostan) erhielten und Florian Weide den Beweis erbrachte, dass auch die Almtwegler Abstauber können (23.).
Und noch bevor das überrumpelte Heimteam adäquat reagieren konnte, erpresste sich Benjamin Siering die Kugel gegen Gökhan Tiryaki, um sie schließlich kontrolliert vor Bostan zum 1:2 einzuschieben (25.).
Aus einer verdienten Führung mach´ einen unnötigen Rückstand, gegen den die Herren in Weiß aber eifrig anarbeiteten. Onur Oeden verfehlte knapp (27.) – Meric sah seinen zentralen Abdruck abgefälscht ins Tor-Aus fliegen (29.). An Chancen mangelte es heute sicher nicht.
Für Tore blieb jedoch erstmal nur Kollege Aygün zuständig, versenkte er seinen Strafstoß nach Runge-Grätsche an Müslüm Kaya sicher zu Gunsten eines ausgeglichenen Halbzeitstands (30.). Tatsächlich gab auch dieser noch durchaus Grund zum Hadern, weil Oeden Genclers Alu-Hattrick komplettierte (Latte, 31.) und Kayas 30 Meter-Geschoss eine Bilderbuchparade von TuS-Fänger Hans-Joachim Stieb hervorbrachte (35.).
Nicht so Aygüns erneuter Gang zur Strafstoßmarke, nachdem die gestreckten Beine der Herren Runge und Tunca im Sechzehner regelwidrig kollidiert waren. War aber auch nicht nötig, denn ausgerechnet der Mann des Tages setzte seinen Penalty mit rechts neben das Ziel (39.)…
Kurz darauf dann doch der Auftakt zum Happyend, als Aygün einen Ball von Süleyman Usta in der Mitte linksunten einspitzelte (40.). Die Führung zurück auf Seiten der Elmshorner, die diesmal prompt nachlegten, fing Oeden einen schwach ausgeführten Abstoß clever ab, um Aygün Tagestreffer Nummer vier in die kurze Ecke zu servieren (43.).
So ganz entschieden war die Angelegenheit damit noch nicht. Obwohl die Kräfte der auswechselspielerlosen Appener etwas schwanden, blieben Durchbrüche über rechts immer wieder gefährliches Mittel. Auf diese Weise setzte Kenneth Kraft seinen Kollegen Marcel Müller ein und hätte letzterer das Ding nicht überhastet über den Zaun geballert, wäre für seine Farben vielleicht noch etwas gegangen (48.).
So war es für Gencler letztlich der erwartete Erfolg, den Oeden mit viel Wucht im Linksschuss auf Zuspiel Barkin Tuncas noch auf 5:2 hochschraubte (64.).
Ein erneuter Sieg im Nachholspiel beim TSV Heist am kommenden Dienstag und Gencler ginge als Tabellenzweiter mit 44 Zählern ins Saisonfinale, das man auswärts bei TuS Osdorf bestreiten wird. Konkurrent St. Pauli (42) führt es bereits am Freitag nach Appen.

Tore: 1:0 Aygün (9. Celik), 1:1 Weide (23. Runge), 1:2 Siering (25.), 2:2 Aygün (30., Strafstoßtor, Runge an Kaya), 3:2 Aygün (40. Usta), 4:2 Aygün (43. Oeden), 5:2 Oeden (64. Tunca)

Schiedsrichter: Mirko Haut (TSV Sparrieshoop)

Zuschauer: 25

besonderes Vorkommnis: Aygün (Gencler Birligi) schießt Strafstoß neben das Tor (39., Runge an Tunca).

Vier Treffer und ein Fehlschuss vom Punkt: Genclers Ibrahim Aygün.




Samstag, 16. Mai 2026

Spielbericht Rot-weiß Kiebitzreihe - TuS Krempe

Handballer macht TuS Krempe zum Meister!?
Brandt-Doppelpack schießt TuS in die Verbandsliga – oder doch nicht?

Die frohe Kunde kam erst ein gutes Stück nach erfolgreich verrichteter 2:0-Auswärtsarbeit: keine Tore in Peissen – TuS Krempe ist aufgestiegen!
Drei Kontrahenten hatten sich in Schleswig-Holsteins Kreisliga West ein packendes Fernduell um Meisterschaft und Aufstiegsrunde geliefert – mit dem besten Ende für die Startnummer Zwei.
Zum Saisonfinale zu Gast in Kiebitzreihe, war die Rechnung alles andere als klar: ein Sieg würde Rang zwei nur dann absichern, wenn der punktgleiche Verfolger (VfL Kellinghusen) zeitgleich gegen die SG Steinburg-Nord nicht mit fünf Toren mehr gewönne, als die Kremper. Spoiler: Florian Barth und Co sollten exakt mit 5:0 gewinnen. Die Gefahr von hinten also gebannt.
Doch viel wichtiger waren eh die eigenen Hausaufgaben. Und diese waren schließlich diffizil genug, gegen eine RWK-Elf, die sich in der eigenen „SwanCity-Arena“ keineswegs in die Rolle des Kulissenschiebers drängen lassen wollte.
Die besseren Chancen hatte allerdings der Favorit, dessen Spielverderber gegen den heranrauschenden Bennet Brandt zunächst eine 41-jährige Vereinsikone zwischen den Pfosten werden sollte. Im Eins-gegen-Eins ist Hannes Schüler mit all seiner höherklassigen Erfahrung eben schwierig zu schlagen (17.).
Dann aber schenkte eine missglückte Spieleröffnung Brandt den zweiten Anlauf, den der halb so alte Angreifer diesmal eiskalt zum umjubelten 0:1 verwertete (28.).
TuS Krempe jetzt in der Poleposition, weil beim Spitzenreiter in Peissen (ein Zähler mehr) gegen die TSV Lägerdorf-Zweite noch keine Tore gefallen waren.
Dafür legten die Blauen fast das zweite nach, köpfte Rowan Strüven nach langem Schleuder-Einwurf Brandts gar nicht mal so ungefährlich gen Heim-Tor (41.). So aber blieb es beim knappen Spielstand, den eine Druckphase des Mittelfeldteams nach der Pause gleich mehrfach auf eine harte Probe stellte.
Nico Timms laufstarke Vorarbeit nutzte Justin Müller zum klasse von Justus Haack parierten Abschluss (56.), ehe Dennis Strauer gerade noch so blockiert werden konnte (68.). Und auch ein hohes Strauer-Ding leistete den Sportfreunden aus Peissen und Kellinghusen keine Schützenhilfe, weil Luca Lohmann die Kugel nicht nach Wunsch erwischte (69.).
Und der wackelnde Aufstiegskandidat? Der ärgerte sich, dass Schüler auch gegen Joker Marvin Baese die nötige Fläche im kurzen Eck machte, um das 0:2 zu vereiteln (75.).
Zeit für Verdruss blieb allerdings nicht, denn dann trat wieder dieser Bennet Brandt auf den Plan – und zack! Der Lupfer überwand den Goalie zum wichtigen 0:2 (80.).
Ein Handballer vom MTV Herzhorn als Aufstiegstorschütze? Platz zwei war damit jedenfalls schon mal abgesichert, wie nach dem Abpfiff klar war. Doch was gibt es denn nun aus Peissen zu vermelden?
Ungeduldiges Warten, bis die Bestätigung der Nullnummer aus dem 280-Seelen-Örtchen reinflatterte! Mit jeweils 70 Zählern schoben sich TuS Krempe und der VfL Kellinghusen doch noch am leer ausgegangenen SVP vorbei. Die Verbandsliga-Rückkehr der Burggraben-Kicker nach drei Jahren Abstinenz! Der VfL darf dagegen in Aufstiegsspielen weiter am eigenen Wunder basteln.
So der Stand von Samstag. Inzwischen steht jedoch ein Protest der Peissener wie ein großer Elefant im Raum. Der TSV Lägerdorf soll einen gesperrten Spieler eingesetzt haben, was dann wohl eine 5:0-Wertung pro SV Peissen nach sich zöge. Meister und Direktaufsteiger wäre dann plötzlich „Die Macht vom Osterdeich“, während Aufstiegsfeier samt Meisterbad des kremper Trainerteams im kalten Burggraben am Fuße der eigenen Sportanlage der Ungewissheit der Aufstiegsspiele weichen müssten. In Kellinghusen wäre der Aufstiegstraum derweil gänzlich geplatzt. Eine Farce deutet sich an! Der Ball liegt nun außerhalb des Spielfeldes beim SHFV, für den dieser Sachverhalt ein Stück weit Déjà-vu-Charakter haben dürfte. In der Aufstiegsrunde zur Landesliga der Vorsaison hatte es zwischen dem SV Azadi Lübeck und dem VfR Horst einen Spielabbruch gegeben, sodass erst die Wertung am grünen Tisch über den letzten Promovierten (VfR) entscheiden sollte.

Tore: 0:1 Brandt (28.), 0:2 Brandt (80.)

gelbe Karten: Ruß, Lohmann – Oetke, Baese

Schiedsrichter: Dorian Heitmann (SV Dörpum)

Zuschauer: 90

Zu früh gefreut? Meisterschaft, Aufstieg und Relegation entscheiden sich in der Kreisliga West am grünen Tisch des SHFV.




Spielbericht Rot-weiß Kiebitzreihe II - SG Neuenkirchen-Münsterdorf

Nur die Gäste-Serie hielt
Nach schleppendem Start: SG Neuenkirchen-Münsterdorf schließt siegreich ab

Keine großen Lorbeeren, aber immerhin den dritten Platz der Kreisklasse B – West – 3 erntete die Spielgemeinschaft TSV Neuenkirchen/SV Münsterdorf im Saisonfinale 2026. Eine ordentliche Platzierung für das Team, das in der Vorsaison noch eine Liga höher als Tabellenletzter eine Streichung wegen zwei Nichtantritten erlebte.
Dass es im Fernduell mit dem heuer spielfreien Edendorfer SV II etwas mit dem Bronzerang wurde, wollte sich zu Beginn noch nicht so richtig abzeichnen. Rot-weiß Kiebitzreihe II, feststehender Fünfter, arbeitete fleißig, vor allem über Bastian Scheppmanns linke Seite, an der Führung, die nach der Hälfte der ersten Hälfte verdienterweise fallen sollte. Tobias Stenders Zuspiel in die Spitze nutzte Tobias Schröter zum Abschluss in die kurze Ecke – 1:0 (23.)!
Für die Elf von Trainer Holger Pump ein kleiner Weckruf, wie zwei Halbchancen für Lukas Russ (27.) und Sebastian Fehrs (37.) zumindest im Ansatz bestätigten.
Dann aber setzten sich die Weißen einmal entschlossen im vorderen Drittel durch, sodass Russ zentral den Ausgleich besorgen konnte (57.).
Keine zahn Minuten später der Jubel über die vollendete Wende, als Russ die Kugel am Strafraum zu Marc Wenzel stocherte und der 22-Jährige vor der Kiste kurzen Prozess zum 1:2 machte (65.).
Der Ball lag nun also bei den Swans, die mit Scheppmanns Wiedereinwechslung nochmal auf Angriff schalteten, am Ende jedoch nicht wirklich vors Tor des sicheren Niclas Grimm vorstießen – auch nicht mit ihren zahlreichen Offensivstandards, die ihnen der nicht immer ganz glückliche Jungschiedsrichter in seinem ersten Herrenspiel zusprach. Eher sogar wäre bei Fehrs´ Rechtsschuss ans Außennetz noch mehr für die Gäste möglich gewesen (70.).
Der 2:1-Auswärtssieg tat es dann aber auch. Der dritte Erfolg in Reihe. So kann man eine Saison freilich ausklingen lassen!
Die RWK-Reserve musste ihre Dreierserie dagegen im vierten Match abreißen sehen – folgenlos für die Tabelle und die Stimmung beim anschließenden Freibier.

Tore: 1:0 Schröter (23. Stender), 1:1 Russ (57.), 1:2 Wenzel (65. Russ)

gelbe Karten: Andi – Fock

Schiedsrichter: Younis Bleker (1. FC Lola)

Zuschauer: 35








Freitag, 15. Mai 2026

Spielbericht TV Haseldorf - FC Union Tornesch II

Schrödingers Abstieg
0:5! Abenteuer Bezirksliga für den TV Haseldorf mutmaßlich beendet

Eine allerletzte Chance, den Klassenerhalt doch noch irgendwie zu wuppen, hatte der TV Haseldorf im letzten Saisonheimspiel gegen die Reserve von Union Tornesch. 0:5, Chance vertan – Abstieg!
Schließlich dachten die Jungs aus dem Torneum gar nicht daran, es am Freitagabend etwas ruhiger angehen zu lassen. Im Gegensatz zum überraschend verlorenen Hinspiel (der erste TVH-Erfolg im 13. Saisonspiel), ließen Jonas Kock und Co diesmal keine Luft an die Angelegenheit. So netzte Jann-Phillip Gollnick nach Zuspiel seines Kapitäns zum 0:1, das Schlussmann Niklas Grote trotz Berührung des Spielgeräts nicht mehr zu verhindern wusste (8.).
Die Gastgeber taten sich dagegen schwierig, dem ballsicheren Tabellenfünften beizukommen. Eine Flanke des frisch vermählten Joris Lüchau bereitete immerhin eine Doppelkopfaktion der Kollegen Fülscher und Bevers vor; Union-Fänger Leonard Scharre packte aber komplikationslos zu (13.).
Nicht so sein Gegenüber, der bei einem Spielzug, den Emir-Han Bayraktaroglu fein einleitete und letztlich durch Marley Gothe abgeschlossen wurde, wieder einmal allein auf weiter Flur blieb (24.).
Es gibt freilich ergötzlichere Plätze, als den zwischen den TVH-Pfosten, musste Grote auch kurz nach der Pause erneut ran, als Marvin Schramm den schönen Diagonalball auf Gothe servierte. Diesmal allerdings blieb der Tormann Sieger (51.) – um wenig später dennoch ein drittes Mal hinter sich greifen zu müssen. Wie die Handballer kreisten die Unioner um den gegnerischen Strafraum, ehe Gothe seine Poleposition zum 0:3 nutzte (56.).
Partie und Abstiegskampf entschieden, doch so ganz kampflos räumten die Roten das Feld nicht. Vor allem über Louis Bevers und dessen linke Seite probierte man sich am Torerfolg, der Bevers zweimal (61. & 78.) und dem fleißigen Michel Lienau einmal in Rücklage (73.) verwehrt blieb.
Ganz anders dagegen die Lage auf der anderen Seite, wo Joker Hannes Junge auf Querpass von Schramm (71.) und als Einspitzler aus kürzester Distanz (83.) auf nunmehr 0:5 stellte. Zu allem Überfluss verletzte sich bei letzterer Szene auch noch  der bemitleidenswerte Grote, sodass Johannes Markmann für vier Minuten zu seinem vierten Bezirksligaeinsatz kam. Das war´s dann auch an Erwähnenswertem aus dem Schloßparkstadion, wo nach einem einjährigen Bezirksliga-Intermezzo in der kommenden Saison wieder Kreisligafußball auf der Agenda steht. Vor den Sonntagsspielen der Konkurrenz sind es für den TV Haseldorf (15.) weiter drei Zähler und nunmehr saftige 24 Tore Rückstand auf den Duvenstedter SV (13.) über dem Strich. Die rechnerische Begleitung der am gleichen Abend sicher abgestiegenen SV Lieth (0:6 gegen die SV Blankenese) in die Kreisliga ist daher nur noch eine Frage der Zeit.
Was dabei allerdings Mut macht: neben Coach Benjamin Kälberloh und Assistent Marvin Biermans haben auch nahezu alle Spieler ihren Verbleib zugesagt. Das noch verbliebene Gastspiel in Egenbüttel kann man also bereits als Vorbereitungsmatch für die kommende Serie betrachten.

Tore: 0:1 Gollnick (8. Kock), 0:2 Gothe (24. Kock), 0:3 Gothe (56. Bayraktaroglu), 0:4 Junge (71. Schramm), 0:5 Junge (83. Gollnick)

gelbe Karten: Oßenbrüggen, Pieper – Gollnick

Schiedsrichter: Dr. Benjamin Stello (SC Egenbüttel)

Zuschauer: 90



Mittwoch, 13. Mai 2026

Spielbericht SV Lieth II - Moorreger SV

Knautschzone Abstiegskampf
KL 01: Lieth IIs Sechs-Punkte-Sieg sorgt weiter für flächendeckendes Zittern

Diverse Konkurrenten aus dem Kreisliga 01-Abstiegskampf gaben sich als Zuschauer am Butterberg die Klinke in die Hand. Die Delegationen aus Heist und Tornesch, zum Beispiel, dürften Klein Nordende am Mittwochabend allerdings mit ähnlich viel Enttäuschung wie der heuer unterlegenen Moorreger SV verlassen haben. Mit einem 3:0 hievte sich die Reserve der SV Lieth nämlich einstweilen aus dem damit abermals näher zusammengerückten Keller.
Erheblichen Anteil daran hatte sicher der geniale Start der Rot-schwarzen, die Florian Ballner nach nicht einmal zwei Minuten auf Kurs gesteuert hatte. Bei einer Hereingabe von links war es schon genug, einfach den Fuß hineinzuhalten, weil die Gäste hier irgendwie kein ernsthaftes Interesse am Spielgerät entwickelten.
Ein denkbar blöder Beginn für den MSV, der gegen die umschaltaffinen Liether nun eigene Lösungen finden musste.
Das aktivere Team waren aber die Hausherren, bei denen Finn Struve per Kopf (12.) und abgefälscht mit links (27.) ebenso etwas Gefahr versprühte, wie die Kollegen Ballner (traf den Kopfstoß nicht richtig, 28.) und Brant, dessen versuch ins Torwart-Eck sich der tadellose Daniel Rosenzweig angelte (32.).
Die Himmelsbargler taten sich dagegen lange schwierig, konkret nach vorne zu kommen. Dominik Körner jagte das Ei in den Liether Wald (18.) – Henning Jensen sah sich von einem Ahlers-Block gestört (23.). Erst auf den letzten Metern vor der Pause gelang der oft zu ungenauen und statischen Auswärtsmannschaft eine Art Druckphase – ohne Happyend.
Stattdessen fing man sich nach der Pause fast den zweiten Gegentreffer, als Finn Cornils zwar den agilen und gefürchteten Michel Cords aus den Schuhen rumste, die Szene aber mit Kilian Weers´ beherztem Solo weiterging. Beim Abschluss fehlte dem Außenverteidiger dann jedoch etwas die Kraft. Es war ja auch schon spät am Abend…
MSV-Coach Hakan Harmanci reagierte daraufhin mit jeweils zwei Doppelwechseln (55. & 70.), bei denen unter anderem der angeschlagene Toptorjäger Maximilian Seubert für die die große Aufholjagd hineinkam. Die beste Gelegenheit bot sich jedoch Zentrumsspieler Sam Holz, der es aus der zweiten Reihe mit rechts probierte (vorbei, 57.).
Ansonsten regierte beim MSV eine Mischung aus schweren Beinen, Kunstrasenphobie und einem schlicht gebrauchten Tag, den die berechtigte Ampelkarte für Cornils nach einem Handspiel (78.) noch zusätzlich erschwerte.
Ordentlich Platz jetzt natürlich für die quirligen Platzherren, den der steil geschickte Cords (knapp vorbei) vorerst nicht zur Entscheidung nutzte (81.).
Dann aber tauchte der Flügelflitzer gemeinsam mit Struve vor der Kiste auf, sodass der Querpass zur unwiderstehlichen Einladung für das vorentscheidende 2:0 avancierte (82.). Letzte Restzweifel wischte Taktgeber Struve noch einmal selber vom Tisch, als Lukas Brant in einer ähnlichen Umschaltszene rüber spielte (89.). Vergessen waren da die Tatsachen, dass der MSV Struve, wie geplant, ganz ordentlich aus der Partie nahm und dass sein Freistoß aus Minute 68 am Pfosten zerschellt war.
Mit nun drei Zählern Vorsprung auf die Moorreger (14.) und zweien auf die Konkurrenten aus Tornesch (13.) und Tangstedt (12.) haben sich die Karten für Struve und Co im Abstiegskampf nun weiter verbessert. Ob der starke Schlussspurt von zuletzt 13 Punkten aus fünf Spielen langen wird, dürfte sich vermutlich erst am (selber spielfreien) letzten Spieltag herausstellen – es sei denn, am kommenden Wochenende gelänge es, Zählbares gegen den designierten Meister vom Wedeler TSV auf heimischer Anlage zu behalten. Aber Vorsicht! Alle Mitkonkurrenten haben eben noch eine Partie mehr in der Hinterhand. Ebenso der Moorreger SV, auf den nun das Heimspiel gegen die Zweite des Heidgrabener SV wartet, ehe es zum Schlussakkord einen womöglichen Showdown bei Union Tornesch III gibt.  

SV Lieth II: Diedrigkeit – Zeybekoglu (85. Stuck), Ahlers (76. M. Homburg), F. Rudek, Weers (76. Hajdari) – Brant, H. Homburg, Struve, Cords – Viera Gerkens (58. von Lueder), Ballner (76. Baloosh), Trainer: Thorben Pingel

Moorreger SV: Rosenzweig – Below, Cornils, Giesbrecht (55. Kaufmann), Getmann (70. Simsek) – Schepelew, Holz – Franke, Jensen, Körner (55. Seubert) – Prange (70. C. Harmanci), Trainer: Hakan Harmanci

Tore: 1:0 Ballner (2.), 2:0 Cords (82. Struve), 3:0 Struve (89. Brant)

gelbe Karten: Viera Gerkens – Seubert

gelb-rote Karte: Cornils (78., Foulspiel + Handspiel)

Schiedsrichter: Kai Finn Rademacher (SV Halstenbek-Rellingen)

Zuschauer: 80




Sonntag, 10. Mai 2026

Spielbericht SV Lieth II - TuS Appen

Struve wie in Heidgraben
Freistoßtor zum beidseitig unnützen Remis im Kellerduell

Trist und leblos kassierte TuS Appen am Dienstagabend mit dem 0:3 in Heist die nunmehr neunte Schlappe in 2026 (plus Punktabzug wegen eines Nichtantritts). Abstiegsplatz, drei Zähler Rückstand aufs rettende Ufer und nun ging es auch noch zur aufstrebenden Reserve der SV Lieth. Schlechte Vorzeichen für einen dann doch ordentlich Auftritt, dessen Happyend letztlich wiederum nur an einem Standard scheiterte.
Das lebhaftere Team waren die Almtwegler im Duell Vierzehnter gegen Fünfzehnter insbesondere zu Beginn gewesen. Vor allem der junge Henry Heidmann beschäftigte die gegnerische Defensive mit erfrischenden Laufwegen und zwei ersten Gelegenheiten (5. & 14.), ehe das wichtige 0:1 ein ganzes Stück später fallen sollte. Sven Kremer war es, dem die Kugel halbrechts auf den Schussbereiten linken Puschen fiel, sodass der Einschlag ins lange Eck kaum noch gekannte Glücksgefühle in Blau-rot entfachte (35.).
Es roch nach Zählbarem, für die Gäste, zumal die Liether ihre offensiv-PS zu selten in den Rücken der TuS-Abwehr um Chefzweikämpfer Lukas Kremer bekamen.
Und schaffte es Michel Cords doch einmal in die Tiefe, fehlte entweder ein Stück (25.) oder fächerte sich Enrico Carl routiniert auf (39.).
Auch gegen einen Viera-Kopfball (67.) und Finn Struves Freistoß (74.) war auf das Torwart-Fossil (40) ebenso Verlass, wie gegen Lukas Brants Linksgeschoss (82.).
Schwierig blieb dabei jedoch die zu geringe Entlastung, die Carl und Co schließlich doch noch teuer zu stehen kam. Eines von vielen Fouls führte wieder Struve in vorzügliche Position für den ruhenden Ball, mit dem er Carl diesmal auf dem falschen Fuß erwischte – das 1:1 durch den Zentrumsspieler, der schon beim 2:1 in Heidgraben auf diese Weise traf (82.)!
Unter den Augen von Hakan Harmanci, der mit seinem Moorreger SV (13.) am Mittwoch zur nächsten Kellerparty am Butterberg aufschlagen wird, boten sich die Kontrahenten einen bis zum Ablauf der sechsminütigen Extrazeit einen engagierten Fight, dessen Endresultat von 1:1 vielleicht eher der SVL weiterhilft. „Ein Punkt ist besser als kein Punkt“, fütterte Lieths Kilian Weers dazu das Phrasenschwein. Ein Erfolg gegen den MSV und seine Farben wären im etwas spielplanverzerrten Tabellenbild (erstmal) wieder raus aus dem Untergeschoss.
TuS Appen kann dagegen erst am Sonntag nachziehen, wenn es zum ebenfalls abstiegsgefährdeten Tangstedter SV geht. Der erste Abschnitt heute dürfte da auf jeden Fall als kleiner Mutmacher taugen.

Tore: 0:1 S. Kremer (35.), 1:1 Struve (82., direkter Freistoß)

gelbe Karten: Ballner, Ahlers, Weers – S. Kremer, Pinnow, Von der Reith, Deletz

Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)

Zuschauer: 40








Spielbericht Holsatia im EMTV - Gencler Birligi Elmshorn

Von Derbysiegern zu TBS-Supportern
Elmshorn-Derby gewonnen: nun hofft Gencler auf Schützenhilfe

Holt Gencler Birligi am Ende doch noch die Meisterschaft? Mit dem Ausbau der Serie von acht Partien ohne Niederlage (sieben Siege) auf deren neun schob sich die Elf aus dem Krückaupark vor dem Saisonfinale der Kreisklasse 01 erstmal auf Rang eins.
Gegen Schlusslicht Holsatia im Elmshorn-Derby heuer letztlich keine große Kunst, brachte der Favorit seine spielerische Überlegenheit sofort auf den großen Rasen an der Wilhelmshöhe.
Das frühe 0:1, bei dem Nidal Topal erstmal zwei Mann aussteigen ließ, um Nihat Meric in der Mitte zu bedienen, galt daher als logische Folge (9.).
Weiter ging´s mit eher Umstrittenem, denn tendenziell räumte Spielertrainer Christian Neubauer den nicht anders aufzuhaltenden Topal ein gutes Stück VOR dem Sechzehner aus den Schuhen. Schiri Dennis Klein (Tangstedter SV), der sonst als höchst kommunikativer Spielleiter gefiel, erkannte jedoch auf Strafstoß, welchen Meric sicher zur Verdopplung setzte (23.).
In der Folge ging außer einem Hisarkaya-Abseitstor (28.) erstmal nichts Relevantes in die Spielchronik ein. Gencler hatte es sich auf dem Vorsprung etwas gemütlich gemacht, während Holsatia dagegen Pech hatte, dass Niklas Janaceks Kopfball nach schöner Khalaf-Flanke (wohl) noch knapp vor der Linie gefangen wurde (29.).
Konkretes sollte es dafür nach der Pause zuhauf geben. Mittendrin Genclers Joker Maseh Hashimi, der einen schönen Konter per Abstauber auf dem zweiten Bildungsweg zum 0:3 vollendete (51.) und seinen Doppelpack im Umkurven von Holle-Schlussmann Pieth Kruse schnürte (59.).
In der Zwischenzeit demonstrierten seine Farben allerdings vermehrten Leichtsinn, der sich durch zu viel Ballverliebtheit vorne und mangelnde Rückwärtsbewegung hinten prompt im Gegentor rächte (54.). Fabijan Kober hatte letztlich keine Mühe, nachdem auch noch Genclers Tormann weit vor der Kiste über Majd Alasaads langen Ball säbelte.
Ein Plot, der sich kurz vor dem Ende tatsächlich in ähnlicher Form wiederholen sollte, als Alasaad wieder lang auf Kober in den Rücken des nicht wirklich verteidigungswilligen Gegners eröffnete (87.). Da darf man auch ruhig mal jubeln – zumal das personell dünn besetzte Schlusslicht hier in bereits halbstündiger Unterzahl traf. Der vorverwarnte Neubauer war für eine Grätsche gegen den schnelleren Topal früh im zweiten Abschnitt per Ampel des Feldes verwiesen worden (55.).
Der Kreisligaaspirant verausgabte sich in der Maisonne nicht über Gebühr, traf aber immerhin noch dreimal durch Meric als Nutznießer eines abermaligen Topal-Solos (84.), Umit Özdemir per Lupfer (87.) und im Rahmen eines langen Abstoßes, der Özdemir lang schickte, durch den quer angespielten Cemal Hisarkaya (90.+2) zum Endstand von 2:7.
Die zweimaligen Sieger dieses Derbys thronen damit einstweilen wieder auf dem Spitzenplatz der Staffel. Doof nur: es war der letzte Auftritt in 2025/2026, wohingegen sich der verdrängte TSV Seestermüher Marsch noch einmal wehren darf. Das befreundete Team von TBS Pinneberg II wird als finaler des TSV nun also für Schützenhilfe unter türkischen Clubs benötigt. Die Pinneberger, bei Sieg selbst noch mit der Chance auf Platz drei, hätten die Meisterschaft bereits mit einem Remis pro Gencler entschieden. Der Aufstieg in die Kreisliga ist Meric und Co derweil bereits sicher, da nach den Gesetzen der Mathematik alle Zweitplatzierten hochgehen und der Dritte aus Heidgraben das Staffelfinale ebenfalls auf der Couch erlebt.

Tore: 0:1 Meric (9.
Topal), 0:2 Meric (23., Strafstoßtor, Neubauer an Topal), 0:3 Hashimi (51. Meric), 1:3 Kober (54. Alasaad), 1:4 Hashimi (59. Hassanzadeh), 1:5 Meric (84. Topal), 1:6 Özdemir (87.), 2:6 Kober (88. Alasaad), 2:7 Hisarkaya (90.+2, Özdemir)

gelb-rote Karte: Neubauer (Holsatia im EMTV, 55., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Dennis Klein (Tangstedter SV)

Zuschauer: 30



Samstag, 9. Mai 2026

Spielbericht SV Wasbek - FC Burg

Das Warmschießen hat begonnen
Kantersieg! SV Wasbek festigt Platz vier und freut sich aufs Pokalendspiel

Der große Höhepunkt steht für den SV Wasbek mit dem Kreispokalfinale gegen den PSV Neumünster noch aus. Der Formaufbau dafür läuft indes bereits auf Hochtouren. Mit 8:2 schraubten die Jungs vom Bahndamm am Samstagnachmittag den FC Burg in der Verbandsliga West ordentlich auseinander.
Anfangs noch etwas schläfrig und durch Paul Butzek auf Querlage Phil Bargmanns mit 0:1 im Hintertreffen (12.), fanden die Wasbeker allmählich zu ihrem temporeichen Direktspiel, das – ausgelöst durch Jan-Henrik Grümmers Langholz und Youri van der Mehdens Standfestigkeit – das freie 1:1 von Rune Kulig herbeiführte (28.). Nicht das letzte Mal, dass der 19-Jährige als Torschütze in Erscheinung treten sollte…
Vorher aber schnürte der jeweils fein in Szene gesetzte Hakon Schnoor den Doppelpack (37. & 44.) zum 3:1-Pausenstand. Vor allem beim selbst eingeleiteten dritten SVW-Treffer demonstrierte der „19er“ dabei seinen Sinn für den richtigen Weg und den eiskalten Abschluss.
Gesucht hatten Schnoor und Co diesen dann aber erstmal nicht. Stattdessen trauten sich die Gäste aus Dithmarschen wieder mehr voran, sodass Can Büyükdere einmal für einen abtauchenden Jonte Peters zwischen den SVW-Pfosten sorgte (52.).
Per Standard war das Match aber wieder voll in die eigenen Bahnen gelenkt, als Grümmer im Sturzflug passend in einen Ceyhan-Freistoß segelte (60.).
Dem über rechts initiierten 5:1 nahm sich 20 Minuten vor dem Ende indes wiederum Dreierpacker Schnoor flach mit rechts an.
Auch die kleine Ergebniskosmetik, die Melvin Tönsings steiler Ball auf den gestarteten Bargmann auslöste, ehe der Angespielte für P. Butzeks 5:2 auflegte (71.), konnte die wasbeker Tor-Parade nicht einbremsen.
Einmal noch bei Bjarne Kreys pariertem Freistoß das Torwart-Können von Peters bemüht (73.), chipte drüben R. Kulig das via Y. von der Mehdens Hacke erhaltene Leder zum halben Dutzend ins Netz (78.).  
Umjubelt legte der eingewechselte Steve Tougang Nievchev noch das 7:2 nach (82.), während der Schlusspunkt für R. Kuligs dritten Streich reserviert war (89.). Kurios: direkt danach pfiff Schiedsrichter Jonas Leon Tetzner (SV Friedrichsberg-Busdorf) die Begegnung um 90 Sekunden zu früh ab. Böse war dem jungen Schiri deshalb aber niemand. Die seit Ende März sieglosen, allerdings längst geretteten,  Grünen waren damit vorzeitig erlöst und der SV Wasbek bleibt vor dem Saisonfinale gegenüber Alemannia Wilster mit zwei Zählern in der Vorhand um Rang vier.

Tore: 0:1 P. Butzek (12. Bargmann), 1:1 R. Kulig (28. Y. von der Mehden), 2:1 Schnoor (37. V. von der Mehden), 3:1 Schnoor (44. R. Kulig), 4:1 Grümmer (60. Ceyhan), 5:1 Schnoor (70. R: Kulig), 5:2 P. Butzek (71. Bargmann), 6:2 R. Kulig (78. Y. von der Mehden), 7:2 Tougang Nievchev (82. L. Kulig), 8:2 R. Kulig (89. Y. von der Mehden)

gelbe Karten: Grümmer, R. Kulig – P. Butzek, Henning

Schiedsrichter: Jonas Leon Tetzner (SV Friedrichsberg-Busdorf, Note 2,5)

Zuschauer: 67





Freitag, 8. Mai 2026

Spielbericht TV Haseldorf - TuRa Harksheide II

„Tritt in die Eier“
TV Haseldorf verliert erkämpften Punktgewinn der Nachspielzeit

Bravourös zurückgekämpft, doch in der Nachspielzeit setzte es für den abstiegsbedrohten TV Haseldorf doch noch den „Tritt in die Eier“, wie es Pieter Oßenbrüggen in seiner Enttäuschung ausdrückte. Ein Spielverlauf mit Tränenpotential hatte dem Aufsteiger am Freitagabend einen Punkt, der laut Coach Benjamin Kälberloh „Gold wert gewesen“ wäre, nämlich spät entrissen.
Zunächst waren die Roten im drittletzten Saisonspiel freilich weit weg von Zählbarem, fehlte gegen die eher rückrundenschwache Reserve TuRa Harksheides der nötige Zugriff. Zu einfach ließ man sie vorne gewähren, was sich nach einer knappen Viertelstunde erstmals rächen sollte. Simpel spielte sich TuRa gen Grundlinie, von wo Daniel Meier mustergültig zum seelenruhigen Abdruck von der Sechzehnerlinie kam (14.).
Auch als Vorbereiter glänzte der Torjäger wenig später, als er zentral zu Alexander Krüger durchsteckte und dieser das Ei durch die Hosenträger von Goalie Niklas Grote spitzelte – das 0:2 (20.)!
Der Abend schon jetzt gelaufen, für den TVH? Mit Wohlwollen lässt sich Phil Mohrdiecks Gewaltschuss ins Nichts als Lebenszeichen verkaufen (29.), ehe es per Flügelspiel plötzlich funktionierte. Sowohl Malte Olde als Flankengeber von rechts, als auch Louis Bevers in der Rolle des bisher verkannten Kopfballungeheuers, fanden doch reichlich Platz zum verkürzenden Werk vor (35.).
Und tatsächlich war bei Joris Lüchaus PENG an den Außenpfosten trotz Spitzwinkligkeit gar der Pausenausgleich drin gewesen (39.).
Apropos haseldorfer Möglichkeiten. Bevers wäre nach der Bezirksliga-Tor-Prämiere fast der Doppelpack gelungen, hätte sich TuRa-Fänger Jonah Basner nicht den Versuch von halblinks geangelt (48.) und wäre der Schlenzer aus der schönen Bewegung nicht rechts vorbeigesegelt (63.).
Die Königschance ergab sich jedoch auf Hereingabe Bevers´ für Hendrik Pieper, der den Ball vielleicht besser mit dem Kopf genommen hätte nehmen sollen. So aber packte Basner wieder sicher zu (79.).
Der Dank der Vorderleute: das 1:3-Kontertor, bei dem Nick Hagelstein nach haseldorfer Ballverlust auf rechts davonstiefelte, nicht taktisch gelegt wurde und eiskalt vor Grote vollendete (81.).
Game over? Mitnichten, war der TVH ja schließlich durch Milos Aleksic´ dumme Ampelkarte (70.) ein Mann mehr und fünf Minuten vor dem Ende wieder auf 2:3 dran. Diesmal zog Lüchau erfolgreich aus dem Rückraum ab (85.) und heizte die Aufholjagd damit weiter an. Berechtigte Schützenhilfe folgte kurz darauf durch den Schiedsrichter, der Saba Nasrachvilis unstrittiges Handspiel mit dem fälligen Strafstoß sanktionierte. Marten Fülscher übernahm die Verantwortung und verwandelte flach zum 3:3 (88.). Da hatten sie endlich ihr Strafstoßtor, das bereits früh im Spiel beim klar hörbaren Zweikampf J. Wolter/J. Lüchau vom Schiri verweigert wurde…
Berechtigt dagegen ein folgenschwerer Freistoßpfiff gegen die Haseldorfer am eigenen Strafraum. Hagelsteins tückischen Standard blockierte Grote ebenso wie das schnelle Nachsetzen, doch im dritten Anlauf stach Joker Malte Carolus den Dolch ganz tief ins Herz des andächtig staunenden Neulings (90.+2), der jetzt nochmal alles nach vorne warf.
TuRa mit entsprechendem Raum zum Kontern, den Miguel Herzog aber zu unplatziert vor dem Tor verschwendete (90.+3.). Der Gegner damit weiter am leben – jedoch nur, bis Niklas Wolter der Flankenwechsel zum freien Luis Blaha gelang und letzterer die Co-Produktion der Eingewechselten mit dem 3:5 vollendete (90.+5).
TuRa bleibt damit im Rennen um die Einstelligkeit, während die enttäuschten Kicker aus dem Schloßparkstadion keinen Schritt aus dem Untergeschoss der Bezirksliga 01 machen konnten. Der Klassenerhalt wird also nicht in die eigenen Hände wandern. Unabhängig davon, was die beiden verbliebenen Partien gegen Union Tornesch II und den SC Egenbüttel noch bringen.

TV Haseldorf: Grote – Franke (73. Krieg), Oßenbrüggen, Pieper, Dalecki – Jedamski (90. Kaland), Mohrdieck, J. Lüchau, Bevers – Rose (35. Nickels), Olde (46. Fülscher), Trainer: Benjamin Kälberloh

Tore: 0:1 Meier (14. Lammek), 0:2 Krüger (20. Meier), 1:2 Bevers (35. Olde), 1:3 Hagelstein (81.), 2:3 J. Lüchau (85. Krieg), 3:3 Fülscher (88., Strafstoßtor, Handspiel Nasrachvili), 3:4 Carolus (90.+2, Hagelstein), 3:5 Blaha (90.+5, N. Wolter)

gelbe Karten: J. Lüchau, Dalecki, Pieper – keine

gelb-rote Karte: Aleksic (TuRa Harksheide II, 70., Meckern + Foulspiel)

Schiedsrichter: Kazim Yavuz (FC Bingöl 12)

Zuschauer: 55