Sonntag, 10. Mai 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV - Gencler Birligi Elmshorn

Von Derbysiegern zu TBS-Supportern
Elmshorn-Derby gewonnen: nun hofft Gencler auf Schützenhilfe

Holt Gencler Birligi am Ende doch noch die Meisterschaft? Mit dem Ausbau der Serie von acht Partien ohne Niederlage (sieben Siege) auf deren neun schob sich die Elf aus dem Krückaupark vor dem Saisonfinale der Kreisklasse 01 erstmal auf Rang eins.
Gegen Schlusslicht Holsatia im Elmshorn-Derby heuer letztlich keine große Kunst, brachte der Favorit seine spielerische Überlegenheit sofort auf den großen Rasen an der Wilhelmshöhe.
Das frühe 0:1, bei dem Nidal Topal erstmal zwei Mann aussteigen ließ, um Nihat Meric in der Mitte zu bedienen, galt daher als logische Folge (9.).
Weiter ging´s mit eher Umstrittenem, denn tendenziell räumte Spielertrainer Christian Neubauer den nicht anders aufzuhaltenden Topal ein gutes Stück VOR dem Sechzehner aus den Schuhen. Schiri Dennis Klein (Tangstedter SV), der sonst als höchst kommunikativer Spielleiter gefiel, erkannte jedoch auf Strafstoß, welchen Meric sicher zur Verdopplung setzte (23.).
In der Folge ging außer einem Hisarkaya-Abseitstor (28.) erstmal nichts Relevantes in die Spielchronik ein. Gencler hatte es sich auf dem Vorsprung etwas gemütlich gemacht, während Holsatia dagegen Pech hatte, dass Niklas Janaceks Kopfball nach schöner Khalaf-Flanke (wohl) noch knapp vor der Linie gefangen wurde (29.).
Konkretes sollte es dafür nach der Pause zuhauf geben. Mittendrin Genclers Joker Maseh Hashimi, der einen schönen Konter per Abstauber auf dem zweiten Bildungsweg zum 0:3 vollendete (51.) und seinen Doppelpack im Umkurven von Holle-Schlussmann Pieth Kruse schnürte (59.).
In der Zwischenzeit demonstrierten seine Farben allerdings vermehrten Leichtsinn, der sich durch zu viel Ballverliebtheit vorne und mangelnde Rückwärtsbewegung hinten prompt im Gegentor rächte (54.). Fabijan Kober hatte letztlich keine Mühe, nachdem auch noch Genclers Tormann weit vor der Kiste über Majd Alasaads langen Ball säbelte.
Ein Plot, der sich kurz vor dem Ende tatsächlich in ähnlicher Form wiederholen sollte, als Alasaad wieder lang auf Kober in den Rücken des nicht wirklich verteidigungswilligen Gegners eröffnete (87.). Da darf man auch ruhig mal jubeln – zumal das personell dünn besetzte Schlusslicht hier in bereits halbstündiger Unterzahl traf. Der vorverwarnte Neubauer war für eine Grätsche gegen den schnelleren Topal früh im zweiten Abschnitt per Ampel des Feldes verwiesen worden (55.).
Der Kreisligaaspirant verausgabte sich in der Maisonne nicht über Gebühr, traf aber immerhin noch dreimal durch Meric als Nutznießer eines abermaligen Topal-Solos (84.), Umit Özdemir per Lupfer (87.) und im Rahmen eines langen Abstoßes, der Özdemir lang schickte, durch den quer angespielten Cemal Hisarkaya (90.+2) zum Endstand von 2:7.
Die zweimaligen Sieger dieses Derbys thronen damit einstweilen wieder auf dem Spitzenplatz der Staffel. Doof nur: es war der letzte Auftritt in 2025/2026, wohingegen sich der verdrängte TSV Seestermüher Marsch noch einmal wehren darf. Das befreundete Team von TBS Pinneberg II wird als finaler des TSV nun also für Schützenhilfe unter türkischen Clubs benötigt. Die Pinneberger, bei Sieg selbst noch mit der Chance auf Platz drei, hätten die Meisterschaft bereits mit einem Remis pro Gencler entschieden. Der Aufstieg in die Kreisliga ist Meric und Co derweil bereits sicher, da nach den Gesetzen der Mathematik alle Zweitplatzierten hochgehen und der Dritte aus Heidgraben das Staffelfinale ebenfalls auf der Couch erlebt.

Tore: 0:1 Meric (9.
Topal), 0:2 Meric (23., Strafstoßtor, Neubauer an Topal), 0:3 Hashimi (51. Meric), 1:3 Kober (54. Alasaad), 1:4 Hashimi (59. Hassanzadeh), 1:5 Meric (84. Topal), 1:6 Özdemir (87.), 2:6 Kober (88. Alasaad), 2:7 Hisarkaya (90.+2, Özdemir)

gelb-rote Karte: Neubauer (Holsatia im EMTV, 55., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Dennis Klein (Tangstedter SV)

Zuschauer: 30



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